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Bitcoin-Gewinne: Nach Höhenflug droht Ärger mit Finanzamt

Für viele Anleger in Kryptowährungen wie den Bitcoin oder Ethereum sprudelten im vergangenen Jahr die Gewinne. Wer die Bitcoin-Gewinne aus dem Jahr 2017 bei der Einkommensteuer nicht ordnungsgemäß versteuert, dem droht Ärger mit dem Finanzamt. Erst nach einer Haltedauer von einem Jahr unterliegen Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen nicht mehr der Steuerpflicht. Gewinne aus dem Bitcoin-Mining sind ebenfalls steuerpflichtig,

Zwei Bitcoin-Münzen auf einer beleuteten Computer-Tastatur.

Bitcoin-Gewinne: Nach Höhenflug droht Ärger mit Finanzamt
Köln, 05.02.2018 (grp) - Der Bitcoin-Boom hat bei den Anlegern im Jahr 2017 für Jubel gesorgt. Wer im vergangenen Jahr auf der Suche nach einer geeigneten Geldanlage war, kam an Kryptowährungen wie dem Bitcoin kaum vorbei. Viele Anleger, die in Bitcoins investiert haben, dürften ordentliche Gewinne erzielt haben. Wer beispielsweise Anfang 2017 zu einem Kurs von 1000 US-Dollar beim Bitcoin eingestiegen ist und am Ende des Jahres für fast 20.000 US-Dollar den Bitcoin wieder verkauft hat, hat Grund zur Freude. Den Anlegern sollte jedoch klar sein, dass diese Gewinne nicht steuerfrei sind, sondern der Einkommensteuer unterliegt. Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen unterliegen nicht der Abgeltungssteuer, sondern der Einkommensteuer, erklärt die Wirtschaftskanzlei GRP Rainer Rechtsanwälte.

Und mit der Erklärung der Einkommensteuer gegenüber dem Finanzamt dürften für viele Anleger in Bitcoin und anderen digitalen Währungen die Probleme beginnen. Denn die Berechnung der Gewinne ist nicht so einfach und erfordert umfangreiche, detaillierte Kenntnisse. Vielfach wurden die Bitcoins zwischen den Handelsplätzen hin- und hergeschoben. Es muss also genau berechnet werden, zu welchem Zeitpunkt wurde welcher Gewinn durch den Handel mit Bitcoins erzielt. Dabei sind in der Regel ungeheure Datenmengen zu verarbeiten. Ohne fundierte steuerrechtliche Kenntnisse dürfte dies viele Anleger vor eine kaum lösbare Aufgabe stellen.

Hier lauert für Bitcoin-Anleger die Gefahr. Sie müssen ihre Gewinne durch den Handel mit Bitcoins detailliert erfassen und gegenüber dem zuständigen Finanzamt offenlegen müssen. Werden die Gewinne aus dem Handel mit Bitcoins und anderen digitalen Währungen gegenüber dem Finanzamt nicht ordnungsgemäß erklärt, entsteht schnell der Verdacht einer Steuerstraftat oder Steuerordnungswidrigkeit. Folge kann die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens mit dezidierten Prüfungen und Durchsuchungen sein. Bestätigt sich der Verdacht, dass Steuern verkürzt oder hinterzogen wurden, drohen drastische Sanktionen von hohen Geldstrafen bis hin zu Freiheitsstrafen. Erst nach einer einjährigen Haltedauer unterliegen die Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen nicht mehr der Steuerpflicht.

Da es sich für den Fiskus um beträchtliche Steuereinnahmen handeln könnte, ist davon auszugehen, dass er die Augen offenhalten wird. Wer sich auf der rechtlich sicheren Seite bewegen möchte, sollte sich an im Steuerrecht und Steuerstrafrecht kompetente Rechtsanwälte wenden.

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Im Forum zu Bitcoin

2 Kommentare

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WiWi Gast

Schau dir mal degiro an 75 Cent je Options Kontrakt, das ist unschlagbar

13 Kommentare

Passives Einkommen

WiWi Gast

Ja hätte hätte Fahrradkette. Wer hätte nicht gerne das nächste Microsoft oder Amazon im Depot? Leider gab es in der Zeit als diese Unternehmen entstanden sind auch sehr viele Firmen die es heute nic ...

853 Kommentare

Re: Kryptowährungen / Crypto Currencies

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 20.04.2018: Danke für die aufmunternden Worte mein Freund. Glückwunsch zu deinem Plus, dann hast du bisher alles richtig gemacht und das wünsche ich dir für die Zukunft ...

4 Kommentare

Thema Master-Thesis Financial Economics

WiWi Gast

Schau dir dazu auch mal an, wie Putin seine Gold-Bestände aufgebaut hat.

2 Kommentare

Werkstudent und Hiwi

WiWi Gast

Hi, 1. Die 20h gelten für die Vorlesungszeit, mehr Stunden für die Vorlesungsfreie Zeit. Das ist relevant für die Krankenversicherung 2. Manche Unis machen trotzdem Ärger, wenn du, obwohl rechtlich ...

12 Kommentare

Master steuerlich geltend machen?

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 20.04.2018: Du kannst die gesamten Studiengebühren sowie ein paar andere, kleinere Ausgaben (Fahrt vom Heimatort zum neuen Studienort) geltend machen. Die werden dir dann voll ...

17 Kommentare

Überstunden auszahlen lassen / steuer

bwlnothx

Ich verstehe die Diskussion um Grenzsteuersätze und Beitragsbemessungsgrenzen im Zusammenhang mit der Frage des TE nicht. Auch ich möchte Überstunden nicht ausgezahlt bekommen, denn nach Abzug von SV ...

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