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Job-Trends: ArbeitsmarktArbeitsmarktprognose

Arbeitslosigkeit sinkt 2014 auf 2,88 Millionen

Die Arbeitslosigkeit wird 2014 um rund 70.000 auf 2,88 Millionen Personen sinken, geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Zugleich wird die Zahl der Erwerbstätigen um 290.000 auf 42,13 Millionen steigen.

Identische Jalousien vor einer hohen Fensterfront.

Arbeitslosigkeit sinkt 2014 auf 2,88 Millionen
Nürnberg, 26.04.2014 (iab) - Die Arbeitslosigkeit wird 2014 um rund 70.000 auf 2,88 Millionen Personen sinken, geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Zugleich wird die Zahl der Erwerbstätigen um 290.000 auf 42,13 Millionen steigen.

Getragen wird die Belebung am Arbeitsmarkt von der positiven Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Die Arbeitsmarktforscher erwarten in diesem Jahr ein Plus des Bruttoinlandsprodukts von zwei Prozent. 2013 war die Wirtschaft nur um 0,4 Prozent gewachsen. Neben steigenden Investitionen und einer guten Konsumentwicklung erhöhe der Aufschwung im europäischen Ausland das Wachstumstempo. „Europa hat die konjunkturelle Trendwende geschafft“, schreiben die Arbeitsmarktforscher.

Die größte Gruppe unter den Erwerbstätigen bilden mit gut 70 Prozent die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Mit 29,73 Millionen wird die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung 2014 einen neuen Höchststand erreichen. „Zudem übertrifft der Anstieg das fünfte Jahr in Folge den aller Erwerbstätigen“, so die IAB-Arbeitsmarktforscher.

Auch das Erwerbspersonenpotenzial erreicht 2014 mit 45,59 Millionen Personen einen neuen Höchststand. Das IAB erwartet, dass 450.000 Menschen zuwandern, insbesondere aus den südeuropäischen Krisenländern und Osteuropa. Das Erwerbspersonenpotenzial wird dadurch um rund 290.000 zunehmen. Gleichzeitig verringert es sich durch den demografischen Wandel um 300.000 Personen. Die Zuwanderung und die zunehmende Erwerbstätigkeit von Frauen und Älteren können die demografische Entwicklung jedoch noch mehr als ausgleichen, sodass unter dem Strich das Erwerbspersonenpotenzial 2014 um 140.000 Personen steigen wird.

Nach großen Erfolgen in der Zeit nach den Hartz-Reformen gab es zuletzt beim Abbau der Arbeitslosigkeit keine Fortschritte mehr. Einem weiteren Abbau stehen die schlechten Jobchancen der Geringqualifizierten, Passungsprobleme zwischen Arbeitsangebot und -nachfrage und die verfestigte Langzeitarbeitslosigkeit entgegen, erklären die Arbeitsmarktforscher. Trotz der strukturellen Probleme ist nach Einschätzung der Arbeitsmarktforscher aber eine Verbesserung der Arbeitsmarktlage möglich. „Kurzfristig verstärkt der Konjunkturaufschwung den Personalbedarf der Betriebe, mittelfristig lässt der demografische Wandel Arbeitskräfte knapper werden. Wichtige Aufgabe der Arbeitsmarktpolitik ist es, Arbeitslose in die Lage zu versetzen, die sich ergebenden Marktchancen auch zu ergreifen. Hier kommt es vor allem auf Qualifizierung an“, betont Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und Strukturanalysen“.

Download [PDF, 12 Seiten - 834 KB]
http://doku.iab.de/kurzber/2014/kb0414.pdf

Leser-Kommentare

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WiWi Gast

Re: Arbeitslosigkeit sinkt 2014 auf 2,88 Millionen

Kommt nur auf die Definition an!

Wenn man nur die Arbeitslosen zählt, die auch als arbeitslos definiert sind, so kommt man auf die in den Medien verbreiteten knapp 3 Mio.

Wenn man auch die Arbeitslosen mitzählt, die nicht als arbeitslos bezeichnet werden, so kommt man auf 8,5 Mio. (siehe Arbeitsmarktbericht).

Wenn man die 8,5 Mio. Arbeitslosen in Relation zu den 20 Mio. soz.-pfl. Vollzeiterwerbstätigen setzt, dann wird die tatsächliche Lage auf dem Arbeitsmarkt klar.

Das propagierte Jobwunder basiert nur auf den 9 Mio. Minijobs.

Ich weiß nicht, ob man das Propaganda oder einfach nur Volksverdummung nennen soll. ;)

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WiWi Gast

Arbeitslosigkeit sinkt 2014 auf 2,88 Millionen

Mich würde wirklich mal interessieren, ob in einem Forum voller Akademiker (denen ich jetzt mal eine Grundintelligenz zugestehe) irgendjemand diese Augenwischerei und Lügerei glaubt?

Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast und vom europäischen Wirtschaftsaufschwung fange ich gar nicht erst an. Vor nicht allzu vielen Jahren hat man so etwa Propaganda genannt und tut es in vielen Teilen der Welt heute noch.

Wenn dieser Artikel allerdings als Aprilscherz gedacht ist, nehme ich alles zurück. Dafür taugt er nämlich sehr gut.

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