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China, Asien, Indien Asien

Wirtschaftsmaster mit Bezug zu Asien

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Gast

Wirtschaftsmaster mit Bezug zu Asien

Hallo zusammen

Hat jemand von euch Wirtschaft in Asien studiert (im Master vor allem) und könnte etwas dazu sagen? Ich habe keinen Wirtschaftshintergrund, suche allerdings nach einer guten Möglichkeit, mir diesen zu erwerben und nebenbei mein Chinesisch gewinnbringend anwenden zu können. Bisher habe ich vor allem MBA-Programme gefunden, von denen ich allerdings nicht einschätzen kann, wie viel Asienbezug da drin ist (ausser vielleicht bei CEIBS).

Vielen Dank für eure Anregungen und Hilfe.

Herzlich

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WiWi Gast

Wirtschaftsmaster mit Bezug zu Asien

Mannheim hat nen Double Degree Master mit der NCCU in Taiwan, du kommst aber ohne BWL Hintergrund wahrscheinlich nicht rein.

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WiWi Gast

Wirtschaftsmaster mit Bezug zu Asien

Die Wuhan University bietet einen internationalen Wirtschaftsmaster

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Gast

Wirtschaftsmaster mit Bezug zu Asien

Okay vielen Dank für die Rückmeldungen. Ja ich dachte schon, dass ohne BWL-Hintergrund nicht viel gehen könnte. Danke sowieso!

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WiWi Gast

Wirtschaftsmaster mit Bezug zu Asien

Ich habe im Master an der Beijing Foreign Studies University (BFSU) studiert. Die Uni kommt ursprünglich aus dem linguistischen/kulturellen Bereich, hat in den vergangenen Jahren ihre Business School aber unheimlich gepusht.

Aufgrund des Ursprungs der Universität ist auch der Management Master sehr auf interkulturelles Verständnis und den asiatischen Wirtschaftsraum ausgelegt. Dies geht sogar soweit, dass zum Abschluss des Masters ein gewisses Level an chinesischen Sprachskills (HSK 5) nachgewiesen werden muss.

Die Zulassungsvoraussetzungen sind für europäische Studenten, im Gegensatz zu chinesischen Kommilitonen, nicht sonderlich hoch, da man diese gerne für die BFSU gewinnen möchte. Da es zur Angleichung der Kentnissstände Grundlagenfächer gibt, würde ich diesen Studiengang auch Wirtschaftsfremden empfehlen können.

Deinen Beschreibungen zu Folge könnte dies eine interessante Möglichkeit für dich darstellen.

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WiWi Gast

Wirtschaftsmaster mit Bezug zu Asien

UIBE Wirtschaftsuni ist international aufgestellt mit MSc, hat viele Partnerschaften mit deutsche Unis/FHs

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WiWi Gast

Wirtschaftsmaster mit Bezug zu Asien

Wie hoch waren die Studiengebühren? Als international student wird in China zur Kasse gebeten. Wird dein Master in DACH anerkannt bei der Jobsuche?

WiWi Gast schrieb am 18.02.2020:

Ich habe im Master an der Beijing Foreign Studies University (BFSU) studiert. Die Uni kommt ursprünglich aus dem linguistischen/kulturellen Bereich, hat in den vergangenen Jahren ihre Business School aber unheimlich gepusht.

Aufgrund des Ursprungs der Universität ist auch der Management Master sehr auf interkulturelles Verständnis und den asiatischen Wirtschaftsraum ausgelegt. Dies geht sogar soweit, dass zum Abschluss des Masters ein gewisses Level an chinesischen Sprachskills (HSK 5) nachgewiesen werden muss.

Die Zulassungsvoraussetzungen sind für europäische Studenten, im Gegensatz zu chinesischen Kommilitonen, nicht sonderlich hoch, da man diese gerne für die BFSU gewinnen möchte. Da es zur Angleichung der Kentnissstände Grundlagenfächer gibt, würde ich diesen Studiengang auch Wirtschaftsfremden empfehlen können.

Deinen Beschreibungen zu Folge könnte dies eine interessante Möglichkeit für dich darstellen.

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WiWi Gast

Wirtschaftsmaster mit Bezug zu Asien

Wie gut ist denn dein Chinesisch bisher? Ich habe selbst den HSK5 und habe 1.5 Jahre in China gelebt, hat mir bei der Jobsuche jetzt aber nicht unbedingt so viel geholfen wie ich dachte. Ist jetzt natürlich trotzdem hilfreich, da ich in meiner derzeitigen Position viel mit chinesischen Kunden zu tun habe. Es ist also sicher "nice to have", wenn die Sprache auf einem soliden Level beherrscht, die großen Vorteile wird es dir allerdings nicht bringen. Wenn es nur darum geht ist die Zeit besser mit dem Lernen von anderen Sprachen investiert und zwar Programmiersprachen.

Möchtest du denn jetzt einen Master mit Asienbezug machen oder wirklich den Master in China? Das konnte ich jetzt nicht ganz aus deinem Text rauslesen. Was hast du denn im Bachelor studiert? Sinologie?

Es gibt auf jeden Fall einen Master an der HTW Konstanz, der BWL mit Chinesisch kombiniert. Ebenso gibt es etwas ähnliches an der Uni Bremen. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher , dass bei beiden BWL Credits vorausgesetzt werden, musst du mal recherchieren.

Falls du den Master in China direkt machen möchtest, dann informier dich einfach mal bei den großen Unis, die viele Englische Programme anbieten. (Fudan, Tongj, JiaTong, Bejing University, Tsinghua sind da wohl die besten Anlaufstellen) Ich befürchte aber auch fast, dass du dort einen Bachelor mit Wirtschaftbezug brauchst. Abgesehen davon ist das Niveau in den englischen Kursen unterirdisch bis mies. (Zumindest Fudan und Tsinghua kann ich das aus eigener Erfahrung sagen)

In Groningen gibt es beispielsweise einen DD mit einer der Shanghaier Unis, wenn ich mich recht entsinne. Musst mal schon , ob der fachfremd geht.

Lange Rede, kurzer Sinn: Es wird schwierig bis unmöglich einen BWL Master mit Chinabezug zu finden , der ohne vorigen BWL Bachelor machbar ist. Von MBA Programmen würde ich Abstand nehmen, unnötige Geldverschwendung.
Das "sinnvollste" (im Bezug auf Karriere) wäre wohl ein nicht-konsekutiver Management Master und dann einfach noch ein Auslandssemester in China. Da bietet z.B. die FAU ein gutes Programm.

Letztendlich wäre es auch gut zu wissen was denn deine beruflichen Ziele sind. Es gibt beispielsweise auch 1,2 kleine Beratungen mit Asienfokus, Bezahlung ist unterdurchschnittlich, aber sowas wäre eine Überlegung wert.

Halt den Thread auf jeden Fall up2date, interessiert mich auch sehr, da ich vor einigen Jahren in einer ähnlichen Situation war :)

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Gast

Wirtschaftsmaster mit Bezug zu Asien

Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Also das mit den Berufszielen ist so eine Sache. Ich habe mich ursprünglich für ein brotloses Fach entschieden (Geschichte) und Chinesisch als Nebenfach studiert, da mich Asien immer interessiert hat. Vom Interesse her war das Studium okay, aber nun sehe ich halt bei meinen Nebenjobs, dass Wirtschaft mich finanziell und inzwischen auch vom Interesse her mehr reizt. Deshalb die Frage, ob man das "Angenehme" mit dem Nützlichen verbinden kann. Vom Ziel her fände ich Unternehmensberatungen interessant, die eventuell auch Projekte in Asien betreuen oder eine europäische Firma mit Bezug zu Asien, irgendsowas. Ist halt auch immer eine Frage, ob man da überhaupt eine Chance erhält, sich zu entwickeln, obschon man aus etwas eher fachfremdem kommt.

Ich war einen Sommer lang an der Fudan und habe dort Businesskurse gemacht, ich geb dir Recht. Die Englischkenntnisse sind zum Teil unterirdisch und ich hab den Prof selten bis gar nie verstanden. Die Qualität der Kurse hingegen als solches war nicht schlecht und zum Teil sogar von renommierten ausländischen Dozenten geleitet.

Das mit den Programmiersprachen gebe ich dir auch recht. Zuhause im Kämmerlein ist das nur nicht so einfach, eine solche Sprache schnell nebenher zu lernen. Chinesisch hat mir bisher nur für die persönliche Entwicklung was gebracht, sonst nicht. Ich hab den HSK 4, also es könnte besser sein, aber bisher war es für mich aus logistischen Gründen nicht möglich, länger in China zu bleiben.

Die Vorschläge klingen interessant. Ich werd mir das mal anschauen. Direkt nach China für ein Jahr wäre aufgrund meiner Situation nur sinnvoll, wenn ich an der Beida, Tsinghua oder Fudan angenommen werde, sonst eher nicht. Werde mal recherchieren und mal schauen, wie die Bewerbungsanforderungen sind.

Darf ich fragen, was du denn nun machst? Hattest du eine Chance deinen Chinabezug anzuwenden? Oder bist am Ende bei den Programmiersprachen gelandet? ;)

WiWi Gast schrieb am 18.02.2020:

Wie gut ist denn dein Chinesisch bisher? Ich habe selbst den HSK5 und habe 1.5 Jahre in China gelebt, hat mir bei der Jobsuche jetzt aber nicht unbedingt so viel geholfen wie ich dachte. Ist jetzt natürlich trotzdem hilfreich, da ich in meiner derzeitigen Position viel mit chinesischen Kunden zu tun habe. Es ist also sicher "nice to have", wenn die Sprache auf einem soliden Level beherrscht, die großen Vorteile wird es dir allerdings nicht bringen. Wenn es nur darum geht ist die Zeit besser mit dem Lernen von anderen Sprachen investiert und zwar Programmiersprachen.

Möchtest du denn jetzt einen Master mit Asienbezug machen oder wirklich den Master in China? Das konnte ich jetzt nicht ganz aus deinem Text rauslesen. Was hast du denn im Bachelor studiert? Sinologie?

Es gibt auf jeden Fall einen Master an der HTW Konstanz, der BWL mit Chinesisch kombiniert. Ebenso gibt es etwas ähnliches an der Uni Bremen. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher , dass bei beiden BWL Credits vorausgesetzt werden, musst du mal recherchieren.

Falls du den Master in China direkt machen möchtest, dann informier dich einfach mal bei den großen Unis, die viele Englische Programme anbieten. (Fudan, Tongj, JiaTong, Bejing University, Tsinghua sind da wohl die besten Anlaufstellen) Ich befürchte aber auch fast, dass du dort einen Bachelor mit Wirtschaftbezug brauchst. Abgesehen davon ist das Niveau in den englischen Kursen unterirdisch bis mies. (Zumindest Fudan und Tsinghua kann ich das aus eigener Erfahrung sagen)

In Groningen gibt es beispielsweise einen DD mit einer der Shanghaier Unis, wenn ich mich recht entsinne. Musst mal schon , ob der fachfremd geht.

Lange Rede, kurzer Sinn: Es wird schwierig bis unmöglich einen BWL Master mit Chinabezug zu finden , der ohne vorigen BWL Bachelor machbar ist. Von MBA Programmen würde ich Abstand nehmen, unnötige Geldverschwendung.
Das "sinnvollste" (im Bezug auf Karriere) wäre wohl ein nicht-konsekutiver Management Master und dann einfach noch ein Auslandssemester in China. Da bietet z.B. die FAU ein gutes Programm.

Letztendlich wäre es auch gut zu wissen was denn deine beruflichen Ziele sind. Es gibt beispielsweise auch 1,2 kleine Beratungen mit Asienfokus, Bezahlung ist unterdurchschnittlich, aber sowas wäre eine Überlegung wert.

Halt den Thread auf jeden Fall up2date, interessiert mich auch sehr, da ich vor einigen Jahren in einer ähnlichen Situation war :)

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Gast

Wirtschaftsmaster mit Bezug zu Asien

WiWi Gast schrieb am 18.02.2020:

Die Wuhan University bietet einen internationalen Wirtschaftsmaster

Danke für den Vorschlag. Ist aufgrund der momentanen Situation keine Option :)

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Gast

Wirtschaftsmaster mit Bezug zu Asien

WiWi Gast schrieb am 18.02.2020:

Mannheim hat nen Double Degree Master mit der NCCU in Taiwan, du kommst aber ohne BWL Hintergrund wahrscheinlich nicht rein.

Ja, Mannheim hab ich schon gehört, dass das eher schwierig werden könnte.

antworten
Gast

Wirtschaftsmaster mit Bezug zu Asien

WiWi Gast schrieb am 18.02.2020:

Ich habe im Master an der Beijing Foreign Studies University (BFSU) studiert. Die Uni kommt ursprünglich aus dem linguistischen/kulturellen Bereich, hat in den vergangenen Jahren ihre Business School aber unheimlich gepusht.

Aufgrund des Ursprungs der Universität ist auch der Management Master sehr auf interkulturelles Verständnis und den asiatischen Wirtschaftsraum ausgelegt. Dies geht sogar soweit, dass zum Abschluss des Masters ein gewisses Level an chinesischen Sprachskills (HSK 5) nachgewiesen werden muss.

Die Zulassungsvoraussetzungen sind für europäische Studenten, im Gegensatz zu chinesischen Kommilitonen, nicht sonderlich hoch, da man diese gerne für die BFSU gewinnen möchte. Da es zur Angleichung der Kentnissstände Grundlagenfächer gibt, würde ich diesen Studiengang auch Wirtschaftsfremden empfehlen können.

Deinen Beschreibungen zu Folge könnte dies eine interessante Möglichkeit für dich darstellen.

Danke für die Rückmeldung. Ich schau es mir auf jeden Fall mal an. Meine Lehrerin hat an dieser Uni studiert.

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Gast

Wirtschaftsmaster mit Bezug zu Asien

Etwas möchte ich noch hinzufügen:

Bei MBA-Programmen ist es einfach äusserst entscheidend, wohin du gehst. Ein Kollege bei Google hat mir erzählt, dass die Recruiters fürs Management MBA-Target-Unis haben und auch fast ausschliesslich nur von dort rekrutieren. Von daher würde ich die Geldverschwendung einfach relativieren zu: Es lohnt sich nur, wenn du ganz genau Bescheid weisst, wieso du es machst und wohin du nachher willst. Ansonsten geb ich dir recht. Einfach einen MBA machen an einer relativ unbekannten Uni für viel Geld ist nicht empfehlenswert glaub ich.

Gast schrieb am 19.02.2020:

Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Also das mit den Berufszielen ist so eine Sache. Ich habe mich ursprünglich für ein brotloses Fach entschieden (Geschichte) und Chinesisch als Nebenfach studiert, da mich Asien immer interessiert hat. Vom Interesse her war das Studium okay, aber nun sehe ich halt bei meinen Nebenjobs, dass Wirtschaft mich finanziell und inzwischen auch vom Interesse her mehr reizt. Deshalb die Frage, ob man das "Angenehme" mit dem Nützlichen verbinden kann. Vom Ziel her fände ich Unternehmensberatungen interessant, die eventuell auch Projekte in Asien betreuen oder eine europäische Firma mit Bezug zu Asien, irgendsowas. Ist halt auch immer eine Frage, ob man da überhaupt eine Chance erhält, sich zu entwickeln, obschon man aus etwas eher fachfremdem kommt.

Ich war einen Sommer lang an der Fudan und habe dort Businesskurse gemacht, ich geb dir Recht. Die Englischkenntnisse sind zum Teil unterirdisch und ich hab den Prof selten bis gar nie verstanden. Die Qualität der Kurse hingegen als solches war nicht schlecht und zum Teil sogar von renommierten ausländischen Dozenten geleitet.

Das mit den Programmiersprachen gebe ich dir auch recht. Zuhause im Kämmerlein ist das nur nicht so einfach, eine solche Sprache schnell nebenher zu lernen. Chinesisch hat mir bisher nur für die persönliche Entwicklung was gebracht, sonst nicht. Ich hab den HSK 4, also es könnte besser sein, aber bisher war es für mich aus logistischen Gründen nicht möglich, länger in China zu bleiben.

Die Vorschläge klingen interessant. Ich werd mir das mal anschauen. Direkt nach China für ein Jahr wäre aufgrund meiner Situation nur sinnvoll, wenn ich an der Beida, Tsinghua oder Fudan angenommen werde, sonst eher nicht. Werde mal recherchieren und mal schauen, wie die Bewerbungsanforderungen sind.

Darf ich fragen, was du denn nun machst? Hattest du eine Chance deinen Chinabezug anzuwenden? Oder bist am Ende bei den Programmiersprachen gelandet? ;)

WiWi Gast schrieb am 18.02.2020:

Wie gut ist denn dein Chinesisch bisher? Ich habe selbst den HSK5 und habe 1.5 Jahre in China gelebt, hat mir bei der Jobsuche jetzt aber nicht unbedingt so viel geholfen wie ich dachte. Ist jetzt natürlich trotzdem hilfreich, da ich in meiner derzeitigen Position viel mit chinesischen Kunden zu tun habe. Es ist also sicher "nice to have", wenn die Sprache auf einem soliden Level beherrscht, die großen Vorteile wird es dir allerdings nicht bringen. Wenn es nur darum geht ist die Zeit besser mit dem Lernen von anderen Sprachen investiert und zwar Programmiersprachen.

Möchtest du denn jetzt einen Master mit Asienbezug machen oder wirklich den Master in China? Das konnte ich jetzt nicht ganz aus deinem Text rauslesen. Was hast du denn im Bachelor studiert? Sinologie?

Es gibt auf jeden Fall einen Master an der HTW Konstanz, der BWL mit Chinesisch kombiniert. Ebenso gibt es etwas ähnliches an der Uni Bremen. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher , dass bei beiden BWL Credits vorausgesetzt werden, musst du mal recherchieren.

Falls du den Master in China direkt machen möchtest, dann informier dich einfach mal bei den großen Unis, die viele Englische Programme anbieten. (Fudan, Tongj, JiaTong, Bejing University, Tsinghua sind da wohl die besten Anlaufstellen) Ich befürchte aber auch fast, dass du dort einen Bachelor mit Wirtschaftbezug brauchst. Abgesehen davon ist das Niveau in den englischen Kursen unterirdisch bis mies. (Zumindest Fudan und Tsinghua kann ich das aus eigener Erfahrung sagen)

In Groningen gibt es beispielsweise einen DD mit einer der Shanghaier Unis, wenn ich mich recht entsinne. Musst mal schon , ob der fachfremd geht.

Lange Rede, kurzer Sinn: Es wird schwierig bis unmöglich einen BWL Master mit Chinabezug zu finden , der ohne vorigen BWL Bachelor machbar ist. Von MBA Programmen würde ich Abstand nehmen, unnötige Geldverschwendung.
Das "sinnvollste" (im Bezug auf Karriere) wäre wohl ein nicht-konsekutiver Management Master und dann einfach noch ein Auslandssemester in China. Da bietet z.B. die FAU ein gutes Programm.

Letztendlich wäre es auch gut zu wissen was denn deine beruflichen Ziele sind. Es gibt beispielsweise auch 1,2 kleine Beratungen mit Asienfokus, Bezahlung ist unterdurchschnittlich, aber sowas wäre eine Überlegung wert.

Halt den Thread auf jeden Fall up2date, interessiert mich auch sehr, da ich vor einigen Jahren in einer ähnlichen Situation war :)

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WiWi Gast

Wirtschaftsmaster mit Bezug zu Asien

Uni Oldenburg

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WiWi Gast

Wirtschaftsmaster mit Bezug zu Asien

Also das mit den MBA Programmen habe ich wohl etwas unklar ausgedrückt. Natürlich gibt es Top MBA Programme, die ihr Geld mehr als wert sind, aber es sind einfach in den letzten Jahren so viele MBAs von FHs, Privaten etc. aus dem Boden gesprossen, dass du den Großteil(!) einfach in die Tonne kloppen kannst. Wenn wir jetzt von Insead, HEC etc. reden ist das natürlich was anderes. Ich bin durch die etwas kurze Beschreibung deines Profils unterbewusst wohl einfach mal davon ausgegangen, dass es eben nicht für die Top MBA Programme reicht - falls doch, my bad.

Ansonsten scheint es ja auch einige Programme in China zu geben, die für dich interessant sein könnten, nur hier nochmal die Bitte: Überleg es dir gut! Setze dich auf jeden Fall mit ehemaligen Absolventen in Verbindung, die danach wieder zurück nach DE/EU sind.
China Erfahrung kommt hier immer gut an, aber mit einem kompletten Master in China wäre ich vorsichtig. Geschichte im BA und dann Master in China ist auf jeden Fall interessant, aber eben das Gegenteil von dem, was zumindest die traditionellen deutschen Firmen suchen. Die haben dann lieber einen soliden Master aus DE oder zumindest unseren Nachbarländern. Bei Unternehmensberatungen könntest du damit wohl eher punkten, ist aber halt insofern risikoreicher als ein Abschluss aus Europa.

Aber nein - ich bin nicht bei den Programmiersprachen gelandet ;)
Ich habe allerdings BWL+Chinesisch im BA studiert und im Master dann Management, dementsprechend vom Profil her nicht so untypisch wie das bei dir der Fall ist.

Ansonsten bzgl des Chinabezugs: Während des Studiums hab ich ein BizDev Praktikum mit Fokus auf Markteintritt in den chinesischen Markt gemacht, da waren Mandarin Kenntnisse natürlich gefordert. Habe das damals aber auch nur bekommen, weil sie keinen Muttersprachler gefunden haben und die Bewerbungen da natürlich nicht in Massen reinkommen. Sowas ist dann halt gut, da ist die Konkurrenz recht niedrig, aber gibt einfach weniger Stellen dieser Art und sobald sich ein Muttersprachler bewirbt bist du normalerweise raus. Ebenso während des Bachelors ein Praktikum bei einer Big4 in Taipei, würde ich übrigens nicht empfehlen.

Hab jetzt nach dem Studium ca. 2 Jahre im Account Management eines Tech Unternehmens gearbeitet. Was internationale Kunden anging, hab ich dann natürlich meist die Chinesen bekommen. Ist natürlich gerade im Sales enorm vorteilhaft, da man doch so einige Symphatiepunkte im Voraus bekommt, wenn man etwas Chinesisch spricht.

Bin jetzt gerade in den letzten Bewerbungsmodalitäten mit einem chinesischen Smartphone Hersteller und werde wohl bald dort ins Key Account Management einsteigen. Auch hier eher Zufall, aber Chinesisch großer Vorteil. Bei den Interviews habe ich eigentlich fast nur mit Chinesen gesprochen. Sprache + Fudan/Tsinghua im Lebenslauf ziehen hier natürlich deutlich mehr als bei dt. Unternehmen.

Also was soll ich sagen? Ich stehe jetzt ja auch erst ~2 Jahre im Berufsleben, aber du kennst jetzt meine Erfahrung im Bezug auf Vorteile durch Mandarin Kenntnisse. Ob du jetzt HSK5 oder 6 hast, ist dann wohl auch unerheblich für die meisten Leute. Es gibt einige Jobs mit Chinabezug, aber eben recht wenige und nicht sonderlich bezahlt. Chinesische Firmen in DE sind davon natürlich auch sehr begeistert, dafür lohnt es aber natürlich nicht :D

Ich würde an deiner Stelle einfach einen normalen Management Master in DE oder zumindest Europa machen, dazu dann ein Auslandssemester in China und dann nach Möglichkeit noch ein Praktikum in China/Taiwan/HK. Nebenbei die Sprache lernen, aber vor allem des Spaßes und Interesses wegen und dann bist du genug in die Richtung positioniert. Vielleicht wird es dir im Job irgendwann mal helfen, aber ehrliches Interesse an der Kultur sollte dabei immer im Vordergrund stehen.

Gast schrieb am 19.02.2020:

Etwas möchte ich noch hinzufügen:

Bei MBA-Programmen ist es einfach äusserst entscheidend, wohin du gehst. Ein Kollege bei Google hat mir erzählt, dass die Recruiters fürs Management MBA-Target-Unis haben und auch fast ausschliesslich nur von dort rekrutieren. Von daher würde ich die Geldverschwendung einfach relativieren zu: Es lohnt sich nur, wenn du ganz genau Bescheid weisst, wieso du es machst und wohin du nachher willst. Ansonsten geb ich dir recht. Einfach einen MBA machen an einer relativ unbekannten Uni für viel Geld ist nicht empfehlenswert glaub ich.

Gast schrieb am 19.02.2020:

Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Also das mit den Berufszielen ist so eine Sache. Ich habe mich ursprünglich für ein brotloses Fach entschieden (Geschichte) und Chinesisch als Nebenfach studiert, da mich Asien immer interessiert hat. Vom Interesse her war das Studium okay, aber nun sehe ich halt bei meinen Nebenjobs, dass Wirtschaft mich finanziell und inzwischen auch vom Interesse her mehr reizt. Deshalb die Frage, ob man das "Angenehme" mit dem Nützlichen verbinden kann. Vom Ziel her fände ich Unternehmensberatungen interessant, die eventuell auch Projekte in Asien betreuen oder eine europäische Firma mit Bezug zu Asien, irgendsowas. Ist halt auch immer eine Frage, ob man da überhaupt eine Chance erhält, sich zu entwickeln, obschon man aus etwas eher fachfremdem kommt.

Ich war einen Sommer lang an der Fudan und habe dort Businesskurse gemacht, ich geb dir Recht. Die Englischkenntnisse sind zum Teil unterirdisch und ich hab den Prof selten bis gar nie verstanden. Die Qualität der Kurse hingegen als solches war nicht schlecht und zum Teil sogar von renommierten ausländischen Dozenten geleitet.

Das mit den Programmiersprachen gebe ich dir auch recht. Zuhause im Kämmerlein ist das nur nicht so einfach, eine solche Sprache schnell nebenher zu lernen. Chinesisch hat mir bisher nur für die persönliche Entwicklung was gebracht, sonst nicht. Ich hab den HSK 4, also es könnte besser sein, aber bisher war es für mich aus logistischen Gründen nicht möglich, länger in China zu bleiben.

Die Vorschläge klingen interessant. Ich werd mir das mal anschauen. Direkt nach China für ein Jahr wäre aufgrund meiner Situation nur sinnvoll, wenn ich an der Beida, Tsinghua oder Fudan angenommen werde, sonst eher nicht. Werde mal recherchieren und mal schauen, wie die Bewerbungsanforderungen sind.

Darf ich fragen, was du denn nun machst? Hattest du eine Chance deinen Chinabezug anzuwenden? Oder bist am Ende bei den Programmiersprachen gelandet? ;)

WiWi Gast schrieb am 18.02.2020:

Wie gut ist denn dein Chinesisch bisher? Ich habe selbst den HSK5 und habe 1.5 Jahre in China gelebt, hat mir bei der Jobsuche jetzt aber nicht unbedingt so viel geholfen wie ich dachte. Ist jetzt natürlich trotzdem hilfreich, da ich in meiner derzeitigen Position viel mit chinesischen Kunden zu tun habe. Es ist also sicher "nice to have", wenn die Sprache auf einem soliden Level beherrscht, die großen Vorteile wird es dir allerdings nicht bringen. Wenn es nur darum geht ist die Zeit besser mit dem Lernen von anderen Sprachen investiert und zwar Programmiersprachen.

Möchtest du denn jetzt einen Master mit Asienbezug machen oder wirklich den Master in China? Das konnte ich jetzt nicht ganz aus deinem Text rauslesen. Was hast du denn im Bachelor studiert? Sinologie?

Es gibt auf jeden Fall einen Master an der HTW Konstanz, der BWL mit Chinesisch kombiniert. Ebenso gibt es etwas ähnliches an der Uni Bremen. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher , dass bei beiden BWL Credits vorausgesetzt werden, musst du mal recherchieren.

Falls du den Master in China direkt machen möchtest, dann informier dich einfach mal bei den großen Unis, die viele Englische Programme anbieten. (Fudan, Tongj, JiaTong, Bejing University, Tsinghua sind da wohl die besten Anlaufstellen) Ich befürchte aber auch fast, dass du dort einen Bachelor mit Wirtschaftbezug brauchst. Abgesehen davon ist das Niveau in den englischen Kursen unterirdisch bis mies. (Zumindest Fudan und Tsinghua kann ich das aus eigener Erfahrung sagen)

In Groningen gibt es beispielsweise einen DD mit einer der Shanghaier Unis, wenn ich mich recht entsinne. Musst mal schon , ob der fachfremd geht.

Lange Rede, kurzer Sinn: Es wird schwierig bis unmöglich einen BWL Master mit Chinabezug zu finden , der ohne vorigen BWL Bachelor machbar ist. Von MBA Programmen würde ich Abstand nehmen, unnötige Geldverschwendung.
Das "sinnvollste" (im Bezug auf Karriere) wäre wohl ein nicht-konsekutiver Management Master und dann einfach noch ein Auslandssemester in China. Da bietet z.B. die FAU ein gutes Programm.

Letztendlich wäre es auch gut zu wissen was denn deine beruflichen Ziele sind. Es gibt beispielsweise auch 1,2 kleine Beratungen mit Asienfokus, Bezahlung ist unterdurchschnittlich, aber sowas wäre eine Überlegung wert.

Halt den Thread auf jeden Fall up2date, interessiert mich auch sehr, da ich vor einigen Jahren in einer ähnlichen Situation war :)

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Gast

Wirtschaftsmaster mit Bezug zu Asien

Danke für deine wertvollen Einblicke und vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast für die ausführliche Antwort.

Wegen dem MBA. Du hast unbewusst schon richtig angenommen zur Zeit. Ich bin selber noch nicht ins Berufsleben gestartet und so wies jetzt aussieht bin ich ganz klar nicht Target für einen Top-MBA, ganz sicher nicht. Aber was nicht ist, kann noch werden.

Ja der Chinabezug hilft mir im Moment gar nicht, in meinen Jobs mache ich auch nichts mit China oder Asien im allgemeinen. Macht aber auch nichts. Lerne genug so, unter anderem einen Einblick in die Programmierwelt.

Ich bin eben auch nicht sonderlich angetan vom Master in China, egal ob jetzt Wuhan oder Tsinghua. Wäre einfach eine Idee gewesen.
Ich hatte vor einiger Zeit ein Gespräch mit einem Alumni der LBS, der den Global Master in Management gemacht hat mit einem Austauschjahr an der Fudan University in Shanghai. Das klang für mich ziemlich gut. Andere mögen es belächeln, aber ich finde für meine Verhältnisse ist die LBS eine Top-Schule und da ich nicht in der Lage bin genügend Background aufzubauen in Finance oder Accounting, um mich für einen spezialisierten Master zu bewerben, denke ich, dass die Karriereoptionen mit diesem Master nicht so schlecht sind im Finanzbereich. Korrigiert mich, falls ich falsch liege. Natürlich muss ich zuerst mal die Anforderungen erfüllen. Der Alumnus meinte auch, mein Profil könnte durchaus Chancen haben, sofern der GMAT 690+ ist und ich eine passable Story hätte.

Soweit so gut. Dein Weg klingt aber auch ganz interessant. Scheint dir ja zu gefallen und das ist die Hauptsache :)

WiWi Gast schrieb am 19.02.2020:

Also das mit den MBA Programmen habe ich wohl etwas unklar ausgedrückt. Natürlich gibt es Top MBA Programme, die ihr Geld mehr als wert sind, aber es sind einfach in den letzten Jahren so viele MBAs von FHs, Privaten etc. aus dem Boden gesprossen, dass du den Großteil(!) einfach in die Tonne kloppen kannst. Wenn wir jetzt von Insead, HEC etc. reden ist das natürlich was anderes. Ich bin durch die etwas kurze Beschreibung deines Profils unterbewusst wohl einfach mal davon ausgegangen, dass es eben nicht für die Top MBA Programme reicht - falls doch, my bad.

Ansonsten scheint es ja auch einige Programme in China zu geben, die für dich interessant sein könnten, nur hier nochmal die Bitte: Überleg es dir gut! Setze dich auf jeden Fall mit ehemaligen Absolventen in Verbindung, die danach wieder zurück nach DE/EU sind.
China Erfahrung kommt hier immer gut an, aber mit einem kompletten Master in China wäre ich vorsichtig. Geschichte im BA und dann Master in China ist auf jeden Fall interessant, aber eben das Gegenteil von dem, was zumindest die traditionellen deutschen Firmen suchen. Die haben dann lieber einen soliden Master aus DE oder zumindest unseren Nachbarländern. Bei Unternehmensberatungen könntest du damit wohl eher punkten, ist aber halt insofern risikoreicher als ein Abschluss aus Europa.

Aber nein - ich bin nicht bei den Programmiersprachen gelandet ;)
Ich habe allerdings BWL+Chinesisch im BA studiert und im Master dann Management, dementsprechend vom Profil her nicht so untypisch wie das bei dir der Fall ist.

Ansonsten bzgl des Chinabezugs: Während des Studiums hab ich ein BizDev Praktikum mit Fokus auf Markteintritt in den chinesischen Markt gemacht, da waren Mandarin Kenntnisse natürlich gefordert. Habe das damals aber auch nur bekommen, weil sie keinen Muttersprachler gefunden haben und die Bewerbungen da natürlich nicht in Massen reinkommen. Sowas ist dann halt gut, da ist die Konkurrenz recht niedrig, aber gibt einfach weniger Stellen dieser Art und sobald sich ein Muttersprachler bewirbt bist du normalerweise raus. Ebenso während des Bachelors ein Praktikum bei einer Big4 in Taipei, würde ich übrigens nicht empfehlen.

Hab jetzt nach dem Studium ca. 2 Jahre im Account Management eines Tech Unternehmens gearbeitet. Was internationale Kunden anging, hab ich dann natürlich meist die Chinesen bekommen. Ist natürlich gerade im Sales enorm vorteilhaft, da man doch so einige Symphatiepunkte im Voraus bekommt, wenn man etwas Chinesisch spricht.

Bin jetzt gerade in den letzten Bewerbungsmodalitäten mit einem chinesischen Smartphone Hersteller und werde wohl bald dort ins Key Account Management einsteigen. Auch hier eher Zufall, aber Chinesisch großer Vorteil. Bei den Interviews habe ich eigentlich fast nur mit Chinesen gesprochen. Sprache + Fudan/Tsinghua im Lebenslauf ziehen hier natürlich deutlich mehr als bei dt. Unternehmen.

Also was soll ich sagen? Ich stehe jetzt ja auch erst ~2 Jahre im Berufsleben, aber du kennst jetzt meine Erfahrung im Bezug auf Vorteile durch Mandarin Kenntnisse. Ob du jetzt HSK5 oder 6 hast, ist dann wohl auch unerheblich für die meisten Leute. Es gibt einige Jobs mit Chinabezug, aber eben recht wenige und nicht sonderlich bezahlt. Chinesische Firmen in DE sind davon natürlich auch sehr begeistert, dafür lohnt es aber natürlich nicht :D

Ich würde an deiner Stelle einfach einen normalen Management Master in DE oder zumindest Europa machen, dazu dann ein Auslandssemester in China und dann nach Möglichkeit noch ein Praktikum in China/Taiwan/HK. Nebenbei die Sprache lernen, aber vor allem des Spaßes und Interesses wegen und dann bist du genug in die Richtung positioniert. Vielleicht wird es dir im Job irgendwann mal helfen, aber ehrliches Interesse an der Kultur sollte dabei immer im Vordergrund stehen.

Gast schrieb am 19.02.2020:

Etwas möchte ich noch hinzufügen:

Bei MBA-Programmen ist es einfach äusserst entscheidend, wohin du gehst. Ein Kollege bei Google hat mir erzählt, dass die Recruiters fürs Management MBA-Target-Unis haben und auch fast ausschliesslich nur von dort rekrutieren. Von daher würde ich die Geldverschwendung einfach relativieren zu: Es lohnt sich nur, wenn du ganz genau Bescheid weisst, wieso du es machst und wohin du nachher willst. Ansonsten geb ich dir recht. Einfach einen MBA machen an einer relativ unbekannten Uni für viel Geld ist nicht empfehlenswert glaub ich.

Gast schrieb am 19.02.2020:

Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Also das mit den Berufszielen ist so eine Sache. Ich habe mich ursprünglich für ein brotloses Fach entschieden (Geschichte) und Chinesisch als Nebenfach studiert, da mich Asien immer interessiert hat. Vom Interesse her war das Studium okay, aber nun sehe ich halt bei meinen Nebenjobs, dass Wirtschaft mich finanziell und inzwischen auch vom Interesse her mehr reizt. Deshalb die Frage, ob man das "Angenehme" mit dem Nützlichen verbinden kann. Vom Ziel her fände ich Unternehmensberatungen interessant, die eventuell auch Projekte in Asien betreuen oder eine europäische Firma mit Bezug zu Asien, irgendsowas. Ist halt auch immer eine Frage, ob man da überhaupt eine Chance erhält, sich zu entwickeln, obschon man aus etwas eher fachfremdem kommt.

Ich war einen Sommer lang an der Fudan und habe dort Businesskurse gemacht, ich geb dir Recht. Die Englischkenntnisse sind zum Teil unterirdisch und ich hab den Prof selten bis gar nie verstanden. Die Qualität der Kurse hingegen als solches war nicht schlecht und zum Teil sogar von renommierten ausländischen Dozenten geleitet.

Das mit den Programmiersprachen gebe ich dir auch recht. Zuhause im Kämmerlein ist das nur nicht so einfach, eine solche Sprache schnell nebenher zu lernen. Chinesisch hat mir bisher nur für die persönliche Entwicklung was gebracht, sonst nicht. Ich hab den HSK 4, also es könnte besser sein, aber bisher war es für mich aus logistischen Gründen nicht möglich, länger in China zu bleiben.

Die Vorschläge klingen interessant. Ich werd mir das mal anschauen. Direkt nach China für ein Jahr wäre aufgrund meiner Situation nur sinnvoll, wenn ich an der Beida, Tsinghua oder Fudan angenommen werde, sonst eher nicht. Werde mal recherchieren und mal schauen, wie die Bewerbungsanforderungen sind.

Darf ich fragen, was du denn nun machst? Hattest du eine Chance deinen Chinabezug anzuwenden? Oder bist am Ende bei den Programmiersprachen gelandet? ;)

WiWi Gast schrieb am 18.02.2020:

Wie gut ist denn dein Chinesisch bisher? Ich habe selbst den HSK5 und habe 1.5 Jahre in China gelebt, hat mir bei der Jobsuche jetzt aber nicht unbedingt so viel geholfen wie ich dachte. Ist jetzt natürlich trotzdem hilfreich, da ich in meiner derzeitigen Position viel mit chinesischen Kunden zu tun habe. Es ist also sicher "nice to have", wenn die Sprache auf einem soliden Level beherrscht, die großen Vorteile wird es dir allerdings nicht bringen. Wenn es nur darum geht ist die Zeit besser mit dem Lernen von anderen Sprachen investiert und zwar Programmiersprachen.

Möchtest du denn jetzt einen Master mit Asienbezug machen oder wirklich den Master in China? Das konnte ich jetzt nicht ganz aus deinem Text rauslesen. Was hast du denn im Bachelor studiert? Sinologie?

Es gibt auf jeden Fall einen Master an der HTW Konstanz, der BWL mit Chinesisch kombiniert. Ebenso gibt es etwas ähnliches an der Uni Bremen. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher , dass bei beiden BWL Credits vorausgesetzt werden, musst du mal recherchieren.

Falls du den Master in China direkt machen möchtest, dann informier dich einfach mal bei den großen Unis, die viele Englische Programme anbieten. (Fudan, Tongj, JiaTong, Bejing University, Tsinghua sind da wohl die besten Anlaufstellen) Ich befürchte aber auch fast, dass du dort einen Bachelor mit Wirtschaftbezug brauchst. Abgesehen davon ist das Niveau in den englischen Kursen unterirdisch bis mies. (Zumindest Fudan und Tsinghua kann ich das aus eigener Erfahrung sagen)

In Groningen gibt es beispielsweise einen DD mit einer der Shanghaier Unis, wenn ich mich recht entsinne. Musst mal schon , ob der fachfremd geht.

Lange Rede, kurzer Sinn: Es wird schwierig bis unmöglich einen BWL Master mit Chinabezug zu finden , der ohne vorigen BWL Bachelor machbar ist. Von MBA Programmen würde ich Abstand nehmen, unnötige Geldverschwendung.
Das "sinnvollste" (im Bezug auf Karriere) wäre wohl ein nicht-konsekutiver Management Master und dann einfach noch ein Auslandssemester in China. Da bietet z.B. die FAU ein gutes Programm.

Letztendlich wäre es auch gut zu wissen was denn deine beruflichen Ziele sind. Es gibt beispielsweise auch 1,2 kleine Beratungen mit Asienfokus, Bezahlung ist unterdurchschnittlich, aber sowas wäre eine Überlegung wert.

Halt den Thread auf jeden Fall up2date, interessiert mich auch sehr, da ich vor einigen Jahren in einer ähnlichen Situation war :)

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WiWi Gast

Wirtschaftsmaster mit Bezug zu Asien

Nicht der TE, aber danke für den informativen und authentischen Beitrag. Top Post! Alles Gute für den neuen Job.

WiWi Gast schrieb am 19.02.2020:

Also das mit den MBA Programmen habe ich wohl etwas unklar ausgedrückt. Natürlich gibt es Top MBA Programme, die ihr Geld mehr als wert sind, aber es sind einfach in den letzten Jahren so viele MBAs von FHs, Privaten etc. aus dem Boden gesprossen, dass du den Großteil(!) einfach in die Tonne kloppen kannst. Wenn wir jetzt von Insead, HEC etc. reden ist das natürlich was anderes. Ich bin durch die etwas kurze Beschreibung deines Profils unterbewusst wohl einfach mal davon ausgegangen, dass es eben nicht für die Top MBA Programme reicht - falls doch, my bad.

Ansonsten scheint es ja auch einige Programme in China zu geben, die für dich interessant sein könnten, nur hier nochmal die Bitte: Überleg es dir gut! Setze dich auf jeden Fall mit ehemaligen Absolventen in Verbindung, die danach wieder zurück nach DE/EU sind.
China Erfahrung kommt hier immer gut an, aber mit einem kompletten Master in China wäre ich vorsichtig. Geschichte im BA und dann Master in China ist auf jeden Fall interessant, aber eben das Gegenteil von dem, was zumindest die traditionellen deutschen Firmen suchen. Die haben dann lieber einen soliden Master aus DE oder zumindest unseren Nachbarländern. Bei Unternehmensberatungen könntest du damit wohl eher punkten, ist aber halt insofern risikoreicher als ein Abschluss aus Europa.

Aber nein - ich bin nicht bei den Programmiersprachen gelandet ;)
Ich habe allerdings BWL+Chinesisch im BA studiert und im Master dann Management, dementsprechend vom Profil her nicht so untypisch wie das bei dir der Fall ist.

Ansonsten bzgl des Chinabezugs: Während des Studiums hab ich ein BizDev Praktikum mit Fokus auf Markteintritt in den chinesischen Markt gemacht, da waren Mandarin Kenntnisse natürlich gefordert. Habe das damals aber auch nur bekommen, weil sie keinen Muttersprachler gefunden haben und die Bewerbungen da natürlich nicht in Massen reinkommen. Sowas ist dann halt gut, da ist die Konkurrenz recht niedrig, aber gibt einfach weniger Stellen dieser Art und sobald sich ein Muttersprachler bewirbt bist du normalerweise raus. Ebenso während des Bachelors ein Praktikum bei einer Big4 in Taipei, würde ich übrigens nicht empfehlen.

Hab jetzt nach dem Studium ca. 2 Jahre im Account Management eines Tech Unternehmens gearbeitet. Was internationale Kunden anging, hab ich dann natürlich meist die Chinesen bekommen. Ist natürlich gerade im Sales enorm vorteilhaft, da man doch so einige Symphatiepunkte im Voraus bekommt, wenn man etwas Chinesisch spricht.

Bin jetzt gerade in den letzten Bewerbungsmodalitäten mit einem chinesischen Smartphone Hersteller und werde wohl bald dort ins Key Account Management einsteigen. Auch hier eher Zufall, aber Chinesisch großer Vorteil. Bei den Interviews habe ich eigentlich fast nur mit Chinesen gesprochen. Sprache + Fudan/Tsinghua im Lebenslauf ziehen hier natürlich deutlich mehr als bei dt. Unternehmen.

Also was soll ich sagen? Ich stehe jetzt ja auch erst ~2 Jahre im Berufsleben, aber du kennst jetzt meine Erfahrung im Bezug auf Vorteile durch Mandarin Kenntnisse. Ob du jetzt HSK5 oder 6 hast, ist dann wohl auch unerheblich für die meisten Leute. Es gibt einige Jobs mit Chinabezug, aber eben recht wenige und nicht sonderlich bezahlt. Chinesische Firmen in DE sind davon natürlich auch sehr begeistert, dafür lohnt es aber natürlich nicht :D

Ich würde an deiner Stelle einfach einen normalen Management Master in DE oder zumindest Europa machen, dazu dann ein Auslandssemester in China und dann nach Möglichkeit noch ein Praktikum in China/Taiwan/HK. Nebenbei die Sprache lernen, aber vor allem des Spaßes und Interesses wegen und dann bist du genug in die Richtung positioniert. Vielleicht wird es dir im Job irgendwann mal helfen, aber ehrliches Interesse an der Kultur sollte dabei immer im Vordergrund stehen.

Gast schrieb am 19.02.2020:

Etwas möchte ich noch hinzufügen:

Bei MBA-Programmen ist es einfach äusserst entscheidend, wohin du gehst. Ein Kollege bei Google hat mir erzählt, dass die Recruiters fürs Management MBA-Target-Unis haben und auch fast ausschliesslich nur von dort rekrutieren. Von daher würde ich die Geldverschwendung einfach relativieren zu: Es lohnt sich nur, wenn du ganz genau Bescheid weisst, wieso du es machst und wohin du nachher willst. Ansonsten geb ich dir recht. Einfach einen MBA machen an einer relativ unbekannten Uni für viel Geld ist nicht empfehlenswert glaub ich.

Gast schrieb am 19.02.2020:

Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Also das mit den Berufszielen ist so eine Sache. Ich habe mich ursprünglich für ein brotloses Fach entschieden (Geschichte) und Chinesisch als Nebenfach studiert, da mich Asien immer interessiert hat. Vom Interesse her war das Studium okay, aber nun sehe ich halt bei meinen Nebenjobs, dass Wirtschaft mich finanziell und inzwischen auch vom Interesse her mehr reizt. Deshalb die Frage, ob man das "Angenehme" mit dem Nützlichen verbinden kann. Vom Ziel her fände ich Unternehmensberatungen interessant, die eventuell auch Projekte in Asien betreuen oder eine europäische Firma mit Bezug zu Asien, irgendsowas. Ist halt auch immer eine Frage, ob man da überhaupt eine Chance erhält, sich zu entwickeln, obschon man aus etwas eher fachfremdem kommt.

Ich war einen Sommer lang an der Fudan und habe dort Businesskurse gemacht, ich geb dir Recht. Die Englischkenntnisse sind zum Teil unterirdisch und ich hab den Prof selten bis gar nie verstanden. Die Qualität der Kurse hingegen als solches war nicht schlecht und zum Teil sogar von renommierten ausländischen Dozenten geleitet.

Das mit den Programmiersprachen gebe ich dir auch recht. Zuhause im Kämmerlein ist das nur nicht so einfach, eine solche Sprache schnell nebenher zu lernen. Chinesisch hat mir bisher nur für die persönliche Entwicklung was gebracht, sonst nicht. Ich hab den HSK 4, also es könnte besser sein, aber bisher war es für mich aus logistischen Gründen nicht möglich, länger in China zu bleiben.

Die Vorschläge klingen interessant. Ich werd mir das mal anschauen. Direkt nach China für ein Jahr wäre aufgrund meiner Situation nur sinnvoll, wenn ich an der Beida, Tsinghua oder Fudan angenommen werde, sonst eher nicht. Werde mal recherchieren und mal schauen, wie die Bewerbungsanforderungen sind.

Darf ich fragen, was du denn nun machst? Hattest du eine Chance deinen Chinabezug anzuwenden? Oder bist am Ende bei den Programmiersprachen gelandet? ;)

WiWi Gast schrieb am 18.02.2020:

Wie gut ist denn dein Chinesisch bisher? Ich habe selbst den HSK5 und habe 1.5 Jahre in China gelebt, hat mir bei der Jobsuche jetzt aber nicht unbedingt so viel geholfen wie ich dachte. Ist jetzt natürlich trotzdem hilfreich, da ich in meiner derzeitigen Position viel mit chinesischen Kunden zu tun habe. Es ist also sicher "nice to have", wenn die Sprache auf einem soliden Level beherrscht, die großen Vorteile wird es dir allerdings nicht bringen. Wenn es nur darum geht ist die Zeit besser mit dem Lernen von anderen Sprachen investiert und zwar Programmiersprachen.

Möchtest du denn jetzt einen Master mit Asienbezug machen oder wirklich den Master in China? Das konnte ich jetzt nicht ganz aus deinem Text rauslesen. Was hast du denn im Bachelor studiert? Sinologie?

Es gibt auf jeden Fall einen Master an der HTW Konstanz, der BWL mit Chinesisch kombiniert. Ebenso gibt es etwas ähnliches an der Uni Bremen. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher , dass bei beiden BWL Credits vorausgesetzt werden, musst du mal recherchieren.

Falls du den Master in China direkt machen möchtest, dann informier dich einfach mal bei den großen Unis, die viele Englische Programme anbieten. (Fudan, Tongj, JiaTong, Bejing University, Tsinghua sind da wohl die besten Anlaufstellen) Ich befürchte aber auch fast, dass du dort einen Bachelor mit Wirtschaftbezug brauchst. Abgesehen davon ist das Niveau in den englischen Kursen unterirdisch bis mies. (Zumindest Fudan und Tsinghua kann ich das aus eigener Erfahrung sagen)

In Groningen gibt es beispielsweise einen DD mit einer der Shanghaier Unis, wenn ich mich recht entsinne. Musst mal schon , ob der fachfremd geht.

Lange Rede, kurzer Sinn: Es wird schwierig bis unmöglich einen BWL Master mit Chinabezug zu finden , der ohne vorigen BWL Bachelor machbar ist. Von MBA Programmen würde ich Abstand nehmen, unnötige Geldverschwendung.
Das "sinnvollste" (im Bezug auf Karriere) wäre wohl ein nicht-konsekutiver Management Master und dann einfach noch ein Auslandssemester in China. Da bietet z.B. die FAU ein gutes Programm.

Letztendlich wäre es auch gut zu wissen was denn deine beruflichen Ziele sind. Es gibt beispielsweise auch 1,2 kleine Beratungen mit Asienfokus, Bezahlung ist unterdurchschnittlich, aber sowas wäre eine Überlegung wert.

Halt den Thread auf jeden Fall up2date, interessiert mich auch sehr, da ich vor einigen Jahren in einer ähnlichen Situation war :)

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WiWi Gast

Wirtschaftsmaster mit Bezug zu Asien

Kann dem Vorposter eigentlich nur zustimmen. Habe selber HSK 6, HSKK Advanced sowie den (deutlich härteren) taiwanischen TOCFL 6 gemacht, und es wurde mir schon öfter gesagt, dass ich am Telefon/in Mails von einem Muttersprachler nicht zu unterscheiden bin. Hat es mir beruflich etwas gebracht? Eher nein, denn viel wichtiger als die Sprache sind die Connections, die du halt nur vor Ort knüpfen kannst. Ich kenne Leute, die kein Wort Mandarin sprechen, aufgrund ihrer Fähigkeiten oder durch ihr Business aber in China bestens vernetzt und erfolgreich sind. Einen wirklichen Vorteil hatte ich allein durch Sprachkenntnisse bisher keinen (5 Jahre BE), auch wenn es in vielen Interviews kurz angesprochen wurde. Denn wie der Vorposter schon sagte, sobald ein Muttersprachler (dort aufgewachsen/studiert) aufkreuzt, ist die Entscheidung meist klar.

Mein Rat also: bleib an Chinesisch/Mandarin dran, aber sehe es rein als private Bereicherung. Irgendwann kann es tatsächlich mal nützlich werden, aber viel wichtiger sind erst einmal verwertbare Skills, Berufserfahrung und dein Netzwerk, am besten gekoppelt mit "Marken" wie top Uni, weltweit bekannter Arbeitgeber, weltweit anerkannte Zertifikate usw. Such dir einen klassischen BWL-Master (nicht diese Geschichten "mit Asienbezug", die bringen meist nix), der wenige ECTS in BWL-Kursen voraussetzt, hol diese nach, zieh den Master mit guter Note und 2-3 Praktika durch und dann ab ins Berufsleben. Nach ein paar Jahren kannst du dann als Expat oder direkt nach Asien gehen, und da kommen dann möglicherweise auch die Mandarinkenntnisse wieder ins Spiel. Vom Master in China würde ich übrigens abraten, mach lieber ein Auslandssemester bei einer der top Unis oder ein Auslandspraktikum bei einem bekannten deutschen Unternehmen (Stichwort "Marken"). Viel Erfolg!

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Gast

Wirtschaftsmaster mit Bezug zu Asien

VIelen Dank für die Antworten an alle! Bin froh über die konstruktiven Beiträge.

Das Problem sehe ich nur in folgendem: BWL-Master von Top-Uni ohne viel BWL-Vorwissen könnte schwierig werden glaub ich. Habe da noch nicht so viel Erfahrungen, wo das überhaupt möglich ist, ausser die Pre-Experience Management-Master, die in letzter Zeit immer beliebter werden. Eine Möglichkeit wäre eben die LBS.

WiWi Gast schrieb am 19.02.2020:

Kann dem Vorposter eigentlich nur zustimmen. Habe selber HSK 6, HSKK Advanced sowie den (deutlich härteren) taiwanischen TOCFL 6 gemacht, und es wurde mir schon öfter gesagt, dass ich am Telefon/in Mails von einem Muttersprachler nicht zu unterscheiden bin. Hat es mir beruflich etwas gebracht? Eher nein, denn viel wichtiger als die Sprache sind die Connections, die du halt nur vor Ort knüpfen kannst. Ich kenne Leute, die kein Wort Mandarin sprechen, aufgrund ihrer Fähigkeiten oder durch ihr Business aber in China bestens vernetzt und erfolgreich sind. Einen wirklichen Vorteil hatte ich allein durch Sprachkenntnisse bisher keinen (5 Jahre BE), auch wenn es in vielen Interviews kurz angesprochen wurde. Denn wie der Vorposter schon sagte, sobald ein Muttersprachler (dort aufgewachsen/studiert) aufkreuzt, ist die Entscheidung meist klar.

Mein Rat also: bleib an Chinesisch/Mandarin dran, aber sehe es rein als private Bereicherung. Irgendwann kann es tatsächlich mal nützlich werden, aber viel wichtiger sind erst einmal verwertbare Skills, Berufserfahrung und dein Netzwerk, am besten gekoppelt mit "Marken" wie top Uni, weltweit bekannter Arbeitgeber, weltweit anerkannte Zertifikate usw. Such dir einen klassischen BWL-Master (nicht diese Geschichten "mit Asienbezug", die bringen meist nix), der wenige ECTS in BWL-Kursen voraussetzt, hol diese nach, zieh den Master mit guter Note und 2-3 Praktika durch und dann ab ins Berufsleben. Nach ein paar Jahren kannst du dann als Expat oder direkt nach Asien gehen, und da kommen dann möglicherweise auch die Mandarinkenntnisse wieder ins Spiel. Vom Master in China würde ich übrigens abraten, mach lieber ein Auslandssemester bei einer der top Unis oder ein Auslandspraktikum bei einem bekannten deutschen Unternehmen (Stichwort "Marken"). Viel Erfolg!

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WiWi Gast

Wirtschaftsmaster mit Bezug zu Asien

Auf was wird denn deine Abschlussnote hinauslaufen?
LBS belächelt hier sicher niemand, ist eine Top Adresse. Klar ist aber auch, dass ein GMAT von 690+ eine ordentliche Hausnummer ist, ohne WiWi Background umso mehr.

Ansonsten kannst du dir beispielsweise auch mal die RSM und Maastricht anschauen. Deutlich günstiger als die LBS und von den GMAT Anforderungen deutlich einfacher.
In Schweden/Dänemark kannst du auch nochmal schauen, ob es da etwas passendes gibt. (SSE, Uppsalla, Lund, Aarhus , CBS hat nichts passendes meine ich ),

Persönlich fände ich aber wohl ein 2 jähriges Programm für dich sinnvoller. Auslandssemester ist meist einfacher zu realisieren, kannst noch ein Praktikum machen und hast etwas mehr Zeit, um das WiWi Zeug nachzuholen. Da würde ich mir die FAU auf jeden Fall mal als Notfalloption offen halten, da biste ab 600+ GMAT wohl sicher drin.

Gast schrieb am 19.02.2020:

Danke für deine wertvollen Einblicke und vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast für die ausführliche Antwort.

Wegen dem MBA. Du hast unbewusst schon richtig angenommen zur Zeit. Ich bin selber noch nicht ins Berufsleben gestartet und so wies jetzt aussieht bin ich ganz klar nicht Target für einen Top-MBA, ganz sicher nicht. Aber was nicht ist, kann noch werden.

Ja der Chinabezug hilft mir im Moment gar nicht, in meinen Jobs mache ich auch nichts mit China oder Asien im allgemeinen. Macht aber auch nichts. Lerne genug so, unter anderem einen Einblick in die Programmierwelt.

Ich bin eben auch nicht sonderlich angetan vom Master in China, egal ob jetzt Wuhan oder Tsinghua. Wäre einfach eine Idee gewesen.
Ich hatte vor einiger Zeit ein Gespräch mit einem Alumni der LBS, der den Global Master in Management gemacht hat mit einem Austauschjahr an der Fudan University in Shanghai. Das klang für mich ziemlich gut. Andere mögen es belächeln, aber ich finde für meine Verhältnisse ist die LBS eine Top-Schule und da ich nicht in der Lage bin genügend Background aufzubauen in Finance oder Accounting, um mich für einen spezialisierten Master zu bewerben, denke ich, dass die Karriereoptionen mit diesem Master nicht so schlecht sind im Finanzbereich. Korrigiert mich, falls ich falsch liege. Natürlich muss ich zuerst mal die Anforderungen erfüllen. Der Alumnus meinte auch, mein Profil könnte durchaus Chancen haben, sofern der GMAT 690+ ist und ich eine passable Story hätte.

Soweit so gut. Dein Weg klingt aber auch ganz interessant. Scheint dir ja zu gefallen und das ist die Hauptsache :)

antworten
WiWi Gast

Wirtschaftsmaster mit Bezug zu Asien

Okay super. Vielen Dank für die Rückmeldung.
Ja ich werde mal mein bestes versuchen und mich bei der LBS bewerben, weil ihr Angebot spricht mich schon sehr an. Die Kosten darf ich jetzt nicht zu sehr anschauen, sonst versuch ich es nie :D
Die anderen Unis werd ich mir mal ansehen, klingen alle recht vernünftig denke ich.

WiWi Gast schrieb am 20.02.2020:

Auf was wird denn deine Abschlussnote hinauslaufen?
LBS belächelt hier sicher niemand, ist eine Top Adresse. Klar ist aber auch, dass ein GMAT von 690+ eine ordentliche Hausnummer ist, ohne WiWi Background umso mehr.

Ansonsten kannst du dir beispielsweise auch mal die RSM und Maastricht anschauen. Deutlich günstiger als die LBS und von den GMAT Anforderungen deutlich einfacher.
In Schweden/Dänemark kannst du auch nochmal schauen, ob es da etwas passendes gibt. (SSE, Uppsalla, Lund, Aarhus , CBS hat nichts passendes meine ich ),

Persönlich fände ich aber wohl ein 2 jähriges Programm für dich sinnvoller. Auslandssemester ist meist einfacher zu realisieren, kannst noch ein Praktikum machen und hast etwas mehr Zeit, um das WiWi Zeug nachzuholen. Da würde ich mir die FAU auf jeden Fall mal als Notfalloption offen halten, da biste ab 600+ GMAT wohl sicher drin.

Gast schrieb am 19.02.2020:

Danke für deine wertvollen Einblicke und vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast für die ausführliche Antwort.

Wegen dem MBA. Du hast unbewusst schon richtig angenommen zur Zeit. Ich bin selber noch nicht ins Berufsleben gestartet und so wies jetzt aussieht bin ich ganz klar nicht Target für einen Top-MBA, ganz sicher nicht. Aber was nicht ist, kann noch werden.

Ja der Chinabezug hilft mir im Moment gar nicht, in meinen Jobs mache ich auch nichts mit China oder Asien im allgemeinen. Macht aber auch nichts. Lerne genug so, unter anderem einen Einblick in die Programmierwelt.

Ich bin eben auch nicht sonderlich angetan vom Master in China, egal ob jetzt Wuhan oder Tsinghua. Wäre einfach eine Idee gewesen.
Ich hatte vor einiger Zeit ein Gespräch mit einem Alumni der LBS, der den Global Master in Management gemacht hat mit einem Austauschjahr an der Fudan University in Shanghai. Das klang für mich ziemlich gut. Andere mögen es belächeln, aber ich finde für meine Verhältnisse ist die LBS eine Top-Schule und da ich nicht in der Lage bin genügend Background aufzubauen in Finance oder Accounting, um mich für einen spezialisierten Master zu bewerben, denke ich, dass die Karriereoptionen mit diesem Master nicht so schlecht sind im Finanzbereich. Korrigiert mich, falls ich falsch liege. Natürlich muss ich zuerst mal die Anforderungen erfüllen. Der Alumnus meinte auch, mein Profil könnte durchaus Chancen haben, sofern der GMAT 690+ ist und ich eine passable Story hätte.

Soweit so gut. Dein Weg klingt aber auch ganz interessant. Scheint dir ja zu gefallen und das ist die Hauptsache :)

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