DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
AuslandsstudiumEU-Stipendium

Mehr Studierende als je zuvor erhalten im Ausland ein EU-Stipendium

Im akademischen Jahr 2008/2009 konnten mehr Studierende als je zuvor mit EU-Unterstützung durch das Programm Erasmus einen Studienabschnitt oder ein Praktikum in einem anderen Land absolvieren.

Die Flagge der Europäischen Union flattert vor grauem Himmel im Wind.

Mehr Studierende als je zuvor erhalten im Ausland ein EU-Stipendium
Brüssel, 30.06.2010 (euk) - Im akademischen Jahr 2008/2009 konnten mehr Studentinnen und Studenten als je zuvor mit EU-Unterstützung durch das Programm Erasmus einen Studienabschnitt oder ein Praktikum in einem anderen Land absolvieren. Nach den neuesten Zahlen, erhielten 198 600 Studierende ein Stipendium für einen Studienabschnitt oder einen berufspraktischen Aufenthalt im Ausland. Dies stellt insgesamt eine Steigerung um 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr dar, und es bedeutet, dass seit dem Start des Programms 1987 mehr als zwei Millionen junge Europäer von einer Finanzierung durch Erasmus profitieren konnten. Die größte Zuwachsrate ist bei der Zahl der Studierenden zu verzeichnen, die ein Praktikum in einem Unternehmen antraten – mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Rekordzahl an Studierenden, die in den Genuss einer Erasmus-Förderung kamen, ergibt sich aus einer Steigerung der 2008/2009 verfügbaren Mittel für Studienabschnitte, Praktika und andere Mobilitätsaktionen um 12 Prozent. Gleichzeitig erhöhte sich 2008/2009 aber auch der durchschnittliche monatliche Förderbetrag für Erasmus-Studierende – von 255 EUR aus 272 EUR. Nur zwei Länder - Island und Liechtenstein – schickten weniger Erasmus-Studierende ins Ausland als zuvor.

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, sagt: "Immer mehr junge Europäer können während ihres Studiums eine Lernerfahrung im Ausland nutzen. Fragen Sie junge Menschen, die zur ‚Generation Erasmus' gehören: sie werden Ihnen erzählen, wie diese Erfahrung ihnen in der akademischen und persönlichen Entwicklung und bei der späteren Berufswahl weitergeholfen hat. Mit der neuen Initiative ‚Jugend in Bewegung' möchten wir diese europäische Erfolgsgeschichte ausweiten und daraus eine Chance für alle jungen Menschen machen."

Erasmus-Studium
168 200 Studierende erhielten Erasmus-Mittel für Studienabschnitte von durchschnittlich sechs Monaten im Gastland; dies sind 3,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. In zwei Ländern (Deutschland und Polen) blieb die Zahl der Teilnehmer unverändert, acht Länder (Österreich, Zypern, Dänemark, Estland, Island, Irland, Liechtenstein und das Vereinigte Königreich) verzeichneten sogar einen Rückgang. Als Gründe für diesen Rückgang werden eine Verlagerung hin zu Praktika, die Konkurrenz außereuropäischer Zielländer, das Einsetzen der Wirtschaftskrise und die geringe Höhe der Förderung vermutet.

Erasmus-Praktika
Seit 2007 bietet Erasmus Studierenden die Möglichkeit, ein Praktikum in einem Unternehmen oder einer anderen Organisation im Ausland zu absolvieren. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die Zahl der Teilnehmer 2008/2009 auf 30 400 Studentinnen und Studenten. Als Hauptgrund für die zunehmende Beliebtheit eines Erasmus-Praktikums wird der Wunsch gesehen, durch Praxiserfahrung die Berufsaussichten zu verbessern – was auch in einer Eurobarometer-Erhebung aus dem Jahr 2009 zum Ausdruck kam.

Die meisten Teilnehmer
Die meisten Erasmus-Studierenden schickten Frankreich (28 300), Deutschland (27 900) und Spanien (27 400). Beim Anteil an der Gesamtzahl der Studierenden lagen Luxemburg (15,5 %), Liechtenstein (3 %), Österreich (1,9 %) und die Tschechische Republik (1,7 %) an der Spitze. Die beliebtesten Zielländer für Erasmus-Studierende waren Spanien (33 200), Frankreich (24 600) und Deutschland (22 000).

Mobilität des akademischen Personals
Im akademischen Jahr 2008/2009 konnten mit Erasmus-Unterstützung über 36 000 Mitarbeiter von Hochschuleinrichtungen an einem Austausch teilnehmen (+ 13,6 %). In 28 600 Fällen erhielten Lehrkräfte eine Förderung für eine Lehrtätigkeit im Ausland, 7 700 verbrachten eine Fortbildung in Unternehmen oder Partnereinrichtungen in einem anderen Land.

Hintergrund
Derzeit erhalten schätzungsweise 4 Prozent der Studierenden in Europa im Verlaufe ihres Studiums ein Erasmus-Stipendium. Mit der Aufnahme Kroatiens und der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien in das Programm Erasmus im Jahr 2009 stieg die Zahl der teilnehmenden Länder auf 33. Nach unabhängigen Studien hat Erasmus auf mehreren Ebenen eine deutliche Wirkung erzielt: Die Teilnehmer erwerben Fähigkeiten, die ihre Beschäftigungsfähigkeit bzw. – bei Hochschulpersonal – ihre Aufstiegsmöglichkeiten verbessern. Hochschuleinrichtungen werden internationaler, führen neue Lehrmethoden und ?angebote ein, schaffen Management-Potenzial, verstärken ihre Forschungsaktivitäten und bilden Kontakte zu Unternehmen. Die Kommission glaubt, dass das Programm Erasmus zur Strategie „Europa 2020“ der Union beitragen kann, die zu einem intelligenten, nachhaltigen und integrativen Wachstum beitragen und jungen Menschen Kompetenzen und Anpassungsfähigkeit für eine wettbewerbsorientierte, wissensbasierte Gesellschaft vermitteln soll.

Im Forum zu EU-Stipendium

5 Kommentare

Beste Partneruni der FS?

WiWi Gast

Auslandssemester in Harvard ist mit der beste Weg, um sich schnell den Stempel eines unreflektierten Posers abzuholen. Kann man machen, hat dann meiner Erfahrung nach aber nicht den gewünschten Effekt

5 Kommentare

Economics an der SSE Erfahrungen

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 22.11.2017: uni zürich kam für mich auch in Frage (top lehre, wunderschöne stadt, allg. gut, da ich später auch in der schweiz leben möchte), allerdings ...

3 Kommentare

Erfahrungen?

WiWi Gast

Ja, so gut wie jeder dort spricht sehr gut englisch und die meisten Masterprogramme sind auf englisch. Die mit Abstand beste Uni für Wirtschaft ist die SSE in Stockholm.

9 Kommentare

Lancaster vs. Durham?

WiWi Gast

nobrainer: Durham

3 Kommentare

Masterwahl - TOEFL ibt nicht mehr gültig

WiWi Gast

Hier TE: Keine Angst das ist nicht mein Selektionskriterium, das habe ich auch nie behauptet ;-) Ich habe einige Programme rausgesucht, für die mir meine bisherigen Leistungen genügen (MMM, Goethe, ...

14 Kommentare

Re: Auslandssemester in China (Freemover)

WiWi Gast

Nanjing Poster von vorher: Schade, dass deine Uni wenig Partnerschaften mit China hat. Hat es Austauchprogramme mit Taiwan? Das waere eine gute Alternative und das Taiw. Ministry of Ed MoE/ Foreign ...

20 Kommentare

Re: MiM HEC Paris (Grand Ecole) für IB in Frankfurt?

WiWi Gast

Der HEC Grand Ecole-Master ist aus eigener Erfahrung sehr einfach, gute Freunde von mir haben die Hälfte der Zeit nur entspannt (vorher weniger gute Noten an der WHU) und sind fast alle mit Bestnoten ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema EU-Stipendium

Die Gradiation Cap mit einigen Münzen vor der Weltkarte

Studienfinanzierung im Ausland

Ein Auslandsstudium oder Auslandssemester kann teuer werden. Dafür das nötige Kleingeld zu sparen, geht über Nebenjobs oder den elterlichen Zuschuss. Das Ersparte reicht jedoch häufig bei Weitem nicht aus. Dafür gibt es in Deutschland zahlreiche Möglichkeiten, sich das Auslandsstudium finanzieren zu lassen. Auslandsbafög, Bildungskredite, Stipendien, Erasmus & Co – WiWi-TReFF zeigt, welche Unterstützung es gibt.

Die Lexikon-Beschreibung für das englische Wort "focus".

Wichtige Sprachzertifikate für ein Auslandsstudium: Cambridge Certificate, TOEFL, IELTS, DELE, DALF und DELF

Das Ziel eine Sprache intensiv und hautnah zu erlernen ist im Auslandsstudium ein toller Nebeneffekt. Doch bevor die Annahme an einer ausländischen Universität gelingt, müssen Studieninteressenten erst beweisen, ob sie bereits der Sprache mächtig sind. Die sechs Niveaustufen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GES) gibt Aufschluss darüber, inwieweit das Sprachverständnis in einer Fremdsprache reicht. Dafür wurden verschiedene Sprachzertifikate entwickelt, die gegenüber Universitäten, Unternehmen und anderen Institutionen zur Bewerbung anerkannt sind. Je nachdem, welches Land infrage kommt, muss ein Zertifikat in TOEFL, IELTS, DELF, DALF oder DELE nachgewiesen werden.

Studie Social and Economic Conditions of Student Life in Europe

Eurostudent V Report 2012-2015 - Studienbedingungen im europäischen Hochschulraum

Wie und was studieren Studierende? Wie finanzieren sie ihr Studium und wo wohnen sie? Studieren sie zeitweilig im Ausland? Wie schätzen sie ihre Chancen am Arbeitsmarkt ein? Antworten liefert der aktuelle Eurostudent V Report 2012-2015, der die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden in 29 europäischen Ländern vergleicht. Insondere individuelle Unterstützung zu Beginn und während des Studiums sowie eine Berücksichtigung flexibler Studienverläufe ebnen den Weg zum Studienerfolg.

Weiteres zum Thema Auslandsstudium

Auslandsmobilität von Studierenden und Wissenschaftlern steigt

Im Jahr 2015 waren fast 140.000 deutsche Studierende für ein Studium im Ausland eingeschrieben. Zu den beliebtesten Gastländern zählen Österreich, die Niederlande, Großbritannien und die Schweiz. Beliebte Zielländer für kurzzeitige Auslandssemester sind Großbritannien, die USA, Frankreich und Spanien. Derzeit verbringen mehr als ein Drittel aller Studierenden einen Teil ihres Studiums im Ausland. An deutschen Hochschulen sind 2017 zum ersten Mal mehr als 355.000 ausländische Studierende eingeschrieben.

Die rote Golden Gate Brücke in San Fransisco.

IEC Study Guide 2016/2017: Kostenloser Studienführer Auslandsstudium

Für ein Auslandssemester oder für ein Studium ins Ausland zu gehen, dabei hilft der aktuelle IEC Study Guide 2016/2017. Im kostenlosen Studienführer für das Auslandsstudium finden Studieninteressierte hilfreiche Tipps zu 120 Universitäten in mehr als 20 Ländern. Fragen zu Themen der Finanzierung, Bewerbung, Notenanerkennung, Hochschulrankings, Studienländern und Partneruniversitäten werden ausführlich beantwortet.

Von einem Gebäude herunter hängende britische Nationalflagge.

Brexit erschwert Studium in England und deutsch-britische Hochschulforschung

Mit verheerende Konsequenzen für Studium und Forschung nach einem eventuellen Brexit rechnen die Hochschulrektoren aus Deutschland und Großbritannien. Die EU erleichtere die Zusammenarbeit unter Forschern, das gemeinsame Nutzen von Ressourcen und der Austausch wichtiger Daten. Davon profitieren ebenso Studenten aus beiden Ländern. Derzeit sind 13.765 degree-seekings Studenten und 4.428 Erasmus-Studierende aus Deutschland in Großbritannien.

Beliebtes zum Thema Studium

ZEW Heinz-König-Young-Scholar-Award 2017: ZEW-Forschungsgruppenleiter Kai Hüschelrath (l.) und Vitali Gretschko (r.) mit Preisträgerin Jiekai Zhang und Preisträger Bernhard Kasberger.

Wiener Ökonom mit Heinz-König-Young-Scholar-Award 2017 geehrt

Gleich zwei Nachwuchsökonomen wurden mit dem Heinz König Young Scholar Award 2017 ausgezeichnet. Jiekai Zhang hat die Auswirkungen von regulierter TV-Werbung untersucht. Bernhard Kasberger von der Universität Wien ist für seine Analyse zur Effizienz von Mobilfunkmärkten nach Frequenzauktionen geehrt worden. Der jährlich vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) verliehene Heinz König Young Scholar Award ist mit 5.000 Euro dotiert und beinhaltet einen Forschungsaufenthalt am ZEW.

Feedback +/-

Feedback