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Jobwechsel & KündigungArbeitslosigkeit

Arbeitslosigkeit belastet auch Psyche des Partners stark

Die Gesundheitskosten einer Arbeitslosigkeit werden unterschätzt. Eine Studie des Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung zeigt, dass die Psyche beider Partner in nahezu gleichem Maße leidet, wenn einer der beiden Lebensgefährten arbeitslos wird.

Ein 30 Meter hoher Werbescreen in London warnt davor, dass 3 Millionen UK Jobs vom Handel mit der EU abhängen und durch den Brexit in Gefahr sind.

Arbeitslosigkeit belastet auch Psyche des Partners stark
Berlin, 04.06.2014 (diw) - Unfreiwillige Arbeitslosigkeit schadet nicht nur der eigenen Psyche, sondern auch der des Lebensgefährten oder der Lebensgefährtin. Das zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Wird ein Lebensgefährte arbeitslos, so leidet die psychische Gesundheit beider Partner in nahezu gleichem Umfang, fand DIW-Gesundheitsexperte Jan Marcus heraus. Ob der Mann oder die Frau den Arbeitsplatz verliert, macht dabei keinen großen Unterschied. „Beide Partner leiden deutlich. Da Berechnungen aber bislang nur die negativen Folgen für den Arbeitslosen selbst, nicht aber für den Lebenspartner berücksichtigen, werden die im Gesundheitssystem entstehenden Kosten systematisch unterschätzt“, warnt der Fachmann für Bildungs- und Gesundheitsökonomie.

Menschen, die ihren Arbeitsplatz verlieren, leben ungesünder, rauchen häufiger, lassen sich öfter scheiden und sterben früher. Das haben viele wissenschaftliche Studien gezeigt. Nahezu alle dieser Studien konzentrieren sich dabei allerdings auf den Arbeitslosen selbst und nicht auf seinen mit ihm im selben Haushalt lebenden Partner. DIW-Forscher Jan Marcus hat Daten der am DIW Berlin angesiedelten Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) ausgewertet, um auch die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit des Lebenspartners zu untersuchen. Für seine Analyse nutzte Marcus ein in der medizinischen Forschung entwickeltes Maß der psychischen Gesundheit, die Mental Component Summary Scale (MCS).

Um auszuschließen, dass es nicht die schlechtere Gesundheit ist, die die Arbeitslosigkeit verursacht hat, hat Marcus die Analysen auf Menschen beschränkt, die auf Grund von Betriebsschließungen arbeitslos geworden sind, und deren psychische Gesundheit vor und nach der Betriebsschließung verglichen. „Das Ergebnis ist eindeutig: Die Arbeitslosigkeit beeinträchtigt die psychische Gesundheit des Lebenspartners nahezu genauso stark wie die des Arbeitslosen selbst“, fasst Marcus zusammen. Die Auswirkungen sind insgesamt etwas stärker, wenn der Mann seinen Arbeitsplatz verliert, in beiden Fällen leiden die Partner aber etwa gleich stark.

Mit der Studie konnten allerdings nur die kurzfristigen Auswirkungen der Arbeitslosigkeit erfaßt werden, die innerhalb von im Schnitt elf Monaten nach Arbeitsplatzverlust auftreten. „Weitere Forschung wäre sicherlich sinnvoll und wünschenswert, um zu klären, ob diese Effekte bei anhaltender Arbeitslosigkeit eher zunehmen oder sich abschwächen“, so der Forscher. Auch bei der Berechnung der Kosten von Arbeitslosigkeit sollte dieser Zusammenhang berücksichtigt werden. „Unsere Studie zeigt eindeutig, dass Arbeitslosigkeit nicht nur die Arbeitslosen selbst, sondern auch die Menschen in ihrem Umfeld beeinträchtigt. Das sollte beim Kosten-Nutzen-Vergleich von Arbeitsmarkt- und Bildungsmaßnahmen zur Vermeidung von Arbeitslosigkeit berücksichtigt werden. Ansonsten werden die im Gesundheitssystem entstehenden Kosten systematisch unterschätzt.“

Download DIW Wochenbericht 22/2014 [ PDF, 7 Seiten - 504 KB]
http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.465404.de/14-22-3.pdf

Im Forum zu Arbeitslosigkeit

13 Kommentare

Was macht die Regierung für die Absolventen?

WiWi Gast

Heult mal nicht so rum! Was hier steht kann man ja keinem zeigen. Nehmt Euer Leben (selber) in die Hand und passt Euch an Eure Umwelt an. Wenn Ihr der Meinung seid, Ihr werdet ungerecht behandelt und ...

28 Kommentare

Arbeitslos...und jetzt??

WiWi Gast

Als erstes wirst du beim Vorstellungsgespräch, so denn eines kommt, die Kündigung nach so kurzer Zeit erkären müssen. Wäre vielleicht besser diesen 1 Monat erst gar nicht im Lebenslauf zu erwähnen. ...

16 Kommentare

gehalt nach langer Arbeitslosigkeit

WiWi Gast

p.a. = per annum = pro jahr

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WiWi Gast

Tja wenn du Geld verdienen möchest vergiss die Touristik. Ich selber Hochschulabslovent verdiene bei einem RV 26 000 brutto,finge bald bei einem anderen an, da werde ich kanapp 30 000 kriegen.Überstu ...

37 Kommentare

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WiWi Gast

an den letzten Kollegen. Habe momentan, zwar nur einen zweitklassigen Job, aber stehe nicht mehr so unter Druck wie nach Ende meines Studiums. Ich suche zwar noch, kann es aber lockerer angehen lassen ...

19 Kommentare

Arbeitslos nach dem Studium ?

WiWi Gast

360 Tage Rentenversicherung gilt nicht für Arbeitslosengeld. Man muss 360 Tage Beitrag zur ALG bezahlt haben und das ist bei Studenten oft nicht der Fall

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