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Master oder Berufseinstieg mit Ziel Forschung

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WiWi Gast

Master oder Berufseinstieg mit Ziel Forschung

Ich würde gerne einen Master machen, und wahrscheinlich auch promovieren wollen. Ziel ist es später, in der Forschung/Forschungsnah zu arbeiten.

Ich habe jedoch ein Angebot für eine Stelle erhalten. Gehalt sehr gut. Die Stelle hat leider nichts mit Forschung zu tun, das Unternehmen ist jedoch sehr bekannt und diese Stelle bei diesem Unternehmen dürfte mir für den Fall, dass ich nach dem Master doch nicht promovieren will, einige Türen in der Privatwirtschaft aufhalten. Das Gehalt ist auch sehr gut (~3000€ Netto bei 40h). Die Tätigkeit ist annehmbar.

Ich würde 1,5 Jahre auf dieser Stelle bleiben, und dann mit dem Master beginnen. Wenn ich die Stelle nicht annehme, würde ich 1/2 Jahr Leerlauf haben, und dann mit dem Master beginnen. Diese 1,5 Jahre Arbeitserfahrung kosten mich also nur 1 Jahr an zusätzlicher Zeit bis zum Master.

Lassen wir das finanzielle mal außer acht. Was würdet ihr tun?
Ich bin jetzt nicht so alt, dass dieses zusätzliche Jahr einen Nachteil darstellt.

Wie sieht es aus bei Bewerbungen auf Research-Master und anschließend Promotionen wenn man einige Zeit auf einer forschungsfernen Stelle war. Besonders analytisch/quantitativ ist der Job auch nicht. Wird sowas negativ angemerkt?

Mein bedenken ist, dass ich mich an den Komfort des Geldes, der Sicherheit etc. gewöhne und mich nicht traue den Schritt zu wagen, wieder auszusteigen. Rein vom Thema her finde ich Forschung in dem von mir anvisierten Gebiet sicherlich viel interessanter als die Stelle bei dem Unternehmen. Ich habe angst, drin zu bleiben und unglücklich zu werden
Ein weiteres Bedenken ist, dass mir die Stelle doch nicht gefällt und ich nach wenigen Monaten kündige, es aber schon zu spät ist, um noch in dem Jahr mit dem Master zu beginnen. Dann wäre dieses Jahr wirklich verschwendet gewesen.

Sowohl der Beruf als auch der angestrebte Master wären im Ausland.

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WiWi Gast

Master oder Berufseinstieg mit Ziel Forschung

WiWi Gast schrieb am 03.02.2022:

Ich würde gerne einen Master machen, und wahrscheinlich auch promovieren wollen. Ziel ist es später, in der Forschung/Forschungsnah zu arbeiten.

Ich habe jedoch ein Angebot für eine Stelle erhalten. Gehalt sehr gut. Die Stelle hat leider nichts mit Forschung zu tun, das Unternehmen ist jedoch sehr bekannt und diese Stelle bei diesem Unternehmen dürfte mir für den Fall, dass ich nach dem Master doch nicht promovieren will, einige Türen in der Privatwirtschaft aufhalten. Das Gehalt ist auch sehr gut (~3000€ Netto bei 40h). Die Tätigkeit ist annehmbar.

Ich würde 1,5 Jahre auf dieser Stelle bleiben, und dann mit dem Master beginnen. Wenn ich die Stelle nicht annehme, würde ich 1/2 Jahr Leerlauf haben, und dann mit dem Master beginnen. Diese 1,5 Jahre Arbeitserfahrung kosten mich also nur 1 Jahr an zusätzlicher Zeit bis zum Master.

Lassen wir das finanzielle mal außer acht. Was würdet ihr tun?
Ich bin jetzt nicht so alt, dass dieses zusätzliche Jahr einen Nachteil darstellt.

Wie sieht es aus bei Bewerbungen auf Research-Master und anschließend Promotionen wenn man einige Zeit auf einer forschungsfernen Stelle war. Besonders analytisch/quantitativ ist der Job auch nicht. Wird sowas negativ angemerkt?

Mein bedenken ist, dass ich mich an den Komfort des Geldes, der Sicherheit etc. gewöhne und mich nicht traue den Schritt zu wagen, wieder auszusteigen. Rein vom Thema her finde ich Forschung in dem von mir anvisierten Gebiet sicherlich viel interessanter als die Stelle bei dem Unternehmen. Ich habe angst, drin zu bleiben und unglücklich zu werden
Ein weiteres Bedenken ist, dass mir die Stelle doch nicht gefällt und ich nach wenigen Monaten kündige, es aber schon zu spät ist, um noch in dem Jahr mit dem Master zu beginnen. Dann wäre dieses Jahr wirklich verschwendet gewesen.

Sowohl der Beruf als auch der angestrebte Master wären im Ausland.

Auch wenn Dir das nicht "negativ ausgelegt" werden würde, sehe sehe ich keinen guten Grund für Dich da jetzt so ne Stelle kurzzeitig anzutreten. Fülle das halbe Jahr bis zum Master mit nem Praktikum in nem angesehenen Forschungsinstitut im gewünschten Bereich. Das bringt Dir wesentlich mehr für Dein Ziel Forschung.

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WiWi Gast

Master oder Berufseinstieg mit Ziel Forschung

da du forschung schreibst, gehe ich mal davon aus dass du naturwissenschaftlich arbeiten möchtest? oder welches fach studierst du?
dir ist hoffentlich bewusst, dass die forschungs und entwicklungs arbeitsplätze in deutschland sehr umkämpft sind und alle die es nicht zum prof schaffen, versuchen so eine stelle zu bekommen. das ist nicht der einzige grund - wir sind ein hochlohnland mit verhältnismäßig schlechter bildung (war mal besser). in der forschung, wenn keine großen technischen gerätschaften benötigt werden, die outsourcing erschweren, bist du auch permanentem internationalen druck ausgesetzt, weil deine stelle eigentlich auch von einem osteuropäer für die hälfte gemacht werden könnte, und dümmer sind die mit sicherheit nicht. insofern ist forschung in deutschland ein sehr undankbares feld, das sehr viel arbeit, und örtliche flexibilität abverlangt und lange zeit keine planungssicherheit und nur schlechte bezahlung bietet. es ist ein bisschen wie im fußball - viele arbeiten hart, aber am ende spielen nur wenige in der bundesliga. wenn man es natürlich schafft, ist es super. unter solchen voraussetzungen ist es eigentlich gut einen plan B zu haben, sprich arbeitserfahrung ausserhalb der forschung zu sammeln damit man nicht ganz so hart fällt, wenn es nicht klappt. andererseits würde ich damit frühestens im PHD oder Master anfangen. es reicht völlig, dort ein oder zwei praktika in forschungsabteilungen von unternehmen zu machen. ansonsten solltest du dich darauf fokussieren spitzennoten zu haben und sehr gutes englisch zu sprechen (belegt zb durch gastaufenthalte an ausländischen unis oder unternehmen), der rest ist dann glück oder genie.

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WiWi Gast

Master oder Berufseinstieg mit Ziel Forschung

1,5 Jahre sind auch eine undankbare Zeit. Einerseits für das Unternehmen, bei dem ich mir auch irgendwie nicht vorstellen kann, dass die jemanden mit Bachelor für 60 k einstellen der nach 1,5 Jahren wieder gehen will. Andererseits aber auch für dich, weil 1,5 Jahre nicht als vollwertige Station bei der Berufserfahrung gesehen werden. Das ist bei den meisten so ab ungefähr 3 Jahren.

Du läufst also Gefahr, dass das später nicht als "da hat jemand seinen Bachelor gemacht, dann Berufserfahrung gesammelt um dann einen Master und einen Bachelor zu machen" gesehen wird, sondern eher als "er ist mit dem Bachelor in den Arbeitsmarkt eingestiegen, hat dann aber abgebrochen und ist zurück an die Uni".

Abgesehen davon: Warum hättest du ein halbes Jahr Leerlauf? Die meisten Master kann man jedes Semester anfangen. Und wenn nicht offiziell, dann oft so, dass du die Vorlesungen als Gasthörer hörst und sie dir dann wenn du offiziell eingestiegen bist angerechnet werden.

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WiWi Gast

Master oder Berufseinstieg mit Ziel Forschung

Wenn du schon weißt, dass du Master, Promotion, Forschung willst, macht aus meiner Sicht 1 Jahr zusätzlich Arbeiten keinen Sinn.
Mach in dem halben Jahr doch eine befristete Stelle in der Forschung oder Praktikum oder Werkstudent oder Auslandssemester.

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