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Frauen nutzen Karrierechancen an Hochschulen

Der Frauenanteil in der Professorenschaft an deutschen Hochschulen stieg von 11 Prozent im Jahr 2000 auf 17 Prozent im Jahr 2008. Zwischen 2000 und 2008 nahm der Frauenanteil bei den Habilitationen um 5 Prozentpunkte auf 23 Prozent und bei den Promotionen um 8 Prozentpunkte auf 42 Prozent zu.

Ein graues Schild mit einem Symbol für eine Damentoilette.

Frauen nutzen Karrierechancen an Hochschulen
Wiesbaden, 16.12.2009 (destatis) - Der Frauenanteil in der Professorenschaft an deutschen Hochschulen stieg von 11 Prozent im Jahr 2000 auf 17 Prozent im Jahr 2008. Peter Weigl, Vizepräsident des Statistischen Bundesamtes (Destatis), erklärte dazu in Berlin auf einer Pressekonferenz zum Thema »Hochschulstandort Deutschland 2009«: »Vergleicht man die Strukturen im Jahr 2008 mit den Strukturen im Jahr 2000, so hat sich der Frauenanteil in den höheren Stufen der akademischen Karriere deutlich erhöht. Dennoch gilt nach wie vor: je höher die Position auf der akademischen Karriereleiter, desto weniger Frauen arbeiten in diesem Bereich.«
 
Zwischen 2000 und 2008 nahm der Frauenanteil bei den Habilitationen um 5 Prozentpunkte auf 23 Prozent und bei den Promotionen um 8 Prozentpunkte auf 42 Prozent zu. Unter den wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeitern an den Hochschulen erhöhte sich der Anteil der weiblichen Beschäftigten in den vergangenen acht Jahren von 30 Prozent auf 38 Prozent. Auch bei den Absolventen hat der Frauenanteil im Jahr 2008 im Vergleich zu 2000 zugenommen und zwar um 6 Prozentpunkte auf 51 Prozent. Bei den Studienberechtigten (53 Prozent) und Studienanfängern (50 Prozent) sind die Frauenanteile seit 2000 auf relativ hohem Niveau annähernd konstant geblieben. 
 
Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes beenden von den Studierenden, die in den Jahren 1997 bis 1999 ihr Studium begannen, jeweils 68 Prozent ihr Studium erfolgreich. Somit hat ein knappes Drittel der Studienanfänger keinen Abschluss erreicht. Frauen weisen mit 70 Prozent eine höhere Erfolgsquote auf als ihre männlichen Kommilitonen mit knapp 67 Prozent. In den Fächergruppen Sprach- und Kulturwissenschaften, Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Ingenieurwissenschaften erreichen Frauen deutlich höhere Erfolgsquoten als Männer. In den Fächergruppen Medizin sowie Mathematik/Naturwissenschaften liegen Frauen und Männer in etwa gleichauf.

Download [PDF, 32 Seiten - 807 KB]
Begleitmaterial »Hochschulstandort Deutschland 2009«

 

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