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ImmobilienHypothek

Hypothek: Schweizer Hausbesitzer zeigen sich bei der Finanzierung risikofreudig

Bei der Immobilienfinanzierung gilt die Kredit-Laufzeit als ein wesentliches Kriterium. Hier haben Schweizer Kunden in letzter Zeit höhere Risikobereitschaft bewiesen, indem sie vermehrt auf kurzfristige Finanzierungsmodelle setzten. Eine längere Laufzeit bedeutet jedoch eine erhöhte Planungssicherheit, die derzeit noch zu günstigen Konditionen zu haben ist. Wofür sollte man sich entscheiden?

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Hypothekarfinanzierung – das sollte man beachten
Langfristige Hypotheken werden von Anlageberatern mitunter als ideale Finanzierungsstrategie angepriesen, da so eine eventuell eintretende Hochzinsphase einfach „ausgesessen“ werden könne. In der neuesten Ausgabe ihres Magazins zur Eigenheimfinanzierung relativiert die Credit Suisse – einer der größten global tätigen Finanzdienstleister – diese Aussicht allerdings. Da Zinsentwicklungen grundsätzlich niemals exakt vorhersehbar seien, wird empfohlen, das Finanzierungsvolumen in mehrere Abschnitte mit unterschiedlichen Laufzeiten zu unterteilen. Die genaue Gewichtung sei von der Risikobereitschaft des Kunden und seinen individuellen Möglichkeiten abhängig, generell sollten jedoch langfristige Hypotheken mindestens ein Fünftel des Finanzvolumens ausmachen. Diese Aussage streicht die Eigenverantwortung des Kunden bei der Auswahl der Finanzierungsstrategie deutlich heraus. Vor der Entscheidung sollte daher stets ein Hypothekenvergleich durchgeführt werden, bei dem die einzelnen Finanzierungsmodelle einander gegenübergestellt und deren Vor- und Nachteile abgewogen werden.

So schwierig es nun ist, die Entwicklung des Kapitalmarktes zu antizipieren, so sicher steht fest, dass langfristige Hypotheken in jedem Fall über einen entscheidenden Vorteil verfügen, denn sie gewähren hinsichtlich der Kalkulation des Haushaltsbudgets eine Planungssicherheit auf lange Sicht. Dessen ungeachtet haben sich offensichtlich die Vorlieben der Eigenheimbesitzer hinsichtlich der angestrebten Laufzeit von Festzinshypotheken verändert.

Quo vadis: Immobilienfinanzierung?
Gemäß einer von dem Online-Vergleichsdienst „Comparis“ durchgeführten Nachfrageanalyse haben Anfragen für Hypotheken mittlerer Laufzeit zulasten jener mit langer Laufzeit um rund 10 Prozent zugenommen. Analysten sehen hier einen Zusammenhang mit der aufgrund des leicht gestiegenen Zinsniveaus eingetretenen Verteuerung langfristiger Hypotheken um durchschnittlich 0,3 Prozent, wobei allerdings auch die Zinsen für kurz- und mittelfristige Hypothekardarlehen im gleichen Ausmaß gestiegen sind. Die Entwicklung geht jedoch in Richtung kürzerer Laufzeiten, wobei dabei wohl der geringere absolute Zinsaufwand eine Rolle spielt. Dieser Trend findet unter anderem auch in der gestiegenen Nachfrage nach Libor-Hypotheken (Hypotheken, die an den risikozuschlagsfreien LIBOR-Zinssatz, zu dem Kreditinstitute untereinander Geld ausleihen, gebunden sind) seinen Niederschlag. Der Grund dieser risikoreicheren Strategie der Kreditnehmer ist trotz der günstigeren finanziellen Gesamtbelastung nicht vollständig nachvollziehbar, liegt doch das Zinsniveau für langfristiges Fremdkapital noch immer historisch niedrig, auch bewegen sich die Prämien für diese „Planungssicherheit zum Diskontpreis“ im überschaubaren Bereich. So setzt denn auch die Mehrheit der großen und am Markt erfolgreichen Immobilienunternehmen auf eine gesicherte finanzielle Planung durch langfristige Finanzierungsmodelle.

Schlussbetrachtung
Da ein allseits perfektes Finanzierungsmodell, das alle denkbaren Entwicklungen des Kapitalmarktes berücksichtigt, nicht existiert, ist die jeweilige Finanzierungsstrategie in hohem Ausmaß von den individuellen Möglichkeiten und Vorlieben des Kunden abhängig. Denn hohe Flexibilität durch mehrere Tranchen mit kürzeren Laufzeiten sowie die hohe Planungssicherheit langfristiger Hypotheken stehen in Konkurrenz zueinander: welcher Strategie jeweils der Vorzug gegeben wird, hängt nicht zuletzt von der Risikoaffinität des Kunden ab.

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