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ETF-Pool für einmalig 40 000€

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

Hallo zusammen,

ich habe etwas Geld zur Verfügung, das ich aber nur erhalte, wenn ich es jetzt direkt in ETFs investiere. Das Geld sollte weitestgehend sicher investiert und diversifiziert angelegt werden, aber auch eine jährliche Rendite von >5% abwerfen. Zudem sollte keine Auschüttung stattfinden, sondern eine thesaurierende Anlage sein. Leider bin ich zusätzlich noch auf die iShares-Produkte beschränkt, dadurch sind einige Exoten nicht mehr möglich.

Folgenden Pool hatte ich mir vorgestellt:

  • 30% iShares Core MSCI World UCITS ETF
  • 10% iShares Core MSCI EM IMI UCITS ETF
  • 10% iShares NASDAQ 100 UCITS ETF
  • 10% iShares MSCI China A UCITS ETF
  • 7,5% iShares Global Clean Energy UCITS ETF
  • 7,5% iShares Healthcare Innovation UCITS ETF
  • 7,5% iShares Automation & Robotics UCITS ETF
  • 7,5% iShares Digitalisation UCITS ETF
  • 5% iShares MSCI Korea UCITS ETF USD (Acc)
  • 5% iShares S&P 500 Information Technology Sector UCITS ETF

Was haltet ihr von dieser Strategie? Mache ich irgendeinen groben Fehler?

Ich bedanke mich schon im Vorraus für wertvolles Feedback.

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

Sind mir persönlich zu viele Sektorwetten. Würde es einfach halten und 2-3 breite ETFs nehmen. Die ersten beiden ETFs in der Liste reichen da eigentlich schon

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

Schau dir mal die Top Positionen der ETFs an, da gibt es viel Überschneidung.

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

Ich persönlich würde die Anzahl der ETFs noch einmal deutlich reduzieren, ich kann aber auch verstehen, dass du gezielte Branchen- und Länderspekulationen machen möchtest.
Ich würde die 40.000€ wie folgt investieren:

  • 40% iShares MSCI World
  • 25% iShares MSCI EM
  • 15% iShares iShares Developed Markets Property Yield (REIT)
  • 10% iShares Diversified Commodity Swap (Rohstoffe)
  • 10% eine spezielle Wett auf eine Branche oder ein Land (weil du da scheinbar Wert drauf legst)

Die genauen ETF WKN oder ISN kannst du einfach bei justetf nachschauen. Und du solltest bei den ETFs natürlich immer auf die laufenden Kosten (TER) achten.

Du kannst mir gerne mal schreiben, was du von dem Vorschlag hältst. Vielleicht hast du ja auch gute Gründe viele unterschiedliche ETFs (mit einer teilweise ziemlich hohen TER) zu kaufen :)

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

Weiß nicht was du dir von der Stückelung erwartest. Tu es doch einfach in MSCI World und gut ist. Vielleicht noch etwas in EM inkl. China / Europa falls du hier overweight sein willst. Ist mir aber unklar auf welcher Grundlage du "mehr" in EM/China als im Rest der Welt investieren willst.

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

was genau ist denn deine Strategie? Für mich sieht das auf den ersten Blick nach einem wilden Sammelsurium aus. Ich habe mittlerweile >200k€ in ETF und habe genau 3 Stück. World, EM, SC. Mehr braucht man nicht meiner Meinung nach.
Aber vielleicht erzähl mal warum gerade diese ETFs, die meisten überschneiden sich doch enorm untereinander. Und warum sollten genau diese Sektoren (Healthcare, Robotics etc) übergewichtet werden?

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

WiWi Gast schrieb am 21.01.2021:

was genau ist denn deine Strategie? Für mich sieht das auf den ersten Blick nach einem wilden Sammelsurium aus. Ich habe mittlerweile >200k€ in ETF und habe genau 3 Stück. World, EM, SC. Mehr braucht man nicht meiner Meinung nach.
Aber vielleicht erzähl mal warum gerade diese ETFs, die meisten überschneiden sich doch enorm untereinander. Und warum sollten genau diese Sektoren (Healthcare, Robotics etc) übergewichtet werden?

Weil sich der Threadersteller hier das größte Wachstum erhofft? Und das wohl nicht ganz ohne Grund.

Ich mache auch viele Sektorwetten. Wenn’s nicht klappt ist das meine Schuld, damit kann ich leben. Ist gewissermaßen „Spaßkonsum“

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

Meiner Meinung nach zu viele ETFs mit großen Überschneidungen. Wenn du Sektor-Wetten einbauen willst, kannst du das natürlich tun, aber ich würde diese mit nicht mehr als 25% des Gesamtportfolios gewichten. 75% würde ich als Basis-Anlage den MSCI World und MSCI EM empfehlen, die restlichen 25% kannst du dann deine Sektor-Wetten eingehen.

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

Tipps für €5m frei zu investieren?
Asset Klassen Wechsel von Immobilien, weil dort überinvestiert.

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EinStudierender

ETF-Pool für einmalig 40 000€

Kann mich dem oben gesagten nur anschließen. Tatsächlich hab ich zurzeit ein ähnliches Problem. Meine Einschätzung ist, dass eine große Einmalzahlung zurzeit nicht gerade sinnvoll ist, da ich immer noch nicht ganz überzeugt bin, dass die "Krise" jetzt vorbei ist. Sollten die Kurse als nochmals fallen, hättest du eine große Zahlung zum schlechtesten Zeitpunkt (hoher Aktienkurs) getätigt und müsstest erstmal Monate warten, bis du das wieder drin hast.

Daher hab ich mich erstmal für den klassischen Sparplan entschieden, weiß allerdings nicht, ob das in deinem Fall überhaupt geht, habe die Konditionen nicht ganz verstanden.

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

Bin auch ein großer Fan von Themen-ETFs, für mich funktioniert diese Aufteilung ganz gut:

75-80% in die klassischen ETFs (World, EM, und ein Faktor-ETF z.B. Momentum)
20-25% in thematische ETFs (Insgesamt 6 Stück bei mir)

Bei dir würde ich da nochmal deutlich aufräumen, bspw. finde ich Länder ETFs eher sinnlos, außerdem von NASDAQ 100, S&P 500 IT und dem iShares Digitalisation einen oder sogar zwei rauswerfen, die überlappen teilweise schon sehr.

Bei dir ist halt bei der jetzigen Aufteilung bspw. der Global Clean Energy, der nur 30 (!) Unternehmen enthält, genauso hoch gewichtet wie der MSCI Emerging Markets IMI, mit ~3000 Unternehmen, was ich nicht optimal finde. Bin aber auch kein Profi :)

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

Hier der TE.

Vielen Dank erst einmal für die hilfreichen Beiträge.

Nun ein paar Erklärungsansätze:

  1. Mir ist definitv bewusst, dass gerade ein äußerst ungünstiger Zeitpunkt für einen Einstieg an der Börse ist, da meines Erachtens dieses Jahr eine deutliche Korrektur ansteht. Allerdings handelt es sich bei dem Geld um eine Schenkung, die nur unter der Bedingung, dass das gesamte Geld sofort investiert wird, zustande kommt. Somit fällt ein Sparplan als Option weg.

  2. Ich habe von ETFs kaum eine Ahnung, ich investiere normal nur in Aktien. Deshalb habe ich mir hauptsächlich die Performance YTD, sowie der letzten drei und fünf Jahre angesehen. Ich weiß, dass bisherige Performance keinesfalls mit zukünftiger Performance zu vergleichen ist, jedoch habe ich hier einen kleinen Anhaltspunkt. Deshalb hatte ich auch an einige Sektorwetten (Global Clean Energy, Healthcare) gedacht, auch die Schwerpunkte auf China bzw. Korea und auf die USA stammen davon. Auch die Branchen wetten auf Automation & Robotics, sowie Digitalisation haben hier ihren Ursprung. Zudem habe ich in diesen Sektoren sehr positive Tradingerfahrung gemacht.

  3. Die laufenden Kosten liegen - soweit ich es richtig gesehen habe - größtenteils bei 0,2% - 0,4%. Das ich sonst keinerlei Handelskosten oder Spreads habe, ist das für mich einigermaßen vertretbar.

  4. Die vielen Überschneidungen waren mir teilweise besusst (Nasdaq 100, S&P 500 Information Technology Sector bspw.), jedoch nicht in diesem Ausmaß.

  5. Durch Corona wird sich meiner Meinung nach die weltweite Machtverteilug weiter zugunsten von China und dem asiatischen Raum entwickeln - primär durch eine "bessere" Pandemiebekämpfung. Somit wird dort ein höheres Wachstum möglich sein, als beispielsweise hierzulande.

  6. Vielen Dank an den Poster, der die ETFs auf REIT und Rohstoffe vorgeschlagen hatte, dies werde ich mir mal genauer anschauen. Ebenfalls bedanke ich mich für den 75/25 Vorschlag eines anderen Posters.
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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

Ich finde man sollte es einfach so machen wie man sich es vorstellt.

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

WiWi Gast schrieb am 21.01.2021:

Sind mir persönlich zu viele Sektorwetten. Würde es einfach halten und 2-3 breite ETFs nehmen. Die ersten beiden ETFs in der Liste reichen da eigentlich schon

Von ein paar Überschneidungen wusste ich, jedoch nicht, dass ess so viele sind. Ich werde die Liste noch definitiv kürzen.

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

WiWi Gast schrieb am 21.01.2021:

Ich persönlich würde die Anzahl der ETFs noch einmal deutlich reduzieren, ich kann aber auch verstehen, dass du gezielte Branchen- und Länderspekulationen machen möchtest.
Ich würde die 40.000€ wie folgt investieren:

  • 40% iShares MSCI World
  • 25% iShares MSCI EM
  • 15% iShares iShares Developed Markets Property Yield (REIT)
  • 10% iShares Diversified Commodity Swap (Rohstoffe)
  • 10% eine spezielle Wett auf eine Branche oder ein Land (weil du da scheinbar Wert drauf legst)

Die genauen ETF WKN oder ISN kannst du einfach bei justetf nachschauen. Und du solltest bei den ETFs natürlich immer auf die laufenden Kosten (TER) achten.

Du kannst mir gerne mal schreiben, was du von dem Vorschlag hältst. Vielleicht hast du ja auch gute Gründe viele unterschiedliche ETFs (mit einer teilweise ziemlich hohen TER) zu kaufen :)

Vielen Dank für die genaue Beschreibung.
Da ich sonst nur Aktien handele und zudem keinerlei Handelsgebühren oder Spreads bei ETFs habe, kam mir eine Gesamtkostenquote von bis zu 0,5% p.A. nicht besonders hoch vor.

Die Begründung für die einzelnen, vielen ETFs liegt simpel darin, dass ich geschaut habe, was YTD, in den letzten 3 und 5 Jahren gut performt hat. Dennoch weiß ich auch, dass das absolut keine Garantie für zukünftige Entwicklungen ist.

Zudem glaube ich, dass durch die "bessere" Pandemiebekämpfung im asiatischen Raum dort eine höhere Rendite, als besispielsweise in Europa zu erzielen ist. Außerdem ist der Markt dort nicht gesättigt.
Letzendlich habe ic hnoch Branchen ausgesucht, die mir (relativ) zukunftsträchtig erscheinen.

Die ETFs mit REIT und Rohstoffen werde ich mir mal anschauen.

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 21.01.2021:

Weiß nicht was du dir von der Stückelung erwartest. Tu es doch einfach in MSCI World und gut ist. Vielleicht noch etwas in EM inkl. China / Europa falls du hier overweight sein willst. Ist mir aber unklar auf welcher Grundlage du "mehr" in EM/China als im Rest der Welt investieren willst.

Die Erwartung wäre eine höhere Diversifikation und vielleicht eine höhere Rendite gewesen.
AUfgrund zweiterem sind China und USA stark overweight.

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

Halte ich überhaupt nicht für sinnvoll.
Für das Geld kannst du dir ein Aktienportfolio aufbauen und brauchst nicht in kostenbehaftete ETFs investieren. Erst recht nicht in so viele auf einmal. Normalerweise nimmt man nen MSCI ACWI und gut ist es. Du baust dir sinnloserweise selbst so ne Art Dachfonds auf.

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

Nur in den MSCI World zu investieren wäre Schwachsinn, weil die ganzen Emerging Markets fehlen. Die zu ignorieren ist grob fahrlässig.

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

Ob du Sektorenwetten machen willst oder nicht musst du wissen. Wenn würde ich es wie schon geschrieben nicht mit so hohem Anteil machen.
Und nicht mit so vielen verschiedenen. Da ist so viel Überlappung drin, dass das keinen Sinn mehr macht außer die Orderkosten hoch zu treiben.

Zum Einstieg: Wenn es geht nicht alles auf einmal, besser auf ein Jahr verteilen, in der aktuellen Lage vielleicht sogar besser auf zwei. Ob du das über einen Sparplan machst oder lieber regelmäßig händisch kaufst ist der persönlichen Vorliebe überlassen.

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

WiWi Gast schrieb am 21.01.2021:

Ob du Sektorenwetten machen willst oder nicht musst du wissen. Wenn würde ich es wie schon geschrieben nicht mit so hohem Anteil machen.
Und nicht mit so vielen verschiedenen. Da ist so viel Überlappung drin, dass das keinen Sinn mehr macht außer die Orderkosten hoch zu treiben.

Zum Einstieg: Wenn es geht nicht alles auf einmal, besser auf ein Jahr verteilen, in der aktuellen Lage vielleicht sogar besser auf zwei. Ob du das über einen Sparplan machst oder lieber regelmäßig händisch kaufst ist der persönlichen Vorliebe überlassen.

Okay, d.h. 75 - 80% "normal" und 20% - 25% Sektoren?
Das Problem ist, dass es sich um eine Schenkung handelt, die an ein sofortiges Investment geknüpft ist.

antworten
Achja?

ETF-Pool für einmalig 40 000€

WiWi Gast schrieb am 21.01.2021:

Ob du Sektorenwetten machen willst oder nicht musst du wissen. Wenn würde ich es wie schon geschrieben nicht mit so hohem Anteil machen.
Und nicht mit so vielen verschiedenen. Da ist so viel Überlappung drin, dass das keinen Sinn mehr macht außer die Orderkosten hoch zu treiben.

Zum Einstieg: Wenn es geht nicht alles auf einmal, besser auf ein Jahr verteilen, in der aktuellen Lage vielleicht sogar besser auf zwei. Ob du das über einen Sparplan machst oder lieber regelmäßig händisch kaufst ist der persönlichen Vorliebe überlassen.

Okay, d.h. 75 - 80% "normal" und 20% - 25% Sektoren?
Das Problem ist, dass es sich um eine Schenkung handelt, die an ein sofortiges Investment geknüpft ist.

Dann lass den Schenkenden ein Konto auf deinen Namen machen, nur er weiß den Pin und dann leg einen sparplan an, der 24 monate jeden Monat eben 2k rauszieht.

Problemo gelöst

antworten
WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

Schau am besten in das Wertpapierforum und nicht hier. Bei der Summe bietet sich auch ein 30/30/30/10 Portfolio an (NA, Europe, EM, Pacific).

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

Unter den genannten Voraussetzungen (alles muss auf einmal investiert werden und es wird eine Korrektur erwartet), würde ich es so breit wie möglich anlegen. Das wäre für mich MSCI World + MSCI EM (oder direkt MSCI All World) mit einer Gewichtung nach persönlicher vorliebe. Ohne einzelne Bereiche höher zu gewichten.

Gibt es auch eine Bedingung, wie lange du die ETFs dann halten musst?

antworten
WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

WiWi Gast schrieb am 21.01.2021:

Ob du Sektorenwetten machen willst oder nicht musst du wissen. Wenn würde ich es wie schon geschrieben nicht mit so hohem Anteil machen.
Und nicht mit so vielen verschiedenen. Da ist so viel Überlappung drin, dass das keinen Sinn mehr macht außer die Orderkosten hoch zu treiben.

Zum Einstieg: Wenn es geht nicht alles auf einmal, besser auf ein Jahr verteilen, in der aktuellen Lage vielleicht sogar besser auf zwei. Ob du das über einen Sparplan machst oder lieber regelmäßig händisch kaufst ist der persönlichen Vorliebe überlassen.

Okay, d.h. 75 - 80% "normal" und 20% - 25% Sektoren?
Das Problem ist, dass es sich um eine Schenkung handelt, die an ein sofortiges Investment geknüpft ist.

Meine Güte, Kauf doch MSCI World und verkaufe das direkt wieder

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

Ich bin ein Laie, daher die Frage: warum treibt Überlappung die Kosten nach oben - sind die Kosten nicht prozentuale Werte (z.B. 0,5%), sodass es egal ist ob du 2x 50€ in zwei US-Werte oder 1x 100€ in einen US-Wert steckst?

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

Warum nicht einfach Amazon Allin???

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

Kommt auf dein Ziel an.
Standard wäre 70%/30% world/em. Ansonsten schau dir Mal das all weather portfolio von Ray dalio an. Glaube im Zweifel kann man a la Onkel Warren auch alles komplett in den S&P500 buttern. Ansonsten kann man natürlich Sektorwetten machen aber mehr als 2 fände ich sehr risikoreich. Ohnehin ist bezüglich rebalancing 3-4 ETF ausreichend. Damit hast du Spielraum für eine breite Diversität und bissl Wetten.

Wegen dem Anbieter kannst du dir Mal die vanguard anschauen und wenn du sehr stark Richtung Technologie wetten möchtest schau dir ark invest an. Ansonsten ist jede Konstellation besser als ein Sparkonto. Viel Erfolg

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

Der A0LEW8 ist kein REIT ETF.
Es ist ein Mischmasch aus ImmoAGs und REITs. In den USA gibt es deutlich bessere ETF und CEF auf REITs. Schau dort mal bei iShares, VanEck, GlobalX, Nuveen, Aberdeen, CBRE, Cohen&Steers oder auch Vanguard vorbei.

WiWi Gast schrieb am 21.01.2021:

Ich persönlich würde die Anzahl der ETFs noch einmal deutlich reduzieren, ich kann aber auch verstehen, dass du gezielte Branchen- und Länderspekulationen machen möchtest.
Ich würde die 40.000€ wie folgt investieren:

  • 40% iShares MSCI World
  • 25% iShares MSCI EM
  • 15% iShares iShares Developed Markets Property Yield (REIT)
  • 10% iShares Diversified Commodity Swap (Rohstoffe)
  • 10% eine spezielle Wett auf eine Branche oder ein Land (weil du da scheinbar Wert drauf legst)

Die genauen ETF WKN oder ISN kannst du einfach bei justetf nachschauen. Und du solltest bei den ETFs natürlich immer auf die laufenden Kosten (TER) achten.

Du kannst mir gerne mal schreiben, was du von dem Vorschlag hältst. Vielleicht hast du ja auch gute Gründe viele unterschiedliche ETFs (mit einer teilweise ziemlich hohen TER) zu kaufen :)

Vielen Dank für die genaue Beschreibung.
Da ich sonst nur Aktien handele und zudem keinerlei Handelsgebühren oder Spreads bei ETFs habe, kam mir eine Gesamtkostenquote von bis zu 0,5% p.A. nicht besonders hoch vor.

Die Begründung für die einzelnen, vielen ETFs liegt simpel darin, dass ich geschaut habe, was YTD, in den letzten 3 und 5 Jahren gut performt hat. Dennoch weiß ich auch, dass das absolut keine Garantie für zukünftige Entwicklungen ist.

Zudem glaube ich, dass durch die "bessere" Pandemiebekämpfung im asiatischen Raum dort eine höhere Rendite, als besispielsweise in Europa zu erzielen ist. Außerdem ist der Markt dort nicht gesättigt.
Letzendlich habe ic hnoch Branchen ausgesucht, die mir (relativ) zukunftsträchtig erscheinen.

Die ETFs mit REIT und Rohstoffen werde ich mir mal anschauen.

antworten
WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

Achja? schrieb am 21.01.2021:

Ob du Sektorenwetten machen willst oder nicht musst du wissen. Wenn würde ich es wie schon geschrieben nicht mit so hohem Anteil machen.
Und nicht mit so vielen verschiedenen. Da ist so viel Überlappung drin, dass das keinen Sinn mehr macht außer die Orderkosten hoch zu treiben.

Zum Einstieg: Wenn es geht nicht alles auf einmal, besser auf ein Jahr verteilen, in der aktuellen Lage vielleicht sogar besser auf zwei. Ob du das über einen Sparplan machst oder lieber regelmäßig händisch kaufst ist der persönlichen Vorliebe überlassen.

Okay, d.h. 75 - 80% "normal" und 20% - 25% Sektoren?
Das Problem ist, dass es sich um eine Schenkung handelt, die an ein sofortiges Investment geknüpft ist.

Dann lass den Schenkenden ein Konto auf deinen Namen machen, nur er weiß den Pin und dann leg einen sparplan an, der 24 monate jeden Monat eben 2k rauszieht.

Problemo gelöst

Vielen Dank für den konstruktiven Vorschlag. Ich werde das überprüfen lassen.

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

WiWi Gast schrieb am 21.01.2021:

Unter den genannten Voraussetzungen (alles muss auf einmal investiert werden und es wird eine Korrektur erwartet), würde ich es so breit wie möglich anlegen. Das wäre für mich MSCI World + MSCI EM (oder direkt MSCI All World) mit einer Gewichtung nach persönlicher vorliebe. Ohne einzelne Bereiche höher zu gewichten.

Gibt es auch eine Bedingung, wie lange du die ETFs dann halten musst?

Okay, das klingt definitiv gut.
Die ETFs müssen bis 2030 gehalten werden.

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

WiWi Gast schrieb am 21.01.2021:

Warum nicht einfach Amazon Allin???

Da es ein ETF-Investment und keine "Spekulation" sein muss.

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

WiWi Gast schrieb am 21.01.2021:

Kommt auf dein Ziel an.
Standard wäre 70%/30% world/em. Ansonsten schau dir Mal das all weather portfolio von Ray dalio an. Glaube im Zweifel kann man a la Onkel Warren auch alles komplett in den S&P500 buttern. Ansonsten kann man natürlich Sektorwetten machen aber mehr als 2 fände ich sehr risikoreich. Ohnehin ist bezüglich rebalancing 3-4 ETF ausreichend. Damit hast du Spielraum für eine breite Diversität und bissl Wetten.

Wegen dem Anbieter kannst du dir Mal die vanguard anschauen und wenn du sehr stark Richtung Technologie wetten möchtest schau dir ark invest an. Ansonsten ist jede Konstellation besser als ein Sparkonto. Viel Erfolg

Herzlichen Dank für die Rückmeldung.
Die Gewichtung hört sich gut diversifiziert an, evtl. bliebe ja auch noch Platz für 1-2 Sektorwetten. Leider bin ich (wie bereits erwähnt) an die Produkte von iShares bzw. Blackrock gebunden.

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

WiWi Gast schrieb am 21.01.2021:

Ich bin ein Laie, daher die Frage: warum treibt Überlappung die Kosten nach oben - sind die Kosten nicht prozentuale Werte (z.B. 0,5%), sodass es egal ist ob du 2x 50€ in zwei US-Werte oder 1x 100€ in einen US-Wert steckst?

Dieser Aspekt ist mir (TE) auch nicht ganz klar. Da ich sowieso keinerlei Orderkosten habe und anders als bei Aktien auch kein Spread besteht (ist das korrekt?), muss ich ja eigentlich nur auf die Gesamtkostenquote des Produkts achten.

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

WiWi Gast schrieb am 22.01.2021:

Der A0LEW8 ist kein REIT ETF.
Es ist ein Mischmasch aus ImmoAGs und REITs. In den USA gibt es deutlich bessere ETF und CEF auf REITs. Schau dort mal bei iShares, VanEck, GlobalX, Nuveen, Aberdeen, CBRE, Cohen&Steers oder auch Vanguard vorbei.

Danke für die Verbesserung. Da ich auf die Produkte von iShares beschränkt bin, werde ich darauf mal einen Blick werfen.

antworten
WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

Wenn du wirklich bis 2030 halten musst und dadurch auch nicht rebalancen kannst (?), würde ich mich so allgemein wie möglich halten und vermutlich alles / den Großteil in den Vanguard All World packen. Branchenwetten usw. kannst du dann mit deinem weiteren Vermögen / monatlichen Sparraten bestreiten - dadurch bleibst du flexibler.

Falls du am o.g. Plan festhalten willst, würde ich zumindest den Healthcare ETF kicken - ist zwar aktuell durch Corona sehr gehyped, wird danach aber vermutlich wieder konservatives Wachstum zeigen.

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

All-In Nasdaq ETF

WiWi Gast schrieb am 21.01.2021:

Warum nicht einfach Amazon Allin???

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 21.01.2021:

Tipps für €5m frei zu investieren?
Asset Klassen Wechsel von Immobilien, weil dort überinvestiert.

Erstmal Wohnsitz nach Schleswig-Holstein verlegen, dann im Online-Casino verdoppeln. 5m anlegen in ETF und von Ausschüttung leben + von den anderen 5m entnehmen bei bedarf.

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know-it-all

ETF-Pool für einmalig 40 000€

WiWi Gast schrieb am 22.01.2021:

Der A0LEW8 ist kein REIT ETF.
Es ist ein Mischmasch aus ImmoAGs und REITs. In den USA gibt es deutlich bessere ETF und CEF auf REITs. Schau dort mal bei iShares, VanEck, GlobalX, Nuveen, Aberdeen, CBRE, Cohen&Steers oder auch Vanguard vorbei.

Danke für die Verbesserung. Da ich auf die Produkte von iShares beschränkt bin, werde ich darauf mal einen Blick werfen.

Aus steuerlicher Sicht lohnt es sich ggf. noch darauf zu achten, dass man möglichst Produkte auswählt, bei der die Einträge einer Teilfreistellung unterliegen.
Hintergrund: seit Anfang 2018 geniesen Fonds/ETFs mit überwiegend Aktienanteil eine Teilfreistellung von 30%, d.h. nur 70% der Erträge einschl. realisierte Kursgewinne und Ausschüttungen müssen besteuert werden. Der hier genannte A0LEW8 fällt nicht unter diese Regel, d.h. 100% der Erträge werden versteuert.

Da oben auf Produkte in den USA verwiesen wird, sollte man das auch sehr genau prüfen. Ich kaufe bspw. nur Produkte mit "UCITS" im Namen - da hat das mit der automatischen Berücksichtigung der Teilfreistellung durch die Bank immer ohne Ausnahme geklappt.

Als Alternative zu einem normalen MSCI World sei nochmal die Variante "iShares Edge MSCI World Momentum Factor UCITS ETF" erwähnt. Dieser ETF enthält knapp 400 Unternehmen aus dem MSCI World Spektrum, " deren Preis eine Aufwärtstendenz gezeigt hat. " (Ziel laut iShares Webseite). Damit investiert man ein bisschen mehr trendgesteuert. Dieser ETF liefert eine signifikante Überperformance gegenüber dem MSCI World (über 5J p.a. 16,77% gegenüber iShares MSCI World ETF mit p.a. 12,29%), wobei man natürlich aufgrund der größeren Gewichtung bestimmter Einzeltitel, nicht mehr ganz so breit diversifiziert ist wie mit einem normalen MSCI World ETF.

Viel Erfolg bei der Anlage!

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

Standard wäre 90/10, nicht 70/30.

Ich schließe mich den Vorrednern an, würde mich auch auf weniger ETFs fokussieren, MSCI World + EM als Core Allokation und wenn du willst ein paar Sektor/ Thematic Positionen drum herum.

Solltest du allerdings bis 2030 nicht verkaufen bzw. umallokieren können, würde ich auf letzteres ehrlich gesagt verzichten. Über diesen Zeitraum wird es sehr schwer MSCI ACWI zu schlagen.

WiWi Gast schrieb am 21.01.2021:

Kommt auf dein Ziel an.
Standard wäre 70%/30% world/em. Ansonsten schau dir Mal das all weather portfolio von Ray dalio an. Glaube im Zweifel kann man a la Onkel Warren auch alles komplett in den S&P500 buttern. Ansonsten kann man natürlich Sektorwetten machen aber mehr als 2 fände ich sehr risikoreich. Ohnehin ist bezüglich rebalancing 3-4 ETF ausreichend. Damit hast du Spielraum für eine breite Diversität und bissl Wetten.

Wegen dem Anbieter kannst du dir Mal die vanguard anschauen und wenn du sehr stark Richtung Technologie wetten möchtest schau dir ark invest an. Ansonsten ist jede Konstellation besser als ein Sparkonto. Viel Erfolg

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

WiWi Gast schrieb am 22.01.2021:

Ich bin ein Laie, daher die Frage: warum treibt Überlappung die Kosten nach oben - sind die Kosten nicht prozentuale Werte (z.B. 0,5%), sodass es egal ist ob du 2x 50€ in zwei US-Werte oder 1x 100€ in einen US-Wert steckst?

Dieser Aspekt ist mir (TE) auch nicht ganz klar. Da ich sowieso keinerlei Orderkosten habe und anders als bei Aktien auch kein Spread besteht (ist das korrekt?), muss ich ja eigentlich nur auf die Gesamtkostenquote des Produkts achten.

Orderkosten sind das eine (um so besser wenn du keine hast), Spread kann man da ja quasi noch zu zählen, den hast du doch auch bei ETFs. Die laufenden kosten sind das andere. Sind bei ETFs viel niedriger als bei gemanagten Fonds, aber nicht bei allen gleich. Ich habe jetzt nicht bei allen genannten nachgeschaut, aber normalerweise haben die begrenzteren ETFs, also für Sektoren, Länder, etc. höhere laufende Kosten als die ganz großen wie der MSCI World.

Kaufst du jetzt MSCI World und dazu viele verschiedene Sektoren etc., baust du dir damit zu einem Teil nochmal den großen Index nach, mit etwas anderer Gewichtung und zu höheren kosten.

Für mich wäre bei einem Anlagehorizont von 10 Jahren ohne Möglichkeit auszusteigen aber auch die breitest mögliche Anlage der Weg der Wahl. Also irgendeine Kombination von World und EM oder der All Country World. Eher noch was für mehr Sicherheit reinmischen (Gold, Renten, etc) als Sektorwetten einzugehen.

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

know-it-all schrieb am 22.01.2021:

Als Alternative zu einem normalen MSCI World sei nochmal die Variante "iShares Edge MSCI World Momentum Factor UCITS ETF" erwähnt. Dieser ETF enthält knapp 400 Unternehmen aus dem MSCI World Spektrum, " deren Preis eine Aufwärtstendenz gezeigt hat. " (Ziel laut iShares Webseite). Damit investiert man ein bisschen mehr trendgesteuert. Dieser ETF liefert eine signifikante Überperformance gegenüber dem MSCI World (über 5J p.a. 16,77% gegenüber iShares MSCI World ETF mit p.a. 12,29%), wobei man natürlich aufgrund der größeren Gewichtung bestimmter Einzeltitel, nicht mehr ganz so breit diversifiziert ist wie mit einem normalen MSCI World ETF.

Viel Erfolg bei der Anlage!

Nicht der TE hier.

Ich bespare im Moment den World und EM (mit 400 und 300) im Monat.
Ich hatte jetzt den Gedanken die Zahlung an World um 300 auf 700 zu erhöhen.

Jetzt hast du mich mit dem "iShares Edge MSCI World Momentum Factor UCITS ETF" auf die Idee gebracht stattdessen diesen zu kaufen.

Also insgesamt 1000 Euro im Monat:
40% World
30% EM
30% World Momentum

Vorteil:
Die World/EM Aufteilung wird etwas "konservativer"
Ggf. Renditeplus

Nachteil:

  1. ETF und damit Orderkosten (wobei die mit 0-1 Euro mir eig. egal sind)
    Bisschen "weniger" Diversifikation im World Bereich bzw. Übergewichtung von den 400 Firmen.

Hab ich was übersehen?
Hört sich für mich gar nicht so verkehrt an, was hältst du/ihr von dem Gedanken?

antworten
WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

Die Teilfreistellung ist ja in erster Linie nur dazu da die Fondseingangseitige Steuerbelastung zu kompensieren. Die hast du bei Fonds mit Reit-Erträgen ohnehin nicht, zumal die REITs bereits auf eigener Ebene selbst steuerlich begünstigt sind, anders als zB. AGs mit KöSt-Pflicht.

know-it-all schrieb am 22.01.2021:

Der A0LEW8 ist kein REIT ETF.
Es ist ein Mischmasch aus ImmoAGs und REITs. In den USA gibt es deutlich bessere ETF und CEF auf REITs. Schau dort mal bei iShares, VanEck, GlobalX, Nuveen, Aberdeen, CBRE, Cohen&Steers oder auch Vanguard vorbei.

Danke für die Verbesserung. Da ich auf die Produkte von iShares beschränkt bin, werde ich darauf mal einen Blick werfen.

Aus steuerlicher Sicht lohnt es sich ggf. noch darauf zu achten, dass man möglichst Produkte auswählt, bei der die Einträge einer Teilfreistellung unterliegen.
Hintergrund: seit Anfang 2018 geniesen Fonds/ETFs mit überwiegend Aktienanteil eine Teilfreistellung von 30%, d.h. nur 70% der Erträge einschl. realisierte Kursgewinne und Ausschüttungen müssen besteuert werden. Der hier genannte A0LEW8 fällt nicht unter diese Regel, d.h. 100% der Erträge werden versteuert.

Da oben auf Produkte in den USA verwiesen wird, sollte man das auch sehr genau prüfen. Ich kaufe bspw. nur Produkte mit "UCITS" im Namen - da hat das mit der automatischen Berücksichtigung der Teilfreistellung durch die Bank immer ohne Ausnahme geklappt.

Als Alternative zu einem normalen MSCI World sei nochmal die Variante "iShares Edge MSCI World Momentum Factor UCITS ETF" erwähnt. Dieser ETF enthält knapp 400 Unternehmen aus dem MSCI World Spektrum, " deren Preis eine Aufwärtstendenz gezeigt hat. " (Ziel laut iShares Webseite). Damit investiert man ein bisschen mehr trendgesteuert. Dieser ETF liefert eine signifikante Überperformance gegenüber dem MSCI World (über 5J p.a. 16,77% gegenüber iShares MSCI World ETF mit p.a. 12,29%), wobei man natürlich aufgrund der größeren Gewichtung bestimmter Einzeltitel, nicht mehr ganz so breit diversifiziert ist wie mit einem normalen MSCI World ETF.

Viel Erfolg bei der Anlage!

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know-it-all

ETF-Pool für einmalig 40 000€

WiWi Gast schrieb am 22.01.2021:

Die Teilfreistellung ist ja in erster Linie nur dazu da die Fondseingangseitige Steuerbelastung zu kompensieren. Die hast du bei Fonds mit Reit-Erträgen ohnehin nicht, zumal die REITs bereits auf eigener Ebene selbst steuerlich begünstigt sind, anders als zB. AGs mit KöSt-Pflicht.

Das mag bei der steuerlichen Belastung von Dividenden auf Fondsebene, die dem Fonds zufließen, und dann als Ausschüttung irgendwann an den ETF-Anleger weitergegeben, werden korrekt sein. Außerdem kompensiert die Teilfreistellung hier den Wegfall der Möglichkeit für den Anleger die ausländische Quellensteuer anrechnen anzulassen.
Was das angeht ist die Gesamtsteuerlast für den Anleger wahrscheinlich höher als vor der Investmentsteuerreform.

Für den ETF-Anleger werden aber auch (!) realisierte Erträge aus Kursgewinnen teilfreigestellt, und für diese erfolgt auf Fondsebene keine Besteuerung.
Nehmen wir mal einen hypotetischen ETF/Fonds an, der nur genau Aktien von einem Unternehmen kauft. Die Performance dieses Fonds würde dann logischerweise ziemlich genau dem Kurs bzw. der Performance der Aktie entsprechen.

Als Käufer von Fondsanteilen würde man in diesem Fall 30% (=Teilfreistellung, da es sich um einen Aktienfonds handelt) der realisierten Kursgewinne steuerfrei kassieren, während man als Direktanleger für diese Aktie den vollen realisierten Kursgewinn zu versteuern hätte.
Das sehe ich als klaren Vorteil. Je größer der Anteil von Kursgewinnen an der Gesamtrendite (je kleiner also der Wert der an die Anleger gezahlten Dividenden), desto größer ist auch dieser Steuereffekt.

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know-it-all

ETF-Pool für einmalig 40 000€

WiWi Gast schrieb am 22.01.2021:

Nicht der TE hier.

Ich bespare im Moment den World und EM (mit 400 und 300) im Monat.
Ich hatte jetzt den Gedanken die Zahlung an World um 300 auf 700 zu erhöhen.

Jetzt hast du mich mit dem "iShares Edge MSCI World Momentum Factor UCITS ETF" auf die Idee gebracht stattdessen diesen zu kaufen.

Also insgesamt 1000 Euro im Monat:
40% World
30% EM
30% World Momentum

Vorteil:
Die World/EM Aufteilung wird etwas "konservativer"
Ggf. Renditeplus

Nachteil:

  1. ETF und damit Orderkosten (wobei die mit 0-1 Euro mir eig. egal sind)
    Bisschen "weniger" Diversifikation im World Bereich bzw. Übergewichtung von den 400 Firmen.

Hab ich was übersehen?
Hört sich für mich gar nicht so verkehrt an, was hältst du/ihr von dem Gedanken?

Die einzigen "Nachteile" sind aus meiner Sicht die Orderkosten - hängt aber von der Kostenstruktur deines Brokers ab - ein bisschen mehr Aufwand beim Rebalancen (2 statt 3 Produkte) und natürlich auch mehr Orders (=mehr Kosten), wenn du irgendwann dein Depot auflöst oder etwas umschichten willst.

Ob du mit der Strategie eine bessere Rendite einfährst, wird leider erst die Zukunft zeigen. Man muss natürlich sagen, dass die "Fallhöhe"/Bewertung des MSCI World Momentum Factor Index nochmal deutlich höher ist, also die des normalen MSCI World.
Zum Vergleich iShares gibt für den iShares Edge MSCI Word Momentum Factor (WKN=A12ATF) ein KGV von ~44 an, während für den iShares Core MSCI World (WKN A0RPWH) gerade mal 23 ausgewiesen werden. Das heißt, bezogen auf den Gewinn sind die Unternehmen im A12ATF derzeit fast doppelt so hoch bewertet.
Es ist also durchaus möglich, dass der bei einer zukünftigen Korrektur auch wesentlich stärker fällt um wieder auf "normale" KGV Werte zurückzukommen.

Wenn du aber ohnehin jetzt erst anfangen willst, diesen ETF zu besparen, dann machst du auch nicht allzu viel falsch. Und je nachdem wie groß dein Depot heute bereits ist, wäre das Gesamtgewicht des A12ATF anfangs ja auch erstmal eher klein und würde sich erst durch das kontinuierliche Sparen allmählich einer Gewichtung von 30% annähern.
In meinem ETF-Weltdepot hat die MSCI World Position insgesamt ca. 41.000 EUR, davon entfallen etwa 1/4 auf den A12ATF. Mit der Allokation fühle ich mich wohl und im Moment bespare ich wieder nur den "normalen" MSCI World ETF in meinem Depot.

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

Was du schreibst, stimmt prinzipiell. Allerdings ist ein Aktienfonds trotzdem nicht steuerlich vorteilhafter als ein Fonds mit REITs im Direktbestand, weil die REITs, anders als AGs, keiner steuerlichen Vorbelastung unterliegen - weder auf Ebene der REITs noch auf Ebene des Fonds.

Übrigens scheinst du realisierte Kursgewinne stark zu überschätzen. Die Mehrheit aller Fonds hat im außerordentlichen Bereich (VG Aktien, Sonstiger VG, VG Zielfonds) negative Erträge also Verluste. Zudem hast du bei einem Teilfreistellungssatz auch gleichzeitig ein korrespondierendes Betriebsausgabenabzugsverbot in gleicher prozentualer Höhe.

know-it-all schrieb am 22.01.2021:

WiWi Gast schrieb am 22.01.2021:

Die Teilfreistellung ist ja in erster Linie nur dazu da die Fondseingangseitige Steuerbelastung zu kompensieren. Die hast du bei Fonds mit Reit-Erträgen ohnehin nicht, zumal die REITs bereits auf eigener Ebene selbst steuerlich begünstigt sind, anders als zB. AGs mit KöSt-Pflicht.

Das mag bei der steuerlichen Belastung von Dividenden auf Fondsebene, die dem Fonds zufließen, und dann als Ausschüttung irgendwann an den ETF-Anleger weitergegeben, werden korrekt sein. Außerdem kompensiert die Teilfreistellung hier den Wegfall der Möglichkeit für den Anleger die ausländische Quellensteuer anrechnen anzulassen.
Was das angeht ist die Gesamtsteuerlast für den Anleger wahrscheinlich höher als vor der Investmentsteuerreform.

Für den ETF-Anleger werden aber auch (!) realisierte Erträge aus Kursgewinnen teilfreigestellt, und für diese erfolgt auf Fondsebene keine Besteuerung.
Nehmen wir mal einen hypotetischen ETF/Fonds an, der nur genau Aktien von einem Unternehmen kauft. Die Performance dieses Fonds würde dann logischerweise ziemlich genau dem Kurs bzw. der Performance der Aktie entsprechen.

Als Käufer von Fondsanteilen würde man in diesem Fall 30% (=Teilfreistellung, da es sich um einen Aktienfonds handelt) der realisierten Kursgewinne steuerfrei kassieren, während man als Direktanleger für diese Aktie den vollen realisierten Kursgewinn zu versteuern hätte.
Das sehe ich als klaren Vorteil. Je größer der Anteil von Kursgewinnen an der Gesamtrendite (je kleiner also der Wert der an die Anleger gezahlten Dividenden), desto größer ist auch dieser Steuereffekt.

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know-it-all

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WiWi Gast schrieb am 23.01.2021:

Was du schreibst, stimmt prinzipiell. Allerdings ist ein Aktienfonds trotzdem nicht steuerlich vorteilhafter als ein Fonds mit REITs im Direktbestand, weil die REITs, anders als AGs, keiner steuerlichen Vorbelastung unterliegen - weder auf Ebene der REITs noch auf Ebene des Fonds.

Das mag sein. Es bringt dem Anleger aber trotzdem nicht unbedingt Vorteile, wenn man in einer Anlageklasse investiert ist, bei der zwar die Gesamtsteuerlast geringer ist, aber auch gleichzeitig das Ertragspotential eingeschränkter als bspw. das von Aktien.

Übrigens scheinst du realisierte Kursgewinne stark zu überschätzen. Die Mehrheit aller Fonds hat im außerordentlichen Bereich (VG Aktien, Sonstiger VG, VG Zielfonds) negative Erträge also Verluste. Zudem hast du bei einem Teilfreistellungssatz auch gleichzeitig ein korrespondierendes Betriebsausgabenabzugsverbot in gleicher prozentualer Höhe.

Ich kann deinen Ausführungen nur sehr bedingt folgen. Mal ein einfaches Beispiel:
ich kaufe an der Börse einem anderen Anleger einen Fondsanteil zum Preis von 100 EUR ab. Jetzt entwickeln sich die darin enthaltenen Aktien toll und steigen um 100% im Wert. Da der Aktienfonds diese Performance exakt nachbildet und zudem eine sehr geringe TER hat, dann wird der Anteilspreis des Fonds auf 200 EUR steigen. Wenn ich dann den Anteil über die Börse an einen anderen Anleger weiterverkaufe, realisiere ich 100% Gewinn, bezahle aber aufgrund der Teilfreistellung nur auf 70% dieses Gewinns Steuern. Wenn ich die Aktien direkt gekauft hätte, hätte ich den gleichen Gewinn erzielt, müsste aber 100% dieses Ertrags versteuern.
Im erwähnten Beispiel müsste der Fonds im einfachen Fall gar keine eigenen Transaktionen (Käufe/Verkäufe) durchführen. Realisierte Gewinne fallen hier nur für den Anleger an.
Was Betriebsausgaben oder auch der "außerordentliche Bereich" für den Privatanleger für eine Relevanz haben sollen, darfst du gerne erläutern.
Allerdings ist das für diesen Thread inzwischen komplett off-topic.

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

Ich muss mich hier selbst verbessern, weil ich dich bei den Kursgewinnen missverstanden habe. Du meinst offensichtlich die Kursgewinne auf Anlegerebene und nicht auf Fondsebene.

Nichtsdestotrotz hast du auch hier m.E. einen kleinen Denkfehler, weil die Teilfreistellung auch bei Veräußerung der Anteile eben nur eine Kompensation ist und kein „free lunch“.

Durch die 15% Steuerbelastung auf Ebene des Direktbestands zusammen mit der 15% Steuerbelastung auf Fondseingangseite, vereinnahmt der Fonds nur eine bereits reduzierte Dividende, die ja unweigerlich dazu führt, dass der NAV und damit dein Anteilwert um genau diese Steuer weniger steigt. Bei einer steuerlich vollständig unbelasteten Ausschüttung aus einem REIT wird die Ausschüttung quasi transparent durchgereicht.

WiWi Gast schrieb am 23.01.2021:

Was du schreibst, stimmt prinzipiell. Allerdings ist ein Aktienfonds trotzdem nicht steuerlich vorteilhafter als ein Fonds mit REITs im Direktbestand, weil die REITs, anders als AGs, keiner steuerlichen Vorbelastung unterliegen - weder auf Ebene der REITs noch auf Ebene des Fonds.

Übrigens scheinst du realisierte Kursgewinne stark zu überschätzen. Die Mehrheit aller Fonds hat im außerordentlichen Bereich (VG Aktien, Sonstiger VG, VG Zielfonds) negative Erträge also Verluste. Zudem hast du bei einem Teilfreistellungssatz auch gleichzeitig ein korrespondierendes Betriebsausgabenabzugsverbot in gleicher prozentualer Höhe.

know-it-all schrieb am 22.01.2021:

WiWi Gast schrieb am 22.01.2021:

Die Teilfreistellung ist ja in erster Linie nur dazu da die Fondseingangseitige Steuerbelastung zu kompensieren. Die hast du bei Fonds mit Reit-Erträgen ohnehin nicht, zumal die REITs bereits auf eigener Ebene selbst steuerlich begünstigt sind, anders als zB. AGs mit KöSt-Pflicht.

Das mag bei der steuerlichen Belastung von Dividenden auf Fondsebene, die dem Fonds zufließen, und dann als Ausschüttung irgendwann an den ETF-Anleger weitergegeben, werden korrekt sein. Außerdem kompensiert die Teilfreistellung hier den Wegfall der Möglichkeit für den Anleger die ausländische Quellensteuer anrechnen anzulassen.
Was das angeht ist die Gesamtsteuerlast für den Anleger wahrscheinlich höher als vor der Investmentsteuerreform.

Für den ETF-Anleger werden aber auch (!) realisierte Erträge aus Kursgewinnen teilfreigestellt, und für diese erfolgt auf Fondsebene keine Besteuerung.
Nehmen wir mal einen hypotetischen ETF/Fonds an, der nur genau Aktien von einem Unternehmen kauft. Die Performance dieses Fonds würde dann logischerweise ziemlich genau dem Kurs bzw. der Performance der Aktie entsprechen.

Als Käufer von Fondsanteilen würde man in diesem Fall 30% (=Teilfreistellung, da es sich um einen Aktienfonds handelt) der realisierten Kursgewinne steuerfrei kassieren, während man als Direktanleger für diese Aktie den vollen realisierten Kursgewinn zu versteuern hätte.
Das sehe ich als klaren Vorteil. Je größer der Anteil von Kursgewinnen an der Gesamtrendite (je kleiner also der Wert der an die Anleger gezahlten Dividenden), desto größer ist auch dieser Steuereffekt.

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

WiWi Gast schrieb am 21.01.2021:

Hallo zusammen,

ich habe etwas Geld zur Verfügung, das ich aber nur erhalte, wenn ich es jetzt direkt in ETFs investiere. Das Geld sollte weitestgehend sicher investiert und diversifiziert angelegt werden, aber auch eine jährliche Rendite von >5% abwerfen. Zudem sollte keine Auschüttung stattfinden, sondern eine thesaurierende Anlage sein. Leider bin ich zusätzlich noch auf die iShares-Produkte beschränkt, dadurch sind einige Exoten nicht mehr möglich.

Folgenden Pool hatte ich mir vorgestellt:

  • 30% iShares Core MSCI World UCITS ETF
  • 10% iShares Core MSCI EM IMI UCITS ETF
  • 10% iShares NASDAQ 100 UCITS ETF
  • 10% iShares MSCI China A UCITS ETF
  • 7,5% iShares Global Clean Energy UCITS ETF
  • 7,5% iShares Healthcare Innovation UCITS ETF
  • 7,5% iShares Automation & Robotics UCITS ETF
  • 7,5% iShares Digitalisation UCITS ETF
  • 5% iShares MSCI Korea UCITS ETF USD (Acc)
  • 5% iShares S&P 500 Information Technology Sector UCITS ETF

Was haltet ihr von dieser Strategie? Mache ich irgendeinen groben Fehler?

Ich bedanke mich schon im Vorraus für wertvolles Feedback.

Das sind viel zu wenige ETFs! Da solltest du schon noch so 20-30 dazu packen. :-D

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know-it-all

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WiWi Gast schrieb am 23.01.2021:

Ich muss mich hier selbst verbessern, weil ich dich bei den Kursgewinnen missverstanden habe. Du meinst offensichtlich die Kursgewinne auf Anlegerebene und nicht auf Fondsebene.

Ja, die Fondsebene berührt mich als Anleger ja nur mittelbar. Klar, dass dort entnommene Steuern natürlich nicht mehr bei mir ankommen. Da sich das aber in keiner Weise durch den Anleger beeinflussen lässt, kann man es auch ignorieren.

Nichtsdestotrotz hast du auch hier m.E. einen kleinen Denkfehler, weil die Teilfreistellung auch bei Veräußerung der Anteile eben nur eine Kompensation ist und kein „free lunch“.

Habe ich ja auch nicht behauptet, dass es free lunch ist. Aber es ist trotzdem ein Extra das man gerne mitnimmt, wenn es denn schonmal angeboten wird.

Durch die 15% Steuerbelastung auf Ebene des Direktbestands zusammen mit der 15% Steuerbelastung auf Fondseingangseite, vereinnahmt der Fonds nur eine bereits reduzierte Dividende, die ja unweigerlich dazu führt, dass der NAV und damit dein Anteilwert um genau diese Steuer weniger steigt. Bei einer steuerlich vollständig unbelasteten Ausschüttung aus einem REIT wird die Ausschüttung quasi transparent durchgereicht.

Sofern die Dividenden, die dem ETF zufließen, einen wesentlichen Einfluß auf dessen Gesamtperformance haben, gewinnt der Aspekt der 15% Besteuerung der Erträge auf Fondsebene (bzw die einbehaltene Quellensteuer) natürlich an Bedeutung.
Wenn wir aber über ETFs wie den oben erwähnten iShares Edge MSCI World Momentum Factor reden, dann enthält der Einzelwerte, die nur wenig oder gar keine Dividende zahlen, d.h. der Einfluss der Dividenden auf die Performance ist sehr gering und sehr viel entscheidender sind allein die Kursgewinne der enthaltenen Aktien.
Die werden (auf Fondsebene) nicht besteuert und das ist ein wesentlicher Vorteil für den Anleger, da er trotzdem in den Genuss der Teilfreistellung kommt, wenn er seine Anteile mit Gewinn veräußert.

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

  1. Du hast aber argumentiert, dass ein Aktienfonds gegenüber einem Fonds mit REITs steuerlich vorteilhafter ist? Das Ertragspotential ist eine komplett andere Diskussionsebene.

  2. Das was du jetzt hier beschreibst sind unrealisierte Kursgewinne und nicht realisierte Kursgewinne, wie du oben geschrieben hast. Realisierter Kursgewinn bedeutet, der Fonds kauft Akite A zu 100 und veräußert diese zu 110. Dadurch würde der NAV und im Falle, dass du alleiniger Anleger mit einem Anteil bist, auch dieser Anteil, um 10 EUR steigen.

  3. Wie ich in dem anderen Text geschrieben habe, sind auch unrealisierte Kursgewinne kein „free launch“, da die Kursgewinne durch den Steuerabschlag eben geringer ausfallen.

  4. Der außerordentliche Bereich ist ein steuerlicher Begriff und beschreibt die Ertragsarten, die nicht laufende Einnahmen (Zinsen, Dividenden, Mieten) darstellen, also Veräußerungsgewinne (deine realisierten Kursgewinne) sind. Dieser Bereich ist bei den meisten Fonds negativ - sprich aus veräußerten Renten, Aktien und Zielfonds wird öfter ein Verlust generiert.

know-it-all schrieb am 23.01.2021:

WiWi Gast schrieb am 23.01.2021:

Was du schreibst, stimmt prinzipiell. Allerdings ist ein Aktienfonds trotzdem nicht steuerlich vorteilhafter als ein Fonds mit REITs im Direktbestand, weil die REITs, anders als AGs, keiner steuerlichen Vorbelastung unterliegen - weder auf Ebene der REITs noch auf Ebene des Fonds.

Das mag sein. Es bringt dem Anleger aber trotzdem nicht unbedingt Vorteile, wenn man in einer Anlageklasse investiert ist, bei der zwar die Gesamtsteuerlast geringer ist, aber auch gleichzeitig das Ertragspotential eingeschränkter als bspw. das von Aktien.

Übrigens scheinst du realisierte Kursgewinne stark zu überschätzen. Die Mehrheit aller Fonds hat im außerordentlichen Bereich (VG Aktien, Sonstiger VG, VG Zielfonds) negative Erträge also Verluste. Zudem hast du bei einem Teilfreistellungssatz auch gleichzeitig ein korrespondierendes Betriebsausgabenabzugsverbot in gleicher prozentualer Höhe.

Ich kann deinen Ausführungen nur sehr bedingt folgen. Mal ein einfaches Beispiel:
ich kaufe an der Börse einem anderen Anleger einen Fondsanteil zum Preis von 100 EUR ab. Jetzt entwickeln sich die darin enthaltenen Aktien toll und steigen um 100% im Wert. Da der Aktienfonds diese Performance exakt nachbildet und zudem eine sehr geringe TER hat, dann wird der Anteilspreis des Fonds auf 200 EUR steigen. Wenn ich dann den Anteil über die Börse an einen anderen Anleger weiterverkaufe, realisiere ich 100% Gewinn, bezahle aber aufgrund der Teilfreistellung nur auf 70% dieses Gewinns Steuern. Wenn ich die Aktien direkt gekauft hätte, hätte ich den gleichen Gewinn erzielt, müsste aber 100% dieses Ertrags versteuern.
Im erwähnten Beispiel müsste der Fonds im einfachen Fall gar keine eigenen Transaktionen (Käufe/Verkäufe) durchführen. Realisierte Gewinne fallen hier nur für den Anleger an.
Was Betriebsausgaben oder auch der "außerordentliche Bereich" für den Privatanleger für eine Relevanz haben sollen, darfst du gerne erläutern.
Allerdings ist das für diesen Thread inzwischen komplett off-topic.

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know-it-all

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WiWi Gast schrieb am 23.01.2021:

  1. Du hast aber argumentiert, dass ein Aktienfonds gegenüber einem Fonds mit REITs steuerlich vorteilhafter ist? Das Ertragspotential ist eine komplett andere Diskussionsebene.

Zeig mir bitte wo ich etwas derartiges behauptet oder geschrieben habe. Ich habe lediglich anfangs darauf hingewiesen, dass A0LEW8 keiner Teilfreistellung unterliegt. Alles andere versuchst du mir irgendwie "in den Mund zu legen".

  1. Das was du jetzt hier beschreibst sind unrealisierte Kursgewinne und nicht realisierte Kursgewinne, wie du oben geschrieben hast. Realisierter Kursgewinn bedeutet, der Fonds kauft Akite A zu 100 und veräußert diese zu 110. Dadurch würde der NAV und im Falle, dass du alleiniger Anleger mit einem Anteil bist, auch dieser Anteil, um 10 EUR steigen.

Ob der Fonds Kursgewinne realisiert oder die Aktien einfach nur hält, ist für den Anleger doch vollkommen unerheblich, da diese Art von Erträgen auf Fondsebene _nicht_ versteuert werden. Also ob der Fonds 1000€ in Aktienbuchwert hält, oder diese Aktien (mit Gewinn) verkauft und dann 1000€ in Cash im Fondsvolumen führt, hat keinerlei Einfluss auf den NAV. Also brauche ich mich als Anleger nicht damit mit der Frage realisiert oder nicht realisiert (bezogen auf Fondsebene) zu beschäftigen.
Logischerweise erfolgt die Besteuerung beim Anleger erst dann, wenn er Fondsanteile mit Gewinn verkauft (realisiert).

  1. Wie ich in dem anderen Text geschrieben habe, sind auch unrealisierte Kursgewinne kein „free launch“, da die Kursgewinne durch den Steuerabschlag eben geringer ausfallen.

Dass beim Anleger erst Steuer anfällt, wenn er Fonds-Anteile mit Gewinn verkauft, darüber müssen wir hoffentlich nicht diskutieren? Solange habe ich einen Buchwert in meinem Depot, der natürlich (gedanklich) auch einen zukünftigen Steueranteil enthält.

Im Zusammenhang mit "free lunch" hattest du übrigens wörtlich folgendes geschrieben:

"Nichtsdestotrotz hast du auch hier m.E. einen kleinen Denkfehler, weil die Teilfreistellung auch bei Veräußerung der Anteile eben nur eine Kompensation ist und kein „free lunch“."

Du hast mehrfach behauptet, die Teilfreistellung kompensiere lediglich eine andere vorgelagerte Besteuerung auf Fondsebene oder wo auch immer. Ich habe bereits geschrieben, dass das de-facto nur richtig ist, wenn es um Dividenden geht, die dem Fonds zufließen, denn hier wird auch auf Fondsebene besteuert.
Ich habe Dir auch versucht zu erklären, dass der Teil der Rendite, der sich auf Kursgewinne des Fondsvolumen (sch*** egal ob realisiert oder unrealisiert) zurückführen lässt, dort nicht steuerlich vorbelastet wird. Damit ist die auf diesen Rendite-Anteil entfallende Teilfreistellung beim Anleger keine Kompensation, sondern tatsächlich eine steuerliche Bevorteilung des Fonds-Inhaber gegenüber einem Anleger, der die Aktien direkt hält.
Ich bin kein REIT-Experte, aber wenn ich nicht ganz falsch liege, musst du beim Verkauf hier auch 100% des durch den Verkauf realisierten Ertrag versteuern.

  1. Der außerordentliche Bereich ist ein steuerlicher Begriff und beschreibt die Ertragsarten, die nicht laufende Einnahmen (Zinsen, Dividenden, Mieten) darstellen, also Veräußerungsgewinne (deine realisierten Kursgewinne) sind. Dieser Bereich ist bei den meisten Fonds negativ - sprich aus veräußerten Renten, Aktien und Zielfonds wird öfter ein Verlust generiert.

Ich habe es immer noch nicht verstanden, warum das für den Privatanleger irgendeine Relevanz haben soll. Ein guter ETF bildet ziemlich genau die Performance seines Index nach mit nur einer sehr geringen Tracking Difference. Was der Fonds intern macht und was nicht, und welche Kleinstkosten dort neben dem Hauptgeschäft (Kauf, Verkauf von Wertpapieren) noch anfallen, ist komplett irrelevant, da es bezogen auf das Fondsvolumen lächerlich geringe Beträge sind. Darüber braucht man nicht weiter zu diskutieren und in meiner 15 jährigen "Karriere" als Fondssparer sind mir diese Begriffe auch noch nie untergekommen.

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WiWi Gast

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Bin nicht der Poster aber wenn du schreibst, dass man aus steuerlicher Sicht darauf achten sollte, Fonds mit Teilfreistellung zu erwerben und darauf verweist, dass der REIT das nicht hat, dann implizierst du, dass der Aktienfonds steuerlich vorteilhafter ist, so hab ich das auch verstanden :-)

Interessante Diskussion von euch beiden übrigens, da ich selbst im Investmentsteuerrecht arbeite.
Um das ganze Thema abzuschließen:

Ein Aktienfonds, der seine Erträge zu 100% aus Kursgewinnen bezieht, ist etwa um 7-8% vorteilhafter als das dazugehörige Direktinvestment. Der steuerliche Vorteil sinkt je mehr Erträge der Fonds vereinnahmt, die einer eingangseitigen Besteuerung unterliegen.

Steuerliche Aspekte sollten kein primäres Auswahlkriterium der Investments sein. Weder bei REITs, Bonds oder Fonds.

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WiWi Gast

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Nix für ungut aber was ordentlich / außerordentlich ist, lernt man in Einführung Rewe. Und du implizierst, dass jeder ETF und Fonds ein Produkt ist, was alleine von passiven Kursgewinnen lebt und bei denen ordentliche Einnahmen und Ausschüttungen komplett irrelevant wären. Gerade REITs und ETFs mit REITs leben von den steuerlich begünstigten Dividenden, die weiter geschüttet werden.

Mag sein, dass das bei einem MSCI-World, den du laufen lässt, bis du 65 bist und hoffen musst, dann noch was mit dem Geld anfangen zu können, eher keine Rolle spielt.

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know-it-all

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WiWi Gast schrieb am 23.01.2021:

Bin nicht der Poster aber wenn du schreibst, dass man aus steuerlicher Sicht darauf achten sollte, Fonds mit Teilfreistellung zu erwerben und darauf verweist, dass der REIT das nicht hat, dann implizierst du, dass der Aktienfonds steuerlich vorteilhafter ist, so hab ich das auch verstanden :-)

Okay, wenn das alle so verstanden haben, dann habe ich mich wohl ungeschickt ausgedrückt. Mir ging es tatsächlich nur um den Hinweis, dass eben genau der eine ETF keine Teilfreistellung geniest.

Ein Aktienfonds, der seine Erträge zu 100% aus Kursgewinnen bezieht, ist etwa um 7-8% vorteilhafter als das dazugehörige Direktinvestment. Der steuerliche Vorteil sinkt je mehr Erträge der Fonds vereinnahmt, die einer eingangseitigen Besteuerung unterliegen.

Danke für's Nachrechnen. Kommt ungefähr hin :-)

Steuerliche Aspekte sollten kein primäres Auswahlkriterium der Investments sein. Weder bei REITs, Bonds oder Fonds.

Ich gebe dir recht, dass ein an sich unrentables Investment durch einen vermeintlichen Steuervorteil meist immer noch keine gute Anlage oder Investition ist.
Wenn es aber beim langfristigen ETF-Sparen über 3...4 Jahrzehnte um Buchwerte im 6 oder gar 7stelligen Bereich geht, dann nimmt man diese 7..8% doch gerne mit.

Anderer Wiwi-Gast:

Nix für ungut aber was ordentlich / außerordentlich ist, lernt man in Einführung Rewe. Und du implizierst, dass jeder ETF und Fonds ein Produkt ist, was alleine von passiven Kursgewinnen lebt und bei denen ordentliche Einnahmen und Ausschüttungen komplett irrelevant wären. Gerade REITs und ETFs mit REITs leben von den steuerlich begünstigten Dividenden, die weiter geschüttet werden.

Die Erfahrung zeigt eben bei Aktien, dass ein größerer Teil der Rendite aus Kursgewinnen resultiert und weniger aus Dividenden. Dass das Verhältnis bei REITs oder auch irgendwelchen Blue Chips/Dividenden-Champions/-Aristokraten anders ist, ist mir schon klar.
Bezüglich ordentlich/außerordentlich: Mein Grundstudium ist ~20 Jahre her... Ich bleibe dabei: In der Realität braucht der Aktien-ETF-Sparer mit diesen Begriffen nichts anzufangen :-)

Mag sein, dass das bei einem MSCI-World, den du laufen lässt, bis du 65 bist und hoffen musst, dann noch was mit dem Geld anfangen zu können, eher keine Rolle spielt.

Selbst wenn man vor 65 gerne laufende Erträge (Auszahlungen) erzielen will, spricht im Grunde nichts dagegen, das mit einem thesaurierenden ETF oder einem mit sehr geringer Ausschüttungsrendite zu tun. Wenn ein solcher ETF wie auf den MSCI World im Durchschnitt im Jahr 7..8% Rendite erzielt, dann kann man ja bequem jährlich 4% des Buchwertes entnehmen, ohne, dass sich die Substanz verringert. Diese Auszahlungen landen halt im Gegensatz zu Ausschüttungen nur nicht automatisch auf dem Konto, sondern man muss dann eben regelmäßig Anteile verkaufen.
Will heißen - es braucht hierfür nicht zwingend ETFs (oder auch REITs) mit hoher Ausschüttungsrendite.

So das war jetzt wirklich mein letztes Wort zum Thema. Ist blöd dem TE hier seinen Thread mit so einer Nebendiskussion zu kapern :-)

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WiWi Gast

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know-it-all schrieb am 22.01.2021:

Nicht der TE hier.

Ich bespare im Moment den World und EM (mit 400 und 300) im Monat.
Ich hatte jetzt den Gedanken die Zahlung an World um 300 auf 700 zu erhöhen.

Jetzt hast du mich mit dem "iShares Edge MSCI World Momentum Factor UCITS ETF" auf die Idee gebracht stattdessen diesen zu kaufen.

Also insgesamt 1000 Euro im Monat:
40% World
30% EM
30% World Momentum

Vorteil:
Die World/EM Aufteilung wird etwas "konservativer"
Ggf. Renditeplus

Nachteil:

  1. ETF und damit Orderkosten (wobei die mit 0-1 Euro mir eig. egal sind)
    Bisschen "weniger" Diversifikation im World Bereich bzw. Übergewichtung von den 400 Firmen.

Hab ich was übersehen?
Hört sich für mich gar nicht so verkehrt an, was hältst du/ihr von dem Gedanken?

Die einzigen "Nachteile" sind aus meiner Sicht die Orderkosten - hängt aber von der Kostenstruktur deines Brokers ab - ein bisschen mehr Aufwand beim Rebalancen (2 statt 3 Produkte) und natürlich auch mehr Orders (=mehr Kosten), wenn du irgendwann dein Depot auflöst oder etwas umschichten willst.

Ob du mit der Strategie eine bessere Rendite einfährst, wird leider erst die Zukunft zeigen. Man muss natürlich sagen, dass die "Fallhöhe"/Bewertung des MSCI World Momentum Factor Index nochmal deutlich höher ist, also die des normalen MSCI World.
Zum Vergleich iShares gibt für den iShares Edge MSCI Word Momentum Factor (WKN=A12ATF) ein KGV von ~44 an, während für den iShares Core MSCI World (WKN A0RPWH) gerade mal 23 ausgewiesen werden. Das heißt, bezogen auf den Gewinn sind die Unternehmen im A12ATF derzeit fast doppelt so hoch bewertet.
Es ist also durchaus möglich, dass der bei einer zukünftigen Korrektur auch wesentlich stärker fällt um wieder auf "normale" KGV Werte zurückzukommen.

Wenn du aber ohnehin jetzt erst anfangen willst, diesen ETF zu besparen, dann machst du auch nicht allzu viel falsch. Und je nachdem wie groß dein Depot heute bereits ist, wäre das Gesamtgewicht des A12ATF anfangs ja auch erstmal eher klein und würde sich erst durch das kontinuierliche Sparen allmählich einer Gewichtung von 30% annähern.
In meinem ETF-Weltdepot hat die MSCI World Position insgesamt ca. 41.000 EUR, davon entfallen etwa 1/4 auf den A12ATF. Mit der Allokation fühle ich mich wohl und im Moment bespare ich wieder nur den "normalen" MSCI World ETF in meinem Depot.

Ich bin da ehrlich gesagt ein extrem fauler Hund wenn es um Rebalacing etc geht.
Mein EM performt dem World im Moment aus, so das die Verteilung bei denen 14,4k vs 11,6k ist.

Ich hab aber nicht vor da jetzt etwas zu verkaufen/rebalancen.
Ich werde wohl ganz Stur die 300 zusätzlich in den Momentum, ich habe auch ein paar Kryptos... da treiben mir ein paar Kurseinbrüche von dem ETF vermutlich keine Schweissperlen auf die Stirn ;)

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

Überlege dir zuerst mal wieviel Risiko du nehmen willst und ob du Bock hast wöchentlich/monatlich das Portfolio umzuschichten. Desto mehr du das machst, desto mehr kannst du kurzfristige Trends ausnutzen.

Mit MSCI World und EM hast du eine solide Grundstruktur. Wenn du nun Bock hast, kannst du den Rest in thematische Themen aufteilen (Bspw. 60% MSCI World & EM/40% Thematic/Commodities/Cryptos).

Da sind China (Tech, Medtech, Biotech oder ganz allgemein China A), Clean Energy, Medtech/Biotech/Innovative Health care, Commodities (oder nur Gold), Small/Mid Caps UND Cryptos (gibt mittlerweile Bitcoin etc.. ETPs) interessante Bereiche. Am besten liest du dich ein zu den Themen.

An deiner originalen Allokation finde ich den US Tech Überhang eher kritisch. Das letzte Jahr und auch diese Jahr war natürlich super für den NASDAQ, ich weiss jedoch nicht ob das unendlich so weitergehen kann (Bubble, Regulation on Google & Co).

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know-it-all

ETF-Pool für einmalig 40 000€

WiWi Gast schrieb am 25.01.2021:

Ich bin da ehrlich gesagt ein extrem fauler Hund wenn es um Rebalacing etc geht.
Mein EM performt dem World im Moment aus, so das die Verteilung bei denen 14,4k vs 11,6k ist.

Ja, bei mir im Depot hat der MSCI EM auch aus eigener Kraft in den letzten 2..3 Monaten seine Gewichtung erheblich und über das vorgesehene Soll hinaus vergrößert. Aber das wird sich auch irgendwann wieder ändern...
Man muss auch nicht permanent re-balancen - wenn überhaupt, dann reicht 1x jährlich doch bequem aus.
Ich kaufe übrigens nicht per Sparplan sondern per regulärer Order. Das ist bei der ING bei ~1.000 EUR Orderwert gebührentechnisch deutlich günstiger als ein Sparplan. Damit erledige ich bei mir auch das Rebalances, denn wenn ich kaufe, dann immer einfach den ETF, der gegenüber seiner Soll-Allokation am weitesten zurückhängt.
Dazu habe ich bis mehrheitlich ausschüttende ETFs im Depot, lege allerdings die augeschütteten Beträge in der Regel wieder an. Das hilft also auch beim Rebalancen mit.

Ich hab aber nicht vor da jetzt etwas zu verkaufen/rebalancen.

Verkaufen wäre tatsächlich Blödsinn. Sollte sich die Gewichtung der einzelnen Komponenten über das (individuell zu bestimmende) tolerierbare Maß hinaus verschieben, sollte man dann die Sparbeträge entsprechend zeitweise anpassen.
Wenn einem die Balance im Depot komplett egal ist, kann man natürlich auch verstärkt genau den ETF kaufen, der das stärkste Momentum hat (im Moment also MSCI EM - hoffend, dass dieser Trend noch eine Weile anhält...)

Ich werde wohl ganz Stur die 300 zusätzlich in den Momentum, ich habe auch ein paar Kryptos... da treiben mir ein paar Kurseinbrüche von dem ETF vermutlich keine Schweissperlen auf die Stirn ;)

Kryptos wären für mich persönlich ja nicht unbedingt ein Stabilitätsanker im Depot. Aber es hat halt jeder einen anderen Risikoappetit :-)
Der risikoarme Kapitalanteil sind bei uns tatsächlich noch ganz almodisch einige (schlecht verzinste) Tagesgeldkonten.

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WiWi Gast

ETF-Pool für einmalig 40 000€

know-it-all schrieb am 25.01.2021:

Ja, bei mir im Depot hat der MSCI EM auch aus eigener Kraft in den letzten 2..3 Monaten seine Gewichtung erheblich und über das vorgesehene Soll hinaus vergrößert. Aber das wird sich auch irgendwann wieder ändern...
Man muss auch nicht permanent re-balancen - wenn überhaupt, dann reicht 1x jährlich doch bequem aus.
Ich kaufe übrigens nicht per Sparplan sondern per regulärer Order. Das ist bei der ING bei ~1.000 EUR Orderwert gebührentechnisch deutlich günstiger als ein Sparplan. Damit erledige ich bei mir auch das Rebalances, denn wenn ich kaufe, dann immer einfach den ETF, der gegenüber seiner Soll-Allokation am weitesten zurückhängt.
Dazu habe ich bis mehrheitlich ausschüttende ETFs im Depot, lege allerdings die augeschütteten Beträge in der Regel wieder an. Das hilft also auch beim Rebalancen mit.

Habe nur thesaurierer, und die Sparplanausführung kostet 0-1,5 Euro da fahre ich bei der DKB besser mit dem Sparplan (glaube ich).

Verkaufen wäre tatsächlich Blödsinn. Sollte sich die Gewichtung der einzelnen Komponenten über das (individuell zu bestimmende) tolerierbare Maß hinaus verschieben, sollte man dann die Sparbeträge entsprechend zeitweise anpassen.
Wenn einem die Balance im Depot komplett egal ist, kann man natürlich auch verstärkt genau den ETF kaufen, der das stärkste Momentum hat (im Moment also MSCI EM - hoffend, dass dieser Trend noch eine Weile anhält...)

Da ich "relativ jung" bin mit 29 finde ich das es durchaus mal an der Aufteilung gut schwanken kann, da ich langfristig vermutlich wieder zu Mitte finden werde.

Kryptos wären für mich persönlich ja nicht unbedingt ein Stabilitätsanker im Depot. Aber es hat halt jeder einen anderen Risikoappetit :-)
Der risikoarme Kapitalanteil sind bei uns tatsächlich noch ganz almodisch einige (schlecht verzinste) Tagesgeldkonten.

Kryptos waren nur ne Spielerrei mit übersichtlichem Betrag.
Mein risikoarmer Teil ist noch viel zu gross, nämlich 4 mal Depowert... Daher werde ich langsam die Sparquote erhöhen um das "abzuschmelzen"

Für das erste fahr ich wohl mit 1k in die oben aufgelisteten ETF nicht schlecht, das werde ich in einigen Monaten ggf. wieder erhöhen oder falls es mal wieder abwärts geht Einmalzahlungen machen.

Vielen Dank für den Tipp mit dem Momentum ETF und ich hoffe das mit den zitieren hat funktioniert (wohl doch nicht mehr so jung :-( )

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