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Vergütungsstudie Österreich: Manager-Grundgehälter steigen deutlich

Die Jahresgrundgehälter von Führungskräften in Österreich betragen durchschnittlich 196.000 Euro (1. Ebene), 113.000 Euro (2. Ebene) und 85.000 Euro (3. Ebene).

Vergütungsstudie Österreich: Manager-Grundgehälter steigen deutlich
Wien, 19.06.2007 (kb) - Die Jahresgrundgehälter von Führungskräften in Österreich betragen durchschnittlich

Die Grundgehaltssteigerungen fallen höher aus als prognostiziert. Im Top-Management beträgt die Steigerung 3,4 statt 3,1 Prozent und im Mittleren Management  3,7 statt vorausgesagter 2,9 Prozent. Dies sind Ergebnisse der Studie »Führungskräfte in Österreich 2007« der Managementberatung Kienbaum, die in der 22. Ausgabe die Gehälter österreichischer Führungskräfte analysiert und aktuelle Trends in der Vergütungspolitik aufzeigt. »Die Vergütung ist  ein elementares Führungs- und Motivationsinstrument. Empirisch fundierte Informationen dienen Entscheidungsträgern als Orientierungshilfe für eine gezielte Gehaltspolitik«, so Kienbaum-Geschäftsführer Alexander v. Preen. An der Studie haben sich 356 Unternehmen verschiedener Größenklassen und Branchen beteiligt. Gemeldet wurden 2.821 Positionen der Geschäftsführung sowie der 2. und 3. Ebene der Unternehmen.

Die Struktur des Unternehmens und des Arbeitsmarktes ist eine der stärksten Einflussgrößen der Vergütung. Je höher der Umsatz, desto höher die Bezüge der Führungskräfte. Österreichische Geschäftsführer erhalten in Betrieben mit bis zu 10 Millionen Euro Umsatz ein Gesamtgehalt von durchschnittlich 150.000 Euro, in Betrieben mit mehr als 500 Millionen Euro Umsatz steigt dieses auf durchschnittlich 469.000 Euro. Auch die wirtschaftliche Selbstständigkeit  eines Unternehmens ist bestimmend für die Anforderungen und somit die Gehaltshöhe der Manager. Der gestiegene Kommunikations- und Koordinierungsbedarf des Top-Managements in konzernzugehörigen Unternehmen spiegelt sich in einem erhöhten Gehaltsniveau wider, das in der 1. Ebene um 37 Prozent und in der 2. Ebene um rund 20 Prozent höher liegt als bei unabhängigen Gesellschaften.

Variable Vergütungen sind auf allen Ebenen des österreichischen Managements zu finden. Bei den Zusatzleistungen für Geschäftsführer und Führungskräften der 2. und 3. Ebene ist insbesondere der Anteil der Firmenwagen weiter angestiegen. Im Top-Management von 93 auf 94 Prozent, auf der 2. Ebene von 64 auf 80 Prozent und auf der 3. Ebene von 39 auf 45 Prozent. Immer stärker wird die Vergütung von Führungskräften an langfristige Anreizsysteme gekoppelt. Unternehmen beteiligen 34 Prozent der Geschäftsführung und rund 16 Prozent des Managements direkt am langfristigen Unternehmenserfolg.  »Eine Steigerung des relativen variablen Gehaltsanteils an den Gesamt-bezügen erhöht die Identifizierung der Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen und moti-viert ihren persönlichen Leistungsmaßstab. Deswegen wächst auch für Aktionäre die Bedeutung der variablen Vergütung als Führungs- und Steuerungsinstrument«, sagt v. Preen.

Die Einschätzung österreichischer Unternehmen zur Wirtschaftslage ist äußerst positiv. 61 Prozent bezeichnen ihre Ertragslage als überdurchschnittlich, 35 Prozent als durchschnittlich und nur 4 Prozent als unterdurchschnittlich. Da Führungskräfte maßgeblich an der Ertragssituation des Unternehmens beteiligt sind, spiegelt sich auch hier die Gehälterentwicklung wider: Die Grundgehälter der Geschäftsführung (1. Ebene) in Unternehmen mit über- bzw. durchschnittlichen Erträgen liegen um etwa 19 Prozent über jenen in Betrieben mit unterdurchschnittlichen Erträgen. Auf der 2. Ebene beträgt die Differenz 23 Prozent, auf der 3. Ebene 28 Prozent.

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