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Sind wir denn alle bekloppt? ...

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WiWi Gast

Sind wir denn alle bekloppt? ...

Wenn man sich mal überlegt, dass man nur ein Leben hat und sich trotzdem so viel Stress macht. Viele Arbeiten 60 + x Stunden. Für was eigentlich. Ich bin selber jemand, der sehr viel arbeitet, sein Leben eigentlich wenig genießt bzw. bewusst lebt. Ich weiß eigentlich, dass es oft wichtigere Dinge im Leben gibt als den Job. Nur komme ich nicht heraus. Zu groß ist schon die Verantwortung. Frau, Kind, Haus ...

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WiWi Gast

Re: Sind wir denn alle bekloppt? ...

ich kenne immer mehr, die auf die grosse Kohle verzichten und nache einigen Jahren die Schnauze voll haben - denke das wird der Trend sein, heißt natürlich nicht, dass man auf der faulen Haut liegt.

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WiWi Gast

Re: Sind wir denn alle bekloppt? ...

Viele Alternativen gibt es tatsächlich nicht, entweder 50-60-80 Stunden Woche oder ein Leben wie Arno Dübel ("Deutschlands frechster Arbeitsloser" laut Bibel äh Bildzeitung

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WiWi Gast

Re: Sind wir denn alle bekloppt? ...

Bedingungsloses Grundeinkommen für alle Bürger, dann ist der Druck weg und die Leute arbeiten trotzdem z.B. 30 Stunden/woche, weil ihnen sonst langweilig ist und sie dann gerne was dazu verdienen und sich aussuchen können, was sie auch gerne machen. und dann fällt diese ganze callcenter und marketing mist von alleine weg :)

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WiWi Gast

Re: Sind wir denn alle bekloppt? ...

Bei vielen dürfte es so sein, dass sie derart anfangen um vergleichsweise früh einen Wohlstand anzuhäufen, der es ihnen erlaubt, ab einem bestimmten Alter bedeutend weniger zu machen. Problem: Wer das Pensum mal über ein paar Jahre geht, dem fällt es danach in der Regel schwer runter zu tunen und Dienst nach Vorschrift zu machen.

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WiWi Gast

Re: Sind wir denn alle bekloppt? ...

Lounge Gast schrieb:

Wenn man sich mal überlegt, dass man nur ein Leben hat und
sich trotzdem so viel Stress macht. Viele Arbeiten 60 + x
Stunden. Für was eigentlich. Ich bin selber jemand, der sehr
viel arbeitet, sein Leben eigentlich wenig genießt bzw.
bewusst lebt. Ich weiß eigentlich, dass es oft wichtigere
Dinge im Leben gibt als den Job. Nur komme ich nicht heraus.
Zu groß ist schon die Verantwortung. Frau, Kind, Haus ...

Ist doch ganz einfach: Man muss halt wenig arbeiten und trotzdem viel verdienen.

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early_hooter

Re: Sind wir denn alle bekloppt? ...

Die Frage ist doch: Welcher Job hat das beste Verhältnis Gehalt/Arbeitszeit !

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WiWi Gast

Re: Sind wir denn alle bekloppt? ...

ich habe keine Ahnung warum viele BWLer sich solche Jobs antun. Ich habe es mir deutlich einfacher gemacht. Man muss als BWLer in der öffentlichen Verwaltung!!! Glaubt mir mit dem Geld komme ich euch nicht hinterher, aber ich bin in meiner Heimatstadt geblieben und leiste deutlcih weniger Stunden ab als manch einer von euch. Und sehe Familie und Freunde jeden Tag. Arbeitszeit von 7-15 Uhr. 15:30 uhr bin ich zu hause bei meiner Familie (frau und Kinder und meine Eltern sind auch ein paar Blocks nur entfernt).
Viele meiner Kommilitonen beneiden mich, diesbezüglich.

Gruß aus Münster und genießt das Leben man

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WiWi Gast

Re: Sind wir denn alle bekloppt? ...

ja aber leider gibt es nicht nur solche "Traumjobs" in der Verwaltung oder Behörde. Wer da ne Stelle bekommt ist glücklich dran. Und klar, ich würde auch lieber etwas weniger verdienen und dafür noch ein "Leben" neben der Arbeit haben. Man lebt schließlich nur einmal ;-)

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WiWi Gast

Re: Sind wir denn alle bekloppt? ...

@Münsteraner

Geld: Träum weiter. Die Bezahlung nach TvöD ist lächerlich. Jedes KMU zahlt bedeutend mehr für Akademiker.

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WiWi Gast

Re: Sind wir denn alle bekloppt? ...

Welche Prioritäten habe ich in meinem Leben? Wie definiere ich Erfolg für mich, wenn man sich keine eigenen Kriterien sucht bekommt man von der Außenwelt welche Angeboten z.B. Gehalt!
Ich glaube, dass Mammon niemanden wirklich langfristig Glücklich macht, aber leider kommen sehr viele zu spät dahinter ;-)

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WiWi Gast

Re: Sind wir denn alle bekloppt? ...

arbeite auch 40 std die woche. kriege aber rund 45k inkl. bonus.

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WiWi Gast

Re: Sind wir denn alle bekloppt? ...

Tja, Kollege, in der Mühle sind viele! Für einen selber bleibt nicht mehr viel, weil all die selbst auferlegten Verpflichtungen erfüllt werden müssen. Das einzige, was Du machen kannst - nimm Dir ab und zu eine Auszeit, (und wenn es nur eine Stunde ist) und mach das was Du willst.
Ein Leidensgenosse

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WiWi Gast

Re: Sind wir denn alle bekloppt? ...

was soll ich sagen: zur Lebensqualität gehört nicht nur Geld....

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WiWi Gast

Re: Sind wir denn alle bekloppt? ...

Entweder man hat viel Freizeit, aber wenig Geld oder man hat viel Geld, aber wenig Freizeit. So ist das. Viel Geld und viel Freizeit hat man nur dann, wenn man reich geboren ist oder geerbt hat.

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WiWi Gast

Re: Sind wir denn alle bekloppt? ...

Der Münsteraner sagt:

Jede KMU bezahlt auch mehr als Großunternehmen bzw. Unternehmen im DAX!!! (Außerdem habe ich schon erwähgnt und zugegeben, das sich weniger verdiene als es mir möglich wäre)

Wenn man gut ist, hat man auch die Möglichkeit ausserhalb des TvöD zu verhandeln. Und dies nutzen tatsächlich Personen aus. Ich habe es genau so gemacht. Ich kann mit einem Jahresgehalt von 60000€ eigentlich nicht beschweren. Ich kann meine Hauskredit bezahlen (Doppelhaushälfte mit kleiner Pool ;-) ). Kann mir jährlich einen Urlaub leisten und meine 2 Kindern fehlt es an nichts. achso und ein schickes Auto ist auch noch drin. Lebensqualität finde ich enorm wichtig und steht mir mehr zu als alles andere. Selbst mit 40000€ wurde ich locker über die runden kommen und wäre sehr zufrieden. Das einzige was für mich zählt ist einfach mehr Freizeit und wenn es halt an Gehalt kostet. Ich brauch nicht mehr Geld. Alles was ich eben brauche ist Zeit für Familie und Freunde.

P.S. die 60000 habe ich nach 5 Jahren bekommen. Ich weiß das einige nach 5 Jahre locker mal die 70 bis 90 Grenze geknackt haben (Freundeskreis aus der Uni zeit bestätigen das), jedoch sehe ich auch wie ihr leben verläuft. Ständig im Dienste des Unternehmens, ohne einen Gedanken an sich zu verlieren, teilweise ohne Lust, teilweise auch ohne Gefühle. Traurig.

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WiWi Gast

Re: Sind wir denn alle bekloppt? ...

Ich finde diese Grunddiskussion sehr spannend, da ich selbst von einer Uni komme, wo einem Karriere recht eingebläut wurde und viele Kommilitonen schon zu Studienzeiten auf viel Spaß und Freizeit verzichtet haben zugunsten von Praktika oä.

Das interessante ist, dass ich momentan das Gefühl habe, dass sehr viele Freunde in meinem Umkreis sich diese Frage Leben vs. Karriere stellen. Und diese sind alle in extremen Rödeljobs. Ich finde es auch richtig, dass man sich dies immer wieder vor Augen führt, denn wie hier schon gesagt wurde. Teilweise ist es schwer aus dem Hamsterrrad zu kommen.

Ich persönlich arbeite momentan 65-80h pro Woche, bin Mitte 20 und verdiene ca. 80k plus ggf. Minibonus (befinde mich in meinem ersten Berufsjahr). Viele Freunde liegen auf beiden Dimensionen in ähnlichen Bereichen. Darüber kann man sicher nicht meckern vor allem, da es eine zeitliche Investition ist und das Gehalt in 5 Jahren bei ca. 150k liegen dürfte inkl. Bonus. Dennoch stellt sich die Frage wie lange man sowas machen will, denn mit Familie ist sowas kaum zu vereinbaren und es gehen einem schon verdammt gute Lebensjahre flöten. Zudem bleiben einem nach Steuern auch nicht so viel mehr übrig, dass man nach 5 Jahren gleich ne Wohnung abbezahlt hätte oder so.

Ich für meinen Teil werde es jetzt erstmal als Investition sehen (und es macht auch überwiegend inhaltlich Spaß) und es ein paar Jahre machen. Bin mir aber ziemlich sicher, dass ich mit spätestens dreißig auf einen ruhigeren Job wechseln werde, wobei ich auch Gehaltseinbußen in Kauf nehmen würde.

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WiWi Gast

Re: Sind wir denn alle bekloppt? ...

Sehr interessanter Gedanke.

Stehe nach meiner Ausbildung auch vor der Entscheidung was ich mit meiner Zukunft anfangen will.
Ich bin weder der klassische Karrierehengst, noch sehe ich mich als der Hartz IV'ler in spé.

Solider Schulabschluss, Fernstudium neben Ausbildung, mit 23 hab ich meinen Bachelor und 2 Jahre Berufserfahrung inkl. Ausbildung in einem renommierten Unternehmen.
Aber was dann? Karriere oder die weite Welt kennen lernen und mit Anfang 30 auf Berufsschullehrer umschwenken?

'Eine' (sehe das nicht als absolut an) 'Bilderbuchkarriere' hat ein älterer Kumpel von mir hinter sich.
Hauptschulabschluss mit 15, dann Lehre zum Maurer, Meister gemacht, mit 25 die Koffer gepackt und die Welt bereist.
War 7 Jahre unterwegs auf der ganzen Welt und hat sich durchgeschlagen, als Handwerker kein Thema meinte er, vor allem im Ausland nicht, da kannst' auch als Schreiner/Dachdecker arbeiten, wenn du Handwerksmeister aus Deutschland bist. Deutscher Handwerker = gut, so die allgemeine Auffassung der Leute, erzählte er mir.
So, heute mit Ende 30, um sehr viele Erfahrungen reicher sitzt er als Fachlehrer in der Berufsschule und sagt, besser hätte sein Leben bis dato nicht laufen können und er genießt die Zeit mit Frau und 2 Kindern
Samstags wird entweder der eisern zusammengesparte 911er poliert, ins Stadion gegangen oder was am Eigenheim gemacht. Sonntags entweder Familienausflug oder der 911er wird bei gutem Wetter ausgefahren. Und in der Schule bringt er sich auch nicht um, findet die heutigen Zustände mehr interessant und sieht’s als Herausforderung den Leuten unterschiedlicher Kulturen was beizubringen.
Top! Oder?!

Was nun der ideale Weg ist, kann ich auch nicht sagen, aber ich bin immer mehr davon überzeugt, nachdem ich den Mann kennen gelernt habe, dass es auch ohne 100k+ p.a. zu einem erfüllten Leben reichen kann. Hört sich immer so gut kleinbürgerlich an, aber wenn es mal 'sieht', dann nimmt es auf einmal Gestalt an. Vor allem für die Leute, die sich noch nicht ganz dem Mammon verschrieben haben.
Und wer weiss, da draußen wartet evtl. die Liebe deines Lebens in Gestalt einer wohlhabenden Südamerikanerin ;)

Wie sagt er immer so schön „Einfach leben!“

Auf weitere interessante Beiträge.

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WiWi Gast

Re: Sind wir denn alle bekloppt? ...

So ungefähr sehe ich das auch. Ich schreibe an meiner Diplomarbeit und werd' mit 23 fertig sein (Uni). Erstmal einen Job annehmen, bei dem ich mehr arbeite aber auch mehr verdiene und vor allem schnell die Karriereleiter hochklettere. In meinem Alter denke ich noch nicht an Familie.
Ich denke aber, für Freundin, Freunde etc. habe ich mehr Zeit als wenn ich ein Bummelstudent gewesen wäre und mit 27 abgeschlossen hätte sowie einen 40h-Job angenommen hätte, aber auch gleich mit der Familenplannung angefangen hätte.
So kann ich jetzt auch schon Geld sparen und Berufserfahrung sammeln, ohne dass ich privat Stress habe.

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WiWi Gast

Re: Sind wir denn alle bekloppt? ...

Die Jugend ist jetzt und kommt auch nicht zurück. Was man jetzt verpasst, kann man später nicht nachholen. Es nützt nichts 100k Euro im Jahr mit Anfang 30 zu verdienen, wenn man niemanden mehr kennt, mit dem man seine Zeit teilen kann. Familienplanung hin oder her, wer kein soziales Netzwerk mehr besitzt verödet. Wer als Angestellter den großen Reibach machen will, muss einen extremen Preis dafür zahlen. Es ist nicht ohne Grund die Rede von der Work-Life Balance. Was will man später seinen Kindern oder Enkeln erzählen, wenn die einen Fragen was man so in seiner Jugend gemacht hat? Dann bleibt nur: Ich hab gearbeitet. Ist es das was man sich von seinen jungen Lebensjahren erhoffen sollte? Ist das etwa das was sich geistige Elite nennt? 80 oder 100 Stunden in der Woche für andere arbeiten ist elitär? Sorry aber wer das glaubt gehört mit Sicherheit nicht zuu geistigen Elite, sondern lässt sich versklaven. Wenn das Leben deinem Chef gehört, ist das Sklavenhaltung und dank Steuerprogression springt am Ende in Steuerklasse 1 nichtmal was anständiges bei raus, da der Staat gut und gerne samt Sozialabgaben 45% vom Brutto einstreicht. Die geistige Elite sollte was bewegen, Macher sein und nicht als Angestellter sein Leben an den Chef verschenken.

Viel Spass beim drüber Nachdenken...

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