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Bachelor of Laws und jetzt - Jobs für Wirtschaftsjuristen?

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flooo

Bachelor of Laws und jetzt - Jobs für Wirtschaftsjuristen?

Hallo liebe Community,

ich werde in den nächsten Monaten mein Studium zum Bachelor of Laws beenden und stehe nun vor der Frage, wie es weitergeht.

Ich halte die Grundidee des Studiengangs eigentlich für sehr gut. Juristische Kenntnisse werden mit betriebswirtschaftlichen Kenntnissen erweitert und machen Juristen auch für Unternehmen "brauchbar". Allerdings steckt der Studiengang meiner Meinung nach noch etwas in den Kinderschuhen. Zwar gibt es immer mehr Stellenangebote, aber wirklich gewollt scheinen Wirtschaftsjuristen (noch) nicht zu sein.

Ich werde das Studium voraussichtlich mit "sehr gut" abschließen. Einen Master of Laws würde ich aber wegen o.g. Schwierigkeiten ausschließen.

Habe ich mit meinem Abschluss mit einem Trainee/ Direkteinstieg auch als Bachelor Chancen, ein gutes Einkommen zu erzielen?

Würdet ihr einen Master empfehlen und wenn ja welchen?

Ich finde es sehr schwierig einen passenden Master zu finden. Irgendwie sollen Bachelor und Master ja auch ein schlüssiges Gesamtbild ergeben.

Beschäftigungsmöglichkeiten für Bachelor of Laws sind laut einschlägigen Karriereseiten Versicherungen, Banken und Personalabteilungen.

Ins Auge gefasst hatte ich deshalb einen Master in Finance oder Human Ressource Management. Auch Wirtschaftspsychologie scheint momentan in Mode zu sein, allerdings befürchte ich, dass dies zur Folge hat, dass es in ein paar Jahren viel zu viele Wirtschaftspsychologen gibt.

Habt ihr vielleicht Tipps? Ich wäre euch unendlich dankbar!

Viele Grüße

antworten
WiWi Gast

Re: Bachelor of Laws und jetzt - Jobs für Wirtschaftsjuristen?

Du möchtest ein schlüssiges Gesamtbild auf der einen Seite und spielst auf der anderen Seite damit einen Finance- oder HR-Master auf deinen LLB zu setzen? Nicht nur dass HR & Finance wahrscheinlich die unterschiedlichsten Spezialisierungen sind, aber das ist in meinen Augen sehr konfus.

Die Frage die mir sich stellt: Wo hast du denn studiert bzw. wie war der Bachelor aufgebaut? Wie sehr konntest du dich denn mit Finance/HR beschäftigen?

antworten
WiWi Gast

Re: Bachelor of Laws und jetzt - Jobs für Wirtschaftsjuristen?

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, sich mit dem Bachelor zu bewerben. Aus meinem Bekanntenkreis kenne ich jemanden, der nach dem Bachelor of Laws bei einer Wirtschaftskanzlei eingestiegen ist.

Du solltest dich aber selbst fragen, was du gerne machen möchtest. Lass dir da bloß nicht von irgendwelchen Karriereseiten etwas erzählen. Es geht nicht darum, was für Außenstehende schlüssig erscheint, sondern was am besten zu dir passt.

antworten
WiWi Gast

Re: Bachelor of Laws und jetzt - Jobs für Wirtschaftsjuristen?

Ich halte die Grundidee des Studiengangs Wirtschaftsrecht für gescheitert. Diese Studiengänge produzieren Absolventen am Arbeitsmarkt vorbei. Die Absolventen dürfen keine Rechtsberatung erbringen, somit sind alle juristischen Beurfe ausgeschlossen, daran ändert auch eine 1,0 im LL.B und LL.M nichts! Im Prinzip wird eine Berufsgruppe zwischen Sekretärin und Jurist geschaffen und nicht zwischen Ökonom und Jurist. Damit sind die Karriereziele schell erreicht. Auch im Unternehmen (Rechtsabteilung) ist ein LL.B nicht einsatzfähig, die größeren Unternhemmen haben meist eine für alle Länder gültige Konzervorgabe wonach in der Rechtsabteilung nur Mitarbeiter eingesetzt werden die zugleich auch die Zulassung zur Rechtsanwalschaft haben (Sekretärinnen ausgenommen).

Der Studiengang macht aber dann Sinn wenn du das Steuerberaterexamen ablegst, damit darfst du zumindest im Steuerrecht beraten und bis partnerfähig in einer Kanzlei.

Wenn du Jurist werden willst führt kein Weg am 2. Staatsexamen vorbei, dann musst du auch 4-5 Jahre Studium und 2 Jahre Ref. einplanen. Studienleistungen wird man dir aber aus dem LL.B so gut wie überhaupt nicht anrechnen, das ist auch klar!
Wenn du am Ende kein Vollbefriedigen schafft, war die Zeit um sonst.

Dein Weg jetzt auf BWL umzuschwenken ist die richtige Option wenn du dich von der Juristerrei verabschieden möchtest.

Die FH Pforzheim hatte mal einen LL.M im Angebot, jetzt gibt es nur noch den LL.B und den Absolventen wird wohl auch nahe gelegt etwas anderes zu machen.

LL.B Absolventen der FernUni Hagen haben schon auf Zulassung zum 1. Staatsexamen geklagt und verloren. Beründung der Richter, der LL.B stellt allenfalls einen Überblick und Grundlagen für das zuküftige Studium der Rechte dar.
Die FernUni Hagen prüft schon seit längerem den Absolventen die Zulassung zum Staatsexamen zu ermöglichen. Ich gehe davon aus, dass dies politisch nicht gewollt sein kann. Der Markt für Juristen ist voll. Wenn jetzt nebenberuflich noch mehr Juristen auf den Markt kommen und in ihrer Freizeit Abends Rechtsberatung erbringen leidet die Qualität des ganzen Systems. Den haupberuflichen Anwälten mangelt es so schon an genügend Arbeit.

antworten
WiWi Gast

Re: Bachelor of Laws und jetzt - Jobs für Wirtschaftsjuristen?

Lounge Gast schrieb:

Ich halte die Grundidee des Studiengangs Wirtschaftsrecht für
gescheitert. Diese Studiengänge produzieren Absolventen am
Arbeitsmarkt vorbei. Die Absolventen dürfen keine
Rechtsberatung erbringen, somit sind alle juristischen Beurfe
ausgeschlossen, daran ändert auch eine 1,0 im LL.B und LL.M
nichts! Im Prinzip wird eine Berufsgruppe zwischen Sekretärin
und Jurist geschaffen und nicht zwischen Ökonom und Jurist.
Damit sind die Karriereziele schell erreicht. Auch im
Unternehmen (Rechtsabteilung) ist ein LL.B nicht
einsatzfähig, die größeren Unternhemmen haben meist eine für
alle Länder gültige Konzervorgabe wonach in der
Rechtsabteilung nur Mitarbeiter eingesetzt werden die
zugleich auch die Zulassung zur Rechtsanwalschaft haben
(Sekretärinnen ausgenommen).

Der Studiengang macht aber dann Sinn wenn du das
Steuerberaterexamen ablegst, damit darfst du zumindest im
Steuerrecht beraten und bis partnerfähig in einer Kanzlei.

Wenn du Jurist werden willst führt kein Weg am 2.
Staatsexamen vorbei, dann musst du auch 4-5 Jahre Studium und
2 Jahre Ref. einplanen. Studienleistungen wird man dir aber
aus dem LL.B so gut wie überhaupt nicht anrechnen, das ist
auch klar!
Wenn du am Ende kein Vollbefriedigen schafft, war die Zeit um
sonst.

Dein Weg jetzt auf BWL umzuschwenken ist die richtige Option
wenn du dich von der Juristerrei verabschieden möchtest.

Die FH Pforzheim hatte mal einen LL.M im Angebot, jetzt gibt
es nur noch den LL.B und den Absolventen wird wohl auch nahe
gelegt etwas anderes zu machen.

LL.B Absolventen der FernUni Hagen haben schon auf Zulassung
zum 1. Staatsexamen geklagt und verloren. Beründung der
Richter, der LL.B stellt allenfalls einen Überblick und
Grundlagen für das zuküftige Studium der Rechte dar.
Die FernUni Hagen prüft schon seit längerem den Absolventen
die Zulassung zum Staatsexamen zu ermöglichen. Ich gehe davon
aus, dass dies politisch nicht gewollt sein kann. Der Markt
für Juristen ist voll. Wenn jetzt nebenberuflich noch mehr
Juristen auf den Markt kommen und in ihrer Freizeit Abends
Rechtsberatung erbringen leidet die Qualität des ganzen
Systems. Den haupberuflichen Anwälten mangelt es so schon an
genügend Arbeit.

Dem ist an sich wenig hinzuzufügen.

Ich will dir nicht den Mut nehmen, aber auch beim Steuerberaterexamen haben Juristen nen schweren Stand, da sie mit Dipl.-Finanzwirten und BWL-Absolventen mit starker steuerlicher Spezialisierung konkurrieren, da können sowohl Volljuristen als auch LL.B./LL.M. von der Vorbildung absolut nicht mithalten... was natürlich nicht heißt, dass es unmöglich ist!

Dass du ein VB im 1. StEx brauchst, gilt auch nur bedingt und hängt von deinen weiteren Qualifikationen ab. An meiner Arbeitsstelle arbeiten viele, die Rechtsanwalt / Steuerberater sind, da juckt es letztlich wenig, wer ein VB hat und wer nicht... das VB schadet natürlich trotzdem nicht ;-)

Letztlich ist das ganze System für die Affen. Von einem Insider habe ich mal erfahren, was der wahre und ebenso einfache wie traurige Grund war, warum man Jura nicht auch auf Bachelor/Master umgestellt hat, sondern den StEx-Studiengang beibehalten hat: weil der ganze Bundestag voller Rechtsanwälte sitzt... auch wenn das nicht der einzige Grund gewesen sein mag, ist das zusätzliche Angebot von LL.B. und LL.M. eine absolute Farce, da dessen Absolventen (ebenso wie übrigens Wirt-Ing. und andere Schnittstellenberufe) Unternehmen keinen Nutzen bringen und halbe Juristen und halbe BWLer sind, aber eben auch nicht mehr.

Mach dir keine Vorwürfe, du bist wahrscheinlich noch jung und hast noch alle Möglichkeiten und ein 1er-LL.B. sieht auch super im Lebenslauf aus... ich an deiner Stelle würde entweder nen Master in Finance machen (sofern du die erforderliche Anzahl an BWL-Punkten nachweisen kannst) oder Voll-Jura studieren... da du keine 19 mehr und gerade von zuhause ausgezogen bist, wirst du nicht die ersten Semester komplett verpennen sondern direkt fokussiert sein... außerdem wirst du viele Sachen schon gehört haben und brauchst vielleicht keine 4 Jahre bis zum 1. StEx...

Wenn du Interesse an Steuerberatung / Wirtschaftsprüfung hast - hier werden eigentlich immer gute Leute gesucht und man wird dir auch mit Sicherheit ne Chance geben... falls du aber das StB- / WP-Examen nicht schaffst, sind deinem Weg dort massive Grenzen gesetzt, das gilt übrigens unabhängig davon ob du in der Industrie oder in der Beratung arbeitest. In diesem Fall - schau mal hier:

http://www.unternehmensteuerrecht.uni-koeln.de/8744.html?&no_cache=1&L=0

antworten
flooo

Re: Bachelor of Laws und jetzt - Jobs für Wirtschaftsjuristen?

Ich weiß, dass HR und Finance total unterschiedlich sind. Deswegen würde ich mich ja für EINEN Studiengang entscheiden. Die Frage, ist halt, welcher von beiden in Kombination mit einem LLB besser ist.

Meinen LLB habe ich an der FOM in Bonn absolviert. Der Studiengang war schon sehr juristisch aufgebaut (ca. 80%). Im Bereich Finance hatten wir Module, die sich Finanzierung und Investition nannten. Mit 13 von 180 CP sicherlich ausbaufähig.

Den Bereich HR habe ich schon eher behandelt. Da wir zu einen HR Management hatten, zum anderen aber auch Rechtsfächer wie Arbeitsrecht, Vertragsrecht und Sozialversicherungsrecht. hatten.

antworten
flooo

Re: Jobs für Wirtschaftsjuristen - Bachelor of Laws und jetzt?

Genau deshalb überlege ich, mich aus dem Laws Bereich zu verabschieden.

Ich glaube dass es mehr an der allgemeinen Anerkennung des Studiums liegt und weniger an der Qualität des Studiengangs.

Das Curiculum meiner Uni kann sich glaube echt sehen lassen und die Vorlesungen sind extrem anspruchsvoll. Wenn ich sehe, mit welcher
Lässigkeit so mancher Student durch ein BWL Studium geht (nicht alle!), dann ist das doch schon sehr enttäuschend.

Zumal ich glaube, dass eine Kombinaion aus juristischen und betriebswirtschaftlichen Grundlagen für Unternehmen gar nicht so schlecht ist,
da Volljuristen meistens nicht mal eine Bilanz ordentlich lesen können, was mitunter auch wichtig sein kann, je nachdem wo man eingesetzt ist.

Aber so ist es halt. Ich aktzeptiere das und passe mich an ;-)

Die Bereiche Finance und HR, die ich eben beschrieben habe, kommen so zustande, weil dies die Schwerpunkte sind, für die ich mich interessiere.
Bachelor und Master sollen jedoch ein "schlüssiges" Bild ergeben, sodass ich mir halt nicht sicher bin, in welchem Bereich mein juristisches
Know How wichtiger sein könnte.

Ich schätze gerade im HR Bereich, egal ob ich mich jetzt für ein HR Management und WP Studium entscheide sind arbeitsrechtliche Grundlagen
sicherlich nicht das schlechteste oder?

Dem gegenüber steht der Verbleib im Laws Bereich, sprich den LLM zu machen. Ehrlich gesagt gibt es aber dabei keine echt Berufsgruppe/ Branche,
die LLMs sucht. Was einem bleibt, ist in den Bereich StB oder Wirtschaftsprüfung zu gehen.

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WiWi Gast

Re: Jobs für Wirtschaftsjuristen - Bachelor of Laws und jetzt?

Wenn du an der FOM bist, wirst du ja vermutlich schon irgendwo arbeiten bzw. eine Ausbildung machen. Da solltest doch eigentlich schon einen guten Einblick in die verschiedenen Bereiche haben?!

Grundsätzlich kann man sagen, dass man in der Businesswelt fast immer rechtliche Grundlagen benötigt (in Banken z. B. in fast allen Bereichen).

Geh einfach in den Bereich, der dir Spaß macht.

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WiWi Gast

Re: Jobs für Wirtschaftsjuristen - Bachelor of Laws und jetzt?

Gerade für den Bereich der Wirtschaftsjuristen gibt es eine Branche, welche hier bisher vollkommen außen vor bleibt, was ich ehrlich gesagt nicht ganz verstehen kann. Bei der Suche nach potenziellen Jobs hättet ihr eigentlich zwangsweise auf Stellenanzeigen stoßen müssen...

Wenn ihr wirklich an der Schnittstelle BWL/JURA arbeiten wollte, dann bewerbt euch bei einer Insolvenzverwalterkanzlei. Die Jobs sind anspruchsvoll, abwechslungsreich und wenn man sich gut anstellt, auch sehr gut bezahlt.

antworten
WiWi Gast

Re: Bachelor of Laws und jetzt - Jobs für Wirtschaftsjuristen?

Also wenn du dein Master mit den Wirtschaftsjursiten Studium verbinden willst, dann würde ich eher in Richtung Steuerberatung, Wirtschaftsprüfer oder ggf. HR gehen. In diesem Gebieten macht eine Kenntniss und guter Umgang mit Gesetzen Sinn. Von Finance würde ich dir abraten, dort ist Jura eher unnötig und du wirst gegenüber Kandidaten die schon Finance im BSc und dadurch schon IB Praktika bei den Masterplätzen verlieren.

antworten
WiWi Gast

Re: Bachelor of Laws und jetzt - Jobs für Wirtschaftsjuristen?

Mich würde interessieren wie sich die Sache entwickelt hat. Hast du deinen Master in Finance begonnen? Oder bist du mit deinem hier oft negativ zitierten LL.B arbeitssuchend? :-)

Ich persönlich finde übrigens das die Grundidee des Studiengangs Wirtschaftsrecht garnicht so übel klingt.

LG

antworten
WiWi Gast

Re: Bachelor of Laws und jetzt - Jobs für Wirtschaftsjuristen?

Kennen einen WiRe gut, der nach dem Studium bei PWC in Bankberatumg eingestiegen ist (Compliancekram) und jetzt zu einer Bank ins Compliance gewechselt ist um dort bei angenehmen Wochenstunden noch immer sehr gut zu verdienen.

antworten
WiWi Gast

Re: Bachelor of Laws und jetzt - Jobs für Wirtschaftsjuristen?

http://www.fernuni-hagen.de/rewi/studium/ejp.shtml

Jetzt ist es offiziell möglich Jura per Fernstudium zu machen bzw. in 3 Semstern nach einem LL.B. das 1. Staatsexamen dranzuhängen!!!

Solch eine Gelgenheit würde ich mir als Wirtschaftsrechtler definitiv nicht entgehen lassen!!

antworten
WiWi Gast

Re: Bachelor of Laws und jetzt - Jobs für Wirtschaftsjuristen?

WiWi Gast schrieb am 26.10.2015:

Ich halte die Grundidee des Studiengangs Wirtschaftsrecht für gescheitert. Diese Studiengänge produzieren Absolventen am Arbeitsmarkt vorbei. Die Absolventen dürfen keine Rechtsberatung erbringen, somit sind alle juristischen Beurfe ausgeschlossen, daran ändert auch eine 1,0 im LL.B und LL.M nichts! Im Prinzip wird eine Berufsgruppe zwischen Sekretärin und Jurist geschaffen und nicht zwischen Ökonom und Jurist. Damit sind die Karriereziele schell erreicht. Auch im Unternehmen (Rechtsabteilung) ist ein LL.B nicht einsatzfähig, die größeren Unternhemmen haben meist eine für alle Länder gültige Konzervorgabe wonach in der Rechtsabteilung nur Mitarbeiter eingesetzt werden die zugleich auch die Zulassung zur Rechtsanwalschaft haben (Sekretärinnen ausgenommen).

Der Studiengang macht aber dann Sinn wenn du das Steuerberaterexamen ablegst, damit darfst du zumindest im Steuerrecht beraten und bis partnerfähig in einer Kanzlei.

Wenn du Jurist werden willst führt kein Weg am 2. Staatsexamen vorbei, dann musst du auch 4-5 Jahre Studium und 2 Jahre Ref. einplanen. Studienleistungen wird man dir aber aus dem LL.B so gut wie überhaupt nicht anrechnen, das ist auch klar!
Wenn du am Ende kein Vollbefriedigen schafft, war die Zeit um sonst.

Dein Weg jetzt auf BWL umzuschwenken ist die richtige Option wenn du dich von der Juristerrei verabschieden möchtest.

Die FH Pforzheim hatte mal einen LL.M im Angebot, jetzt gibt es nur noch den LL.B und den Absolventen wird wohl auch nahe gelegt etwas anderes zu machen.

LL.B Absolventen der FernUni Hagen haben schon auf Zulassung zum 1. Staatsexamen geklagt und verloren. Beründung der Richter, der LL.B stellt allenfalls einen Überblick und Grundlagen für das zuküftige Studium der Rechte dar.
Die FernUni Hagen prüft schon seit längerem den Absolventen die Zulassung zum Staatsexamen zu ermöglichen. Ich gehe davon aus, dass dies politisch nicht gewollt sein kann. Der Markt für Juristen ist voll. Wenn jetzt nebenberuflich noch mehr Juristen auf den Markt kommen und in ihrer Freizeit Abends Rechtsberatung erbringen leidet die Qualität des ganzen Systems. Den haupberuflichen Anwälten mangelt es so schon an genügend Arbeit.

Völliger Quatsch. Selbst Wirtschaftsjurist in einer Großkanzlei in der Insolvenzverwaltung. Gehalt top. Es gibt genügend Stellen. Für den Insolvenzbereich sind Wirtschaftsjuristen prädestiniert. Lasst Euch nichts einreden von Leuten die null Ahnung haben und wahrscheinlich sogar noch studieren.

antworten
WiWi Gast

Re: Bachelor of Laws und jetzt - Jobs für Wirtschaftsjuristen?

Ich studiere Wirtschaftsrecht in Baden-Württemberg und es ist völliger Quatsch zu sagen, dass der Studiengang "Wirtschaftsrecht" völlig sinnfrei ist. Meint ihr, wir lernen im wirtschaftlichen Bereich nur "Soll an Haben" und im juristischem Bereich ausschließlich "wer will was von wem woraus"? Ich mache mein Praxissemester in Stuttgart im Controlling-Preisrecht, andere Kommilitonen sind bei Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (externe Revision), Steuerrechtskanzleien, Insolvenzkanzleien, im Personalwesen....etc.

Wirtschaftsrecht ist nicht daraus ausgelegt ein Rechtsanwalt zu werden. Es geht um die rechtlichen Aspekte, die in einem Unternehmen aufkommen und von wirtschaftlicher Natur sind. Der Bankensektor/Versicherungssektor ist sehr an uns Wirtschaftsrechtler interessiert. Das kann ich daran erkennen, da sie bei uns schon praktisch "penetrant" ihre Werbetrommel rühren.

Mein Fazit: Wir können mit den reinen BWL-ern in der Praxis mithalten (ich arbeite momentan mit Ihnen zusammen, deswegen kann ich das schreiben)
Als Rechtsanwalt ist mein Studiengang nicht ausgelegt aber doch weiß ich mehr über die rechtlichen Rahmenbedingungen die ich für die Praxis brauche, als ein reiner BWL-er.

Ist ein BWL-er schlechter als ein Wirtschaftsjurist? Nein! Es ist ein ähnlicher Studiengang mit einem anders gesetzten Focus aber am Ende kann es sehr gut passieren, dass wir beide im selben Büro sitzen und die selbe Arbeit tun.

antworten
WiWi Gast

Re: Bachelor of Laws und jetzt - Jobs für Wirtschaftsjuristen?

WiWi Gast schrieb am 26.10.2015:

Ich halte die Grundidee des Studiengangs Wirtschaftsrecht für gescheitert. Diese Studiengänge produzieren Absolventen am Arbeitsmarkt vorbei. Die Absolventen dürfen keine Rechtsberatung erbringen, somit sind alle juristischen Beurfe ausgeschlossen, daran ändert auch eine 1,0 im LL.B und LL.M nichts! Im Prinzip wird eine Berufsgruppe zwischen Sekretärin und Jurist geschaffen und nicht zwischen Ökonom und Jurist. Damit sind die Karriereziele schell erreicht. Auch im Unternehmen (Rechtsabteilung) ist ein LL.B nicht einsatzfähig, die größeren Unternhemmen haben meist eine für alle Länder gültige Konzervorgabe wonach in der Rechtsabteilung nur Mitarbeiter eingesetzt werden die zugleich auch die Zulassung zur Rechtsanwalschaft haben (Sekretärinnen ausgenommen).

Der Studiengang macht aber dann Sinn wenn du das Steuerberaterexamen ablegst, damit darfst du zumindest im Steuerrecht beraten und bis partnerfähig in einer Kanzlei.

Wenn du Jurist werden willst führt kein Weg am 2. Staatsexamen vorbei, dann musst du auch 4-5 Jahre Studium und 2 Jahre Ref. einplanen. Studienleistungen wird man dir aber aus dem LL.B so gut wie überhaupt nicht anrechnen, das ist auch klar!
Wenn du am Ende kein Vollbefriedigen schafft, war die Zeit um sonst.

Dein Weg jetzt auf BWL umzuschwenken ist die richtige Option wenn du dich von der Juristerrei verabschieden möchtest.

Die FH Pforzheim hatte mal einen LL.M im Angebot, jetzt gibt es nur noch den LL.B und den Absolventen wird wohl auch nahe gelegt etwas anderes zu machen.

LL.B Absolventen der FernUni Hagen haben schon auf Zulassung zum 1. Staatsexamen geklagt und verloren. Beründung der Richter, der LL.B stellt allenfalls einen Überblick und Grundlagen für das zuküftige Studium der Rechte dar.
Die FernUni Hagen prüft schon seit längerem den Absolventen die Zulassung zum Staatsexamen zu ermöglichen. Ich gehe davon aus, dass dies politisch nicht gewollt sein kann. Der Markt für Juristen ist voll.

Wenn jetzt nebenberuflich noch mehr Juristen auf den Markt kommen und in ihrer Freizeit Abends Rechtsberatung erbringen leidet die Qualität des ganzen Systems. Den haupberuflichen Anwälten mangelt es so schon an genügend Arbeit.

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