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Jobwechsel & KündigungMitarbeiterzufriedenheit

Abfindung für eigene Kündigung steigert Mitarbeiterzufriedenheit

Der Ansatz klingt zunächst unlogisch: Amazon gibt seinen Mitarbeitern in den USA die Möglichkeit, zu kündigen und dabei noch bis zu 5.000 Dollar Abfindung zu kassieren. Die einzige Bedingung: Sie dürfen sich nicht noch einmal dort bewerben. Warum der Konzern das anbietet und wieso das sinnvoll sein kann, kommentiert Sven Hennige, Senior Managing Director Central Europe & France bei Robert Half.

Ein Schild mit der Aufschrift "Exit - Thank you for Visiting" symbolisiert das Thema der Abfindung für die Mitarbeiterzufriedenheit.

Ehrlich währt am längsten
München, 14.06.2018 (rh) - Viele Menschen sind unzufrieden mit ihrem Job. Sogar so unglücklich, dass 42 Prozent der Arbeitnehmer es als ziemlich bis sehr wahrscheinlich ansehen, ihren Job im nächsten Jahr zu wechseln. Das zeigt unsere aktuelle Arbeitsmarktstudie. Aber nur wenige reagieren darauf und ändern etwas an ihrer beruflichen Situation – ob aus Angst vor Neuem oder der Sorge, keine adäquate Stelle zu finden. Die Folge: Mitarbeiter sind weniger produktiv, machen Fehler und demotivieren möglicherweise das ganze Team. Leider sind die wenigsten aber komplett ehrlich zu sich selbst, wenn es um die Zufriedenheit mit dem aktuellen Job geht.

Zugegebenermaßen ist der Ansatz von Amazon recht radikal und ungewohnt – nicht zuletzt weil sich die Türen für ehemalige Mitarbeiter für immer verschließen. Doch werden die Angestellten dadurch zum Nachdenken und Handeln animiert: Die Mitarbeiter, die unzufrieden oder unmotiviert sind, erhalten einen Anreiz, das Unternehmen zu verlassen. Das entlastet den Arbeitgeber und den motivierten Teil der Belegschaft – denn schon ein überschaubarer Anteil an unmotivierten Kollegen kann eine Belastung sein.
 

Mitarbeiterzufriedenheit nicht unterschätzen
Natürlich gibt es auch weniger drastische Maßnahmen, die Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung zu steigern. Denn nur weil ein qualifizierter Mitarbeiter sich im Moment gegen einen Arbeitgeber entscheidet, heißt es nicht, dass er zu einem späteren Zeitpunkt nicht wieder wertvoll für dasselbe Unternehmen sein kann.

Aus meiner Sicht sollte diese Herausforderung mit anderen Mitteln angegangen werden. Es gibt nach wie vor zu wenige ehrliche Feedback-Gespräche. Bei diesem Austausch muss auf die persönlichen Bedürfnisse und Erwartungen der Mitarbeiter eingegangen und besprochen werden, welche Angebote ihnen in ihrer momentanen Lebenssituation wichtig sind. Für den einen mögen das eher finanzielle Anreize sein, für den anderen stehen flexible Arbeitszeiten oder Home-Office im Mittelpunkt.

Mit welchen Angeboten auch immer Unternehmen ihre Angestellten glücklich machen – wichtig ist und bleibt, der Mitarbeiterzufriedenheit in der modernen Arbeitswelt einen hohen Stellenwert beizumessen.

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