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FußballSportökonomie

Studie zu wirtschaftlichen Erfolgsfaktoren im Profifußball

Mit den entscheidenden wirtschaftlichen Erfolgsfaktoren im Profifußball beschäftigt sich eine aktuelle Studie der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Bielefeld.

Ein Deutschlandfußball fliegt in der Luft vor blauem Himmel.

Studie zu wirtschaftlichen Erfolgsfaktoren im Profifußball
Bielefeld, 17.04.2006 (idw) - Mit den entscheidenden wirtschaftlichen Erfolgsfaktoren im Profifußball beschäftigt sich eine aktuelle Studie der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Bielefeld, deren Ergebnisse die Hochschule gemeinsam mit dem Bundesligisten DSC Arminia Bielefeld vorstellte. Insbesondere für kleine und mittelgroße Fußballvereine bestehen zukünftig gute wirtschaftliche Entwicklungsperspektiven, lautet eine der Kernaussagen, die die Verfasser Prof. Dr. Oliver Kruse, Professor für Finanzmanagement an der FHM Bielefeld, und FHM-Absolvent Pascal Wizenti herausgearbeitet haben.

Als mittlere und kleine Fußballclubs gelten Vereine mit einem Umsatz zwischen 10-40 Mio. bzw. un-ter 10 Mio. Euro sowie Personalaufwendungen für Lizenzspieler zwischen 5-20 Mio. bzw. unter 5 Mio. Euro. Nach dieser quantitativen Einteilung und unter Einbeziehung von Infrastruktur und Fanpotenzial können bundesweit zwischen 8-9 Vereine der ersten und zweiten Bundesliga als groß, 13-14 als mittelgroß und 14 als klein eingestuft werden. Trotz unterschiedlicher Voraussetzungen bestehen gerade für kleinere und mittlere Clubs gute wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten. So konnten beispielsweise die Clubs der zweiten Liga ihre Erträge mit 26,9 Prozent in der Saison 2004/05 relativ stärker steigern, als die in der ersten Liga mit 17,8 Prozent.

Entscheidend für den künftigen Erfolg ist jedoch, dass einige zentrale Faktoren beachtet werden. Insbesondere ein qualifiziertes Management, flexible Personalbudgets, unterschiedliche Ertragsquellen und eine hohe Transparenz gegenüber Investoren, Fans und Sponsoren haben einen positiven Einfluss. Erfolgreiche Vereine verfügen häufig über ein hauptamtliches Management, bei dem der sportliche und der wirtschaftliche Bereich klar voneinander getrennt sind. Die Einführung eines leistungs- und spielklassenorientierten Vergütungssystems ermöglicht eine Risikominimierung und bietet gleichzeitig einen Leistungsanreiz für die Spieler. Eine weitere Empfehlung der Studie ist eine Verbreiterung der Ertragsbasis durch den Aufbau eines Sponsorenpools. Außerdem warnen die Autoren vor einer - zum Teil praktizierten - Vorwegnahme künftiger Erträge. »Achillesverse bleiben die eingeschränkten Finanzierungsmöglichkeiten von kleineren und mittleren Vereinen, so dass die Thesaurierung von Eigenkapital eine wichtige Aufgabe darstellt«, so Prof. Dr. Oliver Kruse.

Roland Kentsch, Geschäftsführer Finanzen des DSC Arminia Bielefeld, bestätigte die Ergebnisse der Studie aufgrund seiner langjährigen Erfahrungen im eigenen Verein: »Beim DSC Arminia Bielefeld haben wir bereits sehr früh darauf geachtet, dass die Ausgaben für den Spielerkader im Einklang mit unseren Einnahmen stehen. Mit dem Ausbau der Schüco-Arena und dem Bau des Jugend- und Leistungszentrums oder unserer Mitgliederaktion »5000 plus« richten wir unser Augenmerk zugleich auf solides und qualifiziertes Wachstum.« Prof. Dr. Gerhard Klippstein, Rektor der FHM Bielefeld, betonte die Bedeutung der Studie im Fußballjahr 2006: »Die in der Studie genannten Erfolgsfaktoren sind nicht nur wichtig für die Zukunft der einzelnen Clubs, sondern auch für die Zukunft des deutschen Profifußballs im internationalen Wettbewerb.«

Sowohl Klippstein als auch DSC-Manager Kentsch verwiesen zum Abschluss auf die enge Zusammenarbeit der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) mit dem DSC Arminia Bielefeld, die sich bereits in zahlreichen Projekten, Gastvorlesungen, Praktika und Diplomarbeiten dargestellt hat. »Wir sind als Fachhochschule stolz auf diese Kooperation und darauf, dass bereits mehrere Absolventen der FHM beim DSC Arminia Bielefeld als Nachwuchs-Führungskräfte tätig sind«, so Klippstein.

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