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Job-Trends: ArbeitsmarktITK

Jobrekord: ITK-Branche mit 40.000 neuen Arbeitsplätzen

Die ITK-Branche wächst weiterhin stark. Mit einem prognostizierten Umsatzplus von 1,7 Prozent auf 164 Milliarden Euro werden im laufenden Jahr etwa 42.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Wachstumstreiber ist vor allem die Informationstechnologie, die ein Umsatzplus von 3,1 Prozent und 88 Milliarden Euro verbucht. Software und IT-Services legen mit 6,3 Prozent am stärksten zu. So lauten die Prognosen des Digitalverbandes Bitkom für die ITK-Branche im Jahr 2018.

Ein Pfeiler mit der roten Aufschrift: Hot Spot - Der WLAN Zugang ins Internet.

Jobrekord: ITK-Branche mit 40.000 neuen Arbeitsplätzen
Berlin, 16.02.2018 (bitkom) - Die Digitalisierung sorgt für einen großen Beschäftigungsschub in der IT- und Telekommunikationsbranche (ITK). 2017 haben die ITK-Anbieter mit 45.000 zusätzlichen Jobs ihren historisch stärksten Beschäftigungszuwachs innerhalb eines Jahres erzielt. Dieses Wachstum soll sich 2018 fortsetzen.

Die Entwicklung der Jobs in der ITK-Branche in den Jahren 2013-2018.

„Der Stellenzuwachs könnte höher ausfallen, wenn mehr Fachkräfte zur Verfügung stehen würden“, kommentierte Bitkom-Präsident Achim Berg die neuesten Arbeitsmarktzahlen.

Informationstechnik ist am Umsatzstärksten
Im Bereich der Informationstechnik sollen die Umsätze 2018 am stärksten steigen, um 3,1 Prozent auf 88,8 Milliarden Euro.

„Die anhaltend hohe Nachfrage nach Software und IT-Services zeigt, dass die Digitalisierung alle Wirtschaftsbereiche erreicht hat. Die Auftragsbücher von Software-Anbietern und IT-Dienstleistern sind voll“, erklärte Berg. „Unternehmen und öffentliche Verwaltung müssen hier gezielt investieren“, forderte Berg.

Telekommunikation mit gedämpftem Wachstum
In der Telekommunikation zeigt sich ein gedämpftes Wachstum. Die Umsätze steigen voraussichtlich um 0,4 Prozent auf 65,9 Milliarden Euro. Bei den kleineren Teilmärkten für TK-Endgeräte und TK-Infrastruktur ist die Entwicklung vergleichsweise positiv. Der Markt für TK-Endgeräte wächst um 1,3 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro. Davon entfallen 10,1 Milliarden auf Smartphones. Auch das Geschäft mit kommunikationstechnischer Infrastrukturausrüstung legt um 1,4 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro zu. Bei den Telekommunikationsdiensten ist der Abwärtstrend der vergangenen Jahre gestoppt. Der Teilmarkt schreibt eine schwarze Null mit einem Plus von 0,1 Prozent auf 48,5 Milliarden Euro.

„Die Netzbetreiber stehen vor der Herausforderung, bei stagnierenden Umsätzen Milliardenbeträge in den Ausbau der 5G- und Gigabit-Netze investieren zu müssen“, sagte Berg.

Die Umsatz-Entwicklung in der ITK-Branche in den Jahren 2013-2018.

Sinkende Umsätze mit Unterhaltungselektronik
In der Unterhaltungselektronik gehen die Umsätze nach einem Plus von 2,6 Prozent im Vorjahr nun wieder zurück. Der Markt schrumpft laut Prognose um 1,9 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro. Weiterhin positiv entwickelt sich das Geschäft mit Flachbildfernsehern (+1,9 Prozent) und mit Home Audio (+0,8 Prozent). Dagegen gehen die Umsätze mit Spielkonsolen nach einem zuletzt kräftigen Wachstum wieder zurück (-3,5 Prozent).
 

ITK-Markt Entwicklung 2017
Der gesamte ITK-Markt entwickelte sich im vergangenen Jahr besser als zunächst erwartet.

„In den vergangenen fünf Jahren sind in der Bitkom-Branche 150.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstanden“, sagte Berg. Gleichzeitig sind laut einer Bitkom-Studie in Deutschland 55.000 Stellen für IT-Spezialisten unbesetzt. Politik und Wirtschaft seien hier gemeinsam gefordert, sagte Berg. „Wir müssen unser Bildungssystem so weiterentwickeln, dass in Zukunft genügend IT-Experten zur Verfügung stehen und insbesondere die Rolle von Frauen in der IT gestärkt wird. Auch sollten wir die Zuwanderung ausländischer Spezialisten in den Arbeitsmarkt erleichtern. Nicht zuletzt: Wir brauchen Anreize, damit Unternehmen mehr in die digitale Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren.“

Mit Blick auf die Regierungsbildung in Berlin wies Berg darauf hin, dass Digitalpolitik künftig sehr viel stärker in die Gesellschaft hineinwirken müsse. Dafür hat der Bitkom ein umfangreiches Maßnahmenpaket entwickelt, das unter anderem die Digitalisierung von Schulen und Verwaltung, die Anpassung der Sozial- und Rechtssysteme, den Ausbau schneller und intelligenter Infrastrukturen und die Förderung digitaler Schlüsseltechnologien vorsieht.

„Die herausragende Bedeutung der Digitalisierung sollte auch institutionell durch die Einrichtung eines Digital-Staatsministers im Kanzleramt abgebildet werden. Wir hoffen, dass die kommende Bundesregierung hier nachjustiert“, sagte Berg. Im Koalitionsvertrag von Union und SPD nehme die Digitalisierung eine stärkere Stellung ein, als es nach den Sondierungen zunächst zu erwarten gewesen wäre. Berg: „Ich freue mich, dass der Digitalpakt für Bildung umgesetzt, die dafür notwendigen Mittel bereitgestellt und das Kooperationsverbot abgeschafft werden sollen.“

Auch das Ziel, bis 2025 flächendeckend Gigabit-Internet auszurollen, werde begrüßt. Die Digitalisierung von Verwaltung und öffentlichen Dienstleistungen müssten Union und SPD noch stärker vorantreiben und alle Schriftformerfordernisse beim Umgang mit Behörden abschaffen.

„Die Bundesbürger sollten das Recht erhalten, alle Behördenangelegenheiten online zu erledigen. Niemand sollte mehr gezwungen werden, aufs Amt zu gehen“, sagte Berg. Zudem lasse der Koalitionsvertrag eine konsistente Datenpolitik vermissen. Berg: „Wir brauchen eine gute Balance zwischen dem Schutz der Privatsphäre jedes Einzelnen und neuen, datengetriebenen Angeboten vom autonomen Fahren bis zur Individualmedizin.“

Download ITK-Markt 2018 [PDF, 14 Seiten –- 325 KB]
Deutscher ITK-Markt 2018


Hinweis zur Methodik:
Grundlage der Angaben sind Daten des European Information Technology Observatory (EITO). EITO ist ein Projekt der Bitkom Research GmbH in Zusammenarbeit mit den Marktforschungsinstituten IDC und GfK.

Im Forum zu ITK

20 Kommentare

Jobsuche scheitert schon an den passenden Stellen

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Würde es in FFM probieren. Nach 1-2 Jahren kann man dann immer nochmal schauen ob man was in Mannheim findet (bzw. sie in FFM)

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