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Externe Consultants fakturieren zu viel

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WiWi Gast

Externe Consultants fakturieren zu viel

Hi,

ich arbeite in einem mittelständischen Unternehmen und aktuell mit einem externen SAP Consultant zusammen an der Implementierung eines neuen IT Moduls. Ich habe selber 3 Jahre Erfahrung in der externen Beratung. Der externe Berater arbeitet aktuell remote auf Zuruf. Das ist für ihn natürlich nicht so geil, da er Zeiten ohne to dos eigentlich nicht fakturieren darf.

Nun habe ich festgestellt, dass er auch für kleine Taks unverhältnismäßig lange benötigt. Darauf angesprochen verwies er mich auf seine generell tollen Ergebnisse, die er bisher für unser Unternehmen geleistet hat und ging der Frage, warum er als Senior Consultant so viel Zeit für einen simplen Test benötigt, nicht weiter ein. Er wurde sogar unverschämt und meinte ich könne das dann ja auch selber machen.
Es kam auch schon vor dass er an einem einstündigen Meeting teilgenommen hat, und dafür dann 8h fakturiert hat.

Ich vermute nun dass er aktuell nicht ausgelastet ist und die Stunden einfach dringend braucht. zudem sind Know how Träger in diesem Bereich selten, daher wohl die Dreistigkeit.

Meine Idee wäre jetzt nochmals meinen Chef darüber in Kenntnis zu setzen und ihn entscheiden lassen, wie wir hier weiter vorgehen sollen. Beim Bewerbungsgesräch wurde das Steuern externer Dienstleister als wichtige Aufgabe deklariert. Entweder machen wir Druck auf den Consultant mit ggf der Gefahr das Projekt zu gefährden oder ich lass die Kontrolle der Fakturen komplett sein. Hat von euch jemand schon mal eine ähnliche Situation erlebt bzw habt ihr eine Empfehlung?

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WiWi Gast

Externe Consultants fakturieren zu viel

WiWi Gast schrieb am 06.01.2022:

Hi,

ich arbeite in einem mittelständischen Unternehmen und aktuell mit einem externen SAP Consultant zusammen an der Implementierung eines neuen IT Moduls. Ich habe selber 3 Jahre Erfahrung in der externen Beratung. Der externe Berater arbeitet aktuell remote auf Zuruf. Das ist für ihn natürlich nicht so geil, da er Zeiten ohne to dos eigentlich nicht fakturieren darf.

Nun habe ich festgestellt, dass er auch für kleine Taks unverhältnismäßig lange benötigt. Darauf angesprochen verwies er mich auf seine generell tollen Ergebnisse, die er bisher für unser Unternehmen geleistet hat und ging der Frage, warum er als Senior Consultant so viel Zeit für einen simplen Test benötigt, nicht weiter ein. Er wurde sogar unverschämt und meinte ich könne das dann ja auch selber machen.
Es kam auch schon vor dass er an einem einstündigen Meeting teilgenommen hat, und dafür dann 8h fakturiert hat.

Ich vermute nun dass er aktuell nicht ausgelastet ist und die Stunden einfach dringend braucht. zudem sind Know how Träger in diesem Bereich selten, daher wohl die Dreistigkeit.

Meine Idee wäre jetzt nochmals meinen Chef darüber in Kenntnis zu setzen und ihn entscheiden lassen, wie wir hier weiter vorgehen sollen. Beim Bewerbungsgesräch wurde das Steuern externer Dienstleister als wichtige Aufgabe deklariert. Entweder machen wir Druck auf den Consultant mit ggf der Gefahr das Projekt zu gefährden oder ich lass die Kontrolle der Fakturen komplett sein. Hat von euch jemand schon mal eine ähnliche Situation erlebt bzw habt ihr eine Empfehlung?

Wenn Du für die Kontrolle der Faktura zuständig bist, dann kannst Du das natürlich ansprechen.

Was aber wichtig ist: Ist der Consultant für seine operative Arbeit da? Dann gerne auch auf ausschließlich Abrechnung der geleisteten Zeit pochen (Aber beachten, dass auch ein Meeting Vor- und Nach ereitungszeit benötigt).

Wenn der Consultant aber in einer Richtungsweisenden oder Risikominimierenden Rolle da ist, dann würde ich mich hüten auf einzelnen Stunden rumzureiten.
Wenn er in dem 1h Meeting strategische Richtungsentscheidungen beeinflusst hat dann kann es ziemlich nach hinten losgehen, ihm wegen einzelner Stunden dumm zu kommen.

Ich selbst habe Kunden die mich einen Tag die Woche bezahlen obwohl ich eher alle 2 Wochen einen halben Tag für sie arbeite. Und das mit Transparenz auf beiden Seiten.

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WiWi Gast

Externe Consultants fakturieren zu viel

Ist es dein persönliches Geld ?

Hier ein Denkanstoß: Wenn ich als Freelancer unterwegs bin und wir vereinbaren eine 40h Woche, dann fakturiere ich auch eine 40h Woche. Wenn es Auslastungslücken gibt, dann geht das auf die Kappe des Kunden - schließlich stelle ich meine Arbeitskraft zur Verfügung, welche nicht genutzt wird. Ich kalkuliere ja auch entsprechend meine Lebenshaltungskosten. Als SAP Berater wird er eine Auswahl an Projekten haben und die Einarbeitung eines neuen SAP Beraters wird viel mehr Kosten als die paar Tage extra Faktura die anfallen.

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WiWi Gast

Externe Consultants fakturieren zu viel

Wenn 40h vereinbart, sind sie vereinbart. Es gibt auch Kunden, die gerne tricksen und das als auf Abruf definieren, was sich für keinen Freelancer als Hauptprojekt rechnet.

Das Ende vom Lied, der oder die Freelancer suchen sich etwas neues und die internen Mitarbeiter dürfen deren Aufgaben übernehmen. Win-win für alle die internen müssen sich nicht mehr um das lästige Fakturathema kümmern und der Freelancer wird von anderen Unternehmen Vollziehung ausgelastet.

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