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Die professionelle WiWi-Literaturrecherche - Teil 4: Zitieren

WiWi-TReFF liefert in Zusammenarbeit mit der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (ZBW) exklusive Profi-Tipps für die erfolgreiche Literaturrecherche in den Wirtschaftswissenschaften. Der vierte Teil der Serie zeigt, wie sich die Ergebnisse der wissenschaftlichen Recherche mit Hilfe einer Literaturverwaltung verarbeiten lassen und wie Literaturquellen richtig zitiert werden.

Regal mit Lehrbücher und Lexika der Wirtschaftswissenschaften.

Die professionelle WiWi-Literaturrecherche - Teil 4: Zitieren

Autorin: Nicole Krüger, ZBW - Leibniz Informationszentrum Wirtschaft


1. Programme zur Literaturverwaltung
Während der Recherche für Ihre Arbeit finden Sie eine Vielzahl von Informationen in unterschiedlichen Publikationen. Nicht immer können Sie von Anfang an absehen, welche Texte Sie in welcher Form für Ihre Arbeit nutzen werden. Weisen Sie darum gefundene Texte von Beginn an so nach, dass Sie sie einfach wieder finden und Zitate belegen können.

Literaturverwaltungsprogramme können Ihnen dabei eine Menge Arbeit abnehmen. Mit ihnen können Sie Literaturnachweise einfügen und kommentieren, mit Abstracts oder Tags versehen. Die Programme erleichtern Ihnen aber nicht nur die Übersicht, sondern auch die Arbeit rund um das Zitieren von Texten enorm. Meist können Sie aus einer Vielzahl von Zitierstilen auswählen und Ihr Literaturverzeichnis mit einem Mausklick erstellen oder anpassen.

Viel genutzte freie Programme sind:

Literaturverwaltungsprogramm Citavi
Abb.: Literaturverwaltungsprogramm Citavi

An Hochschulen oderBibliotheken werden kostenpflichtige Angebote lizenziert und für Sie kostenlos verfügbar gemacht:

Wer mit LaTeX arbeitet, nutzt häufig BibTeX für die Literaturverwaltung.

Tipps: Schauen Sie sich die Video-Tutorials auf den Seiten der Anbieter an oder besuchen Sie Schulungen in Ihrer Bibliothek.

Weitere Informationen und Vergleiche der Programme finden Sie im Online-Tutorial LOTSE.


2. Plagiate vermeiden - richtig zitieren
Wenn Sie Worte und Gedanken anderer in Ihrer wissenschaftlichen Arbeit verwenden, belegen Sie dies stets mit Zitaten. Dabei unterscheidet man zwischen zwei Formen:

  1. das direkte Zitat:
    „Vor allem aber hat der Ökonomenstreit die deutsche Volkswirtschaftslehre aus ihrer Lethargie geholt.“ (Haucap/Mödl, 2013, S. 21)
     
  2. die Paraphrase (Wiedergabe fremder Inhalte mit eigenen Worten):
    Die deutsche Volkswirtschaftslehre wurde demnach durch den Ökonomenstreit aus ihrer Lethargie geholt. (vgl. Haucap/Mödl, 2013, S. 21)

Wörtliche Zitate werden i. d. R. von Anführungszeichen umschlossen oder durch Einrückung / andere Schriftart hervorgehoben. Sie werden genau so übernommen, wie im Original vorgefunden: mit Fehlern, Hervorhebungen, usw. Auslassungen werden durch … gekennzeichnet. Ein Hinweis auf die Quelle wird direkt hinter dem Zitat oder in einer Fußnote angegeben,
z.B.: "Dies ist ein … Zitat." (Krüger, 2014, S. 15)

Das Werk weisen Sie dann mit vollständigen Angaben im Literaturverzeichnis nach.

Die Wiedergabe fremder Inhalte in eigenen Worten wird stilistisch nicht hervorgehoben, auch nicht durch Anführungszeichen. Sie wird jedoch durch eine Fußnote oder direkt im Text gekennzeichnet,
z.B.: Wiedergabe in eigenen Worten. (vgl. Krüger, 2014, S. 15)

Auch in diesem Fall wird eine Literaturangabe mit vollständigen Titeldaten im Literaturverzeichnis gemacht.

Das Literaturverzeichnis im Anhang enthält alle im Text wörtlich zitierten Bücher, Aufsätze, Internetquellen etc. sowie alle Werke, aus denen Sie in eigenen Worten wiedergegeben haben.

Hinweis: Leider gibt es viele verschiedene Zitierstile, die Vorgaben für das Literaturverzeichnis und für Nennungen von Fundstellen im Text machen. Prüfen Sie, ob an Ihrer Einrichtung formale Regeln für schriftliche Arbeiten festgelegt sind und sprechen Sie mit Ihrer Dozentin / Ihrem Dozenten über die gewünschten Standards.

Tipps: Wenn keine Vorgaben gemacht werden, können Sie sich z.B. an die Zitierregeln der American Psychological Association (APA) halten, die in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften weit verbreitet sind (s. Tutorial der APA, hier insbesondere „Citing References in Text“ und „The Reference List“).

Und noch etwas: Wichtig ist, dass Sie in Ihrer Arbeit einheitlich zitieren und das Literaturverzeichnis einheitlich anfertigen!

Weitere Informationen finden Sie im Online-Tutorial LOTSE: Skript Tutorial "Zitierregeln" (pdf), Zitieren elektronischer Dokumente (pdf).
 


Weitere Informationen in: Pianos, Tamara/Krüger, Nicole: Erfolgreich recherchieren - Wirtschaftswissenschaften. Berlin, De Gruyter Saur, 2014 (In vielen Bibliotheken vorhanden.) Darin auch: Suchtipps für WiWi-Datenbanken;der Weg zum Volltext; die wichtigsten Zeitschriftenrankings; Statistiken finden; Blogs und Forschernetzwerke finden; richtig zitieren, uvm. (s. Inhaltsverzeichnis).

Fragen zu Datenbanken und zur Recherche beantwortet die Autorin direkt hier im Forum unter dem Beitrag oder beim Research Guide EconDesk.

Im Forum zu Literaturrecherche

1 Kommentare

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Drei A+ Paper sind halt besser als sieben D Paper.

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Kann jedem endnote empfehlen. Ist sehr verbreitet, insbesondore unter Wissenschaftler. Dementsprechend ermöglichen alle Datenbanken endnote Exporte etc.

10 Kommentare

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Check mal sciencedirect und springerlink. Viele Unis haben dafür Lizenzen und da findest du ordentlich was. Ansonsten, wie schon gesagt, auf Englisch suchen.

2 Kommentare

Volkswirtschaftliche Wirkungszusammenhänge

WiWi Gast

google scholar - englischsrpachige Begriffe eingeben /growth, innovation... - paper aus angesehenen journals anschauen - gebenenfalls auf dort zitierte grundlagen paper zurückgreifen..

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