DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Job-Trends: ArbeitsmarktDigitalwirtschaft

Boomende Digitale Wirtschaft mit Personalmangel

Das Wachstum der Digitalen Wirtschaft hat sich 2006 weiter beschleunigt. Die Umsätze in den Kernbereichen E-Commerce, Online-Werbung und Internet- bzw. Multimedia-Dienstleistungen sind zum Teil rasant gestiegen.

Digital

Boomende Digitale Wirtschaft mit Personalmangel
Hannover, 21. März 2007 (bdvw) - Das Wachstum der Digitalen Wirtschaft hat sich 2006 weiter beschleunigt. Die Umsätze in den Kernbereichen E-Commerce, Online-Werbung und Internet-/Multimedia-Dienstleistungen sind zum Teil rasant gestiegen. So kletterten die Umsätze des gesamten Online-Werbemarktes auf mehr als 1,9 Milliarden Euro. Die Kehrseite der positiven Entwicklung: Der Fachkräftemangel hat sich in den letzten Monaten dramatisch zugespitzt. Zu diesen Ergebnissen kommt der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V., der kürzlich auf der CeBIT wichtige Branchenindikatoren vorgestellt hat. Bereits vor fünf Jahren hatte der Verband diese Entwicklung vorhergesagt. Auswege aus dieser für die Branche dramatischen Entwicklung sollen nun im Rahmen einer großangelegten Initiative unter Beteiligung verschiedener Bildungsträger, Markteilnehmer und der Öffentlichen Hand gefunden werden. BVDW-Präsident Arndt Groth prangerte zudem die Flut von Regulierungen sowie nationale Insellösungen des Gesetzgebers an, durch die deutsche Unternehmen im internationalen Wettbewerb deutlich schlechter gestellt sind.

Die Umsatzzahlen sprechen eine deutliche Sprache. Während das Wachstum im E-Commerce-Endkundengeschäft 2006 (16,3 Milliarden Euro) mit gut zwölf Prozent gegenüber 2005 (14,5 Milliarden Euro) noch vergleichsweise moderat ausgefallen ist, sind die Umsätze im gesamten Online-Werbemarkt im letzten Jahr regelrecht explodiert. Mehr als 1,9 Milliarden Euro Brutto-Werbeumsätze wurden mit klassischer Online-Werbung, Suchwort-Vermarktung und Affiliate-Marketing generiert. Das entspricht einer Steigerung von 85 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Eine Entwicklung, die selbst die Experten überrascht. Für 2007 prognostizieren die Experten ein Volumen von mehr als 2,5 Milliarden Euro Brutto-Werbeumsätze, das entspräche einem Zuwachs von 33 Prozent.  

Von dieser erfreulichen Entwicklung profitieren jedoch nicht allein die Vermarkter, auch die Internet-und Multimedia-Dienstleister konnten ihre Umsätze im vergangenen Jahr deutlich steigern. Mit durchschnittlich rund 18 Prozent Umsatzzuwachs im letzten Jahr laufen die Agenturen und Dienstleister der Branche zurzeit immer noch auf Hochtemperatur. Das ergab ein aktuelles Stimmungsbild, das der BVDW bei den Unternehmen eingefangen hat. »Die Auftraggeber haben ihre Zurückhaltung aufgegeben und sind wieder investitionsfreudiger und mutiger geworden«, weiß BVDW-Vizepräsident Ravin Mehta (Pixelpark AG) zu berichten. Die Entwicklung ist dabei jedoch nicht allein auf die sogenannten Web2.0-Anwendungen zurück zu führen. »Zweifellos hat das der Branche einen ordentlichen Schub gegeben«, urteilt Branchenkenner Ravin Mehta. »Das Wachstum hängt aber auch mit der zunehmenden Verfügbarkeit des mobilen Internets und den neuen Möglichkeiten zusammen, die sich aus der Erhöhung der Übertragungskapazitäten ergeben. Auch Streamingtechnologien und IPTV werden in ihrer Bedeutung in diesem Jahr ganz sicher weiter zulegen.« Interessant wird aus seiner Sicht auch zu beobachten sein, inwieweit sich die veränderten Nutzergewohnheiten (Blogs, Podcasts, Gaming, Communities, Virtualisierung) insbesondere der jüngeren Generation bereits 2007 kommerzialisieren lassen.  

Im Forum zu Digitalwirtschaft

3 Kommentare

Bewerbung zurückziehen und auf andere, neue Position bewerben

WiWi Gast

Ich will mal eure Meinung zu meiner Situation: habe mich beim SDAX auf eine Position beworben. Seit einer Woche liegt die Bewerbung bei der Fachabteilung und bisher keine Einladung, obwohl Stelle näch ...

8 Kommentare

Sicheres Auftreten

WiWi Gast

Hi, ich lese immer wieder in Stellenbeschreibungen die Anforderung "Sicheres Auftreten". Aus Praktika weiß ich, dass genau das mein Problem sein könnte: solange ich nicht wirklich fit in ei ...

6 Kommentare

Stellenanforderungskatalog vs. Stellenkategorisierung

WiWi Gast

Hallo Forum, auf einem Jobportal habe ich eine Stelle gefunden. Es wird dort mehrjährige Berufserfahrung und sehr gute Kenntnisse im Bereich xy gefordert. Die gleiche Stelle wird jedoch in der Katego ...

12 Kommentare

Unternehmen mit 35 Stunden Woche (Rhein-Main-Gebiet)

WiWi Gast

Hi Leute, wie im Betreff schon erwähnt - gibt es nennenswerte Unternehmen in und rund um Frankfurt die eine 35 Stunden Woche pflegen? Falls ja welche? Über Google lässt sich bei einzelnen Firmen schw ...

11 Kommentare

Wie weiter nach Weltreise ?

WiWi Gast

Hallo zusammen, Ich habe BWL studiert mit den Schwerpunkten Finanzen, Rechnungslegung und Controlling und dann 5 Jahre in einer IT-Unternehmensberatung gearbeitet. Danach war ich über 10 Jahre in ei ...

24 Kommentare

Wie weiter nach Weltreise ?

WiWi Gast

Hallo zusammen, Ich habe BWL studiert mit den Schwerpunkten Finanzen, Rechnungslegung und Controlling und dann 5 Jahre in einer IT-Unternehmensberatung gearbeitet. Danach war ich über 10 Jahre in ei ...

5 Kommentare

Devisenhandel / Forex in München

WiWi Gast

Hi! Ich suche eine Stelle im Raum München, die sich explizit mit dem Währungshandel (Foreign Exchange) beschäftigt. Da es in deutschland kein Prop Trading mehr gibt können es auch gerne angrenzende Be ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Digitalwirtschaft

Weiteres zum Thema Job-Trends: Arbeitsmarkt

Statistik: ITK-Branche 2016 - 20.000 neue Stellen und 1,7 Prozent Umsatzwachstum

Die ITK-Branche befindet sich weiterhin im Aufschwung. Mit einer Wachstumsprognose von 1,7 Prozent werden im laufenden Jahr mindestens 20.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Wachstumstreiber ist vor allem die Informationstechnologie, die einen Umsatzplus von 84 Milliarden Euro verbucht. Nach den aktuellen Ergebnissen des Digitalverbandes Bitkom soll die ITK-Branche auch im nächsten Jahr weiterwachsen, um 1,2 Prozent.

Beliebtes zum Thema Berufseinstieg

Segelboote mit dem BMW-Symbol auf offener See mit Wind in den Segeln.

Unternehmensranking 2017: Die Top 100 Arbeitgeber für Wirtschaftswissenschaftler

Doppelsieg für BMW als beliebtester Arbeitgeber bei den Absolventen der Wirtschaftswissenschaften und dem Ingenieurwesen. Gefolgt von Audi, Daimler und Porsche ist die Automobilindustrie erneut die attraktivste Branche. PwC ist die einzige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und McKinsey die einzige Unternehmensberatung unter den Top 10 Arbeitgebern für Wirtschaftswissenschaftler. Die Beratungen gehören insgesamt zu den großen Gewinnern im Ranking. Die Deutsche Bank fällt in der Finanzbranche erstmals hinter EZB und Goldman Sachs von Platz 27 auf 43. Das zeigt die Business Edition des aktuellen trendence Graduate Barometer 2017.

Screenshot: Jobtrends-Studie 2017 von Kienbaum und Staufenbiel.

JobTrends 2017: Gute Jobaussichten für Wirtschaftswissenschaftler

Was Berufseinsteiger im Jahr 2017 wissen müssen, dem ist die JobTrends-Studie von Staufenbiel und Kienbaum nachgegangen. Personaler checken Bewerbungen oft nur in maximal fünf Minuten. In nur sechs Prozent der Fälle googlen Entscheider den Namen der Bewerber. Punkten können Absolventen beim Berufseinstieg eher mit Praxiserfahrung als mit einem guten Studienabschluss. Beim Gehalt können Berufseinsteiger aktuell fünf bis zehn Prozent mehr heraushandeln.

Ein spanischer Stier aus Metall steht für Konjunktur und den Ifo-Geschäftsklimaindex.

Unternehmensranking 2017: Top 25 WP-Gesellschaften und Steuerberatungen

Die Schere zwischen den Big Four und den übrigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Steuerberatungsgesellschaften in Deutschland geht weiter auseinander. PricewaterhouseCoopers (PwC) führt weiterhin die Spitze der Top 25 WP-Gesellschaften und Steuerberatungen an. Im Schnitt sind die 25 nach Inlandsumsatz führenden WP-Gesellschaften und Steuerberatungen um 7,2 Prozent gewachsen. Die Deutschlandumsätze der Big Four stiegen sogar um 11,8 Prozent. Dies sind Ergebnisse aus dem Unternehmensranking 2017 von Lünendonk.

HELP - Eine Bürotasse zeigt ein Männchen hinter einem Aktenberg, das um Hilfe ruf.

Deutschen ist Arbeitsumfeld wichtiger als hohe Bezahlung

Drei Viertel aller Berufstätigen in Deutschland macht ihr aktueller Job Spaß. Ein gutes Betriebsklima und flexible Arbeitszeiten locken Bewerber und Jobwechsler an. Lediglich acht Prozent arbeiten allein für das Gehalt. Das Meistern von Herausforderungen und Produzieren von guten Ergebnissen steht für 26 Prozent im Vordergrund, die Arbeit im Team und die Zeit mit den Kollegen für 15 Prozent. Eine sinnvolle Tätigkeit auszuüben, motiviert 12 Prozent der Berufstätigen in Deutschland. Das zeigt die Studie „Beruf und Karriere 2017" der CreditPlus Bank AG.

Schild mit der Aufschrift "Exit".

Jeder vierte Arbeitnehmer ist auf dem Absprung

Knapp 70 Prozent der Angestellten ist die Gesundheit wichtiger als Wohlstand. Neben der Vergütung ist Freizeit und Urlaub aktuell der wichtigste Faktor bei der Arbeitgeberwahl. Pluspunkte bei der Arbeitgeber sind Sabbaticals, zusätzliche Urlaubstagen oder weniger Arbeitsstunden für ein geringeres Gehalt. Nur jedem vierten Mitarbeiter werden derzeit flexible Arbeitsbedingungen genehmigt. Jeder zweite Mitarbeiter rechnet durch Teilzeit oder Home Office zudem mit geringeren Karrierechancen. Die Digitalisierung von HR-bezogenen Aufgaben ist noch kaum entwickelt. Das sind Ergebnisse der Mercer „Global Talent Trends Study“ 2017.

Unister Insolvenzverfahren Rip-Deal

Insolvenzverfahren der Unister Holding GmbH vom Amtsgericht Leipzig eröffnet

Nach dem Unfalltod von Mitbegründer Thomas Wagner und Gesellschafter Oliver Schilling hatte die Unister Holding GmbH den Insolvenzantrag gestellt. Laut dem Magazin Spiegel hat der Reiseportal-Anbieter rund 39 Millionen Euro Schulden. Durch den Insolvenzantrag konnte die Handlungsfähigkeit der Unister-Reiseportal gesichert werden, sodass Buchungen über Fluege.de und Ab-in-den-Urlaub.de weiterhin möglich sind. Aktuelle Berichte offenbaren, dass Thomas Wagner vor seinem Tod auf einen „Rip-Deal“ reingefallen ist.

Feedback +/-

Feedback