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Berufseinstieg: Wo & WiePolitik

Karriere Politik

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WiWi Gast

Karriere Politik

Hallo Leute,

so wer kennt sich denn genau aus.
Ich bin, 25 Jahre, Banker und habe einen Master in Wiwi.
ich gehöre noch keiner Partei an, möchte aber nun in die Politik.
Wie sollte ich vorgehen (eine Partei die meine Ansichten vertritt habe ich bereits im Auge)
Grüße

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere Politik

Eintreten?
Aber du solltest dir im klaren sein, was das heißt und wie der Hase läuft. Voran kommt nur, wer sehr viel Zeit investiert. Also wenn du bereit bist 20h und mehr wöchentlich zu investieren.. du musst halt sehr viel präsent sein, nicht nur mit Wahlkampfständen etc, auf jeder Veranstaltung, jedem Netzwerktreffen.. sehr wichtig aucdie internen Arbeitsreffen, immer dabei sein. Und falls du irgendwann aufgestellt wirst, gibt es keine vereinssitzung, kein vereinsfest, keine Kirchweih, keine Abendveranstaltung, zu der du nicht gehst und versuchst, dein gesicht in jede Kamera zu halten.

Du hörst vielleicht raus, wie wenig ich davon halte. Politik ist wie alles im leben nicht das Wahlprogramm mitschreiben und die Motive für das Wahlplakat aussuchen, sondern zeitintensive Drecksarbeit.

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WiWi Gast

Re: Karriere Politik

Ich bin seit 30 Jahren Ortsvereinsvorsitzender, Deligierte und sehr bekannt.
Wenn du dich bei einer Partei anmeldest, wirst du einem Ortsverband zugeteilt.

Dann erwarten wir von dir Engagement, wenn du was werden willst und 100% Einsatz. Das heißt, es geht auch Sonntag früh raus zum Plakate kleben, Flyer verteilen und Luftballon aufblasen. Parallel musst du in den Jugendorganisationen und Ausschüssen aktiv werden.

Wenn du dich 3 bis 4 Jahre bewährt hast und einer wie ich dich mag, fördern wir dich und bringen dich ein Stücken nach oben. Dann brauchste halt Glück, dass ein Plätzchen frei wird oder ein oberer dich auch mag.

So läuft der Hase und nicht anders..

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WiWi Gast

Re: Karriere Politik

ja das wäre die Ochsentour....
aber das muss doch auch anders gehen?

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WiWi Gast

Re: Karriere Politik

Dürfte schwierig werden, das mit deinen beruflichen Arbeitszeiten als Banker zu vereinbaren - die meisten MdLs, MdBs und MdEPs sind Freiberufler oder im Öffentlichen Dienst. Wie oben schon korrekt beschrieben, ist Politik eine zeitintensive Tätigkeit. Ich hab mich daher im Studium aus der Parteiarbeit verabschiedet.

Lounge Gast schrieb:

Hallo Leute,

so wer kennt sich denn genau aus.
Ich bin, 25 Jahre, Banker und habe einen Master in Wiwi.
ich gehöre noch keiner Partei an, möchte aber nun in die
Politik.
Wie sollte ich vorgehen (eine Partei die meine Ansichten
vertritt habe ich bereits im Auge)
Grüße

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WiWi Gast

Re: Karriere Politik

Versuche in einem Ministerium unterzukommen. Dort kannst du dann mit Parteibuch Abteilungsleiter oder Staatssekretär werden. Voraussetzung ist jedoch, dass du dich in der Partei zeigst und auch mal dich in die Fraktion abordnen lässt.

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WiWi Gast

Re: Karriere Politik

Er hat ja keine guten Voraussetzungen, in ein Ministerium rein zu kommen. Direkt als Wiwi fast unmöglich. Für diese wenigen Stellen gibt es viele Bewerber. Ein anderer Weg ist über eine nachgeordnete Behörde, dort erst mal 10 Jahre Dienst machen und sich dann ins Ministerium bewerben. Wenn er dann dort angekommen ist und rein zufällig das falsche Parteibuch hat, sieht es aber schlecht aus mit Karriere. Dann besser kein Parteibuch als das falsche.

Lounge Gast schrieb:

Versuche in einem Ministerium unterzukommen. Dort kannst du
dann mit Parteibuch Abteilungsleiter oder Staatssekretär
werden. Voraussetzung ist jedoch, dass du dich in der Partei
zeigst und auch mal dich in die Fraktion abordnen lässt.

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere Politik

Um in einem Ministerium unterzukommen, braucht man in der Regel zwei Jahre Berufserfahrung. Eine Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter wird anerkannt. Von daher ist es ratsam, eine Promotion an einem Lehrstuhl anzufangen und relativ schnell (quick and dirty) durchzuziehen. Mit nem Doktortitel und 2 Jahren BE dann anfangen, sich auf alle Ministerialstellen bewerben. http://www.interamt.de
Alternativ bei der Bundesbank das Referendariat machen. Dort wird man dann auch verbeamtet. Wenn man dann erstmal im Beamtentum drin ist, dann anfangen, sich ins Ministerium versetzen zu lassen.

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WiWi Gast

Re: Karriere Politik

Aber dann bitte nicht gleich meinen, dass man sofort als Abteilungsleiter arbeiten kann?
Im h.D. bedeutet Ministerium eine Referentenstelle und max. A15. Wenn man es dann drauf hat und die entsprechenden Beziehungen (inkl Parteibuch) kann es dann auch als Referatsleiter ff. Weitegehen.
Deswegen Leute bitte daran denken: Parteimitgliedschaft bedeutet nicht sofort große Karriere. Es muss halt alles zusammenwirken...

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere Politik

Sehr interessanter Link! Im höheren Dienst zur Zeit 118 Stellenangebote. Einige davon von Ministerien. Genau eine Stellenausschreibung eines Ministeriums für Wiwi, aber nur Uni-Master. Auffallend ist, dass sich viele Ausschreibungen nicht an akkreditierte FH-Master richten.

Lounge Gast schrieb:

Um in einem Ministerium unterzukommen, braucht man in der
Regel zwei Jahre Berufserfahrung. Eine Tätigkeit als
wissenschaftlicher Mitarbeiter wird anerkannt. Von daher ist
es ratsam, eine Promotion an einem Lehrstuhl anzufangen und
relativ schnell (quick and dirty) durchzuziehen. Mit nem
Doktortitel und 2 Jahren BE dann anfangen, sich auf alle
Ministerialstellen bewerben. http://www.interamt.de
Alternativ bei der Bundesbank das Referendariat machen. Dort
wird man dann auch verbeamtet. Wenn man dann erstmal im
Beamtentum drin ist, dann anfangen, sich ins Ministerium
versetzen zu lassen.

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere Politik

Vom Gesamtpaket (also Gehalt, Arbeitszeit, Pensionsansprüche, Unkündbarkeit) ist A15 ein ordentliches Salär.
Und wenn man in der Politik Karriere machen will, ist eine Stelle in einem Ministerium eine gute Basis.Vor allem weil man dann die Zeit hat, sich auch zu engagieren. Man kann sich dann nämlich auch in die Fraktionen abordnen lassen und sich dort einen Namen machen. Alternativ kann man auch bei einem Verband arbeiten. Die sind nämlich auch nah dran an den Parteien.
Sich parteipolitisch zu engagieren und nebenher bei UB/IB zu arbeiten, schließt sich irgendwie aus.

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere Politik

Beamtenstatus und A15 ist doch mehr als man im Durchschnitt außerhalb des öffentlichen Dienstes bekommt. Partner oder Bereichsleiter wird in Beratung und Industrie auch kaum jemand.

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WiWi Gast

Re: Karriere Politik

Bzgl. Arbeitszeit kann es im Ministerium ganz anders aussehen als bei nachgeordneten Behörden. Die Vorgesetzten erwarten durchaus Überstunden. Manchmal auch am Wochenende, je nach Einsatzbereich. Unbezahlt und ohne Ausgleich natürlich.

Lounge Gast schrieb:

Vom Gesamtpaket (also Gehalt, Arbeitszeit, Pensionsansprüche,
Unkündbarkeit) ist A15 ein ordentliches Salär.
Und wenn man in der Politik Karriere machen will, ist eine
Stelle in einem Ministerium eine gute Basis.Vor allem weil
man dann die Zeit hat, sich auch zu engagieren. Man kann sich
dann nämlich auch in die Fraktionen abordnen lassen und sich
dort einen Namen machen. Alternativ kann man auch bei einem
Verband arbeiten. Die sind nämlich auch nah dran an den
Parteien.
Sich parteipolitisch zu engagieren und nebenher bei UB/IB zu
arbeiten, schließt sich irgendwie aus.

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere Politik

Ich bin Beamter der Deutschen Bundesbank (allerdings im gehobenen Dienst) und aktuell bei der Bundestagsfraktion meiner Partei beschäftigt (und solange von den Tätigkeiten bei der Bundesbank und der EZB beurlaubt). Ich bin mit meinem A12-Posten wirklich eine Ausnahme bei uns. Ansonsten haben wir in der Regel Beamte, die nach A16 oder B-Besoldung besoldet werden (A13-A15 nur vereinzelt).
Einen besseren Einstieg in die Politik gibt es kaum. Ich selbst werde hoffentlich demnächst für den Landtag kandidieren.
Da macht es sich nicht schlecht, dass die Abgeordneten meiner Partei in meinem Büro "ein- und ausgehen".

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere Politik

Ministerien schreiben pro-forma aus, haben aber schon intern längst einen Kandidaten. Ja, stimmt. Oft mit einem Parteibüchlein.

Wer in der Politik etwas werden will, der hat entweder dicke Beziehungen zur Politik oder macht halt die Ochsentour, wie sie hier schon beschrieben wurde.

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere Politik

Das stimmt. Es kommt halt auf das Referat an. Wenn du bspw. im Ministerbüro arbeitest, sind WE Termine inklusive. Aber was meinst du mit Ausgleich? Also normalerweise existieren Gleitzeitarbeitskonten und man kann die Überstunden wieder abbauen mit Freizeit! Dennoch sollte man auch mal an die Tätigkeit an sich denken... Ein Dasein als Referent ist nicht unbedingt bunt und abwechslungsreich. Was das Gesamtpaket angeht, stimme ich zu, dass das sehr ordentlich ist!

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WiWi Gast

Re: Karriere Politik

Ich arbeite in einem Ministerium und bin dort ohne Parteibuch reingekommen. Auch meine verbeamteten Kollegen haben zu 90% kein Parteibuch oder keine parteipolitischen Verflechtungen ins Personalreferat.

Es gibt sogar Leute, die von der Partei ins Haus geholt wurden, die dann aber nicht verbeamtet werden und nur einen Zeitvertrag haben, weil sie nicht die Voraussetzungen erfüllen. Also z.B. Politik statt VWL oder Jura studiert haben.
Wer hier meckert, dass man nur mit Parteibuch ins Ministerium kommt, ist nur enttäuscht, weil er es halt nicht geschafft hat.

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere Politik

Woher weißt du, dass die Kollegen keine Nähe zu einer Partei oder zur Politik haben? Legen die dir ihren Lebenslauf vor? Verlässt du dich auf Aussagen? Nicht jeder macht seine Verflechtungen öffentlich. Ich würde das auch nie machen.

Natürlich gibt es immer wieder Leute, die keine großartige Vernetzung haben, aber fast immer geht es schneller, wenn die da ist.

Lies dir aber deine Aussagen noch einmal durch: Du schreibst selbst, dass die Politik immer wieder ungeeignete Kandidaten erfolgreich in den Ministerien bringt. Sie wurden vielleicht nicht verbeamtet, aber jemand ohne Parteibuch wäre doch gar nicht soweit gekommen, oder?

Damit hast du das Argument leider bestätigt und nicht widerlegt.

Lounge Gast schrieb:

Ich arbeite in einem Ministerium und bin dort ohne Parteibuch
reingekommen. Auch meine verbeamteten Kollegen haben zu 90%
kein Parteibuch oder keine parteipolitischen Verflechtungen
ins Personalreferat.

Es gibt sogar Leute, die von der Partei ins Haus geholt
wurden, die dann aber nicht verbeamtet werden und nur einen
Zeitvertrag haben, weil sie nicht die Voraussetzungen
erfüllen. Also z.B. Politik statt VWL oder Jura studiert haben.
Wer hier meckert, dass man nur mit Parteibuch ins Ministerium
kommt, ist nur enttäuscht, weil er es halt nicht geschafft hat.

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere Politik

Ich habe nicht gesagt, dass die Politik ungeeignete Kandidaten ins Ministerium bringt. Nur weil jemand Politik studiert hat, heißt es noch lange nicht, dass er ungeeignet ist. Bei uns im Hause ist es jedoch so, dass die Stellenausschreibungen auf Juristen, WiWis und NaWis ausgelegt sind. Wenn ein Staatssekretär gerne seinen Politologen als persönlichen Referenten einstellen will, wird er auch eingestellt. Er bekommt aber keinen unbefristeten Vertrag, weil er eben nicht die Voraussetzungen des Hauses erfüllt. Wenn der Staatsekretär dann weg ist und der Vertrag ausläuft, ist auch der Politologe weg. Darauf achtet der Personalrat.

Ich hatte Zusagen von zwei Ministerien und der Bundesbank. Und das ohne Parteiverbindungen. Der Personalrat achtet sehr stark darauf, wer überhaupt ins AC eingeladen wird. Und dann geht es natürlich stark nach Noten und Berufserfahrungen. Wenn sich dann jemand parteipolitisch engagiert, Praktika im politischen Raum macht und gute Noten hat, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er zum AC eingeladen wird. Und ja, man kann dann auch Verbindungen zur Partei haben, aber ausschlaggebend sind die nicht. Wenn jemand Marketing und Personal vertieft hat, Praktika bei Big4 und MDAX gemacht hat und sich dann im BMZ bewirbt, wird er wohl schlechte Karten haben. Egal wie gut seine Parteikontakte sind.

Ich glaube, dass der ÖD noch mit die fairsten Einstellungsverfahren hat. Das Verfahren der Bundesbank ist extrem fair. Da bringt Partei Null. Ich glaube, bei DAX30 ist es schlimmer.

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere Politik

Wie gesagt, bestätigst du doch nur, was hier gesagt wird:

Der Gehilfe des Staatssekretärs kommt durch Vitamin B an seinen Job. Gibt es einen Stellen oder Politikwechsel, dann ist er weg. Also ist die Verknüpfung eben nicht die Quali, sondern nur das Vitamin.

Säuberungsaktionen nach z.B. einem Regierungswechsel sind doch in Deutschland völlig normal.
Im Übrigen stimmt es nicht so ganz, was du schreibst. Normalerweise gibt es denn versuch, einen Gehilfen schnell noch zu verbeamten nicht gerade selten...die Presse berichtet auch oft darüber..

Lounge Gast schrieb:

Ich habe nicht gesagt, dass die Politik ungeeignete
Kandidaten ins Ministerium bringt. Nur weil jemand Politik
studiert hat, heißt es noch lange nicht, dass er ungeeignet
ist. Bei uns im Hause ist es jedoch so, dass die
Stellenausschreibungen auf Juristen, WiWis und NaWis
ausgelegt sind. Wenn ein Staatssekretär gerne seinen
Politologen als persönlichen Referenten einstellen will, wird
er auch eingestellt. Er bekommt aber keinen unbefristeten
Vertrag, weil er eben nicht die Voraussetzungen des Hauses
erfüllt. Wenn der Staatsekretär dann weg ist und der Vertrag
ausläuft, ist auch der Politologe weg. Darauf achtet der
Personalrat.

Ich hatte Zusagen von zwei Ministerien und der Bundesbank.
Und das ohne Parteiverbindungen. Der Personalrat achtet sehr
stark darauf, wer überhaupt ins AC eingeladen wird. Und dann
geht es natürlich stark nach Noten und Berufserfahrungen.
Wenn sich dann jemand parteipolitisch engagiert, Praktika im
politischen Raum macht und gute Noten hat, ist die
Wahrscheinlichkeit hoch, dass er zum AC eingeladen wird. Und
ja, man kann dann auch Verbindungen zur Partei haben, aber
ausschlaggebend sind die nicht. Wenn jemand Marketing und
Personal vertieft hat, Praktika bei Big4 und MDAX gemacht hat
und sich dann im BMZ bewirbt, wird er wohl schlechte Karten
haben. Egal wie gut seine Parteikontakte sind.

Ich glaube, dass der ÖD noch mit die fairsten
Einstellungsverfahren hat. Das Verfahren der Bundesbank ist
extrem fair. Da bringt Partei Null. Ich glaube, bei DAX30 ist
es schlimmer.

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere Politik

Komm schon ;)

Ich war lange beim Staat beschäftigt. In der Regel versuchen die Parteisoldaten alles, um ihre Parteianhänger so zu platzieren, dass sie auch einen Amtswechsel überstehen oder noch da sind, wenn die politische Farben an der Macht mal wechseln.

Klar, da rettet man nicht jeden, aber in der Regel wird schon verbeamtet oder ein Plätzchen in der Stiftung gesucht.

Lounge Gast schrieb:

Ich habe nicht gesagt, dass die Politik ungeeignete
Kandidaten ins Ministerium bringt. Nur weil jemand Politik
studiert hat, heißt es noch lange nicht, dass er ungeeignet
ist. Bei uns im Hause ist es jedoch so, dass die
Stellenausschreibungen auf Juristen, WiWis und NaWis
ausgelegt sind. Wenn ein Staatssekretär gerne seinen
Politologen als persönlichen Referenten einstellen will, wird
er auch eingestellt. Er bekommt aber keinen unbefristeten
Vertrag, weil er eben nicht die Voraussetzungen des Hauses
erfüllt. Wenn der Staatsekretär dann weg ist und der Vertrag
ausläuft, ist auch der Politologe weg. Darauf achtet der
Personalrat.

Ich hatte Zusagen von zwei Ministerien und der Bundesbank.
Und das ohne Parteiverbindungen. Der Personalrat achtet sehr
stark darauf, wer überhaupt ins AC eingeladen wird. Und dann
geht es natürlich stark nach Noten und Berufserfahrungen.
Wenn sich dann jemand parteipolitisch engagiert, Praktika im
politischen Raum macht und gute Noten hat, ist die
Wahrscheinlichkeit hoch, dass er zum AC eingeladen wird. Und
ja, man kann dann auch Verbindungen zur Partei haben, aber
ausschlaggebend sind die nicht. Wenn jemand Marketing und
Personal vertieft hat, Praktika bei Big4 und MDAX gemacht hat
und sich dann im BMZ bewirbt, wird er wohl schlechte Karten
haben. Egal wie gut seine Parteikontakte sind.

Ich glaube, dass der ÖD noch mit die fairsten
Einstellungsverfahren hat. Das Verfahren der Bundesbank ist
extrem fair. Da bringt Partei Null. Ich glaube, bei DAX30 ist
es schlimmer.

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere Politik

Das Ministerium stellt pro Jahr z.B. 20 Leute im hD ein. Einer davon hat dann Vitamin B. Jetzt zu sagen, nur mit Vitamin B kommt man ins Ministerium ist wirklich übertrieben.

Da ist wohl jemand sauer, dass er es nicht geschafft hat.

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere Politik

Woher weißt du das? Ich meine die Frage jetzt völlig ernst. Woher weißt du, wer Beziehungen zu wem hat oder bei einer Partei ist? Meinst du die Leute gehen damit hausieren?

Lounge Gast schrieb:

Das Ministerium stellt pro Jahr z.B. 20 Leute im hD ein.
Einer davon hat dann Vitamin B. Jetzt zu sagen, nur mit
Vitamin B kommt man ins Ministerium ist wirklich übertrieben.

Da ist wohl jemand sauer, dass er es nicht geschafft hat.

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere Politik

Ich habe auch mal in einem Landesministerium gearbeitet. Da wusste man ziemlich genau, wer welches Parteibuch hatte. Und wenn das Parteibuch nicht das passende war, konnte es auch karriereschädlich sein. Die meisten (gefühlt fast alle) hatten aber wirklich keine Parteibindung.

Lounge Gast schrieb:

Woher weißt du das? Ich meine die Frage jetzt völlig ernst.
Woher weißt du, wer Beziehungen zu wem hat oder bei einer
Partei ist? Meinst du die Leute gehen damit hausieren?

Lounge Gast schrieb:

Das Ministerium stellt pro Jahr z.B. 20 Leute im hD ein.
Einer davon hat dann Vitamin B. Jetzt zu sagen, nur mit
Vitamin B kommt man ins Ministerium ist wirklich
übertrieben.

Da ist wohl jemand sauer, dass er es nicht geschafft hat.

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere Politik

Der Ausgangssatz war "Ministerien schreiben pro-forma aus, haben aber schon intern längst einen Kandidaten."

Und in der Regel stimmt das nicht. Natürlich gibt es denn Einzelfall, wo man mal einen mit Parteibuch eingestellt hat. Das gleiche trifft aber auch auf DAX30, UB, IB, GK, PE etc. zu. Auch dort wird mal einer eingestellt, weil er den GF, MD, VP ec. kennt. Aber daraus kann man noch keine Systematik ableiten. Wer gut ist und im AC überzeugt, hat gute Chancen genommen zu werden.

Und nur weil einer in der Partei ist, heißt es noch lange nicht, dass man deswegen den Job bekommen hat. Wer sich in einem Ministerium bewirbt, der ist politisch interessiert. UNd ann liegt es nahe, dass man sich ggf. auch parteipolitisch engagiert. Aber nur weil man Beisitzer im Ortsverein Gelsenkirchen-Buer ist, heißt es noch lange nicht, dass man Minister XY kennt, der einem einen Job vermittelt.

Und es geht hier um Einstiegsstellen. Dass der weitere Karriereverlauf durchaus parteipolitisch geprägt sein kann, steht auf einem anderen Blatt.

Und wenn man sich mit seinen Kollegen unterhält und teilweise auch befreundet mit, kriegt man schon irgendwie mit, wie sie politisch ticken und ob sie irgendwie in der Partei aktiv sind.

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere Politik

Wenn du in einen Ministerium warst, weißt du sicher, dass es ganze Bereich gibt, die nur für die Parteisoldaten geschaffen wurden. Ich meine damit nicht den Minister.

Ein Beispiel: Der parlamentarische Staatssekretär und sein Gefolge. Bis auf NRW sind das überall Beamte.

Lounge Gast schrieb:

Der Ausgangssatz war "Ministerien schreiben pro-forma
aus, haben aber schon intern längst einen Kandidaten."

Und in der Regel stimmt das nicht. Natürlich gibt es denn
Einzelfall, wo man mal einen mit Parteibuch eingestellt hat.
Das gleiche trifft aber auch auf DAX30, UB, IB, GK, PE etc.
zu. Auch dort wird mal einer eingestellt, weil er den GF, MD,
VP ec. kennt. Aber daraus kann man noch keine Systematik
ableiten. Wer gut ist und im AC überzeugt, hat gute Chancen
genommen zu werden.

Und nur weil einer in der Partei ist, heißt es noch lange
nicht, dass man deswegen den Job bekommen hat. Wer sich in
einem Ministerium bewirbt, der ist politisch interessiert.
UNd ann liegt es nahe, dass man sich ggf. auch
parteipolitisch engagiert. Aber nur weil man Beisitzer im
Ortsverein Gelsenkirchen-Buer ist, heißt es noch lange nicht,
dass man Minister XY kennt, der einem einen Job vermittelt.

Und es geht hier um Einstiegsstellen. Dass der weitere
Karriereverlauf durchaus parteipolitisch geprägt sein kann,
steht auf einem anderen Blatt.

Und wenn man sich mit seinen Kollegen unterhält und teilweise
auch befreundet mit, kriegt man schon irgendwie mit, wie sie
politisch ticken und ob sie irgendwie in der Partei aktiv sind.

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere Politik

Ok, du hast Recht. Eine kleine Schwalbe macht doch einen Sommer.

In meinem Ministerium wurden in den letzten drei Jahren an die 30 Leute im hD eingestellt. Jetzt haben wir zwei parlamentarische Staatssekretäre. Zu deren Gefolge gehört ein Referent und eine Sekretärin. Die Referenten wurden von den Staatss
ekretären mitgebracht. Das sind 2 von 30. Also gibt es immer noch 28 Plätze, die man durch gute Leistung im AC bekommen kann.

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere Politik

Werde Bürgermeister. Selbst in einer Kleinstadt fast 10k brutto in Steuerklasse 3. Unser Bürgermeister tut nichts, ist zu Partys und Veranstaltungen anwesend und winkt alle Bauanträge großer Firmen durch (wird wohl gesponsort von denen). Kassiert dafür 9,5k im Monat...

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere Politik

Dafür müssen Bürgermeister auch den Kopf hin halten. Beispielsweise für die Duisburger Massenpanik oder zuletzt für die drei im Dorfteich ertrunkenen Kinder. Kein Licht ohne Schatten.

WiWi Gast schrieb am 24.02.2020:

Werde Bürgermeister. Selbst in einer Kleinstadt fast 10k brutto in Steuerklasse 3. Unser Bürgermeister tut nichts, ist zu Partys und Veranstaltungen anwesend und winkt alle Bauanträge großer Firmen durch (wird wohl gesponsort von denen). Kassiert dafür 9,5k im Monat...

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere Politik

Für 10k mache ich das..

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