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Herbstprognose: Unsichere Zeiten für den Arbeitsmarkt 2012

Der rasante Aufschwung von Wirtschaft und Arbeitsmarkt wird sich deutlich abschwächen. Dies zeigt die Herbstprognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Herbstblätter an einem Zweig.

Herbstprognose: Unsichere Zeiten für den Arbeitsmarkt 2012
Nürnberg, 19.10.2011 (iab) - Der rasante Aufschwung von Wirtschaft und Arbeitsmarkt wird sich deutlich abschwächen. Dies zeigt die Herbstprognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Bei einem unterstellten Wirtschaftswachstum von einem Prozent im Jahr 2012 werden im Jahresdurchschnitt 2,92 Millionen Menschen arbeitslos sein, 50.000 weniger als 2011.

Die Abschwächung sei zum einen dem ungünstigen wirtschaftlichen Umfeld geschuldet, so die Nürnberger Arbeitsmarktforscher. Die weitere Entwicklung hänge entscheidend davon ab, ob es in der europäischen Schuldenkrise zu einer Stabilisierung kommt und sich auch die Lage an den Finanzmärkten beruhigt. Zum anderen hätte sich aber der außergewöhnlich positive Arbeitsmarkttrend der letzten Jahre ohnehin nicht im gleichen Maße fortgesetzt. Beispielsweise hatten in den letzten Jahren die Hartz-Reformen zur Verbesserung der Arbeitsmarktsituation beigetragen. Mittlerweile seien aber die durch die Reformen erschlossenen neuen Potentiale weitgehend ausgeschöpft.

Beträchtliche Unsicherheit über die Entwicklung 2012
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sei aktuell durch beträchtliche Unsicherheiten gekennzeichnet. Ungewohnt weit würden Zukunftserwartungen und Einschätzung der aktuellen Lage auseinander klaffen. Deshalb schließen die IAB-Forscher nicht aus, dass das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2012 sogar leicht schrumpft. Bei einem Rückgang um 0,2 Prozent stiege die Arbeitslosigkeit um 20.000 auf einen Jahresdurchschnitt von 2,99 Millionen Personen. Auch bei leicht rezessiven Tendenzen sei also mit einer insgesamt robusten Entwicklung zu rechnen, erklären die Arbeitsmarktforscher. Sollten sich die jüngsten Einbrüche der Konjunkturindikatoren und Finanzmärkte als überzogen herausstellen und die europäischen Staaten die Schuldenkrise nachhaltig eindämmen, wäre in einem positiven Szenario auch ein Wachstum der Wirtschaftsleistung um 1,6 Prozent denkbar. Dann würde die Arbeitslosigkeit auf 2,89 Millionen Personen sinken.

Arbeitskräfteangebot sinkt 2012 um 40.000 Personen
Allein aufgrund der demografischen Entwicklung würde das Arbeitskräfteangebot 2012 um fast 250.000 Personen abnehmen, haben die Forscher ausgerechnet. Zum größten Teil könne der demografische Rückgang aber ausgeglichen werden. Dies liege zum einen an der steigenden Erwerbsbeteiligung von Frauen und Älteren, zum anderen an der Zuwanderung, nicht zuletzt aus den acht mittel- und osteuropäischen EU-Staaten, für die seit Mai 2011 die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit und Dienstleistungsfreiheit gilt. Unterm Strich sinke das Arbeitskräfteangebot im Jahr 2012 daher nur um 40.000 Personen.

Im Forum zu Arbeitsmarktprognose

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WiWi Gast

Also wer seine umwelt so wenig durchschaut wirds schwer haben im jobaltag.

8 Kommentare

Sicheres Auftreten

WiWi Gast

Mir hilft es einen Fahrplan für alles aufzustellen und im Kopf zuhaben und dann einen Schritt nach dem anderen abgehen. Ansonsten gehört das zum Leben. Ich habe mir angewöhnt zu meinem gelegentlich Un ...

7 Kommentare

Stellenanforderungskatalog vs. Stellenkategorisierung

WiWi Gast

Also ich kann bestätigen, dass Stellenausschreibungen zb. Im controlling oder allgemein im finance bereich von konzernen (klein 7000 bis gross 70000) durchaus alle wünsche auflisten. Meist ist es auch ...

11 Kommentare

Wie weiter nach Weltreise ?

WiWi Gast

Harte Realität.

24 Kommentare

Wie weiter nach Weltreise ?

WiWi Gast

Er hat doch absolut recht Natürlich gibt es immer Firmen die das toll finden, aber der Großteil findet Auslandserfahrung zwar cool, jedoch nur wenn man da auch was getan hat außer "reisen". Es ...

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