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Berufseinstieg: Wo & WieKonzern

Einstieg bei Konzern

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

Woher kommt das, dass in letzter Zeit in vielen Threads die Konzernkarriere a la Daimler, Siemens, Bosch von vielen so schlecht geredet wird. Ist das Neid, dass es andere Leute auf sehr gut bezahlte Jobs geschafft haben, bei denen man durch die Firmenbekanntheit auch im Privatleben ein "Wow" zu hören bekommt, nicht 80h die Woche buckeln muss und als Arbeitnehmer eine starke Stellung hat (Betriebsrat, etc.)? Oder gibt es wirklich Leute, welche lieber das Daimler-Angebot ausschlagen, um beim No-Name Mittelständler "mehr Freiheiten" zu haben?

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

Ist ein Missverständnis. Meistens geht es darum, dass die Konditionen in Konzernen schlechter werden. Das relativiert sich aber, wenn man sieht, dass es ein Gesamttrend ist und die kleineren Unternehmen viel mehr betroffen sind.

Ergo: In Konzernen fährt man schlechter als vor 10 Jahren aber immer noch besser als bei den meisten anderen.

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

WiWi Gast schrieb am 16.06.2021:

Ist ein Missverständnis. Meistens geht es darum, dass die Konditionen in Konzernen schlechter werden. Das relativiert sich aber, wenn man sieht, dass es ein Gesamttrend ist und die kleineren Unternehmen viel mehr betroffen sind.

Ergo: In Konzernen fährt man schlechter als vor 10 Jahren aber immer noch besser als bei den meisten anderen.

So sieht es aus. Hinzukommend ist der Trend der Gleichstellungsquoten. Boomer machen gerade massiv Führungsplätze frei, welche um die Quoten zu erfüllen verstärkt mit Frauen,... aufgefüllt werden. Es wird auf einen Schlag das Versäumnis der letzten 2 Jahrzehnte aufgeholt.

Das bedeutet für den ein oder anderen eine Ehrenrunde. Solche Quoten kennt der Mittelstand nicht.

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

Würde es nicht Neid nennen, sondern eher ein Gefühl der Unfairness, dass Konzern-Angestellte oft fürs wenig Arbeiten sehr viel Geld bekommen, während bei der Heinz-Otto GmbH die 10 Überstunden pro Woche mit dem eh schon kleinen Gehalt abgegolten sind.

Um dieses Unfairness-Gefühl zu bekämpfen, redet man sich die Situation halt schön. Klassiker sind "mehr Freiheiten", "vielfältige Aufgaben", "keine Beamtenmentalität", wobei man am Ende des Tages meist Kugellager oder Türklinken verkauft.

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

Heute Story im Spiegel: Mit welchen rauen Methoden DAX-Konzerne Tausende Mitarbeiter raushauen. Sobald du 50 bist, bist im Konzern Ballast und das lassen Sie dich jeden Tag spüren. Wer heute bei nem DAX-Konzern einsteigt und glaubt, da bis zur Rente arbeiten zu können, der glaubt auch an Einhörner.

WiWi Gast schrieb am 16.06.2021:

Woher kommt das, dass in letzter Zeit in vielen Threads die Konzernkarriere a la Daimler, Siemens, Bosch von vielen so schlecht geredet wird. Ist das Neid, dass es andere Leute auf sehr gut bezahlte Jobs geschafft haben, bei denen man durch die Firmenbekanntheit auch im Privatleben ein "Wow" zu hören bekommt, nicht 80h die Woche buckeln muss und als Arbeitnehmer eine starke Stellung hat (Betriebsrat, etc.)? Oder gibt es wirklich Leute, welche lieber das Daimler-Angebot ausschlagen, um beim No-Name Mittelständler "mehr Freiheiten" zu haben?

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

WiWi Gast schrieb am 17.06.2021:

WiWi Gast schrieb am 16.06.2021:

Ist ein Missverständnis. Meistens geht es darum, dass die Konditionen in Konzernen schlechter werden. Das relativiert sich aber, wenn man sieht, dass es ein Gesamttrend ist und die kleineren Unternehmen viel mehr betroffen sind.

Ergo: In Konzernen fährt man schlechter als vor 10 Jahren aber immer noch besser als bei den meisten anderen.

So sieht es aus. Hinzukommend ist der Trend der Gleichstellungsquoten. Boomer machen gerade massiv Führungsplätze frei, welche um die Quoten zu erfüllen verstärkt mit Frauen,... aufgefüllt werden. Es wird auf einen Schlag das Versäumnis der letzten 2 Jahrzehnte aufgeholt.

Das bedeutet für den ein oder anderen eine Ehrenrunde. Solche Quoten kennt der Mittelstand nicht.

Genau diese Quoten werden sämtliche Leistungsträger verscheuchen.
Sollte ich bei der Runde Ende des Jahres Übergangen werden, wechsle ich asap auf 4 Tage 9.00-15.00 und 2 Monate Sabbatical nächstes Jahr

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

Das Durchschnittsalter in Deutschen Konzernen liegt aktuell bei Ca. 45/46 Jahre. Ich glaube bei der Bahn(wo viele Leute arbeiten) sogar noch höher. Pi mal Daumen kommen auf einen U30 also zwei Boomer mit Ü50.
Diese Boomer werden ihre Stelle nicht mehr wechseln und verteidigen ihren Status Quo bis aufs Blut. Die Konzerne müssen natürlich immer Sparen. Deswegen gibt es kaum neue Stellen.

Die Leittragenden sind die U30 bzw. U40. Es gibt keine Aufstiegschancen und viele versauern auf ihrer Stelle bei gutem Gehalt. Das führt zu Frust bei Jüngeren und eine Karriere im Mittelstand erscheint attraktiver, da diese flexibler auf diese Umstände reagieren können

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

WiWi Gast schrieb am 17.06.2021:

Das Durchschnittsalter in Deutschen Konzernen liegt aktuell bei Ca. 45/46 Jahre. Ich glaube bei der Bahn(wo viele Leute arbeiten) sogar noch höher. Pi mal Daumen kommen auf einen U30 also zwei Boomer mit Ü50.
Diese Boomer werden ihre Stelle nicht mehr wechseln und verteidigen ihren Status Quo bis aufs Blut. Die Konzerne müssen natürlich immer Sparen. Deswegen gibt es kaum neue Stellen.

Die Leittragenden sind die U30 bzw. U40. Es gibt keine Aufstiegschancen und viele versauern auf ihrer Stelle bei gutem Gehalt. Das führt zu Frust bei Jüngeren und eine Karriere im Mittelstand erscheint attraktiver, da diese flexibler auf diese Umstände reagieren können

Ob ein Mittelständler wirklich attraktiver ist? Ich habe mittlerweile über 20 Jahre Berufserfahrung gesammelt darunter 3 Mittelständler, 1 Mittelständler in Deutschland der aber eigentlich ein riesen Konzern im Ausland ist was man aber 0 merkt, 2 Weltkonzerne davon 1 Dax Konzern.

Aktuell bin ich bei Mr Dax, wenn ich höre was die "Älteren" so alles bekommen und bekommen haben sehr bescheiden was heute geboten wird wenn ich es aber damit vergleiche was gerade die Mittelständler geboten haben immer noch wesentlich besser.

Ichh kriege meine Arbeit inklusive regelmäßiger Meetings realistisch in 6h pro Woche durch, dafür habe ich letztes Jahr aber ziemlich genau 140.000€ erhalten, dazu gibts noch eine Betriebspension in die der AG jeden Monat 800€ einzahlt und diverse andere Goodies. Es ist echt schwierig sich von so einer Position weg zu bewegen. Ehemalige Kollegen zu denen ich noch Kontakt hab etwa beim Mittelständler verdienen gut die Hälfte haben aber auch nie die Firma gewechselt.

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

Ich bin auch beim DAX und beklage mich gerne was die älteren Kollegen noch alles bekommen haben. Die die jetzt in Rente gehen erzählen aber auch schon, wie viel besser es ihre Vorgänger noch hatten...

Zu einem Mittelständler würde ich trotzdem nie wechseln, habe noch keinen gesehen der halbwegs an die Bedingungen bei mir im Konzern ran kommt.

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

WiWi Gast schrieb am 17.06.2021:

Ich bin auch beim DAX und beklage mich gerne was die älteren Kollegen noch alles bekommen haben. Die die jetzt in Rente gehen erzählen aber auch schon, wie viel besser es ihre Vorgänger noch hatten...

Zu einem Mittelständler würde ich trotzdem nie wechseln, habe noch keinen gesehen der halbwegs an die Bedingungen bei mir im Konzern ran kommt.

Natürlich nicht. Auch, wenn Konzernkonditionen heute viel schlechter sind als vor 10 Jahren, sind sie immer noch besser, als bei 90% der KMU.

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

Konzerne haben halt was von Behörden - wenn es jemanden Spaß macht go for it, die Bezahlung ist in der Regel ganz gut.

Wie bei den meisten Themen hier wird halt ein Schwarz-Weiß Bild gezeichnet. Konzern-Karrieren haben Vor- und Nachteile. Was jemanden wichtig ist muss schon jeder selbst entscheiden

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 17.06.2021:

Würde es nicht Neid nennen, sondern eher ein Gefühl der Unfairness, dass Konzern-Angestellte oft fürs wenig Arbeiten sehr viel Geld bekommen, während bei der Heinz-Otto GmbH die 10 Überstunden pro Woche mit dem eh schon kleinen Gehalt abgegolten sind.

Um dieses Unfairness-Gefühl zu bekämpfen, redet man sich die Situation halt schön. Klassiker sind "mehr Freiheiten", "vielfältige Aufgaben", "keine Beamtenmentalität", wobei man am Ende des Tages meist Kugellager oder Türklinken verkauft.

100% Zustimmung

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 16.06.2021:

Woher kommt das, dass in letzter Zeit in vielen Threads die Konzernkarriere a la Daimler, Siemens, Bosch von vielen so schlecht geredet wird. Ist das Neid, dass es andere Leute auf sehr gut bezahlte Jobs geschafft haben, bei denen man durch die Firmenbekanntheit auch im Privatleben ein "Wow" zu hören bekommt, nicht 80h die Woche buckeln muss und als Arbeitnehmer eine starke Stellung hat (Betriebsrat, etc.)? Oder gibt es wirklich Leute, welche lieber das Daimler-Angebot ausschlagen, um beim No-Name Mittelständler "mehr Freiheiten" zu haben?

Man muss halt wissen, was einem wichtig ist und dementsprechend Prioritäten setzen.
Ich selbst bin IT-Architekt und berate seit 7 Jahren sowohl Konzerne als auch KMUs, kenne also beide "Welten".

Meine Erfahrung ist, dass Konzerne verhältnismäßig starr arbeiten und Entscheidungen sehr lange dauern. Wenn ich einen Konzern berate besteht der Großteil des Tages aus Meetings sowie politischen Spielereien und deren Folgen. Nicht selten komme ich überhaupt nicht zu meinen eigentlichen Tätigkeiten, sondern muss permanent vermitteln, auf Abstimmungen und Reaktionen warten. Wichtige Entscheidungen bleiben liegen, weil Leute ohne Vertretung im Urlaub sind oder sich irgendjemand quer stellt.

Ich finde sowas schrecklich frustrierend und würde niemals bei einen Konzern in Festanstellung anheuern.

Sicherlich gibt es sowas auch bei kleineren Unternehmen. Hier sind die Entscheidungswege jedoch sehr häufig kurz und oft kann auch etwas Adhoc besprochen und direkt umgesetzt werden.
Auch wenn ich als Berater sehr glücklich bin: Ein kleineres Unternehmen, wo ich primär meinen Beruf ausüben kann und nicht das ganze "Drumherum" meinen Tag bestimmt würde ich jederzeit einem Konzern vorziehen.

Um auf deine Fragen zu sprechen zu kommen:
Ein "Wow" im Privatleben für meinen Arbeitgeber habe ich nicht nötig. Bei Leuten, die sich nur darüber definieren, läuft mMn sowieso etwas falsch.
80h buckeln tu ich auch im Consulting nicht. Sobald die Uhr 40h erreicht bin ich im Wochenende.
Gehaltstechnisch bin ich kaum bis gar nicht schlechter gestellt als ein IT-ler in einer vergleichbaren Konzernposition.
Betriebsrat / Kündigungsschutz ist aufgrund der (momentanen) extremen Nachfrage in der IT quasi zu vernachlässigen (ja ich weiß, das sieht beim klassischen BWLer anders aus).
Und ja, ein Daimler Angebot würde ich sehr wahrscheinlich ausschlagen.

Thats my 2 Cents

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

WiWi Gast schrieb am 17.06.2021:

Konzerne haben halt was von Behörden - wenn es jemanden Spaß macht go for it, die Bezahlung ist in der Regel ganz gut.

Wie bei den meisten Themen hier wird halt ein Schwarz-Weiß Bild gezeichnet.

Finde ich witzig, dass du von Schwarz-Weiß Bildern erzählst und vorher selbst die Schublade für alle Konzerne aufmachst :D

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

Das einzige was in Deutschland besser als ein IGM Konzern ist ist ein US-Tech, da verweilen die Leute aber nicht länger als 5 Jahre - zumindest keinen den ich kenne.

IGM Konzern ist aus meiner Sicht das beste was der deutsche Arbeitsmarkt zu bieten hat - neben US Tech.

Die Einzahlungen in die Firmenrenten alleine (voll Arbeitgeberfinanziert) lässt immer noch BaVs zustande kommen die oft Beamten Niveau erreichen.

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Der Einkäufer

Einstieg bei Konzern

Ich könnt mir niemals vorstellen in einem Konzern zu arbeiten wenn ich höre dass zB die Einkäufer 0,0 zu sagen haben
Würde mich übel ankotzen

Hab totale Freiheit, bei uns ist der EK mit am höchsten angesehen und maximal 40 Std arbeite ich auch bei 95k all in

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

WiWi Gast schrieb am 17.06.2021:

Um dieses Unfairness-Gefühl zu bekämpfen, redet man sich die Situation halt schön. Klassiker sind "mehr Freiheiten", "vielfältige Aufgaben", "keine Beamtenmentalität", wobei man am Ende des Tages meist Kugellager oder Türklinken verkauft.

Gibt es sicher auch, aber ehrlich diese Positivepunkte gibt es vereinzelt wirklich, nur haben kennen das Angestellte im Konzern oder Beamte gar nicht. Wenn man eben schon bei Siemens einsteigt und nur von Konzernen umgeben ist und sieht wie Zulieferer behandelt werden, ist es kein Wunder, dass man so ein Bild hat und darauf herunter blickt. Genauso ist es übrigens in der Startupwelt, die Lachen auch alle über die "langsamen" Konzernbeamten. Man muss halt mal beides gesehen haben, dann sieht man wo man besser rein passt und was die Vor- und Nachteile sind. Ein Unternehmer wird im Konzern ganz sicher nicht glücklich.

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 17.06.2021:

WiWi Gast schrieb am 17.06.2021:

Um dieses Unfairness-Gefühl zu bekämpfen, redet man sich die Situation halt schön. Klassiker sind "mehr Freiheiten", "vielfältige Aufgaben", "keine Beamtenmentalität", wobei man am Ende des Tages meist Kugellager oder Türklinken verkauft.

Gibt es sicher auch, aber ehrlich diese Positivepunkte gibt es vereinzelt wirklich, nur haben kennen das Angestellte im Konzern oder Beamte gar nicht. Wenn man eben schon bei Siemens einsteigt und nur von Konzernen umgeben ist und sieht wie Zulieferer behandelt werden, ist es kein Wunder, dass man so ein Bild hat und darauf herunter blickt. Genauso ist es übrigens in der Startupwelt, die Lachen auch alle über die "langsamen" Konzernbeamten. Man muss halt mal beides gesehen haben, dann sieht man wo man besser rein passt und was die Vor- und Nachteile sind. Ein Unternehmer wird im Konzern ganz sicher nicht glücklich.

Ja, alles hat Vor- und Nachteile. Die Konzerne haben halt den Vorteil, dass ihnen die KMUs monetär selten das Wasser reichen können, sowohl bei Gehalt als auch bei den übrigen Benefits. Da dass bei vielen einen hohen Stellenwert hat, ist es im Zweifel auf Schmerzensgeld um die Negativpunkte zu ertragen.

Wenn ich bei mir schaue, meine Studienfreunde in KMUs verdienen schnell 30 k weniger im Jahr. Dafür müsste man mir schon sehr sehe viel bessere Arbeitsbedingungen bieten, damit ich so einen Gehaltsverzicht im betracht ziehe.

Und auch die Karriere sieht anders aus. Mein Konzern richtet noch alles darauf aus, dass die Leute nach Studium/Ausbildung anfangen und bis zur Rente bleiben. Im KMU musst du oft den Arbeitgeber für einen Aufstieg wechseln oder sehr großes Glück mit deinem Timing haben. Dadurch kannst du da auch schneller hoch kommen, aber es ist halt weniger planbar. Nicht das die Karriere im Konzern wirklich planbar wäre, aber es gibt allein durch die Größe häufiger Möglichkeiten aufzusteigen. Die muss man dann natürlich noch realisieren, aber man hat immerhin die Chance. Im KMU kann es schnell sein, dass du nur noch eine oder zwei ebenen über dir hast, und da Leute sitzen, die noch 15 Jahre bleiben, in denen keiner nachrücken kann.

Dass viel abgestimmt werden muss und es Bürokratie gibt stimmt aber. Alles hat Licht und Schatten.

Und es gibt ja nicht nur Konzern und KMU. Beratungen zahlen bspw. eher wie Konzerne, bieten dabei aber viele Freiheiten und wenig Bürokratie. Bezahlt wird das aber oft mit einem hohen Workload oder auch eher unsicheren Jobs. (Und auch bei den Beratungen kannst du jetzt MBB ja nicht mit einer spezialisierten IT-Beratung oder so vergleichen)

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

Mal ne andere Frage, die vielleicht nicht zu 100% passt:

Ist es nicht krass, dass man bspw. bei Volkswagen zum Einstieg seine 65k kriegt bei 35h die Woche und bei einem anderen Konzern seine 50k bei 40h die Woche, obwohl man dieselbe, vielleicht sogar bessere Qualifikationen hat? Manchmal frustriert mich dieser Gedanke. Euch nicht?

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

Mal ne andere Frage, die vielleicht nicht zu 100% passt:

Ist es nicht krass, dass man bspw. bei Volkswagen zum Einstieg seine 65k kriegt bei 35h die Woche und bei einem anderen Konzern seine 50k bei 40h die Woche, obwohl man dieselbe, vielleicht sogar bessere Qualifikationen hat? Manchmal frustriert mich dieser Gedanke. Euch nicht?

Du wirst nicht nach deiner Qualifikation bezahlt sondern nach deinem Wert fürs Unternehmen. Und bei Vw und Co kommt man nicht einfach so rein. Da musst du schon im Studium ordentlich was geleistet haben.

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

Ich war als Student bei zwei Konzernen und mich nach diesen Erfahrungen bewusst dagegen entschieden. Wie einer der Vorredner schon sagte, das ist wie bei Behörden. Alles träge, extrem konservativ, viele unsinnige Meetings, null Drive, hauptsache die Zeit rumkriegen, ... . Ich fand das alles sehr depremierend und die Vorstellung so den Rest meines Lebens zu fristen als absoluten Albtraum.

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

Ich war als Student bei zwei Konzernen und mich nach diesen Erfahrungen bewusst dagegen entschieden. Wie einer der Vorredner schon sagte, das ist wie bei Behörden. Alles träge, extrem konservativ, viele unsinnige Meetings, null Drive, hauptsache die Zeit rumkriegen, ... . Ich fand das alles sehr depremierend und die Vorstellung so den Rest meines Lebens zu fristen als absoluten Albtraum.

TE hier.
Also ganz konkret: Du würdest ein Daimler, VW etc. Angebot (inkl. aller Benefits) ablehnen, und stattdessen die gleiche Stelle im Mittelstand annehmen?

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

Mal ne andere Frage, die vielleicht nicht zu 100% passt:

Ist es nicht krass, dass man bspw. bei Volkswagen zum Einstieg seine 65k kriegt bei 35h die Woche und bei einem anderen Konzern seine 50k bei 40h die Woche, obwohl man dieselbe, vielleicht sogar bessere Qualifikationen hat? Manchmal frustriert mich dieser Gedanke. Euch nicht?

Andere Branche, andere Möglichkeiten. Außerdem wird seltenst nach Qualifikation bezahlt. Spätestens seit dem Entgeldrahmenabkommen, wird nach Stelle bezahlt.

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

Ich war als Student bei zwei Konzernen und mich nach diesen Erfahrungen bewusst dagegen entschieden. Wie einer der Vorredner schon sagte, das ist wie bei Behörden. Alles träge, extrem konservativ, viele unsinnige Meetings, null Drive, hauptsache die Zeit rumkriegen, ... . Ich fand das alles sehr depremierend und die Vorstellung so den Rest meines Lebens zu fristen als absoluten Albtraum.

TE hier.
Also ganz konkret: Du würdest ein Daimler, VW etc. Angebot (inkl. aller Benefits) ablehnen, und stattdessen die gleiche Stelle im Mittelstand annehmen?

Was bringt dir ein Job bei Daimler / VW, wenn die Arbeitsbedingungen überhaupt nicht zu einem passen? Viele Leute sind in Konzernen happy, es gibt aber auch genug, die eben keine Lust auf die Bürokratie haben sondern "einfach machen" wollen.
Dafür verzichte ich auch gerne auf ein gutes Stück Gehalt. Was bringen mir x€ mehr im Monat, wenn ich mein komplettes Berufsleben völlig genervt von meinem Arbeitgeber bin?

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

Mal ne andere Frage, die vielleicht nicht zu 100% passt:

Ist es nicht krass, dass man bspw. bei Volkswagen zum Einstieg seine 65k kriegt bei 35h die Woche und bei einem anderen Konzern seine 50k bei 40h die Woche, obwohl man dieselbe, vielleicht sogar bessere Qualifikationen hat? Manchmal frustriert mich dieser Gedanke. Euch nicht?

Ich finde es eigentlich noch krasser, dass es auch so stark von der Branche abhängt. Gerade als BWLer bekommst du für die gleiche Arbeit da sehr unterschiedliche Gehälter. Bspw. ein Controller bei einem IGM oder IGBCE Konzern verdient viel besser, als ein Controller in einem FMCG oder Dienstleistungskonzern.

Der Arbeitnehmer in mir findet das irgendwo unfair, ist aber ganz froh drum weil ich bei einem der gut bezahlenden bin. Der BWLer in mir fragt sich aber warum die Konzerne das machen. Dass du Ingenieuren oder Chemikern hohe Gehälter zahlen musst um die guten zu kriegen ist ja nachvollziehbar. BWLer gibt es aber sehr viele und auch die schlechter zahlenden Branchen bekommen noch gute Leute. D.h. eigentlich könnten die IGM und IGBCE Konzerne ihnen auch weniger zahlen und würden immer noch die guten Leute kriegen.

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

Mal ne andere Frage, die vielleicht nicht zu 100% passt:

Ist es nicht krass, dass man bspw. bei Volkswagen zum Einstieg seine 65k kriegt bei 35h die Woche und bei einem anderen Konzern seine 50k bei 40h die Woche, obwohl man dieselbe, vielleicht sogar bessere Qualifikationen hat? Manchmal frustriert mich dieser Gedanke. Euch nicht?

Du wirst nicht nach deiner Qualifikation bezahlt sondern nach deinem Wert fürs Unternehmen. Und bei Vw und Co kommt man nicht einfach so rein. Da musst du schon im Studium ordentlich was geleistet haben.

Naja, das sehe ich anders. Ich kenne viele Leute, die bei Konzern A sehr sehr viel zu tun haben und machen, aber 50k kriegen. Andere pimmeln bei VW rum und kriegen 65k. Außerdem kenne ich viele, die einen durchschnittlichen Abschluss haben und bei VW landen. Das ist heutzutage leider immer noch so.

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

Ich war als Student bei zwei Konzernen und mich nach diesen Erfahrungen bewusst dagegen entschieden. Wie einer der Vorredner schon sagte, das ist wie bei Behörden. Alles träge, extrem konservativ, viele unsinnige Meetings, null Drive, hauptsache die Zeit rumkriegen, ... . Ich fand das alles sehr depremierend und die Vorstellung so den Rest meines Lebens zu fristen als absoluten Albtraum.

TE hier.
Also ganz konkret: Du würdest ein Daimler, VW etc. Angebot (inkl. aller Benefits) ablehnen, und stattdessen die gleiche Stelle im Mittelstand annehmen?

Ich kann nur sagen Geld ist nicht alles, auch wenn hier im Forum das natürlich schwer zu verstehen ist..

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

Ich war als Student bei zwei Konzernen und mich nach diesen Erfahrungen bewusst dagegen entschieden. Wie einer der Vorredner schon sagte, das ist wie bei Behörden. Alles träge, extrem konservativ, viele unsinnige Meetings, null Drive, hauptsache die Zeit rumkriegen, ... . Ich fand das alles sehr depremierend und die Vorstellung so den Rest meines Lebens zu fristen als absoluten Albtraum.

TE hier.
Also ganz konkret: Du würdest ein Daimler, VW etc. Angebot (inkl. aller Benefits) ablehnen, und stattdessen die gleiche Stelle im Mittelstand annehmen?

Ich kann nur sagen Geld ist nicht alles, auch wenn hier im Forum das natürlich schwer zu verstehen ist..

Es gibt eine Vielzahl an Treibern und Motivatoren für das eigene Berufsleben. Und seine eigenen zu kennen bringt dir sehr viel. Da sollte sich jeder drüber Gedanken machen bevor er sich für eine Richtung entscheidet.

Und Geld ist nur einer davon. Ich bin jemand der recht stark von Geld und Status getrieben wird und bin im Konzern sehr glücklich. Aber ich glaube sofort, dass es viele Typen gibt, die da totunglücklich wären. Sei es weil sie einen hohen Freiheitsdrang haben oder eher durch Dienst an der Gesellschaft motiviert werden, oder, oder, oder...

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

Mal ne andere Frage, die vielleicht nicht zu 100% passt:

Ist es nicht krass, dass man bspw. bei Volkswagen zum Einstieg seine 65k kriegt bei 35h die Woche und bei einem anderen Konzern seine 50k bei 40h die Woche, obwohl man dieselbe, vielleicht sogar bessere Qualifikationen hat? Manchmal frustriert mich dieser Gedanke. Euch nicht?

Ich finde es eigentlich noch krasser, dass es auch so stark von der Branche abhängt. Gerade als BWLer bekommst du für die gleiche Arbeit da sehr unterschiedliche Gehälter. Bspw. ein Controller bei einem IGM oder IGBCE Konzern verdient viel besser, als ein Controller in einem FMCG oder Dienstleistungskonzern.

Der Arbeitnehmer in mir findet das irgendwo unfair, ist aber ganz froh drum weil ich bei einem der gut bezahlenden bin. Der BWLer in mir fragt sich aber warum die Konzerne das machen. Dass du Ingenieuren oder Chemikern hohe Gehälter zahlen musst um die guten zu kriegen ist ja nachvollziehbar. BWLer gibt es aber sehr viele und auch die schlechter zahlenden Branchen bekommen noch gute Leute. D.h. eigentlich könnten die IGM und IGBCE Konzerne ihnen auch weniger zahlen und würden immer noch die guten Leute kriegen.

Dem kann ich nicht vollständig zustimmen. Gerade im Finance & Accounting ist es auch heutzutage schwer gute(!) Leute zu finden. Die Konzerne konkurrieren ja mit Banken, Beratungen, Wirtschaftsprüfung, öffentlichen Dienst usw. im Wettstreit um die besten BWL FACT Absolventen.

Würden die IGM-Buden ihr Gehaltsniveau auf schlecht zahlende Branchen anpassen, würde sich kein BWLer mehr für diese Läden interessieren und eher in Richtung der gut zahlenden Arbeitgeber schauen - es würde sich einfach verschieben. Irgendeiner zahlt immer am meisten, wir leben ja nicht in der DDR.

Momentan habe ich eh das Gefühl, dass viele Ingenieure es sogar schwerer haben breitgefächert gute Gehälter zu erreichen als FACT BWLer. Liegt unter anderem an der Transformation zur E-Mobilität (die momentan für Ings das attraktivste Feld sein dürfte) und Rückgang von produktionlastigen klassischen Prozessen. Zusätzlich verstärkt sich unsere Dienstleistungsgesellschaft, von der BWLer profitieren. Man schaue nur einmal in die USA, wo jeder Accountant Major bessere Jobaussichten hat als der Ingenieur.

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

Mal ne andere Frage, die vielleicht nicht zu 100% passt:

Ist es nicht krass, dass man bspw. bei Volkswagen zum Einstieg seine 65k kriegt bei 35h die Woche und bei einem anderen Konzern seine 50k bei 40h die Woche, obwohl man dieselbe, vielleicht sogar bessere Qualifikationen hat? Manchmal frustriert mich dieser Gedanke. Euch nicht?

Andere Branche, andere Möglichkeiten. Außerdem wird seltenst nach Qualifikation bezahlt. Spätestens seit dem Entgeldrahmenabkommen, wird nach Stelle bezahlt.

Ist mir klar, aber es geht um die Tatsache an sich. Also darum, dass du sagen wir als "Fincancial Controller" bei Konzern A 50k kriegst und bei VW als "Fincancial Controller" 65k bei gleichzeitig weniger Stunden zum Einstieg kriegst. Diese Differenz von mind. 10-15k ist m.E. extrem und zu viel des Guten. Das würde ich auch sagen, wenn ich bei VW wäre. Immerhin übt man relativ ähnliche Aufgaben aus, sonst wäre die Stellenbezeichnung nicht identisch. Nicht zu sehr auf die Goldwaage legen. Ihr wisst, was ich meine.

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

Ich war als Student bei zwei Konzernen und mich nach diesen Erfahrungen bewusst dagegen entschieden. Wie einer der Vorredner schon sagte, das ist wie bei Behörden. Alles träge, extrem konservativ, viele unsinnige Meetings, null Drive, hauptsache die Zeit rumkriegen, ... . Ich fand das alles sehr depremierend und die Vorstellung so den Rest meines Lebens zu fristen als absoluten Albtraum.

TE hier.
Also ganz konkret: Du würdest ein Daimler, VW etc. Angebot (inkl. aller Benefits) ablehnen, und stattdessen die gleiche Stelle im Mittelstand annehmen?

Ich kann nur sagen Geld ist nicht alles, auch wenn hier im Forum das natürlich schwer zu verstehen ist..

Kann ich so unterschreiben. Was habe ich von einem top Gehalt oder einem großen Namen im Lebenslauf, wenn der Arbeitgeber schrecklich ist und ich morgens mit Bauchschmerzen ins Office fahre?

Maximal vorstellbar ist für mich, ein paar Jahre sowas durchzuziehen, wenn es der Türöffner für einen weiteren Job ist, der mich glücklich macht.

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

Was ist daran krass - dort gibt es halt Tarifverträge und abhängig davon entwickelt sich halt das Gehaltsgefüge.

Ich finde es eigentlich noch krasser, dass es auch so stark von der Branche abhängt. Gerade als BWLer bekommst du für die gleiche Arbeit da sehr unterschiedliche Gehälter. Bspw. ein Controller bei einem IGM oder IGBCE Konzern verdient viel besser, als ein Controller in einem FMCG oder Dienstleistungskonzern.

Der Arbeitnehmer in mir findet das irgendwo unfair, ist aber ganz froh drum weil ich bei einem der gut bezahlenden bin. Der BWLer in mir fragt sich aber warum die Konzerne das machen. Dass du Ingenieuren oder Chemikern hohe Gehälter zahlen musst um die guten zu kriegen ist ja nachvollziehbar. BWLer gibt es aber sehr viele und auch die schlechter zahlenden Branchen bekommen noch gute Leute. D.h. eigentlich könnten die IGM und IGBCE Konzerne ihnen auch weniger zahlen und würden immer noch die guten Leute kriegen.

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

Ich finde es eigentlich noch krasser, dass es auch so stark von der Branche abhängt. Gerade als BWLer bekommst du für die gleiche Arbeit da sehr unterschiedliche Gehälter.

Insb. ist daran krass, dass die Gehälter auf der einen Seite auch auf Kosten der anderen Seite erreicht werden. Gerade auch im IGM-Bereich mit den vielen Verflechtungen und Lieferketten, wo die großen gnadenlos ihre Marktmacht ausnutzen und die kleinen auspressen. Selbst innerhalb der Konzerne gibt es da dann noch erhebliche Unterschiede, wo dann Teile in Töchter ausgegliedert werden mit wiederum anderen Tarifen. Unter der Oberfläche in der Branche, wo auch die IGM immer noch als Leuchtfeuer dargestellt wird, gibt es meiner Erfahrung nach sehr große Ungerechtigkeiten. Will nur keiner hören, wenn man sich wieder paar Tausend Euro Jahresbonus eingesteckt hat, der nur deshalb möglich ist, weil sämtliche Zulieferer spitz auf Knopf genäht sind.

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

Was ist daran krass - dort gibt es halt Tarifverträge und abhängig davon entwickelt sich halt das Gehaltsgefüge.

Ich finde es eigentlich noch krasser, dass es auch so stark von der Branche abhängt. Gerade als BWLer bekommst du für die gleiche Arbeit da sehr unterschiedliche Gehälter. Bspw. ein Controller bei einem IGM oder IGBCE Konzern verdient viel besser, als ein Controller in einem FMCG oder Dienstleistungskonzern.

Der Arbeitnehmer in mir findet das irgendwo unfair, ist aber ganz froh drum weil ich bei einem der gut bezahlenden bin. Der BWLer in mir fragt sich aber warum die Konzerne das machen. Dass du Ingenieuren oder Chemikern hohe Gehälter zahlen musst um die guten zu kriegen ist ja nachvollziehbar. BWLer gibt es aber sehr viele und auch die schlechter zahlenden Branchen bekommen noch gute Leute. D.h. eigentlich könnten die IGM und IGBCE Konzerne ihnen auch weniger zahlen und würden immer noch die guten Leute kriegen.

Wenn ich sehe das mein Pharma Konzern eine Marge von >20% hat, wundert mich das nicht dass hier allgemein die Leute besser bezahlt werden als in Branchen, wo vll 5% hängen bleiben.

Zu der allgemeinen Thematik: Wer mit der Starrheit, Bürokratie und festgefahrenheit klarkommt, für den ist Konzern das beste. Das Gehalt/WLB Package bietet kein Mittelständler, genauso wenig wie BAV oder sonstige Benefits. Warum Leute das dauernd schlecht reden, keine Ahnung. Bin als Trainee mit nem AT Vertrag, aber äquivalent zu E12 in IGBCE Konzern eingestiegen, kriege bei Übernahme mindestens eine E12 angeboten und habe dort nach 6 Jahren knapp 82k bei 37,5h. Oder ich kriege einen AT Vertrag, in dem ich nach 6 Jahren bei 95k liege + BAV on top, dafür aber Überstunden inkludiert. Kann mich also nicht beklagen. Wenn ich hier im Forum lese wie schlecht es doch in Konzernen ist, kann ich nur lachen. Bei uns wird auch niemand >50 rausgeekelt oder sonstiges. Die meisten nehmen mit 58 ein schönes ATZ Angebot an oder lassen sich bereits komplett rauskaufen, wenn sie genug gespart haben etc.

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

WiWi Gast schrieb am 17.06.2021:

Würde es nicht Neid nennen, sondern eher ein Gefühl der Unfairness, dass Konzern-Angestellte oft fürs wenig Arbeiten sehr viel Geld bekommen, während bei der Heinz-Otto GmbH die 10 Überstunden pro Woche mit dem eh schon kleinen Gehalt abgegolten sind.

Um dieses Unfairness-Gefühl zu bekämpfen, redet man sich die Situation halt schön. Klassiker sind "mehr Freiheiten", "vielfältige Aufgaben", "keine Beamtenmentalität", wobei man am Ende des Tages meist Kugellager oder Türklinken verkauft.

Das nennt sich Forced-Compliance-Paradigma.

In dem klassischen Experiment von Festinger und Carlsmith
(1959) wurden Versuchspersonen gebeten an einer besonders langweiligen Aufgabe teilzunehmen (Abschreiben von
bedeutungslosen Zahlen- und Buchstabenreihen). Im Experiment wurden sie von der Versuchsleitung aufgefordert,
eine nachfolgende Versuchsperson anzulügen, indem sie
ihr mitteilten, dass das auf sie wartende Experiment außerordentlich spannend sei. Für diese Lüge wurde ihnen entweder 1 Dollar (niedrige Rechtfertigung für die Lüge) oder
20 Dollar (hohe Rechtfertigung für die Lüge) als Belohnung
angeboten. Als abhängige Variable erfassten die Forscher
die Einstellung gegenüber der langweiligen Aufgabe, die
sie zuvor in dem Experiment durchführen mussten. Das erstaunliche Ergebnis war, dass Personen mit niedriger Rechtfertigung, die also nur 1 Dollar für ihre Lüge erhielten, die
Aufgabe als weniger langweilig bewerteten als diejenigen
mit hoher Rechtfertigung (20 Dollar).
Festinger und Carlsmith (1959) erklärten diesen Befund so:
Alle Personen, die an dem Experiment teilnahmen, erlebten
kognitive Dissonanz (Kognition 1: »Das Experiment war
entsetzlich langweilig!« – Kognition 2: »Ich soll diese nette
Studentin anlügen und erzählen, es sei total spannend gewesen. Die geht doch hinterher nicht mehr mit mir Kaffee
trinken!«). Die Personen in der 20-Dollar-Bedingung konnten
ihre Lüge gegenüber der nachfolgenden Versuchsperson
vor sich selbst allerdings gut damit begründen, dass sie dafür
eine ordentliche Belohnung erhielten. Damit reduzierten
sie die empfundene kognitive Dissonanz durch die Addition
einer konsonanten Kognition. Die Personen in der 1-DollarBedingungen konnten dies dagegen nicht: Der Betrag, mit
dem sie entlohnt wurden, war zu gering, um eine hinreichende Rechtfertigung für ihr Verhalten sein zu können. Somit
standen Einstellung und Verhalten einander unvereinbar entgegen. Den Probanden blieb nichts anderes übrig, als die
kognitive Dissonanz durch eine Änderung der Einstellung
zum erlebten Experiment zu reduzieren (»Na ja, so schlimm
war es ja nun doch nicht« oder »Zumindest lernt man hier,
sich zu konzentrieren«). Dadurch fanden sie – statt der ausbleibenden äußeren Rechtfertigung durch 20 Dollar – eine
interne Rechtfertigung für ihr Handeln. Dies entspricht der
Reduktion dissonanter Kognitionen durch Änderung der
eigenen Auffassung.

antworten
WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

Mal ne andere Frage, die vielleicht nicht zu 100% passt:

Ist es nicht krass, dass man bspw. bei Volkswagen zum Einstieg seine 65k kriegt bei 35h die Woche und bei einem anderen Konzern seine 50k bei 40h die Woche, obwohl man dieselbe, vielleicht sogar bessere Qualifikationen hat? Manchmal frustriert mich dieser Gedanke. Euch nicht?

Ich finde es eigentlich noch krasser, dass es auch so stark von der Branche abhängt. Gerade als BWLer bekommst du für die gleiche Arbeit da sehr unterschiedliche Gehälter. Bspw. ein Controller bei einem IGM oder IGBCE Konzern verdient viel besser, als ein Controller in einem FMCG oder Dienstleistungskonzern.

Der Arbeitnehmer in mir findet das irgendwo unfair, ist aber ganz froh drum weil ich bei einem der gut bezahlenden bin. Der BWLer in mir fragt sich aber warum die Konzerne das machen. Dass du Ingenieuren oder Chemikern hohe Gehälter zahlen musst um die guten zu kriegen ist ja nachvollziehbar. BWLer gibt es aber sehr viele und auch die schlechter zahlenden Branchen bekommen noch gute Leute. D.h. eigentlich könnten die IGM und IGBCE Konzerne ihnen auch weniger zahlen und würden immer noch die guten Leute kriegen.

Dem kann ich nicht vollständig zustimmen. Gerade im Finance & Accounting ist es auch heutzutage schwer gute(!) Leute zu finden. Die Konzerne konkurrieren ja mit Banken, Beratungen, Wirtschaftsprüfung, öffentlichen Dienst usw. im Wettstreit um die besten BWL FACT Absolventen.

Würden die IGM-Buden ihr Gehaltsniveau auf schlecht zahlende Branchen anpassen, würde sich kein BWLer mehr für diese Läden interessieren und eher in Richtung der gut zahlenden Arbeitgeber schauen - es würde sich einfach verschieben. Irgendeiner zahlt immer am meisten, wir leben ja nicht in der DDR.

Momentan habe ich eh das Gefühl, dass viele Ingenieure es sogar schwerer haben breitgefächert gute Gehälter zu erreichen als FACT BWLer. Liegt unter anderem an der Transformation zur E-Mobilität (die momentan für Ings das attraktivste Feld sein dürfte) und Rückgang von produktionlastigen klassischen Prozessen. Zusätzlich verstärkt sich unsere Dienstleistungsgesellschaft, von der BWLer profitieren. Man schaue nur einmal in die USA, wo jeder Accountant Major bessere Jobaussichten hat als der Ingenieur.

Schwarz-weiß ist es ja nie, und mit FACT hast du glaube ich auch recht, dass das schwerer geworden ist. Aber FACT ist da auch eher die Ausnahme. Und wenn ich bei mir im Konzern gucke, kriegt der Masterabsolvent das gleiche Gehalt, egal ob Controlling oder Marketing. Obwohl du bei Marketing mal so überhaupt keine Probleme hast Leute zu kriegen.

Und in die andere Richtung geht das ja auch: Es ist schwierig Leute für manche Bereiche in der IT zu bekommen, weil der Markt da wirklich kurz ist. Aber auch da ist es nicht möglich, dann höhere Gehälter zu zahlen weil diese Positionen nunmal so eingestuft sind wie sie sind.

Ist eigentlich ähnlich wie im öffentlichen Dienst, da hast du auch einheitlich geregelt dass z.B. jemand mit Master als A13 eingestellt wird. Ohne zu berücksichtigen dass A13 für einen Geisteswissenschaftler deutlich mehr ist, als er in der freien Wirtschaft verdienen könnte, wohingegen du damit kaum einen guten Ingenieur hinter dem Ofen hervorlocken kannst.

antworten
WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

Mal ne andere Frage, die vielleicht nicht zu 100% passt:

Ist es nicht krass, dass man bspw. bei Volkswagen zum Einstieg seine 65k kriegt bei 35h die Woche und bei einem anderen Konzern seine 50k bei 40h die Woche, obwohl man dieselbe, vielleicht sogar bessere Qualifikationen hat? Manchmal frustriert mich dieser Gedanke. Euch nicht?

Ich finde es eigentlich noch krasser, dass es auch so stark von der Branche abhängt. Gerade als BWLer bekommst du für die gleiche Arbeit da sehr unterschiedliche Gehälter. Bspw. ein Controller bei einem IGM oder IGBCE Konzern verdient viel besser, als ein Controller in einem FMCG oder Dienstleistungskonzern.

Der Arbeitnehmer in mir findet das irgendwo unfair, ist aber ganz froh drum weil ich bei einem der gut bezahlenden bin. Der BWLer in mir fragt sich aber warum die Konzerne das machen. Dass du Ingenieuren oder Chemikern hohe Gehälter zahlen musst um die guten zu kriegen ist ja nachvollziehbar. BWLer gibt es aber sehr viele und auch die schlechter zahlenden Branchen bekommen noch gute Leute. D.h. eigentlich könnten die IGM und IGBCE Konzerne ihnen auch weniger zahlen und würden immer noch die guten Leute kriegen.

Dem kann ich nicht vollständig zustimmen. Gerade im Finance & Accounting ist es auch heutzutage schwer gute(!) Leute zu finden. Die Konzerne konkurrieren ja mit Banken, Beratungen, Wirtschaftsprüfung, öffentlichen Dienst usw. im Wettstreit um die besten BWL FACT Absolventen.

Würden die IGM-Buden ihr Gehaltsniveau auf schlecht zahlende Branchen anpassen, würde sich kein BWLer mehr für diese Läden interessieren und eher in Richtung der gut zahlenden Arbeitgeber schauen - es würde sich einfach verschieben. Irgendeiner zahlt immer am meisten, wir leben ja nicht in der DDR.

Momentan habe ich eh das Gefühl, dass viele Ingenieure es sogar schwerer haben breitgefächert gute Gehälter zu erreichen als FACT BWLer. Liegt unter anderem an der Transformation zur E-Mobilität (die momentan für Ings das attraktivste Feld sein dürfte) und Rückgang von produktionlastigen klassischen Prozessen. Zusätzlich verstärkt sich unsere Dienstleistungsgesellschaft, von der BWLer profitieren. Man schaue nur einmal in die USA, wo jeder Accountant Major bessere Jobaussichten hat als der Ingenieur.

Schwarz-weiß ist es ja nie, und mit FACT hast du glaube ich auch recht, dass das schwerer geworden ist. Aber FACT ist da auch eher die Ausnahme. Und wenn ich bei mir im Konzern gucke, kriegt der Masterabsolvent das gleiche Gehalt, egal ob Controlling oder Marketing. Obwohl du bei Marketing mal so überhaupt keine Probleme hast Leute zu kriegen.

Und in die andere Richtung geht das ja auch: Es ist schwierig Leute für manche Bereiche in der IT zu bekommen, weil der Markt da wirklich kurz ist. Aber auch da ist es nicht möglich, dann höhere Gehälter zu zahlen weil diese Positionen nunmal so eingestuft sind wie sie sind.

Ist eigentlich ähnlich wie im öffentlichen Dienst, da hast du auch einheitlich geregelt dass z.B. jemand mit Master als A13 eingestellt wird. Ohne zu berücksichtigen dass A13 für einen Geisteswissenschaftler deutlich mehr ist, als er in der freien Wirtschaft verdienen könnte, wohingegen du damit kaum einen guten Ingenieur hinter dem Ofen hervorlocken kannst.

FACT Absolventen sind relativ wertlos. Den Inhalt kannst du in 2 - 3 Monaten jeder halbwegs intelligenten Person vermitteln.

Die Punkte die wichtig sind, kann die Person eigenständig Controlling/Rewe Systeme aufbauen, ein Verständnis über die Integration zu anderen Unternehmensfunktionen herstellen, ein effizientes und sinnvolles Reporting aufbauen.

Das große Problem ist, dass man als Berufseinsteiger kaum Möglichkeiten hat einen Einfluss daraufzunehmen , in welche Richtung man sich entwickelt. Man kann als Sap CO Berater erstmal für 3 Jahre auf ein sinnloses Standard Implementierungsprojekt gestafft werden bei dem man Tabellen anlegt oder im Konzern sinnlose Reports zusammenbasteln und das sind nahzu 99% der Stellen in dem Bereich.

antworten
WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

Hier mal ein Inside warum der Konzern so gut zahlen MUSS.

Be me, 25, frisch von der Uni, BA + MA, top motiviert und Einstieg als Junior Accountant in einem großen Konzern. Praktika vorher nur bei den Big4 bzw. dachte im Anschluss warum nicht gleich den Exit Richtung Konzern machen wenn sich die Möglichkeit ergibt. Job und Verantwortung bei den Big4 haben zwar Spaß gemacht, hatte jedoch auf die 50 Stundenwochen schnell keine Lust mehr.

1.Tag im Konzern: "hier ist dein Arbeitsplatz, lern dich mal in dieses Accounting-Tool ein und dann machst du First Level Support". Highlight des Jahres war den Anforderungskatalog für neue Validierungen zu schreiben und die Handbücher zu aktualisieren. Nach 4/5 Jahren ziehen wir dich vielleicht für Projekte in Betracht. Gefühlt gab es auch im Wochentakt Anschiss warum ich X oder Y in der Hierarchiestufe übergangen habe, warum ich direkt bei Hans Peter angerufen habe und nicht erst bei seinem Chef, damit er es runter delegiert und warum mein Chef bei Mail XYZ nicht in Kopie war und ohne Ticket machen wir hier sowieso nichts, weil sonst kann unsere Arbeit nicht skaliert werden. Der Höhepunkt war als ich vom Senior-Kollegen eine Mail mit Chef und Chef Chef in Kopie bekommen habe, worin dieser sich über Unter-Unter-Unter-Unterorder "ABC" beschwert hat und er der "Ordnerverantwortliche" ist und ohne seine Zustimmung kein Ordner erstellt werden darf (no Joke). Nach einem halben Jahr habe ich bereits extern nach neuen Stellen gesucht... Mir ist bewusst, um einen Konzern am Laufen zu halten bedarf es dieser Spielereien, jedoch muss irgendwo im Inneren etwas kaputt gehen damit man sich ernsthaft langfristig darauf einlässt bzw. abfindet und exorbitantes Geld für 35h Wochen ist das Schmiermittel das den Laden am Laufen hält.

Lange Rede kurz, nach knapp 2 Jahren bin ich bei einem KMU gelandet. "Du hast studiert? Hier sind deine 4 MA, bei strategischen Entscheidungen bindest du deinen CFO ein und einmal die Woche gibts JF, den Rest kannst du dir frei einteilen." Mein Aufgabenspektrum und Verantwortungsbereich ist jetzt massiv viel größer, Bezahlung ist in etwa gleich geblieben bzw. jetzt mit der Zeit gestiegen. Der ein oder andere Konzern, insb. mit 35h Woche und kaum Verantwortung, würde das als Verlustgeschäft betrachten, ich gehe jetzt zumindest wieder gerne zur Arbeit.

antworten
WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

Mal ne andere Frage, die vielleicht nicht zu 100% passt:

Ist es nicht krass, dass man bspw. bei Volkswagen zum Einstieg seine 65k kriegt bei 35h die Woche und bei einem anderen Konzern seine 50k bei 40h die Woche, obwohl man dieselbe, vielleicht sogar bessere Qualifikationen hat? Manchmal frustriert mich dieser Gedanke. Euch nicht?

Du wirst nicht nach deiner Qualifikation bezahlt sondern nach deinem Wert fürs Unternehmen. Und bei Vw und Co kommt man nicht einfach so rein. Da musst du schon im Studium ordentlich was geleistet haben.

Naja, das sehe ich anders. Ich kenne viele Leute, die bei Konzern A sehr sehr viel zu tun haben und machen, aber 50k kriegen. Andere pimmeln bei VW rum und kriegen 65k. Außerdem kenne ich viele, die einen durchschnittlichen Abschluss haben und bei VW landen. Das ist heutzutage leider immer noch so.

Komisch. Bei uns sind nur die besten bei Vw gelandet und selbst die mussten noch Einstellungstests und Ac absolvieren.....
Und dass obwohl wir keine Bwler sondern Ingenieure sind.

antworten
WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

Mal ne andere Frage, die vielleicht nicht zu 100% passt:

Ist es nicht krass, dass man bspw. bei Volkswagen zum Einstieg seine 65k kriegt bei 35h die Woche und bei einem anderen Konzern seine 50k bei 40h die Woche, obwohl man dieselbe, vielleicht sogar bessere Qualifikationen hat? Manchmal frustriert mich dieser Gedanke. Euch nicht?

Du wirst nicht nach deiner Qualifikation bezahlt sondern nach deinem Wert fürs Unternehmen. Und bei Vw und Co kommt man nicht einfach so rein. Da musst du schon im Studium ordentlich was geleistet haben.

Naja, das sehe ich anders. Ich kenne viele Leute, die bei Konzern A sehr sehr viel zu tun haben und machen, aber 50k kriegen. Andere pimmeln bei VW rum und kriegen 65k. Außerdem kenne ich viele, die einen durchschnittlichen Abschluss haben und bei VW landen. Das ist heutzutage leider immer noch so.

Komisch. Bei uns sind nur die besten bei Vw gelandet und selbst die mussten noch Einstellungstests und Ac absolvieren.....
Und dass obwohl wir keine Bwler sondern Ingenieure sind.

Naja… Also bei VW herrscht eine Vetternwirtschaft das kann man sich als externer nicht ausmalen. Und Ingenieure werden schon lange nicht mehr extern eingestellt. Die bildet man selbst aus. Das einzige was händeringend gesucht wird sind Softwareentwickler.

antworten
WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

Mal ne andere Frage, die vielleicht nicht zu 100% passt:

Ist es nicht krass, dass man bspw. bei Volkswagen zum Einstieg seine 65k kriegt bei 35h die Woche und bei einem anderen Konzern seine 50k bei 40h die Woche, obwohl man dieselbe, vielleicht sogar bessere Qualifikationen hat? Manchmal frustriert mich dieser Gedanke. Euch nicht?

Ich finde es eigentlich noch krasser, dass es auch so stark von der Branche abhängt. Gerade als BWLer bekommst du für die gleiche Arbeit da sehr unterschiedliche Gehälter. Bspw. ein Controller bei einem IGM oder IGBCE Konzern verdient viel besser, als ein Controller in einem FMCG oder Dienstleistungskonzern.

Der Arbeitnehmer in mir findet das irgendwo unfair, ist aber ganz froh drum weil ich bei einem der gut bezahlenden bin. Der BWLer in mir fragt sich aber warum die Konzerne das machen. Dass du Ingenieuren oder Chemikern hohe Gehälter zahlen musst um die guten zu kriegen ist ja nachvollziehbar. BWLer gibt es aber sehr viele und auch die schlechter zahlenden Branchen bekommen noch gute Leute. D.h. eigentlich könnten die IGM und IGBCE Konzerne ihnen auch weniger zahlen und würden immer noch die guten Leute kriegen.

Dem kann ich nicht vollständig zustimmen. Gerade im Finance & Accounting ist es auch heutzutage schwer gute(!) Leute zu finden. Die Konzerne konkurrieren ja mit Banken, Beratungen, Wirtschaftsprüfung, öffentlichen Dienst usw. im Wettstreit um die besten BWL FACT Absolventen.

Würden die IGM-Buden ihr Gehaltsniveau auf schlecht zahlende Branchen anpassen, würde sich kein BWLer mehr für diese Läden interessieren und eher in Richtung der gut zahlenden Arbeitgeber schauen - es würde sich einfach verschieben. Irgendeiner zahlt immer am meisten, wir leben ja nicht in der DDR.

Momentan habe ich eh das Gefühl, dass viele Ingenieure es sogar schwerer haben breitgefächert gute Gehälter zu erreichen als FACT BWLer. Liegt unter anderem an der Transformation zur E-Mobilität (die momentan für Ings das attraktivste Feld sein dürfte) und Rückgang von produktionlastigen klassischen Prozessen. Zusätzlich verstärkt sich unsere Dienstleistungsgesellschaft, von der BWLer profitieren. Man schaue nur einmal in die USA, wo jeder Accountant Major bessere Jobaussichten hat als der Ingenieur.

Schwarz-weiß ist es ja nie, und mit FACT hast du glaube ich auch recht, dass das schwerer geworden ist. Aber FACT ist da auch eher die Ausnahme. Und wenn ich bei mir im Konzern gucke, kriegt der Masterabsolvent das gleiche Gehalt, egal ob Controlling oder Marketing. Obwohl du bei Marketing mal so überhaupt keine Probleme hast Leute zu kriegen.

Und in die andere Richtung geht das ja auch: Es ist schwierig Leute für manche Bereiche in der IT zu bekommen, weil der Markt da wirklich kurz ist. Aber auch da ist es nicht möglich, dann höhere Gehälter zu zahlen weil diese Positionen nunmal so eingestuft sind wie sie sind.

Ist eigentlich ähnlich wie im öffentlichen Dienst, da hast du auch einheitlich geregelt dass z.B. jemand mit Master als A13 eingestellt wird. Ohne zu berücksichtigen dass A13 für einen Geisteswissenschaftler deutlich mehr ist, als er in der freien Wirtschaft verdienen könnte, wohingegen du damit kaum einen guten Ingenieur hinter dem Ofen hervorlocken kannst.

FACT Absolventen sind relativ wertlos. Den Inhalt kannst du in 2 - 3 Monaten jeder halbwegs intelligenten Person vermitteln.

Die Punkte die wichtig sind, kann die Person eigenständig Controlling/Rewe Systeme aufbauen, ein Verständnis über die Integration zu anderen Unternehmensfunktionen herstellen, ein effizientes und sinnvolles Reporting aufbauen.

Das große Problem ist, dass man als Berufseinsteiger kaum Möglichkeiten hat einen Einfluss daraufzunehmen , in welche Richtung man sich entwickelt. Man kann als Sap CO Berater erstmal für 3 Jahre auf ein sinnloses Standard Implementierungsprojekt gestafft werden bei dem man Tabellen anlegt oder im Konzern sinnlose Reports zusammenbasteln und das sind nahzu 99% der Stellen in dem Bereich.

Du scheinst nicht aus dem Bereich zu kommen, sonst wüsstest du, dass Finance, Accounting, Controlling & Taxation eben nicht in 2-3 Monaten vermittelt werden können. Nie im Leben ist jemand nach 3 Monaten sattelfest in Handels- und Steuerrecht, geschweige denn IFRS.
Selbst nach 3 Jahren nicht!

Höchstens die absoluten Grundlagen in Kosten- und Leistungsrechnung und Investition & Finanzierung sind vielleicht vermittelt.
FACT ist so stark abhängig vom fundierten Fachwissen, wie kein anderer Bereich der BWL.

Und es reicht nicht zu wissen, wo etwas steht, wenn man nicht das gesamte Big Picture der Anwendung und Interpretation versteht.

antworten
WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

Würde es nicht Neid nennen, sondern eher ein Gefühl der Unfairness, dass Konzern-Angestellte oft fürs wenig Arbeiten sehr viel Geld bekommen, während bei der Heinz-Otto GmbH die 10 Überstunden pro Woche mit dem eh schon kleinen Gehalt abgegolten sind.

Um dieses Unfairness-Gefühl zu bekämpfen, redet man sich die Situation halt schön. Klassiker sind "mehr Freiheiten", "vielfältige Aufgaben", "keine Beamtenmentalität", wobei man am Ende des Tages meist Kugellager oder Türklinken verkauft.

Das nennt sich Forced-Compliance-Paradigma.

In dem klassischen Experiment von Festinger und Carlsmith
(1959) wurden Versuchspersonen gebeten an einer besonders langweiligen Aufgabe teilzunehmen (Abschreiben von
bedeutungslosen Zahlen- und Buchstabenreihen). Im Experiment wurden sie von der Versuchsleitung aufgefordert,
eine nachfolgende Versuchsperson anzulügen, indem sie
ihr mitteilten, dass das auf sie wartende Experiment außerordentlich spannend sei. Für diese Lüge wurde ihnen entweder 1 Dollar (niedrige Rechtfertigung für die Lüge) oder
20 Dollar (hohe Rechtfertigung für die Lüge) als Belohnung
angeboten. Als abhängige Variable erfassten die Forscher
die Einstellung gegenüber der langweiligen Aufgabe, die
sie zuvor in dem Experiment durchführen mussten. Das erstaunliche Ergebnis war, dass Personen mit niedriger Rechtfertigung, die also nur 1 Dollar für ihre Lüge erhielten, die
Aufgabe als weniger langweilig bewerteten als diejenigen
mit hoher Rechtfertigung (20 Dollar).
Festinger und Carlsmith (1959) erklärten diesen Befund so:
Alle Personen, die an dem Experiment teilnahmen, erlebten
kognitive Dissonanz (Kognition 1: »Das Experiment war
entsetzlich langweilig!« – Kognition 2: »Ich soll diese nette
Studentin anlügen und erzählen, es sei total spannend gewesen. Die geht doch hinterher nicht mehr mit mir Kaffee
trinken!«). Die Personen in der 20-Dollar-Bedingung konnten
ihre Lüge gegenüber der nachfolgenden Versuchsperson
vor sich selbst allerdings gut damit begründen, dass sie dafür
eine ordentliche Belohnung erhielten. Damit reduzierten
sie die empfundene kognitive Dissonanz durch die Addition
einer konsonanten Kognition. Die Personen in der 1-DollarBedingungen konnten dies dagegen nicht: Der Betrag, mit
dem sie entlohnt wurden, war zu gering, um eine hinreichende Rechtfertigung für ihr Verhalten sein zu können. Somit
standen Einstellung und Verhalten einander unvereinbar entgegen. Den Probanden blieb nichts anderes übrig, als die
kognitive Dissonanz durch eine Änderung der Einstellung
zum erlebten Experiment zu reduzieren (»Na ja, so schlimm
war es ja nun doch nicht« oder »Zumindest lernt man hier,
sich zu konzentrieren«). Dadurch fanden sie – statt der ausbleibenden äußeren Rechtfertigung durch 20 Dollar – eine
interne Rechtfertigung für ihr Handeln. Dies entspricht der
Reduktion dissonanter Kognitionen durch Änderung der
eigenen Auffassung.

Interessant, danke fürs Teilen

antworten
WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

Interessant!

Obwohl, ich muss sagen dass Konzern nicht gleich IGM-Konzern ist.

Ein paar persönliche Punkte warum ich als Software Ingenieur den IGM-Konzern neulich den Rücken kehrte bzw. meide:

  • die Aufgaben: man lernt nie neues, keine wirkliche Herausforderungen, xls und ppt Jobs, nutzlose Meetings ohne Ende
  • Stechuhren: rein aus Prinzip, kann keiner mir sagen wann und wie lange ich meinen Job machen muss.
  • Sonstiges wie Arbeitszeitverkürzung, Tarif, Gehaltserhöhung nach Dauer der Betriebszugehörigkeit anstatt Leistungen/Performance.
  • Jobsicherheit bul*sh*t: Als low performer ist Jobsicherheit aber schon relevant.

Conclusion:
Als Berufseinsteiger mit <= 3 Jahre BE oder low bis mediocre performer oder jemand mit Beamtenmentalität vielleicht ist IGM-Konzerne besser geeignet.
Deshalb änderten ja manche OEM in letzter Zeit das Tarif-System damit es für IT oder Softwareentwicklung interessanter wird.

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

Ich war als Student bei zwei Konzernen und mich nach diesen Erfahrungen bewusst dagegen entschieden. Wie einer der Vorredner schon sagte, das ist wie bei Behörden. Alles träge, extrem konservativ, viele unsinnige Meetings, null Drive, hauptsache die Zeit rumkriegen, ... . Ich fand das alles sehr depremierend und die Vorstellung so den Rest meines Lebens zu fristen als absoluten Albtraum.

TE hier.
Also ganz konkret: Du würdest ein Daimler, VW etc. Angebot (inkl. aller Benefits) ablehnen, und stattdessen die gleiche Stelle im Mittelstand annehmen?

Ich habe mich auf Grund dieser Erfahrungen selbstständig gemacht. Von Geld und Benefits kannst du dir keine Zufriendenheit im Job kaufen. Das macht auf lange sicht nur depressiv.

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

Mal ne andere Frage, die vielleicht nicht zu 100% passt:

Ist es nicht krass, dass man bspw. bei Volkswagen zum Einstieg seine 65k kriegt bei 35h die Woche und bei einem anderen Konzern seine 50k bei 40h die Woche, obwohl man dieselbe, vielleicht sogar bessere Qualifikationen hat? Manchmal frustriert mich dieser Gedanke. Euch nicht?

Du wirst nicht nach deiner Qualifikation bezahlt sondern nach deinem Wert fürs Unternehmen. Und bei Vw und Co kommt man nicht einfach so rein. Da musst du schon im Studium ordentlich was geleistet haben.

Naja, das sehe ich anders. Ich kenne viele Leute, die bei Konzern A sehr sehr viel zu tun haben und machen, aber 50k kriegen. Andere pimmeln bei VW rum und kriegen 65k. Außerdem kenne ich viele, die einen durchschnittlichen Abschluss haben und bei VW landen. Das ist heutzutage leider immer noch so.

Komisch. Bei uns sind nur die besten bei Vw gelandet und selbst die mussten noch Einstellungstests und Ac absolvieren.....
Und dass obwohl wir keine Bwler sondern Ingenieure sind.

Naja… Also bei VW herrscht eine Vetternwirtschaft das kann man sich als externer nicht ausmalen. Und Ingenieure werden schon lange nicht mehr extern eingestellt. Die bildet man selbst aus. Das einzige was händeringend gesucht wird sind Softwareentwickler.

Ings werden auch weiterhin extern eingestellt. Nur sind die Stellen werden eben nicht wochenlang ausgeschrieben, da man meistens schon einen hat für die Stelle. Sei es vom Dienstleister oder ehemalige Praktikanten.

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

WiWi Gast schrieb am 18.06.2021:

Mal ne andere Frage, die vielleicht nicht zu 100% passt:

Ist es nicht krass, dass man bspw. bei Volkswagen zum Einstieg seine 65k kriegt bei 35h die Woche und bei einem anderen Konzern seine 50k bei 40h die Woche, obwohl man dieselbe, vielleicht sogar bessere Qualifikationen hat? Manchmal frustriert mich dieser Gedanke. Euch nicht?

Ich finde es eigentlich noch krasser, dass es auch so stark von der Branche abhängt. Gerade als BWLer bekommst du für die gleiche Arbeit da sehr unterschiedliche Gehälter. Bspw. ein Controller bei einem IGM oder IGBCE Konzern verdient viel besser, als ein Controller in einem FMCG oder Dienstleistungskonzern.

Der Arbeitnehmer in mir findet das irgendwo unfair, ist aber ganz froh drum weil ich bei einem der gut bezahlenden bin. Der BWLer in mir fragt sich aber warum die Konzerne das machen. Dass du Ingenieuren oder Chemikern hohe Gehälter zahlen musst um die guten zu kriegen ist ja nachvollziehbar. BWLer gibt es aber sehr viele und auch die schlechter zahlenden Branchen bekommen noch gute Leute. D.h. eigentlich könnten die IGM und IGBCE Konzerne ihnen auch weniger zahlen und würden immer noch die guten Leute kriegen.

Dem kann ich nicht vollständig zustimmen. Gerade im Finance & Accounting ist es auch heutzutage schwer gute(!) Leute zu finden. Die Konzerne konkurrieren ja mit Banken, Beratungen, Wirtschaftsprüfung, öffentlichen Dienst usw. im Wettstreit um die besten BWL FACT Absolventen.

Würden die IGM-Buden ihr Gehaltsniveau auf schlecht zahlende Branchen anpassen, würde sich kein BWLer mehr für diese Läden interessieren und eher in Richtung der gut zahlenden Arbeitgeber schauen - es würde sich einfach verschieben. Irgendeiner zahlt immer am meisten, wir leben ja nicht in der DDR.

Momentan habe ich eh das Gefühl, dass viele Ingenieure es sogar schwerer haben breitgefächert gute Gehälter zu erreichen als FACT BWLer. Liegt unter anderem an der Transformation zur E-Mobilität (die momentan für Ings das attraktivste Feld sein dürfte) und Rückgang von produktionlastigen klassischen Prozessen. Zusätzlich verstärkt sich unsere Dienstleistungsgesellschaft, von der BWLer profitieren. Man schaue nur einmal in die USA, wo jeder Accountant Major bessere Jobaussichten hat als der Ingenieur.

Schwarz-weiß ist es ja nie, und mit FACT hast du glaube ich auch recht, dass das schwerer geworden ist. Aber FACT ist da auch eher die Ausnahme. Und wenn ich bei mir im Konzern gucke, kriegt der Masterabsolvent das gleiche Gehalt, egal ob Controlling oder Marketing. Obwohl du bei Marketing mal so überhaupt keine Probleme hast Leute zu kriegen.

Und in die andere Richtung geht das ja auch: Es ist schwierig Leute für manche Bereiche in der IT zu bekommen, weil der Markt da wirklich kurz ist. Aber auch da ist es nicht möglich, dann höhere Gehälter zu zahlen weil diese Positionen nunmal so eingestuft sind wie sie sind.

Ist eigentlich ähnlich wie im öffentlichen Dienst, da hast du auch einheitlich geregelt dass z.B. jemand mit Master als A13 eingestellt wird. Ohne zu berücksichtigen dass A13 für einen Geisteswissenschaftler deutlich mehr ist, als er in der freien Wirtschaft verdienen könnte, wohingegen du damit kaum einen guten Ingenieur hinter dem Ofen hervorlocken kannst.

FACT Absolventen sind relativ wertlos. Den Inhalt kannst du in 2 - 3 Monaten jeder halbwegs intelligenten Person vermitteln.

Die Punkte die wichtig sind, kann die Person eigenständig Controlling/Rewe Systeme aufbauen, ein Verständnis über die Integration zu anderen Unternehmensfunktionen herstellen, ein effizientes und sinnvolles Reporting aufbauen.

Das große Problem ist, dass man als Berufseinsteiger kaum Möglichkeiten hat einen Einfluss daraufzunehmen , in welche Richtung man sich entwickelt. Man kann als Sap CO Berater erstmal für 3 Jahre auf ein sinnloses Standard Implementierungsprojekt gestafft werden bei dem man Tabellen anlegt oder im Konzern sinnlose Reports zusammenbasteln und das sind nahzu 99% der Stellen in dem Bereich.

Du scheinst nicht aus dem Bereich zu kommen, sonst wüsstest du, dass Finance, Accounting, Controlling & Taxation eben nicht in 2-3 Monaten vermittelt werden können. Nie im Leben ist jemand nach 3 Monaten sattelfest in Handels- und Steuerrecht, geschweige denn IFRS.
Selbst nach 3 Jahren nicht!

Höchstens die absoluten Grundlagen in Kosten- und Leistungsrechnung und Investition & Finanzierung sind vielleicht vermittelt.
FACT ist so stark abhängig vom fundierten Fachwissen, wie kein anderer Bereich der BWL.

Und es reicht nicht zu wissen, wo etwas steht, wenn man nicht das gesamte Big Picture der Anwendung und Interpretation versteht.

Ja du scheinst wohl keine Ahnung zu haben, was für deppen inzwischen bei den big 4s im Tax eingestellt werden , dazu muss man fast keinerlei Fachkenntnise haben, für alle komplexere fachliche Fragen fürs ein competence cente oder spezialisierten Mitarbeiter, der Rest ist reines Excel 0815.

Willst du jetzt auch sagen das im investment Banking, Asset Management, Trading keine Musik, Geschichte, Politik.usw. Absolventen In USA massenhaft eingestellt werden und die auch auf der MD/C Ebene einen beachtlichen Teil stellen

Ein Controlling Standard Werk wie von Peter Horváth besteht zu 90% aus Inhalten die kein 0815 Controller jemals anwenden, wird oder die Theorie benötigt

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

Finde das sehr interessant wie unterschiedlich doch die Ansichten sind. Ich bin im Konzern, habe bereits als Trainee extrem viel Verantwortung, bin auf millionen schweren Projekten die direkt mit der Deutschen GF abgestimmt werden, auf einem anderen Projekt welches direkt vom Konzern CFO kommt etc. Ich finde Konzern super, ich werde hier nach dem Trainee auf eine AT 2 Stelle kommen, das sind dann nach 5 Jahren 100k + BAV bei humanem workload. Für jemanden der arbeitet um zu leben absolut perfekt. Werde trotzdem weiter strategisch arbeiten und bei wichtigen Projekten dabei sein, verantworte einen eigenen Bereich etc. Wenn ich irgendwann doch weiter hoch will kein Problem, bei uns soll laut Policy alle 3-4 Jahre gewechselt werden um diese Entwicklung zu fördern.

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

Es gab doch hier mal eine lustige Diskussion mit "Konzernsprüchen", wo etwas überspitzt formuliert die (Ex)Konzerner Annekdoten aus ihrem Arbeitsalltag niedergeschrieben haben.

So unterhaltsam das Topic auch war: Leider trifft es sehr deutlich den Nagel auf den Kopf, was den Arbeitsalltag in Konzern-Mühlen angeht.
Sicherlich ist Konzern nicht gleich Konzern und es gibt gewisse Nuancen. Erfahrungsgemäß kann man jedoch schon recht generalisiert von "Konzernkrankheiten" wie mangelnde Flexibilität, langsame Arbeitsgeschwindigkeit, hoher bürokratischer Aufwand, hohe Konzentration an toxischen Personen etc. sprechen, die sich leider immer wieder dort finden.

Man muss halt wissen, was einem wichtig ist und ob man mit solchen Nachteilen leben kann.

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

WiWi Gast schrieb am 21.06.2021:

Es gab doch hier mal eine lustige Diskussion mit "Konzernsprüchen", wo etwas überspitzt formuliert die (Ex)Konzerner Annekdoten aus ihrem Arbeitsalltag niedergeschrieben haben.

So unterhaltsam das Topic auch war: Leider trifft es sehr deutlich den Nagel auf den Kopf, was den Arbeitsalltag in Konzern-Mühlen angeht.
Sicherlich ist Konzern nicht gleich Konzern und es gibt gewisse Nuancen. Erfahrungsgemäß kann man jedoch schon recht generalisiert von "Konzernkrankheiten" wie mangelnde Flexibilität, langsame Arbeitsgeschwindigkeit, hoher bürokratischer Aufwand, hohe Konzentration an toxischen Personen etc. sprechen, die sich leider immer wieder dort finden.

Man muss halt wissen, was einem wichtig ist und ob man mit solchen Nachteilen leben kann.

Wobei man da nicht nur Konzern gegen Konzern halten muss. Auch innerhalb eines Konzerns kann es sehr unterschiedlich sein. Ich bin auch in einem Konzern, aber in einem Bereich in dem alle ziemlich motiviert sind, versuchen Dinge pragmatisch zu lösen. Es gibt aber auch andere Bereiche, die deutlich bürokratischer sind oder wo viele Leute Dienst nach Vorschrift machen.

Ob es im Konzern mehr toxische Persönlichkeiten gibt weiß ich aber nicht. Das hat sich auch entwickelt und persönliche Eigenschaften sind seit einiger Zeit auch ein wichtiger Punkt der Personalauswahl. Ich kenne mehr erster Hand Geschichten von Cholerikern oder manipulativen Charakteren aus KMUs als aus Konzernen.

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

Die Frage wie es aussieht als Berufseinsteiger scheint ja soweit geklärt zu sein.
Meine Frage wäre wie die Chancen denn mit 3-5 Jahren BE stehen?
Gibt es auf diese Stellen dann immernoch hunderte von Bewerber oder erleichtert es die Jobsuche ?
Ich arbeite derzeit in einem etwa 5000 MA Konzern und würde gerne wechseln.

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

Pauschal schwer zu beantworten. Wie so oft, hängt das natürlich von deinem Profil/ deiner Stelle ab.

Im BWL-Bereich gibt es leider kaum ausgeschriebene Stellen und auf die wenigen Stellen, kommen dann natürlich viele Bewerber.

Aber im direkten Vergleich sind es weniger als bei den Einsteigerstellen. Wir hatten zuletzt eine Stelle für Einsteiger ausgeschrieben und eine weitere Stelle als „Senior“ mit 4-6 Jahren Berufserfahrung.

Bei der Einsteigerstelle waren es tatsächlich mehr als 300 Bewerber. Auf die Stelle mit Erfahrung waren es glaube ich zwischen 60-70 Bewerber. Aber natürlich muss auch dein Profil erstmal auf die Stelle passen.

Solltest du aber zum Beispiel relevante IT-Kenntnisse oder Ähnliches haben, dann stehen dir natürlich alle Türe offen :)

WiWi Gast schrieb am 21.06.2021:

Die Frage wie es aussieht als Berufseinsteiger scheint ja soweit geklärt zu sein.
Meine Frage wäre wie die Chancen denn mit 3-5 Jahren BE stehen?
Gibt es auf diese Stellen dann immernoch hunderte von Bewerber oder erleichtert es die Jobsuche ?
Ich arbeite derzeit in einem etwa 5000 MA Konzern und würde gerne wechseln.

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

WiWi Gast schrieb am 21.06.2021:

Die Frage wie es aussieht als Berufseinsteiger scheint ja soweit geklärt zu sein.
Meine Frage wäre wie die Chancen denn mit 3-5 Jahren BE stehen?
Gibt es auf diese Stellen dann immernoch hunderte von Bewerber oder erleichtert es die Jobsuche ?
Ich arbeite derzeit in einem etwa 5000 MA Konzern und würde gerne wechseln.

Wie soll man sowas beantworten? Wenn du ein passendes Profil hast sprich Qualifikation, BE im relevanten Bereich, 3-5 Jahre werden gesucht etc. solltest du gute Chancen haben. Meines Wissens nehmen die Bewerberzahlen ab, dafür wird die Qualität der Bewerber im Schnitt besser. Bei 1000 Leuten die sich auf eine Trainee Stelle bewerben sind halt locker 400 dabei, die nicht mal die grundsätzlichsten Anforderungen (z.B. Notenschnitt, Auslandssemester, Praktika whatever) erfüllen und sofort rausfallen. Auf eine Professional Stelle werden sich wahrscheinlich weniger absolut bewerben, tendenziell aber weniger Leute die sofort rausfallen sondern wohl eher nur Leute, die zumindest einigermaßen auf die Stelle passen. Hinzu kommt dass du dich ggf mit internen Bewerben messen musst.

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WiWi Gast

Einstieg bei Konzern

WiWi Gast schrieb am 17.06.2021:

Würde es nicht Neid nennen, sondern eher ein Gefühl der Unfairness, dass Konzern-Angestellte oft fürs wenig Arbeiten sehr viel Geld bekommen, während bei der Heinz-Otto GmbH die 10 Überstunden pro Woche mit dem eh schon kleinen Gehalt abgegolten sind.

Um dieses Unfairness-Gefühl zu bekämpfen, redet man sich die Situation halt schön. Klassiker sind "mehr Freiheiten", "vielfältige Aufgaben", "keine Beamtenmentalität", wobei man am Ende des Tages meist Kugellager oder Türklinken verkauft.

Kugellager verkauft?
Also als Ingenieur der bei einem Kugellager Hersteller gearbeitet hat kann ich dir sagen das die drei Konzerne SKF (Schweden), Schäffler FAG (Deutschland) und NSK (Japan) 70% des globalen Wälzlagermarktes teilen. Und das sind Konzerne mit >30k Mitarbeitern und Multimilliarden Umsätzen. ;)

Das hat nichts mit KMU zu tun.

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