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Juniorprofessoren mit ihrer Situation zufrieden

Die Juniorprofessur hat sich aus Sicht der Stelleninhaber als Qualifizierungsweg bewährt. Mehr als zwei Drittel sind eher oder sehr zufrieden mit ihrer Situation.

Auf den Kopf eines jungen Mannes scheint die Sonne.

Juniorprofessoren mit ihrer Situation zufrieden
Gütersloh, 13.06.2007 (che) - Die Juniorprofessur hat sich aus Sicht der Stelleninhaber als Qualifizierungsweg bewährt. Mehr als zwei Drittel sind eher oder sehr zufrieden mit ihrer Situation. 71 Prozent der Befragten würden sich noch mal für eine Juniorprofessur entscheiden. »Das Ergebnis zeigt, dass die Einführung dieses Qualifikationswegs richtig war. Er wird von den Universitäten genutzt, um exzellente Nachwuchskräfte zu rekrutieren, und ist besonders geeignet, innovative Forschungsfelder zu besetzen«, sagt der Leiter der Studie Gero Federkeil. Bei der Berufung von Juniorprofessoren werden weitgehend die gleichen Verfahren eingesetzt wie bei der Besetzung von Lebenszeitprofessuren.

Das Engagement der Bundesländer und Hochschulen bei der Einrichtung von Juniorprofessuren ist sehr unterschiedlich. Es gibt einige Hochschulen, die eine beträchtliche Zahl an Juniorprofessuren eingerichtet haben: Zu nennen sind hier vor allem die Humboldt-Universität zu Berlin, die Universität Göttingen, die Universität Hamburg, die Freie Universität Berlin, die Universität Bremen oder die Universität Hannover. Die gegenwärtigen Ausschreibungszahlen gewährleisten, dass die Zahl der bislang geschaffenen über 800 Juniorprofessuren konstant bleibt. »Verglichen mit der Zahl der Habilitationen, rund 2.000 im Jahr 2005, ist der Ausbau der Juniorprofessur zahlenmäßig jedoch hinter den Erwartungen zurück geblieben«, sagt Gero Federkeil. Die weitere Entwicklung wird davon abhängen, welche Karriereperspektiven sich für die Juniorprofessoren ergeben. Dazu müssten die Optionen auf eine weitere Beschäftigung an der eigenen Universität (Tenure Track) verbessert werden. Diese besteht nach Angaben der Stelleninhaber lediglich in 18 Prozent der Fälle.

Die Zwischenevaluation, die in der Regel nach drei Jahren erfolgt und über die Fortführung der Juniorprofessur entscheidet, wird von den Stelleninhabern positiv gewertet. 70 Prozent gaben an, dass sie das Verfahren überwiegend als angemessen bewerten. Die bisher durchgeführten Zwischenevaluationen hatten in der Regel ein positives Ergebnis. Nur in zwei Prozent der Fälle fiel sie negativ aus. Mehr als ein Viertel der Befragten hat allerdings angegeben, dass sie sich darüber im Unklaren fühlen, an welchen Zielen sie konkret gemessen werden.

Die Juniorprofessur ist 2002 eingeführt worden. Ziel der Reform war es, Qualifikationswege zu verkürzen, und Wissenschaftskarrieren mit Blick auf die internationale Konkurrenz attraktiver und kalkulierbarer zu machen. Insbesondere sollte die Unabhängigkeit der Wissenschaftler von einzelnen Mentoren besser gewährleistet werden. Eine Juniorprofessur läuft im Regelfall über sechs Jahre. Die CHE-Studie basiert auf einer Befragung der Universitäten und einer Befragung der Juniorprofessoren.

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