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Gründungsradar Ranking

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WiWi Gast

Gründungsradar Ranking

Vom Stifterverband der Dt. Wissenschaft ist ein neues Ranking zur Entrepreneurship-Ausbildung an dt. Hochschulen gekommen: gruendungsradar. de

Große Hochschulen:

  1. TU München
  2. HS München
  3. Uni Saarland

Mittelgroße:

  1. Uni Oldenburg
  2. Viadrina Frankfurt Oder
  3. Uni Mannheim

Kleine Einrichtungen:

  1. HHL Leipzig Graduate School of Management
  2. WHU Otto Beisheim
  3. Filmuni Babelsberg

was sagt ihr dazu? scheint mir aus der Praxis heraus an vielen Stellen nachvollziehbar. Allerdings hätte ich die großen Berliner Unis auch erwartet

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WiWi Gast

Gründungsradar Ranking

außer TUM ist das Ranking 100% Müll. Gehört das Saarland überhaupt zu Deutschland?

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WiWi Gast

Gründungsradar Ranking

LOL. Die WHU hat übrigens weltweit die meisten Unicorns pro 1000 Studenten. Schwer zu glauben, dass sie da nur einen Platz vor der Filmuni Babelsberg ist :D

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WiWi Gast

Gründungsradar Ranking

Also allein in Deutschland hat die HHL 4/8 Unicorns rausgebracht bei maximal halb so viel Studendent wie die WHU.

Laut der Statistik oben hat die WHU 5 (weltweit?) Da macht es schon Sinn, dass die WHU hinter der HHL steht

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WiWi Gast

Gründungsradar Ranking

Da sind wieder einige Gelder geflossen, um so eine Statistik auf die Beine zu stellen.

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WiWi Gast

Gründungsradar Ranking

OverFlow schrieb am 21.12.2018:

HHL vor WHU? Wenn ich mir Statistiken wie diese (https://www.inc.com/larry-kim/unicorn-universities-where-most-billion-dollar-company-founders-went-to-school.html) ansehe, ist das nur schwer zu glauben.

Glaube, wenn man den tatsächlichen Erfolg von Startups berücksichtigt, ist die WHU prozentual kaum zu schlagen, einzige deutsche Uni im Unicorn Ranking, meiste Unicorns weltweit pro Alumnus vor Harvard, Stanford etc....

Im Ranking oben ist der tatsächliche Erfolg wsl nur eine kleine Variable

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WiWi Gast

Gründungsradar Ranking

WiWi Gast schrieb am 21.12.2018:

Also allein in Deutschland hat die HHL 4/8 Unicorns rausgebracht bei maximal halb so viel Studendent wie die WHU.

Laut der Statistik oben hat die WHU 5 (weltweit?) Da macht es schon Sinn, dass die WHU hinter der HHL steht

Welche sind das denn? Im Unicorn Ranking taucht die HHL nicht auf - auch nicht per Student gerechnet. Auto1 kennt man, aber was noch?

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WiWi Gast

Gründungsradar Ranking

Für Rankingplatzierung zahlt man. Mehr gibt es nicht zu sagen ;)

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HorváthConsultant

Gründungsradar Ranking

WiWi Gast schrieb am 21.12.2018:

WiWi Gast schrieb am 21.12.2018:

Also allein in Deutschland hat die HHL 4/8 Unicorns rausgebracht bei maximal halb so viel Studendent wie die WHU.

Laut der Statistik oben hat die WHU 5 (weltweit?) Da macht es schon Sinn, dass die WHU hinter der HHL steht

Welche sind das denn? Im Unicorn Ranking taucht die HHL nicht auf - auch nicht per Student gerechnet. Auto1 kennt man, aber was noch?

Da wären noch Trivago, AboutYou und Delivery Hero.

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WiWi Gast

Gründungsradar Ranking

HorváthConsultant schrieb am 21.12.2018:

Also allein in Deutschland hat die HHL 4/8 Unicorns rausgebracht bei maximal halb so viel Studendent wie die WHU.

Laut der Statistik oben hat die WHU 5 (weltweit?) Da macht es schon Sinn, dass die WHU hinter der HHL steht

Welche sind das denn? Im Unicorn Ranking taucht die HHL nicht auf - auch nicht per Student gerechnet. Auto1 kennt man, aber was noch?

Da wären noch Trivago, AboutYou und Delivery Hero.

Das waren aber nicht ausschließlich/mehrheitlich HHLer, oder? Eins von beiden ist das Kriterium für das Ranking.

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WiWi Gast

Gründungsradar Ranking

WiWi Gast schrieb am 21.12.2018:

Also allein in Deutschland hat die HHL 4/8 Unicorns rausgebracht bei maximal halb so viel Studendent wie die WHU.

Laut der Statistik oben hat die WHU 5 (weltweit?) Da macht es schon Sinn, dass die WHU hinter der HHL steht

Welche sind das denn? Im Unicorn Ranking taucht die HHL nicht auf - auch nicht per Student gerechnet. Auto1 kennt man, aber was noch?

Da wären noch Trivago, AboutYou und Delivery Hero.

Das waren aber nicht ausschließlich/mehrheitlich HHLer, oder? Eins von beiden ist das Kriterium für das Ranking.

Richtig, z.B. Delivery Hero. Mehrheitlich Nicht-HHLer. Gadowski war halt Angel

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Ein Startupler

Gründungsradar Ranking

Die HHL hat sich im Startup Bereich gemacht und hat natürlich auch ihre berechtigung. Jedoch sollte man hier nicht einfacht nur vergleichen wer die meisten unicorns hervorgebracht hat, sondern welche Uni die beste "Entrepreneurship-Ausbildung" bietet. Dabei geht es für mich persönlich auch viel weniger um das Fachliche, sondern welcher Spirit vermittelt wird.
In der echten Startupwelt (Abseits dieses Forums) ist die WHU einfach ein Brett!
Und jeder der schon mal in der Berliner Startupwelt war weiß das auch.

Vergessen darf man neben den Samwer-Brüdern (mit ihrem eher schlechten Image) die duzenden anderen Startups + Unternehmen wo WHUler in CXO Positionen sind.

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WiWi Gast

Gründungsradar Ranking

Ein Startupler schrieb am 21.12.2018:

Die HHL hat sich im Startup Bereich gemacht und hat natürlich auch ihre berechtigung. Jedoch sollte man hier nicht einfacht nur vergleichen wer die meisten unicorns hervorgebracht hat, sondern welche Uni die beste "Entrepreneurship-Ausbildung" bietet. Dabei geht es für mich persönlich auch viel weniger um das Fachliche, sondern welcher Spirit vermittelt wird.
In der echten Startupwelt (Abseits dieses Forums) ist die WHU einfach ein Brett!
Und jeder der schon mal in der Berliner Startupwelt war weiß das auch.

Vergessen darf man neben den Samwer-Brüdern (mit ihrem eher schlechten Image) die duzenden anderen Startups + Unternehmen wo WHUler in CXO Positionen sind.

Die gute alte WHU Startup-Mafia - WHUler in VCs schachern WHU-Startups Geld zu und irgendwann wiederholt sich der Kreislauf dann.
Würde auch sagen, dass die Unicorns hier gar nicht so ausschlaggebend sind, sondern eben die ganzen Leute in den C-Suites.

antworten
WiWi Gast

Gründungsradar Ranking

Neben den Unicorns (wenn man bei der WHU mal die Samwers weg lässt, ist ja auch nix mehr übrig?! und da waren bestimmt auch nicht ausschließlich WHUler im Team), finde ich auch die Zahl der "normalen" Startups wichtig. Gerade in Europa ist es sehr schwer Unicorn-Status zu erreichen. Zudem zählen nun mal die Ausbildung/Lehre/Forschung/Ausrichtung und Strategie in diesem Bereich mit. Aber durchaus auch Absolventen in der Startup-Szene, z.B. bei VCs (wo die HHL >35 Absolventen hat), Inkubatoren, Acceleratoren etc.

WHU ist - genau wie die HHL - eine sehr gute Uni für Gründer. Deswegen sind sie im Ranking auch extrem nahe beieinander. Unterschied im Endeffekt marginal und bestimmt kein Grund für oder gegen eine der beiden Hochschulen

antworten
WiWi Gast

Gründungsradar Ranking

WiWi Gast schrieb am 22.12.2018:

Neben den Unicorns (wenn man bei der WHU mal die Samwers weg lässt, ist ja auch nix mehr übrig?! und da waren bestimmt auch nicht ausschließlich WHUler im Team), finde ich auch die Zahl der "normalen" Startups wichtig. Gerade in Europa ist es sehr schwer Unicorn-Status zu erreichen. Zudem zählen nun mal die Ausbildung/Lehre/Forschung/Ausrichtung und Strategie in diesem Bereich mit. Aber durchaus auch Absolventen in der Startup-Szene, z.B. bei VCs (wo die HHL >35 Absolventen hat), Inkubatoren, Acceleratoren etc.

WHU ist - genau wie die HHL - eine sehr gute Uni für Gründer. Deswegen sind sie im Ranking auch extrem nahe beieinander. Unterschied im Endeffekt marginal und bestimmt kein Grund für oder gegen eine der beiden Hochschulen

Würde ich nicht zustimmen - sehe die WHU im praktischen Vergleich deutlich vor der HHL. Education etc. sind nett, aber die Vielzahl an WHUlern in der Startup-Szene gibt denen in Berlin schon einen extremen Vorteil, den eigentlich keine andere Uni behaupten kann. TUM ist z.B. sehr gut und hat viele erfolgreiche Startups hervorgebracht, aber ich habe nicht das Gefühl, dass da bei denen der Zusammenhalt über das Studium hinaus hält. Wenn du teilweise siehst, was für WHU Startups mit total banane Businessmodellen Millionen bekommen...

Off-topic - alle mitbekommen, wie Von Floerke (EBS) komplett gegen die Wand gefahren wurde?

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WiWi Gast

Gründungsradar Ranking

WiWi Gast schrieb am 22.12.2018:

WiWi Gast schrieb am 22.12.2018:

Neben den Unicorns (wenn man bei der WHU mal die Samwers weg lässt, ist ja auch nix mehr übrig?! und da waren bestimmt auch nicht ausschließlich WHUler im Team), finde ich auch die Zahl der "normalen" Startups wichtig. Gerade in Europa ist es sehr schwer Unicorn-Status zu erreichen. Zudem zählen nun mal die Ausbildung/Lehre/Forschung/Ausrichtung und Strategie in diesem Bereich mit. Aber durchaus auch Absolventen in der Startup-Szene, z.B. bei VCs (wo die HHL >35 Absolventen hat), Inkubatoren, Acceleratoren etc.

WHU ist - genau wie die HHL - eine sehr gute Uni für Gründer. Deswegen sind sie im Ranking auch extrem nahe beieinander. Unterschied im Endeffekt marginal und bestimmt kein Grund für oder gegen eine der beiden Hochschulen

Würde ich nicht zustimmen - sehe die WHU im praktischen Vergleich deutlich vor der HHL. Education etc. sind nett, aber die Vielzahl an WHUlern in der Startup-Szene gibt denen in Berlin schon einen extremen Vorteil, den eigentlich keine andere Uni behaupten kann. TUM ist z.B. sehr gut und hat viele erfolgreiche Startups hervorgebracht, aber ich habe nicht das Gefühl, dass da bei denen der Zusammenhalt über das Studium hinaus hält. Wenn du teilweise siehst, was für WHU Startups mit total banane Businessmodellen Millionen bekommen...

Off-topic - alle mitbekommen, wie Von Floerke (EBS) komplett gegen die Wand gefahren wurde?

Jetzt probier aber gar nicht erst anzufangen zwischen Management-Misserfolg (Von Floerke) und Studium (EBS) einen Zusammenhang zu ziehen. Da haben die WHUler genauso viel scheiss erzeugt, siehe z.B. Movinga.

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Ein Startupler

Gründungsradar Ranking

So ist es! Die Chancen das du eine Finanzierung bekommst sind einfach höher mit WHU Abschluss.

Die gute alte WHU Startup-Mafia - WHUler in VCs schachern WHU-Startups Geld zu und irgendwann wiederholt sich der Kreislauf dann.
Würde auch sagen, dass die Unicorns hier gar nicht so ausschlaggebend sind, sondern eben die ganzen Leute in den C-Suites.

Die wenigsten Gründungen sind heutzutage noch von reinen WHU Founder Teams, dass war zwar mal vor 3+ Jahren recht üblich, aber heutzutage sind hetrogene Teams mehr als gerne gesehen, dementsprechend besteht das Gründerteam meist aus einem Anteil WHU/HHLer und jemand mit technischem Hintergrund (das ist öfters mal die TUM aber auch nicht immer)

Natürlich gibt es eine menge schlechter WHU Startups, aber das ist nun mal das "Problem" an einer reinen WiWi Uni, innovationen können hier nicht durch "technik" entstehen, sondern nur durch veränderung von Business Modellen und Wertschöpfungsketten. Nichts desto trotz wird an keiner Uni mehr darauf geachtet den Leuten das Gründen als Karriereoption schmackhaft zu machen.

Trotzdem heißt das nicht, dass der hhl Accelerator schlecht wäre, oder Unternehmen aus denen per se schlechte Chancen haben. Ich persönlich freue mich eher das Entrepreneurship stärker auch Akademisch unterstützt wird egal ob im SpinLab (was ich mir persönlich angeguckt habe) oder an einer X beliebigen anderen Uni.

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WiWi Gast

Gründungsradar Ranking

Seit 15 Jahren begleite ich bzw. die Firma, für die ich arbeite Firmengründung und noch nie hat es irgendjemanden in der Branche gekümmert, von welcher Hochschule jemand kam. Das lässt sich auch leicht begründen. Ich bringe mal eine nüchterne Zahl:

Alleine im 1. Halbjahr 2018 wurden in Deutschland 284.000 Unternehmen gegründet. Davon erfüllen ca. 64.000 die Kriterien, die an Start Ups, wie sie hier verstanden werden, gestellt werden 64.000! In einem Halbjahr.

Meint ihr wirklich, da spielt die Hochschule eine Rolle? In der Masse gehen einzelne Beispiele völlig unter. Rankings interessieren überhaupt nicht. denn selbst, wenn Leute von einer Hochschule im Halbjahr 100 Unternehmen gründen, geht diese geringe Zahl in der Menge von 64.000 bzw. 284.000 Unternehmen völlig unter.

Wenn man aber gar keine Ahnung von der Gesamtheit hat, kann man mit der Zahl von 100 schon beeindrucken und nicht umsonst wird hier wieder einmal mit Einzelfällen gearbeitet. Ich weiß, dass machen auch manche Hochschulen zur Eigen-PR, aber rechnet mal den Anteil an der Gesamtzahl im Jahr aus.

Gründungsunis - Das ist genauso ein Geschwätz wie "target unis". Die gibt es nur in Foren wie diesen. Hier passiert aber mal wieder, was immer passiert. Keine Ahnung von der Gesamtlage und anhand von Einzelfällen, einer geringen Zahl und Erfindungen wird wieder einmal eine Scheinwirklichkeit erdacht, die nur in Foren Realität ist, aber nichts mit der Welt da draußen zu tun hat. Da hilft auch das eitle Geschwätz nichts, mit dem man als Student "fachkundig" um sich wirft. Es würde mich nicht einmal wundern, wenn Unis oder Studenten, die dort studieren, hier "diskutieren", um sich aufzuwerten.

Die Wahrheit ist: Der größte Teil der erfolgreichen Start-Ups (also schlappe 99,99%) ist völlig unabhängig von einer Uni erfolgreich. Es besteht also zu 99,99% kein statistischer Zusammenhang zwischen einer bestimmten Uni und dem Erfolg beim Start-Up

antworten
WiWi Gast

Gründungsradar Ranking

Ein weises Wort und ein klasse Beitrag. Man merkt halt echt, dass hier viele antworten, die sich von ein paar Einzelbeispielen blenden lassen. Danke für die Zahlen. Sie zeigen, wie surreal die Diskussionen sind.

Ich werde aber gleich mal meinen hlll Accelerator anwerfen und mein founder team kontaktieren, um mein WHU-Döner-Star up mit big money mit c-suites von CS durch einen productbuy zu unterstützen. Was für ein aufgeblasenes Gedöns ;)

P.S. Ich betreibe eine Kette aus ingesamt 7 Läden und habe mit dem ersten Laden bereits im letzten Semester begonnen.

WiWi Gast schrieb am 23.12.2018:

Seit 15 Jahren begleite ich bzw. die Firma, für die ich arbeite Firmengründung und noch nie hat es irgendjemanden in der Branche gekümmert, von welcher Hochschule jemand kam. Das lässt sich auch leicht begründen. Ich bringe mal eine nüchterne Zahl:

Alleine im 1. Halbjahr 2018 wurden in Deutschland 284.000 Unternehmen gegründet. Davon erfüllen ca. 64.000 die Kriterien, die an Start Ups, wie sie hier verstanden werden, gestellt werden 64.000! In einem Halbjahr.

Meint ihr wirklich, da spielt die Hochschule eine Rolle? In der Masse gehen einzelne Beispiele völlig unter. Rankings interessieren überhaupt nicht. denn selbst, wenn Leute von einer Hochschule im Halbjahr 100 Unternehmen gründen, geht diese geringe Zahl in der Menge von 64.000 bzw. 284.000 Unternehmen völlig unter.

Wenn man aber gar keine Ahnung von der Gesamtheit hat, kann man mit der Zahl von 100 schon beeindrucken und nicht umsonst wird hier wieder einmal mit Einzelfällen gearbeitet. Ich weiß, dass machen auch manche Hochschulen zur Eigen-PR, aber rechnet mal den Anteil an der Gesamtzahl im Jahr aus.

Gründungsunis - Das ist genauso ein Geschwätz wie "target unis". Die gibt es nur in Foren wie diesen. Hier passiert aber mal wieder, was immer passiert. Keine Ahnung von der Gesamtlage und anhand von Einzelfällen, einer geringen Zahl und Erfindungen wird wieder einmal eine Scheinwirklichkeit erdacht, die nur in Foren Realität ist, aber nichts mit der Welt da draußen zu tun hat. Da hilft auch das eitle Geschwätz nichts, mit dem man als Student "fachkundig" um sich wirft. Es würde mich nicht einmal wundern, wenn Unis oder Studenten, die dort studieren, hier "diskutieren", um sich aufzuwerten.

Die Wahrheit ist: Der größte Teil der erfolgreichen Start-Ups (also schlappe 99,99%) ist völlig unabhängig von einer Uni erfolgreich. Es besteht also zu 99,99% kein statistischer Zusammenhang zwischen einer bestimmten Uni und dem Erfolg beim Start-Up

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WiWi Gast

Gründungsradar Ranking

Der Beitrag unten ist gut geschrieben, aber stimmt so einfach nicht. Wer sowas schreibt, hat

  • sorry - absolut keine Ahnung von Startups und der zugehörigen Szene in Berlin.

Erstens mal überleben von den 64000 Unternehmen, die gegründet werden, maximal 0.5-1% die allerersten Jahre. Von denen werden dann wiederum 1-5% langfristig sehr profitabel und erreichen achtstellige Unternehmenswerte aufwärts. Da wären wir auf zwei, drei Jahre gerechnet bei einigen Dutzend. Darum geht es in dieser Diskussion (oder sollte es zumindest).

Man darf nicht außer Acht lassen, wie viel Glück und Zufall hinter Erfolgsgeschichten stecken und was ein einziger Investor da teilweise ausmacht. Gerade bei der wachsenden Konkurrenz in Berlin. Nix Gerechtigkeit, nix Meritokratie. Was meint ihr, was ich schon für überragende Pitches im Mülleimer habe landen sehen, nur um mir dann vom Investmentteam ne halbe Stunde lang anhören zu müssen, wie geil doch dieses oder jene neue WHU/TUM/whatever Startup sei.

Ich glaube auch, dass das Targetuni-Geschwätz hier ein bisschen überzogen ist. Aber in der Startup-Investorszene, wo Vertrauen einen gigantischen Stellenwert hat, spielen diese Alumnibeziehungen wirklich eine große Rolle - alles schon selbst erlebt und gesehen. Da kannst du noch so ein gutes Team und ein gutes Produkt haben. Klar wird es Startups geben, die so innovativ/einzigartig sind, dass sie überall und unter praktisch allen Umständen erfolgreich sein können. Was hier viele aber vergessen, sind die Startups, die dahinter fallen a la gesunde Saftkuren verkaufen als Businessmodell. Die würden ohne WHU und co nie an so viel Förderung kommen.

WiWi Gast schrieb am 23.12.2018:

Ein weises Wort und ein klasse Beitrag. Man merkt halt echt, dass hier viele antworten, die sich von ein paar Einzelbeispielen blenden lassen. Danke für die Zahlen. Sie zeigen, wie surreal die Diskussionen sind.

Ich werde aber gleich mal meinen hlll Accelerator anwerfen und mein founder team kontaktieren, um mein WHU-Döner-Star up mit big money mit c-suites von CS durch einen productbuy zu unterstützen. Was für ein aufgeblasenes Gedöns ;)

P.S. Ich betreibe eine Kette aus ingesamt 7 Läden und habe mit dem ersten Laden bereits im letzten Semester begonnen.

WiWi Gast schrieb am 23.12.2018:

Seit 15 Jahren begleite ich bzw. die Firma, für die ich arbeite Firmengründung und noch nie hat es irgendjemanden in der Branche gekümmert, von welcher Hochschule jemand kam. Das lässt sich auch leicht begründen. Ich bringe mal eine nüchterne Zahl:

Alleine im 1. Halbjahr 2018 wurden in Deutschland 284.000 Unternehmen gegründet. Davon erfüllen ca. 64.000 die Kriterien, die an Start Ups, wie sie hier verstanden werden, gestellt werden 64.000! In einem Halbjahr.

Meint ihr wirklich, da spielt die Hochschule eine Rolle? In der Masse gehen einzelne Beispiele völlig unter. Rankings interessieren überhaupt nicht. denn selbst, wenn Leute von einer Hochschule im Halbjahr 100 Unternehmen gründen, geht diese geringe Zahl in der Menge von 64.000 bzw. 284.000 Unternehmen völlig unter.

Wenn man aber gar keine Ahnung von der Gesamtheit hat, kann man mit der Zahl von 100 schon beeindrucken und nicht umsonst wird hier wieder einmal mit Einzelfällen gearbeitet. Ich weiß, dass machen auch manche Hochschulen zur Eigen-PR, aber rechnet mal den Anteil an der Gesamtzahl im Jahr aus.

Gründungsunis - Das ist genauso ein Geschwätz wie "target unis". Die gibt es nur in Foren wie diesen. Hier passiert aber mal wieder, was immer passiert. Keine Ahnung von der Gesamtlage und anhand von Einzelfällen, einer geringen Zahl und Erfindungen wird wieder einmal eine Scheinwirklichkeit erdacht, die nur in Foren Realität ist, aber nichts mit der Welt da draußen zu tun hat. Da hilft auch das eitle Geschwätz nichts, mit dem man als Student "fachkundig" um sich wirft. Es würde mich nicht einmal wundern, wenn Unis oder Studenten, die dort studieren, hier "diskutieren", um sich aufzuwerten.

Die Wahrheit ist: Der größte Teil der erfolgreichen Start-Ups (also schlappe 99,99%) ist völlig unabhängig von einer Uni erfolgreich. Es besteht also zu 99,99% kein statistischer Zusammenhang zwischen einer bestimmten Uni und dem Erfolg beim Start-Up

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WiWi Gast

Gründungsradar Ranking

Bitte nochmal genauer lesen: Die Gesamtzahl der Firmengründungen betrug im 1. Halbjahr 284.000. Davon werden 64.000 als "mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung" eingestuft, d.h. es handelt sich nicht um ein Klein- oder Nebengewerbe, sondern man hat ein klassisches Start-Up vor sich, die auch entsprechenden Kapitalbedarf haben.

Der Anteil der Start-Ups, die sich aus dem Umfeld dieser Hochschulen speist, dürfte unter 1 Prozent liegen, und selbst das wären mit 640 schon eine unglaubliche Zahl für ein halbes Jahr. Selbst in Berlin nicht. Warum bauscht man das dann so auf, wenn es über 99% ohne das Umfeld schaffen? Das stört mich. Gibt es auch belastbare Zahlen? Für wenigstens 0,1% für das 1. Halbjahr 2018. Das wären dann 64 Stück. Immer noch viel.

Dass viele Start-Ups am Ende pleite gehen, stimmt. Hat aber mit der Gründung nichts zu tun. Oder mit der Hochschule, denn oben wurde auch schon ein Beispiel (von Floerke) genannt, dass aus dem Umfeld stammt. Was sagt uns das aber? Nichts, nur, dass Start-Ups auch mal nicht funktionieren können. Vermutlich sogar ein ganz großer Teil.

Diese Verengung hier auf einige wenige Hochschulen verzerrt den Blick auf die Gründerszene total, denn hier wird suggeriert, dass es nur den einen erfolgreichen Weg gibt, aber es wird mal wieder eine kleine Minderheit als stellvertretend für alle hingestellt.

Ich kooperiere übrigens unter anderem mit dem Business Angels Netzwerk Saarland. Da vergibt am Ende eine langweilige Sparkasse die Kredite. Klar, das Netzwerk vergibt nur kleinere Kredite, aber wie wäre es, wenn ich das als das ultimative Netzwerk hinstellen würde und so tuen würde, als ob das der Nabel der Welt wäre und es nichts anderes gäbe? Du würdest auch lachen, oder? Weil du es besser weißt und dass das nur eine einzige von unglaublich vielen Möglichkeiten ist, an Geld zu kommen.

Hier lachen die Leser aber oft nicht, sondern nehmen die Dinge für bare Münze und glauben echt, dass es auf die Hochschule ankommt. Also sollte man schon die Zahlen nüchtern aufzeigen und der Anteil an relevanten Start-Up-Neugründungen ist bei den hier so gelobten Unis einfach sehr gering.

WiWi Gast schrieb am 23.12.2018:

Der Beitrag unten ist gut geschrieben, aber stimmt so einfach nicht. Wer sowas schreibt, hat

  • sorry - absolut keine Ahnung von Startups und der zugehörigen Szene in Berlin.

Erstens mal überleben von den 64000 Unternehmen, die gegründet werden, maximal 0.5-1% die allerersten Jahre. Von denen werden dann wiederum 1-5% langfristig sehr profitabel und erreichen achtstellige Unternehmenswerte aufwärts. Da wären wir auf zwei, drei Jahre gerechnet bei einigen Dutzend. Darum geht es in dieser Diskussion (oder sollte es zumindest).

Man darf nicht außer Acht lassen, wie viel Glück und Zufall hinter Erfolgsgeschichten stecken und was ein einziger Investor da teilweise ausmacht. Gerade bei der wachsenden Konkurrenz in Berlin. Nix Gerechtigkeit, nix Meritokratie. Was meint ihr, was ich schon für überragende Pitches im Mülleimer habe landen sehen, nur um mir dann vom Investmentteam ne halbe Stunde lang anhören zu müssen, wie geil doch dieses oder jene neue WHU/TUM/whatever Startup sei.

Ich glaube auch, dass das Targetuni-Geschwätz hier ein bisschen überzogen ist. Aber in der Startup-Investorszene, wo Vertrauen einen gigantischen Stellenwert hat, spielen diese Alumnibeziehungen wirklich eine große Rolle - alles schon selbst erlebt und gesehen. Da kannst du noch so ein gutes Team und ein gutes Produkt haben. Klar wird es Startups geben, die so innovativ/einzigartig sind, dass sie überall und unter praktisch allen Umständen erfolgreich sein können. Was hier viele aber vergessen, sind die Startups, die dahinter fallen a la gesunde Saftkuren verkaufen als Businessmodell. Die würden ohne WHU und co nie an so viel Förderung kommen.

WiWi Gast schrieb am 23.12.2018:

Ein weises Wort und ein klasse Beitrag. Man merkt halt echt, dass hier viele antworten, die sich von ein paar Einzelbeispielen blenden lassen. Danke für die Zahlen. Sie zeigen, wie surreal die Diskussionen sind.

Ich werde aber gleich mal meinen hlll Accelerator anwerfen und mein founder team kontaktieren, um mein WHU-Döner-Star up mit big money mit c-suites von CS durch einen productbuy zu unterstützen. Was für ein aufgeblasenes Gedöns ;)

P.S. Ich betreibe eine Kette aus ingesamt 7 Läden und habe mit dem ersten Laden bereits im letzten Semester begonnen.

WiWi Gast schrieb am 23.12.2018:

Seit 15 Jahren begleite ich bzw. die Firma, für die ich arbeite Firmengründung und noch nie hat es irgendjemanden in der Branche gekümmert, von welcher Hochschule jemand kam. Das lässt sich auch leicht begründen. Ich bringe mal eine nüchterne Zahl:

Alleine im 1. Halbjahr 2018 wurden in Deutschland 284.000 Unternehmen gegründet. Davon erfüllen ca. 64.000 die Kriterien, die an Start Ups, wie sie hier verstanden werden, gestellt werden 64.000! In einem Halbjahr.

Meint ihr wirklich, da spielt die Hochschule eine Rolle? In der Masse gehen einzelne Beispiele völlig unter. Rankings interessieren überhaupt nicht. denn selbst, wenn Leute von einer Hochschule im Halbjahr 100 Unternehmen gründen, geht diese geringe Zahl in der Menge von 64.000 bzw. 284.000 Unternehmen völlig unter.

Wenn man aber gar keine Ahnung von der Gesamtheit hat, kann man mit der Zahl von 100 schon beeindrucken und nicht umsonst wird hier wieder einmal mit Einzelfällen gearbeitet. Ich weiß, dass machen auch manche Hochschulen zur Eigen-PR, aber rechnet mal den Anteil an der Gesamtzahl im Jahr aus.

Gründungsunis - Das ist genauso ein Geschwätz wie "target unis". Die gibt es nur in Foren wie diesen. Hier passiert aber mal wieder, was immer passiert. Keine Ahnung von der Gesamtlage und anhand von Einzelfällen, einer geringen Zahl und Erfindungen wird wieder einmal eine Scheinwirklichkeit erdacht, die nur in Foren Realität ist, aber nichts mit der Welt da draußen zu tun hat. Da hilft auch das eitle Geschwätz nichts, mit dem man als Student "fachkundig" um sich wirft. Es würde mich nicht einmal wundern, wenn Unis oder Studenten, die dort studieren, hier "diskutieren", um sich aufzuwerten.

Die Wahrheit ist: Der größte Teil der erfolgreichen Start-Ups (also schlappe 99,99%) ist völlig unabhängig von einer Uni erfolgreich. Es besteht also zu 99,99% kein statistischer Zusammenhang zwischen einer bestimmten Uni und dem Erfolg beim Start-Up

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WiWi Gast

Gründungsradar Ranking

Stimmt manches schon, aber natürlich hat er schon recht. Wenn ich auf ein Jahr (64.000 x 2) hochrechne gibt es pro Jahr ca. 128.000 Startups, die vom big buisness träumen und dann stelle ich mir vier Fragen:

  1. Wie viele stammen davon denn wirklich aus dem Umfeld von den Hochschulen? 20? 50? 100? Der Anteil ist verschwindet gering. Ist er überhaupt relevant?

  2. Sind die erfolgreicher? Dafür haben wir keinen Beleg

  3. Bekommen die mehr Kapital oder bessere Beratung? Auch da fehlt jeder Beleg

  4. Gehen sie seltener Pleite? Beleg? Fehlanzeige

Verstehst du, was ich meine?

WiWi Gast schrieb am 23.12.2018:

Der Beitrag unten ist gut geschrieben, aber stimmt so einfach nicht. Wer sowas schreibt, hat

  • sorry - absolut keine Ahnung von Startups und der zugehörigen Szene in Berlin.

Erstens mal überleben von den 64000 Unternehmen, die gegründet werden, maximal 0.5-1% die allerersten Jahre. Von denen werden dann wiederum 1-5% langfristig sehr profitabel und erreichen achtstellige Unternehmenswerte aufwärts. Da wären wir auf zwei, drei Jahre gerechnet bei einigen Dutzend. Darum geht es in dieser Diskussion (oder sollte es zumindest).

Man darf nicht außer Acht lassen, wie viel Glück und Zufall hinter Erfolgsgeschichten stecken und was ein einziger Investor da teilweise ausmacht. Gerade bei der wachsenden Konkurrenz in Berlin. Nix Gerechtigkeit, nix Meritokratie. Was meint ihr, was ich schon für überragende Pitches im Mülleimer habe landen sehen, nur um mir dann vom Investmentteam ne halbe Stunde lang anhören zu müssen, wie geil doch dieses oder jene neue WHU/TUM/whatever Startup sei.

Ich glaube auch, dass das Targetuni-Geschwätz hier ein bisschen überzogen ist. Aber in der Startup-Investorszene, wo Vertrauen einen gigantischen Stellenwert hat, spielen diese Alumnibeziehungen wirklich eine große Rolle - alles schon selbst erlebt und gesehen. Da kannst du noch so ein gutes Team und ein gutes Produkt haben. Klar wird es Startups geben, die so innovativ/einzigartig sind, dass sie überall und unter praktisch allen Umständen erfolgreich sein können. Was hier viele aber vergessen, sind die Startups, die dahinter fallen a la gesunde Saftkuren verkaufen als Businessmodell. Die würden ohne WHU und co nie an so viel Förderung kommen.

WiWi Gast schrieb am 23.12.2018:

Ein weises Wort und ein klasse Beitrag. Man merkt halt echt, dass hier viele antworten, die sich von ein paar Einzelbeispielen blenden lassen. Danke für die Zahlen. Sie zeigen, wie surreal die Diskussionen sind.

Ich werde aber gleich mal meinen hlll Accelerator anwerfen und mein founder team kontaktieren, um mein WHU-Döner-Star up mit big money mit c-suites von CS durch einen productbuy zu unterstützen. Was für ein aufgeblasenes Gedöns ;)

P.S. Ich betreibe eine Kette aus ingesamt 7 Läden und habe mit dem ersten Laden bereits im letzten Semester begonnen.

WiWi Gast schrieb am 23.12.2018:

Seit 15 Jahren begleite ich bzw. die Firma, für die ich arbeite Firmengründung und noch nie hat es irgendjemanden in der Branche gekümmert, von welcher Hochschule jemand kam. Das lässt sich auch leicht begründen. Ich bringe mal eine nüchterne Zahl:

Alleine im 1. Halbjahr 2018 wurden in Deutschland 284.000 Unternehmen gegründet. Davon erfüllen ca. 64.000 die Kriterien, die an Start Ups, wie sie hier verstanden werden, gestellt werden 64.000! In einem Halbjahr.

Meint ihr wirklich, da spielt die Hochschule eine Rolle? In der Masse gehen einzelne Beispiele völlig unter. Rankings interessieren überhaupt nicht. denn selbst, wenn Leute von einer Hochschule im Halbjahr 100 Unternehmen gründen, geht diese geringe Zahl in der Menge von 64.000 bzw. 284.000 Unternehmen völlig unter.

Wenn man aber gar keine Ahnung von der Gesamtheit hat, kann man mit der Zahl von 100 schon beeindrucken und nicht umsonst wird hier wieder einmal mit Einzelfällen gearbeitet. Ich weiß, dass machen auch manche Hochschulen zur Eigen-PR, aber rechnet mal den Anteil an der Gesamtzahl im Jahr aus.

Gründungsunis - Das ist genauso ein Geschwätz wie "target unis". Die gibt es nur in Foren wie diesen. Hier passiert aber mal wieder, was immer passiert. Keine Ahnung von der Gesamtlage und anhand von Einzelfällen, einer geringen Zahl und Erfindungen wird wieder einmal eine Scheinwirklichkeit erdacht, die nur in Foren Realität ist, aber nichts mit der Welt da draußen zu tun hat. Da hilft auch das eitle Geschwätz nichts, mit dem man als Student "fachkundig" um sich wirft. Es würde mich nicht einmal wundern, wenn Unis oder Studenten, die dort studieren, hier "diskutieren", um sich aufzuwerten.

Die Wahrheit ist: Der größte Teil der erfolgreichen Start-Ups (also schlappe 99,99%) ist völlig unabhängig von einer Uni erfolgreich. Es besteht also zu 99,99% kein statistischer Zusammenhang zwischen einer bestimmten Uni und dem Erfolg beim Start-Up

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WiWi Gast

Gründungsradar Ranking

Ja aber darum geht es doch gerade - dass von den wenigen Startups, die im Hochschulumfeld gegründet werden, extrem überdurchschnittlich viele in dieser 'Spritzengruppe', den 0,1% landen. Kannst dir ja anschauen wie viele Unicorns es in Deutschland gibt und wie viele davon WHU/HHL/TUM etc Startups sind.

WiWi Gast schrieb am 23.12.2018:

Stimmt manches schon, aber natürlich hat er schon recht. Wenn ich auf ein Jahr (64.000 x 2) hochrechne gibt es pro Jahr ca. 128.000 Startups, die vom big buisness träumen und dann stelle ich mir vier Fragen:

  1. Wie viele stammen davon denn wirklich aus dem Umfeld von den Hochschulen? 20? 50? 100? Der Anteil ist verschwindet gering. Ist er überhaupt relevant?

  2. Sind die erfolgreicher? Dafür haben wir keinen Beleg

  3. Bekommen die mehr Kapital oder bessere Beratung? Auch da fehlt jeder Beleg

  4. Gehen sie seltener Pleite? Beleg? Fehlanzeige

Verstehst du, was ich meine?

WiWi Gast schrieb am 23.12.2018:

Der Beitrag unten ist gut geschrieben, aber stimmt so einfach nicht. Wer sowas schreibt, hat

  • sorry - absolut keine Ahnung von Startups und der zugehörigen Szene in Berlin.

Erstens mal überleben von den 64000 Unternehmen, die gegründet werden, maximal 0.5-1% die allerersten Jahre. Von denen werden dann wiederum 1-5% langfristig sehr profitabel und erreichen achtstellige Unternehmenswerte aufwärts. Da wären wir auf zwei, drei Jahre gerechnet bei einigen Dutzend. Darum geht es in dieser Diskussion (oder sollte es zumindest).

Man darf nicht außer Acht lassen, wie viel Glück und Zufall hinter Erfolgsgeschichten stecken und was ein einziger Investor da teilweise ausmacht. Gerade bei der wachsenden Konkurrenz in Berlin. Nix Gerechtigkeit, nix Meritokratie. Was meint ihr, was ich schon für überragende Pitches im Mülleimer habe landen sehen, nur um mir dann vom Investmentteam ne halbe Stunde lang anhören zu müssen, wie geil doch dieses oder jene neue WHU/TUM/whatever Startup sei.

Ich glaube auch, dass das Targetuni-Geschwätz hier ein bisschen überzogen ist. Aber in der Startup-Investorszene, wo Vertrauen einen gigantischen Stellenwert hat, spielen diese Alumnibeziehungen wirklich eine große Rolle - alles schon selbst erlebt und gesehen. Da kannst du noch so ein gutes Team und ein gutes Produkt haben. Klar wird es Startups geben, die so innovativ/einzigartig sind, dass sie überall und unter praktisch allen Umständen erfolgreich sein können. Was hier viele aber vergessen, sind die Startups, die dahinter fallen a la gesunde Saftkuren verkaufen als Businessmodell. Die würden ohne WHU und co nie an so viel Förderung kommen.

WiWi Gast schrieb am 23.12.2018:

Ein weises Wort und ein klasse Beitrag. Man merkt halt echt, dass hier viele antworten, die sich von ein paar Einzelbeispielen blenden lassen. Danke für die Zahlen. Sie zeigen, wie surreal die Diskussionen sind.

Ich werde aber gleich mal meinen hlll Accelerator anwerfen und mein founder team kontaktieren, um mein WHU-Döner-Star up mit big money mit c-suites von CS durch einen productbuy zu unterstützen. Was für ein aufgeblasenes Gedöns ;)

P.S. Ich betreibe eine Kette aus ingesamt 7 Läden und habe mit dem ersten Laden bereits im letzten Semester begonnen.

WiWi Gast schrieb am 23.12.2018:

Seit 15 Jahren begleite ich bzw. die Firma, für die ich arbeite Firmengründung und noch nie hat es irgendjemanden in der Branche gekümmert, von welcher Hochschule jemand kam. Das lässt sich auch leicht begründen. Ich bringe mal eine nüchterne Zahl:

Alleine im 1. Halbjahr 2018 wurden in Deutschland 284.000 Unternehmen gegründet. Davon erfüllen ca. 64.000 die Kriterien, die an Start Ups, wie sie hier verstanden werden, gestellt werden 64.000! In einem Halbjahr.

Meint ihr wirklich, da spielt die Hochschule eine Rolle? In der Masse gehen einzelne Beispiele völlig unter. Rankings interessieren überhaupt nicht. denn selbst, wenn Leute von einer Hochschule im Halbjahr 100 Unternehmen gründen, geht diese geringe Zahl in der Menge von 64.000 bzw. 284.000 Unternehmen völlig unter.

Wenn man aber gar keine Ahnung von der Gesamtheit hat, kann man mit der Zahl von 100 schon beeindrucken und nicht umsonst wird hier wieder einmal mit Einzelfällen gearbeitet. Ich weiß, dass machen auch manche Hochschulen zur Eigen-PR, aber rechnet mal den Anteil an der Gesamtzahl im Jahr aus.

Gründungsunis - Das ist genauso ein Geschwätz wie "target unis". Die gibt es nur in Foren wie diesen. Hier passiert aber mal wieder, was immer passiert. Keine Ahnung von der Gesamtlage und anhand von Einzelfällen, einer geringen Zahl und Erfindungen wird wieder einmal eine Scheinwirklichkeit erdacht, die nur in Foren Realität ist, aber nichts mit der Welt da draußen zu tun hat. Da hilft auch das eitle Geschwätz nichts, mit dem man als Student "fachkundig" um sich wirft. Es würde mich nicht einmal wundern, wenn Unis oder Studenten, die dort studieren, hier "diskutieren", um sich aufzuwerten.

Die Wahrheit ist: Der größte Teil der erfolgreichen Start-Ups (also schlappe 99,99%) ist völlig unabhängig von einer Uni erfolgreich. Es besteht also zu 99,99% kein statistischer Zusammenhang zwischen einer bestimmten Uni und dem Erfolg beim Start-Up

antworten
WiWi Gast

Gründungsradar Ranking

Ich denke, wir reden aneinander vorbei. Wie viele Unicorns hat Deutschland überhaupt? Je nach Report sind das 4 bis 6. Vielleicht sollten wir auch mal erwähnen, dass das neue Unternehmen sind, die rasch eine Bewertung von über 1 Milliarde Dollar erreichen, denn ich bin sicher, dass 95% der Leute hier mit dem Begriff gar nichts anfangen können.

Wir haben im Jahr mehr als eine halbe Million Firmengründer. Davon dürften so ca. 120.000 auf eine wirtschaftliche Bedeutung abzielen. Die werden zu 99,99% eine solche Bewertung nie erreichen, brauchen sie aber auch nicht.

Ihr redet hier aber so von einer winzigen Minderheit und suggeriert potentiellen Firmengründern Einzelfälle als Standardweg. Das passiert hier leider dauernd. Ob es bei Gehältern, Perspektiven oder Jobs. Wenn man die Themen ansieht, geht man auch davon aus, dass 99,99% aller BWLer in der Beratung landen. Je nach Statistik sind es aber nicht einmal 0,1%.

Ich weiß schon, dass WHU & Co. extrem mit erfolgreichen Leuten werben. Auch auf ihren Seiten, wo sie die Erfolge der drei Unicorns (u.a. Zalando) herausstellen und ihren Einfluss auf das digitale Berlin preisen.

Weiß ich, aber es stellt trotzdem nur einen Bruchteil dar und zudem sind im digitalen Geschäft solche Bewertungen schneller erreicht, als in anderen Branchen uns sie sind auch schneller weg.
Hat Home24 als Unicorn jemals mehr als um die 270 Millionen Umsatz gemacht? Die Bewertung war doch eine reine Wette und ein Hype und nicht umsonst wurde die Bewertung ganz schnell halbiert (2016). Das schreibt die WHU aber nicht auf ihrer Seite.

Ich möchte den Wert der Schulen nicht abwerten, aber sie betreiben schon eine extreme Eigen-PR. Die zentrale Frage wird aber nicht beantwortet: Ist man bei so wenigen Fällen eigentlich als Schule gut?
Oder profitiert man vielleicht einfach nur extrem von z.B. Rocket-Internet und einigen wenigen erfolgreichen Absolventen, die die Schule im nachhinein aufwerten?

Was ist Ursache? Was ist Wirkung?

War von den Samwer-Brüdern nicht nur einer auf der WHU? 2/3 hatten also auch ohne Erfolg. Man merkt, umso genauer man hinschaut, umso interessanter wird es. ;)

Darum geht es mir aber gar nicht. Jeder Schule sei ihr PR-Coup gegönnt und Netzwerke sind immer gut. Was ich aber möchte ist, darauf hinzuweisen, dass hier nur eine kleine Minderheit der Start-Ups tangiert wird. Einen winzigen Prozentanteil der über diese Schulen laufen. Wahrscheinlich nicht einmal 1%. Damit will ich potentiellen Gründern hier helfen, sich nicht entmutigen zu lassen, denn der größte Teil ist auf anderen Wegen auch erfolgreich oder wie beispielsweise Floercke halt auch mal nicht.

Wir brauchen Gründer und die Gründerszene ist vielfältig und existiert zu 99,99% außerhalb des Zirkels, der hier als der einzig wahre verkauft wird. Ist mein Punkt so schwer zu verstehen?

WiWi Gast schrieb am 24.12.2018:

Ja aber darum geht es doch gerade - dass von den wenigen Startups, die im Hochschulumfeld gegründet werden, extrem überdurchschnittlich viele in dieser 'Spritzengruppe', den 0,1% landen. Kannst dir ja anschauen wie viele Unicorns es in Deutschland gibt und wie viele davon WHU/HHL/TUM etc Startups sind.

WiWi Gast schrieb am 23.12.2018:

Stimmt manches schon, aber natürlich hat er schon recht. Wenn ich auf ein Jahr (64.000 x 2) hochrechne gibt es pro Jahr ca. 128.000 Startups, die vom big buisness träumen und dann stelle ich mir vier Fragen:

  1. Wie viele stammen davon denn wirklich aus dem Umfeld von den Hochschulen? 20? 50? 100? Der Anteil ist verschwindet gering. Ist er überhaupt relevant?

  2. Sind die erfolgreicher? Dafür haben wir keinen Beleg

  3. Bekommen die mehr Kapital oder bessere Beratung? Auch da fehlt jeder Beleg

  4. Gehen sie seltener Pleite? Beleg? Fehlanzeige

Verstehst du, was ich meine?

WiWi Gast schrieb am 23.12.2018:

Der Beitrag unten ist gut geschrieben, aber stimmt so einfach nicht. Wer sowas schreibt, hat

  • sorry - absolut keine Ahnung von Startups und der zugehörigen Szene in Berlin.

Erstens mal überleben von den 64000 Unternehmen, die gegründet werden, maximal 0.5-1% die allerersten Jahre. Von denen werden dann wiederum 1-5% langfristig sehr profitabel und erreichen achtstellige Unternehmenswerte aufwärts. Da wären wir auf zwei, drei Jahre gerechnet bei einigen Dutzend. Darum geht es in dieser Diskussion (oder sollte es zumindest).

Man darf nicht außer Acht lassen, wie viel Glück und Zufall hinter Erfolgsgeschichten stecken und was ein einziger Investor da teilweise ausmacht. Gerade bei der wachsenden Konkurrenz in Berlin. Nix Gerechtigkeit, nix Meritokratie. Was meint ihr, was ich schon für überragende Pitches im Mülleimer habe landen sehen, nur um mir dann vom Investmentteam ne halbe Stunde lang anhören zu müssen, wie geil doch dieses oder jene neue WHU/TUM/whatever Startup sei.

Ich glaube auch, dass das Targetuni-Geschwätz hier ein bisschen überzogen ist. Aber in der Startup-Investorszene, wo Vertrauen einen gigantischen Stellenwert hat, spielen diese Alumnibeziehungen wirklich eine große Rolle - alles schon selbst erlebt und gesehen. Da kannst du noch so ein gutes Team und ein gutes Produkt haben. Klar wird es Startups geben, die so innovativ/einzigartig sind, dass sie überall und unter praktisch allen Umständen erfolgreich sein können. Was hier viele aber vergessen, sind die Startups, die dahinter fallen a la gesunde Saftkuren verkaufen als Businessmodell. Die würden ohne WHU und co nie an so viel Förderung kommen.

WiWi Gast schrieb am 23.12.2018:

Ein weises Wort und ein klasse Beitrag. Man merkt halt echt, dass hier viele antworten, die sich von ein paar Einzelbeispielen blenden lassen. Danke für die Zahlen. Sie zeigen, wie surreal die Diskussionen sind.

Ich werde aber gleich mal meinen hlll Accelerator anwerfen und mein founder team kontaktieren, um mein WHU-Döner-Star up mit big money mit c-suites von CS durch einen productbuy zu unterstützen. Was für ein aufgeblasenes Gedöns ;)

P.S. Ich betreibe eine Kette aus ingesamt 7 Läden und habe mit dem ersten Laden bereits im letzten Semester begonnen.

WiWi Gast schrieb am 23.12.2018:

Seit 15 Jahren begleite ich bzw. die Firma, für die ich arbeite Firmengründung und noch nie hat es irgendjemanden in der Branche gekümmert, von welcher Hochschule jemand kam. Das lässt sich auch leicht begründen. Ich bringe mal eine nüchterne Zahl:

Alleine im 1. Halbjahr 2018 wurden in Deutschland 284.000 Unternehmen gegründet. Davon erfüllen ca. 64.000 die Kriterien, die an Start Ups, wie sie hier verstanden werden, gestellt werden 64.000! In einem Halbjahr.

Meint ihr wirklich, da spielt die Hochschule eine Rolle? In der Masse gehen einzelne Beispiele völlig unter. Rankings interessieren überhaupt nicht. denn selbst, wenn Leute von einer Hochschule im Halbjahr 100 Unternehmen gründen, geht diese geringe Zahl in der Menge von 64.000 bzw. 284.000 Unternehmen völlig unter.

Wenn man aber gar keine Ahnung von der Gesamtheit hat, kann man mit der Zahl von 100 schon beeindrucken und nicht umsonst wird hier wieder einmal mit Einzelfällen gearbeitet. Ich weiß, dass machen auch manche Hochschulen zur Eigen-PR, aber rechnet mal den Anteil an der Gesamtzahl im Jahr aus.

Gründungsunis - Das ist genauso ein Geschwätz wie "target unis". Die gibt es nur in Foren wie diesen. Hier passiert aber mal wieder, was immer passiert. Keine Ahnung von der Gesamtlage und anhand von Einzelfällen, einer geringen Zahl und Erfindungen wird wieder einmal eine Scheinwirklichkeit erdacht, die nur in Foren Realität ist, aber nichts mit der Welt da draußen zu tun hat. Da hilft auch das eitle Geschwätz nichts, mit dem man als Student "fachkundig" um sich wirft. Es würde mich nicht einmal wundern, wenn Unis oder Studenten, die dort studieren, hier "diskutieren", um sich aufzuwerten.

Die Wahrheit ist: Der größte Teil der erfolgreichen Start-Ups (also schlappe 99,99%) ist völlig unabhängig von einer Uni erfolgreich. Es besteht also zu 99,99% kein statistischer Zusammenhang zwischen einer bestimmten Uni und dem Erfolg beim Start-Up

antworten
WiWi Gast

Gründungsradar Ranking

WiWi Gast schrieb am 24.12.2018:

Ich denke, wir reden aneinander vorbei. Wie viele Unicorns hat Deutschland überhaupt? Je nach Report sind das 4 bis 6. Vielleicht sollten wir auch mal erwähnen, dass das neue Unternehmen sind, die rasch eine Bewertung von über 1 Milliarde Dollar erreichen, denn ich bin sicher, dass 95% der Leute hier mit dem Begriff gar nichts anfangen können.

Wir haben im Jahr mehr als eine halbe Million Firmengründer. Davon dürften so ca. 120.000 auf eine wirtschaftliche Bedeutung abzielen. Die werden zu 99,99% eine solche Bewertung nie erreichen, brauchen sie aber auch nicht.

Ihr redet hier aber so von einer winzigen Minderheit und suggeriert potentiellen Firmengründern Einzelfälle als Standardweg. Das passiert hier leider dauernd. Ob es bei Gehältern, Perspektiven oder Jobs. Wenn man die Themen ansieht, geht man auch davon aus, dass 99,99% aller BWLer in der Beratung landen. Je nach Statistik sind es aber nicht einmal 0,1%.

Ich weiß schon, dass WHU & Co. extrem mit erfolgreichen Leuten werben. Auch auf ihren Seiten, wo sie die Erfolge der drei Unicorns (u.a. Zalando) herausstellen und ihren Einfluss auf das digitale Berlin preisen.

Weiß ich, aber es stellt trotzdem nur einen Bruchteil dar und zudem sind im digitalen Geschäft solche Bewertungen schneller erreicht, als in anderen Branchen uns sie sind auch schneller weg.
Hat Home24 als Unicorn jemals mehr als um die 270 Millionen Umsatz gemacht? Die Bewertung war doch eine reine Wette und ein Hype und nicht umsonst wurde die Bewertung ganz schnell halbiert (2016). Das schreibt die WHU aber nicht auf ihrer Seite.

Ich möchte den Wert der Schulen nicht abwerten, aber sie betreiben schon eine extreme Eigen-PR. Die zentrale Frage wird aber nicht beantwortet: Ist man bei so wenigen Fällen eigentlich als Schule gut?
Oder profitiert man vielleicht einfach nur extrem von z.B. Rocket-Internet und einigen wenigen erfolgreichen Absolventen, die die Schule im nachhinein aufwerten?

Was ist Ursache? Was ist Wirkung?

War von den Samwer-Brüdern nicht nur einer auf der WHU? 2/3 hatten also auch ohne Erfolg. Man merkt, umso genauer man hinschaut, umso interessanter wird es. ;)

Darum geht es mir aber gar nicht. Jeder Schule sei ihr PR-Coup gegönnt und Netzwerke sind immer gut. Was ich aber möchte ist, darauf hinzuweisen, dass hier nur eine kleine Minderheit der Start-Ups tangiert wird. Einen winzigen Prozentanteil der über diese Schulen laufen. Wahrscheinlich nicht einmal 1%. Damit will ich potentiellen Gründern hier helfen, sich nicht entmutigen zu lassen, denn der größte Teil ist auf anderen Wegen auch erfolgreich oder wie beispielsweise Floercke halt auch mal nicht.

Wir brauchen Gründer und die Gründerszene ist vielfältig und existiert zu 99,99% außerhalb des Zirkels, der hier als der einzig wahre verkauft wird. Ist mein Punkt so schwer zu verstehen?

Ich verstehe sehr gut, was du meinst. Mich nervt dieses Gurugetue auch, dass hier sehr oft Einzug hält und die Wirklichkeit brutal verzerrt. Oft lässt sich nicht einmal unterscheiden, ob das echte Erlebnisse sind, hier nur einer Werbung macht oder aber einfach Studenten irgendwas gehörtes Nachplappern, um mitzureden. Das ist teilweise schwer zu unterscheiden.

Das Beispiel mit IB/UB hast du schon gebracht. In jedem zweiten Post liest man, dass das hier angeblich jeder anstrebt und macht. In der Realität spielen die Arbeitsplätze statistisch gesehen für BWLer keine Rolle. Das ist aber das Wiwi Forum und nicht das IB/UB Forum.

Ich finde es gut, dass du auf diese Verzerrung hinweist, denn Anfangs dachte ich auch, ich wäre mit einem normalen Job im Mittelstand der größte Vollloser im Land und alle anderen verdienen das Dreifache und haben die Top-Jobs. Deswegen habe ich jahrelang nie was geschrieben. Inzwischen weiß ich, dass es viele so gemacht haben. Danke!

antworten
WiWi Gast

Gründungsradar Ranking

"Günderszene" meint ja selten "produzierendes Hightech-Unternehmen mit lauter Ingenieuren, sondern zumeist "Versandhandel von irgendwas, mit leicht hochnäsig daherkommenden Exberatern, die jetzt Berlin sein wollen mit Bart".

antworten
WiWi Gast

Gründungsradar Ranking

Also wenn man hier so mitliest: uff. Ehrlich: von so viel Ignoranz und zT. auch Fehlinformationen bin ich etwas.- sagen wir mal - baff. Oder irriziert. Ich bin seit vielen Jahren in der Startup-Szene (und zwar außerhalb Berlins...) als Gründer, Berater und Investor aktiv. Vlt. hat der ein oder andere hier auch mal über mich was gelesen, aber auch egal... Habe übrigens auch zum Thema Entrepreneurship promoviert. Vielleicht mal ein paar Gedanken für diese Diskussion:

  • Startup vs. Gründer
    Ein heikles Thema, denn die Definitionen sind nicht Trennscharf und es gibt keine amtlichen Statistiken, die ein Unternehmen als "Startup" führen. Laut KfW Gründermonitor gab es in Deutschland 2017 557T Gründungen. Darin enthalten ist alles: jede freiberufliche Meldung, Voll- und Nebenerwerb, jede Dönerbude, jeder Friseurladen etc. Laut BVDS und DSM sind Startups davon der Teil der Unternehmen, der zugleich jünger als 10 Jahre ist, starkes Wachstum aufweist und ein innovative Geschäftsmodelle/Technologie hat. Das ist nur ein Bruchteil davon! Man geht für Deutschland von weit unter 5000 aus (DVDS/DSM). Mit den hier kolportierten 128000 Startups pro Jahr hätte Deutschland mehr als China, USA und Israel zusammen. Jedoch kann auch ein "normaler" Gründer gewollt oder ungewollt plötzlich diese Kriterien erfüllen, z.B. ist Vapiano (übrigens EBS Gründer) eine anfangs stark gewachsene Restaurantkette mit einem damals innovativen Geschäftsmodell.
    Geht man davon aus, dass Venture Capital noch eine wichtige Rolle in "Startups" spielt, ist die Zahl noch geringer. Laut EY VC Barometer sind nur ca. 500 Unternehmen pro Jahr VC-finanziert.

  • Nur Pizzalieferdienste
    Ihr müsst immer beachten, dass die Unternehmen schon etwas älter sind. Vor über 10 Jahren waren hochskalierbare IT-Systeme für Lieferlogistik und digitales Payment sehr innovativ. Stellt euch das nicht zu einfach vor. Damals wie heute sind auch Aspekte wie Online-Marketing (auf diesem Niveau) durchaus herausfordernd. Zumal Innovationen eben nicht nur technisch sind, sondern auch Geschäftsmodellinnovationen wichtig sind. Beispiel mp3 Apple vs. Fraunhofer. Außerdem war es ehrlich gesagt sehr logisch, dass zunächst Low-Hanging-Fruits (eCommerce z.b.) digitalisiert wurden. Die Zukunft wird deutlich technischer. Darauf werden sich die Business Schools aber auch einstellen müssen.

  • Kein Einfluss der Uni
    Derartige Statistiken wurden sowohl im Gründungsradar als auch im DSM erhoben. Fakt ist, dass vor alle WHU und HHL für ihre Studentenzahlen extrem viele Startups hervorbringen. Beide z.B. mehr als 99% der großen Massenunis. Das ist schade für Deutschland, weil eigentlich die Techniker (v.a. in Zukunft!) größeres Potential haben. Fakt ist auch, dass viele besonders hoch bewertete Startups und Börsengänge Mitgründer aus den genannten Unis haben. Fakt ist auch, dass das 95% aller gegründeten Unternehmen eben nicht betrifft.

  • Accelerator bla
    Startups aus Acceleratoren sind durchschnittlich erfolgreicher im Bezug auf Überlebensquote und Finanzierungshäufigkeit. Gute Accelerator, z.B. auch der HHL SpinLab Accelerator, erreichen Überlebensquoten >80% und VC-Finanzierungen bei >50% der teilnehmenden Unternehmen. Laut IHK liegt die Quote des Scheiterns bei den >500T Gründungen sonst eher bei 80-90% - also genau reziprok. Der HHL Accelerator unterstützt übrigens vorwiegend Technologiegründer, egal wo diese studiert haben. Damit eröffnet Spinlab das HHL Netzwerk für Gründer außerhalb der HHL. Die allermeisten Teilnehmer kommen nicht von der HHL.
antworten
WiWi Gast

Gründungsradar Ranking

1) Die Statistik stammt ganz offiziell vom Bundesamt für Statistik. Dort werden die Anmeldungen in drei Kategorien unterteilt. In der Kategorie "Betriebe mit wirtschaftliche Relevanz" fallen insgesamt 64.000 pro Halbjahr (128.000 pro Jahr hochgerechnet). Das sind nach allen gängigen Kriterien Start-Ups.

2) Nach dem wir das mit der Statistik geklärt haben, verstehe ich nicht, warum man deine individuelle Einteilung mehr akzeptieren sollen und nicht die der Kammern, des Staates und des Bundesamtes für Statistik. Natürlich sind das keine 64.000 Visionäre, aber das sind deine Start-Ups überwiegend auch nicht. Warum ist ein neuer Döner-Lieferdienst weniger Start-Up als der nächste Internet-Kleiderlieferer?

3) Zur Bedeutung der Uni seist du erneut aufgefordert, belastbare Zahlen zu bringen und sie denen anderer Hochschulen gegenüberzustellen. Absolut und relativ. Dann anschließend den Erfolg anhand von Kennziffern. Alles andere ist unseriös. Das Gründungsradar macht das zwar, aber in der aktuellen Statistik liegen viele Hochschulen doch sehr dicht beieinander, oder etwa nicht? Ich zitiere mal wortwörtlich:

"Die Gesamtpunktzahl konnte für 36 große Hochschulen gebildet werden. Insgesamt erreichen 16 dieser 36 Hochschulen (entspricht 44 Prozent) einen Wert von mindestens 10 Punkten, mehr als 50 Prozent der Hochschulen liegen bei 9,8 Punkten oder mehr. Im unteren Rankingdrittel tauchen vor allem Hochschulen auf, die einen weit überdurchschnittlich hohen Anteil an Studierenden in den Geisteswissenschaften und im Lehramt aufweisen und die zum Teil erstmalig am Gründungsradar teilgenommen haben."

Also sind über die Hälfte richtig gut und beim Rest versauen bestimmte Studiengänge, die in die Beamtenlaufbahn gehen, den Schnitt. Wo ist jetzt die Aussagekraft?

WiWi Gast schrieb am 26.12.2018:

Also wenn man hier so mitliest: uff. Ehrlich: von so viel Ignoranz und zT. auch Fehlinformationen bin ich etwas.- sagen wir mal - baff. Oder irriziert. Ich bin seit vielen Jahren in der Startup-Szene (und zwar außerhalb Berlins...) als Gründer, Berater und Investor aktiv. Vlt. hat der ein oder andere hier auch mal über mich was gelesen, aber auch egal... Habe übrigens auch zum Thema Entrepreneurship promoviert. Vielleicht mal ein paar Gedanken für diese Diskussion:

  • Startup vs. Gründer
    Ein heikles Thema, denn die Definitionen sind nicht Trennscharf und es gibt keine amtlichen Statistiken, die ein Unternehmen als "Startup" führen. Laut KfW Gründermonitor gab es in Deutschland 2017 557T Gründungen. Darin enthalten ist alles: jede freiberufliche Meldung, Voll- und Nebenerwerb, jede Dönerbude, jeder Friseurladen etc. Laut BVDS und DSM sind Startups davon der Teil der Unternehmen, der zugleich jünger als 10 Jahre ist, starkes Wachstum aufweist und ein innovative Geschäftsmodelle/Technologie hat. Das ist nur ein Bruchteil davon! Man geht für Deutschland von weit unter 5000 aus (DVDS/DSM). Mit den hier kolportierten 128000 Startups pro Jahr hätte Deutschland mehr als China, USA und Israel zusammen. Jedoch kann auch ein "normaler" Gründer gewollt oder ungewollt plötzlich diese Kriterien erfüllen, z.B. ist Vapiano (übrigens EBS Gründer) eine anfangs stark gewachsene Restaurantkette mit einem damals innovativen Geschäftsmodell.
    Geht man davon aus, dass Venture Capital noch eine wichtige Rolle in "Startups" spielt, ist die Zahl noch geringer. Laut EY VC Barometer sind nur ca. 500 Unternehmen pro Jahr VC-finanziert.

  • Nur Pizzalieferdienste
    Ihr müsst immer beachten, dass die Unternehmen schon etwas älter sind. Vor über 10 Jahren waren hochskalierbare IT-Systeme für Lieferlogistik und digitales Payment sehr innovativ. Stellt euch das nicht zu einfach vor. Damals wie heute sind auch Aspekte wie Online-Marketing (auf diesem Niveau) durchaus herausfordernd. Zumal Innovationen eben nicht nur technisch sind, sondern auch Geschäftsmodellinnovationen wichtig sind. Beispiel mp3 Apple vs. Fraunhofer. Außerdem war es ehrlich gesagt sehr logisch, dass zunächst Low-Hanging-Fruits (eCommerce z.b.) digitalisiert wurden. Die Zukunft wird deutlich technischer. Darauf werden sich die Business Schools aber auch einstellen müssen.

  • Kein Einfluss der Uni
    Derartige Statistiken wurden sowohl im Gründungsradar als auch im DSM erhoben. Fakt ist, dass vor alle WHU und HHL für ihre Studentenzahlen extrem viele Startups hervorbringen. Beide z.B. mehr als 99% der großen Massenunis. Das ist schade für Deutschland, weil eigentlich die Techniker (v.a. in Zukunft!) größeres Potential haben. Fakt ist auch, dass viele besonders hoch bewertete Startups und Börsengänge Mitgründer aus den genannten Unis haben. Fakt ist auch, dass das 95% aller gegründeten Unternehmen eben nicht betrifft.

  • Accelerator bla
    Startups aus Acceleratoren sind durchschnittlich erfolgreicher im Bezug auf Überlebensquote und Finanzierungshäufigkeit. Gute Accelerator, z.B. auch der HHL SpinLab Accelerator, erreichen Überlebensquoten >80% und VC-Finanzierungen bei >50% der teilnehmenden Unternehmen. Laut IHK liegt die Quote des Scheiterns bei den >500T Gründungen sonst eher bei 80-90% - also genau reziprok. Der HHL Accelerator unterstützt übrigens vorwiegend Technologiegründer, egal wo diese studiert haben. Damit eröffnet Spinlab das HHL Netzwerk für Gründer außerhalb der HHL. Die allermeisten Teilnehmer kommen nicht von der HHL.
antworten
WiWi Gast

Gründungsradar Ranking

WiWi Gast schrieb am 26.12.2018:

1) Die Statistik stammt ganz offiziell vom Bundesamt für Statistik. Dort werden die Anmeldungen in drei Kategorien unterteilt. In der Kategorie "Betriebe mit wirtschaftliche Relevanz" fallen insgesamt 64.000 pro Halbjahr (128.000 pro Jahr hochgerechnet). Das sind nach allen gängigen Kriterien Start-Ups.

2) Nach dem wir das mit der Statistik geklärt haben, verstehe ich nicht, warum man deine individuelle Einteilung mehr akzeptieren sollen und nicht die der Kammern, des Staates und des Bundesamtes für Statistik. Natürlich sind das keine 64.000 Visionäre, aber das sind deine Start-Ups überwiegend auch nicht. Warum ist ein neuer Döner-Lieferdienst weniger Start-Up als der nächste Internet-Kleiderlieferer?

3) Zur Bedeutung der Uni seist du erneut aufgefordert, belastbare Zahlen zu bringen und sie denen anderer Hochschulen gegenüberzustellen. Absolut und relativ. Dann anschließend den Erfolg anhand von Kennziffern. Alles andere ist unseriös. Das Gründungsradar macht das zwar, aber in der aktuellen Statistik liegen viele Hochschulen doch sehr dicht beieinander, oder etwa nicht? Ich zitiere mal wortwörtlich:

"Die Gesamtpunktzahl konnte für 36 große Hochschulen gebildet werden. Insgesamt erreichen 16 dieser 36 Hochschulen (entspricht 44 Prozent) einen Wert von mindestens 10 Punkten, mehr als 50 Prozent der Hochschulen liegen bei 9,8 Punkten oder mehr. Im unteren Rankingdrittel tauchen vor allem Hochschulen auf, die einen weit überdurchschnittlich hohen Anteil an Studierenden in den Geisteswissenschaften und im Lehramt aufweisen und die zum Teil erstmalig am Gründungsradar teilgenommen haben."

Also sind über die Hälfte richtig gut und beim Rest versauen bestimmte Studiengänge, die in die Beamtenlaufbahn gehen, den Schnitt. Wo ist jetzt die Aussagekraft?

WiWi Gast schrieb am 26.12.2018:

Also wenn man hier so mitliest: uff. Ehrlich: von so viel Ignoranz und zT. auch Fehlinformationen bin ich etwas.- sagen wir mal - baff. Oder irriziert. Ich bin seit vielen Jahren in der Startup-Szene (und zwar außerhalb Berlins...) als Gründer, Berater und Investor aktiv. Vlt. hat der ein oder andere hier auch mal über mich was gelesen, aber auch egal... Habe übrigens auch zum Thema Entrepreneurship promoviert. Vielleicht mal ein paar Gedanken für diese Diskussion:

  • Startup vs. Gründer
    Ein heikles Thema, denn die Definitionen sind nicht Trennscharf und es gibt keine amtlichen Statistiken, die ein Unternehmen als "Startup" führen. Laut KfW Gründermonitor gab es in Deutschland 2017 557T Gründungen. Darin enthalten ist alles: jede freiberufliche Meldung, Voll- und Nebenerwerb, jede Dönerbude, jeder Friseurladen etc. Laut BVDS und DSM sind Startups davon der Teil der Unternehmen, der zugleich jünger als 10 Jahre ist, starkes Wachstum aufweist und ein innovative Geschäftsmodelle/Technologie hat. Das ist nur ein Bruchteil davon! Man geht für Deutschland von weit unter 5000 aus (DVDS/DSM). Mit den hier kolportierten 128000 Startups pro Jahr hätte Deutschland mehr als China, USA und Israel zusammen. Jedoch kann auch ein "normaler" Gründer gewollt oder ungewollt plötzlich diese Kriterien erfüllen, z.B. ist Vapiano (übrigens EBS Gründer) eine anfangs stark gewachsene Restaurantkette mit einem damals innovativen Geschäftsmodell.
    Geht man davon aus, dass Venture Capital noch eine wichtige Rolle in "Startups" spielt, ist die Zahl noch geringer. Laut EY VC Barometer sind nur ca. 500 Unternehmen pro Jahr VC-finanziert.

  • Nur Pizzalieferdienste
    Ihr müsst immer beachten, dass die Unternehmen schon etwas älter sind. Vor über 10 Jahren waren hochskalierbare IT-Systeme für Lieferlogistik und digitales Payment sehr innovativ. Stellt euch das nicht zu einfach vor. Damals wie heute sind auch Aspekte wie Online-Marketing (auf diesem Niveau) durchaus herausfordernd. Zumal Innovationen eben nicht nur technisch sind, sondern auch Geschäftsmodellinnovationen wichtig sind. Beispiel mp3 Apple vs. Fraunhofer. Außerdem war es ehrlich gesagt sehr logisch, dass zunächst Low-Hanging-Fruits (eCommerce z.b.) digitalisiert wurden. Die Zukunft wird deutlich technischer. Darauf werden sich die Business Schools aber auch einstellen müssen.

  • Kein Einfluss der Uni
    Derartige Statistiken wurden sowohl im Gründungsradar als auch im DSM erhoben. Fakt ist, dass vor alle WHU und HHL für ihre Studentenzahlen extrem viele Startups hervorbringen. Beide z.B. mehr als 99% der großen Massenunis. Das ist schade für Deutschland, weil eigentlich die Techniker (v.a. in Zukunft!) größeres Potential haben. Fakt ist auch, dass viele besonders hoch bewertete Startups und Börsengänge Mitgründer aus den genannten Unis haben. Fakt ist auch, dass das 95% aller gegründeten Unternehmen eben nicht betrifft.

  • Accelerator bla
    Startups aus Acceleratoren sind durchschnittlich erfolgreicher im Bezug auf Überlebensquote und Finanzierungshäufigkeit. Gute Accelerator, z.B. auch der HHL SpinLab Accelerator, erreichen Überlebensquoten >80% und VC-Finanzierungen bei >50% der teilnehmenden Unternehmen. Laut IHK liegt die Quote des Scheiterns bei den >500T Gründungen sonst eher bei 80-90% - also genau reziprok. Der HHL Accelerator unterstützt übrigens vorwiegend Technologiegründer, egal wo diese studiert haben. Damit eröffnet Spinlab das HHL Netzwerk für Gründer außerhalb der HHL. Die allermeisten Teilnehmer kommen nicht von der HHL.

Ok ok. Sie haben Recht. In Deutschland gibt es 128.000 im Jahr. Deswegen ist Dtl. auch das Startup-Mekka schlechthin. Mit der Definition von "wirtschaftliche Relevanz" in dieser Statistik brauchen wir uns nicht beschäftigten (Gewinnerzielungsabsicht, gewerblicher Status und Beschäftigungspotential), wir picken einfach eine x-beliebige Zahl heraus. Das in der Zahl eben doch voller Restaurants ist, ignorieren wir aber. Und weil wir dann damit so erfolgreich sind, sind von den 306 Unicorns (privately hold) weltweit laut CB Insights auch ganze 7 aus Deutschland. Dass davon mit AboutYou und Auto1 zwei HHL Mitgründer hatten ignorieren wir aber jetzt lieber mal genauso, dass die ehemaligen Unicorns, die jetzt public offered sind (Zalando, trivago, HelloFresh, Zalando z.B) auch ziemlich viele von WHU oder HHL kamen kann man auch ignorieren. Übrigens sind 5 der genannten 7 Unicorns nicht aus dem Bereich eCommerce/Marktplätze. Aber das interessiert dich wahrscheinlich auch nicht, weil die unter den 128.000 genialen Startups im Jahr ja verschwindend gering sind.

Ich kann nur dringend raten mal die Statistischen Grundlagen zu hinterfragen. Das Problem ist und bleibt, dass es keine trennscharfe Definitionen des Begriffs gibt. Wenn dir ein Restaurant ein Startup ist, ist das doch individuell okay. Für mich ist es das einfach nicht.

antworten
WiWi Gast

Gründungsradar Ranking

Du verstehst immer noch nicht so ganz, worum es den Leuten hier geht. Du sprichst von 7 Unicorns in Deutschland. Andere Quellen sprechen nur von 4 oder gar 8.

In diesem Forum geht es aber um die breite Masse an Studenten. 99% von denen werden, wenn sie überhaupt ein Unternehmen gründen wollen, zu den anderen 127.996 Leuten gehören und nicht zu den 4. Unicorns sind mindestens 1 Milliarde wert. 99% der Gründer haben diese Ziel nie und auch ich könnte mit 100 Millionen Umsatz und 30 Millionen Gewinn gut über die Runden kommen. Die Diskussion ist damit völlig irrelevant.

Wenn wir etwas hier schreiben, soll das aber eine gewisse Allgemeingültigkeit haben und keine Werbung oder Lobhudelei für einige Extremfälle sein. Wenn ich hier reingehe, will ich als Student, der ich natürlich nicht mehr bin, wirklich etwas wissen über Gründungen und nicht die übliche Hochschulen-PR.

Hier passiert aber ständig das gleiche: Die Extremfälle werden herausgegriffen, herausgestellt und als Norm erklärt. Das ist aber einfach nur Unsinn zudem das Gründungsradar, das immerhin den Aufhänger zu dem Thread darstellt, vielen Hochschulen eine positive Gründeprognose gibt.

Das Bild, das hier gegeben wird ist fatal, denn es heißt, nur auf Hochschule X kannst du erfolgreich als Gründer sein. Bist du das nicht. dann lass es. Und gegen so ein Bild wehre ich mich im Sinne aller Studenten und Gründer.

WiWi Gast schrieb am 28.12.2018:

WiWi Gast schrieb am 26.12.2018:

1) Die Statistik stammt ganz offiziell vom Bundesamt für Statistik. Dort werden die Anmeldungen in drei Kategorien unterteilt. In der Kategorie "Betriebe mit wirtschaftliche Relevanz" fallen insgesamt 64.000 pro Halbjahr (128.000 pro Jahr hochgerechnet). Das sind nach allen gängigen Kriterien Start-Ups.

2) Nach dem wir das mit der Statistik geklärt haben, verstehe ich nicht, warum man deine individuelle Einteilung mehr akzeptieren sollen und nicht die der Kammern, des Staates und des Bundesamtes für Statistik. Natürlich sind das keine 64.000 Visionäre, aber das sind deine Start-Ups überwiegend auch nicht. Warum ist ein neuer Döner-Lieferdienst weniger Start-Up als der nächste Internet-Kleiderlieferer?

3) Zur Bedeutung der Uni seist du erneut aufgefordert, belastbare Zahlen zu bringen und sie denen anderer Hochschulen gegenüberzustellen. Absolut und relativ. Dann anschließend den Erfolg anhand von Kennziffern. Alles andere ist unseriös. Das Gründungsradar macht das zwar, aber in der aktuellen Statistik liegen viele Hochschulen doch sehr dicht beieinander, oder etwa nicht? Ich zitiere mal wortwörtlich:

"Die Gesamtpunktzahl konnte für 36 große Hochschulen gebildet werden. Insgesamt erreichen 16 dieser 36 Hochschulen (entspricht 44 Prozent) einen Wert von mindestens 10 Punkten, mehr als 50 Prozent der Hochschulen liegen bei 9,8 Punkten oder mehr. Im unteren Rankingdrittel tauchen vor allem Hochschulen auf, die einen weit überdurchschnittlich hohen Anteil an Studierenden in den Geisteswissenschaften und im Lehramt aufweisen und die zum Teil erstmalig am Gründungsradar teilgenommen haben."

Also sind über die Hälfte richtig gut und beim Rest versauen bestimmte Studiengänge, die in die Beamtenlaufbahn gehen, den Schnitt. Wo ist jetzt die Aussagekraft?

WiWi Gast schrieb am 26.12.2018:

Also wenn man hier so mitliest: uff. Ehrlich: von so viel Ignoranz und zT. auch Fehlinformationen bin ich etwas.- sagen wir mal - baff. Oder irriziert. Ich bin seit vielen Jahren in der Startup-Szene (und zwar außerhalb Berlins...) als Gründer, Berater und Investor aktiv. Vlt. hat der ein oder andere hier auch mal über mich was gelesen, aber auch egal... Habe übrigens auch zum Thema Entrepreneurship promoviert. Vielleicht mal ein paar Gedanken für diese Diskussion:

  • Startup vs. Gründer
    Ein heikles Thema, denn die Definitionen sind nicht Trennscharf und es gibt keine amtlichen Statistiken, die ein Unternehmen als "Startup" führen. Laut KfW Gründermonitor gab es in Deutschland 2017 557T Gründungen. Darin enthalten ist alles: jede freiberufliche Meldung, Voll- und Nebenerwerb, jede Dönerbude, jeder Friseurladen etc. Laut BVDS und DSM sind Startups davon der Teil der Unternehmen, der zugleich jünger als 10 Jahre ist, starkes Wachstum aufweist und ein innovative Geschäftsmodelle/Technologie hat. Das ist nur ein Bruchteil davon! Man geht für Deutschland von weit unter 5000 aus (DVDS/DSM). Mit den hier kolportierten 128000 Startups pro Jahr hätte Deutschland mehr als China, USA und Israel zusammen. Jedoch kann auch ein "normaler" Gründer gewollt oder ungewollt plötzlich diese Kriterien erfüllen, z.B. ist Vapiano (übrigens EBS Gründer) eine anfangs stark gewachsene Restaurantkette mit einem damals innovativen Geschäftsmodell.
    Geht man davon aus, dass Venture Capital noch eine wichtige Rolle in "Startups" spielt, ist die Zahl noch geringer. Laut EY VC Barometer sind nur ca. 500 Unternehmen pro Jahr VC-finanziert.

  • Nur Pizzalieferdienste
    Ihr müsst immer beachten, dass die Unternehmen schon etwas älter sind. Vor über 10 Jahren waren hochskalierbare IT-Systeme für Lieferlogistik und digitales Payment sehr innovativ. Stellt euch das nicht zu einfach vor. Damals wie heute sind auch Aspekte wie Online-Marketing (auf diesem Niveau) durchaus herausfordernd. Zumal Innovationen eben nicht nur technisch sind, sondern auch Geschäftsmodellinnovationen wichtig sind. Beispiel mp3 Apple vs. Fraunhofer. Außerdem war es ehrlich gesagt sehr logisch, dass zunächst Low-Hanging-Fruits (eCommerce z.b.) digitalisiert wurden. Die Zukunft wird deutlich technischer. Darauf werden sich die Business Schools aber auch einstellen müssen.

  • Kein Einfluss der Uni
    Derartige Statistiken wurden sowohl im Gründungsradar als auch im DSM erhoben. Fakt ist, dass vor alle WHU und HHL für ihre Studentenzahlen extrem viele Startups hervorbringen. Beide z.B. mehr als 99% der großen Massenunis. Das ist schade für Deutschland, weil eigentlich die Techniker (v.a. in Zukunft!) größeres Potential haben. Fakt ist auch, dass viele besonders hoch bewertete Startups und Börsengänge Mitgründer aus den genannten Unis haben. Fakt ist auch, dass das 95% aller gegründeten Unternehmen eben nicht betrifft.

  • Accelerator bla
    Startups aus Acceleratoren sind durchschnittlich erfolgreicher im Bezug auf Überlebensquote und Finanzierungshäufigkeit. Gute Accelerator, z.B. auch der HHL SpinLab Accelerator, erreichen Überlebensquoten >80% und VC-Finanzierungen bei >50% der teilnehmenden Unternehmen. Laut IHK liegt die Quote des Scheiterns bei den >500T Gründungen sonst eher bei 80-90% - also genau reziprok. Der HHL Accelerator unterstützt übrigens vorwiegend Technologiegründer, egal wo diese studiert haben. Damit eröffnet Spinlab das HHL Netzwerk für Gründer außerhalb der HHL. Die allermeisten Teilnehmer kommen nicht von der HHL.

Ok ok. Sie haben Recht. In Deutschland gibt es 128.000 im Jahr. Deswegen ist Dtl. auch das Startup-Mekka schlechthin. Mit der Definition von "wirtschaftliche Relevanz" in dieser Statistik brauchen wir uns nicht beschäftigten (Gewinnerzielungsabsicht, gewerblicher Status und Beschäftigungspotential), wir picken einfach eine x-beliebige Zahl heraus. Das in der Zahl eben doch voller Restaurants ist, ignorieren wir aber. Und weil wir dann damit so erfolgreich sind, sind von den 306 Unicorns (privately hold) weltweit laut CB Insights auch ganze 7 aus Deutschland. Dass davon mit AboutYou und Auto1 zwei HHL Mitgründer hatten ignorieren wir aber jetzt lieber mal genauso, dass die ehemaligen Unicorns, die jetzt public offered sind (Zalando, trivago, HelloFresh, Zalando z.B) auch ziemlich viele von WHU oder HHL kamen kann man auch ignorieren. Übrigens sind 5 der genannten 7 Unicorns nicht aus dem Bereich eCommerce/Marktplätze. Aber das interessiert dich wahrscheinlich auch nicht, weil die unter den 128.000 genialen Startups im Jahr ja verschwindend gering sind.

Ich kann nur dringend raten mal die Statistischen Grundlagen zu hinterfragen. Das Problem ist und bleibt, dass es keine trennscharfe Definitionen des Begriffs gibt. Wenn dir ein Restaurant ein Startup ist, ist das doch individuell okay. Für mich ist es das einfach nicht.

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