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Job-Trends: ArbeitsmarktZeitarbeit

Zeitarbeit boomt - Rekordwert von fast 600.000 Zeitarbeitern in 2006

Der Konjunkturaufschwung 2006 hat zu einem neuen Boom in der Zeitarbeit geführt. Am Stichtag 30.06.2006 waren 598.284 Menschen (+ 32%) nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz beschäftigt.

Teure Armbanduhr auf einem Nachtschränkchen.

Zeitarbeit boomt - Rekordwert von fast 600.000 Zeitarbeitern in 2006
Bonn, 24.01.2007 (bza) - Der Konjunkturaufschwung in 2006 hat zu einem neuen Boom in der Zeitarbeit geführt. Am Stichtag 30.06.2006 waren 598.284 Menschen (+ 32%) nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz beschäftigt. Davon waren 516.056 Mitarbeiter bei Zeitarbeitunternehmen unter Vertrag. Das sind 130.703 Mitarbeiter mehr als im Vorjahr (+ 34%). Dies ist das Ergebnis der nun publizierten Daten der Bundesagentur für Arbeit. BZA-Präsident Volker Enkerts führt dieses Wachstum auf den gestiegenen Bedarf der deutschen Wirtschaft nach Flexibilität zurück. »Die Unternehmen haben aus den schwierigen Jahren 2001 bis2003 lernen müssen, ihre Strukturen flexibler zu gestalten, um im nationalen wie auch globalen Wettbewerb bestehen zu können. Deshalb greifen sie heute noch intensiver auf Zeitarbeit zurück als beim letzten Konjunkturaufschwung in den 90er Jahren«, so Enkerts. Derzeit könne der Bedarf in einigen Berufsfeldern, insbesondere bei Ingenieuren und Facharbeitern, bereits nicht mehr befriedigt werden. »Wir stellen jetzt die Tendenz fest, dass wieder zunehmend Mitarbeiter von Einsatzbetrieben übernommen werden oder direkt von uns Personal-Profis vermittelt werden sollen«, stellt Enkerts fest.

Der Anteil an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist im Gesamtmarkt auf 2,3% und in der gewerblichen Zeitarbeit auf knapp 2% gestiegen, wobei sich hier auch der Rückgang der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten insgesamt auswirkt. Der Anteil an den Erwerbstätigen, der im internationalen Vergleich herangezogen wird, ist hingegen in der gewerblichen Zeitarbeit nurauf 1,1% gestiegen, da die Gesamtzahl der Erwerbstätigen in den vergangenen Jahren gestiegen ist.

Der Anteil der vormals Erwerbslosen bei den Neueinstellungen beträgt wie schon seit einigen Jahren knapp 70%. Dabei ist der Anteil der über ein Jahr Arbeitsuchenden zudem von 11,4% (Stichtag: 30.06.05) auf 14,2% gestiegen. Damit hat die Zeitarbeit im vergangenen Jahr auch zunehmend zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit beigetragen. »Zeitarbeit ist ein wesentlicher Integrationsfaktor auf dem deutschen Arbeitsmarkt, denn Zeitarbeit bietet vollwertige Arbeitsplätze, erhöht Beschäftigungschancen und bringt Arbeitsuchende und Arbeitgeberschneller und effektiver zusammen«, so abschließend Volker Enkerts.

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