WiWi Gast schrieb am 25.10.2025:
Das ist natürlich mein subjektives Prestige-Empfinden. Ob das tatsächlich mit den realen Jobchancen oder LinkedIn-Statistiken übereinstimmt, ist eine andere Frage. Vielleicht liegen sogar die FAU, Bayreuth und die WFI realistisch betrachtet auf einem ähnlichen Niveau.
Trotzdem ändert das am Kern nichts. Die Auswahlkriterien werden heute immer selektiver. Und da ist die FAU nun einmal im Nachteil, wenn du mit Absolventen der WHU, HSG oder TUM konkurrierst. Diese Universitäten bieten ganz andere Möglichkeiten, sei es durch Studentenclubs, Recruiting-Events oder Start-Up Kultur.
Von jemandem, der ein Studium und angeblich bei einer T2-Beratung ist, erwarte ich mal etwas spezifischer. Die Auswahlkriterien werden in genau den Branchen spezifischer, wo man am Ende heiße Luft verkauft, sprich Unternehmensberatung. Da eure Konzepte zum größtenteils oft Müll sind und man oft auch keinen Mehrwert liefern, fällt und steht man am Ende mit dem Studium, da geb ich dir recht.
Wenn du in „normale“ Jobs einsteigen möchtest, ist das sicher kein Problem. Aber bei den Big 4 ist das Prinzip der Target-Unis mittlerweile auch angekommen, zumindest außerhalb von Audit und Tax. Ein Einstieg kann daher durchaus schwieriger werden.
Big4 wie wo was. Bisschen spezifischer. Allein KPMG hat 28 (?) Standorte und rekrutiert wird vor allem regional. In Hamburg arbeiten hauptsächlich Hamburger & Umgebung, in Hannover Hannoveraner & Umgebung und in München Leute aus München & Umgebung. Was soll den Target sein? Wenn die im Deal Advisory in Berlin nur Leute aus Mannheim (wie viel km sind das, 700?) oder von der WHU nehmen würden (500km?), dann würden die überhaupt keine Leute bekommen.
Du meintest, die FAU sei eine gute Uni, um das Studium zu genießen und Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen. Genau das unterstreicht den Punkt: Sie ist solide, aber eben „mittelmäßig“. Und Mittelmaß reicht heute oft nicht mehr aus.
Wie schon gesagt, ihr seid alle stark am copen, weil ihr in irgendwelchen Käffern studiert habt, kein Studentenleben hattet und jetzt in irgend einer T2-Bude 60h+/W ackern müsst und zwar für einen effektiven Netto-Stundenlohn, den es auch geben würde, wenn man bei McDonalds die Stunden schichten würde. Und dann erzählt ihr euch, dass ihr die Elite seid, während irgend eine Bachelorette von der TH Nürnberg (also nicht einmal FAU) E9 bekommt und nach 35h nach Hause geht.
Ich selbst bin 2024 bei einer unteren Tier-2-Beratung eingestiegen und kenne weder im Kollegenkreis noch auf Kundenseite jemanden, der an der FAU studiert hat. Auch international ist die Universität kaum bekannt.
Ja komm WO BIST DU EINGESTIEGEN. Sag doch spezifisch den Ort, die Stadt, Region wtf. Als nächstes erzählst du mir, dass Hamburg oder Berlin schlechte Unis sind, weil du in Stuttgart noch nie einen von denen getroffen hast. 99% der Menschen bewegen sich in einem 100km zwischen Uni, Stadt, Eltern und Arbeitgeber. Nur irgendwelche Wiwi-Treff HiPos kommen auf so einen Quatsch von Berlin nach Mannheim zu ziehen, weil sie glauben, das würde ihre Karriere fördern. Und dann machen sie komische Threads hier auf wie "Wie kommt ihr klar mit dem ständigen Umziehen" :D und copen dann alle gemeinsam .
Bzgl. international bekannt: Selbst die VSE Prag ist international bekannter als Mannheim, den Fakt ist, bis auf die Großstadt Unis (Berlin, München) ist nicht eine einzige deutsche Uni "international" bekannt. Die VSE Prag ist sogar Teil des CEMS-Masters. Und weißt du warum? Weil jemand der ein Dual Degree in Deutschland machen würde, lieber sagen würde, er hat in Cologne, Munich oder Berlin studiert, als in irgend einem Kuhkaff wie Vallendar oder Mannheim.
Fazit: Ich würde es daher eher lassen.
Welche T2 soll das sein? Ich brauch nur in Linkedin FAU + Roland Berger einzugeben und mir kommen zig Seitenvorschläge, von Senior Partner bis Praktikanten ist da alles dabei. Die einzig konsistente Variable, von denen, die es in ihr Profil schreiben ist, dass die Noten < 1,5 sind. So wie hier häufig im Forum schon gesagt: Es zählt fast ausschließlich die Note und nicht dort, wo du studiert hast. Mit einer 2,0 im Mannheimer BSc wirst du bei deiner T1 oder T2 Beratung auch ausgelacht.
Also wenn die so Leute wie dich einstellen, dann kein Wunder ist bei den Beratungen Krise. Voller Bias und wenig Substanz.
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