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Staatlich geförderte und bezahlbare Studentenwohnungen sind rar

Weniger als zehn Prozent aller Studierenden können einen Wohnheimplatz bekommen. Insgesamt stehen Studenten in Deutschland 189.500 Wohnheimplätze zur Verfügung. Im Vergleich zu den Studienplätzen, die um 48 Prozent seit 2008 gestiegen sind, erhöhte sich die Anzahl staatlich geförderter Wohnheimplätze nur um fünf Prozent. Das teilt aktuell das Deutsche Studentenwerk mit.

Staatlich geförderte und bezahlbare Studentenwohnungen sind rar
Berlin, 23.05.2016 (dsw) – Das Deutsche Studentenwerk betont seine Expertise der Studentenwerke für bezahlbares und studiengerechtes Wohnen: 189.500 Wohnheimplätze bundesweit, durchschnittliche Monatsmiete 234 Euro warm. 40 Prozent der Wohnheimbewohner und Wohnheimbewohnerinnen haben weniger als 675 Euro im Monat zur Verfügung.

Die 58 Studentenwerke in Deutschland sind mit ihren mehr als 1.000 Wohnheimen bundesweit die Experten für preisgünstiges und studiengerechtes Wohnen. Das teilt das Deutsche Studentenwerk mit, der Verband der Studentenwerke, zum Auftakt seiner diesjährigen Wohnheimtagung in Nürnberg. Beim Studentenwerk Erlangen-Nürnberg treffen sich am 18. und 19. Mai 2016 rund 140 Expertinnen und Experten aus den Wohnheimverwaltungen der Studentenwerke.

Nach DSW-Angaben bieten die 58 Studentenwerke bundesweit rund 189.500 Wohnheimplätze für Studierende an. Mehr als 80 Prozent von ihnen sind möbliert; die Wohnfläche beträgt zwischen 18 und 25 Quadratmetern. Im Durchschnitt beträgt die monatliche Warmmiete, einschließlich Internetanschluss und aller Nebenkosten, 234 Euro.

„Das Wohnheim des Studentenwerks ist für Studierende mit Abstand die preisgünstigste Wohnform außerhalb des Elternhauses“, sagt Achim Meyer auf der Heyde, der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks.

Ein Viertel der Studierenden insgesamt und 40 Prozent der Wohnheimbewohner/innen haben weniger als 675 Euro im Monat zur Verfügung.

„Dies unterstreicht die Notwendigkeit eines preisgünstigen und bezahlbaren Wohnangebots für Studierende, und dies ist eine Stärke der Studentenwerke“, erklärt Meyer auf der Heyde. „Studiengerechtes Wohnen zu bieten, ist eine andere Stärke der Studentenwerke“, so Meyer auf der Heyde weiter.

Die Wohnheime der Studentenwerke sind überwiegend hochschulnah und auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Studierenden ausgerichtet. So finden sich neben Einzelapartments Wohnungen für WGs, Doppelapartments oder Familienwohnungen. Der Anteil ausländischer Studierender beträgt je nach Standort zwischen 14 und 65 Prozent. Die sozial-akademische Integration der ausländischen Studierenden fördern die Studentenwerke mit ihren studentischen Wohnheimtutorinnen und -tutoren.

Der Ausbau der Wohnheim-Kapazitäten kann mit dem Ausbau der Studienplatz-Kapazitäten nicht mithalten, beklagt das DSW: Während die Zahl der staatlich geförderten Studienplätze seit dem Jahr 2008 um 42 Prozent gestiegen ist, erhöhte sich die Zahl der staatlich geförderten Wohnheimplätze seitdem nur um Prozent. Derzeit stehen für weniger als zehn Prozent der Studierenden Wohnheimplätze zur Verfügung.

Im Forum zu Studentenwohnheim

5 Kommentare

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