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Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

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WiWi Gast

Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

Hallo zusammen,

mich würde mal interessieren, wie die genau Arbeitszeit eines FH-Professors und dessen Arbeit aussieht? Soweit mir bekannt muss man min. 18 SWS an Lehrveranstaltungen abhalten. Natürlich kommt noch Verwaltungs und Büroarbeit sowie Sprechstunden hinzu oder "freiwillige" Arbeiten.

Ist das soweit korrekt? Oder habe ich da etwas vergessen? Auf welche Wochenarbeitstsunden kommt ein durchschnittlicher FH-Professor? Was macht dieser in der vorlesungsfreien Zeit, außer eventuell Klausuren / Projekte korrigieren / bewerten und Vorlesungen / Vorträge / Folien zu verbessern / ändern?

Urlaub von 30 Tagen ist soweit auch klar, nur wenn der Prof in der vorlesungsfreien Zeit nicht viel zu tun hat, hat er doch ne Menge Freizeit oder irre ich mich da?

Konnte hierzu irgenwie keinerlei Informationen finden. Mir geht es hier auch nich um igrendwleche Dikussionen Pro / Contra Arbeit als FH-Professor oder um Gehaltsdiskussionen. Gehalt ist ja zumindest im Grundbetrag hinläglich bekannt. Allerdings kann man dieses durch Nebentätigkeit (die sogar u.A. gewünscht ist) aufbessern oder durch freiwillige Übernahme von Aufgaben etc. Um wieviel Euro sprechen wir hier bei diesen "freiwilligen" Aufgaben im Schnitt?

Wäre schön, wenn sich hierzu auf diesem Gebiet erfahrene Menschen äußern könnten :)

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WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

Es kommt doch stark auf den Einzelfall und das Fachgebiet an.
Professoren mit juristischem Fokus arbeiten zB oft noch als Anwälte, diejenigen mit BWL Fokus werden zum Consultant und wieder andere Profs machen nichts.
Oft werden in den Zeit Gutachten oder auch mal Publikationen geschrieben, Vorträge gehalten, Stiftungsarbeit übernommen usw.

Langweilig wird/ ist denen nicht, aber eine pauschale Antwort kannst du hier leider nicht erhalten. :(

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WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

Die Arbeitsbelastung ist sehr stark von einem selbst abhängig. Wie viel Zeit möchte und/oder muss man selbst (und nicht etwaige Mitarbeiter) in die Vor- und Nachbereitung der Lehre stecken? Wie viel Forschung muss/will man betreiben? Hat man Nebentätigkeiten (ist ja kein Muss). Grundsätzlich sei allerdings gesagt, dass man als (FH-)Professor in der komfortablen Situation ist, zwar theoretisch, nicht aber praktisch einen Vorgesetzten zu haben, man ist also maximal frei in seinem Schalten und Walten.
Als ehemaliger Uni-Dozent kenne ich genügend Professoren, die sich aufreiben, weil sie ewig zur Vorbereitung der Lehre brauchen und, in der Forschung immer vorne mitspielen wollen und noch zig Nebentätigkeiten machen. Es gibt aber auch genügend, die vieles delegieren und/oder auch noch schneller sind als andere. Das sind dann die, die im Semester nur drei Tage an der Uni sind und in den Semesterferien drei Monate in ihrer Finca auf Mallorca verbringen, um zu "forschen".

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WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

Okay, dann sagen wir mal im Bereich Informatik bzw. Medizinischer Informatik?

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WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

d.h. sofern ich relativ gut organisiert bin und meine Skripte etc. mal habe und dann lediglich Verbesserungen / Änderungen anfallen und meine etwaigen Nebentätigkeiten nicht allzu umfassend sind und auch der Forschungsaufwand eher mittelmäßig ist dann ist die Abeitszeit eher überschaubar? Weil ich habe bei den infos die ich gefunden habe, teilweise Aussagen von 60+ Stunden gelesen. Gut die mögen im Einzelfall zutreffen, allerdings denke ich mir wenn ich meine ehemaligen Profs so anschaue - kaputt arbeiten tun diese sich nicht.

Ich interessiere mich deshalb für die Arbeitszeit / Arbeitsaufwand usw. da ich diese Möglichkeit als eine Option für mein weiteres Leben in betracht ziehe und da vorab erstmal paar Informationen sammeln wolte, ob dem wirklich so ist, oder ob das ganze gerede nur ein trügerischer Schein ist. Daher wäre es durchaus interessant direkt stimmen von Professoren zu hören, sofern das möglich ist. Oder wäre es evt. eine gute Idee mal einen oder mehrer alte Profs zu fragen, die man von früher kennt? Wage zu bezweifeln, dass die so ehrlich sind, wenn sie "wenig" arbeiten.

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WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

wieso stellst du diese Frage nicht einfach einem Professor deines vertrauens, anstatt in einem Studentenforum (!!) zu fragen??

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WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

Man sollte ja nicht vergessen, dass Professoren i.d.R. nicht den Beruf wählen, weil sie keine Stelle als DAX-Sachbearbeiter gefunden haben.

Das steckt in denen "drin" und im Zweifel tun die das, was sie tun, weil es ihnen Spaß macht.

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WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

"Das steckt in denen "drin" und im Zweifel tun die das, was sie tun, weil es ihnen Spaß macht."
-> da bin ich mir bei einigen nicht so sicher.

"wieso stellst du diese Frage nicht einfach einem Professor deines vertrauens, anstatt in einem Studentenforum (!!) zu fragen??"
-> naja hier tummeln sich ja nicht nur Studenten.

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WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

Selbst ein Professor kann Deine Fragen wahrscheinlich nicht beantworten. Statistiken über die Arbeitszeiten und Nebenverdienste von FH-Professoren sind mir nicht bekannt.

Es gibt zwar FH-Professoren, die 300k im Jahr nebenher verdienen, der Normalfall ist das aber sicher nicht. Vermute mal, dass 90% weniger als 20k zusätzlich machen.

Die Arbeitsbelastung ist - wie oben schon geschrieben - in erster Linie von einem selbst abhängig. Als begabter Dozent muss man nur wenig Zeit darauf verwenden, seine Vorlesungen vorzubereiten. Ist man hingegen nur mäßig begabt, dauert es deutlich länger. Möchte man sechsstellige Nebeneinkünfte erzielen, fällt eine Menge Arbeit an. Gibt man sich mit seinem W2-Gehalt zufrieden, bleibt nur die Arbeit an der Hochschule selbst übrig.

Der große Vorteil ist aus meiner Sicht aber auch nicht, dass man weniger arbeitet als in einem "normalen" Beruf. Vielmehr sehe ich den Vorteil darin, dass man faktisch sein eigener Chef ist und seine Arbeit frei gestalten kann. In der freien Wirtschaft arbeite ich zurzeit zB ca. 50h/Woche. Eigentlich gar nicht so viel. Allerdings nerven mich Facetime und Spätaufsteherdiktatur. Mit solch einem Unsinn muss sich ein Prof nicht rumschlagen.

Was das Thema Urlaubstage angeht: Auf dem Papier hat der Prof. zwar 30 Tage. Letztlich dürfte das aber niemand ernsthaft kontrollieren. Bei Lehrern ist es übrigens genauso. Die haben auch nur 30 Tage. Trotzdem kenne ich Lehrer, die allein in den Sommerferien fünf Wochen verreisen. Schwer vorstellbar, dass die in den Oster-, Herbst- und Weihnachtsferien nur noch fünf Tage Urlaub machen und ansonsten durcharbeiten ;-)
Ansonsten muss der Prof. sicher keinen halben Tag Urlaub beantragen, weil er mal um 14 Uhr gehen möchte. Bei mir im Job ist das hingegen üblich. Allein daher kann der Prof. mit seinen 30 Tagen faktisch einfach mehr anfangen. Zudem sieht man es in der freien Wirtschaft oft gerne, wenn Urlaubstage verfallen. Um längere Urlaube muss ich regelrecht kämpfen. Der Prof. als sein eigener Chef kann sich auch vier Wochen am Stück genehmigen. Einziger Nachteil: Er ist immer an die Semesterferien gebunden.

Aus meiner Sicht ist die Entscheidung FH-Prof. vs freie Wirtschaft letztlich eine Entscheidung Freiheit/Zeit vs. Geld. Da muss dann jeder seine Prioritäten setzen...

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WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

Also, wenn deine Motivation für diesen Beruf nur in einer vermeintlich geringen Arbeitsbelastung besteht, dann lass es!

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WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

Meine Motivation liegt nicht in der vermeintlich geringen Arbeitszeit. ich wollte mich einfach nur informormieren, wie dort so die Arbeitsverhältnisse / Arbeitszeiten usw. sind. Macht man doch bei anderen Jobs / Abeitgebern auch.

Und Danke für die rehts ausführliche Antwort oben drüber :)

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WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

Ich tu es ja immer wieder gerne für euch:

FH-Prof heißt (bspw. in Baden- Württemberg) knapp 4000 Euro NETTO pro Monat (Steuerklasse 1 ohne Kinder).

Ich frage mich immer, wieviel hier Leute glauben, in der "freien Wirtschaft" verdienen zu können, wenn sie das als ein "kleines Gehalt" abtun.

Und ja, mir ist durchaus bekannt, dass man promoviert haben muss. Nur, glaubt ihr wirklich, dass jeder Abteilungsleiter oder Bereichsleiter 10k netto nach Hause schleppt?

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WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

Selbstverständlich sind 4000 Netto sehr viel! Sehe ich genauso. Das verdienen nur wenige in der freien Wirtschaft. Klar gibt es Ausnahmen die keine Ahnung 90K und mehr verdienen, aber das ist nur ein geringer Prozentsatz, wenn ich sehe was Hintz und Kuntz so verdient mit vlt 20-30k BRUTTO pro Jahr (nicht Woche oder Monat :D)

Daher ja auch u.A. meine Überlegungen zur FH-Professur, da ich auch so gerne anderen etwas vermittle und gut mit anderen kann und mir auch diese augenscheinlich recht flexible und freie Arbeitszeit bzw. Einteilung.

Übrigens muss man nicht zwingend promoviert haben. Durch Vitamin B usw. kommt man u.U. auch ohne Promotion rein, allerdings müssen da wohl mehr als 3-5 Jahre Berufserfahrung außerhalb der FH absolviert worden sein.

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WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

Wenn es um 4k Netto gehen, dann empfehle ich das duale Studium in einem IGM Unternehmen. Als Schmalspurakademiker habe ich >4k Netto als Angestellter (Stkl. 1) und das mit Anfang 30. Da ist man meines Wissens wohl noch nicht mal FH Professor.

Außerdem muss man meines Wissens als FH-Prof. mindestens 5 Jahre Berufserfahrung in dem Bereich haben, sonst wird man glaube ich nicht verbeamtet. Das habe ich jedenfalls mal von einem Prof. gesagt bekommen. Bei Uni Prof. weiß ich es nicht.

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marketeer

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

Ist so.
Und das Gehalt empfinde ich persönlich auch als sehr wenig, wenn bedacht wird, dass der Großteil zwischen 40 und 50 Jahre ist:
Meist von einer befristeten Stelle zur anderen, Weltweit mobil sein muss (z.B. einen Lehrstuhl in Deutschland Ost bekleiden), man lange als Habilitant durch die Wissenschaft tingelt, dann mit einer Juniorprofessur startet und schlussendlich viel "Netzwerk" arbeit leisten darf, um Drittmittel zubekommen, etc...
Nicht jede/r kann Deutschlands führender Prof. in einem Gebiet werden...

Glücklicherweise darf jede/r das machen, was ihm/ihr Spass macht.

Lounge Gast schrieb:

Wenn es um 4k Netto gehen, dann empfehle ich das duale
Studium in einem IGM Unternehmen. Als Schmalspurakademiker
habe ich >4k Netto als Angestellter (Stkl. 1) und das mit
Anfang 30. Da ist man meines Wissens wohl noch nicht mal FH
Professor.

Außerdem muss man meines Wissens als FH-Prof. mindestens 5
Jahre Berufserfahrung in dem Bereich haben, sonst wird man
glaube ich nicht verbeamtet. Das habe ich jedenfalls mal von
einem Prof. gesagt bekommen. Bei Uni Prof. weiß ich es nicht.

antworten
WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

Das ist wirklich lieb von Dir! Allerdings soll das Gehalt hier weder Thema sein, noch hat hier jemand die W2-Besoldung als "kleines" Gehalt abgetan. Insofern mal wieder ein sinnloser OT-Post.

Im Übrigen hat Baden-Württemberg die höchste W2-Besoldung aller Bundesländer. In Brandenburg sind es hingegen nur knapp 3.500 Euro netto vor Abzug der Krankenversicherung. Grob gerechnet entspricht die W2-Besoldung Bruttogehältern in der freien Wirtschaft von 70.000-90.000 Euro. Das bekommt man bei den Big4 ab Manager-Level. Wenn man als promovierter Wiwi einen Manager-Posten bei Big4 als Ende der Karriere betrachtet, finde ich das schon komisch...

Lounge Gast schrieb:

Ich tu es ja immer wieder gerne für euch:

FH-Prof heißt (bspw. in Baden- Württemberg) knapp 4000 Euro
NETTO pro Monat (Steuerklasse 1 ohne Kinder).

Ich frage mich immer, wieviel hier Leute glauben, in der
"freien Wirtschaft" verdienen zu können, wenn sie
das als ein "kleines Gehalt" abtun.

Und ja, mir ist durchaus bekannt, dass man promoviert haben
muss. Nur, glaubt ihr wirklich, dass jeder Abteilungsleiter
oder Bereichsleiter 10k netto nach Hause schleppt?

antworten
WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

"Übrigens muss man nicht zwingend promoviert haben. Durch Vitamin B usw. kommt man u.U. auch ohne Promotion rein, allerdings müssen da wohl mehr als 3-5 Jahre Berufserfahrung außerhalb der FH absolviert worden sein."

Oh Mann, besonders genau scheinst du dich mit dem Berufsbild noch nicht befasst zu haben...

Zur Info: Promotion und berufliche Erfahrungen werden kumulativ verlangt, nicht alternativ. Die Promotion soll deine Befähigung zum wissenschaftlichen Arbeiten nachweisen. Ohne Promotion kannst du das nur durch eine eindrucksvolle Pubklikationliste oder eine herausgehobene Expertenstellung. Wird aber schwierig. Mit Vitamin B allein geht da gar nichts. Höchstens als Honorarprof, aber da bekommst du - wie der Namen schon sagt - außer der Ehre gar nichts.

Mein Tipp: Das wird nix.

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WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

weitere Äußerungen?

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WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

An diesem Thread sieht man mal wieder die altbekannte Tatsache:

Manche Leute schreiben ohne jegliche Ahnung von der Sache.

"Vitamin B" - "zwischen 40 und 50 Jahre" - "ohne Promotion geht's auch"

Macht euch bitte schlau oder lasst den thread unkommentiert.

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WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

ja :/ eben darum fragte ich nach weiteren Äußerungen von ERFAHRENEN Leuten in diesem Bereich.

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WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

Bin gerade im Bewerbungsprozess. Wie Du sicher weißt, sind es 18 SWS Lehrverpflichtung, die sich ggf. reduzieren, falls Du Bachelor- oder Masterarbeiten betreust. Darüber hinaus natürlich, wenn Du Ämter übernimmst bzw. in der Selbstverwaltung tätig bist.

Vieles kannst du googlen. Während der Semesterferien bist Du nur Dir selbst gegenüber verantwortlich, also insbesondere auch zeitlich.

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WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

weitere Meinungen, bitte

antworten
WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

WiWi Gast schrieb am 17.08.2017:

weitere Meinungen, bitte

Ja gibt's was neues dazu?

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WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

Ich kann nur von meinem Onkel berichten, welcher seit einigen Jahren wieder in Berlin lehrt. Genaue Zeiten kenne ich nicht, allerdings schwärmt er jedes Mal wie viel besser es ihm geht, seit er aus "der Wirtschaft" zurück an die Uni ist. Soweit ich weiß, ist er regulär vier Tage die Woche an der Uni, er hält zwei Vorlesungen, was da noch zusätzlich kommt, weiß ich nicht.

  • Er kann relativ viel von zuhause aus machen, ist meist nur von 10-16 Uhr weg.
  • Es bleibt noch immer mehr als genug Zeit für vereinzelte Beratungstätigkeiten.

Wie gesagt, er selber schwärmt vom Professorenleben und möchte nicht noch einmal "zurück".

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WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

Haben FH-Professoren ein besseres Leben als Lehrer und mehr Freizeit?

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WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

WiWi Gast schrieb am 05.01.2018:

Ich kann nur von meinem Onkel berichten, welcher seit einigen Jahren wieder in Berlin lehrt. Genaue Zeiten kenne ich nicht, allerdings schwärmt er jedes Mal wie viel besser es ihm geht, seit er aus "der Wirtschaft" zurück an die Uni ist. Soweit ich weiß, ist er regulär vier Tage die Woche an der Uni, er hält zwei Vorlesungen, was da noch zusätzlich kommt, weiß ich nicht.

  • Er kann relativ viel von zuhause aus machen, ist meist nur von 10-16 Uhr weg.
  • Es bleibt noch immer mehr als genug Zeit für vereinzelte Beratungstätigkeiten.

Wie gesagt, er selber schwärmt vom Professorenleben und möchte nicht noch einmal "zurück".

Ich habe das auch auf dem Schirm... bin seit zwei Jahren weg von der Uni (nach Promotion) und im Konzern. Je nachdem was karrieremäßig so geht, sehe ich mich über kurz oder lang an einer FH.

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WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

WiWi Gast schrieb am 05.01.2018:

Ich kann nur von meinem Onkel berichten, welcher seit einigen Jahren wieder in Berlin lehrt. Genaue Zeiten kenne ich nicht, allerdings schwärmt er jedes Mal wie viel besser es ihm geht, seit er aus "der Wirtschaft" zurück an die Uni ist. Soweit ich weiß, ist er regulär vier Tage die Woche an der Uni, er hält zwei Vorlesungen, was da noch zusätzlich kommt, weiß ich nicht.

  • Er kann relativ viel von zuhause aus machen, ist meist nur von 10-16 Uhr weg.
  • Es bleibt noch immer mehr als genug Zeit für vereinzelte Beratungstätigkeiten.

Wie gesagt, er selber schwärmt vom Professorenleben und möchte nicht noch einmal "zurück".

Das sagen übrigens gefühlt alle die Lehrer oder Professoren sind

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WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

Gibt relativ wenig Lehrer, die mal in der Privatwirtschaft waren.

Ich kenne genau 1.

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WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

Wieviel Freizeit hat ein FH-Professor im Sommer? Die vorlesungsfreie Zeit erstreckt sich ja manchmal über 70 Tage. Wieviel geht dabei für Korrekturen etc. drauf?

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WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

WiWi Gast schrieb am 24.06.2020:

Wieviel Freizeit hat ein FH-Professor im Sommer? Die vorlesungsfreie Zeit erstreckt sich ja manchmal über 70 Tage. Wieviel geht dabei für Korrekturen etc. drauf?

Korrigiert ein nennenswerter Anteil der FH-Professoren tatsächlich selbst Prüfungen?

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WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

WiWi Gast schrieb am 24.06.2020:

WiWi Gast schrieb am 24.06.2020:

Wieviel Freizeit hat ein FH-Professor im Sommer? Die vorlesungsfreie Zeit erstreckt sich ja manchmal über 70 Tage. Wieviel geht dabei für Korrekturen etc. drauf?

Korrigiert ein nennenswerter Anteil der FH-Professoren tatsächlich selbst Prüfungen?

Kommt auf die Profs an würde ich sagen. Habe an einer FH Mathe studiert. Dort gab es für uns Studenten viele Tutorenstellen. Diese beinhalteten oft das Helfen beim Korrigieren. Also wir haben quasi das gemacht, was an großen Unis die Doktoranden machen. Auch wenn natürlich Mathe 1 bei uns oft net viel mehr war als Mathe LK.
Kann natürlich auch der Luxus unseres Fachbereichs gewesen sein, da die anderen Studiengänge Lehrveranstaltungen bei uns "eingekauft" haben und das oft direkt mit einer Tutorenstelle verbunden war. War eine gute Einnahmequelle als Student :-)

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WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

WiWi Gast schrieb am 24.06.2020:

Gibt relativ wenig Lehrer, die mal in der Privatwirtschaft waren.

Ich kenne genau 1.

Ja und was sagt der?

Ich kenne 5

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WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

WiWi Gast schrieb am 24.06.2020:

WiWi Gast schrieb am 24.06.2020:

Wieviel Freizeit hat ein FH-Professor im Sommer? Die vorlesungsfreie Zeit erstreckt sich ja manchmal über 70 Tage. Wieviel geht dabei für Korrekturen etc. drauf?

Korrigiert ein nennenswerter Anteil der FH-Professoren tatsächlich selbst Prüfungen?

Kenne tatsächlich keinen Prof, der das an meiner FH nicht selbst macht.

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WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

Hallo zusammen,

Ich bin Wissenschaftler (noch nicht Professor) an einer Uni. Der dargestellte Alltag insb. die Fragen nach der vielen Freizeit spielen aus meiner Sicht gar keine Rolle. Die Lehre, also das, was Studenten am Professorendasein mitbekommen, ist für die meisten in der Wissenschaft nur der unwichtigste Teil der Arbeit. Viele würde auch sagen: ein notwendiges Übel. Was einen in seiner Karriere und Anerkennung innerhalb der Community bringt ist die Forschung. Das ist auch der Hauptgrund, warum man in die Wissenschaft geht.

Ich verbringe damit ca. 80% meiner Zeit, denn nur bei relevanter Forschung kann man in Top Journals veröffentlichen, nur bei relevanten Veröffentlichungen wird man Professor bzw. wenn man schon Professor ist, bleibt man relevant. Zudem ermöglicht einem die Forschung das Einholen von Drittmitteln, wodurch man sich bessere Unterstützung, mehr Doktorandin etc leisten kann, trägt entsprechend zur Relevanz und zum Standing an der Uni bei.

Natürlich muss jeder selber wissen, wie wichtig einem Forschung ist, aber die meisten Professoren wurden während Ihrer Karriere darauf getrimmt, als Forscher erfolgreich zu sein.
Hinsichtlich Freizeit bedeutet es, dass ich zwar totale Freiheit habe wann und wie viel ich arbeite (außer Lehre, die ich erbringen muss). Gleichzeitig aber immer unter Druck stehe meine Forschung voranzutreiben. Das bedeutet ich arbeite eigentlich immer. Gerade im Sommer stehen viele Konferenzen an, bei denen man seine Forschung positioniert. Zudem hat man während der vorlesungsfreien Zeit endlich Zeit sich Vollzeit um die Forschungsprojekte zu kümmern. Wem Lehre nicht vollkommen egal ist, der strickt noch seine Veranstaltungen um, denn gerade in den Sozialwissenschaften verändert sich ständig etwas und seien es nur aktuellere Beispiele.

Wer also viel Freizeit will, dem würde ich eine wissenschaftliche Karriere nicht empfehlen. Gerade der Weg zum Professor ist mit sehr viel Aufwand, befristeten Verträgen und geringem Verdienst verbunden und nur die wenigsten schaffen es zum Professor.

Wer aber echtes Interesse hat ein Thema tiefgreifend zu beraten und zu erforschen, für den gibt es nichts besseres als Tag und Nacht daran zu arbeiten.

antworten
WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

WiWi Gast schrieb am 24.06.2020:

Haben FH-Professoren ein besseres Leben als Lehrer und mehr Freizeit?

Ich weiß nicht, was für ein Leben Lehrer haben und was genau mit "besser" gemeint ist. Ich habe seit 5 Jahren eine FH-Professur an einer privaten Hochschule inne.
Wir lehren bei einer vollen Stelle 18 SWS => 360 UE´s pro Semester. Dabei kommen immer wieder auch 28 UE´s reine Lehrzeit pro Woche vor. Es kostet viel Kraft. Wir bieten nur Vorlesungen (keine Seminare) an.
Die Lehre muss zudem vor- und nachbereitet werden. Bei einer völlig neuen Vorlesung sollte auch bei geübten Lehrkräften die reine Vorlesungszeit mindestens mit dem Faktor 3,5 multipliziert werden, um den Zeitaufwand einzuplanen.
Die Bewertungen der Prüfungsleistungen (Klausuren, Seminararbeiten, Abschlussarbeiten) kosten zusätzliche Zeit. Wir tun dies selbst (ist ja unser Job). Hiwis/WiMis haben wir nicht.

antworten
WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

WiWi Gast schrieb am 25.06.2020:

Hallo zusammen,

Ich bin Wissenschaftler (noch nicht Professor) an einer Uni. Der dargestellte Alltag insb. die Fragen nach der vielen Freizeit spielen aus meiner Sicht gar keine Rolle. Die Lehre, also das, was Studenten am Professorendasein mitbekommen, ist für die meisten in der Wissenschaft nur der unwichtigste Teil der Arbeit. Viele würde auch sagen: ein notwendiges Übel. Was einen in seiner Karriere und Anerkennung innerhalb der Community bringt ist die Forschung. Das ist auch der Hauptgrund, warum man in die Wissenschaft geht.

Ich verbringe damit ca. 80% meiner Zeit, denn nur bei relevanter Forschung kann man in Top Journals veröffentlichen, nur bei relevanten Veröffentlichungen wird man Professor bzw. wenn man schon Professor ist, bleibt man relevant. Zudem ermöglicht einem die Forschung das Einholen von Drittmitteln, wodurch man sich bessere Unterstützung, mehr Doktorandin etc leisten kann, trägt entsprechend zur Relevanz und zum Standing an der Uni bei.

Natürlich muss jeder selber wissen, wie wichtig einem Forschung ist, aber die meisten Professoren wurden während Ihrer Karriere darauf getrimmt, als Forscher erfolgreich zu sein.
Hinsichtlich Freizeit bedeutet es, dass ich zwar totale Freiheit habe wann und wie viel ich arbeite (außer Lehre, die ich erbringen muss). Gleichzeitig aber immer unter Druck stehe meine Forschung voranzutreiben. Das bedeutet ich arbeite eigentlich immer. Gerade im Sommer stehen viele Konferenzen an, bei denen man seine Forschung positioniert. Zudem hat man während der vorlesungsfreien Zeit endlich Zeit sich Vollzeit um die Forschungsprojekte zu kümmern. Wem Lehre nicht vollkommen egal ist, der strickt noch seine Veranstaltungen um, denn gerade in den Sozialwissenschaften verändert sich ständig etwas und seien es nur aktuellere Beispiele.

Wer also viel Freizeit will, dem würde ich eine wissenschaftliche Karriere nicht empfehlen. Gerade der Weg zum Professor ist mit sehr viel Aufwand, befristeten Verträgen und geringem Verdienst verbunden und nur die wenigsten schaffen es zum Professor.

Wer aber echtes Interesse hat ein Thema tiefgreifend zu beraten und zu erforschen, für den gibt es nichts besseres als Tag und Nacht daran zu arbeiten.

Danke

antworten
WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

Sehr guter Beitrag. Danke Dafür!

WiWi Gast schrieb am 25.06.2020:

Hallo zusammen,

Ich bin Wissenschaftler (noch nicht Professor) an einer Uni. Der dargestellte Alltag insb. die Fragen nach der vielen Freizeit spielen aus meiner Sicht gar keine Rolle. Die Lehre, also das, was Studenten am Professorendasein mitbekommen, ist für die meisten in der Wissenschaft nur der unwichtigste Teil der Arbeit. Viele würde auch sagen: ein notwendiges Übel. Was einen in seiner Karriere und Anerkennung innerhalb der Community bringt ist die Forschung. Das ist auch der Hauptgrund, warum man in die Wissenschaft geht.

Ich verbringe damit ca. 80% meiner Zeit, denn nur bei relevanter Forschung kann man in Top Journals veröffentlichen, nur bei relevanten Veröffentlichungen wird man Professor bzw. wenn man schon Professor ist, bleibt man relevant. Zudem ermöglicht einem die Forschung das Einholen von Drittmitteln, wodurch man sich bessere Unterstützung, mehr Doktorandin etc leisten kann, trägt entsprechend zur Relevanz und zum Standing an der Uni bei.

Natürlich muss jeder selber wissen, wie wichtig einem Forschung ist, aber die meisten Professoren wurden während Ihrer Karriere darauf getrimmt, als Forscher erfolgreich zu sein.
Hinsichtlich Freizeit bedeutet es, dass ich zwar totale Freiheit habe wann und wie viel ich arbeite (außer Lehre, die ich erbringen muss). Gleichzeitig aber immer unter Druck stehe meine Forschung voranzutreiben. Das bedeutet ich arbeite eigentlich immer. Gerade im Sommer stehen viele Konferenzen an, bei denen man seine Forschung positioniert. Zudem hat man während der vorlesungsfreien Zeit endlich Zeit sich Vollzeit um die Forschungsprojekte zu kümmern. Wem Lehre nicht vollkommen egal ist, der strickt noch seine Veranstaltungen um, denn gerade in den Sozialwissenschaften verändert sich ständig etwas und seien es nur aktuellere Beispiele.

Wer also viel Freizeit will, dem würde ich eine wissenschaftliche Karriere nicht empfehlen. Gerade der Weg zum Professor ist mit sehr viel Aufwand, befristeten Verträgen und geringem Verdienst verbunden und nur die wenigsten schaffen es zum Professor.

Wer aber echtes Interesse hat ein Thema tiefgreifend zu beraten und zu erforschen, für den gibt es nichts besseres als Tag und Nacht daran zu arbeiten.

antworten
WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

Naja, ob das in deinem Fall mit einer Professur was wird?
Das Thema ist FH Prof, Arbeitszeiten und Arbeit. Nicht Uni.

Das Leben eines FH Prof, der nur einen Lehrauftrag hat und somit mehr SWS Vorlesungen halten muss, unterscheidet sich massiv von dem eines Uni Professors, der neben dem Lehrauftrag auch noch einen Forschungsauftrag hat.
Deshalb stellen Uni prof selten bis nie die Klausur, korrigieren diese nicht selbst und auch viele Vorlesungen geben die an ihre Doktoranden ab.
Ein FH Prof kann forschen wenn er will, aber seine Hauptaufgabe ist die (praxisorietierte) Lehre.

WiWi Gast schrieb am 25.06.2020:

Hallo zusammen,

Ich bin Wissenschaftler (noch nicht Professor) an einer Uni. Der dargestellte Alltag insb. die Fragen nach der vielen Freizeit spielen aus meiner Sicht gar keine Rolle. Die Lehre, also das, was Studenten am Professorendasein mitbekommen, ist für die meisten in der Wissenschaft nur der unwichtigste Teil der Arbeit. Viele würde auch sagen: ein notwendiges Übel. Was einen in seiner Karriere und Anerkennung innerhalb der Community bringt ist die Forschung. Das ist auch der Hauptgrund, warum man in die Wissenschaft geht.

Ich verbringe damit ca. 80% meiner Zeit, denn nur bei relevanter Forschung kann man in Top Journals veröffentlichen, nur bei relevanten Veröffentlichungen wird man Professor bzw. wenn man schon Professor ist, bleibt man relevant. Zudem ermöglicht einem die Forschung das Einholen von Drittmitteln, wodurch man sich bessere Unterstützung, mehr Doktorandin etc leisten kann, trägt entsprechend zur Relevanz und zum Standing an der Uni bei.

Natürlich muss jeder selber wissen, wie wichtig einem Forschung ist, aber die meisten Professoren wurden während Ihrer Karriere darauf getrimmt, als Forscher erfolgreich zu sein.
Hinsichtlich Freizeit bedeutet es, dass ich zwar totale Freiheit habe wann und wie viel ich arbeite (außer Lehre, die ich erbringen muss). Gleichzeitig aber immer unter Druck stehe meine Forschung voranzutreiben. Das bedeutet ich arbeite eigentlich immer. Gerade im Sommer stehen viele Konferenzen an, bei denen man seine Forschung positioniert. Zudem hat man während der vorlesungsfreien Zeit endlich Zeit sich Vollzeit um die Forschungsprojekte zu kümmern. Wem Lehre nicht vollkommen egal ist, der strickt noch seine Veranstaltungen um, denn gerade in den Sozialwissenschaften verändert sich ständig etwas und seien es nur aktuellere Beispiele.

Wer also viel Freizeit will, dem würde ich eine wissenschaftliche Karriere nicht empfehlen. Gerade der Weg zum Professor ist mit sehr viel Aufwand, befristeten Verträgen und geringem Verdienst verbunden und nur die wenigsten schaffen es zum Professor.

Wer aber echtes Interesse hat ein Thema tiefgreifend zu beraten und zu erforschen, für den gibt es nichts besseres als Tag und Nacht daran zu arbeiten.

antworten
WiWi Gast

Re: Arbeitszeiten und Arbeit eines FH-Professors?

Hallo erstmal,
Ich bin eben auf diesen Thread gestossen und fand die Ausführungen sehr interessant. Ich selbst bin seit März diesen Jahres (2020) endlich als Professor an einer FH in BW gelandet. Ich habe davor erst an einer Uni studiert, dann (fünf Jahre später) promoviert. Ich hatte mehrere Stipendien von hoch angesehenen Organisationen und dadurch auch zwei als Jahre PostDoc im Ausland verbracht.

Zwischenzeitlich war ich sogar schon einmal Beamter auf Zeit, bevor ich die Unsicherheit und das mittelmäßige (nicht schlechte!) Gehalt zum Anlass nahm, in die Großindustrie zu wechseln. Dort überlebte ich fünf Jahre und verstehe inzwischen, weshalb verkopfte Akademiker echte Anpassungsschwierigkeiten haben.. Die Hinweise auf "keinen Chef" und "absolute Freiheit" bezgl. FH-Professur kann ich zu 100% unterschreiben. Wer den Funken Faszination für Wissenschaft in sich trägt, was man während des Studiums irgendwann einfach weiß, der sei ermuntert, den steinigen Weg der Akademia zu gehen - obwohl auf einen frisch gebackenen Doktor (Stichwort Promotion) statistisch betrachtet nur 1/5 Professorenstelle warten.

Fazit (ok, klingt vielleicht blod, aber trotzdem): (FH-)Prof wird man aus Berufung, dann hält man es auch durch und genießt es.

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Bewerbungsabsage für Professorenstelle: Bestgeeigneter Bewerber kann allenfalls Schadensersatz verlangen

Leerer Hörsaal mit Sprechblasen

War das Auswahlverfahren fehlerhaft können Bewerber Schadensersatz nach einer Ablehnung erhalten. Dafür muss der Bewerber niederlegen, dass er der bestgeeignete Bewerber war. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat im Fall einer zu vergebenen Professorenstelle gegen den Kläger entschieden.

Statistik: Habilitationen in den Wirtschaftswissenschaften

Blick in einen Hörsaal der Universität Münster.

In den Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften ist die Zahl der Habilitationen im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr in Deutschland um 2,1 Prozent auf 143 Habilitationen gestiegen. Der Anteil der Frauen an den Habilitationen sank in den Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften dagegen im letzten Jahr um fast 2 Prozent.

Institut für Weltwirtschaft baut wirtschaftswissenschaftliche Forschungskooperationen aus

Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) und die Universität Kiel erforschen in den kommenden vier Jahren gemeinsam die Globalisierung. Dazu wurde ein WissenschaftsCampus zur Globalisierung mit acht Professoren, einem PostDoc, acht Doktoranden und Forschungsgeldern von 2,2 Millionen Euro eingerichtet. Untersucht werden neben weltwirtschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Fragestelllungen auch ethische Aspekte der Globalisierung. Auch mit der Universität Hamburg wird das IfW über eine Gemeinschaftsprofessur in der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung zukünftig enger zusammenarbeiten, wie IfW-Präsident Snower mitteilt.

Karriereschub für Postdoc-Ökonominnen und Ökonomen mit Berliner BERA-Programm

Schrank mit Schubladen

Sieben Berliner Institute für Wirtschaftsforschung starten mit Unterstützung der Leibniz-Gemeinschaft ein Nachwuchsprogramm für promovierte Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Wirtschaftswissenschaftler. Das neue Berlin Economics Research Associates-Programm – kurz: BERA, wird die Karrieren von 60 bis 80 Ökonominnen und Ökonomen an sieben wissenschaftlichen Einrichtungen fördern. Zudem soll der Standort Berlin im Bereich der Volkswirtschaftslehre auch für internationalen Nachwuchs noch attraktiver werden.

Wissenschaftskarriere: Rechtsgrundlage für klare Karrierewege geschaffen

Eine aufsteigende Treppe mit einem Pfeil in weiss nach oben zeigend.

Bessere Berufsperspektiven für Doktoranden, wissenschaftlichen Mitarbeitern und Post-Docs sind mit dem neuen Wissenschaftszeitvertragsgesetz in Sicht. Weniger Befristungen und verlässlichere, planbare Karrierewege verspricht die Bundesregierung für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Damit sollen sich zukünftig mehr junge Forscherinnen und Forscher für eine akademische Karriere entscheiden. Eine Milliarde Euro in zehn Jahren will der Bund zudem für zusätzliche Tenure-Track-Professuren ausgeben.

Sascha Steffen übernimmt Professur für Finanzmärkte an der Universität Mannheim

Sascha-Steffen BWL-Professur-Finanzmärkte Uni-Mannheim

Professor Dr. Sascha Steffen übernimmt die Professur für Finanzmärkte in der Area Finance der Fakultät für Betriebswirtschaftslehre der Universität Mannheim. Die Professur ist zudem mit der Leitung des ZEW-Forschungsbereiches „Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement“ verbunden.

Professor des Jahres 2015 in den Wirtschaftswissenschaften ist Olaf Arlinghaus

Professor-des-Jahres-2015 WiWi Olaf-Arlinghaus

Olaf Arlinghaus ist Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre am Fachbereich Wirtschaft der Fachhochschule Münster und sicherte sich den Titel „Professor des Jahres 2015“ in der Kategorie Wirtschaftswissenschaften/Jura. Der Unicum-Wettbewerb „Professor des Jahres 2015“ zeichnet Hochschullehrer aus, die ihre Studierenden bereits im Studium perfekt auf den Beruf vorbereiten.

Gossen-Preis 2015 geht an Ökonomie-Professor Uwe Sunde

VWL-Professor Uwe Sunde, Leiter des Seminars für Bevölkerungsökonomie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, bekommt den renommierten Gossen-Preis 2015. Der mit 10.000 Euro dotierte Gossen-Preis des Vereins für Socialpolitik wird jährlich einer Wirtschaftswissenschaftlerin oder einem Wirtschaftswissenschaftler aus dem deutschen Sprachraum verliehen, die oder der mit seinen Arbeiten internationales Ansehen gewonnen hat.

Bessere Karrierechancen für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Die Bundesregierung verbessert die Bedingungen für junge Forscher und Wissenschaftler in Deutschland. Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf verabschiedet, der besser planbare und verlässlichere Karrierewege für den wissenschaftlichen Nachwuchs schafft. Damit sollen unsachgemäße Kurzbefristungen im Wissenschaftsbetrieb künftig unterbunden werden.

Sportökonom Prof. Dr. Sebastian Kaiser wechsel zur Hochschule Heilbronn

Ein Ruderer auf einem See mit einem türkisem Tshirt.

Der Studiengang Betriebswirtschaft und Kultur-, Freizeit,- Sportmanagement erhält zum Start des Sommersemesters 2015 Verstärkung. Der Sportökonom Prof. Dr. Sebastian Kaiser unterstützt die Lehre und Forschung am Campus Künzelsau – Reinhold-Würth-Hochschule der Hochschule Heilbronn.

juniorprofessur.org - Förderverein Juniorprofessur

förderverein juniorprofessur

Der Förderverein Juniorprofessur ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Juniorprofessoren. Er versteht sich als Kommunikationsplattform für seine Mitglieder und dient der Netzwerkbildung, dem Informationsaustausch, sowie der öffentlichen Interessenvertretung.

AcademiaNet - Datenbank für Fachprofile exzellenter Wissenschaftlerinnen

AcademiaNet-Datenbank Fachprofile Wissenschaftlerinnen

Wer auf der Suche nach einer ausgewiesenen Wissenschaftlerin ist – sei es, um eine Führungsposition zu besetzen oder eine Referentin für die nächste Konferenz zu gewinnen –, hat mit dem Portal AcademiaNet eine zentrale Anlaufstelle im Internet.

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