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Karriere vs Family im UB

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

Ich bin sehr schnell aufgestiegen und Leistungsträger in meiner UB. Problem: meine Frau macht das nicht mehr mit- was tun?

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

Red mal mit deiner Frau sie sollte das verstehen...

Aber wenn ihr kinder habt dann ist das einen andere Sache

WiWi Gast schrieb am 16.08.2018:

Ich bin sehr schnell aufgestiegen und Leistungsträger in meiner UB. Problem: meine Frau macht das nicht mehr mit- was tun?

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

Suche dir eine neue Frau!

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

Bist du die Wochenenden Zuhause?

Habe ein Full Time Offer im Banking bekommen (BB/EB) und wenn ich annehme, macht meine Freundin Schluss. Das ist eine schöne Entscheidung...

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

Wenn dich deine Freundin vor solche Entscheidungen stellt, ist die Beziehung eh zum Scheitern verurteilt.
Würde mich nie erpressen lassen..

WiWi Gast schrieb am 16.08.2018:

Bist du die Wochenenden Zuhause?

Habe ein Full Time Offer im Banking bekommen (BB/EB) und wenn ich annehme, macht meine Freundin Schluss. Das ist eine schöne Entscheidung...

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

Kommt finde ich immer darauf an, wo man im Leben steht.
Wenn der von Dir zitierte Mitte 30 ist und Kinder hat, es sich jetzt aber nochmal beweisen will, weil er vor 10 Jahren den Sprung nicht geschafft hat, dann finde ich die Reaktion der Frau verständlich.
Als Mitte/Ende zwanzig Jähriger finde ich aber auch, dass tatsächlich einige Jahre harte Arbeit allen am Ende zugute kommen wird.

WiWi Gast schrieb am 16.08.2018:

Wenn dich deine Freundin vor solche Entscheidungen stellt, ist die Beziehung eh zum Scheitern verurteilt.
Würde mich nie erpressen lassen..

WiWi Gast schrieb am 16.08.2018:

Bist du die Wochenenden Zuhause?

Habe ein Full Time Offer im Banking bekommen (BB/EB) und wenn ich annehme, macht meine Freundin Schluss. Das ist eine schöne Entscheidung...

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

Ich finde es tatsächlich legitim. Hat weniger was mit Erpressung zu tun als viel mehr damit, dass sich eine Beziehung dann eben sehr wandelt. Man hat halt kaum Zeit noch etwas in die Beziehung einzubringen.

WiWi Gast schrieb am 16.08.2018:

Wenn dich deine Freundin vor solche Entscheidungen stellt, ist die Beziehung eh zum Scheitern verurteilt.
Würde mich nie erpressen lassen..

WiWi Gast schrieb am 16.08.2018:

Bist du die Wochenenden Zuhause?

Habe ein Full Time Offer im Banking bekommen (BB/EB) und wenn ich annehme, macht meine Freundin Schluss. Das ist eine schöne Entscheidung...

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

Legitim wäre es, den Partner in seiner beruflichen Karriere zu unterstützen und zu ermuntern, aber ihn nicht vor ein Ultimatum zu stellen. Auf so eine Freundin könnte ich verzichten.

WiWi Gast schrieb am 16.08.2018:

Ich finde es tatsächlich legitim. Hat weniger was mit Erpressung zu tun als viel mehr damit, dass sich eine Beziehung dann eben sehr wandelt. Man hat halt kaum Zeit noch etwas in die Beziehung einzubringen.

WiWi Gast schrieb am 16.08.2018:

Wenn dich deine Freundin vor solche Entscheidungen stellt, ist die Beziehung eh zum Scheitern verurteilt.
Würde mich nie erpressen lassen..

WiWi Gast schrieb am 16.08.2018:

Bist du die Wochenenden Zuhause?

Habe ein Full Time Offer im Banking bekommen (BB/EB) und wenn ich annehme, macht meine Freundin Schluss. Das ist eine schöne Entscheidung...

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

Ist doch allgemein anerkannt

Frau = Freundin > Single >= 2 Frauen

Ausnahme sind MBB und BB, dort hat man aber ohnehin nur eine Chance mit Tier 1 Wifes.

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

Meine Frau ist Principal bei einer renommierten Unternehmensberatung, ich bei einem Automobil-Konzern im mittleren Management.

Also wir haben bereits beide "Karriere" gemacht (ja, ich weiß, dass meine Frau dabei mehr verdient) und wussten das auch schon vor 15Jahren als wir zusammengekommen sind. Uns war somit von Anfang an bewusst, dass die Familiengründung ggf. deutlich später in Angriff genommen wird. Letzteres ist jetzt mit Ende 30 soweit.

Unser Deal ist, dass wir beide mittelfristig auf 80% reduzieren werden und beide 6 Monate Elternzeit nehmen. (3-6-3)

Wichtig ist einfach eine sehr frühzeitige Kommunikation und Abstimmung, dass sich beide Partner sicher sein können, dass man gemeinsame Vorstellungen hat, die zusammen passen.

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

Sehr schwierige Situation. Allerdings finde ich auch, dass es in dem Fall keine Erpressung ist. Es gibt durchaus Menschen, die keine Beziehung mit jemanden möchten, der nur am Wochenende da ist. Die halten das einfach nicht aus, sich nur so 'selten' zu sehen. Bei MBB ist ja unter der Woche auch kein stundenlanges Telefonieren möglich ..

Ich will selber in die UB und mein Freund sieht das zum Glück recht entspannt. Aber das ist eine Typ-Frage - und man sollte dann auch Verständnis für den Partner zeigen, der darauf ggf. keine Lust hat bzw. das seiner Vorstellung von Beziehung nicht entspricht.

Falls du den Job deswegen nicht annimmst, solltest du ihr das später jedoch nicht vorwerfen. Überleg' dir sehr gut (!) ob du das kannst bzw. das realistisch ist. Eventuell kannst du dich ja mit ihr darauf einigen, dass du spätestens nach 2 Jahren aussteigst?

WiWi Gast schrieb am 16.08.2018:

Wenn dich deine Freundin vor solche Entscheidungen stellt, ist die Beziehung eh zum Scheitern verurteilt.
Würde mich nie erpressen lassen..

WiWi Gast schrieb am 16.08.2018:

Bist du die Wochenenden Zuhause?

Habe ein Full Time Offer im Banking bekommen (BB/EB) und wenn ich annehme, macht meine Freundin Schluss. Das ist eine schöne Entscheidung...

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Ein KPMGler

Karriere vs Family im UB

Ich bin seit 11 Jahren Berater und seit 10 Jahren verheiratet.
Seit 4 Jahren mit Kind bzw. seit 2 Jahren mit 2 Kindern.

Es geht.

Aber man benötigt einen Ehepartner, der versteht, dass man den Job liebt und dass er die Grundlage für das recht komfortable Leben ist welches man genießt.

Und man muss dann natürlich auch die Zeit, die man miteinander hat, bewusst füllen und geniessen.

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

WiWi Gast schrieb am 16.08.2018:

Meine Frau ist Principal bei einer renommierten Unternehmensberatung, ich bei einem Automobil-Konzern im mittleren Management.

Also wir haben bereits beide "Karriere" gemacht (ja, ich weiß, dass meine Frau dabei mehr verdient) und wussten das auch schon vor 15Jahren als wir zusammengekommen sind. Uns war somit von Anfang an bewusst, dass die Familiengründung ggf. deutlich später in Angriff genommen wird. Letzteres ist jetzt mit Ende 30 soweit.

Unser Deal ist, dass wir beide mittelfristig auf 80% reduzieren werden und beide 6Monate Elternzeit nehmen. (3-6-3)

Wichtig ist einfach eine sehr frühzeitige Kommunikation und Abstimmung, dass sich beide Partner sicher sein können, dass man gemeinsame Vorstellungen hat, die zusammen passen.

Dann hoffe ich für euch, dass es noch klappt mit den Kindern. Habe ein paar Leute im Bekanntenkreis, die es nicht mehr geschafft haben. Dann verliert die Karriere und Geld komplett die Bedeutung. Viel Glück.

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

Ein KPMGler schrieb am 16.08.2018:

Ich bin seit 11 Jahren Berater und seit 10 Jahren verheiratet.
Seit 4 Jahren mit Kind bzw. seit 2 Jahren mit 2 Kindern.

Es geht.

Aber man benötigt einen Ehepartner, der versteht, dass man den Job liebt und dass er die Grundlage für das recht komfortable Leben ist welches man genießt.

Und man muss dann natürlich auch die Zeit, die man miteinander hat, bewusst füllen und geniessen.

100%, nur leider verstehen das die wenigsten Frauen.

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

Ein KPMGler schrieb am 16.08.2018:

Ich bin seit 11 Jahren Berater und seit 10 Jahren verheiratet.
Seit 4 Jahren mit Kind bzw. seit 2 Jahren mit 2 Kindern.

Es geht.

Aber man benötigt einen Ehepartner, der versteht, dass man den Job liebt und dass er die Grundlage für das recht komfortable Leben ist welches man genießt.

Und man muss dann natürlich auch die Zeit, die man miteinander hat, bewusst füllen und geniessen.

Kurze Frage: Wie definierst du komfortabel? Oft hilft es, die Blickachsen zu tauschen. Meinst du dein Kind findet es komfortabel, dass ihr möglicherweise in einem großen Haus wohnt, zwei Autos fahrt und tolle Urlaube bucht? Oder fänden die Kinder es möglicherweise komfortabel, wenn der Papa um 17 Uhr daheim ist und mit Ihnen spielt? "Quality Time" ist meiner Ansicht nach eine Illusion. Ein Kind kennt keine "Quality Time".

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

Naja, was heißt, die "wenigsten Frauen verstehen das". Wir sind nicht mehr im 20. Jahrhundert, wo Frau kochen und Mann arbeiten sollte...

Für mich hat das überhaupt nichts mit "verstehen" zu tun, sondern mit einer bewussten Entscheidung. Es ist eher so, dass man sich bewusst sein muss, für was man sich entscheidet. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis haben sich sehr viele Männer für ein "normales" Leben entschieden. Dabei gibt es genug Leute, die ihren Job lieben und ein gutes HH-Einkommen haben. Sind ja auch nicht alles Bwler ;).

Ich bin bei einer EB im IB und mittlerweile leider Single. Meine Ex-Freundin hat es für mich bzw. uns damals mit der Beziehung versucht, aber letztendlich ist diese nach 7 Jahren gescheitert (2 1/2 davon während IB). Wenn ein Partner immer Zeit hat und sein Leben "alleine" verbringt, wohingegen der andere nur arbeitet und erst nachts kommt, dann lebt man sich doch irgendwann auseinander. Ich denke jedoch, dass Kinder in diesem Sinne zusammenschweißen können. Außerdem spreche ich von Hardcore (ich lebe seit 1 1/2 Jahren in London) und musste doch öfter auch am Wochenende ran. Nichtsdestotrotz: Bei einer Familie verzichten beide Parteien auf viel und genug Menschen gewichten Zeit 1. ungleich und 2. > Geld.

Es ist für jeden Partner, der Wert auf Gemeinsamkeit legt, eine absolute Zumutung und man muss sich einfach eingestehen, dass es in den meisten Fällen (KPMGLer ist eine tolle Ausnahme - Glückwunsch) nur dann funktioniert, wenn entweder beide Karriere machen oder ein Mensch dazu bereit ist, sich emotional absolut unterzuordnen. Denn die Entscheidung, gemeinsame Zeit für Karriere zu opfern, wird halt meistens von einer Seite initiiert. Da muss man sich - trotz der harten Arbeit und dem Fleiß- auch einfach emotional in die Gegenseite reinversetzen. Mein VP würde mich für diesen Schachtelsatz übrigens umbringen.

Mein Fazit: Ich verdiene mit 27 >200k. Dazu bin ich kein Troll und habe auch tagsüber Zeit, mich hier in diesem Forum herumzutreiben (since 2011 btw). Wenn ich Freizeit habe, lebe ich m.M.n. wie ein Gott oder schlafe. Allerdings habe ich das Gefühl, dass ich dafür meine zukünftige Frau geopfert und viel von meiner Unbeschwertheit verloren habe. Und das drückt nach wie vor auf meinen Magen.

Fragt euch immer, ob das "gute Leben" im monetären Sinne den Zeitverlust ausgleicht. Mein Tipp ist abschließend, dass man für bestimmtes Geld auch bequemere Wege gehen kann. Wenn es euch darum geht, fragt euch immer, ob es das Ganze wert ist. Auch wenn zB der KPMGler ein netter Kerl ist, aber für das Geld eines SM würde ich mich nicht knechten. 120-150k nach 10 Jahren sind es nicht wert (da müssen wir mind. von +250k für die Opfer sprechen und ganz ehrlich: Im BWL Bereich sind die meisten Jobs halt auch nur Jobs. Besonders, wenn es um UB und IB geht. Spaß hat man da immer mal (ich fand Finance im Studium halt am interessantesten), aber gar ein Hobby oder eine Leidenschaft kann ich bei den meisten Menschen bzw. Karrieristen nicht erkennen. Da braucht mir auch keiner was von "Liebe für den Job" o.ä. zu verklickern. Deswegen, geht für eine angemessene Karriere lieber den kurzen IB/UB Weg (<3-5 Jahre) oder direkt in den Konzern. Ist bequemer und spart Zeit -> am Ende nivelliert sich das Gehaltsniveau nach Exit und über die Gesamtarbeitsdauer bei den meisten Karrierepfaden Richtung Führung sowieso... PE MegaFund Exit mit Carried nach paar Jahren von >1Mio // HF Exit oder Start-Up Gründung mit Exit für XX Mio mal außen vor! ;)

WiWi Gast schrieb am 16.08.2018:

Ein KPMGler schrieb am 16.08.2018:

Ich bin seit 11 Jahren Berater und seit 10 Jahren verheiratet.
Seit 4 Jahren mit Kind bzw. seit 2 Jahren mit 2 Kindern.

Es geht.

Aber man benötigt einen Ehepartner, der versteht, dass man den Job liebt und dass er die Grundlage für das recht komfortable Leben ist welches man genießt.

Und man muss dann natürlich auch die Zeit, die man miteinander hat, bewusst füllen und geniessen.

100%, nur leider verstehen das die wenigsten Frauen.

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

WiWi Gast schrieb am 16.08.2018:

Naja, was heißt, die "wenigsten Frauen verstehen das". Wir sind nicht mehr im 20. Jahrhundert, wo Frau kochen und Mann arbeiten sollte...

Für mich hat das überhaupt nichts mit "verstehen" zu tun, sondern mit einer bewussten Entscheidung. Es ist eher so, dass man sich bewusst sein muss, für was man sich entscheidet. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis haben sich sehr viele Männer für ein "normales" Leben entschieden. Dabei gibt es genug Leute, die ihren Job lieben und ein gutes HH-Einkommen haben. Sind ja auch nicht alles Bwler ;).

Ich bin bei einer EB im IB und mittlerweile leider Single. Meine Ex-Freundin hat es für mich bzw. uns damals mit der Beziehung versucht, aber letztendlich ist diese nach 7 Jahren gescheitert (2 1/2 davon während IB). Wenn ein Partner immer Zeit hat und sein Leben "alleine" verbringt, wohingegen der andere nur arbeitet und erst nachts kommt, dann lebt man sich doch irgendwann auseinander. Ich denke jedoch, dass Kinder in diesem Sinne zusammenschweißen können. Außerdem spreche ich von Hardcore (ich lebe seit 1 1/2 Jahren in London) und musste doch öfter auch am Wochenende ran. Nichtsdestotrotz: Bei einer Familie verzichten beide Parteien auf viel und genug Menschen gewichten Zeit 1. ungleich und 2. > Geld.

Es ist für jeden Partner, der Wert auf Gemeinsamkeit legt, eine absolute Zumutung und man muss sich einfach eingestehen, dass es in den meisten Fällen (KPMGLer ist eine tolle Ausnahme - Glückwunsch) nur dann funktioniert, wenn entweder beide Karriere machen oder ein Mensch dazu bereit ist, sich emotional absolut unterzuordnen. Denn die Entscheidung, gemeinsame Zeit für Karriere zu opfern, wird halt meistens von einer Seite initiiert. Da muss man sich - trotz der harten Arbeit und dem Fleiß- auch einfach emotional in die Gegenseite reinversetzen. Mein VP würde mich für diesen Schachtelsatz übrigens umbringen.

Mein Fazit: Ich verdiene mit 27 >200k. Dazu bin ich kein Troll und habe auch tagsüber Zeit, mich hier in diesem Forum herumzutreiben (since 2011 btw). Wenn ich Freizeit habe, lebe ich m.M.n. wie ein Gott oder schlafe. Allerdings habe ich das Gefühl, dass ich dafür meine zukünftige Frau geopfert und viel von meiner Unbeschwertheit verloren habe. Und das drückt nach wie vor auf meinen Magen.

Fragt euch immer, ob das "gute Leben" im monetären Sinne den Zeitverlust ausgleicht. Mein Tipp ist abschließend, dass man für bestimmtes Geld auch bequemere Wege gehen kann. Wenn es euch darum geht, fragt euch immer, ob es das Ganze wert ist. Auch wenn zB der KPMGler ein netter Kerl ist, aber für das Geld eines SM würde ich mich nicht knechten. 120-150k nach 10 Jahren sind es nicht wert (da müssen wir mind. von +250k für die Opfer sprechen und ganz ehrlich: Im BWL Bereich sind die meisten Jobs halt auch nur Jobs. Besonders, wenn es um UB und IB geht. Spaß hat man da immer mal (ich fand Finance im Studium halt am interessantesten), aber gar ein Hobby oder eine Leidenschaft kann ich bei den meisten Menschen bzw. Karrieristen nicht erkennen. Da braucht mir auch keiner was von "Liebe für den Job" o.ä. zu verklickern. Deswegen, geht für eine angemessene Karriere lieber den kurzen IB/UB Weg (<3-5 Jahre) oder direkt in den Konzern. Ist bequemer und spart Zeit -> am Ende nivelliert sich das Gehaltsniveau nach Exit und über die Gesamtarbeitsdauer bei den meisten Karrierepfaden Richtung Führung sowieso... PE MegaFund Exit mit Carried nach paar Jahren von >1Mio // HF Exit oder Start-Up Gründung mit Exit für XX Mio mal außen vor! ;)

WiWi Gast schrieb am 16.08.2018:

Ein KPMGler schrieb am 16.08.2018:

Ich bin seit 11 Jahren Berater und seit 10 Jahren verheiratet.
Seit 4 Jahren mit Kind bzw. seit 2 Jahren mit 2 Kindern.

Es geht.

Aber man benötigt einen Ehepartner, der versteht, dass man den Job liebt und dass er die Grundlage für das recht komfortable Leben ist welches man genießt.

Und man muss dann natürlich auch die Zeit, die man miteinander hat, bewusst füllen und geniessen.

100%, nur leider verstehen das die wenigsten Frauen.

Es ist wohl eine hoch philosophische Frage, aber aus welcher Motivation heraus tut man sich das an? Dein Beitrag ist aber ehrlich, das finde ich gut. Im Grunde genommen hast du recht. Wenn man sich schon knechten lassen möchte, dann eher mit der Aussicht irgendwann mehr als 200 T€ zu verdienen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass im Investmentbanking das Motiv oder die Motivation einfach das Einkommen ist. Dort gibt es keine intrinsische Motivation. Vielleicht für eine handvoll von Leuten, die darin wirklich voll aufgehen.

Du hast auch mit der Leidenschaft recht. Ich könnte das verstehen, wenn jemand Notarzt ist und bis zur Erschöpfung für das Leben eines Mitmenschen kämpft. Oder Ärzte ohne Grenzen, die bis zur Erschöpfung in einem Armuts- und/oder Krisenstaat schuften.

Menschen streben ja ausschließlich nach dem, was sie nicht besitzen. Ein Porschefahrer denkt nicht darüber nach, wie sich Porsche fahren anfühlt. Ich habe in meinem Leben häufig die Erfahrung gemacht, dass Menschen, die nach sehr viel Gehalt oder auch Macht streben im Grunde genommen schwache Persönlichkeiten sind. Oft kommt es auch vor, dass diese Menschen überhaupt keinen Bezug oder Zugang zu sich selbst haben. Ähnlich bei Extremsportlern, die durch den Sport, sich selbst spüren können. Nach Macht strebt also, wer Ohnmacht spürt.

Wahrscheinlich ist am Ende aller Tage der gesunde Mittelweg entscheidend. Wie man allerdings überhaupt über Kinder nachdenken kann in dieser beruflichen Situation erschließt sich mir nicht. Ich habe einige Freunde, die aus reichen Verhältnissen kommen. Ein Papa war damals im Vorstand der damaligen Höchst AG. Der Sohn hat ihn so gut wie nie gesehen. Das beeinträchtigt meinen Kumpel immer noch emotional sehr. Interessant ist, dass solche Kinder, wie auch mein Kumpel, häufig eine extreme Abneigung gegen solche Workaholics entwickeln. D.h.: Er wurde das genaue Gegenteil seines Vaters. Ein sehr lockerer und liebenswerter Familienvater mit einem geregelten Job.

Wir sollten vielleicht nach Skandinavien schauen. Dort wird eine "humane" Feierabendzeit sehr groß geschrieben. In Norwegen beispielsweise sind die Menschen weitaus familiärer, wärmer und viel geselliger. Der Fokus ist nicht nur Arbeit. Im Grund genommen ist jemand, der immer noch um 22 Uhr im Büro sitzt asozial. Und zwar in der Form, dass er sich nicht adäquat in die Gesellschaft einbringen kann oder möchte. Ich spreche davon, sich um die Kinder zu kümmern, ein Ehrenamt auszuüben, Vereine zu unterstützen, vielleicht einem Hobby nachgehen. Das würde, aus meiner Sicht, die Gesellschaft sehr viel bunter und letztlich besser machen.

Ich habe vor vielen Jahren eine interessante Umfrage gelesen: Reichen Menschen imponiert es, wenn die Vergleichsperson noch reicher ist. Am meisten imponiert es reichen Menschen aber, wenn die Vergleichsperson keinen Wert auf Reichtum legt. Es liegt auf der Hand: Das ist eine Eigenschaft, die jemanden extrem souverän werden lässt und man entkräftet alle Symbole, die das reich sein mit sich bringt.

Ich habe in meiner Familie schon viele tragische Schicksalsschläge erlebt durch Krankheiten. Ein guter Freund von mir ist Arzt. Er sagt immer:"Egal wie reich jemand ist, egal welchen Status, welche Macht, welches Amt diese Person mit sich bringt; wenn Menschen sehr schwer krank sind, dann fällt diese Maske komplett und sofort. Dann zeigt sich die wahre Persönlichkeit." Faszinierend, wie ich finde.

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

WiWi Gast schrieb am 16.08.2018:

Ich bin sehr schnell aufgestiegen und Leistungsträger in meiner UB. Problem: meine Frau macht das nicht mehr mit- was tun?

War denn vorher Verständnis da? Ich denke auch, man muss sich eine Frau suchen und die Lebensvorstellungen schon am Anfang abklären.
Nun musst du eben entscheiden was wichtiger ist und ob bzw. wo ihr einen Kompromiss findet.

Kinder kennen sehr wohl "quality time" und ein engagierter Vater muss nicht um 17h Zuhause sein um eine gute Beziehung zu ihnen zu haben.

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

Wichtig dabei ist auch, ob man vom Umfeld unterstützt wird.
Wenn die eigenen Eltern einem unter die Arme greifen und gerne Zeit mit dem Enkel verbringen, ist auch Karriere mit Kindern möglich.
Oder wenn es eine gute Betriebskita und mobiles Arbeiten gibt. Ein alleinerziehender Kollege gibt seinen 3Jährigen morgens um 8Uhr ab, spielt am Vor- und Nachmittag jeweils eine halbe Stunde mit ihm, holt ihn um 18Uhr ab und arbeitet dann noch 2h, wenn der Kleine abends schläft.

So hat er jeden Tag 3-4h aktiv und gut über den Tag verteilt mit dem Sohn und klotzt trotzdem ordentlich ran.

WiWi Gast schrieb am 16.08.2018:

Kinder kennen sehr wohl "quality time" und ein engagierter Vater muss nicht um 17h Zuhause sein um eine gute Beziehung zu ihnen zu haben.

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

Hallo erstmal vielen Dank für die hilfreichen Beiträge und Insights.

Hier TE: ich habe einen 2 Jahre alten Sohn und bin nur freitags und Wochenende da. Das finde ich schon traurig teilweise- insbesondere wenn der Kunde sehr fordernd und anspruchsvoll um nicht zu sagen undankbar und stressig ist, kommt man auch am Wochenende nicht komplett runter. Ich sehe dann Videos wie mein Sohn mit der Mama und Schwägerin auf dem Spielplatz spielen und denke mir dass ich gerne dabei wäre und mein Sohn das Recht hat mich wenigstens abends zu sehen...ich kann meiner Frau nichts vorwerfen denn sie hat viel mitgemacht und äußert nur dass, was sie wahrnimmt: einen Ehemann und Vater der nur zu 30% anwesend ist. Auch ist es so, dass am Wochenende ein latenter Druck prominent ist, die Zeit äußerst sinnvoll und konzentriert zu nutzen (quality time) aber viel mehr braucht eine Familie Kontinuität und Unbeschwertheit.

Ich denke dass ich einen Exit nicht umgehen kann, wenn ich meinen Sohn und meine Frau nicht alleine lassen möchte. Schade ist nur, dass ich denke ich viel Potential habe weit zu kommen. Das ist echt ein Dilemma

antworten
WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

mein vater war zwar nur leiter im einkauf eines IGM-unternehmens aber hat sich ca. 4-5 monate im jahr dadurch in asien oder südamerika rumgetummelt (halt dort wo billig verarbeitet wird etc.). als kind habe ich das nicht wirklich verstanden. natürlich bin ich dankbar dafür dass ich schon ein haus habe und quasi noch nie dafür gearbeitet habe oder dass ich mir ein zweites studium und das ganze rumreisen leisten konnte. in retrospektive hätte ich aber glaube ich gerne einen vater gehabt der bei meiner einschulung, meinem ersten fußballtor oder anderen prägenden events dabei gewesen wäre... und das wird bei dir noch mehr wegfallen. die drei tollen übersee kultur urlaube und das tragen von marken klamotten ist vielleicht als teenager dann mal cool und mal fühlt sich wie der obermacker aber im endeffekt ist das alles nichts wert.

ich weiß was für einen lebensstil du brauchst um glücklich zu sein, aber wenn du einen exit um die 100k hinkriegst dann mach das. deine karriere muss ja nicht dort vorbei sein. aber die ganze jugend deines kindes nicht da sein schlägt dir dann ins gesicht wenn dein kind zum studieren auszieht und du merkst dass du es eigentlich gar nicht richtig kennst weil du nie da warst. quality time ist bullshit. das ist so wie wenn man romantik oder liebe oder sowas erzwingen will. das geht auch nicht.

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

ich will hier niemanden ein schlechtes Gewissen machen aber hier meine Gedanken: mein Vater war als ich klein war immer viel für uns Kinder da, obwohl er als Führungskraft im schichtdienst gearbeitet hat (Flugsicherung) wenn ich heute mit ein bisschen Abstand zurück schaue war das eine wichtige Zeit für unsere Beziehung. Er war unter der Woche da, einfach mal da, ohne Zeitdruck, keine quality time oder son kram...

Ich war 18 als er vor 15 Jahren gestorben ist. Ich glaube die Zeit seiner lange Krankheit hätten wir beide ohne unsere enge, bedingungslose Bindung nicht gemeinsam bewältigen können.
Die Kollegen aus der Firma sind schön und gut. Aber sie nehmen einen nachts nicht in den Arm wenn man vor Schmerzen schreit - ich weiß Kinder oder Eltern tun das auch nicht immer.
Btw ich habe bin kein Typ der alles der Familie unterordnet, sondern lebe in einer dink Beziehung mit zweimal gut 6stelligem Einkommen.

WiWi Gast schrieb am 17.08.2018:

Hallo erstmal vielen Dank für die hilfreichen Beiträge und Insights.

Hier TE: ich habe einen 2 Jahre alten Sohn und bin nur freitags und Wochenende da. Das finde ich schon traurig teilweise- insbesondere wenn der Kunde sehr fordernd und anspruchsvoll um nicht zu sagen undankbar und stressig ist, kommt man auch am Wochenende nicht komplett runter. Ich sehe dann Videos wie mein Sohn mit der Mama und Schwägerin auf dem Spielplatz spielen und denke mir dass ich gerne dabei wäre und mein Sohn das Recht hat mich wenigstens abends zu sehen...ich kann meiner Frau nichts vorwerfen denn sie hat viel mitgemacht und äußert nur dass, was sie wahrnimmt: einen Ehemann und Vater der nur zu 30% anwesend ist. Auch ist es so, dass am Wochenende ein latenter Druck prominent ist, die Zeit äußerst sinnvoll und konzentriert zu nutzen (quality time) aber viel mehr braucht eine Familie Kontinuität und Unbeschwertheit.

Ich denke dass ich einen Exit nicht umgehen kann, wenn ich meinen Sohn und meine Frau nicht alleine lassen möchte. Schade ist nur, dass ich denke ich viel Potential habe weit zu kommen. Das ist echt ein Dilemma

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

Wow, eine ernsthafte, sachliche und tiefgründige Diskussion in der von Oberflächlichkeit geprägten Arbeitswelt der BWLer. Sowas gibt es hier im Forum leider viel zu selten.

Ich bin bald mit dem Master fertig, bereits verheiratet und Vater. Meine Frau hat mir seit Beginn unserer Beziehung schon mehrfach deutlich gesagt, dass sie mich verlässt, falls ich unsere Ehe und das Familienleben dauerhaft dem Job unterordnen sollte und Mo-Fr erst nach Hause komme, wenn die Kinder schon im Bett liegen und für sie der Tag gelaufen ist. Eine feste Grenze bei der Arbeitszeit hat sie zwar nicht formuliert, aber IB und UB-Jobs sind damit für mich eigentlich unmöglich.

Das hat sie mir so klar gesagt, weil sie genau weiß, dass ich sehr pflichtbewusst und ein absoluter All-Nighter bin. Sie kann das so deutlich einfordern, weil für sie Geld keinen besonderen Stellenwert hat, solange wir nicht jeden Cent mehrfach umdrehen müssen. Der Plan ist daher ein paar Jahre Audit und danach im Konzern im Finance/Accounting unterkommen bei geregelten 40h/Woche. Audit bedeutet zwar in der Busy Season auch viele Überstunden, aber dafür ist es in der anderen Hälfte des Jahres nicht ganz so schlimm. Aufgrund meiner Präferenz für quantitatives Arbeiten im Allgemeinen und Finance im Speziellen würde ich zwischendurch noch gerne als Analyst arbeiten. Da weiß ich nur nicht wie schwer es ist eine Stelle zu finden, bei der man nicht das ganze Jahr 10-12h/Tag im Büro sitzt.

Grundsätzlich finde ich völlig legitim so etwas klar zu kommunizieren, das hat auch absolut nichts mit Erpressung zu tun. Meiner Meinung nach sollte man eher dankbar sein, dass der Partner genau weiß, was er von einer Beziehung erwartet. Entweder man lässt sich, so wie ich, darauf ein, oder man verschwendet nicht die eigene Lebenszeit und die des Partners, indem man es trotz divergierender Lebenseinstellungen weiter versucht. Ich habe mich für die Ehe und gegen ein karriereorientiertes Leben entschieden. Wer andere Prioritäten hat, sollte sich direkt jemanden suchen, der bei der Balance zwischen Job und Beziehung ähnliche Ansichten hat. Alles andere führt langfristig nur ins Unglück.

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

WiWi Gast schrieb am 17.08.2018:

Hier TE: ich habe einen 2 Jahre alten Sohn und bin nur freitags und Wochenende da. Das finde ich schon traurig teilweise- insbesondere wenn der Kunde sehr fordernd und anspruchsvoll um nicht zu sagen undankbar und stressig ist, kommt man auch am Wochenende nicht komplett runter.

Wenn du das so formulierst, bist du aber derjenige, der das nicht mehr mitmachen will. Warum schiebst du dann deine Frau als Grund vor?

Auch ist es so, dass am Wochenende ein latenter Druck prominent ist, die Zeit äußerst sinnvoll und konzentriert zu nutzen (quality time) aber viel mehr braucht eine Familie Kontinuität und Unbeschwertheit.

Wenn du Freitags und Wochenende sinnvoll nutzt, ist das doch auch Kontinuität. Wenn deine Frau dich machen lässt, du aber nicht abschalten kannst oder dich unter Druck setzt ist das doch dein Problem.

Versteh mich nicht falsch, mehr Zeit mit seiner Familie verbringen zu wollen ist absolut legitim, aber dann entscheide dich und steh dazu. Deine Argumente sind doch nur vorgeschoben. Wenn du unterwegs bist, kannst du jeden Abend mit deinem Sohn telefonieren. Steh am Wochenende früh auf und verbring den Vormittag mit deinem Sohn, mach ihm Pfannkuchen, geht einkaufen und auf den Spielplatz. Davon hat er mehr als viele Kinder mit Vätern, die nach der Arbeit noch schnell auf den Spielplatz gehen und dann aber auf ihr Handy schauen.

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

Hier würden echt einige die Frau für den Job opfern ... plichtbewusste Betamännchen.

Zum Glück gibt es noch Männer die richtigen Berufen nachgehen und in der Lage sind nicht nur ihren Chef sondern auch die eigene Familie glücklich zu machen.

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

WiWi Gast schrieb am 16.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 16.08.2018:

Ich bin sehr schnell aufgestiegen und Leistungsträger in meiner UB. Problem: meine Frau macht das nicht mehr mit- was tun?

War denn vorher Verständnis da? Ich denke auch, man muss sich eine Frau suchen und die Lebensvorstellungen schon am Anfang abklären.
Nun musst du eben entscheiden was wichtiger ist und ob bzw. wo ihr einen Kompromiss findet.

Kinder kennen sehr wohl "quality time" und ein engagierter Vater muss nicht um 17h Zuhause sein um eine gute Beziehung zu ihnen zu haben.

Woher sollen Kinder bitte "quality time" kennen? Kinder lieben es, Zeit mit ihren Eltern zu verbringen. "Quality time" ist die Erfindung für Karrieristen, die ihre Kinder outsourcen. Sorry soetwas sagen zu müssen, aber wenn ihr mal darüber nachdenkt, ist es die bittere Wahrheit. Denkt an eure eigene Kindheit. Mein Vater war sehr oft für mich da. Wir haben gespielt, sind im Wald spazieren gegangen, haben Baustellen angeguckt Stunden lang. Das sind Momente, die ewig bleiben werden. Was bringt euch die ganze Kohle, der ganze Wohlstand. Was ist der Luxusurlaub gegen strahlende Kinderaugen.

Im Grunde genommen ist es einfach verrückt, wenn man Kinder bekommt und weiterhin 70-90 Stunden arbeitet. Dann lasst es bitte sein.

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

WiWi Gast schrieb am 17.08.2018:

Hallo erstmal vielen Dank für die hilfreichen Beiträge und Insights.

Hier TE: ich habe einen 2 Jahre alten Sohn und bin nur freitags und Wochenende da. Das finde ich schon traurig teilweise- insbesondere wenn der Kunde sehr fordernd und anspruchsvoll um nicht zu sagen undankbar und stressig ist, kommt man auch am Wochenende nicht komplett runter. Ich sehe dann Videos wie mein Sohn mit der Mama und Schwägerin auf dem Spielplatz spielen und denke mir dass ich gerne dabei wäre und mein Sohn das Recht hat mich wenigstens abends zu sehen...ich kann meiner Frau nichts vorwerfen denn sie hat viel mitgemacht und äußert nur dass, was sie wahrnimmt: einen Ehemann und Vater der nur zu 30% anwesend ist. Auch ist es so, dass am Wochenende ein latenter Druck prominent ist, die Zeit äußerst sinnvoll und konzentriert zu nutzen (quality time) aber viel mehr braucht eine Familie Kontinuität und Unbeschwertheit.

Ich denke dass ich einen Exit nicht umgehen kann, wenn ich meinen Sohn und meine Frau nicht alleine lassen möchte. Schade ist nur, dass ich denke ich viel Potential habe weit zu kommen. Das ist echt ein Dilemma

Ich kann Menschen mittlerweile nicht mehr bedauern, die jammern, wie schwer alles ist. Ich war selbst mal einer von den Workaholics und Egomanen. Die Wahrheit ist: Die Probleme sind einfach hausgemacht. Es sind Luxusprobleme. Ich habe eine Freundin, die einen einfachen Job in einer Apotheke hat. Sie ist alleinerziehend mit einer kleinen Tochter. Jeden Monat bleibt nichts übrig und sie schuftet von morgens bis abends um sich selbst und ihre Kleine durchzubringen. Das sind Probleme und nicht das Gejammere hier.

Ich habe zwei kleine Töchter. Mein Leben habe ich radikal geändert seit der Geburt meiner ersten Tochter. Ich verbringe jeden Tag Zeit mit ihnen und ich genieße mein Leben soviel mehr als früher. Und du hast vollkommen recht: Du lässt deine Familie allein und diese wird das auch nicht ewig mitmachen. Erfülle deine Vaterrolle und setze Prioritäten. Für mich sind mittlerweile diese Möchtegerntypen, die nur im Office hängen und Bigbusiness machen (wie gesagt, ich war mal selbst einer) mittlerweile nur noch Lachnummern. Eigentlich Waschlappen, die sich endlich mal der Verantwortung als Vater annehmen sollten.

Nutze dein Potential eben für eine Selbstständigkeit. So habe ich es gemacht. Das mit dem Druck ist der schlimmste Faktor. Es gibt eine neue Studie von der Uni Berlin, die besagt, dass gerade dieser Druck und der Stress nach der Arbeit dazu führt, dass sich der Vater oder die Mutter gar nicht mehr auf das Kind einlassen kann.

Worauf wartest du noch?

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

WiWi Gast schrieb am 17.08.2018:

ich will hier niemanden ein schlechtes Gewissen machen aber hier meine Gedanken: mein Vater war als ich klein war immer viel für uns Kinder da, obwohl er als Führungskraft im schichtdienst gearbeitet hat (Flugsicherung) wenn ich heute mit ein bisschen Abstand zurück schaue war das eine wichtige Zeit für unsere Beziehung. Er war unter der Woche da, einfach mal da, ohne Zeitdruck, keine quality time oder son kram...

Ich war 18 als er vor 15 Jahren gestorben ist. Ich glaube die Zeit seiner lange Krankheit hätten wir beide ohne unsere enge, bedingungslose Bindung nicht gemeinsam bewältigen können.
Die Kollegen aus der Firma sind schön und gut. Aber sie nehmen einen nachts nicht in den Arm wenn man vor Schmerzen schreit - ich weiß Kinder oder Eltern tun das auch nicht immer.
Btw ich habe bin kein Typ der alles der Familie unterordnet, sondern lebe in einer dink Beziehung mit zweimal gut 6stelligem Einkommen.

WiWi Gast schrieb am 17.08.2018:

Hallo erstmal vielen Dank für die hilfreichen Beiträge und Insights.

Hier TE: ich habe einen 2 Jahre alten Sohn und bin nur freitags und Wochenende da. Das finde ich schon traurig teilweise- insbesondere wenn der Kunde sehr fordernd und anspruchsvoll um nicht zu sagen undankbar und stressig ist, kommt man auch am Wochenende nicht komplett runter. Ich sehe dann Videos wie mein Sohn mit der Mama und Schwägerin auf dem Spielplatz spielen und denke mir dass ich gerne dabei wäre und mein Sohn das Recht hat mich wenigstens abends zu sehen...ich kann meiner Frau nichts vorwerfen denn sie hat viel mitgemacht und äußert nur dass, was sie wahrnimmt: einen Ehemann und Vater der nur zu 30% anwesend ist. Auch ist es so, dass am Wochenende ein latenter Druck prominent ist, die Zeit äußerst sinnvoll und konzentriert zu nutzen (quality time) aber viel mehr braucht eine Familie Kontinuität und Unbeschwertheit.

Ich denke dass ich einen Exit nicht umgehen kann, wenn ich meinen Sohn und meine Frau nicht alleine lassen möchte. Schade ist nur, dass ich denke ich viel Potential habe weit zu kommen. Das ist echt ein Dilemma

Du hast vollkommen recht. "Quality Time" sollte das Unwort des Jahres sein. Es wurde erschaffen für Eltern, die beide Karriere machen wollen und die Kinder einfach outsourcen. Machen wir uns nichts vor. Für ein ruhiges Familienleben braucht es keine 200k Haushaltseinkommen, bei weitem nicht. Das sind die Hirngespinste der Eltern, die eben nach Status und Reichtum streben und dafür im Grunde genommen ihre Kinder opfern. Eine Professorin hat irgendein Buch veröffentlicht "Bewegt euren Arsch" oder so ähnlich hieß ihr Werk. Eine Hommage an die Leistungsgesellschaft. Über sich sagt sie, dass sie jeden Tag 12-14 Stunden arbeitet und ihre Kinder nur ins Bett bringt. Für mich ist diese Frau einfach nur asozial. Das könnte glatt als Satire durchgehen.

Es ist eine Krankheit unserer heutigen Gesellschaft, dass Kinder gesellschaftlich dazu gehören aber in sehr vielen Fällen einfach wegorganisiert werden. Wehe, das Leben kann man nicht so weiter führen, wie bisher. Ich lerne jeden Tag von meinen Kindern dazu. Kinder sind so unfassbar unbefangen. Sie zeigen dir recht schnell, worauf es im Leben ankommt. Eine Luxusuhr, das fette Auto oder die Villa interessieren Kleinkinder null. Es interessiert sie, wenn der Papa mit ihnen am See zeltet, ob er nach der Arbeit mit ihnen Lego spielt, verstecken spielt etc. etc.

Schaut nach Norwegen oder Schweden. Ein Paradebeispiel einer kinderfreundlichen Gesellschaft.

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

Ganz ehrlich: Ich war froh, die ersten zwei Jahre meines ersten Kindes größtenteils unterwegs gewesen zu sein (Beratung). Aber einfach, weil wir ein Schreibaby "erwischt" haben. Meiner Frau hat es nicht so viel ausgemacht und sie wollte von Anfang an erst einmal zu Hause bleiben, aber für mich war die Zeit echt der Horror und ich habe mich nicht danach gesehnt "die Vaterrolle" zu übernehmen, sondern war mit meiner Versorgerrolle mehr als zufrieden. Sehr unpopulär so etwas zu zugeben.

Inzwischen hat sich das sehr gebessert und ich verbringe gerne Zeit mit dem Töchterlein. Habe ebenfalls meine Stunden reduziert, sodass meine Frau wieder etwas mehr Gas geben kann im Job.

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Ein KPMGler

Karriere vs Family im UB

WiWi Gast schrieb am 16.08.2018:

Kinder kennen sehr wohl "quality time" und ein engagierter Vater muss nicht um 17h Zuhause sein um eine gute Beziehung zu ihnen zu haben.

Danke.
Sehe ich genauso.
Meine Kinder wären nicht glücklicher wenn ich jeden Tag um 17 Uhr zuhause wäre, weil ich nicht glücklich wäre.
Nochmal: ich liebe meinen Job. Und die Kombination aus intensiver Zeit im Job und intensiver Zeit mit Familie ist das was mich glücklich macht und gut ist für meine Familie.
Und meine Kinder schätzen die Zeit, die wir miteinander haben sehr!

Und ja, es würde natürlich nicht funktionieren, wenn meine Frau ebenfalls eine sehr (Konzern-)karriereorientierte Person wäre. Ist sie aber nicht.

antworten
WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

Ein KPMGler schrieb am 17.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 16.08.2018:

Kinder kennen sehr wohl "quality time" und ein engagierter Vater muss nicht um 17h Zuhause sein um eine gute Beziehung zu ihnen zu haben.

Danke.
Sehe ich genauso.
Meine Kinder wären nicht glücklicher wenn ich jeden Tag um 17 Uhr zuhause wäre, weil ich nicht glücklich wäre.
Nochmal: ich liebe meinen Job. Und die Kombination aus intensiver Zeit im Job und intensiver Zeit mit Familie ist das was mich glücklich macht und gut ist für meine Familie.
Und meine Kinder schätzen die Zeit, die wir miteinander haben sehr!

Und ja, es würde natürlich nicht funktionieren, wenn meine Frau ebenfalls eine sehr (Konzern-)karriereorientierte Person wäre. Ist sie aber nicht.

Natürlich schätzen sie die Zeit mit den Eltern sehr, wäre ja schlimm, wenn nicht oder? Es kommt hier darauf an, wie die Zeit gestaltet wird. Kommt jemand um 18 Uhr nach Hause und kann noch ein wenig Zeit mit den Kindern verbringen und arbeitet dann, wenn sie schlafen ein wenig weiter, dann sehe ich das weniger problematisch. Kommt z. B. der Vater unter der Woche erst so spät heim, dass die Kinder schon schlafen oder er sie nur ins Bett bringt, sieht die Sache schon anders aus. Hier gibt es auch eindeutige Studien, dass es den Kindern damit nicht gut geht.

Alles andere sind eben Rechtfertigung karrieregeiler Elternteile. Aber der Tag hat eben nur 24 Stunden. Wenn du deinen Fokus schwerpunktmäßig auf die Karriere legst, dann ist es klar, dass du in den anderen Bereichen kaum Zeit hast. Deshalb bin ich in die Selbstständigkeit gegangen. Bei mir zählt Qualität und nicht Quantität. Ist im Hamsterrad "Konzern" leider oft nicht der Fall, da hier oft politische Motive eine Rolle spielen.

Vielleicht ist ja ein Workaholic jemand, der in allen anderen Lebensbereichen versagt hat. Grandiose Definition, wie ich finde.

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

"Meine Kinder wären nicht glücklicher wenn ich jeden Tag um 17 Uhr zuhause wäre, weil ich nicht glücklich wäre."

Das sagt absolut alles.
Sind meist selber Kinder von Workaholics die sowas loslassen.

arm

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

WiWi Gast schrieb am 17.08.2018:

Wow, eine ernsthafte, sachliche und tiefgründige Diskussion in der von Oberflächlichkeit geprägten Arbeitswelt der BWLer. Sowas gibt es hier im Forum leider viel zu selten.

Ich bin bald mit dem Master fertig, bereits verheiratet und Vater. Meine Frau hat mir seit Beginn unserer Beziehung schon mehrfach deutlich gesagt, dass sie mich verlässt, falls ich unsere Ehe und das Familienleben dauerhaft dem Job unterordnen sollte und Mo-Fr erst nach Hause komme, wenn die Kinder schon im Bett liegen und für sie der Tag gelaufen ist. Eine feste Grenze bei der Arbeitszeit hat sie zwar nicht formuliert, aber IB und UB-Jobs sind damit für mich eigentlich unmöglich.

Das hat sie mir so klar gesagt, weil sie genau weiß, dass ich sehr pflichtbewusst und ein absoluter All-Nighter bin. Sie kann das so deutlich einfordern, weil für sie Geld keinen besonderen Stellenwert hat, solange wir nicht jeden Cent mehrfach umdrehen müssen. Der Plan ist daher ein paar Jahre Audit und danach im Konzern im Finance/Accounting unterkommen bei geregelten 40h/Woche. Audit bedeutet zwar in der Busy Season auch viele Überstunden, aber dafür ist es in der anderen Hälfte des Jahres nicht ganz so schlimm. Aufgrund meiner Präferenz für quantitatives Arbeiten im Allgemeinen und Finance im Speziellen würde ich zwischendurch noch gerne als Analyst arbeiten. Da weiß ich nur nicht wie schwer es ist eine Stelle zu finden, bei der man nicht das ganze Jahr 10-12h/Tag im Büro sitzt.

Grundsätzlich finde ich völlig legitim so etwas klar zu kommunizieren, das hat auch absolut nichts mit Erpressung zu tun. Meiner Meinung nach sollte man eher dankbar sein, dass der Partner genau weiß, was er von einer Beziehung erwartet. Entweder man lässt sich, so wie ich, darauf ein, oder man verschwendet nicht die eigene Lebenszeit und die des Partners, indem man es trotz divergierender Lebenseinstellungen weiter versucht. Ich habe mich für die Ehe und gegen ein karriereorientiertes Leben entschieden. Wer andere Prioritäten hat, sollte sich direkt jemanden suchen, der bei der Balance zwischen Job und Beziehung ähnliche Ansichten hat. Alles andere führt langfristig nur ins Unglück.

100 % auf den Punkt getroffen. Vielen Dank für den Beitrag. Karriere des Vaters UND der Mutter sind auch unvereinbar mit Familie. Ist doch ganz einfach. Jegliches Gefasel von "Quality Time" etc. ist einfach bullshit. Ich kenne soviele Menschen, die ihre Lebenszeit damit verschwenden und sich noch gegenseitig völlig aufreiben aufgrund des hausgemachten Drucks. Da arbeiten beide am Limit, keine Zeit für die Kinder, für Hobbies, für Freunde, Beziehungen, soziales Engagement, im Grunde genommen für die wahren gesellschaftlichen Werte. Und das Schlimmste: Die Leidtragenden sind die Kinder. Und da kommt noch mal einer mit "Quality Time".

Schaut nach Norwegen. Die wissen, wie Gesellschaft funktioniert. Für mich sind die ganzen Workaholics oft Totalversager in den meisten anderen Bereichen.

Absolut kluge Entscheidung mit Weitblick deine Entscheidung oben. Weiter so!

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

Ich möchte mir das Leben mit einer Hausfrau gar nicht vorstellen. Deshalb habe ich mir eine Frau gesucht, die genauso wie ich eine maßvolle Karriere anstrebte. Unsere aktuelle Situation: Wir arbeiten beide rund 45h die Woche im mittleren Management, meine Frau zum Glück teils in home office (hätte ich auch gern aber mein AG ist da altmodischer). Die Kinder sind tagsüber betreut und haben abends, spätestens ab halb sechs, was von beiden Elternteilen. Monetär kommt es ähnlich raus wie bei den Workaholics mit Hausfrau, emotional ist es um Welten besser. Wir haben festgestellt, dass unsere Kinder viel besser drauf sind, wenn beide Elternteile Zeit mit ihnen verbringen. Wenn meine Frau oder ich zwischendurch mal auf Geschäftsreise sind, sind auch die Kinder schlechter gelaunt. Aus dieser Erfahrung heraus finden wir unsere Lösung für uns recht gut. Es muss natürlich jeder selbst wissen, welchen Lebensentwurf er für sich gut findet. Ich wollte nur mal einen Gegenentwurf posten, weil hier so ein starker Fokus auf das Modell gelegt wird „Mann arbeitet Vollgas mit 80h und finanziert damit Frau und Kinder“.

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

WiWi Gast schrieb am 17.08.2018:

Ich möchte mir das Leben mit einer Hausfrau gar nicht vorstellen. Deshalb habe ich mir eine Frau gesucht, die genauso wie ich eine maßvolle Karriere anstrebte. Unsere aktuelle Situation: Wir arbeiten beide rund 45h die Woche im mittleren Management, meine Frau zum Glück teils in home office (hätte ich auch gern aber mein AG ist da altmodischer). Die Kinder sind tagsüber betreut und haben abends, spätestens ab halb sechs, was von beiden Elternteilen. Monetär kommt es ähnlich raus wie bei den Workaholics mit Hausfrau, emotional ist es um Welten besser. Wir haben festgestellt, dass unsere Kinder viel besser drauf sind, wenn beide Elternteile Zeit mit ihnen verbringen. Wenn meine Frau oder ich zwischendurch mal auf Geschäftsreise sind, sind auch die Kinder schlechter gelaunt. Aus dieser Erfahrung heraus finden wir unsere Lösung für uns recht gut. Es muss natürlich jeder selbst wissen, welchen Lebensentwurf er für sich gut findet. Ich wollte nur mal einen Gegenentwurf posten, weil hier so ein starker Fokus auf das Modell gelegt wird „Mann arbeitet Vollgas mit 80h und finanziert damit Frau und Kinder“.

Herzlichen Glückwunsch zu eurem Lebensentwurf. Das hört sich für mich sehr vernünftig und bodenständig an. Daumen hoch!

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

Quality time ist in meinen Augen ein grundsätzlich falscher Ansatz. Wer mit seinen Liebsten nur möglichst schöne Stunden verbringen will verkennt, was Menschen wirklich stark macht und zusammenschweißt: Es sind die Krisen und Durststrecken, die man gemeinsam durchsteht. Das erlebe ich bei allen Menschen mit denen ich zu tun habe: Kollegen, mit denen ich Nächte durchgearbeitet habe. Meine Frau, an deren Seite ich viel durchgestanden habe. Meine Kinder, die ich bei Krankheit gepflegt habe.

Deshalb ist quality time für mich nur eine fadenscheinige Ausrede von Leuten, denen das eigene Vergnügen wichtiger ist als ihre Mitmenschen. An dieser Stelle: Chapeau an den Vater, der weiter oben eingestanden hat, dass er einfach keinen Bock auf das Schreikind hatte.

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

Push weitere Erfahrungen? Sehr qualitative Beiträge. Ich lese mit meinen 19 jahren sehr gerne mit!

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WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

WiWi Gast schrieb am 16.08.2018:

Ich habe einige Freunde, die aus reichen Verhältnissen kommen. Ein Papa war damals im Vorstand der damaligen Höchst AG. Der Sohn hat ihn so gut wie nie gesehen. Das beeinträchtigt meinen Kumpel immer noch emotional sehr. Interessant ist, dass solche Kinder, wie auch mein Kumpel, häufig eine extreme Abneigung gegen solche Workaholics entwickeln. D.h.: Er wurde das genaue Gegenteil seines Vaters. Ein sehr lockerer und liebenswerter Familienvater mit einem geregelten Job.

Ich glaube das kommt wieder auf den Menschen an. Mein Vater war fast nie zuhause ( 6-9 Monate Auslandsreise/yr) und das ganze seit meiner Geburt bis ich 10 war.

Wenn er zuhause war, war er leider immer so gestresst und auf Spannung, sodass ich mir sogar als Kind gewünscht habe, dass er bitte wieder arbeiten geht.
Als er endlich sich niedergelassen hat war die Anfangszeit echt gut nervig, da wir von unser Mutter erzogen worden sind und mein Dad NULL Ahnung hatte was Kindererziehung anging.

Jetzt kommt das große Aber.
Ich bin froh das er das gemacht hat. Aus materialistischer/finanzieller perspektive war es das beste was man machen kann.
Man kann halt nicht bestreiten, dass so ein Komfortables Leben (und ich definiere nicht Komfort mit 120k-150k, das ist für mich ein besser verdienender Peasant) schon seine Vorteile hat. Während des Studiums Summe x überweisen bekommen pro Halbjahr, eigene Wohnung, F-Type!!, müsste NIE mich Knechten lassen mit Aushilfsjobs sondern könnte das Leben bei Gibsons genießen und das alle mit Anfang 20..

Nachteil ist das ich laut meiner langjährigen Freundin und eventuell bald Frau ich schon ein paar kleine "Beschädigungen" erlitten habe.

Ich bin ziemlich empathielos, kalt und Geld/Status spielt für mich eine sehr große Rolle.
Ich weine aber nix hinterher, gerade in so eine Krise merkt man was für einen Jackpot man gezogen hat.

antworten
WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

WiWi Gast schrieb am 02.04.2020:

Push weitere Erfahrungen? Sehr qualitative Beiträge. Ich lese mit meinen 19 jahren sehr gerne mit!

Tatsächlich hier der TE:
Mittlerweile im Konzern und Schritt nicht bereut. Zweites Baby auch schon da:) Karriere läuft hier leider anders (nicht automatisch) aber ich liege bei 110kAllin bi 35 (real ~39h) ganz ok.

antworten
WiWi Gast

Karriere vs Family im UB

WiWi Gast schrieb am 02.04.2020:

Wenn er zuhause war, war er leider immer so gestresst und auf Spannung, sodass ich mir sogar als Kind gewünscht habe, dass er bitte wieder arbeiten geht.
Als er endlich sich niedergelassen hat war die Anfangszeit echt gut nervig, da wir von unser Mutter erzogen worden sind und mein Dad NULL Ahnung hatte was Kindererziehung anging.

Jetzt kommt das große Aber.
Ich bin froh das er das gemacht hat. Aus materialistischer/finanzieller perspektive war es das beste was man machen kann.
Man kann halt nicht bestreiten, dass so ein Komfortables Leben (und ich definiere nicht Komfort mit 120k-150k, das ist für mich ein besser verdienender Peasant) schon seine Vorteile hat. Während des Studiums Summe x überweisen bekommen pro Halbjahr, eigene Wohnung, F-Type!!, müsste NIE mich Knechten lassen mit Aushilfsjobs sondern könnte das Leben bei Gibsons genießen und das alle mit Anfang 20..

Darauf kommt es auch an: Dass das Kind im Studium einen Jaguar fahren kann. Und dafür arbeitet man sich halbtot, sieht das Kind fast die ganze Kindheit nicht bzw. wird vom Kind weggewünscht, wenn man da ist.

Da habe ich doch später lieber ein Haushaltseinkommen von 150k und gehöre "nur" zur oberen Mittelschicht, wenn ich dafür eine deutlich höhere Chance auf ein glückliches Familienleben habe.

Den F-Type (bzw. Vergleichbares) kann man sich ja auch später vom selbst verdienten Geld mit 30 oder 40 kaufen, statt ihn mit 20 geschenkt zu bekommen.

Nachteil ist das ich laut meiner langjährigen Freundin und eventuell bald Frau ich schon ein paar kleine "Beschädigungen" erlitten habe.

Ich bin ziemlich empathielos, kalt und Geld/Status spielt für mich eine sehr große Rolle.
Ich weine aber nix hinterher, gerade in so eine Krise merkt man was für einen Jackpot man gezogen hat.

Das wiederum glaube ich sehr gerne.

Außerdem hoffe ich für dich, dass du in kein Loch fällst, wenn du wahrnimmst, dass du den Lebensstandard kaum noch steigern kannst. Nach dem geschenkten F-Type als Student kommt dann ja auch nicht mehr soo viel (klar kann man sich als erfolgreicher Arbeitnehmer auch einen 911er kaufen, wenn man Wert auf Autos legt - aber selbst erarbeiteter Ferrari o.ä. dürfte schwieriger werden).

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