DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Consulting-Trends & NewsStrategie

Erfolgreiche Unternehmensberatungen übertrumpfen ihre Wettbewerber deutlich

Erfolgreiche Unternehmensberatungen übertrumpfen ihre Wettbewerber bei wichtigen Kennzahlen deutlich und liegt bei der Umsatzrendite durchschnittlich um das Dreifache höher als ihre Wettbewerber. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Key Performance Indicators (KPIs) in der Unternehmensberatung“, des Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU).

Der Oberkörper eines Managers mit blauem Anzug und gepunkteter Krawatte.

Erfolgreiche Unternehmensberatungen übertrumpfen ihre Wettbewerber deutlich
Bonn, 27.01.2015 (bdu) – Erfolgreiche Unternehmensberatungen übertrumpfen ihre Wettbewerber bei wichtigen Kennzahlen deutlich und verschaffen sich so erhebliche Wettbewerbsvorteile in einem umkämpften Marktgeschehen. Zum Beispiel erzielen die besonders erfolgreichen Marktteilnehmer – über alle Größenklassen gesehen – eine im Durchschnitt dreifach höhere Umsatzrendite. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Key Performance Indicators (KPIs) in der Unternehmensberatung“, die der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) heute veröffentlicht hat. Der Branchenverband untersucht hierin 26 relevante Kennzahlen und vergleicht diese nach unterschiedlichen Größenklassen. Unternehmensberatungen erhalten durch den Abgleich der Informationen – zum Beispiel zu Umsätzen, Gehältern oder Ausgaben – die Möglichkeit, die eigene Leistungsfähigkeit realistisch einzuordnen und gezielte Optimierungen vorzunehmen.



Die Studienergebnisse machen weiterhin deutlich, dass die Anzahl der durchschnittlich pro Woche fakturierten Tage eines Partners mit zunehmendem Umsatz sinkt. Das heißt, die Aufgaben auf der Leitungsebene verändern sich merklich: Partner in größeren Beratungsunternehmen verbringen im Durchschnitt rund 50 Prozent ihrer Zeit in Beratungsprojekten, 25 Prozent mit Vertriebsaufgaben, 15 Prozent mit internen Organisationsfragen und vier Prozent mit der Rekrutierung neuer Mitarbeiter für das eigene Beratungsunternehmen. Partner in kleineren Beratungsunternehmen verbringen hingegen 75 Prozent ihrer Zeit in Beratungsprojekten, neun Prozent mit Vertriebsaufgaben und vier Prozent mit der unternehmensinternen Organisation. Parallel fakturieren große Consultingfirmen zum Beispiel auf der Analystenebene doppelt so viele Tage wie kleinere Unternehmensberatungen. Auch die Anzahl der fakturierten Tage auf der Hierarchieebene „Consultant“ nimmt mit steigender Unternehmensgröße zu.

Und: Bei knapp 60 Prozent der großen Unternehmensberatungen machen Projekte der Größenordnung `50.000 Euro bis 250.000 Euro` den weitaus überwiegenden Teil des Unternehmensumsatzes aus. In allen anderen Größenklassen erzielen durchschnittlich jeweils mehr als die Hälfte der Consultingunternehmen ihren Umsatz mit Projekten mit einem Volumen von bis 50.000 Euro. Bei den kleineren Marktteilnehmern sind es sogar rund 86 Prozent. BDU-Präsident Hans-Werner Wurzel: „Der Wettbewerb in der Unternehmensberatungsbranche nimmt immer weiter zu. Die vorliegenden Studienergebnisse geben unterteilt nach insgesamt fünf Größenklassen wertvolle Hinweise, wo gezielte Verbesserungen möglich sind.“
 

Hintergrund BDU-KPI-Studie
Auf rund 80 Seiten untersucht die BDU-Studie „Key Performance Indicators (KPIs) in der Unternehmensberatung 2013/2014“ knapp 40 betriebswirtschaftliche unternehmens- und mitarbeiterbezogene, erfolgsrelevante Leistungskennzahlen (KPIs) aus den Bereichen Unternehmensrentabilität, Unternehmensfinanzen, Vertrieb und Marketing, Mitarbeiterstruktur, Mitarbeiterproduktivität, Mitarbeiterrekrutierung sowie Mitarbeiterentwicklung. Hierfür hat der BDU im Zeitraum August bis Oktober 2014 Marktteilnehmer aus der gesamten Unternehmensberatungsbranche befragt. 105 Consultingfirmen haben an der Untersuchung teilgenommen. Die erhobenen Daten beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2013, die Auswertung erfolgte nach fünf verschiedenen Umsatzklassen (€ 5 Mio. bis € 75 Mio., € 2,5 Mio. bis € 5 Mio., € 1 Mio. bis € 2,5 Mio., € 400.000 bis € 1 Mio. sowie € 250.000 bis € 400.000 Jahresumsatz).

Die Studie kann zum Preis von 745 Euro zzgl. MwSt. (Print- und elektronische Version) für Nicht-Mitglieder und für 245 Euro exklusiv für BDU-Mitglieder (nur elektronische Version) bestellt werden.

Im Forum zu Strategie

7 Kommentare

UB: Prozessoptimierung Strategisches Management

WiWi Gast

Hallo Zusammen, vllt eine etwas spezielle Frage die wohl hauptsächlich Experten beantworten können: Gibt es Unternehmensberatungen die Prozessoptimierung speziell für das strategische Management auf ...

3 Kommentare

Welchen Master machen?

TobiMa

Hallo , ich mache momentan meinen BWL Bachelor an einer recht kleinen FH und bin momentan im 4. Semester. Ich werde wohl vorraussichtlich nächstes Jahr fertig mit dem Bachelor. Da ich auf jeden Fall e ...

1 Kommentare

Treiberbasierte Mehrjahresplanung (Unternehmensplanung)

WiWi Gast

Hallo zusammen! Ich beschäftige mich gerade mit der Unternehmensplanung (Mehrjahresplanung/Budget und Forecasting). Sehr oft wird von der Treiberbasierten Planung gesprochen. Ich hab es so verstand ...

27 Kommentare

Gehaltsverhandlung.Welche Strategie empfehlenswert?

WiWi Gast

Hallo Zusammen, ich weiß nicht, ob diese Plattform die passende für die Beantwortung meiner Frage ist, aber ich probiere es einfach. Ich, Dipl.Ökonom (Uni), 29 JAHRE Alt, arbeite in einem Industrieun ...

16 Kommentare

Zeitabstände und Strategie für Gehaltsverhandlungen

WiWi Gast

Hallo, im Internet stehen viele Ratgeber aber mich interessiert die wahre Praxis. Ich arbeite im Controlling, bin Berufseinsteiger. 1. in welchen Zeitabständen sollte eine Gehaltsverhandlung sattfin ...

7 Kommentare

Bewerbungsstrategie/Gehaltsverhandlung beim sicheren Job

WiWi Gast

Hallo, ich bin ziemlich verwirrt, was ein Kumpel von mir gemacht hat: Er ist Dipl. BWL mit 3 Jahren BE als Controller, Raum Frankfurt. Eingestiegen vor 3 Jahren mit 40k, aktuelles Gehalt ca. 55k. E ...

26 Kommentare

Beim Gehalt bluffen?

WiWi Gast

Kurze Frage: Momentan verdiene ich 50k, mal angenommen ich würde der neuen Firma sagen, dass ich 80k verdiene, obwohl das nicht stimmt. Kann eine neue Firma rausfinden, wieviel man verdient hat? Al ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Strategie

Ein rotes Kleid mit schwarzen Streifen abgesetzt und ein Kleid mit Frauen- und Schriftaufdruck an Schaufensterpuppen.

Online-Strategie: Exzellenz als Erfolgsstrategie für den Modehandel

Die Bedeutung des digitalen Modehandels nimmt stetig zu. Gründe für den Online-Kauf sind bequemes Einkaufen, bessere Verfügbarkeit, größere Auswahl und ein niedrigerer Preis. Im stationären Modegeschäft finden Kunden dagegen leichter die richtige Größe und können die Qualität der Ware besser einschätzen. Mit der Studie „Online.Fashion.Shopping“ hat die Unternehmensberatung A.T. Kearney Erfolgsstrategien für den Modehandel im Internet identifiziert. Modemarken müssen vor allem mit ihren Bestell- und Serviceangeboten überzeugen, um Kunden online zum Einkauf zu bewegen.

Branchenwandel: Top-Manager unterschätzen Einfluss von Online-Plattformen

Die Bedeutung digitaler Plattformen für ihre Branchen ist vielen Top-Managern nicht klar. Rund 60 Prozent der Managern sagt der Begriff "digitale Plattformen" und das Geschäftsmodell Plattform-Ökonomie nichts. Der Digitalverband Bitkom begrüßt dagegen die Plattform-Strategie, die für Unternehmen erheblich ist, um durch die Digitalisierung weltweit Internetnutzer zu generieren. Im B2B-Bereich zeigt sich bereits ein digitaler Wandel beispielsweise im Maschinenbau.

Zahlreiche grüne Lampen bilden ein identisches Muster unter einer Gebäudedecke.

Chefstrategen sollten sich stärker bei der Umsetzung ihrer Strategien engagieren

Eine Studie von Roland Berger zeigt, dass 70 Prozent der Firmen derzeit einen Transformationsprozess durchlaufen. 90 Prozent von ihnen haben eine eigene Strategieabteilung. Finanzdienstleister, Pharma-, Chemie- und Biotechnologiekonzerne sind am besten aufgestellt. Chief Strategy Officers (CSOs) sollten verstärkt bei der Umsetzung ihrer Strategien mitwirken, um einen größeren Erfolg zu erzielen.

Weiteres zum Thema Consulting-Trends & News

Kleidung, Anzug, Uhr,

Unternehmensberater treiben digitalen Wandel voran

Unternehmensberatungen bauen in Deutschland ihre Beratertätigkeit weiteraus, um den digitalen Wandel in Deutschland voranzubringen. Neben erfolgsversprechenden Wachstumsprognosen, können sich auch Nachwuchskräfte freuen: Drei von vier der großen Unternehmensberatungen planen, im laufenden Jahr 2017 zusätzliche Senior- und Junior-Consultants einzustellen. Dies sind zentrale Ergebnisse der Marktstudie „Facts & Figures zum Beratermarkt 2016/2017“ des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU).

Big-Data Data-Analytics Unternehmensberater

Consulting-Barometer: Beratung boomt durch Big Data und Data Analytics

Big Data und Data Analytics sehen 91 Prozent als Chance für ihre Branche. Damit wird das klassische Karrieremodell zum Auslaufmodell. Dafür sind Berater mit ausgeprägten Methodenwissen, C-Level-Tauglichkeit und Branchen-Know-how gefragt. Die strategische Beratung von Datenanalyse wird nach Meinung von 72 Prozent zur Kernaufgabe zukünftiger Unternehmensberater, so ein Ergebnis des 4. Lab Consulting-Barometers.

Beliebtes zum Thema News

Eine Frau mit blonden, langen Haaren hält ein Handy in der Hand.

Arbeitswelt 4.0: Digitalisierung im Job belastet Familienleben und Gesundheit

Die Digitalisierung und permanente Erreichbarkeit für E-Mails und Anrufe per Smartphone belastet die Gesundheit und schadet dem Familienleben. Das Risiko an Burnout zu erkranken steigt und knapp ein Viertel der Beschäftigten fühlen sich durch die Arbeit emotional erschöpft. Dies sind Ergebnisse der Studie „Auswirkungen der Digitalisierung der Arbeit auf die Gesundheit von Beschäftigten“.

Ein Mann mit Kopftaschenlampe sieht sich den Sternenhimmel an.

Digitalstrategen: Chief Digital Officer (CDO) – das Einhorn unter den Top-Managern

Das Berufsbild des Chief Digital Officer (CDO) ist brandneu. Aktuell haben erst lediglich zwei Prozent der großen Unternehmen die Position eines CDO geschaffen. Der digitale Wandel muss jedoch in der Unternehmensspitze verankert werden. Dies ist Aufgabe des Chief Digital Officers, welcher eine Digitalstrategie erarbeiten und die Digitalisierung von Unternehmen und Geschäftsmodellen vorantreiben und gestalten soll.

Industrie 4.0

Industrie 4.0: Weltweite Rekord-Investitionen bis 2020 von 900 Milliarden US-Dollar pro Jahr

Für die Digitalisierung entlang der Wertschöpfungskette wollen branchenbezogene Unternehmen bis 2020 mehr als 900 Milliarden US-Dollar investieren. Von der Industrie 4.0 versprechen sich die Unternehmen signifikante Vorteile bei Kosten, Effizienz und Gewinn; das zeigt die neue globale Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC).

Jahreswirtschaftsbericht 2017 - Bruttoinlandsprodukt wächst um 1,4 Prozent

Nach dem Verzicht auf seine Kanzlerkandidatur stellte Sigmar Gabriel den aktuellen Jahresbericht 2017 vor. Aus dem Bericht mit dem Titel „Für inklusives Wachstum in Deutschland und Europa“ geht hervor, dass das Bundeskabinett eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 1,4 Prozent erwartet. Grund für den Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von 1,7 auf 1,4 Prozent ist die geringere Anzahl von Arbeitstagen.

Drei übereinander gestapelte Pakete von adidas,amazon und outletcity.

Unternehmensranking 2016: Die Top 100 deutschen E-Commerce-Händler

Im Bereich E-Commerce ist Amazon weiterhin der umsatzstärkste Onlinehändler in Deutschland. Mit 7,8 Mrd. Euro Umsatz befindet sich der Internet-Gigant weit vor Otto.de mit 2,3 Mrd. Euro und Zalando.de mit 1 Mrd. Euro Umsatz. Alle Top 100 E-Commerce-Händler erwirtschafteten 2015 zusammen einen Jahrsumsatz von 24,4 Mrd. Euro und eine Umsatzsteigerung von 13 Prozent. Das geht aus der aktuellen EHI-Studie "E-Commerce-Markt Deutschland 2016" hervor.

Ein Mann im grauen Pullover stützt sich auf einer Fensterbank ab und schaut nach draußen.

Beraterhonorare: Tagessätze von Unternehmensberatern gestiegen

Deutsche Unternehmensberater verzeichneten 2015 und 2016 einen Anstieg ihrer Honorare von durchschnittlich 1,3 Prozent. Für 2017 wird von einer ähnlichen Erhöhung der Tagessätze ausgegangen. In der Strategieberatung variiert der Tagessatz für einen Projektleiter der Hierarchiestufe Manager und Senior Manager über alle Größenklassen gesehen von 1.150 bis 2.275 Euro. Vergleichbare Tagessätze in der IT-Beratung liegen zwischen 950 und 1.800 Euro, wie die Studie "Honorare in der Unternehmensberatung 2015/2016" vom Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) zeigt.

Industrie 4.0

Industrie 4.0: Viele deutsche Unternehmen ohne Strategie

Neun von zehn deutschen Unternehmen sehen Industrie 4.0 als Chance. Aber nur jedes fünfte Unternehmen hat eine Strategie und Verantwortlichkeiten für die Industrie 4.0 definiert. 44 Prozent können zudem keine Fortschritte beim Thema verzeichnen. Vorreiter investieren im Schnitt 18 Prozent ihres Forschungs- und Entwicklungsbudgets im Bereich Industrie 4.0, wie eine aktuelle McKinsey-Studie zeigt.

Feedback +/-

Feedback