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Jobwechsel & ExitHFW

Nach Handelsfachwirt Industriekaufmann sinnvoll?

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WiWi Gast

Nach Handelsfachwirt Industriekaufmann sinnvoll?

Hallo miteinander,

ich wollte Mal nachfragen ob hier jemand Erfahrungen mit dem Handelsfachwirt gemacht hat.
Meinen Handelsfachwirt habe ich bei einem Discounter absolviert (Ende 31.07.21) und bin nun bei einem Rewe Kaufmann als Marktmanager-Assistent tätig. Als solches habe ich Spaß am Handel und an kaufmännischen Tätigkeiten. Nur sehe ich für mich keine Zukunft auf der Fläche, aufgrund der geringen Wertschätzung der Arbeit (Gehalt, Fachwissen wird nicht benötigt, unterfordert etc.)

Mein Ziel ist es schnell von der Fläche weg zu kommen. Deshalb stellt sich für mich die Frage ob ich eine neue Ausbildung im kaufmännischen Bereich machen soll, evt. durch Jobwechsel Möglichkeiten habe oder eine Ausbildung im handwerklichen Bereich machen soll. Aktuell bzw. die nächsten 4 Jahre sind finanziell gesehen kein Problem.
Langfristig 10 Jahre + strebe ich einen Job in Teilzeit an (natürlich können sich da noch viele Möglichkeiten ergeben deshalb lasse ich das bei meiner Entscheidung erstmal außen vor).
Ein Studium kommt für mich nicht in Frage.

Die Bundesagentur für Arbeit war mir leider keine Hilfe und mein Bekanntenkreis gibt auch nichts her in Sachen Handelsfachwirt. Das was ich bisher recherchieren konnte war, dass man mit dem Handelsfachwirt abseits der Fläche keinen Erfolg hat, wobei bei dem was ich gefunden habe die Personen meist komplett aus dem Handel wollten.

Vielleicht hat jemand von euch ja schon einen Karriereweg über den Handelsfachwirt und kann berichten.

Ich bedanke mich schonmal im Voraus für eure Hilfe.

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WiWi Gast

Nach Handelsfachwirt Industriekaufmann sinnvoll?

Der Handelsfachwirt ist eine Weiterbildung für den Einzelhandel. Es ist leider logisch, dass man damit in anderen Bereichen nicht landet.

Der Industriekaufmann ist wiederum der Schritt in den Schachbearbeiterbereich, also den, in dem auch der größte Teil der BWL-Bachelors landet, die Spitzenleute hier natürlich ausgenommen. Dann kann es weitergehen oder auch nicht.Den Schritt würde ich nur gehen, wenn der Ausbildungsbetrieb die Übernahme garantiert und auch ein ordentliches Unternehmen dahintersteckt. Dann könnte man locker ausgesorgt haben.

Alternativ würde ich das Handwerk oder die Pflege anpeilen. Das sind 100% sichere Berufe, bei denen man, wenn man etwas draufhat auch weitermachen und sehr gut verdienen kann. Allerdings verlangen beide Felder dem Körper und der Psyche doch etwas mehr ab, aber das dürftest du vom Einzelhandel gewohnt sein.

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WiWi Gast

Nach Handelsfachwirt Industriekaufmann sinnvoll?

WiWi Gast schrieb am 05.10.2021:

Der Handelsfachwirt ist eine Weiterbildung für den Einzelhandel. Es ist leider logisch, dass man damit in anderen Bereichen nicht landet.

Der Industriekaufmann ist wiederum der Schritt in den Schachbearbeiterbereich, also den, in dem auch der größte Teil der BWL-Bachelors landet, die Spitzenleute hier natürlich ausgenommen. Dann kann es weitergehen oder auch nicht.Den Schritt würde ich nur gehen, wenn der Ausbildungsbetrieb die Übernahme garantiert und auch ein ordentliches Unternehmen dahintersteckt. Dann könnte man locker ausgesorgt haben.

Alternativ würde ich das Handwerk oder die Pflege anpeilen. Das sind 100% sichere Berufe, bei denen man, wenn man etwas draufhat auch weitermachen und sehr gut verdienen kann. Allerdings verlangen beide Felder dem Körper und der Psyche doch etwas mehr ab, aber das dürftest du vom Einzelhandel gewohnt sein.

  1. Eventuell wäre man mit HFW auch für den Großhandel interessant, allerdings ist das die gleiche Schiene. Dann hängst du aber wieder zwischen 30 - 40k.

  2. Vermutlich fährt man als Industriekaufmann inzwischen besser, denn als 0815-BWLer aus dem Durchschnitt, da man den Fuß bereits in der Tür hat. Allerdings muss es, wie du schreibst die richtige Tür sein. Wenn also die Chance da ist Azubi im DAX & Co. zu werden, der auch noch zur Übernahme verpflichtet ist, dann Bingo. Der normale Konzernsoldat erreicht mit der Zeit schon seine 45 - 50k, auch, wenn er das am Anfang vielleicht noch nicht bekommt.

  3. Gute Alternativen, die man aber wirklich wollen muss und bei denen man mehr Talent, Ausdauer usw.. braucht wie als Sachbearbeiter, der Rechnungen einkloppt. Ein Top-Handwerker oder Top-Krankenpfleger (nicht: Altenpfleger oder Helfer) mit Weiterbildung kann auch seine 60 - 70k verdienen. Normal bleibt er zwischen 40 - 50k hängen.
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WiWi Gast

Nach Handelsfachwirt Industriekaufmann sinnvoll?

WiWi Gast schrieb am 05.10.2021:

Der Handelsfachwirt ist eine Weiterbildung für den Einzelhandel. Es ist leider logisch, dass man damit in anderen Bereichen nicht landet.

Der Industriekaufmann ist wiederum der Schritt in den Schachbearbeiterbereich, also den, in dem auch der größte Teil der BWL-Bachelors landet, die Spitzenleute hier natürlich ausgenommen. Dann kann es weitergehen oder auch nicht.Den Schritt würde ich nur gehen, wenn der Ausbildungsbetrieb die Übernahme garantiert und auch ein ordentliches Unternehmen dahintersteckt. Dann könnte man locker ausgesorgt haben.

Alternativ würde ich das Handwerk oder die Pflege anpeilen. Das sind 100% sichere Berufe, bei denen man, wenn man etwas draufhat auch weitermachen und sehr gut verdienen kann. Allerdings verlangen beide Felder dem Körper und der Psyche doch etwas mehr ab, aber das dürftest du vom Einzelhandel gewohnt sein.

Deinen dritten Beitrag würde ich gerne noch einmal aufgreifen. Thema Pflege:

Hier im örtlichen Krankenhaus sind alle examinierten Pfleger zwischen EG7 und EG9 eingestuft:

  • Bei EG7 beträgt das Grundgehalt (ohne Zuschläge für Spät- und Nachtschicht, Sonn- und Feiertagsarbeit und auf Stufe 1) ca. 35k. Mit Zuschlägen, die im Schichtbetrieb immer kommen, kommt eine 0815-Pflegekraft auf ca. 42 - 45k. ALso deutlich mehr als der durchschnittliche BWL-Bachelor außerhalb dieses Forums.

  • EG 7 Stufe 1 ist praktisch das unterste, was es gibt. Kein examinierter Krankenpfleger kommt da drunter. Normalerweise wird man mit 3jähriger Ausbildung auch nicht auf Stufe 1 eingestellt. Nur, wenn man z.B. als Altenpfleger ins Krankenhaus wechselt und da keine Erfahrung hat.

  • Bei EG9 Stufe 6 sind es z.B. 50k Grundgehalt. Mit Zuschlägen sind im Schnitt also grob 60k zu erwarten.

  • Anfänger werden je nach Komplexität der Stelle bei EG7 oder EG8 eingestuft. EG 9 oder EG 10 sind für Fachkräfte mit Weiterbildungen vorgesehen. Rein geldtechnisch ist das daher nicht so schlecht. Die Probleme liegen woanders.
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WiWi Gast

Nach Handelsfachwirt Industriekaufmann sinnvoll?

Ha, fast der gleiche Lebenslauf wie ich. Auch als Handelsfachwirt Stellv. beim privaten Rewe gewesen. Nicht das, was man erwartet, oder?

Ich bin in den mittleren Dienst in einer Behörde gewechselt. Das geht problemlos mit einer kaufmännischen Ausbildung.
39h, Gleitzeit, Feiertage aus Prinzip frei (Behörde hat einfach zu), mehr netto raus als ich damals im Markt brutto hatte, Weihnachtsgeld, Leistungsprämie, automatische Stufensteigerung, Tariferhöhung.

Nur vorsicht, man nimmt schnell zu, wenn man nicht mehr 50h pro Woche durch den Laden sprintet, regelmäßig isst und schläft.

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WiWi Gast

Nach Handelsfachwirt Industriekaufmann sinnvoll?

WiWi Gast schrieb am 06.10.2021:

Ha, fast der gleiche Lebenslauf wie ich. Auch als Handelsfachwirt Stellv. beim privaten Rewe gewesen. Nicht das, was man erwartet, oder?

Ich bin in den mittleren Dienst in einer Behörde gewechselt. Das geht problemlos mit einer kaufmännischen Ausbildung.
39h, Gleitzeit, Feiertage aus Prinzip frei (Behörde hat einfach zu), mehr netto raus als ich damals im Markt brutto hatte, Weihnachtsgeld, Leistungsprämie, automatische Stufensteigerung, Tariferhöhung.

Nur vorsicht, man nimmt schnell zu, wenn man nicht mehr 50h pro Woche durch den Laden sprintet, regelmäßig isst und schläft.

Glücklicherweise bin ich bei einem sehr gut aufgestellten Rewe Kaufmann gelandet (4 Märkte und sitzt im Vorstand), aber es fordert einen in keinster Weise. Klar man kann mehr Wissen anwenden und das Arbeiten ist entspannter, dennoch wird das ganze Wissen was ich habe nicht geschätzt. Man verkauft zwar Lebensmittel, aber Ahnung davon muss man nicht haben und das ist schade.

Zu welcher Behörde bist du denn gewechselt wenn man fragen darf?

antworten
WiWi Gast

Nach Handelsfachwirt Industriekaufmann sinnvoll?

WiWi Gast schrieb am 06.10.2021:

Ha, fast der gleiche Lebenslauf wie ich. Auch als Handelsfachwirt Stellv. beim privaten Rewe gewesen. Nicht das, was man erwartet, oder?

Ich bin in den mittleren Dienst in einer Behörde gewechselt. Das geht problemlos mit einer kaufmännischen Ausbildung.
39h, Gleitzeit, Feiertage aus Prinzip frei (Behörde hat einfach zu), mehr netto raus als ich damals im Markt brutto hatte, Weihnachtsgeld, Leistungsprämie, automatische Stufensteigerung, Tariferhöhung.

Nur vorsicht, man nimmt schnell zu, wenn man nicht mehr 50h pro Woche durch den Laden sprintet, regelmäßig isst und schläft.

Glücklicherweise bin ich bei einem sehr gut aufgestellten Rewe Kaufmann gelandet (4 Märkte und sitzt im Vorstand), aber es fordert einen in keinster Weise. Klar man kann mehr Wissen anwenden und das Arbeiten ist entspannter, dennoch wird das ganze Wissen was ich habe nicht geschätzt. Man verkauft zwar Lebensmittel, aber Ahnung davon muss man nicht haben und das ist schade.

Zu welcher Behörde bist du denn gewechselt wenn man fragen darf?

Behörde halt, die tun sich da alle nichts. Ich habe parallel mit dem Wechsel auch ein Studium angefangen, aber das willst du ja nicht.

Ich war auch bei Kaufleuten mit mehreren Märkten. Dennoch dufte ich nichtmal die Aktionsbestellung übernehmen und entspannt war das Arbeiten sicher nicht. Die Eigentümer haben in einem Jahr ~600h/Monat Personal abgebaut und nicht ersetzt. Umgerechnet 3 VZ Kräfte am Tag die fehlten.
Zum Ware annehmen, Obst einräumen und kassieren brauche ich keinen Fachwirt. Wozu hatten wir bitte VWL, Unternehmensführung etc wenn man dann doch nur auf der Fläche rumrennt?

Was war denn dein Ziel, als du den den Fachwirt angefangen hast? Nur Filialleiter im Discounter oder richtung Regionalleiter? Wäre ein Betriebswirt vielleicht etwas für dich? Mit einer neuen Ausbildung von 0 starten würde ich nicht.
Ich habe mal auf der Rewe HomePage geschaut, da sind etliche Jobs die man nur mit einer Ausbildung machen kann, im Einkauf oder Vertrieb zB. Wäre das vielleicht eher etwas?

Ansonsten ist der Klassiker der Wechsel in den Aussendienst.

antworten
WiWi Gast

Nach Handelsfachwirt Industriekaufmann sinnvoll?

WiWi Gast schrieb am 07.10.2021:

WiWi Gast schrieb am 06.10.2021:

Ha, fast der gleiche Lebenslauf wie ich. Auch als Handelsfachwirt Stellv. beim privaten Rewe gewesen. Nicht das, was man erwartet, oder?

Ich bin in den mittleren Dienst in einer Behörde gewechselt. Das geht problemlos mit einer kaufmännischen Ausbildung.
39h, Gleitzeit, Feiertage aus Prinzip frei (Behörde hat einfach zu), mehr netto raus als ich damals im Markt brutto hatte, Weihnachtsgeld, Leistungsprämie, automatische Stufensteigerung, Tariferhöhung.

Nur vorsicht, man nimmt schnell zu, wenn man nicht mehr 50h pro Woche durch den Laden sprintet, regelmäßig isst und schläft.

Glücklicherweise bin ich bei einem sehr gut aufgestellten Rewe Kaufmann gelandet (4 Märkte und sitzt im Vorstand), aber es fordert einen in keinster Weise. Klar man kann mehr Wissen anwenden und das Arbeiten ist entspannter, dennoch wird das ganze Wissen was ich habe nicht geschätzt. Man verkauft zwar Lebensmittel, aber Ahnung davon muss man nicht haben und das ist schade.

Zu welcher Behörde bist du denn gewechselt wenn man fragen darf?

Behörde halt, die tun sich da alle nichts. Ich habe parallel mit dem Wechsel auch ein Studium angefangen, aber das willst du ja nicht.

Ich war auch bei Kaufleuten mit mehreren Märkten. Dennoch dufte ich nichtmal die Aktionsbestellung übernehmen und entspannt war das Arbeiten sicher nicht. Die Eigentümer haben in einem Jahr ~600h/Monat Personal abgebaut und nicht ersetzt. Umgerechnet 3 VZ Kräfte am Tag die fehlten.
Zum Ware annehmen, Obst einräumen und kassieren brauche ich keinen Fachwirt. Wozu hatten wir bitte VWL, Unternehmensführung etc wenn man dann doch nur auf der Fläche rumrennt?

Was war denn dein Ziel, als du den den Fachwirt angefangen hast? Nur Filialleiter im Discounter oder richtung Regionalleiter? Wäre ein Betriebswirt vielleicht etwas für dich? Mit einer neuen Ausbildung von 0 starten würde ich nicht.
Ich habe mal auf der Rewe HomePage geschaut, da sind etliche Jobs die man nur mit einer Ausbildung machen kann, im Einkauf oder Vertrieb zB. Wäre das vielleicht eher etwas?

Ansonsten ist der Klassiker der Wechsel in den Aussendienst.

Stressiges Arbeiten ist das zum Glück überhaupt nicht. Trotzdem ist das einfach langweilig, weil wie du schon gesagt hast, der Handelsfachwirt wird erst ab der Position Filialleiter zum Teil angewendet.

Ich bin da eher so reingerutscht planlos nach dem Studium nach irgendeiner Ausbildung gesucht. Hat sich damals ganz gut angehört und ich hab mir gedacht ich könnte verschiedene Management Positionen danach bekleiden. Während der Ausbildung hab ich mir dann gedacht es könnte dann noch Richtung VL gehen.
Von dem Betriebswirt wurde mir von meinen Lehrern abgeraten, da das nur Geldmacherei seitens der IHK sei.
Sowieso wirkt der eher unattraktiv auf mich.

Der Aussendienst hingegen interessiert mich sehr, aber es scheint, dass man da nicht so easy reinkommt. Oder ich hab mich einfach auf zu hohe Stellen beworben. Meist Verkaufsleiter bei kleineren Unternehmen, Berater etc.

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Karlmags

Nach Handelsfachwirt Industriekaufmann sinnvoll?

Ich möchte dir ans Herz legen, Bewerbungen zu schreiben. Ich bin gelernter Industriekaufmann und als ich studieren ging haben wir einen Bankkaufmann als meinen Nachfolger eingestellt. Du musst einfach nur gut ankommen, dann kannst du fast jede kaufmännische Sachbearbeiterstelle machen. Es gibt nur wenige Bereiche, in denen ein Quereinstieg nicht machbar ist. Einfach bewerben. Auf meine Stelle gab es nur eine handvoll annehmbare Bewerbungen. Nach einem Jahr hat der Kollege 47k/35h verdient. Würden wir sowas in die Stellenausschreibungen schreiben, wären vermutlich mehr Bewerbungen eingegangen^^

Eine Firma in meinem Dorf sucht seit 3 Monaten einen Sachbearbeiter für den operativen Einkauf. Offenbar finden die partout niemanden.

Es wird ja häufig nur nach "kaufmännische Ausbildung" gesucht, die legen sich da gar nicht mehr fest.

Ein Bekannter von mir hat Einzelhandel gelernt & hat Klamotten verkauft. Des Geldes wegen ist er dann zum Küchenverkäufer geworden. Wegen der Samstagsarbeit ist er in die Industrie gewechselt - als Sachbearbeiter in der Auftragsabwicklung. Später war er dann eine Zeit lang Disponent bei einer Spedition. Also von daher..
Ich will nicht über die Qualität seiner Arbeit urteilen, aber Fakt ist, dass er die Jobs bekommen hat. Und darum geht es dir ja.. von daher.. einfach machen! Und wenn du nach 20 Bewerbungen keine Stelle gefunden hast, dann schreibst du einfach nochmal 20! Kostet ja nichts mehr, geht heute alles online.

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WiWi Gast

Nach Handelsfachwirt Industriekaufmann sinnvoll?

Schon merkwürdig, ich möchte unbedingt so einen Job haben wie du und bekomme grundsätzlich nur Absagen.

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WiWi Gast

Nach Handelsfachwirt Industriekaufmann sinnvoll?

Also ich kann von mir sprechen (42). Habe genau wie du bei einer Supermarktkette im Assistenzbereich angefangen. Mit 28 hab ich aber die Ausbildung zum Industriekaufmann in einem Mittelständischen unternehmen gemacht und arbeite seitdem als Sachbearbeiter in der Auftragsabwicklung. Zusätzlich mach ich noch die ein oder andere Projektarbeit. Trotzdem alles nicht so zeitintensiv da ich am Wochenende immer frei hab und auch sonst keine Überstunden sammle. Hab ne 38 Stunden Woche und 35 Tage Urlaub im Jahr. Zusätzlich Home Office wann immer ich möchte. Sowas ist im Supermarkt natürlich nicht möglich. Der Verdienst liegt bei 80.000€ im Jahr (E13 IG Chemie). Die Überbezahlung kommt dadurch zustande das ich immer sehr dreist nach Gehaltserhöhungen gefragt habe über die Jahre. Weiter höher als E13 komm ich aber jetzt nicht mehr und muss immer auf die Tariferhöhung warten bis es mehr Geld gibt. Für mehr Kohle müsste ich studieren aber der Zug ist abgefahren. Du schreibst das du bald Teilzeit arbeitet möchtest und im Handwerk oder Pflege kannst du das vergessen. Da ist Vollzeit gefragt. In der Industrie ist Teilzeit möglich. Ich könnte das auch machen aber dann würde sich mein Gehalt auf ca. 45 - 50 tsd reduzieren. Das ist mir zu wenig.

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WiWi Gast

Nach Handelsfachwirt Industriekaufmann sinnvoll?

Warum nicht duales Studium DAX 40, geht doch mit Handelsfachwirt. Ist nochmal einen deutlichen Step nach vorne, besser als nochmal Berufsschule.

Alternativ Bachelor an privater Hochschule machen und Fachwirt anrechnen lassen. (max. 45 ects)

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WiWi Gast

Nach Handelsfachwirt Industriekaufmann sinnvoll?

Verstehe nicht so recht, warum man eine kaufm. Berufsausbildung nach einer kaufm. Aufstiegsfortbildung machen soll. Das ergibt keinen Sinn für mich. Das wäre für mich ganz klar ein Schritt zurück.

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WiWi Gast

Nach Handelsfachwirt Industriekaufmann sinnvoll?

WiWi Gast schrieb am 09.10.2021:

Verstehe nicht so recht, warum man eine kaufm. Berufsausbildung nach einer kaufm. Aufstiegsfortbildung machen soll. Das ergibt keinen Sinn für mich. Das wäre für mich ganz klar ein Schritt zurück.

Lässt sich leicht erklären:

  • Kaufmann im Einzel- oder Großhandel = Verkäufertätigkeit mit Karriereoptionen innerhalb der Schiene (z.B. Marktleiter)
  • Industrie/Bürokaufmann/BWL-Bachelor = Sachbearbeiter mit Karriereoptionen

Sind zwei völlig verschiedene Dinge.

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WiWi Gast

Nach Handelsfachwirt Industriekaufmann sinnvoll?

WiWi Gast schrieb am 08.10.2021:

Der Aussendienst hingegen interessiert mich sehr, aber es scheint, dass man da nicht so easy reinkommt. Oder ich hab mich einfach auf zu hohe Stellen beworben. Meist Verkaufsleiter bei kleineren Unternehmen, Berater etc.

Ich dachte eher an die Vertreter, die einem im Rewe täglich nerven und einem Displays andrehen wollen. Da wird eigentlich immer gesucht.
Du planst deine Touren selbst, wenn du geschickt genug bist im Verkauf erhältst du nette Boni.

Insgesamt solltest du langsam mal ankommen und arbeiten. Du hast also Abi, studiert, Ausbildung und Fortbildung. Ein drittes Mal alles umschmeissen und neu anfangen würde ich wirklich nicht. Du musst doch jetzt auch schon um die 30 sein und hast kaum richtig gearbeitet (= nicht in die Rentenkasse eingezahlt).

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WiWi Gast

Nach Handelsfachwirt Industriekaufmann sinnvoll?

WiWi Gast schrieb am 10.10.2021:

Der Aussendienst hingegen interessiert mich sehr, aber es scheint, dass man da nicht so easy reinkommt. Oder ich hab mich einfach auf zu hohe Stellen beworben. Meist Verkaufsleiter bei kleineren Unternehmen, Berater etc.

Ich dachte eher an die Vertreter, die einem im Rewe täglich nerven und einem Displays andrehen wollen. Da wird eigentlich immer gesucht.
Du planst deine Touren selbst, wenn du geschickt genug bist im Verkauf erhältst du nette Boni.

Insgesamt solltest du langsam mal ankommen und arbeiten. Du hast also Abi, studiert, Ausbildung und Fortbildung. Ein drittes Mal alles umschmeissen und neu anfangen würde ich wirklich nicht. Du musst doch jetzt auch schon um die 30 sein und hast kaum richtig gearbeitet (= nicht in die Rentenkasse eingezahlt).

Das wäre aber ein klassischer Vertriebsjob, der im Grunde genommen nichts mit der Ausbildung zu tun hat.

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WiWi Gast

Nach Handelsfachwirt Industriekaufmann sinnvoll?

WiWi Gast schrieb am 10.10.2021:

WiWi Gast schrieb am 08.10.2021:

Der Aussendienst hingegen interessiert mich sehr, aber es scheint, dass man da nicht so easy reinkommt. Oder ich hab mich einfach auf zu hohe Stellen beworben. Meist Verkaufsleiter bei kleineren Unternehmen, Berater etc.

Ich dachte eher an die Vertreter, die einem im Rewe täglich nerven und einem Displays andrehen wollen. Da wird eigentlich immer gesucht.
Du planst deine Touren selbst, wenn du geschickt genug bist im Verkauf erhältst du nette Boni.

Insgesamt solltest du langsam mal ankommen und arbeiten. Du hast also Abi, studiert, Ausbildung und Fortbildung. Ein drittes Mal alles umschmeissen und neu anfangen würde ich wirklich nicht. Du musst doch jetzt auch schon um die 30 sein und hast kaum richtig gearbeitet (= nicht in die Rentenkasse eingezahlt).

Nicht ganz. Aktuell bin ich 23 Jahre alt ^^ Finanziell werde ich auch erstmal keine Probleme haben, selbst wenn ich jetzt Vollzeit studieren würde.
Gerde deshalb, weil ich grad alle Möglichkeiten habe möchte ich jetzt etwas fpr die Zukunft finden was mir Spass macht und mit meinem langfristigen Ziel (Teilzeit) vereinbar ist.

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WiWi Gast

Nach Handelsfachwirt Industriekaufmann sinnvoll?

WiWi Gast schrieb am 10.10.2021:

Der Aussendienst hingegen interessiert mich sehr, aber es scheint, dass man da nicht so easy reinkommt. Oder ich hab mich einfach auf zu hohe Stellen beworben. Meist Verkaufsleiter bei kleineren Unternehmen, Berater etc.

Ich dachte eher an die Vertreter, die einem im Rewe täglich nerven und einem Displays andrehen wollen. Da wird eigentlich immer gesucht.
Du planst deine Touren selbst, wenn du geschickt genug bist im Verkauf erhältst du nette Boni.

Insgesamt solltest du langsam mal ankommen und arbeiten. Du hast also Abi, studiert, Ausbildung und Fortbildung. Ein drittes Mal alles umschmeissen und neu anfangen würde ich wirklich nicht. Du musst doch jetzt auch schon um die 30 sein und hast kaum richtig gearbeitet (= nicht in die Rentenkasse eingezahlt).

Das wäre aber ein klassischer Vertriebsjob, der im Grunde genommen nichts mit der Ausbildung zu tun hat.

Natürlich hat das mit der Ausbildung zu tun. Selbst im Einzelhandelskaufmann lernt man schon Marketing, Sozialkunde etc., im Fachwirt wird das Ganze nochmal mit 'Handelsmarketing und Vertrieb' vertieft. Unzählige meiner Kollegen aus unterschiedlichsten Märkten sind vom Handelsfachwirt(assistent) in den Außendienst gewechselt. Eben weil wir die passende Ausbildung haben und aber auch die Abnehmerseite auswendig kennen.
Wir haben nicht nur gelernt wie man das Lager kehrt und Bananen krumm biegt.

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WiWi Gast

Nach Handelsfachwirt Industriekaufmann sinnvoll?

WiWi Gast schrieb am 17.10.2021:

Der Aussendienst hingegen interessiert mich sehr, aber es scheint, dass man da nicht so easy reinkommt. Oder ich hab mich einfach auf zu hohe Stellen beworben. Meist Verkaufsleiter bei kleineren Unternehmen, Berater etc.

Ich dachte eher an die Vertreter, die einem im Rewe täglich nerven und einem Displays andrehen wollen. Da wird eigentlich immer gesucht.
Du planst deine Touren selbst, wenn du geschickt genug bist im Verkauf erhältst du nette Boni.

Insgesamt solltest du langsam mal ankommen und arbeiten. Du hast also Abi, studiert, Ausbildung und Fortbildung. Ein drittes Mal alles umschmeissen und neu anfangen würde ich wirklich nicht. Du musst doch jetzt auch schon um die 30 sein und hast kaum richtig gearbeitet (= nicht in die Rentenkasse eingezahlt).

Das wäre aber ein klassischer Vertriebsjob, der im Grunde genommen nichts mit der Ausbildung zu tun hat.

Natürlich hat das mit der Ausbildung zu tun. Selbst im Einzelhandelskaufmann lernt man schon Marketing, Sozialkunde etc., im Fachwirt wird das Ganze nochmal mit 'Handelsmarketing und Vertrieb' vertieft. Unzählige meiner Kollegen aus unterschiedlichsten Märkten sind vom Handelsfachwirt(assistent) in den Außendienst gewechselt. Eben weil wir die passende Ausbildung haben und aber auch die Abnehmerseite auswendig kennen.
Wir haben nicht nur gelernt wie man das Lager kehrt und Bananen krumm biegt.

Ja, spezifisches Fachwissen im Handel ist schön, aber Vertrieb "lernt" man nicht, sondern man muss eine Vertriebspersönlichkeit sein. Das kann einfach nicht jeder.

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WiWi Gast

Nach Handelsfachwirt Industriekaufmann sinnvoll?

WiWi Gast schrieb am 17.10.2021:

Der Aussendienst hingegen interessiert mich sehr, aber es scheint, dass man da nicht so easy reinkommt. Oder ich hab mich einfach auf zu hohe Stellen beworben. Meist Verkaufsleiter bei kleineren Unternehmen, Berater etc.

Ich dachte eher an die Vertreter, die einem im Rewe täglich nerven und einem Displays andrehen wollen. Da wird eigentlich immer gesucht.
Du planst deine Touren selbst, wenn du geschickt genug bist im Verkauf erhältst du nette Boni.

Insgesamt solltest du langsam mal ankommen und arbeiten. Du hast also Abi, studiert, Ausbildung und Fortbildung. Ein drittes Mal alles umschmeissen und neu anfangen würde ich wirklich nicht. Du musst doch jetzt auch schon um die 30 sein und hast kaum richtig gearbeitet (= nicht in die Rentenkasse eingezahlt).

Das wäre aber ein klassischer Vertriebsjob, der im Grunde genommen nichts mit der Ausbildung zu tun hat.

Natürlich hat das mit der Ausbildung zu tun. Selbst im Einzelhandelskaufmann lernt man schon Marketing, Sozialkunde etc., im Fachwirt wird das Ganze nochmal mit 'Handelsmarketing und Vertrieb' vertieft. Unzählige meiner Kollegen aus unterschiedlichsten Märkten sind vom Handelsfachwirt(assistent) in den Außendienst gewechselt. Eben weil wir die passende Ausbildung haben und aber auch die Abnehmerseite auswendig kennen.
Wir haben nicht nur gelernt wie man das Lager kehrt und Bananen krumm biegt.

Eine theoretische Ausbildung, die beim Einzelhandelskaufmann im Vergleich zum Büro/Industriekaufmann, auch inhaltlich überschaulich ist, macht einem aber nicht zu einem guten Vertriebler. Ist einfach was anderes, wenn ich Verkäufer an der Kasse bin und erst auftrete, wenn der Kunde sich entschieden hat (Einzelhandelskaufmann) oder aber den Kunden überzeugen muss, zu kaufen (Vertriebler). Nicht falsch verstehen. Ein EKM kann ein fantastischer Vertriebler sein, aber das da zwangsläufig ein roter Faden ist, sehe ich nicht.

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WiWi Gast

Nach Handelsfachwirt Industriekaufmann sinnvoll?

WiWi Gast schrieb am 06.10.2021:

Ha, fast der gleiche Lebenslauf wie ich. Auch als Handelsfachwirt Stellv. beim privaten Rewe gewesen. Nicht das, was man erwartet, oder?

Ich bin in den mittleren Dienst in einer Behörde gewechselt. Das geht problemlos mit einer kaufmännischen Ausbildung.
39h, Gleitzeit, Feiertage aus Prinzip frei (Behörde hat einfach zu), mehr netto raus als ich damals im Markt brutto hatte, Weihnachtsgeld, Leistungsprämie, automatische Stufensteigerung, Tariferhöhung.

Nur vorsicht, man nimmt schnell zu, wenn man nicht mehr 50h pro Woche durch den Laden sprintet, regelmäßig isst und schläft.

Bei welcher Behörde hast du da ein Glück reinzukommen (ohne MS Office Kenntnisse) usw... also welche Stadt? :)

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WiWi Gast

Nach Handelsfachwirt Industriekaufmann sinnvoll?

WiWi Gast schrieb am 15.01.2022:

Ha, fast der gleiche Lebenslauf wie ich. Auch als Handelsfachwirt Stellv. beim privaten Rewe gewesen. Nicht das, was man erwartet, oder?

Ich bin in den mittleren Dienst in einer Behörde gewechselt. Das geht problemlos mit einer kaufmännischen Ausbildung.
39h, Gleitzeit, Feiertage aus Prinzip frei (Behörde hat einfach zu), mehr netto raus als ich damals im Markt brutto hatte, Weihnachtsgeld, Leistungsprämie, automatische Stufensteigerung, Tariferhöhung.

Nur vorsicht, man nimmt schnell zu, wenn man nicht mehr 50h pro Woche durch den Laden sprintet, regelmäßig isst und schläft.

Bei welcher Behörde hast du da ein Glück reinzukommen (ohne MS Office Kenntnisse) usw... also welche Stadt? :)

Wer sagt, dass ich keine Office Kenntnisse habe? Die Grundlagen Word, Excel, PPT, Outlook hat doch eigentlich jeder berufstätige Erwachsene.
Meine Behörde hat mehrere Standorte, Bonn, Berlin, Hannover, Frankfurt etc. Du ziehst das aber falsch rum auf. Geh auf Interamt und schau dort nach den passenden Stellen in deiner Nähe. Ob du dann beim AA, BAMF oder BMVI landest ist recht egal, im mittleren Dienst beantwortest du E-Mails, vereinbarst Termine, machst mal eine Präsentation oder schreibst Protokoll und das wars.

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WiWi Gast

Nach Handelsfachwirt Industriekaufmann sinnvoll?

Interessant hier die Unterschiede zwischen den Berufen zu lesen im kaufmännischen Bereich.

Bin selbst Techniker, daher kann ich nur die Aussenansicht bieten der Erfahrung die ich mit diversen Bewerbungen und auch Einstellungen gemacht habe:
Bei vielen Stellen wird nach konkret einer Ausbildung gefragt, aber da die guten Leute meist knapp sind und das wirklich benötigte Expertenwissen auf den meisten Stellen minimal ist oder on-the-job erlernbar, ist es völlig normal Quereinsteiger zu nehmen, die ungefähr was in die Richtung gelernt haben, was man sucht.

Bei vielen Stellen in der Industrie ist es z.B. egal ob du Mechatroniker, Industriemechaniker, KfZ-Mechaniker, Elektroniker für Geräte oder Maschinen- und Anlagenführer gelernt hast.

Im Bereich Akademiker ist es ebenso, dass du dich für viele Stellen als Maschinenbauer, Physiker, Materialwissenschaftler, Produktionstechniker, Wirtschaftsingenieur gleichermaßen bewerben kannst (auch wenn die Ausschreibung das nicht explizit benennt).

Ich vermute stark, dass es im kaufmännischen Bereich ähnlich ist.
Für mich klingt daher eine kaufmännische Ausbildung nach einer kaufmännischen Weiterbildung nicht sinnvoll. Wenn du was anderes machen willst im kaufmännischen Bereich bewirb dich direkt darauf und überzeug dein Gegenüber, dass du das kannst bzw. in kurzer Zeit on-the-job erlernen kannst.

antworten
WiWi Gast

Nach Handelsfachwirt Industriekaufmann sinnvoll?

WiWi Gast schrieb am 26.01.2022:

Interessant hier die Unterschiede zwischen den Berufen zu lesen im kaufmännischen Bereich.

Bin selbst Techniker, daher kann ich nur die Aussenansicht bieten der Erfahrung die ich mit diversen Bewerbungen und auch Einstellungen gemacht habe:
Bei vielen Stellen wird nach konkret einer Ausbildung gefragt, aber da die guten Leute meist knapp sind und das wirklich benötigte Expertenwissen auf den meisten Stellen minimal ist oder on-the-job erlernbar, ist es völlig normal Quereinsteiger zu nehmen, die ungefähr was in die Richtung gelernt haben, was man sucht.

Bei vielen Stellen in der Industrie ist es z.B. egal ob du Mechatroniker, Industriemechaniker, KfZ-Mechaniker, Elektroniker für Geräte oder Maschinen- und Anlagenführer gelernt hast.

Im Bereich Akademiker ist es ebenso, dass du dich für viele Stellen als Maschinenbauer, Physiker, Materialwissenschaftler, Produktionstechniker, Wirtschaftsingenieur gleichermaßen bewerben kannst (auch wenn die Ausschreibung das nicht explizit benennt).

Ich vermute stark, dass es im kaufmännischen Bereich ähnlich ist.
Für mich klingt daher eine kaufmännische Ausbildung nach einer kaufmännischen Weiterbildung nicht sinnvoll. Wenn du was anderes machen willst im kaufmännischen Bereich bewirb dich direkt darauf und überzeug dein Gegenüber, dass du das kannst bzw. in kurzer Zeit on-the-job erlernen kannst.

Der Unterschied zwischen dem Einzelhandelskaufmann und dem Büro/Industriekaufmann ist aber leider fundamental, auch wenn die Begriff ähnlich klingen.

  • Der eine ist der Regaleinräumer, Filialkümmerer und Verkäufer an der Kasse, der andere ist der Sachbearbeiter, der sich rein um kaufmännische Angelegenheiten von Buchhalten bis Marketing kümmert. Eine Einzelhandelskaufmann wird Abteilungs- oder Filalleiter im Supermarkt, vielleicht Regionalleiter. Tolle Karrieren, aber die Entwickung ist begrenzt und sehr spezifisch.
  • Ein Bürokaufmann kann theoretisch in jedes Unterenhmen mit einer kaufmännischen Abteilung wechseln. Die Leute tun das, was man auch mit einem BWL-Studium häufig tut.

Beide Begriffe klingen daher ähnlich, haben aber ein völlig anderes Tätigkeitsfeld. Ein Einzelhandelskaufmann wird bei Bewerbungen auf eine Sachbearbeiterstelle vermutlich keine Chance haben und genau deswegen wollte der TE ja die Schiene wechseln.

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WiWi Gast

Nach Handelsfachwirt Industriekaufmann sinnvoll?

WiWi Gast schrieb am 10.02.2022:

Interessant hier die Unterschiede zwischen den Berufen zu lesen im kaufmännischen Bereich.

Bin selbst Techniker, daher kann ich nur die Aussenansicht bieten der Erfahrung die ich mit diversen Bewerbungen und auch Einstellungen gemacht habe:
Bei vielen Stellen wird nach konkret einer Ausbildung gefragt, aber da die guten Leute meist knapp sind und das wirklich benötigte Expertenwissen auf den meisten Stellen minimal ist oder on-the-job erlernbar, ist es völlig normal Quereinsteiger zu nehmen, die ungefähr was in die Richtung gelernt haben, was man sucht.

Bei vielen Stellen in der Industrie ist es z.B. egal ob du Mechatroniker, Industriemechaniker, KfZ-Mechaniker, Elektroniker für Geräte oder Maschinen- und Anlagenführer gelernt hast.

Im Bereich Akademiker ist es ebenso, dass du dich für viele Stellen als Maschinenbauer, Physiker, Materialwissenschaftler, Produktionstechniker, Wirtschaftsingenieur gleichermaßen bewerben kannst (auch wenn die Ausschreibung das nicht explizit benennt).

Ich vermute stark, dass es im kaufmännischen Bereich ähnlich ist.
Für mich klingt daher eine kaufmännische Ausbildung nach einer kaufmännischen Weiterbildung nicht sinnvoll. Wenn du was anderes machen willst im kaufmännischen Bereich bewirb dich direkt darauf und überzeug dein Gegenüber, dass du das kannst bzw. in kurzer Zeit on-the-job erlernen kannst.

Der Unterschied zwischen dem Einzelhandelskaufmann und dem Büro/Industriekaufmann ist aber leider fundamental, auch wenn die Begriff ähnlich klingen.

  • Der eine ist der Regaleinräumer, Filialkümmerer und Verkäufer an der Kasse, der andere ist der Sachbearbeiter, der sich rein um kaufmännische Angelegenheiten von Buchhalten bis Marketing kümmert. Eine Einzelhandelskaufmann wird Abteilungs- oder Filalleiter im Supermarkt, vielleicht Regionalleiter. Tolle Karrieren, aber die Entwickung ist begrenzt und sehr spezifisch.
  • Ein Bürokaufmann kann theoretisch in jedes Unterenhmen mit einer kaufmännischen Abteilung wechseln. Die Leute tun das, was man auch mit einem BWL-Studium häufig tut.

Beide Begriffe klingen daher ähnlich, haben aber ein völlig anderes Tätigkeitsfeld. Ein Einzelhandelskaufmann wird bei Bewerbungen auf eine Sachbearbeiterstelle vermutlich keine Chance haben und genau deswegen wollte der TE ja die Schiene wechseln.

Danke für deine Erklärung.
Ich glaube dir zwar jetzt, dass der Einzelhandelskaufmann bei der Bewerbung auf die Sachbearbeiterstelle nicht genommen wird.
Aber die Begründung dahinter sieht für mich eher nach einer konstruierten Abgrenzung in der Branche aus (für die du natürlich nichts kannst), bei der sich die Sachbearbeiter und die Einzelhandelsleute abgrenzen (wollen).

Konstruiert wirkt es für mich deshalb weil:

  • Tätigkeit eines Sachbearbeiters z.B. im typischen Industrieumfeld: Marketing, Buchhaltung, Rechnungsbearbeitung, Vorbereitung von Meetings, Verwaltung, Einkauf, Vertrieb, Personal
  • Tätigkeit eines Einzelhandelskaufmanns z.B. im typischen Tante-Emma-Laden, der alles mögliche verkauft: Verhandlungen mit Lieferanten, Waren bestellen, Waren einräumen (macht evtl. auch ein Dienstleister), Waren verkaufen, Werbung für den Laden machen, Abrechung und Bilanz machen, Mitarbeiter managen, Schichten einteilen

Klar sieht der Alltag anders aus, aber nur auf den ersten Blick. Alle Bereiche im Tante-Emma-Laden lassen sich auch den typischen Bereichen einer Industriefirma zuordnen. Nur die Skala ist ist halt eine andere bei einer 5-Mann Firma zu einer 5000-Mann Firma. Dann benutzt man halt SAP und nicht nur Excel und ist spezialisierter auf einen Bereich. Aber das Rüstzeug um in die jeweils andere Branche zu wechseln hat man meiner Meinung nach (auch wenn meine Meinung für die Branche natürlich nichts zählt :) )

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WiWi Gast

Nach Handelsfachwirt Industriekaufmann sinnvoll?

WiWi Gast schrieb am 06.10.2021:

Ha, fast der gleiche Lebenslauf wie ich. Auch als Handelsfachwirt Stellv. beim privaten Rewe gewesen. Nicht das, was man erwartet, oder?

Ich bin in den mittleren Dienst in einer Behörde gewechselt. Das geht problemlos mit einer kaufmännischen Ausbildung.
39h, Gleitzeit, Feiertage aus Prinzip frei (Behörde hat einfach zu), mehr netto raus als ich damals im Markt brutto hatte, Weihnachtsgeld, Leistungsprämie, automatische Stufensteigerung, Tariferhöhung.

Nur vorsicht, man nimmt schnell zu, wenn man nicht mehr 50h pro Woche durch den Laden sprintet, regelmäßig isst und schläft.

Hallo eine Frage zwischendurch,

Hat jemand Erfahrung mit dem Grundwissen Test zum Handelsfachwirt bei Rewe?

Wäre super wenn ich da Infos bekommen könnte

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