DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Job-Trends: ArbeitsmarktHightech-Branche

Trotz Fachkräftemangel gute Aussichten in der Hightech-Branche

Die deutsche Hightech-Branche blickt mit Zuversicht auf das laufende Jahr. 81 Prozent der Unternehmen erwarten in den kommenden sechs Monaten steigende Umsätze. Die positive Geschäftsentwicklung hat Auswirkungen auf die Beschäftigungsentwicklung. Mehr als zwei Drittel der ITK-Unternehmen wollen in diesem Jahr neue Mitarbeiter einstellen.

Ein Kletterer steht auf dem Gipfel eines Berges.

Trotz Fachkräftemangel gute Aussichten in der Hightech-Branche
Berlin, 01.07.2014 (bitkom) - Die deutsche Hightech-Branche blickt mit Zuversicht auf das laufende Jahr. 8 von 10 Unternehmen (81 Prozent) erwarten in den kommenden sechs Monaten steigende Umsätze. Nur 8 Prozent der Anbieter von Informationstechnik, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik rechnen mit einem Umsatzrückgang. Das geht  aus der aktuellen Konjunkturumfrage des BITKOM hervor, die heute in Berlin vorgestellt wurde. Der BITKOM-Index steigt um 5 Punkte auf 72 Punkte. „Die BITKOM-Branche steht verglichen mit den Geschäftserwartungen in der Gesamtwirtschaft aktuell sehr gut da“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Bereits in der ersten Jahreshälfte konnten rund drei Viertel der Unternehmen (74 Prozent) ihre Umsätze steigern, 13 Prozent berichten von Umsatzrückgängen. Besonders gut lief es für die Anbieter von IT-Dienstleistungen, von denen 84 Prozent gestiegene Umsätze verzeichnen. Bei den Software-Unternehmen sind es 81 Prozent.



Die positive Geschäftsentwicklung hat auch Auswirkungen auf die Beschäftigungsentwicklung. Mehr als zwei Drittel der ITK-Unternehmen (68 Prozent) wollen in diesem Jahr neue Mitarbeiter einstellen. Nur 8 Prozent gehen davon aus, dass sie die Beschäftigtenzahl reduzieren müssen. Damit sind die Unternehmen für die Personalentwicklung noch zuversichtlicher als im Vorjahr, als rund jedes zweite Unternehmen auf der Suche nach zusätzlichem Personal war. „Wenn es den IT-Unternehmen hierzulande gut geht, dann ist das auch gut für den deutschen Arbeitsmarkt. Steigende Umsätze sind in aller Regel mit steigenden Beschäftigtenzahlen verbunden, dies gilt insbesondere für IT-Dienstleister und Softwareunternehmen“, so Kempf. Für Ende des Jahres rechnet BITKOM mit mindestens 927.000 Beschäftigten in der Branche, ein Plus von 10.000 gegenüber dem Vorjahr. Kempf: „Vor allem die klassischen IT-Unternehmen sind dabei der Jobmotor. Die ITK-Branche ist der zweitgrößte industrielle Arbeitgeber hinter dem Maschinenbau, aber deutlich vor anderen Branchen wie etwa der Automobilindustrie.“



Dabei würden die Unternehmen gerne noch mehr Personal beschäftigen. Jedes zweite Unternehmen (50 Prozent) bezeichnet den Fachkräftemangel als behindernd oder sehr behindernd für das eigene Geschäft. Mehr als jedes vierte Unternehmen (28 Prozent) nennt zudem die politischen Rahmenbedingungen als Hemmnis für die eigenen Geschäfte.

Große Zustimmung gibt es aus der BITKOM-Branche für die Digitale Agenda, ein Kernprojekt der Großen Koalition in der Wirtschafts- und Innovationspolitik. Mehr als drei Viertel der Unternehmen halten die Digitale Agenda für notwendig, gerade einmal 7 Prozent können keinen entsprechenden Bedarf erkennen. „Man darf dieses Ergebnis durchaus als Unterstützung des Kurses der Bundesregierung sehen – allerdings erwarten die Unternehmen auch konkrete Ergebnisse“, sagte Kempf. Schwerpunkte der Digitalen Agenda sollten nach Ansicht der Unternehmen eine Bildungsoffensive gegen den Fachkräftemangel, die Schaffung von  Vertrauen und Sicherheit, eine Innovationspolitik für Start-ups, IT-Mittelstand und Global Player sowie ein beschleunigter Breitbandausbau sein. Ebenfalls als wichtige Themen werden der Aufbau Intelligenter Netze, der Umbau der klassischen Produktion zur Industrie 4.0 sowie das Thema Start-up-Förderung genannt.  „Unser gemeinsames Ziel sollte sein, Deutschland als Anbieter von ITK-Lösungen weltweit zu einem Spitzenstandort zu machen“, so Kempf.

Download [PDF, 6 Seiten 186 MB]
Konjunktur-Aussichten Hightech-Branche 2014


Methodik: Grundlage der Angaben ist die halbjährlich von Bitkom Research durchgeführte Konjunkturumfrage unter ITK-Unternehmen.

Im Forum zu Hightech-Branche

1 Kommentare

Praktikum bei Tech-Unicorn

WiWi Gast

Ich würde gerne ein Praktikum bei einem Tech-Unternehmen wie z.B. Uber, Palantir, AirBnB, Oscar Health machen. Mein Profil hat zumindest für Top-Events bei MBB gereicht. Beratung oder IB finde ich a ...

3 Kommentare

Bewerbung zurückziehen und auf andere, neue Position bewerben

WiWi Gast

Ich will mal eure Meinung zu meiner Situation: habe mich beim SDAX auf eine Position beworben. Seit einer Woche liegt die Bewerbung bei der Fachabteilung und bisher keine Einladung, obwohl Stelle näch ...

8 Kommentare

Sicheres Auftreten

WiWi Gast

Hi, ich lese immer wieder in Stellenbeschreibungen die Anforderung "Sicheres Auftreten". Aus Praktika weiß ich, dass genau das mein Problem sein könnte: solange ich nicht wirklich fit in ei ...

6 Kommentare

Stellenanforderungskatalog vs. Stellenkategorisierung

WiWi Gast

Hallo Forum, auf einem Jobportal habe ich eine Stelle gefunden. Es wird dort mehrjährige Berufserfahrung und sehr gute Kenntnisse im Bereich xy gefordert. Die gleiche Stelle wird jedoch in der Katego ...

12 Kommentare

Unternehmen mit 35 Stunden Woche (Rhein-Main-Gebiet)

WiWi Gast

Hi Leute, wie im Betreff schon erwähnt - gibt es nennenswerte Unternehmen in und rund um Frankfurt die eine 35 Stunden Woche pflegen? Falls ja welche? Über Google lässt sich bei einzelnen Firmen schw ...

11 Kommentare

Wie weiter nach Weltreise ?

WiWi Gast

Hallo zusammen, Ich habe BWL studiert mit den Schwerpunkten Finanzen, Rechnungslegung und Controlling und dann 5 Jahre in einer IT-Unternehmensberatung gearbeitet. Danach war ich über 10 Jahre in ei ...

24 Kommentare

Wie weiter nach Weltreise ?

WiWi Gast

Hallo zusammen, Ich habe BWL studiert mit den Schwerpunkten Finanzen, Rechnungslegung und Controlling und dann 5 Jahre in einer IT-Unternehmensberatung gearbeitet. Danach war ich über 10 Jahre in ei ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Hightech-Branche

Weiteres zum Thema Job-Trends: Arbeitsmarkt

Statistik: ITK-Branche 2016 - 20.000 neue Stellen und 1,7 Prozent Umsatzwachstum

Die ITK-Branche befindet sich weiterhin im Aufschwung. Mit einer Wachstumsprognose von 1,7 Prozent werden im laufenden Jahr mindestens 20.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Wachstumstreiber ist vor allem die Informationstechnologie, die einen Umsatzplus von 84 Milliarden Euro verbucht. Nach den aktuellen Ergebnissen des Digitalverbandes Bitkom soll die ITK-Branche auch im nächsten Jahr weiterwachsen, um 1,2 Prozent.

Beliebtes zum Thema Berufseinstieg

Segelboote mit dem BMW-Symbol auf offener See mit Wind in den Segeln.

Unternehmensranking 2017: Die Top 100 Arbeitgeber für Wirtschaftswissenschaftler

Doppelsieg für BMW als beliebtester Arbeitgeber bei den Absolventen der Wirtschaftswissenschaften und dem Ingenieurwesen. Gefolgt von Audi, Daimler und Porsche ist die Automobilindustrie erneut die attraktivste Branche. PwC ist die einzige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und McKinsey die einzige Unternehmensberatung unter den Top 10 Arbeitgebern für Wirtschaftswissenschaftler. Die Beratungen gehören insgesamt zu den großen Gewinnern im Ranking. Die Deutsche Bank fällt in der Finanzbranche erstmals hinter EZB und Goldman Sachs von Platz 27 auf 43. Das zeigt die Business Edition des aktuellen trendence Graduate Barometer 2017.

Screenshot: Jobtrends-Studie 2017 von Kienbaum und Staufenbiel.

JobTrends 2017: Gute Jobaussichten für Wirtschaftswissenschaftler

Was Berufseinsteiger im Jahr 2017 wissen müssen, dem ist die JobTrends-Studie von Staufenbiel und Kienbaum nachgegangen. Personaler checken Bewerbungen oft nur in maximal fünf Minuten. In nur sechs Prozent der Fälle googlen Entscheider den Namen der Bewerber. Punkten können Absolventen beim Berufseinstieg eher mit Praxiserfahrung als mit einem guten Studienabschluss. Beim Gehalt können Berufseinsteiger aktuell fünf bis zehn Prozent mehr heraushandeln.

Ein spanischer Stier aus Metall steht für Konjunktur und den Ifo-Geschäftsklimaindex.

Unternehmensranking 2017: Top 25 WP-Gesellschaften und Steuerberatungen

Die Schere zwischen den Big Four und den übrigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Steuerberatungsgesellschaften in Deutschland geht weiter auseinander. PricewaterhouseCoopers (PwC) führt weiterhin die Spitze der Top 25 WP-Gesellschaften und Steuerberatungen an. Im Schnitt sind die 25 nach Inlandsumsatz führenden WP-Gesellschaften und Steuerberatungen um 7,2 Prozent gewachsen. Die Deutschlandumsätze der Big Four stiegen sogar um 11,8 Prozent. Dies sind Ergebnisse aus dem Unternehmensranking 2017 von Lünendonk.

HELP - Eine Bürotasse zeigt ein Männchen hinter einem Aktenberg, das um Hilfe ruf.

Deutschen ist Arbeitsumfeld wichtiger als hohe Bezahlung

Drei Viertel aller Berufstätigen in Deutschland macht ihr aktueller Job Spaß. Ein gutes Betriebsklima und flexible Arbeitszeiten locken Bewerber und Jobwechsler an. Lediglich acht Prozent arbeiten allein für das Gehalt. Das Meistern von Herausforderungen und Produzieren von guten Ergebnissen steht für 26 Prozent im Vordergrund, die Arbeit im Team und die Zeit mit den Kollegen für 15 Prozent. Eine sinnvolle Tätigkeit auszuüben, motiviert 12 Prozent der Berufstätigen in Deutschland. Das zeigt die Studie „Beruf und Karriere 2017" der CreditPlus Bank AG.

Schild mit der Aufschrift "Exit".

Jeder vierte Arbeitnehmer ist auf dem Absprung

Knapp 70 Prozent der Angestellten ist die Gesundheit wichtiger als Wohlstand. Neben der Vergütung ist Freizeit und Urlaub aktuell der wichtigste Faktor bei der Arbeitgeberwahl. Pluspunkte bei der Arbeitgeber sind Sabbaticals, zusätzliche Urlaubstagen oder weniger Arbeitsstunden für ein geringeres Gehalt. Nur jedem vierten Mitarbeiter werden derzeit flexible Arbeitsbedingungen genehmigt. Jeder zweite Mitarbeiter rechnet durch Teilzeit oder Home Office zudem mit geringeren Karrierechancen. Die Digitalisierung von HR-bezogenen Aufgaben ist noch kaum entwickelt. Das sind Ergebnisse der Mercer „Global Talent Trends Study“ 2017.

Unister Insolvenzverfahren Rip-Deal

Insolvenzverfahren der Unister Holding GmbH vom Amtsgericht Leipzig eröffnet

Nach dem Unfalltod von Mitbegründer Thomas Wagner und Gesellschafter Oliver Schilling hatte die Unister Holding GmbH den Insolvenzantrag gestellt. Laut dem Magazin Spiegel hat der Reiseportal-Anbieter rund 39 Millionen Euro Schulden. Durch den Insolvenzantrag konnte die Handlungsfähigkeit der Unister-Reiseportal gesichert werden, sodass Buchungen über Fluege.de und Ab-in-den-Urlaub.de weiterhin möglich sind. Aktuelle Berichte offenbaren, dass Thomas Wagner vor seinem Tod auf einen „Rip-Deal“ reingefallen ist.

Feedback +/-

Feedback