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Deutsche sind bei der Jobsuche am optimistischsten

Im Vergleich zu anderen Nationen herrscht unter den Jobsuchenden in Deutschland Optimismus. Mit 72,6 Prozent sind die Deutschen optimistischer als Amerikaner mit 63 Prozent und Franzosen mit 58,6 Prozent. Eine Befragung des Jobportals Indeed befragte zum Thema Jobsuche 6.008 Arbeitssuchende in Deutschland, USA, UK, Frankreich, Australien und den Niederlanden.

Portraitaufnahme einer Frau die durch ein größeres Fernglas schaut.

Welche Themen bereiten Sorgen bei der Jobsuche im Jahr 2017

Im Ländervergleich sind Deutsche bei der Jobsuche besonders optimistisch
Düsseldorf, 13.01.2017 (ots) - Über 70 Prozent der Deutschen auf Jobsuche sind optimistisch, dass sie im nächsten Jahr einen guten neuen Job finden werden. Dies zeigt eine Befragung von Indeed unter Jobsuchenden in mehreren Ländern. Überraschend: Deutschland hat im Ländervergleich klar die Nase vorn. Bei den Arbeitssuchenden hierzulande herrscht im Vergleich mit den anderen untersuchten Nationen der größte Optimismus. Deutschland rangiert mit 72,6 Prozent deutlich vor den USA (63 Prozent), Frankreich (58,6 Prozent) und UK (51,8 Prozent). Befragt wurden 6.008 Arbeitssuchende in Deutschland, USA, UK, Frankreich, Australien und den Niederlanden.

"Die Ergebnisse der Befragung bilden die sehr gute Arbeitsmarkt- und Wirtschaftslage ab", so Frank Hensgens, Geschäftsführer von Indeed in Deutschland. "Wenn der Arbeitsmarkt stabil, die Arbeitslosigkeit niedrig und die Wirtschaft stark ist, zeigt sich das natürlich auch in der Einschätzung von Jobsuchenden zu ihren Chancen auf eine gute neue Stelle."


Jobsuche zeigt deutliche Unterschiede im Altersvergleich
Das Alter ist allerdings ein entscheidender Faktor bei der Einschätzung der Chancen bei der Jobsuche. Während bei den 25-34-Jährigen 80,4 Prozent optimistisch ins Jahr 2017 schauen, sind es bei den ab 55-Jährigen nur noch 42,9 Prozent.

"Das ist leider keine Überraschung. Je älter die Arbeitnehmer werden, desto schlechter schätzen sie die eigenen Chancen auf dem Arbeitsmarkt ein. Gerade mit Blick auf den demographischen Wandel gibt es in Deutschland bei der Vermittlung älterer Arbeitnehmer noch viel Nachholbedarf", sagt Hensgens.
 

Das Gehalt ist bei der Suche nach einem neuen Job der wichtigste Faktor
69 Prozent der befragten Deutschen führten die Bezahlung als wichtiges Kriterium an, gefolgt von Jobsicherheit, Ort/Entfernung zum Arbeitsplatz sowie Flexibilität. Hier sind auch die Altersunterschiede interessant: Während bei jüngeren Befragten klar das Einkommen an erster Stelle steht, sind mit zunehmendem Alter auch andere Faktoren von wachsender Bedeutung.
 

Weltwirtschaft ist Grund zur Sorge, Digitalisierung nicht
Optimismus in Deutschland hin oder her - auch hierzulande gibt es Sorgen, was die eigene Jobsuche angeht. So befürchten 51,6 Prozent der Arbeitssuchenden, dass externe Faktoren ihre Jobsuche im nächsten Jahr negativ beeinflussen könnten. 25,1 Prozent der Deutschen bereiten globale Wirtschaftsturbulenzen Sorgen. An zweiter Stelle wurde das Thema Einwanderung als möglicher Negativfaktor für die eigene Jobsuche genannt (21,9 Prozent).

"Emotionale Themen spielen bei der Jobsuche immer eine wichtige Rolle. Auch in Großbritannien nach dem Brexit und in den USA nach der Wahl zeigen unsere Daten, dass Jobsuchende sehr emotional auf politische Ereignisse und die mediale Berichterstattung reagieren", sagt Hensgens. "Konkrete Ereignisse sind dabei unmittelbarer zu spüren als abstrakte Konzepte wie zum Beispiel die Digitalisierung."
 

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeitswelt nennen nur 15,8 Prozent der Jobsuchenden als möglichen Negativfaktor. Diese Aussage deckt sich mit der Indeed-Befragung aus dem August wonach sich Arbeitnehmer in Deutschland wenig Gedanken über Automatisierung machen. Allerdings befürchten weitere 14,8 Prozent, ihr Qualifikationsprofil könnte in Zukunft an Bedeutung verlieren. Beide Faktoren zeigen, dass Arbeitnehmer nicht unbedingt sicher sind, welche Qualifikationen in Zukunft wirklich gefragt sind. Einen möglichen Regierungswechsel bei der Bundestagswahl im Herbst sehen übrigens nur 6,6 Prozent als möglichen Negativfaktor.
 

Regierung tut nicht genug - finden vor allem Ältere
Eine knappe Mehrheit der Deutschen (50,7 Prozent) findet, dass die derzeitige Bundesregierung nicht genug für die Sicherheit von Arbeitsplätzen tut. Bei Jobsuchenden über 45 sind allerdings schon 65 Prozent der Meinung, dass sich die Bundesregierung nicht ausreichend um Jobsicherheit für alle bemüht.


Über die Umfrage
censuswide hat im Auftrag von Indeed im Zeitraum von 16. bis 18. November 2016 Jobsuchende in Deutschland, USA, UK, Frankreich, Australien und den Niederlanden befragt. Befragungsteilnehmer insgesamt: 6.008, Befragungsteilnehmer Deutschland: 1.000.

 

Sind Sie optimistisch, was Ihre Jobsuche im Jahr 2017 betrifft? -
Ländervergleich

Optimismus oder Pessimismus bei der Jobsuche im Jahr 2017


Welche Faktoren sind für Sie bei der Wahl Ihres nächsten Jobs
besonders wichtig?

Welches Thema bereitet Ihnen in Bezug auf Ihre eigene Jobsuche 2017
am meisten Sorge?

Sind Ihre Jobaussichten im Jahr 2017 gefährdet?


Finden Sie, dass die derzeitige Bundesregierung genug für die
Jobsicherheit in Deutschland tut?

 

Bildquelle: obs/Indeed Deutschland GmbH/Indeed / Statista

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