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Leitindex: Wie gut eignet sich der DAX als Gradmesser für die deutsche Wirtschaft?

Der DAX ist der größte deutsche Aktienindex und gilt für viele Investoren, Unternehmen und Analysten als wichtiger Gradmesser für den Zustand der deutschen Wirtschaft. Bereits seit dem 1. Juli 1988 existiert der deutsche Leitindex - doch hat der DAX wirklich Signalwirkung für die gesamte Bundesrepublik? Eine Antwort auf diese Frage zeigt, ob der DAX seine Bedeutung zurecht verdient.

Das Foto zeigt ein Kurs-Chart vom Deutschen Aktienindex DAX.

Wichtiger Indikator für Wirtschaft und Politik
Der DAX hat seine Anfänge im Index der Börsenzeitung, welche die junge Bundesrepublik bereits seit dem Jahr 1959 begleitete. 1988 eingeführt, wurde der DAX ursprünglich für den 31. Dezember 1987 auf 1.000 Punkte normiert. Zunächst sollte der DAX lediglich andere Indizes ergänzen. Inzwischen hat der Index allerdings wichtige Signalwirkung im In- und Ausland: Die Performance des DAX spiegelt den wirtschaftlichen Zustand in der Bundesrepublik wider.

Im DAX enthalten sind die jeweils 30 nach Streubesitz-Marktkapitalisierung größten und liquidesten deutschen Unternehmen, welche am Aktienmarkt gehandelt werden. Alle im DAX enthaltenen Unternehmen sind im Prime Standard gelistet. Für September 2021 ist mit der Vergrößerung des DAX von 30 auf 40 Unternehmen eine signifikante Modernisierung des Index geplant.


Herausragende Stellung an der Börse
Seine herausragende Stellung an der deutschen Börse hat der DAX sich unter anderem deshalb verdient, weil er in Krisenzeiten stets zeigt, wie stark die deutsche Wirtschaft wirklich dasteht. Zuletzt zeigte sich dies bei den Börsenturbulenzen während der Covid-19-Pandemie im Frühjahr 2020:

Ähnlich robust zeigten der DAX und die deutsche Wirtschaft sich auch während anderer Krisen der vergangenen Jahrzehnte:

Auch die Subprime Krise des Jahres 2008 spiegelte sich deutlich im DAX wider - ebenso aber die Erholung der Wirtschaft und der bald darauf folgende bullische Markt in den Jahren 2013 bis 2018.


Warum sich der DAX nicht immer als Gradmesser eignet
Es gibt auch kritische Stimmen, die darauf hinweisen, dass der DAX als alleiniger Indikator für den Zustand der Wirtschaft nicht ausreicht. Faktoren, die sich in der Performance des DAX nur bedingt widerspiegeln, sind beispielsweise .

Zudem wurde in der Vergangenheit argumentiert, dass die Begrenzung des DAX auf lediglich 30 Unternehmen nicht ausreiche, um als Gradmesser für den deutschen Aktienmarkt zu gelten. Dies soll sich mit der geplanten Erweiterung des Index auf 40 Unternehmen ändern. Bislang repräsentierte der DAX immerhin solide 72 Prozent der Marktkapitalisierung derjenigen deutschen Unternehmen, welche im Prime Standard notiert sind. Mit der Erweiterung steigt dieser Wert auf über 90 Prozent. Dadurch sollte der DAX in naher Zukunft an Signifikanz noch zunehmen - sowohl für die deutsche Wirtschaft, als auch für die Politik.
 

Fazit
Der DAX ist der größte deutsche Aktienindex und gilt als wichtiger Gradmesser für den Zustand der Wirtschaft. Und das nicht ohne Grund: Als Leitindex repräsentiert der DAX nicht nur die wichtigsten börsennotierten Unternehmen des Landes, sondern spiegelt bereits seit Jahrzehnten relativ genau Deutschlands wirtschaftliche Performance in Krisenzeiten wider - und zeigte bislang noch nach jedem Abschwung, dass die Entwicklung langfristig positiv verläuft.

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12 Kommentare

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Ja das stimmt. Es ist sicherlich wichtig ein bisschen was auszuprobieren. Und der Branchenwechsel wäre definitiv ein Gewinn WiWi Gast schrieb am 12.04.2024: ...

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