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Wie man richtig sitzt!

Richtiges Sitzen gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die zunehmende Zahl der Rückenbeschwerden in Deutschland ist nicht mehr nur allein auf Berufe mit schwerer körperlicher Arbeit zurückführbar. Gerade auch Menschen, die viel Zeit sitzend vor dem Schreibtisch verbringen, haben mit Rückenschmerzen zu kämpfen. Daher gilt es möglichst schon in jungen Jahren einige wichtige Dinge zu beherzigen, um spätere Beschwerden zu vermeiden. Neben der richtigen Sitzhaltung ist dabei vor allem auch der Kauf der passenden Möbel von großer Bedeutung.

Ein Bürostuhl mit roter Sitzfläche, als Hocker.

Rückenschmerzen vorbeugen durch Ergonomie
Dem Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse zufolge entstehen in Deutschland jährlich hochgerechnet rund 40 Millionen Fehltage, die auf Rückenbeschwerden zurückführbar sind. Damit haben sich Schmerzen im Rücken praktisch als eine Volkskrankheit in der Bundesrepublik etabliert. Während dabei vor allem körperlich anstrengende Berufe von den wirklich schweren Beschwerden betroffen sind, klagen auch immer mehr Menschen mit einem Schreibtisch-Job über Problemen im Rücken. Im Gegensatz zu anderen Berufen lässt sich hier jedoch durch einige Vorkehrungen viel Schaden vermeiden. Dies gilt gerade für Studenten, da diese nicht nur im späteren Berufsleben viel Zeit am Schreibtisch verbringen, sondern auch während des Studiums bereits viel sitzen. Die passenden Möbel, um ideal zu sitzen, finden sich dabei in der Regel bei vielen Fachhändlern wie zum Beispiel bei Büromöbel-Experte. Der Kauf guter Möbel allein ist jedoch nicht ausreichend.

Beim Sitzen kommt es vor allem auf die richtige Ergonomie an. Dabei gilt es zu allererst, den Bürostuhl richtig anzupassen. So sollte die Höhe so gewählt werden, dass beide Füße fest auf dem Boden stehen. Oftmals ist dies bei eher kleinen Menschen eher schwierig, wenn sich zum Beispiel der Tisch nicht dementsprechend verstellen lässt. In solchen Fällen kann man sich durch einen Fußhocker aushelfen. Grundsätzlich sollten die Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel beim Sitzen 90 Grad betragen. Das Gleiche gilt auch für den Winkel zwischen Ober- und Unterarm. Dies gelingt in der Regel nur, wenn Ellenbogen, Handflächen und Tischoberfläche beziehungsweise Tastatur sich in einer Linie befinden.

Weiterhin sollte darauf geachtet werden, der Sichtabstand zum Monitor mindestens 50 Zentimeter beträgt. Handelt es sich um einen besonders großen Bildschirm, werden sogar bis zu 80 Zentimeter empfohlen. Dies ist auch einer der Gründe, weshalb Notebooks am Arbeitsplatz eher nachteilig sind. Zum einen gibt es ergonomische Probleme, da Tastatur und Maus so eng beieinander sind und zum anderen sitzt die Person in der Regel sehr nah am Bildschirm. Um das Problem zu lösen, empfiehlt es sich eine externe Maus und Tastatur zu nutzen. Diese können unabhängig vom Rechner ergonomisch auf dem Schreibtisch verteilt und damit an die optimale Sitzhaltung angepasst werden.

Zusätzlich sollte bei der Einrichtung des Zimmers ebenfalls auf einige Dinge geachtet werden. Idealerweise wird der Schreibtisch parallel zum Fenster aufgestellt. Auf diese Weise verhindert man, dass es zum Blenden kommt, die sich zusätzlich negativ auf die Augen auswirken können. Je nach Sonneneinstrahlung empfiehlt sich zudem ein Lichtschutz.

Die richtige Wahl der Büromöbel
Egal, ob später im Büro oder während des Studiums: Die Auswahl der richtigen Möbel ist ein Schlüsselfaktor, um spätere Rückenbeschwerden zu vermeiden. Wie bereits angesprochen, sollte der Drehstuhl die Fähigkeit haben, in der Höhe verstellbar zu sein. Dabei handelt es sich jedoch nicht die einzige Eigenschaft, die einen guten Stuhl ausmacht. Besonders wichtig ist zum Beispiel auch die Lehne. Dabei sollte diese nicht starr angebracht sein, sondern ebenfalls die Möglichkeit besitzen Höhe und Neigung an die eigenen Wünsche anzupassen. Hilfreich kann es zudem sein, wenn der Stuhl eine Wippmechanik besitzt. Auf diese Weise lässt sich eine monotone Sitzhaltung vermeiden und es wird für Entlastung bei Sitzen sorgen. Im Idealfall kann man den Widerstand am Stuhl selbst einstellen, was noch mehr Individualität zulässt.

Neben einer verstellbaren Rückenlehne gehören auch Armlehnen zu jedem guten Bürostuhl. Gerade wenn man viel am Rechner arbeitet, bieten diese Lehnen eine zusätzliche Unterstützung für die Arme. So werden Nacken und Schultern entlastet, was sich wiederum positiv auf den Rücken auswirkt.

Ist der passende Bürostuhl gefunden, kann man sich als Nächstes dem richtigen Schreibtisch widmen. Hier kommt es ganz besonders auf die richtige Größe an. Nur wenn man genug Platz hat, um alle Utensilien sowie den Rechner richtig anzuordnen, kann man wirklich eine ergonomische Sitzhaltung einnehmen. Die Mindestgröße sollte aus diesem Grund die Maße von 80 x 160 Zentimetern nicht unterschreiten. Darüber hinaus empfiehlt es sich darauf zu achten, dass die Höhe verstellbar ist. Nützlich ist dabei eine Spannweite von 68 bis 118 Zentimetern.

Wer seine Möbel auf diese Weise auswählt und zudem die Tipps und Tricks zur Ergonomie beachtet, der sorgt grundsätzlich für seinen Rücken vor. Wichtig ist dabei jedoch in jedem Falle, dass ausreichende Bewegung nicht vergessen wird. Gerade Studenten in der Prüfungsphase verbringen öfters zu viel Zeit am Stück am Schreibtisch. Kurze Lockerungspausen und Muskelübungen können in diesen Fällen schon Wunder wirken und dabei helfen, den Rücken zu stärken. Zudem sollte man auch auf regelmäßige sportliche Betätigungen achten.

Im Forum zu Arbeitsplatz

23 Kommentare

Langes Sitzen im Büro

WiWi Gast

Naja besser das Inventar selber mitbringen als sich an irgendwelchen Uralt-Schreibtischen oder auf kaputten Stühlen den Rücken zu ruinieren... Lounge Gast schrieb: ...

6 Kommentare

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Wie sagt man so schön: "There is no free lunch!" Mehr fällt mir dazu auch nicht ein.

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Würdet ihr die FAS AG auch als T3 ranken?

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Selten so einen sinnfreien Beitrag gelesen - der erste Teil macht Sinn, aber der unter Absatz nicht. WiWi Gast schrieb am 17.11.2017: ...

11 Kommentare

Arbeitszeiten Deal Advisory/Transaction Services/M&A Big Four

WiWi Gast

Ja, das kommt ziemlich genau hin. WiWi Gast schrieb am 17.11.2017: ...

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