DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
ExistenzgründungStart-Up

Generalisten statt Spezialisten: Erfolgreiche Führungsteams für Startups

Startup-Teams mit Generalisten agierten laut Ökonomen des Instituts zur Zukunft der Arbeit am erfolgreichsten. Eine aktuelle Studie zeigt, dass Personen mit einem besonders ausgewogenen „Qualifikationsmix“ die Kosten für die Koordination und Kommunikation innerhalb des Teams senken helfen und somit die Erfolgschancen von Startups steigern.

Ein Windanzeiger auf einem Dach.

Generalisten statt Spezialisten: Erfolgreiche Führungsteams für Startups
Bonn, 20.08.2014 (iza) - Unternehmergeist bringt Innovationen und sorgt damit für Wachstum und Wohlstand. Heute werden erfolgreiche Startups nicht mehr nur vom klassischen Unternehmertypen im Alleingang, sondern immer häufiger von Teams gegründet. Wie solche Teams idealerweise zusammengesetzt sein sollten, untersucht ein aktuelles IZA-Diskussionspapier anhand eines Experiments mit niederländischen Schülern.

Im Rahmen des Bildungsprogramms BizWorld konnten Schülerteams im Alter von 11 bis 12 Jahren ein fiktives Unternehmen für die Produktion und den Vertrieb von Freundschaftsbändern aufbauen. Sie erstellten einen Businessplan, verkauften Firmenanteile an Investoren und kalkulierten Produktionskosten sowie Verkaufspreise. Schließlich entwarfen und produzierten sie die Freundschaftsbänder, bewarben sie und verkauften sie unter den Mitschülern.

Die Ökonomen Laura Rosendahl Huber, Randolph Sloof und Mirjam Van Praag nutzten Informationen zu den mathematischen und sprachlichen Fähigkeiten der Schüler, um vier verschiedene Arten von Startup-Teams zusammenzustellen: Mathe-Asse und Sprachgenies jeweils unter sich, die beiden „Spezialisten“-Gruppen gemischt und schließlich eine Teamvariante bestehend aus „Generalisten“ – also aus Schülern, deren Rechen- und Sprachfertigkeiten gleichermaßen gut (oder schlecht) ausgeprägt waren.

Am Ende des fünftägigen Experiments zogen die Wissenschaftler Bilanz. Dabei berücksichtigten sie neben der reinen Gewinn- und Verlustrechnung für die einzelnen Teams auch Kriterien wie Gehaltsstruktur oder verkaufte Firmenanteile. Das Ergebnis: Die Teams mit den „Generalisten“ agierten am erfolgreichsten. Vor allem die Gruppen, in denen verschiedene Spezialisten aufeinander trafen, schnitten deutlich schlechter ab.

Eine Befragung der Schüler nach dem Feldversuch ergab zudem, dass das Konfliktpotenzial unter den zusammengewürfelten Spezialisten größer war als in den homogeneren Teams.  Allerdings berichteten auch die sprachgewandten Schüler, dass die Zusammenarbeit mit ihresgleichen von häufigen verbalen Auseinandersetzungen geprägt war.

Insgesamt schließen die Autoren der Studie, dass Personen mit einem besonders ausgewogenen „Qualifikationsmix“ die Kosten für die Koordination und Kommunikation innerhalb des Teams senken helfen und somit die Erfolgschancen von Startups steigern.

Download IZA Discussion Paper 8237 [PDF, 31 Seiten - 2,5 MB]
Jacks-of-All-Trades? - The Effect of Balanced Skills on Team Performance

 

Im Forum zu Start-Up

13 Kommentare

Angebot annehmen oder weiter bewerben

WiWi Gast

Du bist seit einem Jahr arbeitslos - um jetzt ein Angebot abzulehnen brauchst du schon deutlich bessere Gründe, als dass es nicht von deinem Wunscharbeitgeber kommt.

6 Kommentare

Karriere im Startup

WiWi Gast

Optimal: Einstieg mit Beteiligung 40k und 1% - > nächstes Unicorn und Bewertung von 1Mrd, ohne Verwässerung der Anteile -> 10 Mio bzw. 5 nach Steuern. Wahrscheinlichkeit:

15 Kommentare

Start-up LEH Außendienst Einstiegsgehalt zu hoch?

RonnyFunny

ich bin mir auch nicht ganz sicher wie ich es einordnen soll. eigentlich klang die sache recht unstressig. Von Verkausdruck hab ich nichts gehört. auch die filialleiter der supermärkte sollen recht lo ...

8 Kommentare

Auswahlverfahren Startup

WiWi Gast

Weitestgehend normal. Meistens sind die Gründer entweder Studenten, die was "bewegen" wollen und gelesen haben, dass die Mitarbeiter ein Unternehmen ausmachen und deswegen die schlausten Köpfe für wen ...

1 Kommentare

1. Vorstellungsgespräch Finance/Accounting bei Startup

WiWi Gast

Hey, ich hab nächste Woche mein allererstes Vorstellungsgespräch überhaupt (von Aushilfsjobs mal abgesehen) und bin ein bisschen nervös. Auf welche technischen Fragen sollte ich mich im Bereich Fin ...

19 Kommentare

Rente vs Pension? Rente vs Selbständiger!

know-it-all

WiWi Gast schrieb am 19.08.2020: Deine Argumentation mag mathematisch richtig sein (habe nicht nachgerechnet...). Allerdings machst du meiner Meinung nach den Fehler, dass du bei einer kapitalbasi ...

3 Kommentare

Nebenverdienst im Studium

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 05.08.2020: Naja nicht gleich übertreiben. Meistens stellen die, die noch nie selbst was Selbstständiges gemacht haben, sich das immer als extrem aufwendig vor. D ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Start-Up

Herausforderung-Unternehmertum Startups Stipendium

Startup-Stipendien für Studierende fördern Gründer-Knowhow

Egal ob gewinnorientiertes Business oder gemeinnütziges Social Startup – mit ihrer Gründungsidee können sich Studierende für das Förderprogramm »Herausforderung Unternehmertum« bewerben. Das Bildungsprogramm für Gründer ist eine Initiative der Heinz Nixdorf Stiftung und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft. Bereits im Studium sollen Startup-Knowhow vermittelt und Ideen ausprobiert werden. Die Gewinner erhalten eine einjährige Förderung und finanzielle Unterstützung von bis zu 15.000 Euro. Bewerbungsschluss ist der 19. August 2016.

Existenzgründung mit einem Start-Up Unternehmen

Wie junge Unternehmer sich Wettbewerbsvorteile verschaffen

Gerade für junge Unternehmer ist es deutlich schwieriger, sich am Markt zu behaupten und von der Konkurrenz abzuheben. Schon etablierte Unternehmen haben meist ein wesentlich höheres Budget und können so auch falsche Entscheidungen und Fehlkalkulationen abfedern sowie sehr viel mehr Geld für die Organisation der Firma ausgeben. Bei Start-ups sieht dies anders aus, sie kämpfen meist an allen Fronten gleichzeitig. Einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen ist da keine sehr einfache Aufgabe.

Ein junger Gründer arbeitet an seinem Notebook.

Tipps für junge Gründer

Gleich nach dem Studium die eigene Firma zu gründen, kostet Mut, kann sich jedoch bezahlt machen. Da jeder Markt und jedes Produkt verschieden sind, gibt es keine Zauberformel, die garantiert zum Ziel führt. Gerade junge Menschen machen in der Gründerphase Erfahrungen fürs Leben - manchmal auch in Form von Niederlagen. Diese Rückschläge sind wichtig für die eigene Entwicklung. Manche Fehler lassen sich mit einigen Tipps jedoch vermeiden.

Weiteres zum Thema Existenzgründung

EXIST-Gründerstipendium: Eine Möwe fliegt über dem blauen Meer und symolisiert die Freiheit eines selbstständigen Unternehmers.

EXIST-Gründerstipendium

Das EXIST Gründerstipendium fördert innovative Unternehmensgründungen aus Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Maximal für die Dauer eines Jahres werden die Lebenshaltungskosten mit bis zu 2.500 Euro monatlich finanziert. Das Stipendium richtet sich an Wissenschaftler, Hochschulabsolventen und Studierende.

Cover Steuer-Tipps für die Existenzgründung

E-Book: Steuer-Tipps für die Existenzgründung

Schon bei der Gründung eines Unternehmens sind steuerliche Aspekte wichtig. Der Steuerwegweiser "Steuer-Tipps für die Existenzgründung" für junge Unternehmerinnen und Unternehmer beantwortet steuerliche Fragen auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Die Broschüre ist im März 2018 erschienen und kann im Internet auf den Seiten des Finanzministeriums NRW kostenlos heruntergeladen werden.

Vorbereitung auf das Bankgespräch: Lloyds Bank Filiale von außen.

Broschüre: Vorbereitung auf das Bankgespräch

Die Bank gehört für beinahe jedes Unternehmen zu den wichtigsten Geschäftspartnern. Schließlich sind eine ausreichende Finanzausstattung sowie eine Reihe weiterer Finanzdienstleistungen aus dem Geschäftsalltag nicht wegzudenken. Dennoch fühlen sich gerade bei Finanzierungsfragen viele Unternehmen im Umgang mit der Bank unsicher. Die Broschüren "Vorbereitung auf das Bankgespräch" vom Bundesverband deutscher Banken e.V. liefert wichtige Tipps und Informationen, um Finanzierungsvorhaben im Bankgespräch erfolgreich zu präsentieren.

Unternehmensnachfolge: Unternehmensbörse nexxt-change

Unternehmensbörse »nexxt-change«

Unternehmensnachfolge leicht gemacht: Aus mehr als 10.000 stets aktuell gehaltenen Inseraten können sowohl Existenzgründer als auch Unternehmer auf der Suche nach einem Nachfolger passende Profile auswählen. Ab dem 1. Mai ist die Plattform auch für ausländische Partner geöffnet.

Broschüre Unternehmensnachfolge Planung

Broschüre: Unternehmensnachfolge - Die optimale Planung

Die Broschüre »Unternehmensnachfolge« vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie bietet zahlreiche Informationen und praktische Tipps für Unternehmer und ihre Nachfolger sowie einen Schritt für Schritt Plan zur erfolgreichen Unternehmensnachfolge.

Gründungsradar: Spitzenunis für Gründer sind TU und HS München, Uni Lüneburg und HHL Leipzig

Studenten, die eine Zukunft als Gründer oder Gründerin einschlagen wollen, sollten hier studieren: An der Technischen Universität München, Hochschule München, Leuphana Universität Lüneburg und HHL Leipzig Graduate School of Management wird am besten für eine Unternehmensgründung ausgebildet. Das zeigt der aktuelle Gründungsradar des Stifterverbandes zur Gründungskultur an Hochschulen in Deutschland.

Eine junge Frau auf der Mitte einer Treppe blickt in die Ferne.

E-Learning: Existenzgründung für Gründerinnen

Die sehr umfassenden E-Learning-Kurse zur Existenzgründung der Hochschule Karlsruhe bieten nützliches Wissen für den Start in die Existenzgründung. Das E-Learning-Angebot ist kostenlos.

Beliebtes zum Thema Berufseinstieg

Unternehmensranking 2017 der Top 10 Managementberatungen in Deutschland

Unternehmensranking 2020: Top 15 Managementberatungen in Deutschland

Die Top 15 Managementberatungen erzielen 2019 mit 12.600 Mitarbeitern gemeinsam rund 2,8 Milliarden Euro Umsatz. Ihre Umsätze in Deutschland stiegen im Schnitt um 6,2 Prozent. Roland Berger ist mit weltweit 650 Millionen Euro Umsatz erneut die klare Nummer eins. Es folgt Simon-Kucher & Partners mit fast 360 Millionen Euro. Q_Perior aus München zählt mit 214 Millionen Euro Umsatz erstmals zu den Top 3. Die Top-Themen der deutschen Managementberatungen sind Effizienzsteigerung und Kostensenkung.

Papier und Stifte liegen auf einem Schreibtisch.

Unternehmensranking 2020: Die Top 25 IT-Beratungen

Die Umsätze der Top 25 IT-Beratungen stiegen 2019 im Schnitt um 10 Prozent. Das Spitzentrio aus Accenture, T-Systems und IBM führt Accenture mit einem Umsatz von 2,4 Milliarden Euro in Deutschland an. Capgemini kann kann den Abstand auf die Top 3 mit 1,2 Milliarden Euro deutlich verkürzen. Neu im Ranking ist Valantic mit einem Umsatzplus von 11,4 Prozent und Übernahmen der Digitalagenturen Netz98 und Nexus United.

IT-Branche: Jemand programmiert an einem Notebook.

Unternehmensranking 2020: Top 20 mittelständische IT-Beratungen

Die Umsätze der Top 20 mittelständischen IT-Beratungen sind 2019 im Schnitt um 8,4 Prozent und 250 Millionen Euro gewachsen. Die Liste wird erstmals durch die Adesso SE angeführt. Durch ein Umsatzplus von 19,7 Prozent konnte das Dortmunder Unternehmen zwei Plätze im Vergleich zum Vorjahr gutmachen. Eine hohe Nachfrage erwarten die mittelständischen IT-Beratungen in den Bereichen Big Data Analytics und Prozessautomatisierung mittels Künstlicher Intelligenz.

Unternehmensranking 2017 der Top 10 Managementberatungen in Deutschland

Unternehmensranking: Die Top 10 Managementberatungen in Deutschland 2018

Die Top 10 der Managementberatungen erzielen 2018 mit knapp 10.000 Mitarbeitern gemeinsam rund 2,3 Milliarden Euro Umsatz, von 9,1 Milliarden Euro insgesamt. Die Umsätze der Top 10 in Deutschland sind im Jahr 2018 im Schnitt um 9,5 Prozent gewachsen. Die Branche rechnet 2019 mit Umsatzsteigerungen von 10,3 Prozent sowie für 2020 und 2021 mit 10,4 Prozent. Roland Berger ist mit weltweit 600 Millionen Euro Umsatz die klare Nummer eins. Besonders stark gewachsen sind Simon-Kucher mit 22,6, Porsche Consulting mit 24,5 und Horváth mit 18,1 Prozent.

Gründungsradar 2018: Eine keimende grüne Pflanze symbolisert die Gründung eines Startup-Unternehmens.

Gründungsradar 2018: TU München, Oldenburg und HHL Leipzig sind "Gründerunis"

Studenten, die eine Zukunft als Gründer oder Gründerin einschlagen wollen, sollten hier studieren: An der Technischen Universität München, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und HHL Leipzig Graduate School of Management wird am besten für eine Unternehmensgründung ausgebildet. Das zeigt der aktuelle vierte Gründungsradar 2018 des Stifterverbandes zur Gründungskultur an Hochschulen in Deutschland.

Jobbörsen-Kompass 2018: Das Foto zeigt einen Wirtschaftswissenschaftler im Anzug der die Jobbörse für WiWis von Staufenbiel.de auf dem Smarthone aufruft.

Jobbörsen-Kompass 2018: StepStone beste Jobbörse für WiWis

Jobbörsen-Kompass hat die besten deutschen Jobbörsen 2018 gekürt. Bei den Jobbörsen mit der Zielgruppe Wirtschaftswissenschaften gewann StepStone, gefolgt von Staufenbiel und Xing. Bei den Generalisten-Jobbörsen liegt StepStone ebenfalls auf Platz eins vor den Business-Netzwerken Indeed und Xing. Bei den Spezialisten-Jobbörsen stehen Staufenbiel und Unicum für die Jobsuche zum Berufseinstieg an der Spitze. Shooting Star mobileJob.com erzielt Platz drei. Die führenden Jobsuchmaschinen sind Kimeta.de, Jobbörse.de und Jobrapido.

Studien-Cover »Recruiting Trends 2018«

Recruiting Trends 2018: Jobbörsen sind Shooting Star

Online-Jobbörsen profitieren bei den Recruiting-Budgets in 2018 mit einem Anstieg von 28 auf 45 Prozent am meisten. Durch den Fachkräftemangel wird das Recruiting von Berufserfahrenen zum wichtigsten Thema im Recruiting. Es verdrängt damit das Arbeitgeberimage von Rang eins. Für fast 80 Prozent der Unternehmen gehörten Social Media Recruiting und Active Sourcing zudem zu den Top Themen. Shooting Stars der Recruiting Technologie sind Mitarbeiterempfehlungsplattformen, Videointerviewlösungen und Talentsuchmaschinen. Dies sind Ergebnisse der Studie "Recruiting Trends 2018" vom Institute for Competitive Recruiting.