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E-Commerce überflügelt stationären Handel

Der Online-Handel hat erstmalig den stationären Markt in Sachen Verkaufszahlen überholt. Begünstigt wird diese Entwicklung durch die steigende Verbreitung von Smartphones und Tablets sowie durch die verstärkte Nutzung von Online-Gutscheinen.

Stapel mit Paketen der Online-Versandhändlern amazon, zalando und medimops.

Der E-Commerce setzt seinen Siegeszug fort. Laut einer Studie des BITKOM, die sich hier herunterladen lässt, kaufen in Deutschland über 90 Prozent im Internet ein.  Zum Vergleich: Im Jahr 2000 waren es lediglich 11 Prozent. Die Deutschen gehen am liebsten zum Shoppen ins Netz, das fand auch die Studie "Connected Life" von TNS Infratest heraus. Als Hauptgründe gaben die Befragten die Bequemlichkeit und die durchgängige Verfügbarkeit an. Hinzu kommen Möglichkeiten, Preise schnell online vergleichen zu können, die ausführlichen Informationsquellen zu einem Produkt sowie Sparmöglichkeiten in Form von Coupons, wie sie etwa das Portal Gutscheinsammler.de anbietet.
 

Bei Unterhaltungsmedien klar vorne, unentschieden bei Kleidung

Der Trend macht sich gerade bei Unterhaltungsmedien, Urlaubsbuchungen und Tickets bemerkbar, die bevorzugt übers Internet erworben werden. Das Marktforschungsinstitut Ipsos ermittelte im Auftrag von deals.com, dass am häufigsten Unterhaltungsmedien wie DVDs, Videospiele oder Bücher online bestellt werden. Aber auch in Sachen Mode verliert der stationäre Handel an Boden. Dank gebührenfreier Lieferung und (noch) kostenlosem Rückversand ist es für viele Kunden nicht mehr notwendig, Kleidung zuvor im Laden anzuprobieren. Die Folge: 76 Prozent der Deutsche bestellen Kleidungsstücke regelmäßig online. Bei Schuhen hingegen bevorzugen deutsche Verbraucher den Laden vor Ort. Deutlich vorne liegt der stationäre Handel bei frischer Ware. Essen wird zu 70 Prozent offline erworben, genau wie Blumen. Aber auch in Sachen Gesundheitsprodukte sind die Deutschen dem Online Markt skeptisch gegenüber und kaufen zu 69 Prozent ihre Medikamente in einer herkömmlichen Apotheke. Letzteres liegt auch an der Preisbindung, die in der Regel keinen Preisvorteil bei einem Onlinekauf ermöglicht.
 

Gutscheinportale auch offline nutzbar?

Gutscheine und Coupons sorgen für eine zusätzliche Attraktivität des E-Commerce. 35 Prozent der Befragten lösen der Ipsos-Studie zufolge Coupons in Online Shops ein. Besonders Gutscheinplattformen etablieren sich zunehmend als fester Bestandteil von modernen Einkaufsprozessen. Die unkomplizierte Suche und einfache Nutzung der Online-Gutscheine tragen zum Erfolg des E-Commerce bei. Hier wird in naher Zukunft das mobile Shopping immer bedeutsamer. In Verbindung mit dem Smartphone lassen sich individuelle Gutscheine generieren, die nicht nur im Online-Handel einsetzbar wären. Mit ausgeklügelten QR-Code-Strategien könnten Smartphone Besitzer in lokalen Läden interaktive Gutscheine erhalten. Das wäre eine mögliche Maßnahme für den stationären Handel, dem E-Commerce nicht das Feld zu überlassen.

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Das rote Schild Kiezkind auf einer blauen Wand in Berlin aufgemalt.

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