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ImmobilienImmobilienpreise

Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

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WiWi Gast

Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Hallo zusammen,

ich bin 34 Jahre alt und arbeite zur Zeit in Düsseldorf. Bin mit meinem Job sehr zufrieden. Mein Arbeitgeber ist ein mittelständisches Familienunternehmen mit einem sehr guten, international ausgerichteten Produktportfolio. Wir verkaufen unsere Produkte in der ganzen Welt und können Umsatzeinbußen in gewissen Ländern aufgrund der breiten Streuung leicht auffangen. Seit Jahren schreiben wir positive Zahlen, daher gehe ich davon aus, dass ich noch lange dort arbeiten werde. Mein Job ist aufgrund meiner Position (gehobener Sachbearbeiter mit vielfältigen Funktionen) auch relativ sicher.

Nun ist es jedoch so, dass ich in Dortmund wohne und somit jeden Tag mit dem Auto nach Düsseldorf fahren muss. Glücklicherweise kann ich recht früh anfangen und auch wieder früh Feierabend machen (37,5h Woche, kaum Überstunden nötig). Dennoch nervt die Fahrerei mittlerweile und auch der Kostenfaktor (Sprit, Autoverschleiß,etc.) ist nicht zu vernachlässigen.

Daher bin ich zur Zeit stark auf Immobiliensuche. Leider musste ich feststellen, dass man kaum noch Immobilien zu vernünftigen Preisen bekommen kann. Da ein Kind in Planung ist und meine Frau dann höchstens iregendwann auf 450 ? Basis arbeiten wird, ist das Budget begrenzt, da ich gerne spätestens nach 20 Jahren mit dem Kredit fertig sein will, um dann noch was für die Rente ansparen zu können. EK für die Immobilie ist zur Zeit ca 75K vorhanden und ich verdiene zur Zeit um die 65K, mit festgelegten Steigerungen auf 72K, die ich in 2 Jahren erreiche. Tarifliche Erhöhungen zum Inflationsausgleich gibt es regelmäßig.

Daher suchen wir ein RMH bis maximal 220 K, um uns einen gewissen Lebensstandard auch mit Kind aufrecht erhalten zu können (2 Autos, Urlaub, Hobbys, etc.). Natürlich suchen wir nicht in Düsseldorf selbst, da die Preise dort für uns sowieso nicht bezahlbar sind, sondern in der näheren Umgebung, genauer gesagt im Kreis Mettmann.

Doch entweder sind die Häuser bei dem Budget derart renovierungsbedürftig, dass man sehr viel reinstecken müsste oder sie liegen einfach über unserem Budget (250 K aufwärts). Schnäppchen gibt es ganz selten auch mal, die sind aber sofort weg, so dass man auf so eine Gelegenheit lange warten muss.

Ich überlege nun was man am besten macht: bleibt man noch ein paar Jahre in Dortmund wohnen und hofft, dass sich die Immobilienpreise nach unten entwickeln oder man vielleicht ein Schnäppchen machen kann. Da wir zur Zeit in einer 3,5 Zimmer Wohnung in sehr guter Lage von Dortmund mit geringen Mietkosten leben und meine Frau auch arbeiten geht, können wir entsprechend auch gut was an die Seite legen ud unsere EK erhöhen (ca 1K/Monat nur fürs Eigentum)

Oder erhöht man das Budget und kauft sich was Teureres. Ich bin da sehr skeptisch, weil es nicht sein kann, dass man für ein popeliges 20-40 Jahre altes RMH 250K+ auf den Tisch legen soll. Meine Eltern haben Mitte der 90er 330K DM für ein neues(!) RMH bezahlt. Ich denke hier wäre das Risiko groß, nach ein paar Jahren einen Wertverlust der Immobilie zu in Kauf nehmen zu müssen.

Ich frage mich sowieso, warum sich soviele ein teures Haus leisten können, obwohl mein Gehalt laut vielen Statistiken angeblich überdurchschnittlich ist. Da ich auch viel im Personalwesen tätig bin, lese ich viele dieser Gehaltsreports. Ich kann es mir eigentlich nur erklären, dass sich die Leute entweder erheblich verkalkulieren und später feststellen,dass sie die immobilie nicht bezahlen können oder aber sich bis zum oder sogar über das Renteneintrittsalter hinweg verschulden. Erbschaften sind natürlich ein weitere Möglichkeit.

Also was meint ihr, werden die Immobilienpreise weiter derart drastisch steigen oder normalisiert sich der Markt wieder? Mich würde eure Prognose sehr interessieren. Eventuell sind vielleicht welche der Meinung, dass man sein Leben lang zur Miete wohnen sollte? Wobei ich Eigentum immer als die beste Altersvorsorge betrachtet habe.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Abwarten und Tee trinken.

Jede freie Fläche wird bebaut, irgendwann ist die Nachfrage erschöpft und die Preise werden runtergehen. Zudem werden viele Immobilienbesitzer die nach 10-20 Jahren eine Anschlussfinanzierung machen müssen, Ihr blaues Wunder erleben wenn sie auf einmal keine 2-3 % Zinsen, sondern 5-7% Zinsen bekommen.
In meinem Umfeld nehmen Leute einen Kredit (ca. 300000EUR)für einen Immobilienkauf auf mit einem Haushaltseinkommen von ca. 3000 EUR netto. Den stottern die mit einer Rate von 700 EUR im Monat ab und behaupten dass es ja wie eine Miete ist.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Ohne da groß Ahnung zu haben (eher vom Hörensagen durch sehr gute Bekannte), aber mit 75k EK kannst du doch derzeit relativ viel hebeln?! Selbst 90/10 Finanzierungen sind keine Seltenheit, also dürftest du mit 25k genug haben, um die 250k zu stemmen - bei äußerst günstigen Zinsen. Und lass es nur 80/20 sein, dann steckst du halt 50k rein.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Gibt doch schon einige Immo Threads hier. Lies doch da ein wenig.

Nur ein paar unstrukturierte 2 cent von mir:

  • Wir leben in einer politisch und wirtscahftlich seeehr instabilen Zeit und ICH persönlich würde alles vermeiden mich die nächsten 20 Jahre in eine Abhängigkeit (Darlehensvertrag) zu begeben. --> Bist Du sicher, dass du die nächsten 20 Jahre in Lohn und Brot bleiben wirst und deine Familie ernähren kannst?
  • Alle Staaten (auch Dtl) stehen fiskalisch mit dem Rücken zur Wand. Es ist eine Frage der Zeit bis die nächsten (Steuer)Raubzüge kommen. --> Immo Besitzer sind da prädestiniert, da sich nicht einfach ihren Rucksack schnüren und abhauen können. (Zwangshypotheken etc... Hatten wir alles mal).
  • Neue EU und Öko Vorschriften werden ihr Übriges tun um Immo Besitzern das Leben zu vermiesen.
  • Der Immo Markt ist m.E. überhitzt. Vielleicht keine Blase wie in GR, IT, ES und PR aber dennoch überhitzt.
  • Bedenke, dass Du nach Hauskauf und Abzahlung (in 20J) schon mal wieder für die Instanthaltung ansparen kannst...
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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Dortmund ist von den Immobilienpreisen her gesehen ein absolutes Billiggebiet. Es spricht vieles dafür, weiter zu pendeln und zu sparen. Immobilienpreise entwickeln sich historisch gesehen nie dauerhaft nur in eine Richtung. Hinzu kommt der Demografiefaktor. Reihenhäuser sind typisch für junge Familien. Da wäre ich an Deiner Stelle vorsichtig. Diese Art von Häusern werden auf Grund der immer vorhandenen Treppen von den stärker werdenden älteren Generationen nicht nachgefragt. Es gibt einen relativ hohen Bestand. Ein Reihenhaus ist also nicht gerade eine zukunftssichere Investition! Eine sichere Nachfrage wird es für gut ausgestattete Eigentumswohnungen geben. Die sind aber auch oft deutlich teurer als Reihenhäuser.

Lounge Gast schrieb:

Hallo zusammen,

ich bin 34 Jahre alt und arbeite zur Zeit in Düsseldorf. Bin
mit meinem Job sehr zufrieden. Mein Arbeitgeber ist ein
mittelständisches Familienunternehmen mit einem sehr guten,
international ausgerichteten Produktportfolio. Wir verkaufen
unsere Produkte in der ganzen Welt und können Umsatzeinbußen
in gewissen Ländern aufgrund der breiten Streuung leicht
auffangen. Seit Jahren schreiben wir positive Zahlen, daher
gehe ich davon aus, dass ich noch lange dort arbeiten werde.
Mein Job ist aufgrund meiner Position (gehobener
Sachbearbeiter mit vielfältigen Funktionen) auch relativ
sicher.

Nun ist es jedoch so, dass ich in Dortmund wohne und somit
jeden Tag mit dem Auto nach Düsseldorf fahren muss.
Glücklicherweise kann ich recht früh anfangen und auch wieder
früh Feierabend machen (37,5h Woche, kaum Überstunden nötig).
Dennoch nervt die Fahrerei mittlerweile und auch der
Kostenfaktor (Sprit, Autoverschleiß,etc.) ist nicht zu
vernachlässigen.

Daher bin ich zur Zeit stark auf Immobiliensuche. Leider
musste ich feststellen, dass man kaum noch Immobilien zu
vernünftigen Preisen bekommen kann. Da ein Kind in Planung
ist und meine Frau dann höchstens iregendwann auf 450 ? Basis
arbeiten wird, ist das Budget begrenzt, da ich gerne
spätestens nach 20 Jahren mit dem Kredit fertig sein will, um
dann noch was für die Rente ansparen zu können. EK für die
Immobilie ist zur Zeit ca 75K vorhanden und ich verdiene zur
Zeit um die 65K, mit festgelegten Steigerungen auf 72K, die
ich in 2 Jahren erreiche. Tarifliche Erhöhungen zum
Inflationsausgleich gibt es regelmäßig.

Daher suchen wir ein RMH bis maximal 220 K, um uns einen
gewissen Lebensstandard auch mit Kind aufrecht erhalten zu
können (2 Autos, Urlaub, Hobbys, etc.). Natürlich suchen wir
nicht in Düsseldorf selbst, da die Preise dort für uns
sowieso nicht bezahlbar sind, sondern in der näheren
Umgebung, genauer gesagt im Kreis Mettmann.

Doch entweder sind die Häuser bei dem Budget derart
renovierungsbedürftig, dass man sehr viel reinstecken müsste
oder sie liegen einfach über unserem Budget (250 K aufwärts).
Schnäppchen gibt es ganz selten auch mal, die sind aber
sofort weg, so dass man auf so eine Gelegenheit lange warten
muss.

Ich überlege nun was man am besten macht: bleibt man noch ein
paar Jahre in Dortmund wohnen und hofft, dass sich die
Immobilienpreise nach unten entwickeln oder man vielleicht
ein Schnäppchen machen kann. Da wir zur Zeit in einer 3,5
Zimmer Wohnung in sehr guter Lage von Dortmund mit geringen
Mietkosten leben und meine Frau auch arbeiten geht, können
wir entsprechend auch gut was an die Seite legen ud unsere EK
erhöhen (ca 1K/Monat nur fürs Eigentum)

Oder erhöht man das Budget und kauft sich was Teureres. Ich
bin da sehr skeptisch, weil es nicht sein kann, dass man für
ein popeliges 20-40 Jahre altes RMH 250K+ auf den Tisch legen
soll. Meine Eltern haben Mitte der 90er 330K DM für ein
neues(!) RMH bezahlt. Ich denke hier wäre das Risiko groß,
nach ein paar Jahren einen Wertverlust der Immobilie zu in
Kauf nehmen zu müssen.

Ich frage mich sowieso, warum sich soviele ein teures Haus
leisten können, obwohl mein Gehalt laut vielen Statistiken
angeblich überdurchschnittlich ist. Da ich auch viel im
Personalwesen tätig bin, lese ich viele dieser
Gehaltsreports. Ich kann es mir eigentlich nur erklären, dass
sich die Leute entweder erheblich verkalkulieren und später
feststellen,dass sie die immobilie nicht bezahlen können oder
aber sich bis zum oder sogar über das Renteneintrittsalter
hinweg verschulden. Erbschaften sind natürlich ein weitere
Möglichkeit.

Also was meint ihr, werden die Immobilienpreise weiter derart
drastisch steigen oder normalisiert sich der Markt wieder?
Mich würde eure Prognose sehr interessieren. Eventuell sind
vielleicht welche der Meinung, dass man sein Leben lang zur
Miete wohnen sollte? Wobei ich Eigentum immer als die beste
Altersvorsorge betrachtet habe.

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know-it-all

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Wo arbeitet denn deine Frau? In Dortmund? Ist sie denn flexibel und könnte sich auch in/um Düsseldorf eine Arbeit suchen? Ansonsten macht es keinen Sinn aus Dortmund wegzugehen und einer muss in den sauren Apfel des weiten Arbeitsweges beißen.

Meine Meinung: sucht doch in Düsseldorf direkt eine schöne Mietwohnung. Die Preise für das Mieten sind im Gegensatz zum Kauf einer Wohnung deutlich langsamer gestiegen und m.E. immer noch erschwinglich, sprich in normalen Stadtteilen/Wohngegenden findet man Mietwohnungen für 10 bis 11 EUR Kaltmiete.
Im Idealfall findest du eine Wohnung in der Nähe deiner Arbeitsstätte und dann kannst du vielleicht sogar auf ein Auto verzichten (ein zweites Auto verbuche ich jedenfalls nicht unter Lebensstandard sondern unter notwendigem Übel, wenn in einem Zweipersonenhaushalt beide Personen für den Arbeitsweg ein Auto benötigt. Für private Zwecke sollte man doch eigentlich mit einem Auto auskommen.).

Mit einer Wohnung kannst du flexibler auf die Unabwägbarkeiten des Lebens reagieren; bspw. die Zahl der Kinder oder auch ggf. erforderlichen beruflichen Umzug.
Wenn du ein Haus kaufst, legst du dich relativ fest, was diese beiden Punkte angeht. Das Haus sollte also auch für 2 (3?) Kinder genug Platz haben.

Dazu mag ein Haus für einen bestimmten Lebensabschnitt (nämlich während Kinder zuhause wohnen) die optimale Lösung darstellen, aber im Alter ist vielleicht eine Stadtwohnung doch nicht die schlechteste Alternative. Wenn die Kinder einmal aus dem Haus sind, lässt sich auch gut bemessen wieviel Platz man noch benötigt. Da reicht dann vielleicht auch eine schöne 3-Zimmer Wohnung mit um die 80 qm und die ist in der Anschaffung dann günstiger.

Die Immobilienpreise werden m.E. dann nachgeben, sobald die Bauzinsen wieder auf ein höheres Niveau rutschen, denn dann solle die Nachfrage nachlassen:

  • für Kapitalanleger sind dann andere Anlageformen wieder rentabler
  • Selbstnutzer können sich etwas weniger Finanzierungssumme leisten
  • und ein verzögerter Effekt: bei Auslaufen der Zinsbindung kann der ein oder andere die Anschlussfinanzierung nicht bedienen und muss verkaufen

Ich glaube nicht, dass das ein erbebenartiger Rutsch der Immobilienpreise sein wird. Eher so oberer einstelliger Prozentbereich, aber immerhin. Wann das sein wird, lässt sich nicht abschätzen.

PS: Wenn es beim Hauswunsch bleibt, dann solltest du dein Budget kräftig aufstocken, denn 220 bis 250 k EUR reichen m.E. bei weitem nicht aus, um ein vernünftiges Haus in der Umgebung zu kaufen (jedenfalls im Moment nicht).

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Ist ein interessantes Thema und ich kann dich sehr gut verstehen.

Meine persönlich Meinung ist die: Wohneigentum in einer der teuren Städten wie Düsseldorf kommt für mich nicht in Frage. Ich möchte mir nciht 30 Jahre einen Kredit ans Bein binden. Wohneigentum in günsteren Lagen ist aber auch nich so, dass man das unbedingt machen muss. Man sieht das ja bei den Eltern und Eltern von Freunden. Da kauft man sich sein Haus auf Pump und wenn man es dann abbezahlt hat, ist man 55 und die Kinder sind ausm Haus. Ich sehe nur, dass meine Eltern jetzt ein Haus haben mit 3 vollgerümpelten ehemaligen Kinderzimmern.
Das brauchen die eigentlich gar nich :-)

Ich sehe ja das verlockende am eigenen Eigentum, aber ich würde jedem zur Vorsicht raten, sich eine Immobilie mit Kredit in teuren Regionen für lange Zeit ans Bein zu binden, nur weil man Angst hat, dass man "Geld rausschmeoßt", wenn man zur Miete wird.
Wohne in einer mittelgroßen Stadt in der Rhein-Main-Gegend.
Hier wurden neulich neue Eigentumswohnungen gebaut, die für so irre viel Geld verkauft wurden- dabei liegen die Wohnungen nich mal geil und man hat erheblichen Fluglärm.

So ganz verstehe ich die Leute ncih. Für das Geld, was die da hinblättern, da hol ich mir doch lieber ein schönes Haus draußem im Grünen...

Wohnen ist eh so ne Sache :)

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Wenn du nicht in der letzten Schmuddelecke leben willst, geh ich mal von 8 Euro pro qm aus. Fuer eine Familie sind 100 qm wohl das absolute Minimum. Das macht 9.600 Euro Kaltmiete pro Jahr. Konservativ mit 2% Inflation und 50 Jahren Rest-Lebenserwartung wirst du in deinem Leben ueber 800.000 Euro Kaltmiete zahlen. Wirken die Preise nun immernoch so hoch?

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Wenn man sie irgendwie bezahlen kann: Lohnt sich eine Immobilie immer. Alle greifbaren bzw. festen Werte (Gold, Haus, Antiquitäten), die nicht scheinbare Werte sind (z.B. Versicherungen, Wetten) sind geeignet, um Vermögen anzulegen und auch in Jahrzehnten noch etwas dafür zu bekommen.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Nun, in Deiner Situation würde ich mir über ein paar Euro mehr oder weniger keine Sorgen machen 150-200k Finanzoerungssumme sollten Euch eigentlich vor keine grossen Herausforderungen stellen. Wir hatten damals 210k aufgenommen. Das war zu jeder Zeit bezahlbar.

Bezgl. deiner Fragen:
Normalisierung im Sinn von sinkenden Immopreisen werden wir m.E. so schnell nicht sehen. Dafür gibt es zuviel Liquidität und auch zuviel Vermögen in Deutschland.das ganze "ich warte bis die Leute verkaufen müssen, dann schlage ich zu" halte ich für einen mythos.

Ein Leben lang zur Mete wohnen? Für den ein oder anderen vielleicht die richtige Entscheidung. In Deiner Situation aber sicher nicht.

Eine Immobilie ist bestimmt nicht das non plus ultra für die Altersvorsorge. Aber (aus eigener Erfahrung) ein wesentlcher ßbaustein für Wohlstand im Alter.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

für 220k ein Reihenhaus?

Auf die Idee sind bestimmt einige andere vor Dir gekommen. Die Folge: Steigende Immobilienpreise.

für 220k bekommst Du vielleicht in Bielefeld ein RMH, aber nciht in Düsseldorf und Umland.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

220k für ein Reihenhaus - in bayerischen Speckgürteln nicht möglich ;)
Bin in einer ähnlichen Situation, ich schreib mal meine Überlegungen:

Entweder vernünftiges Haus, in dem man auch gerne wohnt - dann kaufen. Oder übergangsweise ein Haus mit Platz für Kind und für Grillfeste - dann nur mieten.

Budget kalkuliere ich auch knapp, da wir wegen Kindern beide auf 80% gehen werden. Eine vernünftige Rate mit Tilgung muss auch mal eine Arbeitslosigkeit o.ä. aushalten, also gehe ich von a. 1500 kalt aus (Zins+Tilgung). Das ergibt ~400.000, dafür bekommst du hier nichts, was zu einer jungen Familie mit einem Umfeld ähnlich dem eigenen Berufsniveau passt. Also die Qual der Wahl: weiter rausziehen, mit viel Pendeln für alle, Familie weiter weg und Freunde weniger oft zu Besuch, oder eben Mistbude, die ich dann aber auch nur mieten würde.

Aber wenn etwas vernünftiges kommt, schlagen wir sofort zu. Die Preise sind zwar stark gestiegen, aber für gute Objekte immer noch realistisch. Wichtig ist die Lage - in Gegenden mit Demografieproblem wird der Markt käuferfreundlich, in und um die Metropolen wird er immer heißer. Also Geld nur in Häuser stecken, die nahe Großstädten liegen.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Oh ja.....Dortmund - Düsseldorf kenne ich seeehr gut. Die Fahrt ist wirklich ätzend. Hat mich allerdings nie gereizt, nach Düsseldorf zu ziehen. Der Mietmarkt in Dortmund ist deutlich attraktiver. Selbst im Süden sind die Mieten zwar gestiegen, aber immer noch weit unter Düsseldorf-Niveau.

Der Häuser-Markt in DO ist ziemlich abgegrast und wenn, dann wird der derzeitige Trend widergespiegelt: niedrige Zinsen, höhere Nachfrage, höhere Preise. Wird auch im Gürtel um Düsseldorf so sein. Ich warte auch noch ein paar Jahre, bis die ersten Selbstüberschätzer merken, dass eine Finanzierung am absoluten Machbarkeitslimit doch keine so gute Idee war...

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know-it-all

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Lounge Gast schrieb:

[...]
Jahr. Konservativ mit 2% Inflation und 50 Jahren
Rest-Lebenserwartung wirst du in deinem Leben ueber 800.000
Euro Kaltmiete zahlen. Wirken die Preise nun immernoch so hoch?

Diese Rechnung sollte man auf jeden Fall machen und die Entscheidung pro Immobilie ist dann auch eindeutig ...

... wenn man weiß, dass man die nächsten 50 oder auch nur 30 Jahre an genau diesem Ort wohnen bleiben wird und keine Lebensumstände dazwischen funken wie bspw. ein beruflicher Umzug, mehr/weniger Kinder als geplant, Tod, Unfall, Berufsunfähigkeit und evtl. eine Scheidung.

Weiß man das aber nicht sicher, was bei vielen der Fall sein dürfte, dann sollte man Folgendes bedenken:

Der Immobilienbesitzer läuft bei einem Umzug Gefahr, viel Geld zu verlieren. Einerseits weil die Wertsteigerung bei Immobilien nicht immer ein Selbstläufer ist und zum anderen aufgrund der hohen Nebenkosten beim Kauf, die unwiderruflich verloren gehen.

Als Mieter kann man besser auf diese "Widrigkeiten" reagieren. Aber diese Diskussion hatten wir wirklich schon in einem anderen Thread.

Früher wurde als Faustformel empfohlen, dass man bei einem Immobilienkauf ca. 30% der Kaufsumme als Eigenkapital mitbringen sollte. Ich würde mich, trotz derzeit geringer, Zinsen weiterhin daran halten und mich nicht allein auf den zukünftigen Wert gesparter Kaltmiete verlassen.

Übrigens:
Rechnet man beim Kauf einer Immobilie im Wert von 300k EUR mit 15% Kaufnebenkosten (Worst Case), dann summieren sich diese auf 45.000 EUR.
Legt man diese 45.000 EUR zu 3% Nettoverzinsung über 50 Jahre an, hat man am Ende etwa 197.000 EUR. Ziehen wir noch die Hypothekenzinsen an die Bank und die Kosten für Reparaturen, die in einem Zeitraum von 50 Jahren zwangsläufig anfallen, ab, dann relativieren sich auch 800k EUR etwas.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Schau wirklich mal in den anderen Beiträgen, das ganze wurde schon mehrmal durchgekaut.

Ich würde direkt folgende 2 Statements unterschreiben:

"Ich kann es mir eigentlich nur erklären, dass sich die Leute entweder erheblich verkalkulieren und später feststellen, dass sie die immobilie nicht bezahlen können oder aber sich bis zum oder sogar über das Renteneintrittsalter hinweg verschulden."

"In meinem Umfeld nehmen Leute einen Kredit (ca. 300000EUR)für einen Immobilienkauf auf mit einem Haushaltseinkommen von ca. 3000 EUR netto. Den stottern die mit einer Rate von 700 EUR im Monat ab und behaupten dass es ja wie eine Miete ist."

Prinzipiell ist es, wie in den anderen Beiträgen geschrieben, eine Grundsatzfrage. Der finanzielle Aspekt ist dabei ein wichtiger, aber nicht der einzige. Du lebst und arbeitest JETZT bei einem sicheren Job in Düsseldorf. Ist das in 10, 15 JAhren auch noch so? Planst du dein Leben in Düsseldorf oder ist es nur ein momentaner Lebensabschnitt?

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Hier eine Antwort von einem Münchner.

Du legst mit dem Auto jeden Tag rund 140km zurück bei 220 Arbeitstagen und 0,3? je km sind das 9240? an Fahrkosten, davon bekommst du einen kleinen Teil wieder über die Steuer zurück. Sagen wir du musst tatsächlich 6000? aufwenden. Dann sind das immer noch stolze 500? im Monat. So viel zahle ich für meine popelige 50m² Wohnung in München Kaltmiete. Ein Auto habe ich allerdings nicht, mit dem Fahrrad sind es 20 Minunten zur Arbeit.

Die Preise sind in Dortmund immer noch sehr niedrig und die werden das auch bleiben. Immobilien sind grundsätzlich keine Geldanlage sondern Liebhaberei.
Die Zinsen sind irrelevant, den niedrige Zinsen = hohe Nachfrage = hohe Preise.
Hohe Zinsen = geringere Nachfrage = niedrigere Preise.

Wenn dir ein Objekt gefällt, dann rechne einfach aus was du im Monat dafür an Kaltmiete zahlst. Dann berechne die Zinsen die du für eine 90% Finanzierung zahlen musst. Auf die Zinsen schlägst du noch die Instandhaltungskosten von 25? je qm² pro Jahr drauf. Ist die Miete höher, dann kannst du kaufen.

Ich empfehle eine Zinsbindung von 30 Jahren mit möglichst viel Fremdkapital. 80% FK gibt es über 30 Jahre für rund 2,8%. Tilgung nur 1%. Nach 30 Jahren beträgt die Restschuld in Kaufkraft von heute nur 35% (Inflation).

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Guck doch mal in Soligen. Dort sind die Preise wesentlich günstiger und du bist in ein paar Minuten in Düsseldorf.

Alternative wäre noch Duisburg. Allerdings fährt man da dann schon ein paar Minuten (wesentlich weniger als Dortmund).

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Verstehe ich das richtig dass ihr wegen Kindern erst noch auf 80% gehen WERDET? Ihr habt noch keine Kinder plant aber jetzt schon, dass ihr beide 80% weiter arbeiten könnt?
1500 Euro kalt. Puuh, das ist ne Menge Holz. Ich würde maximal mit einem Einkommen kalkulieren, und nicht mit 160% Einkommen. Die sind als Puffer schön und gut und Sondertilgungen bringen auch immer was, aber 400k Kredit aufnehmen??? Alleine dass in einem WIWI (!!!!!!!!!!!!) Forum über solche wirtschatlich abstrusen und schwachsinninigen Ideen nachgedacht wird ist ein gutes Zeichen dafür dass langsam auch wirklich die letzte Vernunft aus dem aktullen Immobilienmarkt weicht.
Zeit abzuwarten und Tee zu trinken. Ich kauf dann in zehn Jahren ein EFH aus einer Zwangsversteigerung für 30% vom heutigen Preis und wohne bis dahin glücklich auf Miete.

Lounge Gast schrieb:

220k für ein Reihenhaus - in bayerischen Speckgürteln nicht
möglich ;)
Bin in einer ähnlichen Situation, ich schreib mal meine
Überlegungen:

Entweder vernünftiges Haus, in dem man auch gerne wohnt -
dann kaufen. Oder übergangsweise ein Haus mit Platz für Kind
und für Grillfeste - dann nur mieten.

Budget kalkuliere ich auch knapp, da wir wegen Kindern beide
auf 80% gehen werden. Eine vernünftige Rate mit Tilgung muss
auch mal eine Arbeitslosigkeit o.ä. aushalten, also gehe ich
von a. 1500 kalt aus (Zins+Tilgung). Das ergibt ~400.000,
dafür bekommst du hier nichts, was zu einer jungen Familie
mit einem Umfeld ähnlich dem eigenen Berufsniveau passt. Also
die Qual der Wahl: weiter rausziehen, mit viel Pendeln für
alle, Familie weiter weg und Freunde weniger oft zu Besuch,
oder eben Mistbude, die ich dann aber auch nur mieten würde.

Aber wenn etwas vernünftiges kommt, schlagen wir sofort zu.
Die Preise sind zwar stark gestiegen, aber für gute Objekte
immer noch realistisch. Wichtig ist die Lage - in Gegenden
mit Demografieproblem wird der Markt käuferfreundlich, in und
um die Metropolen wird er immer heißer. Also Geld nur in
Häuser stecken, die nahe Großstädten liegen.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

In Dortmund (Düsseldorf) sind die Immobilienpreise seit 1995 auf einem relativ konstanten niedrigen (hohen) Niveau. In den letzten 2-3 Jahren sind die Preise aufgrund diverser Gründe (siehe andere Posts) stark angestiegen. Man darf nicht den demografischen Aspekt vernachlässigen: Die Gesellschaft wird älter, in manchen Städten mehr als in Anderen. In Düsseldorf ist die Bevölkerung seit 1995 gestiegen und es leben relativ viele junge Menschen in der Stadt. In Dortmund hingegen ist die Bevölkerung gesunken und der Anteil der Alten steigt. Aus längerer Sicht dürfte - im Sinne der Werterhaltung - eine Immobilie in Düsseldorf attraktiver sein. Aber wie Du schon schreibst, muss man sich eine Immobilie erstmal leisten können.

Ich würde eine Kosten-Nutzen-Analyse aufstellen. Wie teuer ist die Pendelei von Dortmund nach Düsseldorf? (Autokosten + Zeit x Stundensatz (Achtung teilweise steuerlich absetzbar)). Das addiere mal auf den Immobilienpreis. Nun Düsseldorf: Wie teuer ist dort eine Wunschimmobilie und wie hoch sind dort die Pendelkosten? (Bahnticket + Zeit x Stundensatz). Dann kann es natürlich sein, dass die Immobilie in Düsseldorf kleiner/älter ist, als in Dortmund aber dennoch mehr kostet... Kannst Du Deine Berechnungen mal posten, das würde mich sehr interessieren! Sofern Du Deine Immobilie als Anlagegut siehst, ist Düsseldorf attraktiv... möchtest Du einfach nur Wohnen konsumieren, ist Dortmund dein Favorit. Wie sieht es denn mit kleineren Gemeinden/Dörfern in Sachen Erreichbarkeit aus? Da würde ich mal Google Maps ein wenig quälen... Ich hab hier ein Tool, dass Dir die Pendelzeit per Auto bis zu jeder Gemeinde ausspuckt. Schreib mir einfach den ungefähren Ort deines Arbeitsplatzes und ich sage Dir alle nächsten Orte im Umkreis von XX Minuten oder Kilometern... Teile mir einfach XX mit.

Bzgl. der Unsicherheit: Die Unsicherheit im Job ist heute wie "damals" gegeben. Wer ständig die Schreckensmeldungen in den Nachrichten verfolgt, dürfte eigentlich gar nichts mehr machen :-). Also nur Mut zu Eigentum!

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Ich wohne selber in Düsseldorf (Miete) und habe ähnliche Überlegungen angestellt. Pendeln nach Düsseldorf rein >30-40 Min. wollten weder meine Frau noch ich. Was man bei der Familienplanung die ersten 3 Jahren, gilt für Düsseldorf, dass die Kitas kostenfrei sind. In umliegenden Gemeinden können bei unserem Gehalt Kosten zwischen 200-400 Euro pro Kind auf einen zukommen. Unter der Annahme das deine Frau nicht die erste 3 Jahre vollständig die Betreuung übernehmen will, kann Düsseldorf ggf. sogar günstiger sein als das Umland. Nach den ersten 3 Jahren dreht sich das natürlich etwas. Dazu kommt aber in jedem Fall die Reduzierung der Fahrkosten von 150+KM pro Tag. Auch das ist eine monetäre und zeitliche Ersparniss (wenn beide einen Job in der Nähe von DD haben).
Es kann also sein, dass es sich auch bei hohen Preisen lohnt in DD ein Haus zu kaufen, wenn die Tilgungsrate hinreichend hoch ist.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

"Ich kauf dann in zehn Jahren ein EFH aus einer Zwangsversteigerung für 30% vom heutigen Preis und wohne bis dahin glücklich auf Miete."

Hi Five, so mach ich es auch. :)

Bis dahin lese ich amüsant Beiträge wie solche, in denen Leute tatsächlich die momentanen (!) Fahrtkosten in die Kalkulation einer Immobilie mit einfließen lassen. Um dies noch zu verfeinern, fehlt eigentlich noch der zu erwartende Anstieg der Benzinpreise, d.h. eine Immobilie rentiert sich IN JEDEM FAll. Also Leute, sofort zuschlagen.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

@Gast: Wenn du Angst hast, 400k an Kredit aufzunehmen, solltest du dir einen neuen Job suchen.

  1. 400k kosten dich aktuell höchstens 1000 Zinsen pro Monat. Das zahlt man in den meisten Städten schon an Kaltmiete für 4 Zimmer.
  2. In 10 Jahren sollt mindestens ein Drittel getilgt sein, das Einkommen nicht geringer als heute. Selbt bei etwas höheren Zinsen (und 8% sind vorbei und kommen nie wieder) wird die Zinsbelastung niedriger sein als die Kaltmiete für ein vergleichbares Objekt.
  3. Das Geld ist in der Tilgung besser angelegt als am Finanzmarkt.
  4. Wer mit Zwangsversteigerungen in 10 Jahren rechnet spielt auch Lotto. Unsere Gesellschaftist zu stabil und die Kapitalunterfütterung zu hoch dafür.

Es gibt in meinen Augen nur 2 Risiken:

  • Zu hohe Preise, vor allem bei Neubauwohnungen
  • Höhere Mobilität. Man kann heute nicht mehr davon ausgehen, den Lebensmittelpunkt in 10 Jahren in der gleichen Region zu haben. Dann muss man die Kaufnebenkosten als Verlust akzeptieren.

Klar kannst du das 0-Risiko spielen und nur mieten - andere Leben in der Zeit lieber schon.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Lounge Gast schrieb:

Ich frage mich sowieso, warum sich soviele ein teures Haus
leisten können, obwohl mein Gehalt laut vielen Statistiken
angeblich überdurchschnittlich ist. Da ich auch viel im
Personalwesen tätig bin, lese ich viele dieser
Gehaltsreports. Ich kann es mir eigentlich nur erklären, dass
sich die Leute entweder erheblich verkalkulieren und später
feststellen,dass sie die immobilie nicht bezahlen können oder
aber sich bis zum oder sogar über das Renteneintrittsalter
hinweg verschulden. Erbschaften sind natürlich ein weitere
Möglichkeit.

Vielleicht sparen sie auch einfach etwas mehr.
Sorry, aber wer bei deinem Gehalt + Gehalt der Frau mit 34 nur 75k beiseite legen konnte, der setzt einfach die Prioritäten falsch, wenn er eine Immobilie möchte. Ich bin genauso alt wie du, verdiene deutlich weniger, hab aber das Doppelte auf der hohen Kante, alleine. Einfach wissen was man will und etwas mehr danach leben, dann klappt es auch mit dem Häuschen.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Dann schau mal hier: baulinks.de/webplugin/2014/0923.php4

oder google nach dem "Tilgungsparadox".

Lounge Gast schrieb:

@Gast: Wenn du Angst hast, 400k an Kredit aufzunehmen,
solltest du dir einen neuen Job suchen.

  1. 400k kosten dich aktuell höchstens 1000 Zinsen pro Monat.
    Das zahlt man in den meisten Städten schon an Kaltmiete für 4
    Zimmer.
  2. In 10 Jahren sollt mindestens ein Drittel getilgt sein,
    das Einkommen nicht geringer als heute. Selbt bei etwas
    höheren Zinsen (und 8% sind vorbei und kommen nie wieder)
    wird die Zinsbelastung niedriger sein als die Kaltmiete für
    ein vergleichbares Objekt.
  3. Das Geld ist in der Tilgung besser angelegt als am
    Finanzmarkt.
  4. Wer mit Zwangsversteigerungen in 10 Jahren rechnet spielt
    auch Lotto. Unsere Gesellschaftist zu stabil und die
    Kapitalunterfütterung zu hoch dafür.

Es gibt in meinen Augen nur 2 Risiken:

  • Zu hohe Preise, vor allem bei Neubauwohnungen
  • Höhere Mobilität. Man kann heute nicht mehr davon ausgehen,
    den Lebensmittelpunkt in 10 Jahren in der gleichen Region zu
    haben. Dann muss man die Kaufnebenkosten als Verlust
    akzeptieren.

Klar kannst du das 0-Risiko spielen und nur mieten - andere
Leben in der Zeit lieber schon.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Vielleicht sind die Hauptprioritäten andere. Wir würden auch gerne später mal ein Häuschen oder eine ETW unser Eigen nennen, allerdings wenn´s möglich ist nicht im maßlos überteuerten Deutschland.
Die Prioritäten liegen allerdings momentan, so lange noch keine Kids da sind eher auf dem Bereich des Reisens. Das spiegelt sich natürlich auch dann in den Ausgaben wieder.

Cheers

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

Ich frage mich sowieso, warum sich soviele ein teures Haus
leisten können, obwohl mein Gehalt laut vielen Statistiken
angeblich überdurchschnittlich ist. Da ich auch viel im
Personalwesen tätig bin, lese ich viele dieser
Gehaltsreports. Ich kann es mir eigentlich nur erklären,
dass
sich die Leute entweder erheblich verkalkulieren und
später
feststellen,dass sie die immobilie nicht bezahlen können
oder
aber sich bis zum oder sogar über das Renteneintrittsalter
hinweg verschulden. Erbschaften sind natürlich ein weitere
Möglichkeit.

Vielleicht sparen sie auch einfach etwas mehr.
Sorry, aber wer bei deinem Gehalt + Gehalt der Frau mit 34
nur 75k beiseite legen konnte, der setzt einfach die
Prioritäten falsch, wenn er eine Immobilie möchte. Ich bin
genauso alt wie du, verdiene deutlich weniger, hab aber das
Doppelte auf der hohen Kante, alleine. Einfach wissen was man
will und etwas mehr danach leben, dann klappt es auch mit dem
Häuschen.

antworten
know-it-all

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Lounge Gast schrieb:

@Gast: Wenn du Angst hast, 400k an Kredit aufzunehmen,
solltest du dir einen neuen Job suchen.

  1. 400k kosten dich aktuell höchstens 1000 Zinsen pro Monat.
    Das zahlt man in den meisten Städten schon an Kaltmiete für 4
    Zimmer.

Auf die Kaltmiete kommen dann aber noch die Nebenkosten (die bei einer gekauften Immobilie auch anfallen) und das war es dann, was die monatliche Belastung durch die Wohnung angeht.

Beim Kredit hat man mit 1.000 EUR im Monat erstmal "nur" Zinsen gezahlt, aber noch keinen Euro getilgt. Um in deinem Beispiel mit 3% Zinsen zu bleiben, bei dem von 400k EUR Kredit nach 10 Jahren 1/3 getilgt sein soll:
Um das zu schaffen, muss man eine regelmäßige monatliche Rate von exakt 1954 EUR zahlen!!!

Das ist also fast die doppelte monatliche Belastung im Vergleich mit dem Mieter. Und jetzt komm nicht mit Inflation und Gehaltssteigerung. Das Hoffen auf die Zukunft hilft nicht, wenn man die Rate heute nicht vernüftig bedienen kann.

Es mag zwar verlockend sein, die Zinsbelastung mit der Miete zu vergleichen, aber das ist nicht das ausschlaggebende Kriterium, sondern es geht allein darum, ob man sich die Rate leisten kann oder nicht.

  1. In 10 Jahren sollt mindestens ein Drittel getilgt sein,
    das Einkommen nicht geringer als heute. Selbt bei etwas
    höheren Zinsen (und 8% sind vorbei und kommen nie wieder)

Hast du hierzu die Glaskugel befragt?

wird die Zinsbelastung niedriger sein als die Kaltmiete für
ein vergleichbares Objekt.

Wie oben geschrieben. Das sollte nicht das Kriterium sein, welches über den Kauf einer Immobilie entscheidet. Entscheidend ist, ob man sich die Rate leisten kann.

  1. Das Geld ist in der Tilgung besser angelegt als am
    Finanzmarkt.

Was heißt "besser"? Wenn man auf dem Kapitalmarkt eine Rendite von mehr als 3% nach Steuern erzielen kann, ist das Geld dort "besser" aufgehoben.

  1. Wer mit Zwangsversteigerungen in 10 Jahren rechnet spielt
    auch Lotto. Unsere Gesellschaftist zu stabil und die
    Kapitalunterfütterung zu hoch dafür.

[...]

antworten
know-it-all

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Lounge Gast schrieb:

Sorry, aber wer bei deinem Gehalt + Gehalt der Frau mit 34
nur 75k beiseite legen konnte, der setzt einfach die
Prioritäten falsch, wenn er eine Immobilie möchte. Ich bin
genauso alt wie du, verdiene deutlich weniger, hab aber das
Doppelte auf der hohen Kante, alleine. Einfach wissen was man
will und etwas mehr danach leben, dann klappt es auch mit dem
Häuschen.

Die Voraussetzungen sind doch zu individuell und unterschiedlich, als dass man das so pauschal beurteilen kann. Auf die Ansparung von Eigenkapital haben u.a. folgende Kriterien erheblichen Einfluss:

  • Alter zum Berufseinstieg/Anzahl Berufsjahre
  • Schuldenstand nach dem Studium
  • Andere Einkünfte (Erbschaften etc.)
  • Einstiegsgehalt und Gehaltsentwicklung
    ...um nur einige zu nennen.

Ohne jegliche Informationen hierzu zu haben, aber sich dann mit anderen vergleichen ist reichlich sinnfrei.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Lounge Gast schrieb:

"Ich kauf dann in zehn Jahren ein EFH aus einer
Zwangsversteigerung für 30% vom heutigen Preis und wohne bis
dahin glücklich auf Miete."

Hi Five, so mach ich es auch. :)

Bis dahin lese ich amüsant Beiträge wie solche, in denen
Leute tatsächlich die momentanen (!) Fahrtkosten in die
Kalkulation einer Immobilie mit einfließen lassen. Um dies
noch zu verfeinern, fehlt eigentlich noch der zu erwartende
Anstieg der Benzinpreise, d.h. eine Immobilie rentiert sich
IN JEDEM FAll. Also Leute, sofort zuschlagen.

Ein weiterer Beitrag aus der Reihe "Theorien aus dem Kinderzimmer".

Btw: heutzutage ist es faktisch unmöglich, etwas brauchbares günstig aus einer Zwangsversteigerung zu kriegen. Und auch in Zeiten schlechterer
Konjunktur und höherer Zinsen ist es extrem schwer. Wir suchen schon ewig (eine weitere Immo zum Vermieten)...

M.E. liegt es nicht zuletzt daran, dass es sehr viel mehr Schlaubi Schlumpfs, die auf das Schnäppchen ihres Lebens warten, gibt als anständige Objekte.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Also wenn ich mir so die Alterspyramide angucke und das Thema "zinserwachen Anschlussfinanzierung" in einen Topf schmeiße, dann lieber warten und nicht die aufgeblasenen Immobilienpreise bezahlen.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

know-it-all schrieb:

Die Voraussetzungen sind doch zu individuell und
unterschiedlich, als dass man das so pauschal beurteilen
kann. Auf die Ansparung von Eigenkapital haben u.a. folgende
Kriterien erheblichen Einfluss:

  • Alter zum Berufseinstieg/Anzahl Berufsjahre

OK, das ist sicher ein Punkt. Dann relativiere ich meine Aussage dahingehend, wenn er mit unter 30 eingestiegen ist.

  • Schuldenstand nach dem Studium

Gut, hatte ich keine.

  • Andere Einkünfte (Erbschaften etc.)

Ich hatte keine Erbschaften, allerdings lege ich mein Geld gut an.

  • Einstiegsgehalt und Gehaltsentwicklung

Ich bin mit DEUTLICH unter 40k eingestiegen und verdiene jetzt bei weitem keine 60k. Ich arbeite nun seit 7 Jahren und wenn man mal davon ausgeht, der Threadersteller auch, dann habe ich brutto durchschnittlich über alle Jahre wahrscheinlich immer 10k weniger verdient.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

"M.E. liegt es nicht zuletzt daran, dass es sehr viel mehr Schlaubi Schlumpfs, die auf das Schnäppchen ihres Lebens warten, gibt als anständige Objekte."

Bei der derzeitigen Zinsen gibt es genügend Schlaubi Schlumpfs, die die Raten in ein paar Jahren (bei Trennung, Jobverlust etc.) nicht mehr zahlen können.

antworten
know-it-all

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Die Erklärung/Rechnung ist aber auch ein bisschen sinnfrei.
Der normal denkende Immobilienkäufer geht doch nicht mit seiner Überlegung so vor, dass er sich auf eine bestimmte Anfangstilgung festlegt ("ich will mit 1% Anfangstilgung beginnen").
Stattdessen bestimmt er, wieviel Monatsrate (Annuität) er sich realistisch leisten kann ("ich kann mir eine Rate von xxxx EUR leisten").

Aus Monatsrate mal 12 abzüglich Jahreszinsen und diesen Wert ins Verhältnis gesetzt zur Gesamtkreditsumme ergibt sich dann die Anfangstilgung.
Folgt man dieser Logik hat man unter sonst gleichen Bedingungen ein Darlehen mit gleicher Annuität/Monatsrate bei niedrigeren Zinsen natürlich schneller abbezahlt als bei höheren Zinsen.

Lounge Gast schrieb:

Dann schau mal hier: baulinks.de/webplugin/2014/0923.php4

antworten
know-it-all

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Lounge Gast schrieb:

[...]

  • Andere Einkünfte (Erbschaften etc.)

Ich hatte keine Erbschaften, allerdings lege ich mein Geld
gut an.

[...]

"Gut" kann man wahrscheinlich mit "riskant" gleichsetzen? :-)

Als weiteres Kriterium zur Unterscheidung ergänze ich:

  • allgemeine Kostenstruktur - Wohnst du vielleicht noch zuhause/WG/anders günstig? hast du vielleicht kein Auto, weil du keins brauchst? etc.
antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

150k in 7 Jahren gespart bei einem Einstiegsgehalt von deutlich unter 40k?

Na das möchte ich gerne mal vorgerechnet bekommen :-)

Übrigens...bei einer montlichen Sparrate von 1.500 und einem Zinssatz von 4,5%, würdest nach 7 Jahren auf knappe 150k kommen ;-)

Lounge Gast schrieb:

know-it-all schrieb:

Die Voraussetzungen sind doch zu individuell und
unterschiedlich, als dass man das so pauschal beurteilen
kann. Auf die Ansparung von Eigenkapital haben u.a.
folgende
Kriterien erheblichen Einfluss:

  • Alter zum Berufseinstieg/Anzahl Berufsjahre

OK, das ist sicher ein Punkt. Dann relativiere ich meine
Aussage dahingehend, wenn er mit unter 30 eingestiegen ist.

  • Schuldenstand nach dem Studium

Gut, hatte ich keine.

  • Andere Einkünfte (Erbschaften etc.)

Ich hatte keine Erbschaften, allerdings lege ich mein Geld
gut an.

  • Einstiegsgehalt und Gehaltsentwicklung

Ich bin mit DEUTLICH unter 40k eingestiegen und verdiene
jetzt bei weitem keine 60k. Ich arbeite nun seit 7 Jahren und
wenn man mal davon ausgeht, der Threadersteller auch, dann
habe ich brutto durchschnittlich über alle Jahre
wahrscheinlich immer 10k weniger verdient.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Lounge Gast schrieb:

"M.E. liegt es nicht zuletzt daran, dass es sehr viel
mehr Schlaubi Schlumpfs, die auf das Schnäppchen ihres Lebens
warten, gibt als anständige Objekte."

Bei der derzeitigen Zinsen gibt es genügend Schlaubi
Schlumpfs, die die Raten in ein paar Jahren (bei Trennung,
Jobverlust etc.) nicht mehr zahlen können.

Genau das meine ich mit Kinderzimmer-BWL. Und innerhalb von einem Satz widersprichst du Dir. Muss man auch erstmal hinkriegen.

Ausserhalb aller Internet Weisheiten:

*Hochzinsphasen wie in den 80ern wird es so schnell nicht mehr geben. Wenn, dann geht der Zins vielleicht um 2-3 Prozentpunkte hoch. Das heisst, wir wären bei 10 Jahreshypotheken wieder bei 5-6 Prozent. Im schlimmsten Fall.

*Die meisten Finanzierungen sind so geschneidert, dass nach Ablauf der
Zinsbindung (i.d.r. 10-12 Jahre) ein Zinsanstieg verkraftbar ist. Im schlimmsten Fall muss halt der Gürtel für eine gewisse Zeit etwas enger geschnallt werden.

*es gibt vielleicht einen Bodensatz, wo sich verkalkuliert wurde. Da war dann aber sowohl der Bauherr als auch der Banker jeweils ein Vollidiot. Diese Leute haben es dann wirklich nicht besser verdient.

*auch bei Scheidung, Jobverlust etc. kommt es nur im absoluten Ausnahmefall zur Zwangsversteigerung. Mehr als 99% der Fälle gehen ganz normal über den freien Markt an einen neuen Besitzer.

antworten
know-it-all

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Lounge Gast schrieb:

Genau das meine ich mit Kinderzimmer-BWL. Und innerhalb von
einem Satz widersprichst du Dir. Muss man auch erstmal
hinkriegen.

Ausserhalb aller Internet Weisheiten:

*Hochzinsphasen wie in den 80ern wird es so schnell nicht
mehr geben. Wenn, dann geht der Zins vielleicht um 2-3
Prozentpunkte hoch. Das heisst, wir wären bei 10
Jahreshypotheken wieder bei 5-6 Prozent. Im schlimmsten Fall.

*Die meisten Finanzierungen sind so geschneidert, dass nach
Ablauf der
Zinsbindung (i.d.r. 10-12 Jahre) ein Zinsanstieg verkraftbar
ist. Im schlimmsten Fall muss halt der Gürtel für eine
gewisse Zeit etwas enger geschnallt werden.

*es gibt vielleicht einen Bodensatz, wo sich verkalkuliert
wurde. Da war dann aber sowohl der Bauherr als auch der
Banker jeweils ein Vollidiot. Diese Leute haben es dann
wirklich nicht besser verdient.

*auch bei Scheidung, Jobverlust etc. kommt es nur im
absoluten Ausnahmefall zur Zwangsversteigerung. Mehr als 99%
der Fälle gehen ganz normal über den freien Markt an einen
neuen Besitzer.

Bin gerade über eine Artikel gestolpert, der sich mit der Problematik beschäftigt, dass heute mit immer weniger Eigenkapital finanziert und gleichzeitig bezogen auf das Monatseinkommen immer höhere Kreditsummen aufgenommen werden:
http://www.manager-magazin.de/immobilien/artikel/immobilienfinanzierung-risiken-fuer-kaeufer-steigen-a-988351.html

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

An den Kindererzieher.
Das hört sich bei dir alles so einfach an. Hochzinsphase wird es nicht mehr so schnell geben zitierst du und weiter oben ist es nach deiner Aussage bloß Kinderzimmertheorie auf Zwangsverstiegerungen zu hoffen (ich war der Poster der auf die 30%-Immobilien wartet). Dazu sagst du (1) heutzutage ist es schwer etwas günstiges zu bekommen, aber das habe ich nie gesagt, heutzutage gehen selbstverstänldich die guten Objekte aus Zwangsversteigerungen auch z uhohen Preisen weg, ich will aber in der Zukunft kaufen - und hier klaue ich den Ausdruck meines Sinnesgenossen - weil dann viele (nicht alle, aber mutmaßlich viele) Schlaubi Schlumpfs ihre Raten nicht mehr Zahlen können, sei es wegen hoher Zinsen oder Arbeitslosigkiet. Dann sagst du (2) "Und auch in Zeiten schlechterer
Konjunktur und höherer Zinsen ist es extrem schwer."...mal im Ernst, wir rattern geradewegs auf eine Deflationsphase zu (die von Politikern immer weggeredet wird, aber schau dir mal die Inflationsrate der letzen 3 Jahre an) und dein Satz sollte eher heißen in Zeiten schlechte Konjunktur und niedrigen Zinsen...
---> Wie du es auch drehst:

Fall 1: Schlechte Konjunktur und hohe Zinsen (dein Argument)--> Haus von Schlaubi Schlumpf für 30% in zehn Jahren. (und es wird viele dieser Häuser geben, ich sehe ja was zur Zei so um mich rum gebaut wird, und welche Leute alle unbedingt die niederigen Zinsen nutzen wollen)

Fall 2: Schlechte Konjunktur und niedrige Zinsen (meine Vermutung, also eher deflationäre Tendenzen)-->höhere Arbeitslosigkeit und Haus von Schlaubi Schlumpf für 30% in zehn Jahren.

Fall 3: Gute Konjunktur (wider erwarten): alle profitieren, ich habe mehr Gehalt und kann es investieren, und wohne weiter zur Miete und bin nicht unhappy, und auch die schlumpfigen Familien haben Glück gehabt....und das nennt man dann im Lotto gespielt haben, und nicht wenn ich darauf setze, dass sich vieleLeute verspekulieren. Meine WEtte hat einen sehr hohen positiven Erwartungswert, das ist kein Lotto, aber das würde jetzt zu weit führen.

Ich wünsche uns alle Fall 3 aber mir erscheint Fall 2 am realistischsten wenn man sich selbst mal die Statisiken anschaut und nicht nur die Tagesschau anschaut.

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

"M.E. liegt es nicht zuletzt daran, dass es sehr viel
mehr Schlaubi Schlumpfs, die auf das Schnäppchen ihres
Lebens
warten, gibt als anständige Objekte."

Bei der derzeitigen Zinsen gibt es genügend Schlaubi
Schlumpfs, die die Raten in ein paar Jahren (bei Trennung,
Jobverlust etc.) nicht mehr zahlen können.

Genau das meine ich mit Kinderzimmer-BWL. Und innerhalb von
einem Satz widersprichst du Dir. Muss man auch erstmal
hinkriegen.

Ausserhalb aller Internet Weisheiten:

*Hochzinsphasen wie in den 80ern wird es so schnell nicht
mehr geben. Wenn, dann geht der Zins vielleicht um 2-3
Prozentpunkte hoch. Das heisst, wir wären bei 10
Jahreshypotheken wieder bei 5-6 Prozent. Im schlimmsten Fall.

*Die meisten Finanzierungen sind so geschneidert, dass nach
Ablauf der
Zinsbindung (i.d.r. 10-12 Jahre) ein Zinsanstieg verkraftbar
ist. Im schlimmsten Fall muss halt der Gürtel für eine
gewisse Zeit etwas enger geschnallt werden.

*es gibt vielleicht einen Bodensatz, wo sich verkalkuliert
wurde. Da war dann aber sowohl der Bauherr als auch der
Banker jeweils ein Vollidiot. Diese Leute haben es dann
wirklich nicht besser verdient.

*auch bei Scheidung, Jobverlust etc. kommt es nur im
absoluten Ausnahmefall zur Zwangsversteigerung. Mehr als 99%
der Fälle gehen ganz normal über den freien Markt an einen
neuen Besitzer.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Lounge Gast schrieb:

Na das möchte ich gerne mal vorgerechnet bekommen :-)

Übrigens...bei einer montlichen Sparrate von 1.500 und einem
Zinssatz von 4,5%, würdest nach 7 Jahren auf knappe 150k
kommen ;-)

Rechne mal mit durchschnittlich 1.000? Sparrate pro Monat, mittlerweile 7,5 Jahren und 7% jährliche Rendite. Dazu möchte ich noch zugeben, dass ich mit etwa 20k nach dem Studium gestartet bin.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Die 20k Startkapital machen über die Zeit auch schon über 30k aus.

Aber 1000? Sparrate bei deutlich unter 40k. Du hast also von 850? im Monat gelbt?

"Respekt" ...

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

Na das möchte ich gerne mal vorgerechnet bekommen :-)

Übrigens...bei einer montlichen Sparrate von 1.500 und
einem
Zinssatz von 4,5%, würdest nach 7 Jahren auf knappe 150k
kommen ;-)

Rechne mal mit durchschnittlich 1.000? Sparrate pro Monat,
mittlerweile 7,5 Jahren und 7% jährliche Rendite. Dazu möchte
ich noch zugeben, dass ich mit etwa 20k nach dem Studium
gestartet bin.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Ob du eine Immobilie als Eigennutzer kaufen möchtest, solltest du meiner Meinung nicht vom Zinsniveau abhängig machen, sondern von deiner Lebensplanung.
Nichtsdestotrotz spricht zur Zeit vor allem das Zinsniveau dafür, so viel Geld wie möglich zu leihen.
Bzgl. Zinsbindung und Zinsänderungsrisiko beim Auslaufen der Zinsbindung: zur Zeit ist es möglich Kredite mit einem Zinssatz um die 3% für bis zu 30!!! Jahre festzuschreiben. Dafür sollte in der Umkehrung evtl. in eine etwas höhere Tilgung vorgenommen werden, so hättest du bei einem Ende der Zinsbindung schon einen wesentlich kleineren Betrag zu refinanzieren.

Bzgl. der Preise würde ich nicht davon ausgehen, dass in einer Metropolregion wie Düsseldorf sinkende Preise zu erwarten sind. Nun ist die Argumentation, dass wir in einem Land mit vermutlich sinkender Bevölkerung leben zunächst richtig, aber in allen Metropolregionen (MUC, FFM, BER, HH, DD, Köln selbst Leipzig und Dresden) steigen die Bevölkerungszahlen. Da die demografische Entwicklung einer der wichtigsten Einflussfaktoren auf Wohnimmobilienpreise ist, sollte man c.p. in Düsseldorf also keine sinkenden Preise erwarten.

Ob die demografische Entwicklung auch tatsächlich rückläufig bleibt, muss auch abgewartet werden, da in den letzten eine dramatisch verstärkte Zuwanderung in D beobachtet werden kann, die natürlich auch mit der wirtschaftlichen Schwäche in Südeuropa zu tun hat. Bzgl. demografischer Entwicklung in Teilregionen kannst du dir gerne Studien z.B. von den Prof. Voigtländer oder Just, von CBRE oder vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) ansehen.
Bzgl. der Preisanstiege von Wohnimmobilien sollte folgendes berücksichtigt werden:
zum einen der vorherige Punkt - demografische Entwicklung

das Niedrigzinsniveau: Finanzkrise, Eurokrise usw. hat auch bei vielen Privatinvestoren dazu geführt, dass verstärkt in Immobilien investiert wird. So ist es sicherlich richtig, dass Kaufpreise für Wohnimmobilien zuletzt stärker gestiegen sind als die Mieten und die Anfangsrenditen somit runter gegangen sind.
Trotzdem, wenn man das jetzt als institutioneller Investor betrachtet, sind Wohnimmobilien immer noch attraktiv bepreist:
In München, als teuerstem Standort in D (niedrigste Rendite für Wohnimmobilien) werden Preise von ca. 3% gezahlt - die deutsche Staatsanleihe wird mit ca. 1% verzinst - das gibt also immer noch einen Spread von 200 bps. Bei Büroimmobilien ist der Spread sogar bei ca. 340 bps (ca. 4,4% Nettoanfangsrenditen für Prime Büroobjekte).

Als Fazit:
a) es ist aufgrund des Niedrigzinsumfeldes derzeit unschlagbar günstig zu finanzieren, was den Erwerb einer Immobilie c.p. zunächst attraktiver macht
b) die Preise für Immobilien werden wohl nur dann wieder sinken (d.h. die Renditen erhöhen sich), wenn sich das Zinsniveau insgesamt erhöht - den auch Immobilien sind heute Teil der Finanzmärkte und korrelieren mit anderen Asset-Klassen. Am Ende auch die Wohnimmobilie ? aber dann wird auch die Finanzierung wieder teurer.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Mal eine Zwischenfrage: Welche Mittelständler Zahlen 72k für Sacbearbeiter-Jobs?

Ansonsten: Die Immobilienpreise sind aktuell einfach eine Blase, die irgendwann platzen wird. Etwas auf Kredit zu kaufen bedeutet einfach, dass man es sich nicht leisten kann/darf.

Bei 72k+Lst. Kl 3 kommst du auf knapp 4000 netto. Wenn deine Frau auch z.B. 2000 netto verdient ist das ein anständiges Einkommen. Da wären 30k Ersparnisse pro Jahr ruhig drin, d.h. bei 75k Startkapital kommst Du auf 250k in nur 5-6 Jahren. Dann wirst Du deutlich mehr Spielraum haben da du quasi das Haus bar bezahlen kannst (anstatt über 20 Jahren mit Schulden leben).

Die nächste Krise kommt bald. Bei guter Wirtschaftlichen Entwicklung sollte man Kapital aufbauen, das man in schlechten Zeiten ausgeben kann.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Ob die Zinsen in 10 Jahren doch wieder einiges höher liegen oder sich im Bereich 1-3% bewegen, kann keiner sicher sagen. Allerdings bräuchten wir schon ein ökonomisches Wunder, denn kaum ein Staat in der Euro-Zone könnte sich 5% oder gar 7-8% Zinsbelastung leisten. Solange Italien, Spanien, usw. ihre Schuldenlast nicht auf 50-60% des BIPs drücken und die Einnahmen einigermaßen normal laufen (keine 15% Arbeitslosigkeit, gute Gehälter aus welchen Steuern gezahlt werden, etc.), gibt es für die EZB schlichtweg keine Möglichkeit, hohe Zinsen zu realisieren.

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland wird, bedingt durch demographische Verschiebungen, weiter deutlich sinken.

Zum Thema Zwangsversteigerungen. Gab gerade eine größere in meiner Gegend, welche auch z.B. im Radio beworben wurde, groß angekündigt in Immobilien-Magazinen etc. Was du dort bekommen konntest, war einfach nur der letzte Mist. Das meiste baufällig bis Bruchbude, fast alles irgendwo abgeschieden auf dem Land und wenn nicht baufällig, dann alt. Wirklich alt. Das meiste dort hatte schon 1-2 Weltkriege hinter sich.

Eine Immobilie in Stadtlage oder Stadtrandlage, dazu noch einigermaßen auf dem Level der Zeit gehalten, geht auf dem freien Markt weg wie nichts. Die Preise irritieren mich allerdings auch. Grundstück kaufen und neu bauen kommt 20-40% günstiger bei gleichem Standard und dann natürlich wirklich neuwertiger Bausubstanz.

Jetzt noch zu der Frage, wie sich Nachfrage und Angebot entwickeln. Meine Stadt, wie viele andere, wächst um etwa 1% pro Jahr. Nach pessimistischen wie optimistischen Prognosen landen wir bei 10-20% höherer Stadt-Bevölkerung im Jahr 2030 (in unserer Stadt). Dazu ein Wachstum des Speckgürtels. Es kommt also stark auf die Lage der Immobilie an, wie immer halt. (Wir haben am Stadtrand gebaut, also nicht im Speckgürtel sondern im Bereich 15 Minuten bis Innenstadt per Auto. Ist eine gehobene Neubaugegend mit freistehenden EFHs, absolut ruhig da fast nur Spielstraßen; Stadtteilzentrum mit ~ 100 Geschäften 10 Minuten zu Fuß; Immobilie massiv gebaut und einem Altbau in Sachen Energiesparen um den Faktor 10 überlegen; Ich mache mir wirklich keine Sorgen um den Wert der Immo. :) )

Während Gesamtdeutschland durchaus schrumpfen wird, gibt es viele Städte, welche in den nächsten 20-30 Jahren garantiert weiter wachsen werden und in welchen es weiterhin steigenden Bedarf an Immobilien gibt.

Nun zur Finanzierung. Gerade bei den aktuellen Zinsen (1,7% bei 80%-Beleihung) tilgt man einiges mehr als 1%. Eine 1%-Finanzierung bei uns hätte uns etwa 500 EUR gekostet (Eine einigermaßen akzeptable aber kleinere Wohnung ohne Garten wäre bei etwa 1.000 EUR Kaltmiete und entspricht damit bei uns etwa 4% Anfangstilgung). Unser Finanzierungsplan sieht, sofern Sondertilgungen so kommen wie geplant (falls wie beide unsere Jobs behalten und nicht gekündigt werden oder falls wir spätestens nach ALG1-Phase im Fall des Jobverlusts einen neuen Job finden), dass unser Haus in 10 Jahren voll getilgt ist. Im Worst-Case bleiben vlt. 20-70k Restschuld. Da habe ich auch vor 10%-Zinsen keine Angst.

Unser Fazit: Mit Mitte/Ende 30 eine abgezahlte Immo, welche neben einer tollen Lage auch modern und Energie sparend ist. Wer jetzt nicht baut, der wird wohl nie bauen.

Wer damit rechnet, dass in 5-10 Jahren Top-Immobilien in toller Lage zu Spottpreisen auf den Markt kommen, der wird sich verkalkulieren. Vielleicht bekommt man dann ein Haus auf dem Land, weit weg von jeglicher Zivilisation und Arbeitstelle, aber ich bezweifle doch stark, dass die weiterhin stark nachgefragten Lagen auch nur irgendeine Bewegungen nach unten machen werden.

Lounge Gast schrieb:

An den Kindererzieher.
Das hört sich bei dir alles so einfach an. Hochzinsphase wird
es nicht mehr so schnell geben zitierst du und weiter oben
ist es nach deiner Aussage bloß Kinderzimmertheorie auf
Zwangsverstiegerungen zu hoffen (ich war der Poster der auf
die 30%-Immobilien wartet). Dazu sagst du (1) heutzutage ist
es schwer etwas günstiges zu bekommen, aber das habe ich nie
gesagt, heutzutage gehen selbstverstänldich die guten Objekte
aus Zwangsversteigerungen auch z uhohen Preisen weg, ich will
aber in der Zukunft kaufen - und hier klaue ich den Ausdruck
meines Sinnesgenossen - weil dann viele (nicht alle, aber
mutmaßlich viele) Schlaubi Schlumpfs ihre Raten nicht mehr
Zahlen können, sei es wegen hoher Zinsen oder
Arbeitslosigkiet. Dann sagst du (2) "Und auch in Zeiten
schlechterer
Konjunktur und höherer Zinsen ist es extrem
schwer."...mal im Ernst, wir rattern geradewegs auf eine
Deflationsphase zu (die von Politikern immer weggeredet wird,
aber schau dir mal die Inflationsrate der letzen 3 Jahre an)
und dein Satz sollte eher heißen in Zeiten schlechte
Konjunktur und niedrigen Zinsen...
---> Wie du es auch drehst:

Fall 1: Schlechte Konjunktur und hohe Zinsen (dein
Argument)--> Haus von Schlaubi Schlumpf für 30% in zehn
Jahren. (und es wird viele dieser Häuser geben, ich sehe ja
was zur Zei so um mich rum gebaut wird, und welche Leute alle
unbedingt die niederigen Zinsen nutzen wollen)

Fall 2: Schlechte Konjunktur und niedrige Zinsen (meine
Vermutung, also eher deflationäre Tendenzen)-->höhere
Arbeitslosigkeit und Haus von Schlaubi Schlumpf für 30% in
zehn Jahren.

Fall 3: Gute Konjunktur (wider erwarten): alle profitieren,
ich habe mehr Gehalt und kann es investieren, und wohne
weiter zur Miete und bin nicht unhappy, und auch die
schlumpfigen Familien haben Glück gehabt....und das nennt man
dann im Lotto gespielt haben, und nicht wenn ich darauf
setze, dass sich vieleLeute verspekulieren. Meine WEtte hat
einen sehr hohen positiven Erwartungswert, das ist kein
Lotto, aber das würde jetzt zu weit führen.

Ich wünsche uns alle Fall 3 aber mir erscheint Fall 2 am
realistischsten wenn man sich selbst mal die Statisiken
anschaut und nicht nur die Tagesschau anschaut.

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

"M.E. liegt es nicht zuletzt daran, dass es
sehr viel
mehr Schlaubi Schlumpfs, die auf das Schnäppchen
ihres
Lebens
warten, gibt als anständige Objekte."

Bei der derzeitigen Zinsen gibt es genügend Schlaubi
Schlumpfs, die die Raten in ein paar Jahren (bei
Trennung,
Jobverlust etc.) nicht mehr zahlen können.

Genau das meine ich mit Kinderzimmer-BWL. Und innerhalb
von
einem Satz widersprichst du Dir. Muss man auch erstmal
hinkriegen.

Ausserhalb aller Internet Weisheiten:

*Hochzinsphasen wie in den 80ern wird es so schnell nicht
mehr geben. Wenn, dann geht der Zins vielleicht um 2-3
Prozentpunkte hoch. Das heisst, wir wären bei 10
Jahreshypotheken wieder bei 5-6 Prozent. Im schlimmsten
Fall.

*Die meisten Finanzierungen sind so geschneidert, dass
nach
Ablauf der
Zinsbindung (i.d.r. 10-12 Jahre) ein Zinsanstieg
verkraftbar
ist. Im schlimmsten Fall muss halt der Gürtel für eine
gewisse Zeit etwas enger geschnallt werden.

*es gibt vielleicht einen Bodensatz, wo sich verkalkuliert
wurde. Da war dann aber sowohl der Bauherr als auch der
Banker jeweils ein Vollidiot. Diese Leute haben es dann
wirklich nicht besser verdient.

*auch bei Scheidung, Jobverlust etc. kommt es nur im
absoluten Ausnahmefall zur Zwangsversteigerung. Mehr als
99%
der Fälle gehen ganz normal über den freien Markt an einen
neuen Besitzer.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Bin gerade über eine Artikel gestolpert, der sich mit der
Problematik beschäftigt, dass heute mit immer weniger
Eigenkapital finanziert und gleichzeitig bezogen auf das
Monatseinkommen immer höhere Kreditsummen aufgenommen werden:

Naja, wer wirklich so blöd ist sich mit dem 75fachen Monatsgehalt zu verschulden, der hat es nicht besser verdient.

Was man sich leisten kann, wird nicht durch den Zins bestimmt, sondern dadurch was man in vernünftiger Zeit tilgen kann...

Als wir vor über 10 Jahren gebaut haben (10 Jahresdarlehen gab es damals für knapp 6%) habe ich grob überschlagen, was ich innerhalb von 15 Jahren ohne Geahltserhöhung und Inflationsausgleich so tilgen könnte (~210k Eur). Das war meine Obergrenze für die Fremdfinanzierung. Alles andere war Eigenkapital und Eigenleistung beim Bau. Da hat als Faustregel, zumindest bei uns, sehr gut hingehauen.

Wer allerdings, aus welchen Gründen auch immer, 35 Jahre brauchen wird, um seine Reihenhausscheibe abzuzahlwn, der sollte evtl. Wirklich besser zur Miete wohnen...

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

"*auch bei Scheidung, Jobverlust etc. kommt es nur im absoluten Ausnahmefall zur Zwangsversteigerung. Mehr als 99% der Fälle gehen ganz normal über den freien Markt an einen neuen Besitzer."

Ich bin der High-Five Sinnesgenosse.

Gut, dann lösen wir uns von den Zwangsversteigerungen. Selbst auf dem freien Markt werden die Preise sinken, weil jetzt eben viele Idioten sich Immobilien kaufen, d.h. jetzt ist die Nachfrage massiv erhöht. Wenn diese Nachfrage weiterhin hoch bleibt werden auch die Preise nicht sinken.

Noch ein paar Gedanken zu den anderen Stichworten, die in den Raum gewerfen werden:

Demographiefaktor: Selbst wenn der durch Zuwanderung ausgeglichen wird sind die Zuwanderer i.d.R. nicht die, die Kaufimmoblien nachfragen.

Konjunktur: Weiß kein Mensch.

Lage der Immobilie: Mit Sicherheit ein entscheidender Faktor.
Mal ehrlich: Braucht man mit Mitte 40 die schicke Top-Lage überhaupt? Das ist vll. mit Mitte 20 bis Mitte 30 (zur Miete) interessant wegen dem Ausgehen und den Freizeitmöglichkeiten, aber mit Mitte 40 reicht auch eine GUTE Lage (kommt jetzt nicht mit Käffern ohne Busanschluss etc.)

Die Immobilienfans sollten halt einfach aufhören, den Kauf einer Immobilie allein aus finanziellen Gründen zu rechtfertigen. Eine eigene Immobilie muss man sich einfach leisten können. Fertig. Bei Aussagen
"Klar kannst du das 0-Risiko spielen und nur mieten - andere Leben in der Zeit lieber schon." liest man einfach den ideellen Wert des Käufers raus. Das ist ja in Ordnung, wenn er nur mit eigener Immobilie "leben" kann.
Ich hab noch kein Statement hier gehört, in dem jemand sagt, dass sein Lebenstraum eine eigene Immobilie ist und er bereit ist, dafür den Preis zu zahlen.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Wir haben schon jetzt einen geteilten Immobilienmarkt. 30 oder 40 km von den Ballungsräumen entfernt sieht es teilweise schon dramatisch aus. Da bekommt man ein freistehendes Haus mit großem Grundstück für den Preis einer sehr kleinen Wohnung in der Stadt. Und die Verkäufer im ländlichen Raum verkaufen zum Teil mit erheblichen Verlusten, manchmal sind das 50%.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Lounge Gast schrieb:

Wir haben schon jetzt einen geteilten Immobilienmarkt. 30
oder 40 km von den Ballungsräumen entfernt sieht es teilweise
schon dramatisch aus. Da bekommt man ein freistehendes Haus
mit großem Grundstück für den Preis einer sehr kleinen
Wohnung in der Stadt. Und die Verkäufer im ländlichen Raum
verkaufen zum Teil mit erheblichen Verlusten, manchmal sind
das 50%.

Schwachsinn. Dass Stadtwohnungen auf den qm teurer sind, weiss jede Oma.

Was Fakt ist: Preise in ländlichen Regionen sind in den vergangenen Jahren lange nicht so gestiegen wie im städt. Umfeld. Sondern mehr oder weniger nur mit der Inflation.

Und mit 50% Verlust verkaufen heute nur absolute Vollidioten. Eine halbwegs nutzbare Immobilie geht normal für den Verkehrswert weg. Ausser in Horror Bezirken wie Nordwest MVP oder so...

Also denke für 5 Cent mit, bevor Du einen solchen Unfug verzapfst. Das senkt nur das Niveau der Diskussion.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Lounge Gast schrieb:

Die Immobilienfans sollten halt einfach aufhören, den Kauf
einer Immobilie allein aus finanziellen Gründen zu
rechtfertigen. Eine eigene Immobilie muss man sich einfach
leisten können. Fertig. Bei Aussagen
"Klar kannst du das 0-Risiko spielen und nur mieten -
andere Leben in der Zeit lieber schon." liest man
einfach den ideellen Wert des Käufers raus. Das ist ja in
Ordnung, wenn er nur mit eigener Immobilie "leben"
kann.
Ich hab noch kein Statement hier gehört, in dem jemand sagt,
dass sein Lebenstraum eine eigene Immobilie ist und er bereit
ist, dafür den Preis zu zahlen.

Im Moment braucht man halt solche aussagen auch nicht tätigen. Es lohnt sich fast für jeden, im Moment zu bauen statt Mieter bleiben. Bei den aktuellen Zinsen ist ein Volltilgung, je nach Gehalt, in 10-15 Jahren für mindestens 90% der Lagen in Deutschland möglich.

Voraussetzungen: stabile Partnerschaft, Kinder oder Kinder geplant (dementsprechend der Platzbedarf für das Haus vorhanden bzw. Miete wäre in diesem Fall bei 1.000 Euro Kaltmiete aufwärts, wenn es nicht der unsanierte, soziale Wohnungsbau werden soll) und wenigstens ein bisschen Eigenkapital. Bauen sollte man in der Nähe einer wachsenden oder stabilen Großstadt. Dort, wo es Jobs gibt. Ob die Immo in 10, 20, 50 Jahren noch einen Wiederverkaufswert oder nicht hat, kann einem dagegen egal sein. Man möchte ja drin leben bleiben und nach 10-15 Abzahlungsjahren lohnen sich 40-50 mietfreie Jahre bis zum Altersheim in jedem Fall, auch wenn man die Immo danach für einen Euro verkauft.

Ansonsten, ganz klar: Lieber lebe ich in einem Haus nach neustem Energiestandard, mit schöner Süd-West-Terrasse und ausreichend Platz als in einer alten Wohnung. Wenn ich für die Wohnung nicht mehr als für das Haus zahlen möchte, dann wird es auch eine Problemgegend statt schicker Stadtrandlage. Was ist das überhaupt für eine Frage? Klar, lieber ein 5er BMW als ein Dacia. Und wenn der 5er auch noch weniger kostet und weniger verbraucht...

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Ich bin erst kurze Zeit in Deutschland aber die Häuserpreise haben mich auch geschockt. Komme ursprünglich aus den USA und da kosten die Häuser im Verhältnis zu den Gehältern deutlich weniger. Bin damals mit 70.000$ gestartet. Nach 5 Jahren war ich bei 140.000$. Für um die 250.000$ bekommt man wirklich sehr schöne riesige Häuser in meiner alten Gegend (Houston). Kleinere Häuser gibt noch deutlich günstiger. Weiß nicht wie es im Moment aussieht nach dem ganzen Geld reingepumpe, da müsste ich mal informieren.

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know-it-all

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Lounge Gast schrieb:

[..]
Was Fakt ist: Preise in ländlichen Regionen sind in den
vergangenen Jahren lange nicht so gestiegen wie im städt.
Umfeld. Sondern mehr oder weniger nur mit der Inflation.

Und mit 50% Verlust verkaufen heute nur absolute Vollidioten.
Eine halbwegs nutzbare Immobilie geht normal für den
Verkehrswert weg. Ausser in Horror Bezirken wie Nordwest MVP
oder so...

Also denke für 5 Cent mit, bevor Du einen solchen Unfug
verzapfst. Das senkt nur das Niveau der Diskussion.

Es gibt definitiv nicht nur MVP als strukturschwache Region mit rückläufiger Bevölkerungsentwicklung, in denen die Immobilienpreise rückläufig sind. 50% sind sicher ein extremes Beispiel, aber eine Wertsteigerung in Höhe der Inflation ist auch kein Selbstläufer.

Du schreibst ja selbst, dass eine Immobilie auch dort zum "Verkehrswert" weggeht. Und genau dieser entwickelt sich ja rückläufig, primär aufgrund der geringen Nachfrage, die wieder eine Folge der Bevölkerungsentwicklung ist.

Kannst du dir vielleicht als Münchner oder sonstiger Hochpreis-Städter nicht vorstellen, ist aber so.

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know-it-all

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Lounge Gast schrieb:

Im Moment braucht man halt solche aussagen auch nicht
tätigen. Es lohnt sich fast für jeden, im Moment zu bauen
statt Mieter bleiben. Bei den aktuellen Zinsen ist ein
Volltilgung, je nach Gehalt, in 10-15 Jahren für mindestens
90% der Lagen in Deutschland möglich.

Die Diskussion, dass man für 330 kEUR angeblich überall in der Republik ein Haus hochziehen kann, hatten wir doch schon in einem anderen Thread schonmal. Keiner hat dort deine Position unterstützt. Alle haben geschrieben, dass die Rechnung realitätsfern ist.
Jetzt rechnest du dir dein Beispiel schön, denn in den Lagen, wo man für eine von dir beschriebene Wohnung 1000 EUR Kaltmiete zahlt, ist es eben aufgrund der Preise für die allermeisten illosorisch eine Immobilie zu finanzieren und 10-15 Jahren komplett zu tilgen.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

zu verkäufen mit 50% Verlust: das sind schon krasse Beispiele, aber auch die kommen durchaus mal in Bayern und Ba-Wü vor, wenn es 30 km ausserhalb eines Ballungszentrums ist und das Haus längst nicht mehr auf der Höhe der Zeit ist. Ich selbst kenne solche Beispiele. Z.B. Bauernhaus für 250 k DM Mitte der 90er gekauft, für ca. 100 k DM renoviert, kaum getilgt sondern man hat lieber auf großem Fuß gelebt, dann vor einem Jahr Zwangsversteigerung, die Bude ging für 70k Euro weg. Lage: 40 km von Stuttgart City! eine Gegend mit fast Vollbeschäftigung und guter Anbindung in die Stadt. Gar kein vergleich zu "nordöstliches MVP". So ein Haus könnte ich mir auch mal vorstellen zu kaufen wenn ich über 40 bin. Dann aber bar ohne Schulden.

Die Preise werden wieder sinken, zumindest ausserhalb der Top Lagen, sobald die Zinsen mal steigen werden oder die Konjunktur nachlässt. Das Problem ist leider, dass viele Leute nicht die Grundlagen des Immobilienkaufs kennen. Z.B. man sollte niemals mehr als 20 Jahreskaltmieten als Kaufpreis bezahlen. Viele gehen da anders vor, nämlich man fragt die Bank oder den Makler, was bei EInkommen x und Eigenkapital y maximal finanzierbar ist. Da Banken und Makler bei hohen Summen am meisten verdienen, wird häufig das Mögliche ausgereizt bis zum geht nicht mehr. Ich kenne ein Paar die haben zusammen 4000 Euro netto, Anfang 30, 50k Eigenkapital und bekamen von ihrer Bank ein 500k Haus finanziert! da reicht schon der kleinste Fehler, der kleinste Karrierenknick, eine kleine ungeplante Mehrbelastung und schon droht ein Notverkauf!

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Eben ohne Wärmedämmung, keine vorgeschriebene Nutzung regenerativer Energien, Heizung wahrscheinlich massivst kleiner dimensioniert. Ganz im Gegenteil das Haus: Die Pappschachteln sind meist alles andere als massiv. Dazu sind Handwerker in den USA billiger. Das sind eher Hilfskräfte und nicht dual ausgebildet wie in Deutschland.

Außerdem werden die Hauspreise durch die Folgekosten gedrückt. Die Steuern auf Grundbesitz sind dort teils so hoch, dass man mit Haus mieten in Deutschland günstiger kommt als ein Hausbesitzer (hypothkenfrei!) in den USA.

Lounge Gast schrieb:

Ich bin erst kurze Zeit in Deutschland aber die Häuserpreise
haben mich auch geschockt. Komme ursprünglich aus den USA und
da kosten die Häuser im Verhältnis zu den Gehältern deutlich
weniger. Bin damals mit 70.000$ gestartet. Nach 5 Jahren war
ich bei 140.000$. Für um die 250.000$ bekommt man wirklich
sehr schöne riesige Häuser in meiner alten Gegend (Houston).
Kleinere Häuser gibt noch deutlich günstiger. Weiß nicht wie
es im Moment aussieht nach dem ganzen Geld reingepumpe, da
müsste ich mal informieren.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Wie machen wir das dann wohl? Ich glaube, du hast einfach keine Ahnung, wie man ein Haus baut; wie man gute Leistung für einen fairen Preis bekommt; Wie man Grundstücke kauft; usw.

Ich kann dir sagen, wenn wir schlüsselfertig vom Bauträger inkl. Grundstück gekauft hätten, wären wir bei über 400k angekommen und hätten nicht den Standard, welchen wir jetzt haben. Herausgekommen ist besser Lage bei vergleichbarer Grundstücksgröße und ein Haus, welches in vielen wichtigen Details deutlich besser ist und das ganze für unter 300k. Boden & Malerarbeiten haben wir selbst gemacht. Der Rest wurde gemacht, aber eben alles zu einem fairen Preis und nicht per Abzockverfahren vom Bauträger. Das Thema Bau ist ein komplexes Thema. Entweder du liest dich dort über einige Wochen und Monate ein. Das habe ich gemacht, täglich mehrere Stunden auf Arbeit. Dazu Kontakte zu Bau.-Ings. aber nicht, weil die mir irgenwie geholfen haben, sondern weil man einfache alle Details verstehen muss.

Wenn du dir dieses Wissen nicht anliest, dann zahle den Bauträger eben 100k Gewinn pro Haus. Bei Eigentumswohnungen ist der Abzock-Faktor noch extremer, weil man hier noch weniger Transparenz hat und Selber-Bauen eben keine Ausweich-Option ist. Im Regelfall kannst du davon ausgehen, dass ein Bauträger bei ETW mindestens 100% Gewinnaufschlag auf Grundstück, Baukosten und Baunebenkosten schlägt. Deswegen sind die Eigentumswohnung eigentlich auch idiotisch.

Also glaube doch weiterhin an das Märchen der ach so teuren Häuser und kaufe dann irgendwann mal ein gebrauchtes Haus oder eins vom Bauträger. P.S. im Moment sind gebrauchte Häuser deutlich teurer als Neubau mit besserem Standard. Aber eben nicht vom Bauträger. Wir haben über Monate unser exaktes Anforderungsprofil definiert, aber wirklich lückenlos, und haben uns dann zahlreiche Angebote eingeholt. Die Angebote noch, wo es ging, gegeneinander ausgespielt. Du musst wirklich wissen, was du haben möchtest, dazu musst du die Vorteile und Nachteile kennen. Für jedes einzelne Gewerk. Sparpotential sicher 100k, wenn man es richtig macht. Sparpotential bei uns durch Grundstückskauf von der Stadt statt vergleichbares Grundstück auf dem freien Markt: knapp 40k. Aber die Stadt verkauft eben nicht dauernd Grundstücke. Wer ungeduldig ist, schlägt sofort zu und bezahlt eben mehr. Die Stadt erschließt bei uns 1-2x Grundstücke pro Jahr. Und nicht jedes Mal sind die Preis auch vertretbar. Auf jeden Fall sind aber innerhalb von Wochen hunderte Grundstücke weg. Weil die Lagen meist gut bis sehr gut sind und die Preise unter Marktniveau.

P.S.S.: Für uns wäre es nichts, aber du kannst dir in ganz Deutschland für 130-140k ein KFW70-Holzrahmenbau-Fertighaus (125 qm Wohnfläche) hinstellen lassen, von den einschlägigen Anbietern. Sicher nicht optimal, aber besser als sozialer Wohnbau. Hier lohnt es sich auch, 1. zu verhandeln, 2. auf eine Aktion zu warten, welche genau deinen Anforderungen entspricht. In diesem Fall ist einiges an Eigenleistungen zu erbringen, aber nichts, was man nicht nach 3-4 Monaten abends und am Wochenende fertig hat. Dann bleiben noch 200k für das Grundstück, wenn wir bei deinen angesprochenen 330k bleiben wollen. 400qm sollten reichen (für uns zu wenig, für ein EFH mit kleinem Garten, Terrasse und Grill genug und sicher besser als sozialer Wohnbau), dann kannst du bis zu 500 EUR pro qm investieren. (Durchschnitt in Bayern ist beispielsweise 150 EUR je qm).

know-it-all schrieb:

Lounge Gast schrieb:

Im Moment braucht man halt solche aussagen auch nicht
tätigen. Es lohnt sich fast für jeden, im Moment zu bauen
statt Mieter bleiben. Bei den aktuellen Zinsen ist ein
Volltilgung, je nach Gehalt, in 10-15 Jahren für
mindestens
90% der Lagen in Deutschland möglich.

Die Diskussion, dass man für 330 kEUR angeblich überall in
der Republik ein Haus hochziehen kann, hatten wir doch schon
in einem anderen Thread schonmal. Keiner hat dort deine
Position unterstützt. Alle haben geschrieben, dass die
Rechnung realitätsfern ist.
Jetzt rechnest du dir dein Beispiel schön, denn in den Lagen,
wo man für eine von dir beschriebene Wohnung 1000 EUR
Kaltmiete zahlt, ist es eben aufgrund der Preise für die
allermeisten illosorisch eine Immobilie zu finanzieren und
10-15 Jahren komplett zu tilgen.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

@Houston: da hast du völlig recht. Schaut euch mal auf YT "house hunters" an, die bieten bei Zwangsversteigerungen in Phoenix mit. Da ist es richtig interessant, was da richtig geile Häuser in super Lagen kosten. Die nennen auch da immer den normalen Preis. AUch ist es krass wie gut die da ausgestattet sind. Nicht selten ein geiles Bad mit Whirlpool, moderne Fließen, Marmor Küchen, Air Cond., großer Pool im großen Garten.
In Houston ist das ähnlich. Übrigens: selbst Massiv Häuser aus Stein sind da deutlich günstiger. Wobei ich persönlich finde, dass man in einem schönen Holzhaus mit den oben genannten Dingen eine viel bessere Lebensqualität hat als in irgendeiner Wohnung im MFH. Jedenfalls in diesen Städten gibt es recht moderne und gut ausgestattete Häuser in mittleren Lagen für schon 150k Dollar. Für 300 k Dollar ist man schon im Hochpreissegment. Vergleicht das mal mit wirtschaftlich nicht am boden liegenden Großstädten Deutschlands. Da gibts es teils nicht mal ein Reihenmittelhaus am Stadtrand dafür und renovieren darf man auch noch. Leider haben halt die USA viele andere Nachteile. Was Immobilien betrifft, aber ein Top Land. Auch sind die Mietrenditen viel höher als hier. Für 3-5% würde da kaum ein Vermieter überhaupt nur einen Finger krumm machen. Nicht selten sind 7-12% die Regel, da lohnt sich kaufen auch meist. In Texas sowieso, weil dort gibt es keine Landbindung, d.h. ob das mal Farmland war oder Bauland, ist egal. Daher ist Land sehr günstig. Lohnzusatzkosten sind auch geringer, daher kosten Handwerker viel weniger. Ebenso gibt es viele bürokratische Bauvorschriften nicht. So lässt sich ein Haus viel günstiger hochziehen. Selbst die untere Mittelschicht kann sich in den USA daher Häuser leisten. Zwar hat es diese Schicht mit Schulden meist übertrieben, aber wenn jemand solide wirtschaftet, ist ein normales Haus in den Staaten mit einem mittleren Einkommen nach 10-15 Jahren problemlos abbezahlt, mit ca. 25% des Einkommens. Dort ist es sogar üblich, dass sich KFZ Mechaniker, Elektriker, Klempner und Co die im Jahr 40-50k Brutto Dollar verdienen, sich mit Ende 20 oder um die 30 ein Haus kaufen können. Hier in DE geht das fast nur in sehr günstigen Regionen oder wenn man ein Haus geerbt hat, oder eine fette Finanzspritze von den Eltern bekam oder zumindest ein Grundstück. Dazu auch "Generation Laminat", die Autorin im Buch beschreibt das sehr gut. Sie sagt, die Leute die sie kennt, sie sich im Rhein-Main Gebiet Wohneigentum geleistet haben, hatten so gut wie alle wohlhabende Eltern bzw. ein Erbe im Hintergrund. Dabei spricht sie quasi fast nur von Akademikern!

und ohne eigenes Haus finde ich persönlich, nun ja, ist man quasi sowas wie ein Nomade ohne Heimat. Ich selbst komme aus einer sehr konservativen Region, da ist es quasi so, dass nur die Unterschicht nicht im eigenen Haus wohnt. Leute ohne Schulabschluß, Hilfsarbeiter, Langzeitarbeitslose, Geschiedene die keine(n) mehr abbekommen haben, Spieler, Alkoholiker usw.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Du hast wirklich überhaupt keine Ahnung! Ich habe zur Zeit wieder so ein Objekt im Angebot. Sehr moderne Ausstattung, Pelletsofen, carport u.s.w. Freistehend, schöne Lage. Aber die Verkäuferin hat keine Chance, auch nur 70% von dem zu erzielen, was sie vor über 15 Jahren für das damals fast neue Haus bezahlt hat. Der Verkehrswert ist dramatisch rückläufig. Sieh Dir mal an, wie ein Gutachterausschuss einen Verkehrswert berechnet! Lage ist nicht in MVP, sondern in RLP, gar nicht so weit weg von Mainz, wo momentan fast jede Hundehütte vergoldet wird.

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

Wir haben schon jetzt einen geteilten Immobilienmarkt. 30
oder 40 km von den Ballungsräumen entfernt sieht es
teilweise
schon dramatisch aus. Da bekommt man ein freistehendes
Haus
mit großem Grundstück für den Preis einer sehr kleinen
Wohnung in der Stadt. Und die Verkäufer im ländlichen Raum
verkaufen zum Teil mit erheblichen Verlusten, manchmal
sind
das 50%.

Schwachsinn. Dass Stadtwohnungen auf den qm teurer sind,
weiss jede Oma.

Was Fakt ist: Preise in ländlichen Regionen sind in den
vergangenen Jahren lange nicht so gestiegen wie im städt.
Umfeld. Sondern mehr oder weniger nur mit der Inflation.

Und mit 50% Verlust verkaufen heute nur absolute Vollidioten.
Eine halbwegs nutzbare Immobilie geht normal für den
Verkehrswert weg. Ausser in Horror Bezirken wie Nordwest MVP
oder so...

Also denke für 5 Cent mit, bevor Du einen solchen Unfug
verzapfst. Das senkt nur das Niveau der Diskussion.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

In den ländlichen Regionen sind die Preise rückläufig, steigen also überhaupt nicht!

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:
Was Fakt ist: Preise in ländlichen Regionen sind in den
vergangenen Jahren lange nicht so gestiegen wie im städt.
Umfeld. Sondern mehr oder weniger nur mit der Inflation.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

War früher oft in den USA. Die Häuserpreise waren mal niedrig, dann mal hoch, dann wieder niedrig. Meine Tante wohnt in Kalifornien in den Bergen. Vor 10 Jahren hat da so manches Holzhaus gebraucht 500k gekostet. Vor der Finanzkrise. Ein Unterschied zu Deutschland ist die primitive Bautechnik, die natürlich billig ist. Wärmedämmung kein Thema, man reißt die Klimaanlage voll auf, weil Energie immer noch sehr wenig kostet. Grundstücke sind im Vergleich zu Deutschland extrem billig. Hier kostet im städtischen Bereich das Baugrundstück sehr oft deutlich mehr als das Haus, was darauf gebaut wird.

Lounge Gast schrieb:

Ich bin erst kurze Zeit in Deutschland aber die Häuserpreise
haben mich auch geschockt. Komme ursprünglich aus den USA und
da kosten die Häuser im Verhältnis zu den Gehältern deutlich
weniger. Bin damals mit 70.000$ gestartet. Nach 5 Jahren war
ich bei 140.000$. Für um die 250.000$ bekommt man wirklich
sehr schöne riesige Häuser in meiner alten Gegend (Houston).
Kleinere Häuser gibt noch deutlich günstiger. Weiß nicht wie
es im Moment aussieht nach dem ganzen Geld reingepumpe, da
müsste ich mal informieren.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Der Vergleich mit den USA hinkt etwas. Klar die Häuser sind erschwinglicher. Die Sache ist aber eher das man dort als Akademiker noch gut verdienen kann. Guckt mal was man dort zum Beispiel beim Einstieg bei den Big 4 verdient. Und wie sich das Gehalt dann in 5 Jahren entwickelt. Die Abgaben sind auch noch viel geringer. Bleiben wir mal bei den Big4. In D steigt man all in mit vielleicht 45T? ein wenns hoch kommt. Nach 5 Jahren ist man bei 65t?, wenn man die beiden (anspruchsvollen) Examen geschafft hat. Netto sind das 700? Unterschied. Das ist ein Witz. In den USA hat man sein Gehalt von 70T$ auf 150t$ gebracht und Netto merkt man das auch tatsächlich. Und jetzt kommt mir nicht mit "dafür hat man bei uns mehr freie Tage, Jobsicherheit etc" das hat - bis auf die paar VWundsoweiter-Leute - nämlich in Deutschland auch niemand mehr.
Man merkt schon wie kaputt dieses Land ist wenn gut ausgebildete Leute sich Ärgern nicht besser Beamte geworden zu sein.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

@Vorposter mit dem Big4 USA Beispiel: da gebe ich dir völlig Recht. Genauso ist es! zumal 45k zum Einstieg bei einer BIG4 schon überdurchschnittlich sind und mancher nach 5 Jahren auch nur mit Boni + Überstunden überhaupt auf 60k kommt. Davon kann man sich nicht mal 20-30 km ausserhalb von FFM ein Haus leisten. Houston was 2 Mio EInwohner und eine niedrige Arbeitslosenquote sowie eine Skyline die besser ist als die von FFM hat, hat da viel niedrigere Preise, selbst schon in Vororten, die keine 10 km vom Stadtkern entfernt sind. Da kann man sich selbst mit 70k US Dollar ohne weiteres nach einigen Jahren sparen ein Haus leisten, mit 100k US Dollar aufwärts sowieso, sogar als Alleinverdiener ohne Schulden zu machen. Der Fehler vieler Amis war es halt, dass Leute nicht so gewirtschaftet haben, sondern es wurde das Gehalt einfach verprasst für Konsum, statt z.B. ein Haus schuldenfrei zu kaufen. Ich denke auch, dass man dort leichter zu Eigentum kommt, ausser einige Hot Spots wie NYC. Selbst Chicago ist in den Vororten noch relativ erschwinglich, falls jetzt jemand mit dem Argument kommt, ich vergleiche Äpfel mit Birnen. In den USA ist es wie ich schon sagte normal, dass Paare mit Mitte/Ende 20 sich ein Haus kaufen. Hierzulande kann das kaum jemand. Nur leider ist es derzeit sehr schwer in die USA rein zu kommen. Ja Kündigungsschutz ist geringer, aber wie schon gesagt wurde, auch hier kann man jemanden los werden, wenn man das möchte. Außer natürlich in sozialistischen Firmen wie VW, wo sich 500 und mehr auf eine Stelle bewerben.

Sicherheit gibt es für die meisten ANs hier zulande auch nicht mehr, insbesondere nicht im Mittelstand. Wenn man da dem Chef bzw. Inhaber blöd kommt, kann der auch einen unter einem Vorwand fristlos entlassen und wenn wie im Mittelstand so häufig, die Führungsriege in Familienhand ist, sieht es mit einer Klage vor Gericht auch eher schlecht aus.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

... ich komm dir mit den hohen Studiengebühren, die dazuführen, dass du am Ende des Studium locker mal 100.000 Dollar Schulden hast. Dann muss man natürlich mehr verdienen...

Lounge Gast schrieb:

Der Vergleich mit den USA hinkt etwas. Klar die Häuser sind
erschwinglicher. Die Sache ist aber eher das man dort als
Akademiker noch gut verdienen kann. Guckt mal was man dort
zum Beispiel beim Einstieg bei den Big 4 verdient. Und wie
sich das Gehalt dann in 5 Jahren entwickelt. Die Abgaben sind
auch noch viel geringer. Bleiben wir mal bei den Big4. In D
steigt man all in mit vielleicht 45T? ein wenns hoch kommt.
Nach 5 Jahren ist man bei 65t?, wenn man die beiden
(anspruchsvollen) Examen geschafft hat. Netto sind das 700?
Unterschied. Das ist ein Witz. In den USA hat man sein Gehalt
von 70T$ auf 150t$ gebracht und Netto merkt man das auch
tatsächlich. Und jetzt kommt mir nicht mit "dafür hat
man bei uns mehr freie Tage, Jobsicherheit etc" das hat

  • bis auf die paar VWundsoweiter-Leute - nämlich in
    Deutschland auch niemand mehr.
    Man merkt schon wie kaputt dieses Land ist wenn gut
    ausgebildete Leute sich Ärgern nicht besser Beamte geworden
    zu sein.
antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Ich plädiere für eine eigene Immobilie in Form eine EFH oder RH. Dort ist genügend Platz, es gibt eigene Gestaltungsmöglichkeiten und was ich am Besten finde: Den eigenen Garten, wo man den Zwitschern der Vögel lauschen, einen Pool aufstellen und entspannen kann. Das bietet keine Mietwohnung.

Allerdings gibt es beim Erwerb folgendes zu beachten:

  • Infrastruktur (Anschlüsse ÖPNV, sind Einkaufsmöglichkeiten in Form kurzer Fußwege zu erreichen, Anbindungen Eisenbahn, etc.)

  • Eigentumsverhältnisse (Erbpacht, Eigentum, Sondereigentum, Gemeinschaftseigentum, Altlasten, etc.)

  • Finanzierung auch in einkommensschwachen Zeiten möglich?

  • Einbruchrelevanz. Liegt die Immobilie zu abgelegen, droht erhöhte Einbruchgefahr.

  • Nachbarn. Befinden sich Metallbautriebe und Fuhrunternehmen in der Nachbartschaft, sit es mit der Ruhe schlecht bestellt.

Was den Wiederverkaufswert betrifft? Ist mir eigentlich egal, eine Immobilie ist ein Gebrauchsgegenstand, ähnlich wie ein Auto, Boot, etc. Nutzt sich ab und sollte in regelmäßigen Abständen gewartet werden. Außerdem möchte ich darin wohnen und nicht nach kurzer Zeit wieder verkaufen. Denn damit würde der Erwerb zur Groteske ausarten.
Bei mir in der Region (Randberlin) haben Reihen ? und Einfamilienhäuser vor 25 Jahren zwischen 50.000 und 150.000 DM gekostet, heute werden die gleichen Objekte zwischen 120.000 ? 300.000 ? angeboten.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Naja... das Leben ist ein Kompromiss!

Bei uns (Großraum Nürnberg) kosten stadtnahe Grundstücke schon so ca. 250 bis 300.000 EUR. Deutlich günstiger wird es erst, wenn man bereit ist, ca. 30-45 Min. am Tag zu pendeln (einfach!). Dann sind die o.g. 300k für ein neues Haus oder eine gute Bestandsimmobilie schon realistisch.

Für mich wäre das aber keine Option: Mit 300k müsste man immer noch 10+x Jahre abzahlen.

Aber das Hauptargument für mich: Bei ca. 45 Min Pendelzeit fehlen mir jeden Tag eineinhalb Stunden Freizeit. D.h. wenn ich um ca. 19:00 Uhr nach Hause komme, dann sehe ich mein tolles Haus nur im dunkeln und wenn ich morgens loshetzen muss ist es eh egal.

Daher bin ich mit meiner Wohnung in der Stadt glücklicher, die 15 Min. Arbeitsweg zu Fuß bieten doch mehr Lebensqualität als eine Villa im Nirwana, die ich nur am Wochenende bei Tageslicht sehe...

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Bei Immobilien, die ein Pendeln zur Arbeitsstätte oder in Goßstädte erfordern, sollte man immer die Mobilitätskosten hinzuaddieren. Ein Haus für 300k ? im Umland mit einer Pendelzeit von 45 Minuten ist dann auch nicht günstiger als das Haus in oder direkt an der Großstadt (Immobilienpreis plus Auto, Verschleiss, Fahrtkosten usw.)

Lounge Gast schrieb:

Naja... das Leben ist ein Kompromiss!

Bei uns (Großraum Nürnberg) kosten stadtnahe Grundstücke
schon so ca. 250 bis 300.000 EUR. Deutlich günstiger wird es
erst, wenn man bereit ist, ca. 30-45 Min. am Tag zu pendeln
(einfach!). Dann sind die o.g. 300k für ein neues Haus oder
eine gute Bestandsimmobilie schon realistisch.

Für mich wäre das aber keine Option: Mit 300k müsste man
immer noch 10+x Jahre abzahlen.

Aber das Hauptargument für mich: Bei ca. 45 Min Pendelzeit
fehlen mir jeden Tag eineinhalb Stunden Freizeit. D.h. wenn
ich um ca. 19:00 Uhr nach Hause komme, dann sehe ich mein
tolles Haus nur im dunkeln und wenn ich morgens loshetzen
muss ist es eh egal.

Daher bin ich mit meiner Wohnung in der Stadt glücklicher,
die 15 Min. Arbeitsweg zu Fuß bieten doch mehr Lebensqualität
als eine Villa im Nirwana, die ich nur am Wochenende bei
Tageslicht sehe...

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Vor 25 Jahren hat eine Finanzierung ungefähr 10% gekostet. RH ist etwas für junge Familien. Barrierefrei (ohne Treppen) ist besser. Einbruchsgefahr besteht vor allem bei Objekten, die einen guten Fluchtweg in Richtung Autobahn bieten. Eher nicht die ganz abgelegenen Objekte. Kann auch mal in einem städtischen Wohngebiet sein. War bei mir so.

Lounge Gast schrieb:

Ich plädiere für eine eigene Immobilie in Form eine EFH oder
RH. Dort ist genügend Platz, es gibt eigene
Gestaltungsmöglichkeiten und was ich am Besten finde: Den
eigenen Garten, wo man den Zwitschern der Vögel lauschen,
einen Pool aufstellen und entspannen kann. Das bietet keine
Mietwohnung.

Allerdings gibt es beim Erwerb folgendes zu beachten:

  • Infrastruktur (Anschlüsse ÖPNV, sind Einkaufsmöglichkeiten
    in Form kurzer Fußwege zu erreichen, Anbindungen Eisenbahn,
    etc.)

  • Eigentumsverhältnisse (Erbpacht, Eigentum, Sondereigentum,
    Gemeinschaftseigentum, Altlasten, etc.)

  • Finanzierung auch in einkommensschwachen Zeiten möglich?

  • Einbruchrelevanz. Liegt die Immobilie zu abgelegen, droht
    erhöhte Einbruchgefahr.

  • Nachbarn. Befinden sich Metallbautriebe und Fuhrunternehmen
    in der Nachbartschaft, sit es mit der Ruhe schlecht bestellt.

Was den Wiederverkaufswert betrifft? Ist mir eigentlich egal,
eine Immobilie ist ein Gebrauchsgegenstand, ähnlich wie ein
Auto, Boot, etc. Nutzt sich ab und sollte in regelmäßigen
Abständen gewartet werden. Außerdem möchte ich darin wohnen
und nicht nach kurzer Zeit wieder verkaufen. Denn damit würde
der Erwerb zur Groteske ausarten.
Bei mir in der Region (Randberlin) haben Reihen ? und
Einfamilienhäuser vor 25 Jahren zwischen 50.000 und 150.000
DM gekostet, heute werden die gleichen Objekte zwischen
120.000 ? 300.000 ? angeboten.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Interessant! Nürnberg war früher mal für billige Immobilienpreise bekannt, als Frankfurt, Wiesbaden und Stuttgart schon richtig teuer waren. Ist schon ein paar Jahre her ...

Lounge Gast schrieb:

Naja... das Leben ist ein Kompromiss!

Bei uns (Großraum Nürnberg) kosten stadtnahe Grundstücke
schon so ca. 250 bis 300.000 EUR. Deutlich günstiger wird es
erst, wenn man bereit ist, ca. 30-45 Min. am Tag zu pendeln
(einfach!). Dann sind die o.g. 300k für ein neues Haus oder
eine gute Bestandsimmobilie schon realistisch.

Für mich wäre das aber keine Option: Mit 300k müsste man
immer noch 10+x Jahre abzahlen.

Aber das Hauptargument für mich: Bei ca. 45 Min Pendelzeit
fehlen mir jeden Tag eineinhalb Stunden Freizeit. D.h. wenn
ich um ca. 19:00 Uhr nach Hause komme, dann sehe ich mein
tolles Haus nur im dunkeln und wenn ich morgens loshetzen
muss ist es eh egal.

Daher bin ich mit meiner Wohnung in der Stadt glücklicher,
die 15 Min. Arbeitsweg zu Fuß bieten doch mehr Lebensqualität
als eine Villa im Nirwana, die ich nur am Wochenende bei
Tageslicht sehe...

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checker

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Hallo TE,

das ist genau mein Thema! Wir haben fast die Gleiche Situation mit nur 2 Unterschieden: EK 0 und wir leben im Großraum Berlin.

Wir haben auch eine größere und schönere Wohnung gesucht. Mieten oder kaufen war uns egal.

Fazit:
Für unsere geplanten 1.000 EUR Kaltmiete, die wir uns mittelfristig leisten können, bekäme man etwa 200.000 Kredit. Da kein nennenswertetes EK war das das Limit. - Jetzt bitte kein gelaber, dass es ein paar Kröten mehr oder weniger sein sollten.

Leider ist es so, dass die Kaufpreise die Mietpreise hier bei weitem übersteigen. Für 200k bekommt man in einer nicht schlechten Lage in Berlin oder Potsdam oft nicht mehr als gut sanierte Platte oder ähnliches. Zumindest, wenn wir über 3-Raum sprechen und ein gutes Umfeld meinen.

Weiter "raus" zu ziehen ist oft unsinn, da der Kostenvorteil durch die Kostenbelastung durch ein 2. Auto und deutlich höhere Fahrtkosten aufgefressen wird.

Anders sieht es beim Mieten aus: für 1.000 Kalt bekommt man hier zum Teil ganz gute Wohnungen in vernüftiger Lage. Allerdings auch nicht besonders. Aber es wäre ok für eine junge Familie.

Also haben wir uns zum Mieten entscheiden!

Die Kaufpreise sind aufgrund der großen Geldvermögen in Deutschland und der EU, die sichere Anlagen suchen so stark gestiegen, dass sich kaufen derzeit nicht lohnt. Der Markt müsste das zwar ausgleichen, da man derzeit gar nicht die erforderliche Mietrendite erreichen kann. Allerdings erwartet der Markt in der Zukunft steigende Mieten und/oder die Referenz bilden Verluste in anderen Anlagen, so das Verluste mit Immobilen das kleinere Übel darstellen.

Wenn du jetzt mietest kannst du in ein paar Jahren mit deutlich höherer Planungssicherheit (vielleicht bekommt ihr gar keine Kinder oder gleich Drillinge) eine passende Immobilie zu besseren Preisen kaufen bzw. stimmt der Markt dann wieder zur Miete.

Kaufen können nur Leute mit Familienvermögen. Das ist sehr viel weiter verbreitet als man denkt. Hier bauen auch ein paar Bekannte, die als Handwerker oder ungelernte von meinem Gehalt nur träumen können. Trotzdem lachen die mich aus, da der Opa das Grundstück bezahlt/hat, der Schwiegervater 50k, der Vater 50k dazu gibt und der Rest wird mit Freunden, die diese Leute haben, da sie nicht wie das Akademiker-Proletariat "deutschlandweit flexibel" sein muss, hochgezogen. Dann zahlen die fast nix mehr ab. - So geht das.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Lounge Gast schrieb:

Bei uns (Großraum Nürnberg) kosten stadtnahe Grundstücke
schon so ca. 250 bis 300.000 EUR.

Wie groß soll das dann bitte sein?
Ich komme aus der Gegend, in Abstand von 15 Autominuten zur Innenstadt kosten Grundstücke etwa 300? pro qm. Vor 10 Jahren waren es noch etwa 150.
Hier in der Gegend wurden erst letztes Jahr einige Doppelhaushälften verkauft, zwar klein, kein Keller, wenig Grund, aber auch nur für 200 TEuro komplett.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Ich habe gerade mal recherchiert. Bodenrichtwerte (diese richten sich nach den tatsächlichen Verkäufen, da der Stadt diese ja wegen der Grunderwerbssteuer bekannt sind!) in Nürnberg für Grundstücke, welche für EFH-Bebauung vorgesehen sind, liegen im Bereich 140 bis 740 EUR je qm [im Stadtgebiet! - keine Vororte!]. Für ein 400 qm Grundstück dementsprechend 56.000 EUR bis 296.000 EUR. Deine angesprochenen 250-300k für ein Grundstück sind also schon höchster Luxus in bester Lage. Wie gesagt, dass sind die tatsächlichen Werte für Grundstücke für EFH-Bebauuung, welche der Stadt bekannt sind und dementsprechend real veröffentlicht werden.

Lounge Gast schrieb:

Naja... das Leben ist ein Kompromiss!

Bei uns (Großraum Nürnberg) kosten stadtnahe Grundstücke
schon so ca. 250 bis 300.000 EUR. Deutlich günstiger wird es
erst, wenn man bereit ist, ca. 30-45 Min. am Tag zu pendeln
(einfach!). Dann sind die o.g. 300k für ein neues Haus oder
eine gute Bestandsimmobilie schon realistisch.

Für mich wäre das aber keine Option: Mit 300k müsste man
immer noch 10+x Jahre abzahlen.

Aber das Hauptargument für mich: Bei ca. 45 Min Pendelzeit
fehlen mir jeden Tag eineinhalb Stunden Freizeit. D.h. wenn
ich um ca. 19:00 Uhr nach Hause komme, dann sehe ich mein
tolles Haus nur im dunkeln und wenn ich morgens loshetzen
muss ist es eh egal.

Daher bin ich mit meiner Wohnung in der Stadt glücklicher,
die 15 Min. Arbeitsweg zu Fuß bieten doch mehr Lebensqualität
als eine Villa im Nirwana, die ich nur am Wochenende bei
Tageslicht sehe...

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Sag ich doch. 20% Eigenkapital macht 1,75% Zinsen und 1% Tilgung gleich 367 EUR Monatsrate fest für die nächsten 10 Jahre (für genügend Wohnraum für 4 Personen plus Garten und Terrasse). Volltilgung über 10 Jahre erreicht man bei etwa 1.400 - 1.500 EUR pro Monat (muss man aber nicht machen - 700 - 750 EUR pro Person bei einem Pärchen). Dann gehört das Haus aber nach 10 Jahren auch komplett einem selbst ohne wenn und aber und ohne Anschlussfinanzierung. Und das Ding hat sicher einen deutliche höheren Standard als eine versiffte Wohnung aus dem Bestand. Sei es Heiz- und Energieeffizienz, Dämmung, Fenster, nagelneue Sanitärobjekte, usw...

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

Bei uns (Großraum Nürnberg) kosten stadtnahe Grundstücke
schon so ca. 250 bis 300.000 EUR.

Wie groß soll das dann bitte sein?
Ich komme aus der Gegend, in Abstand von 15 Autominuten zur
Innenstadt kosten Grundstücke etwa 300? pro qm. Vor 10 Jahren
waren es noch etwa 150.
Hier in der Gegend wurden erst letztes Jahr einige
Doppelhaushälften verkauft, zwar klein, kein Keller, wenig
Grund, aber auch nur für 200 TEuro komplett.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Habe mit meiner Freundin in 2,5 Jahren auch 50k Eigenkapital angespart. Wenn man möchte, dann geht das. Und Deutschlandweit flexibel sind wir keinesfalls. Das ist unsere Stadt mit Freunden, Familie und Punkt und basta.

200.000 Kredit bekommt man bei 80% Beleihungswert 1,7% Zinsen. Bei 1% Tilgung kommst du auf eine Monatsrate von 467 EUR. Weit entfernt von eurer Kaltmiete also. Für 1.000 EUR könnt ihr 4 - 4,5% tilgen (Anfangstilgung). Anders gesagt, nach 10 Jahren gehört euch schon der Großteil der Wohnung, wobei ihr keinen Cent mehr investiert habt, als bei Miete.

Wer im Moment kein EK hat, sollte es sich schleunigst besorgen. Früher hatte man 6-8% Zinsen und 1-2% Tilgung. Heute sind wir bei 1-2% Zinsen, dementsprechend 6-8% Tilgung möglich bei gleicher Monatsrate. Wer diesen finanziellen Spielraum auch wirklich zur Tilgung nutzt und nicht für Sonderwünsche (Erdwärmeheizung, massivste Dämmung, goldene Wasserhähne, exklusive Fliesen und Bodenbeläge, Kamin, usw.), der hat sein Haus in 10 Jahren komplett oder nahezu abgezahlt. Das ist im Moment eine historisch nahezu einmalig Möglichkeit, Vermögen zu bilden und ab Mitte 30 (D.h. Haus gekauft ein paar Jahre nach Studienende mit Mitte 20 und einigem Eigenkapital und abgezahlt mit Mitte 30) bis zum Altersheim 33-50% seiner Kosten (Miete bei einer 4 köpfigen Familie) komplett zu eliminieren. Vom finanziellen Standpunkt in keinster Weise mit den Hochzinsphasen zu vergleichen, wo der Kapitalzins etwa dem Mietzins entsprach. Heute ist selbst bei einer 300k-Luxus-Hütte der Kapitalzins bei nur 425 EUR. Der übliche Kredit für die deutsche Durchschnittsfamilie wird eher bei 200k liegen, dementsprechend keine 300 EUR Kapitaldienst, der Rest ist Investition in das eigene Vermögen.

checker schrieb:

Hallo TE,

das ist genau mein Thema! Wir haben fast die Gleiche
Situation mit nur 2 Unterschieden: EK 0 und wir leben im
Großraum Berlin.

Wir haben auch eine größere und schönere Wohnung gesucht.
Mieten oder kaufen war uns egal.

Fazit:
Für unsere geplanten 1.000 EUR Kaltmiete, die wir uns
mittelfristig leisten können, bekäme man etwa 200.000 Kredit.
Da kein nennenswertetes EK war das das Limit. - Jetzt bitte
kein gelaber, dass es ein paar Kröten mehr oder weniger sein
sollten.

Leider ist es so, dass die Kaufpreise die Mietpreise hier bei
weitem übersteigen. Für 200k bekommt man in einer nicht
schlechten Lage in Berlin oder Potsdam oft nicht mehr als gut
sanierte Platte oder ähnliches. Zumindest, wenn wir über
3-Raum sprechen und ein gutes Umfeld meinen.

Weiter "raus" zu ziehen ist oft unsinn, da der
Kostenvorteil durch die Kostenbelastung durch ein 2. Auto und
deutlich höhere Fahrtkosten aufgefressen wird.

Anders sieht es beim Mieten aus: für 1.000 Kalt bekommt man
hier zum Teil ganz gute Wohnungen in vernüftiger Lage.
Allerdings auch nicht besonders. Aber es wäre ok für eine
junge Familie.

Also haben wir uns zum Mieten entscheiden!

Die Kaufpreise sind aufgrund der großen Geldvermögen in
Deutschland und der EU, die sichere Anlagen suchen so stark
gestiegen, dass sich kaufen derzeit nicht lohnt. Der Markt
müsste das zwar ausgleichen, da man derzeit gar nicht die
erforderliche Mietrendite erreichen kann. Allerdings erwartet
der Markt in der Zukunft steigende Mieten und/oder die
Referenz bilden Verluste in anderen Anlagen, so das Verluste
mit Immobilen das kleinere Übel darstellen.

Wenn du jetzt mietest kannst du in ein paar Jahren mit
deutlich höherer Planungssicherheit (vielleicht bekommt ihr
gar keine Kinder oder gleich Drillinge) eine passende
Immobilie zu besseren Preisen kaufen bzw. stimmt der Markt
dann wieder zur Miete.

Kaufen können nur Leute mit Familienvermögen. Das ist sehr
viel weiter verbreitet als man denkt. Hier bauen auch ein
paar Bekannte, die als Handwerker oder ungelernte von meinem
Gehalt nur träumen können. Trotzdem lachen die mich aus, da
der Opa das Grundstück bezahlt/hat, der Schwiegervater 50k,
der Vater 50k dazu gibt und der Rest wird mit Freunden, die
diese Leute haben, da sie nicht wie das
Akademiker-Proletariat "deutschlandweit flexibel"
sein muss, hochgezogen. Dann zahlen die fast nix mehr ab. -
So geht das.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Puh also nachdem einige dies mit den Häuserpreisen in den USA gepostet haben und den House Hunters habe ich mir mal eine Folge angeschaut.

Zunächst zum Einordnen, wie es in Frankfurt auch leider wirklich aussieht, ist folgender Artikel gut:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/immobilien/haussuche-ein-haus-kaufen-ist-nicht-so-leicht-13066293.html
Für 700k Euro ist ein alleinstehendes Haus kaum zu haben (das sind ca 920k Dollar - es soll dabei nicht um iwelche Baracken die mitten an der Autobahn oder am Flughafen gehen)

Jetzt zurück zu der YT Folge wo ich eine vergleichbare Stadt gesucht habe - jedoch bewusst nicht New York oder Sillicon Valley Gebiet, wobei beides nicht wirklich mit Frankfurt vergleichbar ist. New York ist eine Weltmetropole wie sonst nur London (in Asien evtl noch aber da würd ich nie wohnen wollen) und Sillicon Valley ist momentan der Ort wo es das meiste Investorengeld mit weitem ABSTAND auf der Welt gibt. Es geht hier um Dallas - eine Stadt von der Bevölkerung so ziemlich das doppelte von Frankfurt (1.24Millonen Stadt, 5Millionen Urban in Dallas vs 680k Stadt, 2.5Millionen Urban in Frankfurt). Wirtschaftlich extrem gut aufgestellt (somit auch mit Frankfurt vergleichbar vmtl sogar besser - Dallas hat 5% Arbeitslosenquote und die 6t meisten Milliardäre weltweit und mehrere Konzerne haben ihre Zentrale da (z.B. Exxon und AT&T) - d.h. man würde für den normalen Michel unbezahlbare Häuser erwarten, wie in Frankfurt)
Nach dem Gucken von dem Video ist mir die Kinnlade runtergefallen:
https://www.youtube.com/watch?v=5PUy2VNt2f0

Das erste Haus hat eine enorme Schwäche und fällt komplett raus aus der Betrachtung. 45min Pendelweg ist einfach zuviel - wobei die Strecken in den USA generell länger sind - nichtsdestotrotz zählt das für mich nicht als in Dallas wohnen. Das Haus ist aber einfach klasse.

Das zweite Haus sind 25min Pendelweg - absolut akzeptabel - kostet ~500tausend Euro und ist der Hammer.... Privatkino, Pool, 500qm etc - über die Einrichtung kann man streiten oder einfach austauschen. Mein Stil ist es nicht. Aber der WAHNSINN!!!

Drittes Haus 15min Pendlerweg kostet am Ende 556tausend Euro leider nicht eingerichtet - aber wieder 500qm, Pool, Kamin, riesige Decken, geniale Fenster etc. Kompletter Neubau (die anderen Häuser waren ca 5-7 Jahre alt)!
Wahnsinn....

Für den Preis werden in Frankfurt Doppelhaushälften mit 150qm verkauft... Doppelhaushälften mit im Vergleich Schuhkartongröße und null Garten oder ähnliches... Wahnsinn...

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Ein Bodenrichtwert ist zwar amtlich, sagt aber über aktuelle Verkaufsvorgänge nicht viel aus. In vielen Fällen sogar theoretisch, weil oftmals kaum freie bebaubare Grundstücke vorhanden sind. Ich kenne auch die Bodenrichtwerte in meiner Umgebung. Real wird höher verkauft, eben nach Angebot und Nachfrage. Hohe Nachfrage, praktisch kein Angebot.

Lounge Gast schrieb:

Ich habe gerade mal recherchiert. Bodenrichtwerte (diese
richten sich nach den tatsächlichen Verkäufen, da der Stadt
diese ja wegen der Grunderwerbssteuer bekannt sind!) in
Nürnberg für Grundstücke, welche für EFH-Bebauung vorgesehen
sind, liegen im Bereich 140 bis 740 EUR je qm [im
Stadtgebiet! - keine Vororte!]. Für ein 400 qm Grundstück
dementsprechend 56.000 EUR bis 296.000 EUR. Deine
angesprochenen 250-300k für ein Grundstück sind also schon
höchster Luxus in bester Lage. Wie gesagt, dass sind die
tatsächlichen Werte für Grundstücke für EFH-Bebauuung, welche
der Stadt bekannt sind und dementsprechend real
veröffentlicht werden.

Lounge Gast schrieb:

Naja... das Leben ist ein Kompromiss!

Bei uns (Großraum Nürnberg) kosten stadtnahe Grundstücke
schon so ca. 250 bis 300.000 EUR. Deutlich günstiger
wird es
erst, wenn man bereit ist, ca. 30-45 Min. am Tag zu
pendeln
(einfach!). Dann sind die o.g. 300k für ein neues Haus
oder
eine gute Bestandsimmobilie schon realistisch.

Für mich wäre das aber keine Option: Mit 300k müsste man
immer noch 10+x Jahre abzahlen.

Aber das Hauptargument für mich: Bei ca. 45 Min Pendelzeit
fehlen mir jeden Tag eineinhalb Stunden Freizeit. D.h.
wenn
ich um ca. 19:00 Uhr nach Hause komme, dann sehe ich mein
tolles Haus nur im dunkeln und wenn ich morgens loshetzen
muss ist es eh egal.

Daher bin ich mit meiner Wohnung in der Stadt glücklicher,
die 15 Min. Arbeitsweg zu Fuß bieten doch mehr
Lebensqualität
als eine Villa im Nirwana, die ich nur am Wochenende bei
Tageslicht sehe...

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Geht am Thema vorbei, aber Dir ist wohl nicht ganz klar, dass die Beamten in Deutschland schon immer sehr gut ausgebildet gewesen sind? Die Verdienstmöglichkeiten sind im Vergleich zur Privatwirtschaft deutlich schlechter, die Ausbildung ist aber top. Das gilt vor allem für diejenigen, die eine echte Anwärterausbildung bekommen haben, natürlich nicht für die Seiteneinsteiger.

Lounge Gast schrieb:

Man merkt schon wie kaputt dieses Land ist wenn gut
ausgebildete Leute sich Ärgern nicht besser Beamte geworden
zu sein.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

"Das zweite Haus sind 25min Pendelweg - absolut akzeptabel - kostet ~500tausend Euro und ist der Hammer.... Privatkino, Pool, 500qm etc - über die Einrichtung kann man streiten oder einfach austauschen. Mein Stil ist es nicht. Aber der WAHNSINN!!!"

Ein Privatkino ist cool. So etwas hätte ich auch gerne!

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DAX Einkäufer

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Den Pool musst Du dir aber auch leisten können. Wenn der eine anständige Größe hat, dann sprechen wir über 60.000 Liter Wasser, die Du auf 28 Grad halten darfst.

Und was will ich bitte mit einem Privatkino? Etwas unkommunikativeres gibt's doch gar nicht. Klingt irgendwie nach einer Selbstbeweihräucherung für reiche, einsame Leute. Da bevorzuge ich doch eine kleine Sitzecke um einen Kamin herum, da muss ich nicht alle paar Jahre die Technik austauschen und kann mich wenigstens unterhalten.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Baureifes Grundstück, miese Vorortlage, 500m² für 260k. Ansonsten gibt es bei mir in 10km Umkreis so gut wie nichts. Quelle: Immobilienscout24. Ansonsten halt Abrisshäuser in ganz üblen Lagen, also eher im Hartz-4-Gebiet. Ist halt immer die Frage, wo man wohnen möchte. Dann lieber eine neue ETW für 400k in auch nicht so toller Lage. Und alle diese Lagen haben erheblichen Fluglärm von Rhein-Main.

Lounge Gast schrieb:

Ich habe gerade mal recherchiert. Bodenrichtwerte (diese
richten sich nach den tatsächlichen Verkäufen, da der Stadt
diese ja wegen der Grunderwerbssteuer bekannt sind!) in
Nürnberg für Grundstücke, welche für EFH-Bebauung vorgesehen
sind, liegen im Bereich 140 bis 740 EUR je qm [im
Stadtgebiet! - keine Vororte!]. Für ein 400 qm Grundstück
dementsprechend 56.000 EUR bis 296.000 EUR. Deine
angesprochenen 250-300k für ein Grundstück sind also schon
höchster Luxus in bester Lage. Wie gesagt, dass sind die
tatsächlichen Werte für Grundstücke für EFH-Bebauuung, welche
der Stadt bekannt sind und dementsprechend real
veröffentlicht werden.

Lounge Gast schrieb:

Naja... das Leben ist ein Kompromiss!

Bei uns (Großraum Nürnberg) kosten stadtnahe Grundstücke
schon so ca. 250 bis 300.000 EUR. Deutlich günstiger
wird es
erst, wenn man bereit ist, ca. 30-45 Min. am Tag zu
pendeln
(einfach!). Dann sind die o.g. 300k für ein neues Haus
oder
eine gute Bestandsimmobilie schon realistisch.

Für mich wäre das aber keine Option: Mit 300k müsste man
immer noch 10+x Jahre abzahlen.

Aber das Hauptargument für mich: Bei ca. 45 Min Pendelzeit
fehlen mir jeden Tag eineinhalb Stunden Freizeit. D.h.
wenn
ich um ca. 19:00 Uhr nach Hause komme, dann sehe ich mein
tolles Haus nur im dunkeln und wenn ich morgens loshetzen
muss ist es eh egal.

Daher bin ich mit meiner Wohnung in der Stadt glücklicher,
die 15 Min. Arbeitsweg zu Fuß bieten doch mehr
Lebensqualität
als eine Villa im Nirwana, die ich nur am Wochenende bei
Tageslicht sehe...

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Hier nochmal der Nürnberger: Bei uns sind die Preise deutlich höher als in Dallas! :-)

Ich habe ca. 2 Jahre nach einem EFH oder Grundstück gesucht. Für ein ca. 400 bis 500 qm Grundstück im Umkreis von 10-15 km um die Altstadt muss man mit mindestens 200 KEUR rechnen. Je näher an der Stadt, desto mehr. Der qm Preis liegt bei minimal ca. 500 ?. Und da ist man schon bei einer "C-Lage". Die Bodenrichtwerte kann man absolut vergessen.

Übrigens hatte ich durchaus ein paar günstigere "Schnäppchen" gefunden und angesehen. Die waren entweder komplett ab vom Schuss (also ca. 1 Std. Pendelzeit, kein ÖPNV, keine Einkaufsmöglichkeiten, kein Autobahnanschluss etc.) oder direkt an der Autobahn. Eines war besonders toll, da fuhr der ICE quasi durch den Vorgarten...

Ein "Schnäppchen" (80 KEUR für 450 qm) hatte sich im nachhinein als Gewerbegrundstück herausgestellt. Der Makler hat also versucht zu betrügen.

Am Ende habe ich es aufgegeben und eine ETW gekauft. Hier kann man ab ca. 150 KEUR für 100 qm durchaus noch was finden (dann aber unrenoviert in B-Lage). Für ca. 200 KEUR inkl Renovierung sind 100qm schon noch oK.

Am Ende hängt die Lebensqualität schon stark von Pendelzeiten etc. ab. Dafür mache ich dann eben den Kompromiss, dass man auf ein EFH verzichtet (ist aber völlig oK, besonders ohne Kinder). Mieten ist ggf. sogar die bessere Alternative.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Ne "Luxus-Hütte" für 300kEuro? Wo lebst Du? Das geht sicherlich im aussereuropäischen Ausland, speziell in SEA oder auch eventl. in SA aber niemals in Deutschland. Selbst im hohen Nord-Westen kostet ein ganz normales, freistehendes EFH mit 600-800qm Grund schon 280kEuro ohne irgendeinen Luxus.

Lounge Gast schrieb:

Habe mit meiner Freundin in 2,5 Jahren auch 50k Eigenkapital
angespart. Wenn man möchte, dann geht das. Und
Deutschlandweit flexibel sind wir keinesfalls. Das ist unsere
Stadt mit Freunden, Familie und Punkt und basta.

200.000 Kredit bekommt man bei 80% Beleihungswert 1,7%
Zinsen. Bei 1% Tilgung kommst du auf eine Monatsrate von 467
EUR. Weit entfernt von eurer Kaltmiete also. Für 1.000 EUR
könnt ihr 4 - 4,5% tilgen (Anfangstilgung). Anders gesagt,
nach 10 Jahren gehört euch schon der Großteil der Wohnung,
wobei ihr keinen Cent mehr investiert habt, als bei Miete.

Wer im Moment kein EK hat, sollte es sich schleunigst
besorgen. Früher hatte man 6-8% Zinsen und 1-2% Tilgung.
Heute sind wir bei 1-2% Zinsen, dementsprechend 6-8% Tilgung
möglich bei gleicher Monatsrate. Wer diesen finanziellen
Spielraum auch wirklich zur Tilgung nutzt und nicht für
Sonderwünsche (Erdwärmeheizung, massivste Dämmung, goldene
Wasserhähne, exklusive Fliesen und Bodenbeläge, Kamin, usw.),
der hat sein Haus in 10 Jahren komplett oder nahezu
abgezahlt. Das ist im Moment eine historisch nahezu einmalig
Möglichkeit, Vermögen zu bilden und ab Mitte 30 (D.h. Haus
gekauft ein paar Jahre nach Studienende mit Mitte 20 und
einigem Eigenkapital und abgezahlt mit Mitte 30) bis zum
Altersheim 33-50% seiner Kosten (Miete bei einer 4 köpfigen
Familie) komplett zu eliminieren. Vom finanziellen Standpunkt
in keinster Weise mit den Hochzinsphasen zu vergleichen, wo
der Kapitalzins etwa dem Mietzins entsprach. Heute ist selbst
bei einer 300k-Luxus-Hütte der Kapitalzins bei nur 425 EUR.
Der übliche Kredit für die deutsche Durchschnittsfamilie wird
eher bei 200k liegen, dementsprechend keine 300 EUR
Kapitaldienst, der Rest ist Investition in das eigene Vermögen.

checker schrieb:

Hallo TE,

das ist genau mein Thema! Wir haben fast die Gleiche
Situation mit nur 2 Unterschieden: EK 0 und wir leben im
Großraum Berlin.

Wir haben auch eine größere und schönere Wohnung gesucht.
Mieten oder kaufen war uns egal.

Fazit:
Für unsere geplanten 1.000 EUR Kaltmiete, die wir uns
mittelfristig leisten können, bekäme man etwa 200.000
Kredit.
Da kein nennenswertetes EK war das das Limit. - Jetzt
bitte
kein gelaber, dass es ein paar Kröten mehr oder weniger
sein
sollten.

Leider ist es so, dass die Kaufpreise die Mietpreise
hier bei
weitem übersteigen. Für 200k bekommt man in einer nicht
schlechten Lage in Berlin oder Potsdam oft nicht mehr
als gut
sanierte Platte oder ähnliches. Zumindest, wenn wir über
3-Raum sprechen und ein gutes Umfeld meinen.

Weiter "raus" zu ziehen ist oft unsinn, da der
Kostenvorteil durch die Kostenbelastung durch ein 2.
Auto und
deutlich höhere Fahrtkosten aufgefressen wird.

Anders sieht es beim Mieten aus: für 1.000 Kalt bekommt
man
hier zum Teil ganz gute Wohnungen in vernüftiger Lage.
Allerdings auch nicht besonders. Aber es wäre ok für eine
junge Familie.

Also haben wir uns zum Mieten entscheiden!

Die Kaufpreise sind aufgrund der großen Geldvermögen in
Deutschland und der EU, die sichere Anlagen suchen so
stark
gestiegen, dass sich kaufen derzeit nicht lohnt. Der Markt
müsste das zwar ausgleichen, da man derzeit gar nicht die
erforderliche Mietrendite erreichen kann. Allerdings
erwartet
der Markt in der Zukunft steigende Mieten und/oder die
Referenz bilden Verluste in anderen Anlagen, so das
Verluste
mit Immobilen das kleinere Übel darstellen.

Wenn du jetzt mietest kannst du in ein paar Jahren mit
deutlich höherer Planungssicherheit (vielleicht bekommt
ihr
gar keine Kinder oder gleich Drillinge) eine passende
Immobilie zu besseren Preisen kaufen bzw. stimmt der Markt
dann wieder zur Miete.

Kaufen können nur Leute mit Familienvermögen. Das ist sehr
viel weiter verbreitet als man denkt. Hier bauen auch ein
paar Bekannte, die als Handwerker oder ungelernte von
meinem
Gehalt nur träumen können. Trotzdem lachen die mich aus,
da
der Opa das Grundstück bezahlt/hat, der Schwiegervater
50k,
der Vater 50k dazu gibt und der Rest wird mit Freunden,
die
diese Leute haben, da sie nicht wie das
Akademiker-Proletariat "deutschlandweit
flexibel"
sein muss, hochgezogen. Dann zahlen die fast nix mehr
ab. -
So geht das.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Also mit 250.000 Grundstück liegt man bei ca. 450-500 KEUR für einen Neubau... (all inkl). Ist schon realistisch...

Lounge Gast schrieb:

Hier nochmal der Nürnberger: Bei uns sind die Preise deutlich
höher als in Dallas! :-)

Ich habe ca. 2 Jahre nach einem EFH oder Grundstück gesucht.
Für ein ca. 400 bis 500 qm Grundstück im Umkreis von 10-15 km
um die Altstadt muss man mit mindestens 200 KEUR rechnen. Je
näher an der Stadt, desto mehr. Der qm Preis liegt bei
minimal ca. 500 ?. Und da ist man schon bei einer
"C-Lage". Die Bodenrichtwerte kann man absolut
vergessen.

Übrigens hatte ich durchaus ein paar günstigere
"Schnäppchen" gefunden und angesehen. Die waren
entweder komplett ab vom Schuss (also ca. 1 Std. Pendelzeit,
kein ÖPNV, keine Einkaufsmöglichkeiten, kein
Autobahnanschluss etc.) oder direkt an der Autobahn. Eines
war besonders toll, da fuhr der ICE quasi durch den
Vorgarten...

Ein "Schnäppchen" (80 KEUR für 450 qm) hatte sich
im nachhinein als Gewerbegrundstück herausgestellt. Der
Makler hat also versucht zu betrügen.

Am Ende habe ich es aufgegeben und eine ETW gekauft. Hier
kann man ab ca. 150 KEUR für 100 qm durchaus noch was finden
(dann aber unrenoviert in B-Lage). Für ca. 200 KEUR inkl
Renovierung sind 100qm schon noch oK.

Am Ende hängt die Lebensqualität schon stark von Pendelzeiten
etc. ab. Dafür mache ich dann eben den Kompromiss, dass man
auf ein EFH verzichtet (ist aber völlig oK, besonders ohne
Kinder). Mieten ist ggf. sogar die bessere Alternative.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Kommt selten vor, dass ich Dir widerspreche, aber:

Pool ist abgesehen von den Anschaffungskosten eigentlich ziemlich human. Wir haben beim bauen einen 8x4x1,50 im Garten direkt mitgebaut. Da sind so ca. 35 cbm drin. Bis auf bisschen Chemie und regelmässige Reinigung geht es ok. Zu den Heizkosten: man sollte auf Süd/Südwestlage achten. Und eine Solarfolien Abdeckung oder einen Rollladen vorsehen. Als Heizung haben wir eine Luft/Wasser Wärmepumpe. Die läuft von Mitte April bis Ende Mai und jetzt im September. Die Stromkosten sind überschaubar. Und ein Pool ist Lebensqualität pur!

Bzgl. Heimkino gbe ich dir recht. Kollege hat für eine Haufen Geld eins im Keller. Sehr beeindruckend. Der ist aber auch absoluter Cieneast. Man sollte andererseits nicht unterschätzen, dass Fussball schauen im Heimkono ein Erlebnis ist...

DAX Einkäufer schrieb:

Den Pool musst Du dir aber auch leisten können. Wenn der eine
anständige Größe hat, dann sprechen wir über 60.000 Liter
Wasser, die Du auf 28 Grad halten darfst.

Und was will ich bitte mit einem Privatkino? Etwas
unkommunikativeres gibt's doch gar nicht. Klingt
irgendwie nach einer Selbstbeweihräucherung für reiche,
einsame Leute. Da bevorzuge ich doch eine kleine Sitzecke um
einen Kamin herum, da muss ich nicht alle paar Jahre die
Technik austauschen und kann mich wenigstens unterhalten.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Die Diskussion wird immer länger :)

Klar ist ein Hauskauf mehr Einstellungssache als Renditeobjekt. Aber wen man das will muss man auch ein risiko eingehen.
In einem Ballungsgebiet ist das Risiko gering, weil der Demografiefaktor noch einge Zeit nicht greifen wird. Dann stellt sich die Frage nach der Finanzierbarkeit.

Ein EFH in guter Lage gibt es bei uns (auch Raum Nürnberg :) nicht unter 1500 KM. Kaufobjekte in vergleichbarer Qualität für ca. 500k. Setze ich als junger Mensch nach Kaufnebenkosten eine EK-Quote von 10% an, brauche 450k Kredit. Wegen der Quote zahle ich für 15 Jahre vielleicht 3% Zins, sind 13,5k p.a. und 1100 Euro im Monat. Die Nebenkosten sind vergleichbar. Selbt mit Renovierungsrücklage etc. komme ich vom ersten Monat an günstiger weg als wenn ich miete.
Sprich: Überschaubares Risiko, finanziell attraktiv, ein Lebensziel erfüllt.

Wenn ich stattdessen auf einen Barkauf spare kann ich mir das Häuschen erst zur Rente leisten, frühestens.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Sofern Du immer in der Nähe Arbeit hast geht das. Wenn Du aber irgendwann mal wegziehen musst kann es kritisch werden. Je nach Marktlage realisierst Du dann u.U. einen erheblichen Verlust. Was manche auch vergessen: Ein Haus, das heute neu ist , ist es in 15 Jahren nicht mehr. In 30 Jahren betrachtet es die dann aktive Käufergeneration schon als Altbau. Das erklärt auch, weshalb so viele Häuser aus den 60er und 70er Jahren nur noch zum Abriss gekauft werden. Da geht es nur um das Grundstück für einen Neubau.

Lounge Gast schrieb:

Die Diskussion wird immer länger :)

Klar ist ein Hauskauf mehr Einstellungssache als
Renditeobjekt. Aber wen man das will muss man auch ein risiko
eingehen.
In einem Ballungsgebiet ist das Risiko gering, weil der
Demografiefaktor noch einge Zeit nicht greifen wird. Dann
stellt sich die Frage nach der Finanzierbarkeit.

Ein EFH in guter Lage gibt es bei uns (auch Raum Nürnberg :)
nicht unter 1500 KM. Kaufobjekte in vergleichbarer Qualität
für ca. 500k. Setze ich als junger Mensch nach
Kaufnebenkosten eine EK-Quote von 10% an, brauche 450k
Kredit. Wegen der Quote zahle ich für 15 Jahre vielleicht 3%
Zins, sind 13,5k p.a. und 1100 Euro im Monat. Die Nebenkosten
sind vergleichbar. Selbt mit Renovierungsrücklage etc. komme
ich vom ersten Monat an günstiger weg als wenn ich miete.
Sprich: Überschaubares Risiko, finanziell attraktiv, ein
Lebensziel erfüllt.

Wenn ich stattdessen auf einen Barkauf spare kann ich mir das
Häuschen erst zur Rente leisten, frühestens.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

"Ein EFH in guter Lage gibt es bei uns (auch Raum Nürnberg :) nicht unter 1500 KM. Kaufobjekte in vergleichbarer Qualität für ca. 500k. Setze ich als junger Mensch nach Kaufnebenkosten eine EK-Quote von 10% an, brauche 450k Kredit. Wegen der Quote zahle ich für 15 Jahre vielleicht 3% Zins, sind 13,5k p.a. und 1100 Euro im Monat. Die Nebenkosten sind vergleichbar. Selbt mit Renovierungsrücklage etc. komme ich vom ersten Monat an günstiger weg als wenn ich miete."

Ich kann mir nicht vorstellen, dass o.g. Rechnung ernst gemeint ist. Wieder so ein Schlaukopf, der 1500KM ansetzt. Leute, für was braucht ihr mit Ende 20 ein Riesenhaus, das 1500KM kostet? Habt ihr so einen großen Platzbedarf und bereits 3 Kinder? Wer bereit ist 1100 pro Monat an Zinsen an die Bank zu zahlen dem ist sowieso nicht mehr zu helfen bzw. der muss ein so großes Einkommen haben um nicht nur mit 50k EK zu kommen Wieviel willst du dann tilgen monatlich?

"Klar ist ein Hauskauf mehr Einstellungssache als Renditeobjekt."

Endlich mal ein Satz mit Wahrheit.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Ich nehme mal folgenden Satz heraus: " Das ist im Moment eine historisch nahezu einmalige Möglichkeit, Vermögen zu bilden..."

Es ist im Moment eine historisch - wiederkehrende - Zeit in der es wichtig ist Liquidität anzusammeln.
Warum?
(disclaimer: Ich bin der der für 30% eure Immos in der Zwangsversteigerung kauft, und im Moment gibt mir alles recht.)

wir bewegen uns mit Sieben-Meilen-Stiefeln auf eine Deflation und abkühlende Wirtschaft zu. Wer es immer noch nicht glaubt, soll sich mal die aktuellen Probleme der deutschen Apfelbauern anschauen. Exporte nach Russland sind nicht mehr möglich (außer über illegale Wege), und so kommt es wg. des Überangebotes zu einem extremen Preisverfall.

Und das ist erst der Anfang. wer glaubt dass sich eine Nation, die immer noch Supermachtsdenken hat, diese Wirtschaftsembargos gefallen lässt, der denkt nicht weit genug (wie unsere EU-Politiker).

Und die Deflation wird richtig reinknallen. Die Nachfrage aus China wird kurz bis mittelfristig zurückgehen (schaut euch dort mal das Verhältnis von Miete zu Kaufpreisen an, da wird einem schwindelig), und dann raucht es so richtig. Da kann man um jeden Cent Bargeld froh sein. Nix mit Verschuldung, ich bin dann lieber liquide, auch wenn ich - theoretisch - das Einkommen hätte, um in 15-20 Jahren schuldenfrei zu sein. Warum sollte ich so dumm sein und die historische Chance der Deflation einfach so vorüberziehen lassen. Was nach der Deflation kommt, ist eine andere Sachen, darüber denke ich dann nach.

Dem verschuldeten Rest von euch: Viel Glück! Ihr werdet es nötig haben.

Lounge Gast schrieb:

Habe mit meiner Freundin in 2,5 Jahren auch 50k Eigenkapital
angespart. Wenn man möchte, dann geht das. Und
Deutschlandweit flexibel sind wir keinesfalls. Das ist unsere
Stadt mit Freunden, Familie und Punkt und basta.

200.000 Kredit bekommt man bei 80% Beleihungswert 1,7%
Zinsen. Bei 1% Tilgung kommst du auf eine Monatsrate von 467
EUR. Weit entfernt von eurer Kaltmiete also. Für 1.000 EUR
könnt ihr 4 - 4,5% tilgen (Anfangstilgung). Anders gesagt,
nach 10 Jahren gehört euch schon der Großteil der Wohnung,
wobei ihr keinen Cent mehr investiert habt, als bei Miete.

Wer im Moment kein EK hat, sollte es sich schleunigst
besorgen. Früher hatte man 6-8% Zinsen und 1-2% Tilgung.
Heute sind wir bei 1-2% Zinsen, dementsprechend 6-8% Tilgung
möglich bei gleicher Monatsrate. Wer diesen finanziellen
Spielraum auch wirklich zur Tilgung nutzt und nicht für
Sonderwünsche (Erdwärmeheizung, massivste Dämmung, goldene
Wasserhähne, exklusive Fliesen und Bodenbeläge, Kamin, usw.),
der hat sein Haus in 10 Jahren komplett oder nahezu
abgezahlt. Das ist im Moment eine historisch nahezu einmalig
Möglichkeit, Vermögen zu bilden und ab Mitte 30 (D.h. Haus
gekauft ein paar Jahre nach Studienende mit Mitte 20 und
einigem Eigenkapital und abgezahlt mit Mitte 30) bis zum
Altersheim 33-50% seiner Kosten (Miete bei einer 4 köpfigen
Familie) komplett zu eliminieren. Vom finanziellen Standpunkt
in keinster Weise mit den Hochzinsphasen zu vergleichen, wo
der Kapitalzins etwa dem Mietzins entsprach. Heute ist selbst
bei einer 300k-Luxus-Hütte der Kapitalzins bei nur 425 EUR.
Der übliche Kredit für die deutsche Durchschnittsfamilie wird
eher bei 200k liegen, dementsprechend keine 300 EUR
Kapitaldienst, der Rest ist Investition in das eigene Vermögen.

checker schrieb:

Hallo TE,

das ist genau mein Thema! Wir haben fast die Gleiche
Situation mit nur 2 Unterschieden: EK 0 und wir leben im
Großraum Berlin.

Wir haben auch eine größere und schönere Wohnung gesucht.
Mieten oder kaufen war uns egal.

Fazit:
Für unsere geplanten 1.000 EUR Kaltmiete, die wir uns
mittelfristig leisten können, bekäme man etwa 200.000
Kredit.
Da kein nennenswertetes EK war das das Limit. - Jetzt
bitte
kein gelaber, dass es ein paar Kröten mehr oder weniger
sein
sollten.

Leider ist es so, dass die Kaufpreise die Mietpreise
hier bei
weitem übersteigen. Für 200k bekommt man in einer nicht
schlechten Lage in Berlin oder Potsdam oft nicht mehr
als gut
sanierte Platte oder ähnliches. Zumindest, wenn wir über
3-Raum sprechen und ein gutes Umfeld meinen.

Weiter "raus" zu ziehen ist oft unsinn, da der
Kostenvorteil durch die Kostenbelastung durch ein 2.
Auto und
deutlich höhere Fahrtkosten aufgefressen wird.

Anders sieht es beim Mieten aus: für 1.000 Kalt bekommt
man
hier zum Teil ganz gute Wohnungen in vernüftiger Lage.
Allerdings auch nicht besonders. Aber es wäre ok für eine
junge Familie.

Also haben wir uns zum Mieten entscheiden!

Die Kaufpreise sind aufgrund der großen Geldvermögen in
Deutschland und der EU, die sichere Anlagen suchen so
stark
gestiegen, dass sich kaufen derzeit nicht lohnt. Der Markt
müsste das zwar ausgleichen, da man derzeit gar nicht die
erforderliche Mietrendite erreichen kann. Allerdings
erwartet
der Markt in der Zukunft steigende Mieten und/oder die
Referenz bilden Verluste in anderen Anlagen, so das
Verluste
mit Immobilen das kleinere Übel darstellen.

Wenn du jetzt mietest kannst du in ein paar Jahren mit
deutlich höherer Planungssicherheit (vielleicht bekommt
ihr
gar keine Kinder oder gleich Drillinge) eine passende
Immobilie zu besseren Preisen kaufen bzw. stimmt der Markt
dann wieder zur Miete.

Kaufen können nur Leute mit Familienvermögen. Das ist sehr
viel weiter verbreitet als man denkt. Hier bauen auch ein
paar Bekannte, die als Handwerker oder ungelernte von
meinem
Gehalt nur träumen können. Trotzdem lachen die mich aus,
da
der Opa das Grundstück bezahlt/hat, der Schwiegervater
50k,
der Vater 50k dazu gibt und der Rest wird mit Freunden,
die
diese Leute haben, da sie nicht wie das
Akademiker-Proletariat "deutschlandweit
flexibel"
sein muss, hochgezogen. Dann zahlen die fast nix mehr
ab. -
So geht das.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Immoscout ist immer ganz lustig im Moment. Wie gesagt, schau dir doch die Bodenrichtwerte an. Gib ein Gebot ab, welches etwa 5-10% drunter liegt (und damit 50-70% unter dem Immoscout-Angebot). Hast gute Chancen, dass es klappt.

Immoscout = geistiger Dünnpfiff von Privatanbietern und unseriösen Maklern
Bodenrichtwerte = tatsächlich bei echten Verkäufen erzielte Preise

Ansonsten wendest du dich mal an die größeren Makler in der Region oder auch an die größen Bauanbieter. Die habne auch Grundstücke für ihre Kunden. Lass dich nicht um 100k und mehr bescheißen!

Lounge Gast schrieb:

Baureifes Grundstück, miese Vorortlage, 500m² für 260k.
Ansonsten gibt es bei mir in 10km Umkreis so gut wie nichts.
Quelle: Immobilienscout24. Ansonsten halt Abrisshäuser in
ganz üblen Lagen, also eher im Hartz-4-Gebiet. Ist halt immer
die Frage, wo man wohnen möchte. Dann lieber eine neue ETW
für 400k in auch nicht so toller Lage. Und alle diese Lagen
haben erheblichen Fluglärm von Rhein-Main.

Lounge Gast schrieb:

Ich habe gerade mal recherchiert. Bodenrichtwerte (diese
richten sich nach den tatsächlichen Verkäufen, da der
Stadt
diese ja wegen der Grunderwerbssteuer bekannt sind!) in
Nürnberg für Grundstücke, welche für EFH-Bebauung
vorgesehen
sind, liegen im Bereich 140 bis 740 EUR je qm [im
Stadtgebiet! - keine Vororte!]. Für ein 400 qm Grundstück
dementsprechend 56.000 EUR bis 296.000 EUR. Deine
angesprochenen 250-300k für ein Grundstück sind also schon
höchster Luxus in bester Lage. Wie gesagt, dass sind die
tatsächlichen Werte für Grundstücke für EFH-Bebauuung,
welche
der Stadt bekannt sind und dementsprechend real
veröffentlicht werden.

Lounge Gast schrieb:

Naja... das Leben ist ein Kompromiss!

Bei uns (Großraum Nürnberg) kosten stadtnahe
Grundstücke
schon so ca. 250 bis 300.000 EUR. Deutlich günstiger
wird es
erst, wenn man bereit ist, ca. 30-45 Min. am Tag zu
pendeln
(einfach!). Dann sind die o.g. 300k für ein neues
Haus
oder
eine gute Bestandsimmobilie schon realistisch.

Für mich wäre das aber keine Option: Mit 300k
müsste man
immer noch 10+x Jahre abzahlen.

Aber das Hauptargument für mich: Bei ca. 45 Min
Pendelzeit
fehlen mir jeden Tag eineinhalb Stunden Freizeit.
D.h.
wenn
ich um ca. 19:00 Uhr nach Hause komme, dann sehe
ich mein
tolles Haus nur im dunkeln und wenn ich morgens
loshetzen
muss ist es eh egal.

Daher bin ich mit meiner Wohnung in der Stadt
glücklicher,
die 15 Min. Arbeitsweg zu Fuß bieten doch mehr
Lebensqualität
als eine Villa im Nirwana, die ich nur am
Wochenende bei
Tageslicht sehe...

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

In Nürnberg 200-250 EUR pro qm für eine gute Lage und 150k für ein KFW70-Fertighaus. Dazu 20k Baunebenkosten. Macht 80-100k + 150k + 20k = 250k -270k.

Eigenkapital: 52k
Kredit: 208k
= 260k

Zins: 295 EUR
Tilgung: 173 EUR (Anfangstilgung; Verschiebt sich im Laufe automatisch zu mehr Tilgung weniger Zins)

Wer mehr zahlt, der zahlt für Luxus oder lässt sich kräftig verarschen. Davon lebt allerdings ein Großteil der Makler- Baubranche. Also, entweder informieren oder 50-250k mehr zahlen als notwendig.

Achso, vergesst bitte Bestandsimmobilien. Die sind im Moment deutlich teurer als selbst bauen.

Lounge Gast schrieb:

Die Diskussion wird immer länger :)

Klar ist ein Hauskauf mehr Einstellungssache als
Renditeobjekt. Aber wen man das will muss man auch ein risiko
eingehen.
In einem Ballungsgebiet ist das Risiko gering, weil der
Demografiefaktor noch einge Zeit nicht greifen wird. Dann
stellt sich die Frage nach der Finanzierbarkeit.

Ein EFH in guter Lage gibt es bei uns (auch Raum Nürnberg :)
nicht unter 1500 KM. Kaufobjekte in vergleichbarer Qualität
für ca. 500k. Setze ich als junger Mensch nach
Kaufnebenkosten eine EK-Quote von 10% an, brauche 450k
Kredit. Wegen der Quote zahle ich für 15 Jahre vielleicht 3%
Zins, sind 13,5k p.a. und 1100 Euro im Monat. Die Nebenkosten
sind vergleichbar. Selbt mit Renovierungsrücklage etc. komme
ich vom ersten Monat an günstiger weg als wenn ich miete.
Sprich: Überschaubares Risiko, finanziell attraktiv, ein
Lebensziel erfüllt.

Wenn ich stattdessen auf einen Barkauf spare kann ich mir das
Häuschen erst zur Rente leisten, frühestens.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Sorry, aber das ist an Dummheit nicht mehr zu überbieten! Bist Du wirklich Wiwi???? Immobilienscout24 ist der Marktführer, schon seit vielen Jahren. Leider, weil die Gebühren sind für einen gewerblichen Anbieter schon ganz schön happig. Wenn man etwas anzubieten hat, stellt man es da rein, weil es halt die größte Aufmerksamkeitswirkung bei den potentiellen Kunden hat. Andere Anbieter sind billiger, lohnt sich aber leider nicht. Nicht alles geht zum Angebotspreis weg; meistens ist der Abschlag aber nicht mehr als 10%. Bodenrichtwerte sind aktuell weitgehend uninteressant, weil es in den gesuchten Gegenden praktisch keine Grundstücke gibt. Wenn im 10 km-Umkreis einer Grossstadt nur 5 Baugrundstücke angeboten werden, ist klar was los ist. Angebot und Nachfrage sollten einem Wiwi ja wohl bekannt sein. Unter der Hand gibt es keine Grundstücke. Nur da, wo keiner hin will, also weit weg auf dem Land. Bauträger kaufen hier Industrieflächen auf, reissen ab und erstellen Eigentumswohnungen in miesen Lagen. Als Privatmann bekommt man so ein Grundstück nicht, wäre auch viel zu groß und zu teuer. Die Gemeinden im Umkreis bieten nichts mehr an. Vor einigen Jahren war das noch anders. Aber auch das war alles extrem teuer. Die holen das raus, was der Markt hergibt. Vor ca. 8 Jahren hatten Bauträger noch Reihenhäuser für 300k im Angebot. Die könnte man jetzt für viel Geld verkaufen.

Lounge Gast schrieb:

Immoscout ist immer ganz lustig im Moment. Wie gesagt, schau
dir doch die Bodenrichtwerte an. Gib ein Gebot ab, welches
etwa 5-10% drunter liegt (und damit 50-70% unter dem
Immoscout-Angebot). Hast gute Chancen, dass es klappt.

Immoscout = geistiger Dünnpfiff von Privatanbietern und
unseriösen Maklern
Bodenrichtwerte = tatsächlich bei echten Verkäufen erzielte
Preise

Ansonsten wendest du dich mal an die größeren Makler in der
Region oder auch an die größen Bauanbieter. Die habne auch
Grundstücke für ihre Kunden. Lass dich nicht um 100k und mehr
bescheißen!

Lounge Gast schrieb:

Baureifes Grundstück, miese Vorortlage, 500m² für 260k.
Ansonsten gibt es bei mir in 10km Umkreis so gut wie
nichts.
Quelle: Immobilienscout24. Ansonsten halt Abrisshäuser in
ganz üblen Lagen, also eher im Hartz-4-Gebiet. Ist halt
immer
die Frage, wo man wohnen möchte. Dann lieber eine neue ETW
für 400k in auch nicht so toller Lage. Und alle diese
Lagen
haben erheblichen Fluglärm von Rhein-Main.

Lounge Gast schrieb:

Ich habe gerade mal recherchiert. Bodenrichtwerte
(diese
richten sich nach den tatsächlichen Verkäufen, da der
Stadt
diese ja wegen der Grunderwerbssteuer bekannt
sind!) in
Nürnberg für Grundstücke, welche für EFH-Bebauung
vorgesehen
sind, liegen im Bereich 140 bis 740 EUR je qm [im
Stadtgebiet! - keine Vororte!]. Für ein 400 qm
Grundstück
dementsprechend 56.000 EUR bis 296.000 EUR. Deine
angesprochenen 250-300k für ein Grundstück sind
also schon
höchster Luxus in bester Lage. Wie gesagt, dass
sind die
tatsächlichen Werte für Grundstücke für
EFH-Bebauuung,
welche
der Stadt bekannt sind und dementsprechend real
veröffentlicht werden.

Lounge Gast schrieb:

Naja... das Leben ist ein Kompromiss!

Bei uns (Großraum Nürnberg) kosten stadtnahe
Grundstücke
schon so ca. 250 bis 300.000 EUR. Deutlich
günstiger
wird es
erst, wenn man bereit ist, ca. 30-45 Min. am
Tag zu
pendeln
(einfach!). Dann sind die o.g. 300k für ein
neues
Haus
oder
eine gute Bestandsimmobilie schon realistisch.

Für mich wäre das aber keine Option: Mit 300k
müsste man
immer noch 10+x Jahre abzahlen.

Aber das Hauptargument für mich: Bei ca. 45 Min
Pendelzeit
fehlen mir jeden Tag eineinhalb Stunden
Freizeit.
D.h.
wenn
ich um ca. 19:00 Uhr nach Hause komme, dann sehe
ich mein
tolles Haus nur im dunkeln und wenn ich morgens
loshetzen
muss ist es eh egal.

Daher bin ich mit meiner Wohnung in der Stadt
glücklicher,
die 15 Min. Arbeitsweg zu Fuß bieten doch mehr
Lebensqualität
als eine Villa im Nirwana, die ich nur am
Wochenende bei
Tageslicht sehe...

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Wo hast Du ein Grundstücksangebot in vernünftiger Lage für 250 Euro Preis in Nürnberg gesehen? Nicht 15 km ausserhalb, sondern 5km Radius um Nürnberg! Und bitte nicht mit einem theoretischen Bodenrichtwert für nicht existente Baugrundstücke argumentieren!

Lounge Gast schrieb:

In Nürnberg 200-250 EUR pro qm für eine gute Lage und 150k
für ein KFW70-Fertighaus. Dazu 20k Baunebenkosten. Macht
80-100k + 150k + 20k = 250k -270k.

Eigenkapital: 52k
Kredit: 208k
= 260k

Zins: 295 EUR
Tilgung: 173 EUR (Anfangstilgung; Verschiebt sich im Laufe
automatisch zu mehr Tilgung weniger Zins)

Wer mehr zahlt, der zahlt für Luxus oder lässt sich kräftig
verarschen. Davon lebt allerdings ein Großteil der Makler-
Baubranche. Also, entweder informieren oder 50-250k mehr
zahlen als notwendig.

Achso, vergesst bitte Bestandsimmobilien. Die sind im Moment
deutlich teurer als selbst bauen.

Lounge Gast schrieb:

Die Diskussion wird immer länger :)

Klar ist ein Hauskauf mehr Einstellungssache als
Renditeobjekt. Aber wen man das will muss man auch ein
risiko
eingehen.
In einem Ballungsgebiet ist das Risiko gering, weil der
Demografiefaktor noch einge Zeit nicht greifen wird. Dann
stellt sich die Frage nach der Finanzierbarkeit.

Ein EFH in guter Lage gibt es bei uns (auch Raum
Nürnberg :)
nicht unter 1500 KM. Kaufobjekte in vergleichbarer
Qualität
für ca. 500k. Setze ich als junger Mensch nach
Kaufnebenkosten eine EK-Quote von 10% an, brauche 450k
Kredit. Wegen der Quote zahle ich für 15 Jahre
vielleicht 3%
Zins, sind 13,5k p.a. und 1100 Euro im Monat. Die
Nebenkosten
sind vergleichbar. Selbt mit Renovierungsrücklage etc.
komme
ich vom ersten Monat an günstiger weg als wenn ich miete.
Sprich: Überschaubares Risiko, finanziell attraktiv, ein
Lebensziel erfüllt.

Wenn ich stattdessen auf einen Barkauf spare kann ich
mir das
Häuschen erst zur Rente leisten, frühestens.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Tut mir leid, wenn du keine Ahnung vom Markt hast und diese Mondpreise bezahlen musst. Der groesste Teil der Grundstücke landet eben nie auf Immoscout. Dort sind nur die verzweifelten und überhöhten Grundstücke zu finden. Das meiste laeuft ueber Direktverkauf von Stadt oder Erschliessungstraeger, durch Makler und oefters steht eben einfach nur ein Bauschild mit Telefonnummer. Ja, sowas muss man erst mal finden. Dafür zahlt man dann aber auch normale Preise. Im uebrigen... Vieles was auf Immoscout ist, war auch schon vor einem halben Jahr dort. Ich bin auch dort regelmäßig und informiere mich. Wenn man Immoscout als Grundlage nehmen wuerde, dann muesste man annehmen, dass in Staedten wie Nuernberg nur 5-10 Haeuser pro Jahr gebaut werden. Ist das so? Woher kommen wohl die Grundstücke fuer die hunderten anderen Häusern? Richtig... Nicht vom Immoscout.

Ich habe nicht mehr als den Bodenrichtwert bezahlt... Fuer eine tolle Lage in einer tollen Stadt. Wenn du dich uebers Ohr hauen lassen moechtest, bitte...
Lounge Gast schrieb:

Sorry, aber das ist an Dummheit nicht mehr zu überbieten!
Bist Du wirklich Wiwi???? Immobilienscout24 ist der
Marktführer, schon seit vielen Jahren. Leider, weil die
Gebühren sind für einen gewerblichen Anbieter schon ganz
schön happig. Wenn man etwas anzubieten hat, stellt man es da
rein, weil es halt die größte Aufmerksamkeitswirkung bei den
potentiellen Kunden hat. Andere Anbieter sind billiger, lohnt
sich aber leider nicht. Nicht alles geht zum Angebotspreis
weg; meistens ist der Abschlag aber nicht mehr als 10%.
Bodenrichtwerte sind aktuell weitgehend uninteressant, weil
es in den gesuchten Gegenden praktisch keine Grundstücke
gibt. Wenn im 10 km-Umkreis einer Grossstadt nur 5
Baugrundstücke angeboten werden, ist klar was los ist.
Angebot und Nachfrage sollten einem Wiwi ja wohl bekannt
sein. Unter der Hand gibt es keine Grundstücke. Nur da, wo
keiner hin will, also weit weg auf dem Land. Bauträger kaufen
hier Industrieflächen auf, reissen ab und erstellen
Eigentumswohnungen in miesen Lagen. Als Privatmann bekommt
man so ein Grundstück nicht, wäre auch viel zu groß und zu
teuer. Die Gemeinden im Umkreis bieten nichts mehr an. Vor
einigen Jahren war das noch anders. Aber auch das war alles
extrem teuer. Die holen das raus, was der Markt hergibt. Vor
ca. 8 Jahren hatten Bauträger noch Reihenhäuser für 300k im
Angebot. Die könnte man jetzt für viel Geld verkaufen.

Lounge Gast schrieb:

Immoscout ist immer ganz lustig im Moment. Wie gesagt,
schau
dir doch die Bodenrichtwerte an. Gib ein Gebot ab, welches
etwa 5-10% drunter liegt (und damit 50-70% unter dem
Immoscout-Angebot). Hast gute Chancen, dass es klappt.

Immoscout = geistiger Dünnpfiff von Privatanbietern und
unseriösen Maklern
Bodenrichtwerte = tatsächlich bei echten Verkäufen
erzielte
Preise

Ansonsten wendest du dich mal an die größeren Makler in
der
Region oder auch an die größen Bauanbieter. Die habne auch
Grundstücke für ihre Kunden. Lass dich nicht um 100k und
mehr
bescheißen!

Lounge Gast schrieb:

Baureifes Grundstück, miese Vorortlage, 500m² für
260k.
Ansonsten gibt es bei mir in 10km Umkreis so gut wie
nichts.
Quelle: Immobilienscout24. Ansonsten halt
Abrisshäuser in
ganz üblen Lagen, also eher im Hartz-4-Gebiet. Ist
halt
immer
die Frage, wo man wohnen möchte. Dann lieber eine
neue ETW
für 400k in auch nicht so toller Lage. Und alle diese
Lagen
haben erheblichen Fluglärm von Rhein-Main.

Lounge Gast schrieb:

Ich habe gerade mal recherchiert.
Bodenrichtwerte
(diese
richten sich nach den tatsächlichen Verkäufen,
da der
Stadt
diese ja wegen der Grunderwerbssteuer bekannt
sind!) in
Nürnberg für Grundstücke, welche für
EFH-Bebauung
vorgesehen
sind, liegen im Bereich 140 bis 740 EUR je qm
[im
Stadtgebiet! - keine Vororte!]. Für ein 400 qm
Grundstück
dementsprechend 56.000 EUR bis 296.000 EUR.
Deine
angesprochenen 250-300k für ein Grundstück sind
also schon
höchster Luxus in bester Lage. Wie gesagt, dass
sind die
tatsächlichen Werte für Grundstücke für
EFH-Bebauuung,
welche
der Stadt bekannt sind und dementsprechend real
veröffentlicht werden.

Lounge Gast schrieb:

Naja... das Leben ist ein Kompromiss!

Bei uns (Großraum Nürnberg) kosten
stadtnahe
Grundstücke
schon so ca. 250 bis 300.000 EUR. Deutlich
günstiger
wird es
erst, wenn man bereit ist, ca. 30-45
Min. am
Tag zu
pendeln
(einfach!). Dann sind die o.g. 300k für ein
neues
Haus
oder
eine gute Bestandsimmobilie schon
realistisch.

Für mich wäre das aber keine Option: Mit
300k
müsste man
immer noch 10+x Jahre abzahlen.

Aber das Hauptargument für mich: Bei ca.
45 Min
Pendelzeit
fehlen mir jeden Tag eineinhalb Stunden
Freizeit.
D.h.
wenn
ich um ca. 19:00 Uhr nach Hause komme,
dann sehe
ich mein
tolles Haus nur im dunkeln und wenn ich
morgens
loshetzen
muss ist es eh egal.

Daher bin ich mit meiner Wohnung in der
Stadt
glücklicher,
die 15 Min. Arbeitsweg zu Fuß bieten doch
mehr
Lebensqualität
als eine Villa im Nirwana, die ich nur am
Wochenende bei
Tageslicht sehe...

antworten
know-it-all

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Oje. Eben ging es noch um Immobilien; jetzt plötzlich um schwarzmalerische Weltuntergangs-Fantasien ("die böse Deflation wird die Welt, wie wir sie heute kennen, dainraffen").

Lass doch mal die Kirche im Dorf. Wir haben immer noch, wenn auch in sehr geringem Maße, Inflation. Aufgrund der Bestimmung durch einen Warenkorb ist die Preisentwicklung natürlich in verschiedenen Produktkategorien unterschiedlich. Fakt ist doch die geringe Inflation resultiert im Moment in nicht unerheblichem Maße aus den rückläufigen Preisen für Energie. Andere Produkte, tw. Lebensmittel, aber auch wieder mit Ausnahmen, werden dagegen auch weiterhin teurer. Die Deflation für Energiepreise sehe ich nicht weiter schlimm, denn der Kauf von Energie lässt sich nicht, in Erwartung noch geringerer Preise, beliebig in die Zukunft hinausschieben. Außerdem kamen wir ja auch von relativ hohen Preisen; eine Anpassung ist ein ganz normaler Vorgang im Rahmen der marktüblichen Schwankungen, die es auch in der Vergangenheit schon gab.

Eine echte Deflationsgefahr im Sinne einer dauerhaften Abwärtsspirale sehe ich im Moment nicht. Folglich macht es auch keinen Sinn jetzt sein ganzes Vermögen nur in Form von Bargeld zu horten.

Lounge Gast schrieb:

Ich nehme mal folgenden Satz heraus: " Das ist im Moment
eine historisch nahezu einmalige Möglichkeit, Vermögen zu
bilden..."

Es ist im Moment eine historisch - wiederkehrende - Zeit in
der es wichtig ist Liquidität anzusammeln.
Warum?
(disclaimer: Ich bin der der für 30% eure Immos in der
Zwangsversteigerung kauft, und im Moment gibt mir alles recht.)

wir bewegen uns mit Sieben-Meilen-Stiefeln auf eine Deflation
und abkühlende Wirtschaft zu. Wer es immer noch nicht glaubt,
soll sich mal die aktuellen Probleme der deutschen
Apfelbauern anschauen. Exporte nach Russland sind nicht mehr
möglich (außer über illegale Wege), und so kommt es wg. des
Überangebotes zu einem extremen Preisverfall.

Und das ist erst der Anfang. wer glaubt dass sich eine
Nation, die immer noch Supermachtsdenken hat, diese
Wirtschaftsembargos gefallen lässt, der denkt nicht weit
genug (wie unsere EU-Politiker).

Und die Deflation wird richtig reinknallen. Die Nachfrage aus
China wird kurz bis mittelfristig zurückgehen (schaut euch
dort mal das Verhältnis von Miete zu Kaufpreisen an, da wird
einem schwindelig), und dann raucht es so richtig. Da kann
man um jeden Cent Bargeld froh sein. Nix mit Verschuldung,
ich bin dann lieber liquide, auch wenn ich - theoretisch -
das Einkommen hätte, um in 15-20 Jahren schuldenfrei zu sein.
Warum sollte ich so dumm sein und die historische Chance der
Deflation einfach so vorüberziehen lassen. Was nach der
Deflation kommt, ist eine andere Sachen, darüber denke ich
dann nach.

Dem verschuldeten Rest von euch: Viel Glück! Ihr werdet es
nötig haben.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Ist diese Rechnung ernst gemeint oder soll es ein Witz sein?

Für 250 bis 270 kEUR gibt es in Nürnberg niemals einen Neubau, noch nicht mal ein Abrissobjekt. Soviel kostet alleine das Grundstück.

Realistisch ist für einen Neubau eher: 250K Grundstück + 200k Hausneubau + 50 k Nebenkosten, Maklergebühr, Notarkosten etc.
=> Ca. 500 KEUR

Wenn man 500 KEUR aufbringen kann und das möchte, dann hat man eine realistische Möglichkeit im Raum N zu neu bauen.

So ca. 300 KEUR legt man hin, wenn man ländlich leben möchte (inkl. aller Nebenkosten).

Lounge Gast schrieb:

In Nürnberg 200-250 EUR pro qm für eine gute Lage und 150k
für ein KFW70-Fertighaus. Dazu 20k Baunebenkosten. Macht
80-100k + 150k + 20k = 250k -270k.

Eigenkapital: 52k ; Kredit: 208k = 260k

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

rofl. Das war ein Troll. In Nürnberg gibt es keine Baugrundstücke, außer durch Abriss. Außerhalb, vereinzelt, je nach Lage, ab 400 Euro / m² aufwärts.

Wer mit Bodenrichtpreisen kommt: Wenn zur Zeit ein Baugebiet neu kommt geht es weg. 2013 in Cadolzburg: Kleinstadt/Großdorf, 20km außerhalb, Fahrzeit 45 Minuten. m²-Preis war 250 Euro - ein Schnäppchen. Die 100 Grundstücke wurden Sonntagvormittag innerhalb 1h verkauft. Viele gingen leer aus.

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checker

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Lounge Gast schrieb:
...

Wer im Moment kein EK hat, sollte es sich schleunigst
besorgen. Früher hatte man 6-8% Zinsen und 1-2% Tilgung.
Heute sind wir bei 1-2% Zinsen, dementsprechend 6-8% Tilgung
möglich bei gleicher Monatsrate. ....
abgezahlt. Das ist im Moment eine historisch nahezu einmalig
Möglichkeit, Vermögen zu bilden und ab Mitte 30 ...

Aufgepasst im WiWi-Studium?

Mit niedrigen Zinsen gehen auch steigende Immopreise einher und umgekehrt. Da die Zinsen mit der Inflation korrelieren und diese mit der Lohnentwicklung ist das Zinsniveau fast egal.

Füher hattest du zwar höhere Zinsen, aber dafür waren die Immoblien günstiger. Nicht jeder glaubte sich eine leisten zu können und wegen der guten Anlagealternativen haben Anleger nicht die Immopreise hochgetrieben. Gleichzeitig konntest du mit deutlich steigenden Löhnen rechnen und damit sicher sein, dass dein Gehalt in 10 Jahren nicht niedriger ist als heute.

Historisch einmalig ist im Moment nur, dass sich jetzt Leute immobilien leisten können, die es sich nicht leisten sollten und Anleger die mangels Alternativen die Preis auf ein unrealistisches Niveau heben. Wenn diese Leute dann ihre Buden in 10, 15, 20 Jahren abgezahlt haben ist es nix mehr wert, da aufgrund von Bevölkerungsschwund die nachfrage nach Immoblien in Nicht-Ballungszentren gering ist und die Anlagealternativen die Anleger wieder den Markt verlassen lassen. Wenn man pech hat kommt eine Wirtschftskrise mit Jobverlust, Krankheit oder Trennung und dannmusst du deine Immobilien vor abzahlung Mitten in den fallenden Markt hinein verkaufen - Herzlichen Glückwunsch!

50k EK sind übrigens ein Scherz. Ich habe mal ne Bankausbildung gemacht. "Damals", also vor gut 10 Jahren galt die Regel, dass eine seriöse Finanzierung nicht unter 25% EK haben sollte. Bei den aktuellen Preisen für schöne Immobilien sprechen wir da schnell über 100k und mehr. Dazu müsstet ihr noch ein mal 2,5 Jahre sparen - neben Familiengründung, ggf. BaföG-Rückzahlung und sonstigen Ausgaben, die mit steigendem Alter deutlich steigen - Viel Spaß!

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Ein Beispiel für ein günstiges Reihenmittelhaus, neu, in Erlangen (was tendenziell ja eher noch teurer ist als Nürnberg), 116qm Wohnfläche, KfW70, 238 TEuro.

Das ist natürlich nicht das, was vielen hier vorschwebt, aber Vergleichbares bekommt man sehr oft in der Region, u.U. mal im Knoblauchsland, mal etwas Richtung Lauf, aber innerhalb von 15 Autominuten zur Innenstadt von Nürnberg oder Erlangen sind solche Häuser kein Problem.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

da sieht man mal was für ein hochreguliertes Land wir doch sind. In Dallas bekäme man für den Kurs was in Nürnberg eine popellige DHH kostet schon eine Villa. Das liegt aber auch an unseren sehr strikten Vergabe von Bauland. In Dallas bzw. Texas gibt es keine Trennung zwischen Bauland und Ackerland. Diese Trennung macht in Deutschland insbesondere viele Bauern sehr schnell zu Millionären. Da kenne ich einige davon. Acker wird zu Bauland, teils weil der Schwipps Schwager im Gemeinderat sitzt und zack ist der Bauer Euro Millionär. Da kann er seinen Kindern davon locker jeweils ein Haus hinstellen vom Verkaufserlös und behält noch ein Teil vom Acker der in Bauland umgewandelt wurde wo dann die Kinder drauf bauen. Bei solchen Familien ist es quasi fast unüblich überhaupt Grundstücke kaufen zu müssen. Bau wird dann selber hochgezogen, diese Leute lachen sich kaputt, wie mancher "Karriere Wiwi" sich für ein Mini Haus hoch verschulden muss.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Meine Erfahren in Berlin und Umland waren, dass Hausbesitzer schadhafte EFHs und RHs zu Höchstpreisen anbieten.

RHs für 230.000 EUR mit durchfeuchteten Kellerwänden. Als ich den Besitzer bei der Besichtigung daraufhin ansprach, reagierte dieser mit einem Wutanfall und bestritt lautstark die Bauschäden. Ich war drauf und dran den Brüller in die Psychatrie einweisen zu lassen oder von der Polizei abholen zu lassen. Konnte zum Glück noch vermieden werden.

Andere EFH-Besitzer brüsten sich damit, dass die Dächer ERST 30 Jahre alt sind, die Heizung ERST in den 80ern erneuert wurde, die Fenster ERST in den 70ern eingebaut wurden, etc.

Was kann man dagegen unternehmen?

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DAX Einkäufer

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Nürnberg scheint der Nabel der Welt zu sein. Was Haßloch für die Konsumforschung und repräsentative Haushalte für die Einschaltquote, ist Nürnberg für den Immobilienmarkt. Ein Zufall, dass die Gesellschaft für Konsumforschung in Nürnberg sitzt, die die Einschaltquoten auswertet? :)

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DAX Einkäufer

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

"Was kann man dagegen unternehmen?"

Nicht kaufen.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich eine Immobilie heute noch?

Hier nochmal der Houston-Mann. Hab mich jetzt mal ein bisschen informiert. Auch in den USA sind die Häuser gestiegen. Allerdings kammen die Preise in vielen Gegenden auch von ganz Tief unten. Im nächsten Sommer geht es für mich nach Hause, dann werde ich mir wohl mein erstes eigenes Haus kaufen. Deutschland, als Land meiner Eltern, gefällt mir wirklich gut. Konnte endlich mal meine Sprache wirklich nutzen. Aber dieses "eingesperrt" in einer Mietwohnung geht für mich gar nicht. Was dan, 1,5 Jahre hier und habe viel über die Kultur, mein Arbeitsgebiet und mich selbst gelernt. Die letzten 7 Jahre (seid College und nach Rückzahlung meines Studienkredites) hab ich einiges gespart und gut investiert und werde keinen oder nur einen kleinen Kredit nehmen. Es ist wirklich erstaunlich in den USA zähle ich mit meinem Gehalt als wirklich richtig gut bezahlt (4x average family income). Und ich kann mir echt ne Menge damit kaufen. Hab Kollegen mit Ferraris und Lambos. Riesen Häuser. Und wir reden hier nicht von Tier1 Mckies oder so. Teilweise einfach SAP Modul Berater!

Wenn ich zurück bin erstmal heiraten und Haus kaufen. Hier haben mich meine deutschen Kollegen auch aus gefragt, weil es wohl für Deutsche sehr merkwürdig klingt bereits nach 3 Jahren Beziehung zu heiraten. Daher kommt bestimmt unsere rate von über 50% scheidungen^^
Mein zukünftiges Haus sollte dann wohl so ca. 30 Minuten vom Office bzw. Flughafen Hoston entfernt sein. Haus muss mindestens Master-BR, 3-4 Kinderzimmer, Gästezimmer, Büro, einige Bäder, riesen Pool + den normalen Kram haben.

Wieviel ich für sowas wohl in Deutschland zahlen würde^^?
Was mir auch aufgefallen ist. Deutsche Häuser haben maximal 2 Bäder oder täusche ich mich da?

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