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Deutsche beim Thema Geldanlage und Finanzen verunsichert

Mehr als zwei Drittel der Bundesbürger misst Kenntnissen zu „Geldanlagen und Finanzen“ eine hohe Bedeutung bei, doch nur jeder Zweite stuft sich selbst als gut informiert ein. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsunternehmens Forsa im Auftrag der Börse Stuttgart.

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Deutsche beim Thema Geldanlage und Finanzen verunsichert
Stuttgart, 14.11.2011 (bs) - Mehr als zwei Drittel der Bundesbürger misst Kenntnissen zu „Geldanlagen und Finanzen“ eine hohe Bedeutung bei, doch nur jeder Zweite stuft sich selbst als gut informiert ein. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsunternehmens Forsa im Auftrag der Börse Stuttgart. 84 Prozent der Befragten gaben an, dass sich jeder mit dem Thema „Geldanlagen und Finanzwissen“ gut auskennen müsse. Auffällig ist, dass sich dabei 52 Prozent der Deutschen für eher weniger bis überhaupt nicht gut informiert fühlen. Wie die Studie ergab, würde es die deutliche Mehrheit der Bürger begrüßen, wenn es in allen Schulen ein Unterrichtsfach gäbe, in dem den Schülern Finanzwissen vermittelt wird. Nach den Ergebnissen der Forsa-Umfrage befürworten dies 73 Prozent der Befragten.

Bildung ist der beste Anlegerschutz
“Viele private Anleger sind nicht erst seit den jüngsten Börsenturbulenzen unsicher, worauf sie beim Thema Geldanlage vertrauen können”, sagt Christoph Lammersdorf, Vorsitzender der Geschäftsführung der Börse Stuttgart Holding GmbH. Die Unsicherheit führt Lammersdorf vor allem auf mangelnde Information zurück. Das bestätigen auch die Umfrageergebnisse. Mit 82 Prozent findet die Mehrheit der Befragten das Thema Geldanlagen zu komplex. Nur etwa 18 Prozent der Bürger gaben an, über Geldanlagethemen gut informiert zu sein. Die Ergebnisse zeigen, dass die überwiegende Mehrheit der Befragten das Thema als so schwierig einstuft, dass man als Kunde kaum noch beurteilen kann, was gut und was schlecht ist. “Bildung ist immer noch der beste Anlegerschutz“, so Lammersdorf. Der Börsen-Chef empfiehlt Anlegern, sich sorgfältig zu informieren und mit Finanzthemen vertraut zu machen. „Die deutschen Privatanleger müssen sich intensiver mit ihren Geldanlagen beschäftigen, um zu lernen, was beim Vermögensaufbau und bei der Altersvorsorge zu beachten ist“, sagt Lammersdorf.

Bücher und Fachzeitschriften liegen vorn
Als Informationsquelle zu „Geldanlage und Finanzen“ liegen Bücher und Fachzeitschriften ganz vorn: 65 Prozent der Bürger meinen, dass dies besonders geeignete Quellen sind, um sich über das Thema “Finanzen und Wertpapiere” zu informieren. Bemerkenswert ist, dass Banken, unabhängige Finanzberater ebenso wie Versicherungen oder Fondsgesellschaften das Vertrauen von immerhin 52 Prozent der Deutschen genießen. Insbesondere die Altersgruppe der 18- bis 29-jährigen hält Banken und Versicherungen für eine vertrauenswürdige Informationsquelle: Über zwei Drittel (72 Prozent) der jüngeren Bundesbürger hält sie für besonders gut geeignet, allgemeines Wissen zum Thema “Geldanlage und Finanzen” zu vermitteln. Aber auch neutrale Handelsplätze wie Börsen werden von jedem Dritten als gute Informationsquelle genannt. Christoph Lammersdorf sieht durch die Umfrageergebnisse die Bemühungen der Börse Stuttgart um Anlegerbildung bestätigt: “Es besteht bei den Bürgern offensichtlich noch Nachholbedarf, deshalb wird die Schulung der Anleger in Finanzthemen eines unserer zentralen Anliegen als öffentlich-rechtlicher Handelsplatz bleiben”, so Lammersdorf. Die Börse Stuttgart stellt ein umfangreiches Informationsangebot auf ihren Internetseiten zur Verfügung, bietet Bildungsveranstaltungen an und unterstützt Bildungsträger.

 

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