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Berufs- & Studienwahl Bildungschancen

Akademiker unter sich - Von 100 Akademiker-Kindern studieren 71

Zahlen des Hochschul-Informations-Systems (HIS) zufolge spielt der Bildungsstatus der Eltern eine entscheidende Rolle, ob jemand in Deutschland studiert oder nicht – ganz besonders der Hochschulabschluss.

Rolf Dobischat - Fachgebiet Wirtschaftspädagogik

Akademiker unter sich - Von 100 Akademiker-Kindern studieren 71
Berlin, 06.05.2021 (dsw) - »Hochschulbildung in Deutschland gleicht weiter einem kulturellen Kapital, das von Akademiker-Generation zu Akademiker-Generation weitervererbt wird. Noch stärker als den Bildungsaufstieg sichern Deutschlands Hochschulen den akademischen Status der nachfolgenden Generation ab.« Mit diesen Worten kommentierte Prof. Dr. Rolf Dobischat, der Präsident des Deutschen Studentenwerks (DSW), in Berlin die jüngsten Daten zur Bildungsbeteiligung aus der neuen DSW-Sozialerhebung.

Nach den Zahlen, die Forscherinnen und Forscher des Hochschul-Informations-Systems (HIS) für die inzwischen 19. Sozialerhebung ermittelt haben, spielt der Bildungsstatus der Eltern eine entscheidende Rolle, ob jemand in Deutschland studiert oder nicht - ganz besonders der Hochschulabschluss. In der neuen Sozialerhebung ist die Bildungsbeteiligung aus dem Jahr 2007 abgebildet: Von 100 Akademiker-Kindern studieren 71, von 100 Kindern aus Familien ohne akademische Tradition studieren nur 24. Im Jahr 2005 war das Verhältnis 83:23, im Jahr 2003 83:26. Kinder von Beamten mit Hochschulabschluss studieren fast viermal so häufig wie Arbeiterkinder.

»Auch wenn wir einen leichten Rückgang von studierenden Akademikerkindern verzeichnen: Die grundlegende soziale Selektion im deutschen Hochschulsystem ist erschreckend stabil«, sagte Dobischat  in Berlin, wo er gemeinsam mit Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, und Dr. Michael Leszczensky vom Hochschul-Informations-System die 19. Sozialerhebung vorgestellt hat. »Die Akademiker reproduzieren sich selbst«, sagte Dobischat. ¦Auch Bachelor/Master scheinen bisher, entgegen den Erwartungen, nicht mehr junge Menschen aus hochschulfernen Familien angelockt zu haben. Von sozial offenen Hochschulen sind wir weit entfernt«, beklagte Dobischat. 

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