DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
GehaltsverhandlungGehaltserhöhung

Gehälter in Deutschland steigen 2015 um gut drei Prozent

Die Gehälter in Deutschland werden im kommenden Jahr im Schnitt um 3,1 Prozent steigen. Das zeigt die Gehaltsentwicklungsprognose 2015 für 26 europäische Länder der Managementberatung Kienbaum.

Gehälter in Deutschland steigen 2015 um gut drei Prozent
Gummersbach, 28.10.2014 (kb) - Die Gehälter in Deutschland werden im kommenden Jahr im Schnitt um 3,1 Prozent steigen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Managementberatung Kienbaum zur künftigen Entwicklung der Gehälter in 26 europäischen Ländern, an der mehr als 1.000 Unternehmen teilgenommen haben. Auch inflationsbereinigt können die Deutschen im kommenden Jahr ein Plus im Portemonnaie erwarten: Der IWF prognostiziert für 2015 eine Inflationsrate von 1,4 Prozent.

Je nach Hierarchieebene betragen die Gehaltssteigerungen zwischen 2,8 Prozent im mittleren und operativen Management und 3,4 Prozent bei Vorständen und Geschäftsführern. „Innerhalb des Euro-Raums ist die deutsche Wirtschaft zuletzt am stärksten gewachsen. Auch künftig werden sich die Geschäfte der deutschen Unternehmen positiv entwickeln – trotz der leichten Eintrübung wegen der neuen geopolitischen Risiken wie etwa der Ukraine-Krise. Entsprechend steigen auch die Gehälter weiter überdurchschnittlich“, sagt Julia Zmítko, Vergütungsexpertin bei Kienbaum.

Deutsche und Österreicher erhalten größtes Gehaltsplus in West- und Südeuropa
Für West- und Südeuropa erwartet Kienbaum insgesamt eine mäßige Gehaltssteigerung für das kommende Jahr: Im Schnitt erhöhen die Unternehmen in dieser Region die Saläre ihrer Mitarbeiter um 2,5 Prozent. Im Ländervergleich steigen die Gehälter 2015 in  Deutschland und Österreich mit 3,1 beziehungsweise 3,0 Prozent am stärksten. In der Schweiz werden es hingegen nur 1,7 Prozent sein. „Die im europäischen Vergleich vergleichsweise geringe Erhöhungsprognose stellt für die Schweiz selbst jedoch eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den vergangenen Jahren dar“, sagt Julia Zmítko und ergänzt: „Ursache hierfür könnte ein Nachholbedarf aus den vergangenen Jahren sein, der sich gegen die anhaltend niedrige Teuerungsrate durchsetzen könnte. Erwartet wird eine Inflationsrate von 0,2 Prozent für 2014 und 0,5 Prozent für 2015.“

Gehälter in Zentral- und Osteuropa legen deutlich zu
In Zentral- und Osteuropa entwickeln sich die Gehälter deutlich positiver als in West- und Südeuropa: Die Saläre der Mitarbeiter in Zentral- und Osteuropa steigen im kommenden Jahr um durchschnittlich 3,7 Prozent. Die Spanne reicht von 2,3 Prozent in Kroatien bis zu 6,1 Prozent in der Türkei. „Viele zentral- und osteuropäische Länder wie die Türkei, Ungarn und Rumänien profitieren durch wachsende Exporte vom Aufschwung des Euroraums. In Kroatien befindet sich die Wirtschaft hingegen seit 2009 in einer schweren Rezession. Entsprechend zurückhaltend ist die Lohnpolitik der kroatischen Unternehmen“, sagt Kienbaum-Vergütungsexpertin Julia Zmítko.

 

Im Forum zu Gehaltserhöhung

16 Kommentare

Gehaltserhöhung angemessen?

WiWi Gast

Ich war in einer ähnlichen Situation wie du. Hab im Gespräch aber nicht über konkrete Zahlen gesprochen. Man sagte mir aber es sei bei 50-55k. Der Vertrag kam dann mit 50k all-in. Ich war etwas ersch ...

14 Kommentare

Gehaltserhöhung - wie Gespräch angehen

WiWi Gast

Schwer zu sagen. Am besten immer ein Gegenangebot dabeihaben. Seien wir realistisch: Gehaltssprünge beim selben Unternehmen über 10% sind schon schwer und ein ewiger Verwaltungsakt. Wer wechselt, hol ...

10 Kommentare

Warum Kollege sauer auf Gehaltserhöhung?

WiWi Gast

Du merkst es selbst, oder?

23 Kommentare

Gehaltserhöhung oder Premium Firmenwagen?

WiWi Gast

Deine Klassifikation ist meiner Meinung nach falsch, weil du hier die traditionellen Fahrzeugklassen mit einwirfst: Dort gibt es nämlich die klassische Einteilung in: * Kleinwagen (Polo) * Kompaktkl ...

10 Kommentare

Gehaltserhöhungen Kollegen?

WiWi Gast

Wer vergleicht, verliert! Und zwar immer!!!

14 Kommentare

angemessene Gehaltserhöhung?

Vertriebsmensch

Also, KEIN Unternehmen wird Dir mehr zahlen, nur weil Dein Leben sich verteuert hat. Das Unternehmen zahlt Dir mehr, wenn Du diese Mehrkosten auch wieder reinbringst. In tariflich gebundenen Unternehm ...

20 Kommentare

Gehaltserhöhung jährlich?

WiWi Gast

EY gab es eine Nullrunde. Dafür ists bei uns mit den Probezeitlern nicht so schlimm gewesen wie bei der Konkurrenz.

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Gehaltserhöhung

Weiteres zum Thema Gehaltsverhandlung

Das Harvard-Konzept

Literatur-Tipp: Verhandlungstechnik - Das Harvard-Konzept

Das Standardwerk der Verhandlungstechnik - Verhandeln ist fester Bestandteil unseres Lebens. Der gemeinsame Nutzen einer Lösung steht im Vordergrund des Harvard-Konzepts, welches sich von der Vorstellung löst, dass jeder Vorteil einer Seite einen entsprechenden Nachteil der anderen nachsich zieht. Mit über zwei Millionen verkauften Exemplaren weltweit ist das Harvard-Konzept ein Klassiker der Verhandlungstechnik.

Beliebtes zum Thema Gehalt

Titelblatt StepStone Gehaltsreport 2017

StepStone Gehaltsreport 2017: Was Fach- und Führungskräfte mit Wirtschaftsstudium verdienen

In Deutschland verdienen Fachkräfte und Führungskräfte durchschnittlich 57.100 Euro. Akademiker verdienen im Schnitt 37 Prozent mehr. Mit einem Wirtschaftsstudium beträgt das Brutto-Jahresgehalt inklusive variablem Anteil in "BWL, VWL und Wirtschaftswissenschaften" im Schnitt 65.404 Euro, in Wirtschaftsinformatik 68.133 Euro und in Wirtschaftsingenieurwesen sogar 70.288 Euro.

Titelblatt StepStone Gehaltsreport 2017

Absolventen-Gehaltsreport 2017: Wirtschaftsingenieure mit 48.200 Euro die Spitzenverdiener

Die Wirtschaftsingenieure verdienen unter den Absolventen der Wirtschaftswissenschaften mit durchschnittlich 48.238 Euro am meisten. Auch bei den Einstiegsgehältern aller Studiengänge liegen die Wirtschaftsingenieure hinter den Medizinern auf Rang zwei im StepStone Gehaltsreport für Absolventen 2017. Wirtschaftsinformatiker erhalten 45.449 Euro, Absolventen der BWL, VWL und Wirtschaftswissenschaften steigen mit 42.265 Euro ein.

Ein aufgeschlagener Atlas, alte Bücher und eine Tasse.

Gehaltsatlas 2016: Berufseinsteiger mit BWL-Abschluss verdienen durchschnittlich 43.788 Euro

Akademische Berufseinsteiger mit einem Abschluss in Betriebswirtschaftslehre verdienen aktuell rund 43.800 Euro im Jahr. Das ist knapp unter dem deutschen Durchschnittsgehalt junger Akademiker mit 45.397 Euro im Jahr. Am besten verdienen BWL-Absolventen in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen. In welchen Städten akademischen Berufseinsteigern am meisten gezahlt wird, zeigt der diesjährige Gehaltsatlas 2016 von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) und Gehalt.de.

OECD-Datenbank zu Wohnkosten in Deutschland

Die Deutschen geben rund 20 Prozent ihres Einkommens für die Miete oder Hypotheken aus. Damit liegen die Wohnkosten in Deutschland im OECD-Schnitt. Schwerer belastet sind einkommensschwache Haushalte, die rund 27 Prozent ihres Einkommens für Mieten aufwenden müssen. Die interaktive OECD-Datenbank zu Wohnkosten veranschaulicht im Ländervergleich die Unterschiede in Eigentum vs. Miete, Wohnverhältnisse, Wohngeld und sozialer Wohnungsbau.

Feedback +/-

Feedback