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Jobwechsel & KündigungJobzufriedenheit

Wenig Zufriedenheit an deutschen Arbeitsplätzen

Deutsche Arbeitnehmer sind im Vergleich weniger glücklich mit dem Job. Insbesondere die jüngeren Arbeitnehmer zeigten sich überraschend unzufrieden. Das sind die Ergebnisse einer globalen GfK-Umfrage im Auftrag von Monster.

Ein Raum mit mehreren Tischen auf denen Computer, Tastaturen und Bildschirme stehen.

Wenig Zufriedenheit an deutschen Arbeitsplätzen
Eschborn, 19.11.2013 (mon) – Das Online-Karriereportal Monster.de und die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) haben heute die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage rund um die „Zufriedenheit mit dem Job“ unter deutschen Arbeitnehmern veröffentlicht. Die Umfrage zeigt, dass mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) ihren Job mag und als angemessene Option für ihre jetzige Situation betrachtet. Lediglich fünf Prozent „lieben“ ihre Arbeit. Im internationalen Vergleich wird deutlich, dass Arbeitnehmer in Deutschland am wenigsten mit ihrer beruflichen Tätigkeit zufrieden sind. An der internationalen Umfrage nahmen mehr als 8.000 Arbeitnehmer teil, davon 549 aus Deutschland.

Wie zufrieden sind Sie mit ihrem derzeitigen Job?

Berufsanfänger und Young Professionals sind unzufrieden und wünschen sich etwas „Besseres“
Laut der Umfrageergebnisse sind gerade die jungen Arbeitnehmer in Deutschland überraschend unglücklich im Berufsleben: So mag zwar nahezu die Hälfte von ihnen (46 Prozent) den eigenen Job, ist davon aber nicht völlig überzeugt. 14 Prozent der Befragten unter 35 Jahren gaben an, ihren Job nicht oder überhaupt nicht zu mögen.

„Die Young Professionals, insbesondere Vertreter der Generation Y, möchten von Anfang an eine erfolgreiche Karriere aufbauen. Ihre Erwartungen gegenüber den Arbeitgebern haben sich verändert, wie wir wissen“, erklärt Bernd Kraft, Vice President General Manager CE bei Monster Deutschland. „Die Ergebnisse zeigen, dass Arbeitgeber diese neuen Anforderungen möglicherweise noch nicht ausreichend reflektiert haben. Viele junge Arbeitnehmer sind anscheinend mit ihrer derzeitigen Jobsituation unzufrieden und denken, dass sie diese noch verbessern können. Arbeitgeber sind deshalb gut beraten, ihren jungen Mitarbeitern als eine Art Mentor zur Seite zu stehen: Sie sollten ihnen klar vermitteln, dass ihre Leistungen anerkannt und belohnt werden. So bieten Sie ihnen Anreize, um weiterhin engagiert zu bleiben und stärken die Bindung an das Unternehmen.“

Geld allein macht nicht glücklich
Vergleicht man Vielverdiener, Durchschnittsverdiener und Geringverdiener, so offenbart die Umfrage, dass besser bezahlte Arbeitnehmer nicht glücklicher sind als ihre weniger gut verdienenden Kollegen. 41 Prozent der Geringverdiener lieben oder mögen ihren Job sehr, bei den Vielverdienern sind es 38 Prozent. Arbeitnehmer mit einem durchschnittlichen Einkommen zeigen sich hier am wenigsten zufriedenen: Nur 28 Prozent stimmen dieser Aussage zu. Die meisten Durchschnittsverdiener mögen ihren Job und sehen sich für ihre derzeitige Situation am richtigen Platz, 11 Prozent mögen ihn hingegen nicht oder überhaupt nicht.

„Mit Geld kann man bekanntlich nicht alles kaufen – auch nicht die Freude an der Arbeit. Und wie es scheint, stimmen die deutschen Arbeitnehmer dem zu“, ergänzt Bernd Kraft. „Auch wenn die Bezahlung häufig ein wichtiges Kriterium für die Job-Wahl darstellt, verdeutlichen die Umfrageergebnisse dennoch, dass zur Zufriedenheit am Arbeitsplatz mehr gehört, als eine großzügige Bezahlung. Tätigkeiten in den Bereichen Erziehung, Pflege oder Wohltätigkeit sind zwar oftmals nicht gut genug bezahlt, bieten dem Einzelnen aber andere Formen der persönlichen Wertschätzung.“

Internationale Perspektive auf die Zufriedenheit am Arbeitsplatz
Die weltweiten Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass deutsche Arbeitnehmer (35 Prozent) weniger euphorisch in Bezug auf ihren Beruf sind. Demgegenüber sind Kanadier am Arbeitsplatz am glücklichsten: 64 Prozent lieben oder mögen ihren Job. Dicht dahinter folgen die Niederlande (57 Prozent), Indien (55 Prozent), die USA (53 Prozent), das Vereinigte Königreich (46 Prozent) und Frankreich (43 Prozent).

US-Amerikaner stehen ihren Jobs besonders negativ gegenüber, 15 Prozent der Befragten sind absolut unzufrieden. Das Vereinigte Königreich folgt mit 12 Prozent, dann kommen Deutschland (11 Prozent), Frankreich (9 Prozent), Kanada und die Niederlande (beide 7 Prozent) sowie Indien (5 Prozent).

Über die Studie:
Die Umfrage wurde mittels GfK GLOBO BUS, einer monatlichen Mehrthemenumfrage, durchgeführt. Über 8.000 Menschen in Kanada, Frankreich, Deutschland, Indien, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich und den USA wurden befragt.

In Deutschland wurden die Daten mithilfe computergestützter persönlicher Befragungen ermittelt, um die Teilnahme und Repräsentativität der Befragten zu erhöhen, darunter auch jüngere und ältere Erwachsene. Die Gesamtstichprobengröße für diese Studie umfasste 1.008 Personen. Bei Fragen zur berufstätigen Bevölkerung, lag die gewichtete Stichprobe bei 549.

 

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