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Langzeitkonto

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WiWi Gast

Langzeitkonto

Hi,

Bietet euer arbeitgeber ein langzeitkonto an wo man z.b. Geld einstellen kann um ein sabbatical zu nehmen oder früher in den Ruhestand und nehmt ihr das langzeitkonto in Anspruch?

Mich würde folgendes interessieren:

  1. Wir viel könnt ihr pro jahr maximal einzahlen
  2. Wie viel zahlt ihr ein
  3. Wie wird das guthaben verzinst
  4. Wofür? Sabbatical, ruhestand etc.
  5. Gibt es Probleme bei der aktivierung, also wenn ihr dann ins sabbatical gehen wollt, dass eurem Arbeitgeber die Auszeit nicht gefällt.

Ich bin Berufseinsteiger (1 Jahr BE) und überlege daran teilzunehmen um 8-12 monate ein sabbatical zu nehme. Und zukünftig im alter in teilzeit gehen zu können bei vollem Lohn.

Vordergründig aber erstmal für das sabbatical, da die rente noch weit entfernt ist

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WiWi Gast

Langzeitkonto

Kenne das nur mit Überstunden; also keine Geldeinzahlungen.

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WiWi Gast

Langzeitkonto

Wir können sowohl 2,5 Stunden unserer normalen Wochenarbeitszeit, zusätzliche Überstunden, wie Beträge vom Jahresbonus und freiwillige Leistungen vom Gehalt einzahlen.

An für sich finde ich es schön so eine Möglichkeit zu haben. Wir müssen die Auszeit aber mit mindestens 6 Monaten Vorlauf beantragen, sodass sich tatsächlich nur der Anwendungsfall für Sabbatical oder Vorruhestand ergibt. Kurzfristige Auszeiten für Elternpflege, Kinder oder ähnliches ist unrealistisch. Ich bin nicht der Sabbaticaltyp, daher käme für mich nur das Ansparen von vielleicht ein paar Jahren für den Vorruhestand in Frage. Die Verzinsung ist wahnsinnig niedrig und hält sich in etwa mit den administrativen Kosten der externen Verwaltung die Waage. Den Zuschuss durch den Arbeitgeber möchte ich auch vernachlässigen. Das Problem ist, du zahlst Euros und nicht Stunden ein. Wenn ich jetzt also z.B. 10 Stunden in Euro einzahle, erhalte ich alleine durch meinen gestiegenen Stundenlohn in 30 Jahren daraus vielleicht nur noch 5 Stunden zurück!

Wir können die Auszahlung unseres Gehalts freiwillig auf Hartz IV Niveau erniedrigen und den Rest ins Langzeitkonto geben. Ich favorisiere diese Möglichkeit, sodass ich aktuell eher alles was geht auszahlen lasse und dann 1-3 Jahre vor Nutzung des Langzeitkontos dann eher alles reingeben würde.

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WiWi Gast

Langzeitkonto

Wie sieht es bei den anderen so aus?

Ich hab auch die befürchtung, dass man sich z.b. die karriere eteas damit verbauen könnte. Z.b. wird man nicht befördert weil der AG damit rechnet das man in den nächsten jahren ein sabbatical macht, denn die wissen ja, das man auf dem langzeitkonto anspart

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WiWi Gast

Langzeitkonto

WiWi Gast schrieb am 29.10.2019:

Wie sieht es bei den anderen so aus?

Ich hab auch die befürchtung, dass man sich z.b. die karriere eteas damit verbauen könnte. Z.b. wird man nicht befördert weil der AG damit rechnet das man in den nächsten jahren ein sabbatical macht, denn die wissen ja, das man auf dem langzeitkonto anspart

In meiner Firma kauft man Stunden. Die Verzinsung ist dementsprechend die Gehaltserhöhung.

Wenn du gut bist, muss der AG sowieso damit rechnen, dass du nicht das nächste Jahrzehnt auf deiner Position hockst. Neben externen Wechsel sind interne Wechsel völlig normal. Sowas ist Tagesgeschäft für deinen Chef, so wie Elternzeit. Niemand ist unersetzlich und wenn du irgendwann mit Vorlauf mal weg bist, dann ist das halt so.

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WiWi Gast

Langzeitkonto

WiWi Gast schrieb am 30.10.2019:

WiWi Gast schrieb am 29.10.2019:

Wie sieht es bei den anderen so aus?

Ich hab auch die befürchtung, dass man sich z.b. die karriere eteas damit verbauen könnte. Z.b. wird man nicht befördert weil der AG damit rechnet das man in den nächsten jahren ein sabbatical macht, denn die wissen ja, das man auf dem langzeitkonto anspart

In meiner Firma kauft man Stunden. Die Verzinsung ist dementsprechend die Gehaltserhöhung.

Wenn du gut bist, muss der AG sowieso damit rechnen, dass du nicht das nächste Jahrzehnt auf deiner Position hockst. Neben externen Wechsel sind interne Wechsel völlig normal. Sowas ist Tagesgeschäft für deinen Chef, so wie Elternzeit. Niemand ist unersetzlich und wenn du irgendwann mit Vorlauf mal weg bist, dann ist das halt so.

Wirklich?
Beneidenswert.

Bei uns ist es (leider) genau anders herum: Wir haben eine Verzinsung von 1% garantiert plus x, wenn ich aber heute eine Stunde bei einem Stundenlohn von 50 Euro einzahle und nächstes Jahr 100 Euro Stundenlohn habe und in Rente gehe, dann werden die 50 Euro von damals verzinst und von der Zeit abgezogen, das hieße, ich dürfte gerade einmal eine halbe Stunde früher gehen...
Deshalb macht es bei uns erst Sinn dort einzuzahlen, wenn man seine Ziel- bzw. Endhierarchiestufe erreicht hat, sonst wird das Geld, das man als Berufsanfänger angespart hat, im Verhältnis zum Verdienst des Professionals, schnell "wertlos".

Bei uns darf man quasi alles aufs Langzeitkonto packen, es muss lediglich ein Restbehalt von - ich glaube - 1.000 Euro brutto im Monat aufs Konto fließen.

Deshalb nutze ich heute die bAV, die parallel angeboten wird und ab den mittleren 40ern würde ich mit dem Bonus in die Richtung schwenken. Wenn es dann noch ein "Anstellungsverhältnis Aktueller AG und Ich" gibt...

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