DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Karriere-TrendsWeiterbildung

Karriere-Marathon: Millennials erwarten lebenslanges Lernen und Arbeiten

Mehr als ein Drittel der Berufstätigen werden im Jahr 2020 Millennials ausmachen. Weil 77 Prozent der Generation Y auch nach dem 65. Lebensjahr glauben noch berufstätig zu sein, erwarten sie von ihren zukünftigen Arbeitgebern mehr als ein attraktives Gehalt: Eine gute Arbeitsatmosphäre, sinnstiftende Arbeit und sicherer Arbeitsplatz sind wichtige Faktoren für Millennials bei der Arbeitgeberwahl. Weiterhin sollen Arbeitgeber Fort- und Weiterbildungen ermöglichen. Das zeigt eine neue Studie der Manpower Group.

Student von hinten beim Lernen.

Karriere-Marathon: Millennials erwarten lebenslanges Lernen und Arbeiten
Eschborn, 09.06.2016 (mpg) – Lebenslanges Arbeiten und lebenslanges Lernen: So sieht die Generation der heute 20- bis 34-Jährigen ihre berufliche Zukunft. Die Unternehmen sollten sich darauf einstellen, denn im Jahr 2020 werden die Millennials, bekannt auch als die Generation Y, weltweit mehr als ein Drittel der berufstätigen Bevölkerung stellen, heißt es in einer aktuellen Studie der Manpower Group. Die Generation Y hat zugleich die Erwartung, dass sie für ihre beruflichen Anstrengungen finanziell gut belohnt wird (92 Prozent), dass ihr Arbeitsplatz sicher ist (87 Prozent) und sie genügend freie Zeit zur Verfügung hat (86 Prozent). Außerdem sind ihnen gute Kollegen (80 Prozent) und flexible Arbeitszeiten wichtig (79 Prozent). Mit dem Eintritt der Generation Y in die Arbeitswelt, haben sich auch die Ansprüche an den Arbeitgeber verändert. Obwohl immer noch wichtig, ist das Gehalt heute nur noch ein Teilaspekt der vielen Faktoren, die im Endeffekt darüber entscheiden, ob ein Unternehmen für junge Talente attraktiv ist, oder nicht.

"Die Generation Y nimmt potentielle Arbeitgeber genau unter die Lupe - sowohl ein gutes Arbeitsklima mit netten Kollegen als auch die gesellschaftliche Sinnhaftigkeit der Arbeit ist ihnen sehr wichtig", so Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der Manpower Group Deutschland.

Berufliche Sicherheit bedeutet für Millennials

Was die Millennials von ihrer Karriere erwarten und wie Arbeitgeber darauf reagieren sollten, analysiert die Manpower Group in ihrer neuen internationalen Studie „Millennials im Karriere-Marathon: So gewinnen Unternehmen weltweit die bald größte Generation“. Die meisten Millennials erwarten, dass sie länger arbeiten werden als die Generationen vor ihnen. Sie verstehen ihre berufliche Laufbahn als flexibel und sind bereit, diese regelmäßig für Fortbildungen zu unterbrechen.

Weltweit rechnen mehr als die Hälfte von ihnen damit, auch über das 65. Lebensjahr hinaus zu arbeiten. 27 Prozent gehen sogar davon aus, auch mit jenseits der 70 noch berufstätig zu sein. In Deutschland erwarten 77 Prozent der Millennials, auch noch nach ihrem 65. Geburtstag zu arbeiten. 19 Prozent glauben, noch nach dem 70. Lebensjahr im Berufsleben zu stehen. In Japan denken sogar 37 Prozent der Befragten, dass sie bis an ihr Lebensende arbeiten werden (in Deutschland 9 Prozent), was kulturelle Unterschiede, auch in der Arbeitswelt, zwischen Ländern deutlich macht.

Millennials planen für die Langstrecke
Die Berufstätigen dieser Generation wollen sich mithilfe ihrer Arbeitsstelle langfristig für den Arbeitsmarkt qualifizieren und attraktiv bleiben. 63 Prozent der deutschen Millennials wünschen sich lebenslanges Lernen und sind auch bereit, ihre Freizeit und eigenes Geld in die Fortbildung zu investieren. Für 74 Prozent der deutschen Millennials ist der Erwerb neuer Fähigkeiten und Qualifikationen ein ausschlaggebendes Argument bei der Wahl eines neuen Arbeitsplatzes. 26 Prozent planen sogar, eine längere Auszeit von ihrer beruflichen Laufbahn für Fortbildung und Weiterqualifikation zu nutzen.

Millennials verändern die Arbeiternehmer-Arbeitgeber Beziehung
Arbeitgeber sollten diese Art der Lernbereitschaft anerkennen und belohnen.

„Die Ergebnisse unserer Studie sowie unsere Erfahrung zeigen uns, dass sich die Welt der Arbeit immer schneller verändert; entsprechend erwarten Millennials, die in dieser Welt aufgewachsen sind, eine vielseitige berufliche Entwicklung mit höherer Flexibilität“, erläutert Brune.

Das betrifft auch das Verhältnis von Arbeitgeber und Arbeitnehmer: Investitionen in Fortbildung sowie das Schaffen der Möglichkeit, das eigene Können und Wissen direkt im Rahmen der beruflichen Tätigkeit weiterzuentwickeln, sei eine sichere Methode, Unternehmen zu attraktiveren Arbeitgebern zu machen.

Im Forum zu Weiterbildung

4 Kommentare

Entwicklungsmöglichkeiten & Weiterbildungsideen

WiWi Gast

Statt (theoretische) Weiterbildungen, wie wäre es mit (praktischen) Praktika? Wie der Vorposter verstehe ich auch nicht, was dein Ziel ist. Dein Werdegang ist auch undurchsichtig. Studierst du dual ...

1 Kommentare

Was und wie lernt ihr?

WiWi Gast

Hey zusammen, da ich gerade Mal wieder ein paar Artikel suche und die nicht finde, hab ich mich gefragt, ob ich der einzige bin, der die irgendwo hortet. Vielleicht könnte ich mir das auch sparen u ...

1 Kommentare

Weiterbildung zum Personalverrechner

WiWi Gast

Ich bin 24 und wechsel jetzt von einer FH auf die Uni auf Wirtschaftsrecht (in Ö volljuristisches Studium). Da ich nun sehr wenige Anwesenheitspflicht habe und mir ein 2. Standbein aufbauen will, möch ...

2 Kommentare

Möglichkeiten nach dem Master

WiWi Gast

Ganz einfach: Immer mehrere Ziele neben dem eigentlichen Job verfolgen. Fremdsprachen lernen ist immer gut. IT-Kenntnisse erweitern auch - aber bei Programmiersprachen eher darauf achten, dass man Spr ...

5 Kommentare

Welche Weiterbildungen für Consulting?

WiWi Gast

Für das Consulting empfehle ich insbesondere Weiterbildungen in den Bereichen (Verkaufs-)Psychologie, Social Skills, Präsentationstechniken, Dialektik. Die Fähigkeit richtig mit anderen Menschen um ...

2 Kommentare

Weiterbildung Projektmanagement Karlsruhe

WiWi Gast

Welche Zertifizierung ist das? IPMA Level D?

2 Kommentare

alfatraining, comcave und IBB

WiWi Gast

Ich hatte kürzlich ein Vorstellungsgespräch bei Comcave College in Frankfurt am Main. Mir wurde im Anschreiben die falsche Adresse übermittelt. Im Anschreiben aus Dortmund (denn alles wird von Dortmun ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Weiterbildung

Cartoon zeigt einen Personaler mit einer Bewerbungsmappe in der Hand auf dem Weg in sein Büro.

Berufliche Fortbildungen steigern Karriere- und Gehaltschancen

Wer Karriere machen will, muss nicht unbedingt studieren. Meister oder Techniker können genauso gut verdienen wie Akademiker. Wichtiger als der Abschluss sind Fachrichtung, Beruf und Branche. Bei kaufmännischen Fortbildungsabsolventen und wirtschaftswissenschaftlichen Akademikern sind die Gehaltsunterschiede beispielsweise gering. Das zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

Weiteres zum Thema Karriere-Trends

Das Bild zeigt passend zur Manpower-Studie "Karriereziele" einen Kompass und das Wort "Karriere"

Karriereziele 2018: Jeder Zweite wünscht sich mehr Gehalt

Aktuell machen die Deutschen ihren Job vorwiegend wegen des Geldes. Mehr Gehalt ist entsprechend der zentrale Karrierewunsch von jedem Zweiten für 2018. Wie wichtig es ist, Kenntnisse rund um die Digitalisierung aufzubauen, haben nur wenige Arbeitnehmer erkannt. 18 Prozent der Deutschen sind karrieremüde und möchten weniger arbeiten. Zu diesen Ergebnissen kommt die Manpower-Studie „Karriereziele 2018“.

Alternative Wege in Lohn und Brot – Teil 1: Branchenkenntnis als Karrierestrategie

Es gibt eine Vielzahl von Strategien, um sich potentiellen Arbeitsgebern zu empfehlen. Gute Noten sind nur eine davon. In jedem Fall gilt: gezielt bewerben!

Karrierestrategie: Cover von "Die heimlichen Spielregeln der Karriere" von Juergen Luerssen.

Die heimlichen Spielregeln der Karriere

Die Karriere wird nur zu zehn Prozent von fachlicher Kompetenz bestimmt. Den Rest prägen andere, nicht-fachliche Faktoren. Wer erfolgreich sein will, muss ein Macher sein. Wie sich die ungeschriebenen Gesetze am Arbeitsplatz für den Erfolg nutzen lassen, verrät Jürgen Lürssen in seinem Buch "Die heimlichen Spielregeln der Karriere".

Das Bild zeigt passend zur Manpower-Studie "Karriereziele" einen Kompass und das Wort "Karriere"

Karriereziele 2016: die Arbeit nach Feierabend im Büro lassen

Mehr Gelassenheit und eine stärkere Abgrenzung zwischen Beruflichem und Privatem sind die Top-Ziele der deutschen Arbeitnehmer für das kommende Jahr 2016. Jeder dritte Deutsche möchte nach Dienstschluss besser abschalten können, 17 Prozent wollen effizienter arbeiten und 15 Prozent sind auf dem Sprung. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Karriereziele 2016“.

Work-Life-Balance: Der Alexanderturm in Berlin mit einer Frau die in ihrer Freizeit joggt.

Arbeitnehmerstudie: Weniger arbeiten, mehr leben

Weniger arbeiten, mehr leben: Die Mehrheit der Arbeitnehmer möchte in der Woche fünf Stunden weniger arbeiten. Die sogenannten „Wissensarbeiter“ haben ganz eigene Ansprüche – sie würden für bessere Arbeitsatmosphäre und Selbstbestimmung sogar auf Gehalt verzichten, zeigt die XING Studie „Kompass Neue Arbeitswelt“.

Vater, Kind,

Karriere hängt von Bildung und Einkommen der Eltern ab

Gleiche Bildungs- und Karrierechancen sind ein heißes Thema. Die Bildung und das Einkommen der Eltern prägen die Persönlichkeitsentwicklung und entscheidende Eigenschaften für die spätere Laufbahn ihrer Kinder. Dazu zählen Zeit- und Risikopräferenzen ebenso wie Altruismus und Intelligenz. Ungeduld, Risikofreude und Egoismus behindern den Bildungserfolg, wie Bonner Ökonomen in einer Studie erneut feststellten.

Gehalt überbewertet: Karriereperspektiven locken Mitarbeiter

Drei viertel der deutschen Personalchefs fürchten, ihre besten Mitarbeiter an die Konkurrenz zu verlieren. Bessere Karriereaussichten sind für 33 Prozent aller Personal-Manager die Hauptmotivation ihrer Mitarbeiter für einen Arbeitsplatzwechsel.

Beliebtes zum Thema Karriere

Führungseigenschaften: Kompass mit Deutschlandfahne und Manager.

Weltspitze: Deutsche Top-Manager am zukunftsfähigsten

Die Mehrheit von Investoren bewertet deutsche Top-Manager als geeignet, die Probleme der Zukunft zu lösen. In keinem anderen Land ist das Vertrauen der Investoren in die Führungskräfte größer. In China dagegen glauben 82 Prozent der Investoren nicht an die Zukunftsfähigkeit der Manager. In den USA bezweifeln dies immerhin 70 Prozent, so das Ergebnis einer Management-Studie der Personalberatung Korn-Ferry.

CFA-Prüfung zum Chartered Financial Analyst

Chartered Financial Analyst: Rekord von über 250.000 CFA-Prüfungen

Die Nachfrage nach der Chartered Financial Analyst (CFA) Qualifikation erreicht im Juni 2019 einen neuen Höchststand. Die Zahl der weltweiten Anmeldungen zu CFA-Prüfungen stieg im Vorjahresvergleich um 11 Prozent, gibt CFA Institute, der führende globale Berufsverband für die Investmentbranche bekannt. Besonders in den Schwellenländern wächst das Interesse an der Weiterbildung für Vermögensverwalter, Portfoliomanager, professionelle Investor und Finanzanalysten.

Drei Absolventenhüte symbolisieren die geplanten neuen Berufsabschlüsse Berufsspezialist, Berufsbachelor und Berufsmaster.

BBiG-Novelle 2020: Berufsbachelor und Berufsmaster gepant

Das Bundesbildungsministerium plant das Berufsbildungsgesetz (BBiG) mit Wirkung zum Jahr 2020 anzupassen. Ziel ist es, dadurch die Berufsausbildung zu stärken. Kern der BBiG-Novelle sind die drei neuen Berufsabschlüsse "Berufsspezialist", "Berufsbachelor" und "Berufsmaster". Die Hochschulrektorenkonferenz warnt vor einer Verwechslungsgefahr mit Hochschulabschlüssen.

Karriere zum DAX-CEO: Eine junger Manager im Anzug läuft eine lange Treppe hoch.

Fast jeder zweite DAX-Chef ist Wirtschaftswissenschaftler

Die Wirtschaftswissenschaftler dominieren das Topmanagement der DAX-Unternehmen. 56 Prozent der Vorstände in MDAX-Unternehmen und 47 Prozent der Vorstände im DAX und SDAX sind Wirtschaftswissenschaftler. Von den CEOs der TecDAX-Unternehmen hat dagegen lediglich jeder dritte Wirtschaftswissenschaften studiert. Jeder fünfte Vorstandschef, der erstmals ein Unternehmen führte, war zuvor Finanzvorstand. Die CEOs waren vorher am häufigsten Unternehmensberater, wie die Lebensläufe von 170 DAX-Vorständen laut dem "Headhunter" Korn Ferry zeigen.

Jobzufriedenheit: Eine weibliche Führungskraft lacht beim Telefonieren.

Jobzufriedenheit von Führungskräften am höchsten

Führungskräfte sind häufig sehr glücklich in ihrem Job. 41,7 Prozent der Führungskräfte bezeichnen sich als "sehr zufrieden" mit ihrer Arbeit. Akademikerinnen und Akademiker sind mit 39,5 Prozent generell überdurchschnittlich zufrieden im Job. Jeder dritte Erwerbstätige ist laut Statistischem Bundesamt in Deutschland mit seiner Tätigkeit "sehr zufrieden".

Das Bild zeigt passend zur Manpower-Studie "Karriereziele" einen Kompass und das Wort "Karriere"

Karriereziele 2018: Jeder Zweite wünscht sich mehr Gehalt

Aktuell machen die Deutschen ihren Job vorwiegend wegen des Geldes. Mehr Gehalt ist entsprechend der zentrale Karrierewunsch von jedem Zweiten für 2018. Wie wichtig es ist, Kenntnisse rund um die Digitalisierung aufzubauen, haben nur wenige Arbeitnehmer erkannt. 18 Prozent der Deutschen sind karrieremüde und möchten weniger arbeiten. Zu diesen Ergebnissen kommt die Manpower-Studie „Karriereziele 2018“.

Lernstress: Buchcover "Kein Stress mit dem Stress"

Broschüre: Kein Stress mit dem Stress

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales unterstützt Betriebe im Rahmen des Projekts „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“ mit Informationen und Handlungshilfen. Neu im Angebot ist der Sammelordner „Kein Stress mit dem Stress – Lösungen und Tipps für Führungskräfte und Unternehmen“.