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Eigene Steuerkanzlei ohne WP-Examen

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WiWi Gast

Eigene Steuerkanzlei ohne WP-Examen

Hallo,

ich beschäftige mich nun schon seit längerer Zeit damit, ob eine kleinere Kanzlei mit wenigen Berufsträgern und circa 15 - 30 Mitarbeiter ohne einen Wirtschaftsprüfer überhaupt auskommt.
Mein Gedankengang ist folgender, die größeren Mandate welche einen WP benötigen werden sicherlich nicht zu einer Steuerkanzlei gehen, welche die Dienstleistung WP nicht anbieten kann, oder irre ich mich?

Ich denke auch, dass sowohl kleinere Kanzleien als auch Mittelstands Kanzleien mit circa 100 Mitarbeitern ohne einen WP nicht auskommen?

Wie seht ihr das?

Danke für eure Antworten

antworten
WiWi Gast

Eigene Steuerkanzlei ohne WP-Examen

WiWi Gast schrieb am 27.01.2020:

Hallo,

ich beschäftige mich nun schon seit längerer Zeit damit, ob eine kleinere Kanzlei mit wenigen Berufsträgern und circa 15 - 30 Mitarbeiter ohne einen Wirtschaftsprüfer überhaupt auskommt.
Mein Gedankengang ist folgender, die größeren Mandate welche einen WP benötigen werden sicherlich nicht zu einer Steuerkanzlei gehen, welche die Dienstleistung WP nicht anbieten kann, oder irre ich mich?

Ich denke auch, dass sowohl kleinere Kanzleien als auch Mittelstands Kanzleien mit circa 100 Mitarbeitern ohne einen WP nicht auskommen?

Wie seht ihr das?

Danke für eure Antworten

Gibt genug Kanzleien ohne WP, die bestens auskommen.

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WiWi Gast

Eigene Steuerkanzlei ohne WP-Examen

Hi,

danke für deine Antwort. Ist mir natürlich klar dass es genug Kanzleien gibt die auch ohne WP bestens auskommen.
Aber ich denke mir trotzdem, dass man ja ohne WP keine allumfassende Beratung anbieten kann oder bin ich bei den von mir genannten Größenklassen mit meinen Überlegungen auf dem Holzweg?

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WiWi Gast

Eigene Steuerkanzlei ohne WP-Examen

Was kostet im Moment die Haftpflicht für einen WP?

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WiWi Gast

Eigene Steuerkanzlei ohne WP-Examen

Deine Überlegungen sind völlig auf dem Holzweg, da nicht alle Unternehmen eine allumfassende wollen/brauchen/haben dürfen. Abgesehen davon bewegt sich der Markt im Sinne der smithschen Arbeitsteilung immer mehr in Richtung Spezialisierung - davon sind Steuerkanzleien nicht ausgeschlossen.

Reales Beispiel: WTS, eine der größten StBG in D (Platz 7 oder 8), bietet gar keine WP an und ist durchaus erfolgreich genauso wie FGS (Platz 5 in D).

WiWi Gast schrieb am 27.01.2020:

Hi,

danke für deine Antwort. Ist mir natürlich klar dass es genug Kanzleien gibt die auch ohne WP bestens auskommen.
Aber ich denke mir trotzdem, dass man ja ohne WP keine allumfassende Beratung anbieten kann oder bin ich bei den von mir genannten Größenklassen mit meinen Überlegungen auf dem Holzweg?

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Ceterum censeo

Eigene Steuerkanzlei ohne WP-Examen

WiWi Gast schrieb am 27.01.2020:

Deine Überlegungen sind völlig auf dem Holzweg, da nicht alle Unternehmen eine allumfassende wollen/brauchen/haben dürfen. Abgesehen davon bewegt sich der Markt im Sinne der smithschen Arbeitsteilung immer mehr in Richtung Spezialisierung - davon sind Steuerkanzleien nicht ausgeschlossen.

Reales Beispiel: WTS, eine der größten StBG in D (Platz 7 oder 8), bietet gar keine WP an und ist durchaus erfolgreich genauso wie FGS (Platz 5 in D).

An deiner Stelle wäre ich nicht so vorschnell mit meinem Urteil. Die einzige deiner Aussagen, derer ich beizupflichten vermag, ist jene zur WTS AG. Es ist korrekt, die WTS AG führt keine Jahresabschlussprüfungsleistungen durch. Die Kollegen von FGS haben diese Leistungen hingegen sehr wohl in ihrem Portfolio - auch wenn das Steckenpferd hier natürlich die steuerliche Beratung ist.
Grundsätzlich mag es zwar stimmen, dass der Trend zu einer stärkeren Spezialisierung geht, aber auf dem deutschen Markt für StB und WP lässt sich noch kein Trend zu einer Trennung in WPG und StBG verzeichnen. Die Spezialisierung vollzieht sich vielmehr dergestalt, dass einzelne Kanzleien sich auf bestimmte Branchen spezialisieren (z. B. Curacon/Solidaris) oder das eine Arbeitsteilung innerhalb der Gesellschaften stattfindet (gut zu sehen an den Big4).
Um aber auf die Frage des TE zurückzukommen: Umso größer eine Kanzlei wird, umso wahrscheinlicher/nötiger wird es für diese, mindestens einen Wirtschaftsprüfer an Bord zu haben. Es gibt mittlerweile zunehmend Vorbehaltsaufgaben für WP, die man ansonsten nicht bedienen könnte, wenn der Mandant nachfragt. Und ist eine fremde Kanzlei erstmal beim Mandanten involviert, wird sie idR auch versuchen, ihren Marktanteil auf eigene Kosten auszubauen. ;-)
Liebe Grüße

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WiWi Gast

Eigene Steuerkanzlei ohne WP-Examen

Ceterum censeo schrieb am 28.01.2020:

Deine Überlegungen sind völlig auf dem Holzweg, da nicht alle Unternehmen eine allumfassende wollen/brauchen/haben dürfen. Abgesehen davon bewegt sich der Markt im Sinne der smithschen Arbeitsteilung immer mehr in Richtung Spezialisierung - davon sind Steuerkanzleien nicht ausgeschlossen.

Reales Beispiel: WTS, eine der größten StBG in D (Platz 7 oder 8), bietet gar keine WP an und ist durchaus erfolgreich genauso wie FGS (Platz 5 in D).

An deiner Stelle wäre ich nicht so vorschnell mit meinem Urteil. Die einzige deiner Aussagen, derer ich beizupflichten vermag, ist jene zur WTS AG. Es ist korrekt, die WTS AG führt keine Jahresabschlussprüfungsleistungen durch. Die Kollegen von FGS haben diese Leistungen hingegen sehr wohl in ihrem Portfolio - auch wenn das Steckenpferd hier natürlich die steuerliche Beratung ist.
Grundsätzlich mag es zwar stimmen, dass der Trend zu einer stärkeren Spezialisierung geht, aber auf dem deutschen Markt für StB und WP lässt sich noch kein Trend zu einer Trennung in WPG und StBG verzeichnen. Die Spezialisierung vollzieht sich vielmehr dergestalt, dass einzelne Kanzleien sich auf bestimmte Branchen spezialisieren (z. B. Curacon/Solidaris) oder das eine Arbeitsteilung innerhalb der Gesellschaften stattfindet (gut zu sehen an den Big4).
Um aber auf die Frage des TE zurückzukommen: Umso größer eine Kanzlei wird, umso wahrscheinlicher/nötiger wird es für diese, mindestens einen Wirtschaftsprüfer an Bord zu haben. Es gibt mittlerweile zunehmend Vorbehaltsaufgaben für WP, die man ansonsten nicht bedienen könnte, wenn der Mandant nachfragt. Und ist eine fremde Kanzlei erstmal beim Mandanten involviert, wird sie idR auch versuchen, ihren Marktanteil auf eigene Kosten auszubauen. ;-)
Liebe Grüße

Als ergänzendes Argument vielleicht noch: Ja, die WTS bietet zwar keine Jahresabschlussprüfung an, jedoch beschäftigt auch die WTS WPs und bietet über die FAS AG alle anderen Dienstleistungen eines WP außerhalb der Jahresabschlussprüfung an.

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WiWi Gast

Eigene Steuerkanzlei ohne WP-Examen

Ceterum censeo schrieb am 28.01.2020:

Deine Überlegungen sind völlig auf dem Holzweg, da nicht alle Unternehmen eine allumfassende wollen/brauchen/haben dürfen. Abgesehen davon bewegt sich der Markt im Sinne der smithschen Arbeitsteilung immer mehr in Richtung Spezialisierung - davon sind Steuerkanzleien nicht ausgeschlossen.

Reales Beispiel: WTS, eine der größten StBG in D (Platz 7 oder 8), bietet gar keine WP an und ist durchaus erfolgreich genauso wie FGS (Platz 5 in D).

An deiner Stelle wäre ich nicht so vorschnell mit meinem Urteil. Die einzige deiner Aussagen, derer ich beizupflichten vermag, ist jene zur WTS AG. Es ist korrekt, die WTS AG führt keine Jahresabschlussprüfungsleistungen durch. Die Kollegen von FGS haben diese Leistungen hingegen sehr wohl in ihrem Portfolio - auch wenn das Steckenpferd hier natürlich die steuerliche Beratung ist.
Grundsätzlich mag es zwar stimmen, dass der Trend zu einer stärkeren Spezialisierung geht, aber auf dem deutschen Markt für StB und WP lässt sich noch kein Trend zu einer Trennung in WPG und StBG verzeichnen. Die Spezialisierung vollzieht sich vielmehr dergestalt, dass einzelne Kanzleien sich auf bestimmte Branchen spezialisieren (z. B. Curacon/Solidaris) oder das eine Arbeitsteilung innerhalb der Gesellschaften stattfindet (gut zu sehen an den Big4).
Um aber auf die Frage des TE zurückzukommen: Umso größer eine Kanzlei wird, umso wahrscheinlicher/nötiger wird es für diese, mindestens einen Wirtschaftsprüfer an Bord zu haben. Es gibt mittlerweile zunehmend Vorbehaltsaufgaben für WP, die man ansonsten nicht bedienen könnte, wenn der Mandant nachfragt. Und ist eine fremde Kanzlei erstmal beim Mandanten involviert, wird sie idR auch versuchen, ihren Marktanteil auf eigene Kosten auszubauen. ;-)
Liebe Grüße

Hey,

das mit dem Marktanteil ausbauen ist natürlich ein gutes Argument welches ich auch schon im Hinterkopf hatte. Wer schon mal einen Fuß in der Tür hat wird da natürlich weiter machen wollen.

Das heißt also eine Beratung, welche alle Bereiche abdeckt kann man nur anbieten, wenn man StB und WP ist.

Oder benötigt es bei einer Kanzlei welche abschlussprüfpflichtige Mandate betreut ohnehin um größere Kanzleien, welche mehrere Berufsträger haben?

Der Kern meiner Frage zielt darauf ob, ob man als "nur" StB eine eigene Kanzlei vernünftig führen kann.

Man muss sich ja die Dienstleistung WP immer dazukaufen.

Danke für deine Antwort

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WiWi Gast

Eigene Steuerkanzlei ohne WP-Examen

Abschlußerstellung und Prüfung müssen in Deutschland getrennt sein.

Insofern kann eine Steuerberatungskanzlei mit Wirtschaftsprüfer als Kanzleiangehörigem nicht bei denselben Mandanten den Jahresabschluß erstellen und dessen Prüfung vornehmen.

Inzwischen gibt es bei den Jahresabschlußprüfungen sogar eine Verpflichtung zur externen (alle 10 Jahre anderer Abschlußprüfer) wie internen (alle 7 Jahre anderer WP als Prüfungsleiter) Prüferrotation.

Wirtschaftsprüfer dürfen im Rahmen ihres Prüfungsmandats zusätzlich noch Beratungsdienstleistungen bei diesem Mandanten erbringen.

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WiWi Gast

Eigene Steuerkanzlei ohne WP-Examen

Der Kern meiner Frage zielt darauf ob, ob man als "nur" Koch eine eigene Gaststätte vernünftig führen kann?

Man muss sich ja die Dienstleistung Schankanlagenreinigung immer dazukaufen :-)

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WiWi Gast

Eigene Steuerkanzlei ohne WP-Examen

Es entstehen ja alle Kriege um den Besitz des Geldes willen.

Platon

  • 427 v. Chr. † 347 v. Chr.
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WiWi Gast

Eigene Steuerkanzlei ohne WP-Examen

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

Abschlußerstellung und Prüfung müssen in Deutschland getrennt sein.

Insofern kann eine Steuerberatungskanzlei mit Wirtschaftsprüfer als Kanzleiangehörigem nicht bei denselben Mandanten den Jahresabschluß erstellen und dessen Prüfung vornehmen.

Inzwischen gibt es bei den Jahresabschlußprüfungen sogar eine Verpflichtung zur externen (alle 10 Jahre anderer Abschlußprüfer) wie internen (alle 7 Jahre anderer WP als Prüfungsleiter) Prüferrotation.

Wirtschaftsprüfer dürfen im Rahmen ihres Prüfungsmandats zusätzlich noch Beratungsdienstleistungen bei diesem Mandanten erbringen.

Der Abschlussprüfer darf zwar den Abschluss nicht erstellen, aber dafür die Steuererklärung und auch sonstige Steuerberatung ist zumindest bei Non-PIEs kein Problem.
Die Rotation gibt es übrigens auch nur bei PIE-Mandaten, die man als kleine Kanzlei ohnehin nicht prüft.
Ich bin bei so einer kleinen Kanzlei mit 5 Berufsträgern und wir haben kein einziges Mandat, wo wir nur prüfen. Das würde sich gar nicht lohnen.

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WiWi Gast

Eigene Steuerkanzlei ohne WP-Examen

Der Abschlussprüfer darf zwar den Abschluss nicht erstellen, aber dafür die Steuererklärung und auch sonstige Steuerberatung ist zumindest bei Non-PIEs kein Problem.
Die Rotation gibt es übrigens auch nur bei PIE-Mandaten, die man als kleine Kanzlei ohnehin nicht prüft.
Ich bin bei so einer kleinen Kanzlei mit 5 Berufsträgern und wir haben kein einziges Mandat, wo wir nur prüfen. Das würde sich gar nicht lohnen.

Sehe ich auch wie du. Aber grundsätzlich benötigt der WP dann aber jemand anders der seinen Jahresabschluss aufstellt.

Also besteht ja zwischen WP und StB zwangsläufig immer ein Abhängigkeitverhältnis oder alternativ besteht dieses zwischen 2 WP. Der eine stellt auf und der andere prüft.

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WiWi Gast

Eigene Steuerkanzlei ohne WP-Examen

Ich persönlich habe eben immer die Vorstellung, dass man in einer kleineren/Mittelstandskanzlei von allem eine Ahnung haben muss, also sowohl von der WP als auch von der StB deshalb hab ich die Frage gestellt, ob meine Vorstellung zutreffend ist.

Ich denke mir insbesondere wenn man die Kanzlei als Partner mitführt ist das Wissen in beiden Bereichen doch fast unerlässlich oder nicht?

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Ceterum censeo

Eigene Steuerkanzlei ohne WP-Examen

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

Sehe ich auch wie du. Aber grundsätzlich benötigt der WP dann aber jemand anders der seinen Jahresabschluss aufstellt.

Also besteht ja zwischen WP und StB zwangsläufig immer ein Abhängigkeitverhältnis oder alternativ besteht dieses zwischen 2 WP. Der eine stellt auf und der andere prüft.

Nunja, ich weiß zwar nicht, welche Zielgruppe hier angesprochen wird (der TE sprach hier von Kanzleien mit 15 - 100 Mitarbeitern), aber die meisten interessanten Mandanten im Mittelstand stellen ihren Jahresabschluss selber auf und dieser wird dann durch eine Kanzlei geprüft und steuerlich beraten. Die Modelle mit 2 Kanzleien gehen in den seltensten Fällen langfristig gut. Ein prüfungspflichtiger (!) Mandant sollte auch zur Abschlusserstellung einigermaßen befähigt sein und die, die es nicht sind, möchte man meist auch nicht als Mandant. ;-)
Liebe Grüße

antworten
WiWi Gast

Eigene Steuerkanzlei ohne WP-Examen

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

Also besteht ja zwischen WP und StB zwangsläufig immer ein Abhängigkeitverhältnis oder alternativ besteht dieses zwischen 2 WP. Der eine stellt auf und der andere prüft.

Aber nicht aus derselben Kanzlei ;-)

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WiWi Gast

Eigene Steuerkanzlei ohne WP-Examen

Nunja, ich weiß zwar nicht, welche Zielgruppe hier angesprochen wird (der TE sprach hier von Kanzleien mit 15 - 100 Mitarbeitern), aber die meisten interessanten Mandanten im Mittelstand stellen ihren Jahresabschluss selber auf und dieser wird dann durch eine Kanzlei geprüft und steuerlich beraten. Die Modelle mit 2 Kanzleien gehen in den seltensten Fällen langfristig gut. Ein prüfungspflichtiger (!) Mandant sollte auch zur Abschlusserstellung einigermaßen befähigt sein und die, die es nicht sind, möchte man meist auch nicht als Mandant. ;-)
Liebe Grüße

Danke für´s Antworten.
Das heißt im Endeffekt übernimmt der WP die Aufgaben des StB und verständlicherweise auch des WP.

Im Umkehrschluss bedeutet das jetzt, dass jemand der "nur" StB ist und Steuerberatung macht, also weniger gefragt ist? Zumindest bezogen auf Kanzleien mit der von mir genannten Größenklasse.

antworten
WiWi Gast

Eigene Steuerkanzlei ohne WP-Examen

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

Danke für´s Antworten.
Das heißt im Endeffekt übernimmt der WP die Aufgaben des StB und verständlicherweise auch des WP.

Im Umkehrschluss bedeutet das jetzt, dass jemand der "nur" StB ist und Steuerberatung macht, also weniger gefragt ist? Zumindest bezogen auf Kanzleien mit der von mir genannten Größenklasse.

Nein, der WP hat mit den (Plicht-)Prüfungen sein eigenes Tätigkeitsfeld, kann kraft Gesetz aber ebenfalls steuerberatend tätig sein (wie übrigens auch jeder Rechtsanwalt, §3 Nr. 1 StBerG).

Letztlich ist der "Kuchen" im Bereich Steuerberatung größer und dank eigener Gebührenordnung profitabler.

Zudem: die Anzahl der WP hat sich in den letzten sechs Dekaden verzehnfacht, die der Steuerberater "nur" verdreifacht.

antworten
Ceterum censeo

Eigene Steuerkanzlei ohne WP-Examen

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

Nein, der WP hat mit den (Plicht-)Prüfungen sein eigenes Tätigkeitsfeld, kann kraft Gesetz aber ebenfalls steuerberatend tätig sein (wie übrigens auch jeder Rechtsanwalt, §3 Nr. 1 StBerG).

Letztlich ist der "Kuchen" im Bereich Steuerberatung größer und dank eigener Gebührenordnung profitabler.

Zudem: die Anzahl der WP hat sich in den letzten sechs Dekaden verzehnfacht, die der Steuerberater "nur" verdreifacht.

Wie sich auch die Anzahl der Rechtsanwälte verzehnfacht hat. Absolut stehen 165.000 Rechtsanwälten 85.000 Steuerberater, jedoch nur 14.500 Wirtschaftsprüfer gegenüber. Auch absolut mag der "Kuchen größer" sein im Bereich der Steuerberatung, in Relation zur Anzahl der WP ist das Honorar bzw. die Vergütung pro StB (und RA) jedoch seit jeher - und immer noch - geringer ist als die pro WP. Das heißt nicht, dass jeder WP mehr verdient als jeder StB oder RA, im Mittel ist dies jedoch der Fall - und das ganz ohne Gebührenverordnung. ;-)

Um aber auf die Frage des TE zurückzukommen: Man kann auch ohne WP-Examen eine sehr erfolgreiche Kanzlei führen, der WP stellt jedoch eine zusätzliche Qualifikation dar, die man uU einträglich zu nutzen vermag.
Liebe Grüße

antworten
WiWi Gast

Eigene Steuerkanzlei ohne WP-Examen

Danke für eure Einschätzungen.

Ich denke mir ohnehin falls eine Kanzlei wirklich an die ~ 70 - 100 Mitarbeiter hat und auch mehrere Partner hat, wird es wahrscheinlich den Allrounder der sowohl Steuerberatung als auch Wirtschaftsprüfung macht eher weniger geben.

Ich denke auch der Wirtschaftsprüfer wird, auch wenn er das StB-Examen hat, wahrscheinlich schon schwächer in der Steuerberatung sein als ein StB, welcher sich nur mit Steuerberatung befasst. Weil das Themengebiet eines WP ja eher Prüftätigkeit ist und nicht die Beratung.

Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

Korrigiert mich bitte falls meine Ansicht falsch ist.

antworten
WiWi Gast

Eigene Steuerkanzlei ohne WP-Examen

WiWi Gast schrieb am 29.01.2020:

Ich denke auch der Wirtschaftsprüfer wird, auch wenn er das StB-Examen hat, wahrscheinlich schon schwächer in der Steuerberatung sein als ein StB, welcher sich nur mit Steuerberatung befasst. Weil das Themengebiet eines WP ja eher Prüftätigkeit ist und nicht die Beratung.

Das große Geld in der Branche winkt dem, der Mandanten mit hohen Gegenstandswerten akquiriert - mit welchen Titeln bzw. Qualifikationen auch immer.

Im Grunde ist es wichtig, Kontakt zu solchen Personen zu haben und ein Vertrauensverhältnis aufbauen und halten zu können.

Die Arbeit daraus können ggf. auch andere Berufskollegen mit erledigen.

Eingedenk meinem ersten Chef: Man muß nicht alles können, sondern nur Experten kennen, die das Problem lösen. Deren Arbeit verkauft man dann mit Aufschlag an die eigene Kundschaft weiter.

antworten
WiWi Gast

Eigene Steuerkanzlei ohne WP-Examen

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

Es entstehen ja alle Kriege um den Besitz des Geldes willen.

Platon

  • 427 v. Chr. † 347 v. Chr.

Dich würde ich mal gerne Kennenlernen. Auf jedem Thread eine Antwort mit einem Zitat. Hilarious
10/10

antworten
Ceterum censeo

Eigene Steuerkanzlei ohne WP-Examen

WiWi Gast schrieb am 29.01.2020:

Dich würde ich mal gerne Kennenlernen. Auf jedem Thread eine Antwort mit einem Zitat. Hilarious
10/10

Das ist doch Kollege GD200, immer recht deutlich zu erkennen an den gleichen Platzhaltern und der allgemeinen Kritik an Freiberuflern - wobei er/sie hier noch erstaunlich zahm ist. ;-)
Liebe Grüße

antworten
WiWi Gast

Eigene Steuerkanzlei ohne WP-Examen

Ganz ehrlich, schau nach welche Kanzleien gerade zum verkauf stehen, wenn Du selbst bereits Steuerberater bist, wirst du sicherlich die ein oder andere Kanzlei finden. Wenn Dich die Thematik Wirtschaftsprüfer reizt dann wird es sicherlich auch eine Kanzlei geben in der ein Berufsträger wegen Altersgründen demnächst gehen möchte. Allgemeinen verstehe ich deine Frage auch nur so, dass du etwas neues aufbauen möchtest. Frag dich daher selbst welchen Mandanten Stamm du langfristig aufbauen möchtest und welches Klientel du auf langer Sicht betreuen wirst. Den allgemeinen " alles Berater" wird es in Zukunft weniger geben und weniger benötigen.

KMU benötigen zu dem nicht zwingend einen Wirtschaftsprüfer. Gestaltungsberatung, wie auch Unternehmensbewertung und steuerrechtliche Gutachten kann ein Steuerberater ebenso umsetzen.

Aus meiner bescheidenen Erfahrung, fährt eine rein Stb Kanzlei zu dem auch noch sehr gut mit einem Rechtsanwalt statt mit einem Wirtschaftsprüfer (Stichwort interdisziplinäre Beratung)

Stb Kanzleien ohne WP - haben andere hier auch ausführlich beschrieben - gibt es und durchaus lasen sich die Einkünfte ansehnlich betrachten.

WiWi Gast schrieb am 27.01.2020:

Hallo,

ich beschäftige mich nun schon seit längerer Zeit damit, ob eine kleinere Kanzlei mit wenigen Berufsträgern und circa 15 - 30 Mitarbeiter ohne einen Wirtschaftsprüfer überhaupt auskommt.
Mein Gedankengang ist folgender, die größeren Mandate welche einen WP benötigen werden sicherlich nicht zu einer Steuerkanzlei gehen, welche die Dienstleistung WP nicht anbieten kann, oder irre ich mich?

Ich denke auch, dass sowohl kleinere Kanzleien als auch Mittelstands Kanzleien mit circa 100 Mitarbeitern ohne einen WP nicht auskommen?

Wie seht ihr das?

Danke für eure Antworten

antworten
WiWi Gast

Eigene Steuerkanzlei ohne WP-Examen

Früher gab es (gibt es?) doch mal so Zitatekalender. Ungefähr so stelle ich mir das vor: Zitat lesen und dann bei Wiwi-Treff den richtigen Threadsuchen. ;)

WiWi Gast schrieb am 29.01.2020:

Es entstehen ja alle Kriege um den Besitz des Geldes willen.

Platon

  • 427 v. Chr. † 347 v. Chr.

Dich würde ich mal gerne Kennenlernen. Auf jedem Thread eine Antwort mit einem Zitat. Hilarious
10/10

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WiWi Gast

Eigene Steuerkanzlei ohne WP-Examen

WiWi Gast schrieb am 01.02.2020:

Früher gab es (gibt es?) doch mal so Zitatekalender. Ungefähr so stelle ich mir das vor: Zitat lesen und dann bei Wiwi-Treff den richtigen Threadsuchen. ;)

Die Menschen verdrießt's,
daß das Wahre so einfach ist;
sie sollten bedenken,
daß sie noch Mühe genug haben,
es praktisch zu ihrem Nutzen anzuwenden.

Johann Wolfgang von Goethe

    1. August 1749 † 22. März 1832
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