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Geschäftsführer-Vergütungsstudie 2005: Geschäftsführer-Gehalt steigt langsam

Nach wie vor übt die Unternehmensgröße den stärksten Einfluss auf das Gehalt aus. Der Geschäftsführer eines Unternehmens mit gut 5.000 Beschäftigten hat ein Gehalt von 470.000 Euro. Dahingegen wird der Geschäftsführer eines Unternehmens mit bis zu 50 Mitarbeitern lediglich mit 173.000 Euro Gehalt im Jahr entlohnt.

Gehaltsstudie Managergehälter Österreich
Geschäftsführer-Vergütungsstudie 2005: Geschäftsführer-Gehalt steigt langsam
Gummersbach, 07.10.2005 (kb) - Die Geschäftsführer in deutschen Unternehmen verdienen dieses Jahr im Schnitt 247.000 Euro. Damit haben die Unternehmenslenker hier zu Lande durchschnittlich 3,2 Prozent mehr im Portmonee als im Vorjahr. Dies sind Ergebnisse der branchenübergreifenden Vergütungsstudie »Geschäftsführer 2005«, die von der Managementberatung Kienbaum durchgeführt wurde. An der Studie beteiligten sich 716 Geschäftsführer aus 418 Unternehmen in Deutschland. »Vergütung ist ein wichtiger Parameter für den Erfolg eines Unternehmens. Top-Managern muss ausreichend Anreiz geboten werden, die Position langfristig und mit hohem Engagement auszufüllen. Zugleich darf die Vergütung das Unternehmen nicht über Gebühr belasten oder die Gewinnanteile der Gesellschafter übermäßig schmälern«, sagt Christian Näser von der Managementberatung Kienbaum.

Nach wie vor übt die Unternehmensgröße den stärksten Einfluss auf die Gehaltshöhe aus. Das durchschnittliche Jahresgesamtgehalt des Geschäftsführers eines Unternehmens mit gut 5.000 Beschäftigten beträgt 470.000 Euro. Demgegenüber wird der Geschäftsführer eines Unternehmens mit bis zu 50 Mitarbeitern lediglich mit 173.000 Euro entlohnt. Je größer das Unternehmen (gemessen an Umsatz, Beschäftigtenzahl, Bilanzsumme), desto höher fallen die Bezüge der Geschäftsführer aus. »Vergütung und Verantwortung stehen in einer engen Beziehung. Mit zunehmender Unternehmensgröße muss mehr Verantwortung übernommen werden. Diese höheren Anforderungen müssen entsprechend besser dotiert werden«, erläutert Näser.

Die Leistung eines Geschäftsführers beeinflusst in hohem Maße die wirtschaftliche Situation eines Unternehmens. Erfolg oder Misserfolg werden seiner persönlichen Leistung zugerechnet. Diese Verantwortung spiegelt sich in der hohen Ertragsabhängigkeit der Vergütung wider. Überdurchschnittliche Gewinne werden überdurchschnittlich honoriert. Werden unterdurchschnittliche Gewinne oder gar Verlust erzielt, so müssen Top-Manager mit erheblichen Einkommenseinbußen rechnen. Hat ein angestellter Geschäftsführer in den vergangenen Jahren eine unterdurchschnittliche Ertragslage erwirtschaftet, so belaufen sich seine Jahresgesamtbezüge auf durchschnittlich 188.000 Euro. Erzielte er in demselben Zeitabschnitt jedoch überdurchschnittliche Erträge, so kann er in der gleichen Position im Durchschnitt 279.000 Euro verdienen.

Die mit dem Lebensalter und der Unternehmens- bzw. Positionszugehörigkeit steigenden Kenntnisse und Erfahrungen honorieren Unternehmen. Insofern sind die Gehaltssteigerungen zu Beginn der Tätigkeit stärker ausgeprägt als in späteren Phasen. Verdient ein angestellter Geschäftsführer im 35. Lebensjahr durchschnittlich 177.000 Euro, so erhält sein 50-jähriger Kollege durchschnittlich 244.000 Euro. Das durchschnittliche Lebensalter des angestellten Geschäftsführers dieser Untersuchung liegt bei 51 Jahren. Mit 37 Jahren begann er die Arbeit in seinem derzeitigen Unternehmen und wurde nach sechs Jahren Unternehmenszugehörigkeit im Alter von 43 zum Geschäftsführer bestellt.

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