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Vitamin-B beim Berufseinstieg der Königsweg

Hochschulabsolventen, die über persönliche Kontakte ihre erste Stelle finden, erzielen höhere Gehälter, haben bessere Aufstiegschancen und bleiben diesem Arbeitgeber länger treu, so lautet das Ergebnis einer Absolventenbefragung vom Bayerischen Staatsinstitut für Hochschulforschung.

Eine goldene selbstgebastelte Krone symbolisiert die kostbaren Beziehungen beim Berufseinstieg.

Vitamin-B beim Berufseinstieg der Königsweg
München, 22.11.2013 (ihf) - Hochschulabsolventen, die über persönliche Kontakte ihre erste Stelle finden, bleiben diesem Arbeitgeber länger treu. Die Gründe hierfür sind besser bezahlte Stellen und bessere Aufstiegschancen. Für Betriebe ist es daher wichtig, hochqualifizierten Fachkräften bereits vor deren Abschluss Einblicke in ihr Unternehmen zu bieten. Für Absolventen ist es wichtig, früh über Praktika oder fachnahe Erwerbstätigkeiten Einblicke in einen Betrieb zu gewinnen und persönliche Kontakte zu knüpfen.

Unternehmen betreiben einen erheblichen Aufwand, um über formelle Wege wie z. B. Assessment-Center geeignete Fachkräfte zu finden. Dennoch erweisen sich persönliche Kontakte häufig als der Königsweg der Stellen- und Bewerbersuche.

Die Autoren der Studie, Fabian Kratz und Maike Reimer: „Wird der Berufseinstieg über einen solchen Kontakt vollzogen, haben die Absolventen tendentiell bessere Stellen und bleiben häufiger im Unternehmen als wenn die Stellen- und Bewerbersuche über formelle Wege erfolgte. Ein solcher Berufseinstieg zahlt sich somit für die Absolventen über bessere Stellen und für Unternehmen über eine längerfristige Bindung des gewonnenen Mitarbeiters gleichermaßen aus.“

Die Ergebnisse der Studie von Fabian Kratz und Maike Reimer sind veröffentlicht in: „Frühe Bindung zahlt sich aus: Wie Arbeitgeber und Studierende von frühzeitigen Kontakten profitieren“, IHF kompakt November 2013, und können über die Homepage heruntergeladen werden.

Download [PDF, 5 Seiten - 146 KB]
http://www.ihf.bayern.de/uploads/media/IHF_kompakt_Nov_2013.pdf


Das Bayerische Absolventenpanel (BAP) ist eine landesweite, repräsentative und langfristig angelegte Absolventenstudie für eine breite Auswahl an Studienfächern. Sie erhebt Informationen zur Ausbildungsqualität der Hochschulen, zum Übergang der Absolventen in den Arbeitsmarkt und zur weiteren beruflichen Laufbahn. Die Befragungen werden zusammen mit den bayerischen Hochschulen durchgeführt. Ausgewählte Absolventenjahrgänge werden zu mehreren Zeitpunkten befragt: anderthalb Jahre nach dem Hochschulabschluss, nach etwa fünf und nach etwa neun Jahren. Die Auswertungen für dieses IHF kompakt basieren auf der zweiten Befragung des Jahrgangs 2004 im Winter 2009/2010. Insgesamt 2.769 Absolventen haben daran teilgenommen; das sind 70 Prozent der Teilnehmer der ersten Befragung im Jahre 2005.

Das Bayerische Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung führt Forschungsarbeiten auf hochschulpolitisch aktuellen Feldern durch und stellt dem Bayerischen Wissenschaftsministerium, dem Bayerischen Landtag und den Hochschulen zuverlässige Planungs- und Entscheidungsgrundlagen zur Verfügung.

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