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Gesellschaft der Ellenbogen und der Zweckrationalität

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WiWi Gast

Gesellschaft der Ellenbogen und der Zweckrationalität

Ich bin nun eine Weile eifrig am Mitlesen der Threads im Thema Berufseinstieg. Auch melde ich mich in den Themen, in welchen ich Erfahrungen beisteuern kann oder Fragen habe auch selbst zu Wort.

Von Zeit zu Zeit fing ich auch damit an, in Threads mitzulesen, die mit meinem Studium und meinen Schwerpunkten weniger zu tun haben (z.B. "Gehalt bei Lidl, Aldi & co.)

Ich stelle fest, dass sowohl Food- und Sales-Companies, Marktführer und insbesondere Finanzdienstleister als auch Versicherungen ihr Personal lediglich ausbeuten und schröpfen. Maximalem Stundensatz wird bei bestmöglicher Ausbildung ein minimales und unzureichendes Endgelt geboten. Versprechungen, die sich im Nachhinein als "leer" erweisen, dominieren Stellengesuche in nahezu allen Branchen. Die Freiheit des Marktes scheint (zugunsten der "besitzenden" Klasse) versagt zu haben.

Dieser Thread soll eine Diskussionsplattform zu Ursachen und Wurzeln dieser Entwicklung bieten. Gleichzeitig sollen Wege erörtert werden, die dieser Entwicklung Einhalt gebieten. Freilich - ein idealistischer Wunsch. Aber gemessen an all den Lesern, welche dieses Forum verfolgen, sehe ich doch einen Sinn, Gedanken zu den Krankheiten unseres Leistungsaustausches an dieser Stelle zu äußern.

Vielleicht lesen ja auch Menschen mit, die aufgrund ihrer Position in der Lage sind, die allgemeinen Missstände wenigstens in kleinem Maße / in kleinen Schritten anzugehen, um so in einigen Jahren für eine menschenfreundlichere Wirtschaftsordnung zu sorgen.

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WiWi Gast

Re: Gesellschaft der Ellenbogen und der Zweckrationalität

Menschenfreundlichere Wirtschaftsordnung...

Schön wärs. Tatsache ist, dass die Gier so tief in unserer Kultur (oder sogar in den Genen?) verwurzelt ist, dass sich ein jeder von uns bei jeder sich bietenden Gelegenheit vor allem den eigenen Vortei sichern will. Koste es, was es wolle - und sei es das Gehalt des Nachbarn...

Ich weiß, dass ich da ziemlich negativ eingestellt bin. Ich würde ja auch gerne in einer schönen Welt leben. Aber ich befürchte einfach, dass mir meine etwaige "Gutartigkeit" im Haifischbecken der Karriere ganz schnell zum Verhängnis werden könnte.

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WiWi Gast

Re: Gesellschaft der Ellenbogen und der Zweckrationalität

"eine menschenfreundlichere Wirtschaftsordnung"

Es liegt am System; dem Kapitalismus geht es um die Vermehrung des Kapitals. Das hat jetzt nichts mit einer Anti-Kap.-Diskussion zu tun. Menschenfreundlich hieße, dass der MA weniger effizient (etc.) arbeiten müsste > damit setzt sich aber der MA selbst auf die Strasse, da der Konkurrent dann...

Vorschlag: Schumpeter lesen. Vorschlag 2: Vergleich mit dem Mittelalter, dann kann man es v.a. emotional (über-)leben.

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WiWi Gast

Re: Gesellschaft der Ellenbogen und der Zweckrationalität

Naja..das ganze krankt schon daran, dass jeder auf den eigenen Vorteil bedacht ist. Besonders, wenn es keiner merkt.

Wenn du zB einem Mitarbeiter sagst, er kriegt 5k im Jahr mehr Gehat, wenn er stillschweigend akzeptiert, dass irgendein anderer dafür 6k weniger bekommt, so würden das die meisten mitmachen. Im Prinzip läuft das sogar oft so. Die angeblichen Gründe sind natürlich eher sowas wie z.B. die abstrakte "Leistungsbereitschaft".

Die Umstände sind traurigerweise nur eine Reflektion von einer Masse egoistischer und kurzsichtiger Menschen.
Aus meiner Sicht kann hier nur eine Besserung durch andere Rahmenbedingungen (also Gesetze) erfolgen. Die Arbeitgeberlobby und die Machtmenschen haben aber zu viel Einfluss, als dass das möglich wäre.

Dazu kommt noch, dass die meisten Menschen gar nicht wirklich verstehen, dass das ganze auch anders laufen könnte. Die meisten schwimmen solange im Strom mit, solange er sie trägt. Selbst wenn es unangenehm ist.

Nur die, die unterzugehen drohen und vielleicht noch eine "intellektuelle Minderheit" denken mal ernsthaft nach.

Vielleicht bin ich auch nur zu pessimistisch, würde mich freuen.

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WiWi Gast

Re: Gesellschaft der Ellenbogen und der Zweckrationalität

ursache für diese zustände ist der "erfolg" des kapitalismus. die wertschöpfung wird durch rationalisierung immer effizienter, informations- und transportkosten sinken kontinuierlich, die arbeitsproduktivität steigert sich laufend. folgen: einfachere jobs sind bereits weitestgehend durch automation/maschinen ersetzt, auch anspruchsvollere jobs erwischt es jetzt durch globalisierung und outsourcing.

demgegenüber stehen die erwartungen von menschen, die seit dem wirtschaftswunder mehr oder weniger davon überzeugt waren, dass die zukunft kontinuierlich besser wird. wir erleben einfach die grenzen von wachstum. durch die verbesserung der massenbildung und den breiteren hochschulzugang seit den 70 er jahren konzentrieren sich immer mehr menschen auf das was eine erwartet gute und angenehme zukunft verspricht und machen diese durch ihr überangebot zunichte.

vor 20 jahren hätte vermutlich jeder absolvent der wiwi studiert hat, eine 2,0 in regelstudienzeit, auslandsaufenthalt, praktikum, passabel englisch spricht eine chance in einer unternemensberatung gehabt. damals war das etwas völlig herausragendes, heutzutage ist das standard unter absolventen, gleichzeitig gibt es einfach zu viele.

in anderen berufen ist dieser angebotsüberhang schon länger da (z.b. architekten). zwangsläufig passt sich der markt an, anforderungen werden immer weiter hochgeschraubt und ein verdrängungswettbewerb nach unten beginnt. leute mit studium nehmen sochen mit ausbildung die arbeit weg wei lsie bereit sind für weniger zu arbeiten. abiturienten verdrängen realschüler, die vedrängen die hauptschüler. was zur zeit fehlt sind grosse wirtschaftliche wachstumsfelder/industrien, die wertschöpfung generieren und arbeitskraft benötigen.

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WiWi Gast

Re: Gesellschaft der Ellenbogen und der Zweckrationalität

der überfluss an arbeitskräften ist die ursache des problems.

wie schon beschrieben wird das was heute der durchschnittsabsolvent leistet (praktika, ausland, soziales engagement, schnelles studium...)
als normal angesehen. es nehmen ja auch 35% eines jahrgangs ein studium auf.
vor 20 jahren währe man mit solch einem lebenslauf in jedes führungsnachwuchsprogramm gekommen.

noch extremer siehts bei den juristen aus:
früher gingen die schlechtesten zum staat. heute prügeln sich die 10% besten um die wenigen stellen dort.

ähnlich bei den architekten. früher noch im porsche unterwegs, heute gerade noch die leasingraten für den polo drinnen.

stb und wp sowie ub folgen der entwicklung rasend.

die einzige chance sehe ich noch im medizinbereich. seit jeher achtet der stand auf begrenzung der studienplätze, so dass eine schwemme gar nciht erst entsteht. die durchschnittsgehälter eines selbständigen arztes liegen immernoch zwischen 140 und 200k (siehe gehaltsstatistik). selbst im klinikum bekommt man als einstieg 45k aufwärts.

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WiWi Gast

Re: Gesellschaft der Ellenbogen und der Zweckrationalität

Ein Studium wird immer mehr zu einer Basisqualifikation werden. Genauso wie das Abitur, welches früher etwas Wert war und heute eine absolute Selbstverständlichkeit für fast jeden Ausbildungsberuf ist.

Immer mehr Hochqualifizierte werden sich um die wenigen freien Jobs kloppen.

Zitat:
"Noch nie zuvor haben so viele Menschen in Deutschland ein Studium begonnen wie im vergangenen Jahr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg die Zahl der Erstsemester 2008 auf insgesamt 396.800. Das sind zehn Prozent mehr als im Vorjahr"

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WiWi Gast

Re: Gesellschaft der Ellenbogen und der Zweckrationalität

Volle Zustimmung.

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WiWi Gast

Re: Gesellschaft der Ellenbogen und der Zweckrationalität

Wer sieht hierbei einen Ausweg?
Fängt das Problem nicht schon in der Verteilung von Kindern auf die Oberschulen an? Und wenn man hier wieder eine Umverteilung vornimmt, hat man nicht noch ein viel größeres Problem erschaffen, dass die Gesellschaft im westlichen Europa sich nicht mehr als Wissens-/ Bildungsgesellschaft im internationalen Vergleich hervortun kann?

Es ist schon richtig, dass gerade seit der Einführung des Bachelor/Master Programms und weit mehr als geplanten Teilnehmern im zweitgenannten die Struktur belastet wird. Doch es gibt hierzu keine Alternative. Oder doch?

Diejenigen mit Uni/FH Abschluß, Praktika & Auslandserfahrungen werden sich einer Kategorie einfügen müssen: hervorragende Köpfe mit Ideen & Kreativität, die sich mit viel Mühen, Zeit und Arbeitsaufwand (und das notwendige Quentchen Glück zum erfolgreichen...) selbstständig machen können, die Welt verändern(?!) und denjenigen, welche sich auf weniger aussichtsreichen Stellen in Großunternehmen finden werden, ohne die Aussicht auf den Sitz im Vorstand. Je nach Wahl sollte man Erwartungen und berufliche Ziele anpassen.

Verlierer sind bei dieser Entwicklung vorprogrammiert, doch die kommen aus einem ganz anderen Bereich und haben nicht einmal die Schule abgeschlossen oder geschweige denn je eine Chance bekommen.

MfG...

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WiWi Gast

Re: Gesellschaft der Ellenbogen und der Zweckrationalität

kommt auch stark drauf an was man selber für ein werteverständnis hat und wie konsequent man es im leben umsetzt. wer sein leben nur an der erreichung von materiellem wohlstand auf ausgetretenen wegen ausrichtet wird fast zwangsläufig zum ellenbogenmenschen der auf kosten anderer lebt dann aber niemanden hat, der sich über seine karriere mit ihm freut sondern nur ander schlangen, die versuchen ihn zu verdrängen. dieser bwler weg ist so ausgetreten und und die strukturen aus großkonzernen, unternehmensberatung, banken zementiert, dass für die immer zahlreicheren lemminge die diesen weg einschlagen das "heilsversprechen" nicht mehr umsetzbar ist, so viele unternehmensberaterinvestmentbankerpersonalerundmarketing-wichtigs braucht niemand. gerade diejenigen, die sich selbst stromlinienförmigst auf diesen weg begeben sind ausserhalb dieses zementierten systems überhaupt nicht überlebensfähig, weil sie sich voll auf diese künstlichen anforderungen ausrichten fehlt echte risikobereitschaft, phantasie, durchhaltevermögen und bei einigen sowas wie gesunder menschenverstand.
finanz- und wirtschaftskrisen sorgen jetzt zumindest dafür, dass das der vorher unangreifbare nimbus dieser firmen zerbröselt. hinreichend information, über die unmenschliche realität in diesen ehemaligen traumberufen ist mitlerweile auch vorhanden.
für mich ist glück und zufriedenheit das wichtigste. ich will niemanden ausbeuten und andere fair behandeln, mir ist wichtig dass ich meine arbeitskraft für ein ziel einsetzte, dass gesellschaftlich nützlich ist. ich verdiene mit sicherheit weniger als ich könnte habe auch bessere angebote bereits ausgeschlagen weil ich für diese firmen nicht arbeiten will (technisch gesehen wär die tätigkeit die gleiche). ich setz ne menge zeit ein meine berufliche qualifikation zur lösung für ganz konkrete gesellschaftliche probleme zu entwickeln, unentgeltlich, mein lohn ist die genugtuung und die freude darüber, etwas für andere verbessert zu haben (z.b. optimierte essensspendenverwertung durch bessere logistik in einer suppenküchen) es verdirbt jetzt weniger, und mehr arme erhalten jetzt frischere und besser auf ihre bedürfnisse abgestimmte lebensmittel. das ist pures angewandtes bwl wissen und das könnt ihr auch wenn ihr wollt.

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WiWi Gast

Re: Gesellschaft der Ellenbogen und der Zweckrationalität

Lounge Gast schrieb:

Diejenigen mit Uni/FH Abschluß, Praktika &
Auslandserfahrungen werden sich einer Kategorie einfügen
müssen: hervorragende Köpfe mit Ideen & Kreativität, die sich
mit viel Mühen, Zeit und Arbeitsaufwand (und das notwendige
Quentchen Glück zum erfolgreichen...) selbstständig machen
können, die Welt verändern(?!) und denjenigen, welche sich
auf weniger aussichtsreichen Stellen in Großunternehmen
finden werden, ohne die Aussicht auf den Sitz im Vorstand. Je
nach Wahl sollte man Erwartungen und berufliche Ziele anpassen.

Die Frage ist doch, ob man hierbei wirklich noch die Wahl hat.

Ist es nicht vielmehr so dass allerlei externer Rahmenbedingungen den Weg bereits vorbestimmen wie bspw. Herkunft, elterliche Verhältnisse, Zugang zu Bildung, Vitamin B etc. ?

Ich finde das ist das schwerwiegende Problem. Es wird jedem und allen suggeriert, man könnte es schaffen wenn mans nur will, Reichtum und Berühmtheit steht für jeden offen, man muss sich nur anstrengen oder noch besser, einfach nur etwas smart sein und die Gelegenheit beim Schopfe packen.

Aber wenn man sich die Realität anschaut kann davon keine Rede sein. Wir leben in recht verkasteten Gesellschaften, die Fluktuation zwischen den Kasten ist marginal. Wer reich und privillegiert geboren wurde, bleibts auch. Und wer dem sog. Prekariat angehört wird da auch kaum rauskommen. Die suggerierte Chancengleichheit ist eine Utopie.

Was unsere Gesellschaft noch hält ist die Tatsache dass es zurzeit noch eine relativ breite Mittelschicht gibt, die sich mit ihrer Situation zufrieden gibt und an sich froh ist, dass es ihr nicht schlechter geht, deswegen schaut sie auch nicht über den Tellerrand hinaus. Jeder schaut auf sich selber, der Rest ist unbedeutend.

Diese Schicht ist aber am Wegbrechen. Unter dem Deckmantel der "Leistungsträgergesellschaft" wird seit geraumer Zeit auch diese Schicht geschröpft. Die Anforderungen steigen steil nach oben, die erwarteten Erträge sinken kontinuierlich. Psychische Erkrankungen gehören zur Tagesordnung, man steht unter ständigem Leistungsdruck Und überall versuchen Politiker und Gelehrte uns das mit Globalisierung, Arbeitsmarktverschärfung etc. zu erklären.

Nur, in all diesen Jahren wächst das Bruttoeinkommen, wo bleibt denn dieser Überschuss, wer profitiert davon? Die meisten stellen sich diese Fragen nicht, wie gesagt, sie sind teilweise zufrieden damit, es könnte ja alles schlechter sein.

Wenn das aber so weiter geht, wird irgendwann der Punkt kommen wo es nicht mehr einfach so weiter geht. Spätestens dann wenn die ganze Staatsverschuldung auf uns niederprasselt. Und dann bin ich mal gespannt was gesellschafltich, in Deutschland und global betrachtet, passieren wird.

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