DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Jobwechsel & KündigungGehaltserhöhung

Jobwechsel ist häufigster Grund für Gehaltserhöhungen

Eine hohe Firmentreue sorgt nicht für ein Lohnplus. Bei jedem dritten Deutschen war der Grund für die letzte Gehaltssteigerung ein Jobwechsel. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie mit 1.000 Arbeitnehmern des Personaldienstleisters Robert Half.

Gehaltserhöhung: Ein Junger man im Sprung symolisiert einen Jobwechsel mit Gehaltssprung

Jobwechsel ist häufigster Grund für Gehaltserhöhungen
Der häufigste Grund für Gehaltssteigerungen in Deutschland sind Jobwechsel: Mit 34 Prozent hat gut ein Drittel zuletzt mit der Besetzung einer neuen Arbeitsstelle mehr Geld erhalten. Das geht aus einer repräsentativen Befragung von 1.000 Arbeitnehmern im Auftrag des Personaldienstleisters Robert Half hervor.

„Arbeitnehmer, die in einen Job mit neuer Verantwortung wechseln – ob beim aktuellen oder einem neuen Arbeitgeber –, sollten natürlich mehr Geld verdienen. Bedenklich ist, wenn es für gute Leistungen und Weiterentwicklungen in der aktuellen Position keine spürbaren Gehaltssteigerungen gibt“, sagt Christian Umbs, Managing Director bei Robert Half. „Für Mitarbeiter ist ein Gehaltsplus eine wichtige Wertschätzung. Bleibt sie verwehrt, kann das zu steigenden Kündigungsraten und Neueinstellungen zu höheren Gehältern führen.“

Diese Spirale schadet letztendlich beiden Seiten: Unternehmen verlieren wertvolle Arbeitskräfte und müssen Zeit sowie Geld für das Recruiting investieren. Arbeitnehmer riskieren durch den Stellenwechsel, dass der neue Job ihnen weniger zusagt als vermutet oder sie sogar in der Probezeit gekündigt werden.
 

Gehaltserhöhungen im aktuellen Job schwierig zu erhalten
Das eigene Gehalt im bestehenden Arbeitsverhältnis zu steigern, ist nicht einfach: Zwar planen nur 9 Prozent der Personalverantwortlichen in ihrem Verantwortungsbereich keine Gehaltserhöhungen, wie eine weitere Studie von Robert Half unter 500 Führungskräften zeigt. Jedoch können die wenigsten Mitarbeiter eine signifikante Steigerung – wie sie ein Jobwechsel mit sich bringen kann – erwarten. Die voraussichtliche erwartete Gehaltssteigerung beträgt durchschnittlich knapp 8 Prozent.

Nur 9 Prozent der befragten Arbeitnehmer geben an, ihre letzte Gehaltserhöhung aufgrund von erreichten Zielen erhalten zu haben, bei lediglich 6 Prozent war die Übernahme zusätzlicher Aufgaben ausschlaggebend. Auch die Beschäftigungsdauer spielt nur eine untergeordnete Rolle für Gehaltssteigerungen: Für 8 Prozent war das der Grund für ein Plus auf dem Konto.
 

Was war der Grund für Ihre letzte Gehaltserhöhung?

(Quelle: Arbeitsmarktstudie 2018; Befragte: 1.000 Büroangestellte, die in den vergangenen fünf Jahren einen neuen Job gesucht haben oder gerade auf Jobsuche sind)
 

Enger Austausch zwischen Chef und Mitarbeitern ist entscheidend
„Vorgesetzte und Angestellte sollten sich regelmäßig austauschen. Arbeitnehmer erfahren so, was noch zur nächsten Gehaltserhöhung fehlt. Voraussetzung und unerlässlich ist, dass Personalverantwortliche deutlich kommunizieren, welche Erwartungen sie an die Mitarbeiter stellen und Ziele klar definiert werden“, so Umbs. „Gute Führungskräfte fördern die Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter und pflegen einen ehrlichen Austausch mit ihnen. So können beide Seiten langfristig erfolgreich zusammenarbeiten.“

Um den eigenen Marktwert realistisch einschätzen zu können, sollten Arbeitnehmer sich über aktuelle Entwicklungen informieren. Hierbei hilft zum Beispiel die Gehaltsübersicht 2019 von Robert Half, die einen Überblick über marktübliche Gehälter für Berufe im Finanz- und Rechnungswesen, IT- und kaufmännischen Bereich, Erfahrungslevel und Regionen in Deutschland bietet.
 

Download Gehaltsübersicht 2019 [PDF - 28 Seiten - 3,7 MB]
https://www.roberthalf.de/gehalt

Im Forum zu Gehaltserhöhung

10 Kommentare

Ständige Vertröstung - was würdet ihr machen?

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 21.04.2021: Grundsätzlich ja, aber irgendwas hält den TE ja in der Firma. Ob es die Kollegen oder Kultur sind keine Ahnung. Wenn das andere Angebot natürlich auf ganzer L ...

10 Kommentare

Warum größere Gehaltssprünge bei Arbeitgeberwechsel?

WiWi Gast

Heißt das auch gleich 'wenn der neue Arbeitgeber nach Zeit X per Vertag automatisch festhält, dass dein Gehaltswunsch viel zu niedrig war'? Somit wenn es nach Tarif geht, sich der Betriebsrat zwischen ...

5 Kommentare

Kurz nach Gehaltserhöhung kündigen

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 08.02.2021: dann IGM oder UB, warum für unter 80k arbeiten?

18 Kommentare

Habt ihr schon mal ungefragt eine Gehaltserhöhung bekommen?

WiWi Gast

Ich habe zweimal ohne dass explizit einzufordern eine Hochstufung bekommen. Ich hab lediglich immer darauf gepocht dass ich Karriere machen will.

70 Kommentare

Gehaltserhöhung nach Berufseinstieg

WiWi Gast

Die Führungskräfte haben bei uns einen Spielraum von 11 - 18% in dem sie LZ vergeben können. Ich bringe sehr gute Leistung, dementsprechend bekomme ich auch eine durchschnittliche Leistungszulage. Na ...

7 Kommentare

Chef vergisst Gehaltserhöhung

WiWi Gast

Wenn es um eine jährliche Gehaltsrunden geht passt das schon. Wäre ärgerlich wenn das so ist, aber kommt schon mal vor. Und je größer und bürokratischer dein Arbeitgeber ist, desto wahrscheinlicher is ...

19 Kommentare

Wie läuft es mit den Gehaltserhöhungen?

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 12.09.2020: Im Konzern beisst du dir auch die Zähne aus, wenn du die Position nicht gerade wechselst. ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Gehaltserhöhung

Weiteres zum Thema Jobwechsel & Kündigung

Bildmaterial zum Headhunter of the Year-Award 2016

Headhunter of the Year 2016 – die Gewinner sind gekürt

Der „Headhunter oft the Year“-Award 2016 ist vergeben. Der Preis wurde verliehen in den Kategorien Best Newcomer, Recruiting Innovation, Best eBrand, Candidate Experience und Executive Search. Die Headhunter des Jahres sind: Pape Consulting Group AG, Dr. Terhalle & Nagel Personalberatung GmbH, MANNROTH GmbH & Co. KG, Dwight Cribb Personalberatung GmbH, Pentagon AG.

Bildmaterial zum Headhunter of the Year-Award 2016

Headhunter of the Year 2016 – Nominierte stehen fest

32 nominierte Unternehmen aus der Personalberatungsbranche haben es in die Endauswahl geschafft und hoffen am 2. Juni auf den Preis „Headhunter of the Year 2016“. Der Preis „Headhunter of the Year“ wird in den Kategorien Candidate Experience, Executive Search, Recruiting Innovation, Best eBrand und Best Newcomer vom Karrieredienst Experteer vergeben. Insgesamt haben sich 88 Unternehmen beworben.

Ein Arbeitsplatz mit Laptop, einer Kaffeetasse, zwei Stiften und zerknüllten Zetteln.

Personalberatung in Deutschland 2014/2015 - Führungskräfte mit IT-Know-how heiß begehrt

Der Branchenumsatz der Personalberatung stieg in Deutschland im Jahr 2014 um 5,7 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Die Prognose für 2015 liegt bei 6,2 Prozent. Heiß begehrt sind Fach- und Führungskräfte mit Know-how in Digitaler Transformation. Jobsuchmaschinen, Expertenplattformen und Social-Media-Kanälen wie Xing oder Linkedin verändern die Branche.

Ein Anschluß für Starkstrom mit einer roten Abdeckung sowie 3 blau abgedeckte Stromdosen.

BDU-Marktstudie: Personalberatung in Deutschland 2013/2014 - Starker Stellenmarkt

Der Branchenumsatz der Personalberatung in Deutschland stieg 2013 verhalten um 3,2 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Die Top-Manager identifizieren sich immer weniger mit ihren Unternehmen. Dies sind Ergebnisse der Marktstudie „Personalberatung in Deutschland 2012/2013“ vom Bundesverband Deutscher Unternehmensberater.

Ein grünes Schild mit sechs weißen Männchen.

Führungskräfte bringt der Headhunter, nicht das Arbeitsamt

Bei der Rekrutierung von Führungskräften in mittelgroßen Unternehmen unterscheiden sich Ost- und Westdeutschland immer noch deutlich. Das ergab eine vom Land Thüringen geförderte Studie der Friedrich-Schiller-Universität Jena zur Personalpolitik.

Ein Briefkasten an einer Hauswand mit einem symbolische Brief im Milchglas und einer Zeitungsröhre.

Personalverantwortliche mit Headhuntern häufig unzufrieden

IT-Manager und Personalverantwortliche in Unternehmen stellen Headhuntern kein gutes Zeugnis aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der IT-Wochenzeitung COMPUTERWOCHE.

Der Blick in ein Treppenhaus durch eine Fensterwand.

Entscheidungskriterien beim Jobwechsel

Die Personalberatung Neumann International hat im Rahmen einer Studie in Deutschland und Osteuropa untersucht, worauf Kandidaten bei ihrer beruflichen Neuorientierung tatsächlich Wert legen.

Beliebtes zum Thema Karriere

Das Foto zeigt den Open Water Schwimmer Thomas Lurz im Porttrait.

Leidenschaft für den Erfolg – Interview mit Rekord-Weltmeister Thomas Lurz

Thomas Lurz ist 12-facher Rekord-Weltmeister mit zwei Olympiamedaillen. Über mehr als 10 Jahre galt er als bester Freiwasserschwimmer der Welt. Parallel dazu ist er Redner, Coach und Autor. Wie gelingt so eine Traumkarriere? Mit WiWi-TReFF hat er über die Erfolgsfaktoren seiner Doppelkarriere gesprochen.

Führungseigenschaften: Kompass mit Deutschlandfahne und Manager.

Weltspitze: Deutsche Top-Manager am zukunftsfähigsten

Die Mehrheit von Investoren bewertet deutsche Top-Manager als geeignet, die Probleme der Zukunft zu lösen. In keinem anderen Land ist das Vertrauen der Investoren in die Führungskräfte größer. In China dagegen glauben 82 Prozent der Investoren nicht an die Zukunftsfähigkeit der Manager. In den USA bezweifeln dies immerhin 70 Prozent, so das Ergebnis einer Management-Studie der Personalberatung Korn-Ferry.

CFA-Prüfung zum Chartered Financial Analyst

Chartered Financial Analyst: Rekord von über 250.000 CFA-Prüfungen

Die Nachfrage nach der Chartered Financial Analyst (CFA) Qualifikation erreicht im Juni 2019 einen neuen Höchststand. Die Zahl der weltweiten Anmeldungen zu CFA-Prüfungen stieg im Vorjahresvergleich um 11 Prozent, gibt CFA Institute, der führende globale Berufsverband für die Investmentbranche bekannt. Besonders in den Schwellenländern wächst das Interesse an der Weiterbildung für Vermögensverwalter, Portfoliomanager, professionelle Investor und Finanzanalysten.

Drei Absolventenhüte symbolisieren die geplanten neuen Berufsabschlüsse Berufsspezialist, Berufsbachelor und Berufsmaster.

BBiG-Novelle 2020: Berufsbachelor und Berufsmaster gepant

Das Bundesbildungsministerium plant das Berufsbildungsgesetz (BBiG) mit Wirkung zum Jahr 2020 anzupassen. Ziel ist es, dadurch die Berufsausbildung zu stärken. Kern der BBiG-Novelle sind die drei neuen Berufsabschlüsse "Berufsspezialist", "Berufsbachelor" und "Berufsmaster". Die Hochschulrektorenkonferenz warnt vor einer Verwechslungsgefahr mit Hochschulabschlüssen.

Karriere zum DAX-CEO: Eine junger Manager im Anzug läuft eine lange Treppe hoch.

Fast jeder zweite DAX-Chef ist Wirtschaftswissenschaftler

Die Wirtschaftswissenschaftler dominieren das Topmanagement der DAX-Unternehmen. 56 Prozent der Vorstände in MDAX-Unternehmen und 47 Prozent der Vorstände im DAX und SDAX sind Wirtschaftswissenschaftler. Von den CEOs der TecDAX-Unternehmen hat dagegen lediglich jeder dritte Wirtschaftswissenschaften studiert. Jeder fünfte Vorstandschef, der erstmals ein Unternehmen führte, war zuvor Finanzvorstand. Die CEOs waren vorher am häufigsten Unternehmensberater, wie die Lebensläufe von 170 DAX-Vorständen laut dem "Headhunter" Korn Ferry zeigen.

Jobzufriedenheit: Eine weibliche Führungskraft lacht beim Telefonieren.

Jobzufriedenheit von Führungskräften am höchsten

Führungskräfte sind häufig sehr glücklich in ihrem Job. 41,7 Prozent der Führungskräfte bezeichnen sich als "sehr zufrieden" mit ihrer Arbeit. Akademikerinnen und Akademiker sind mit 39,5 Prozent generell überdurchschnittlich zufrieden im Job. Jeder dritte Erwerbstätige ist laut Statistischem Bundesamt in Deutschland mit seiner Tätigkeit "sehr zufrieden".

Das Bild zeigt passend zur Manpower-Studie "Karriereziele" einen Kompass und das Wort "Karriere"

Karriereziele 2018: Jeder Zweite wünscht sich mehr Gehalt

Aktuell machen die Deutschen ihren Job vorwiegend wegen des Geldes. Mehr Gehalt ist entsprechend der zentrale Karrierewunsch von jedem Zweiten für 2018. Wie wichtig es ist, Kenntnisse rund um die Digitalisierung aufzubauen, haben nur wenige Arbeitnehmer erkannt. 18 Prozent der Deutschen sind karrieremüde und möchten weniger arbeiten. Zu diesen Ergebnissen kommt die Manpower-Studie „Karriereziele 2018“.