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Always "on" - Wenn Freizeit zur Nebensache wird

Work-Life-Balance hört sich nach einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit an. Die zunehmende Verbreitung von Smartphones im privaten Bereich führt jedoch dazu, dass viele Arbeitnehmer rund um die Uhr erreichbar sind. Auch nach Feierabend.

Always "on" - Wenn Freizeit zur Nebensache wird
Eschborn, 13.08.2012 (mon) - Work-Life-Balance hört sich nach einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit an – und das wünschen sich die meisten Berufstätigen auch, wobei sich die Vorstellungen davon stark unterscheiden können. Die zunehmende Verbreitung von Smartphones im privaten Bereich führt jedoch dazu, dass viele Arbeitnehmer rund um die Uhr erreichbar sind. Auch nach Feierabend. Die Studie „Bewerbungspraxis 2012“ des Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Bamberg und Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit Monster zeigt, dass 46 Prozent der Befragten ihr privates Smartphone auch für berufliche Zwecke nutzen und fast die Hälfte der Befragten auch nach der Arbeit auf ihrem Smartphone E-Mails abrufen oder geschäftliche Gespräche führen.

Erholung? – Fehlanzeige!
Jeder zweite Arbeitnehmer kann sich selbst im Urlaub nicht von seinem Smartphone oder Laptop und somit vom Zugang zur beruflichen Kommunikation lösen. Die neuen Technologien und die ständige Erreichbarkeit verleiten dazu, jederzeit in Verbindung mit dem Arbeitsplatz zu stehen. Die notwendige Erholung vom Arbeitsalltag kommt so nicht zustande.

„Eine klare Trennung zwischen Job und Freizeit gibt es für viele Beschäftigte nicht mehr“, sagt Bernd Kraft, Vice President General Manager Central Europe bei Monster. „Das mögen einige mehr und andere weniger als Belastung empfinden. Wichtig ist aber immer, dass sich Arbeitgeber Gedanken machen und diese mit den Mitarbeitern diskutieren. Beschäftigte sollten das Gefühl haben, dass ihr Privatleben ernst genommen und respektiert wird. Das erhöht langfristig die Zufriedenheit und auch die Leistungsfähigkeit. Hier sollten Unternehmen bewusst gegensteuern, Vorgesetzte mit gutem Beispiel vorangehen.“

Auch wenn die mobile Kommunikation an vielen Stellen Vorteile, wie beispielsweise größere Flexibilität im internationalen Umfeld oder im Projektgeschäft schafft, Fakt ist: Viele Menschen, für die Arbeit außerhalb der Bürozeiten zum Alltag gehört, klagen vermehrt über physische und psychische Erkrankungen. Hohe Arbeitsbelastung und Stress können auch mentale Beeinträchtigungen wie Burnout und Depressionen hervorrufen. Dies hat einen erhöhten Krankenstand zu Folge. Durch gezielte Maßnahmen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Mitarbeiter lässt sich eine „Work-Life-Balance“, ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Arbeit und Privatleben, schaffen, die die Produktivität der Mitarbeiter steigert und langfristig zum Unternehmenserfolg beiträgt.

Die private Verbreitung von Smartphones ändert auch das Suchverhalten von Bewerbern. Schon jeder Vierte sucht derzeit mobil und hat dadurch natürlich auch zunehmend andere Erwartungshaltungen an Webseiten und Antwortzeiten der Unternehmen“, ergänzt Prof. Dr. Tim Weitzel vom Lehrstuhl für Informationssysteme in Dienstleistungsbereichen der Universität Bamberg.

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