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Migrationshintergrund und Jobeinstieg

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WiWi Gast

Migrationshintergrund und Jobeinstieg

Hey Leute,

Würde gerne eure Meinungen und Erfahrungen zu diesem (leidigen) Thema bekommen.
Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Jobeinstieg gemacht? Ich werde bald mit dem Studium fertig sein und schaue schon nach Jobs und habe einige Bewerbungen losgeschickt.

Kurz zu mir: Ich bin 28 Jahre alt, werde meinen Master in Unternehmenskommunikation mit 1,x abschließen, habe gute Praktika gemacht und auch Auslandserfahrung gesammelt.
Bis hierhin ist es ziemlich unspektakulär.
Etwas ungewöhnlich ist mein kultureller Hintergrund. Ich bin in Deutschland geboren und einen deutschen Pass. Meine Eltern kommen aus Nigeria , was man mir natürlich auch ansieht. Sprich: ich bin dunkelhäutig.

Bislang hatte ich nicht das Gefühl, dass ich diskriminiert werde. Nun habe ich das Gefühl, dass es im Berufsleben etwas anders aussehen kann.

Was habt ihr (bzw. Freunde, Bekannte etc.) für Erfahrungen mit dem "anders aussehen" gemacht?

Freue mich über jeden Beitrag!

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WiWi Gast

Re: Migrationshintergrund und Jobeinstieg

Ganz ehrlich, je nach Branche, Standort usw. gibts es sicherlich immer Diskriminierung. Jedoch finde ich, dass diese Art der Diskriminierung spürbar abnimmt, weil die Gesellschaft eben nicht mehr so homogen ist wie es früher einmal war.

Wenn ich mir deinen Schreibstil angucke, dann kann ich mir auch nicht vorstellen, dass du noch lange suchen musst. Also Kopf hoch, weiter bewerben und irgendwann klappt es auch!

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WiWi Gast

Re: Migrationshintergrund und Jobeinstieg

Versuche es bei international aufgestellten Dax30-Firmen, Telekom u.s.w.

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WiWi Gast

Re: Migrationshintergrund und Jobeinstieg

Ich bin eher dunkelhäutiger Ägypter, spreche aber akzentfrei. Kumpels von mir sind hellhäutiger, haben aber teilweilse Akzent. Bisweilen können sie auch weniger zwangslos smalltalken. Mein Eindruck ist, daß ist wichtiger. Jedenfalls hab ich bei ähnlichem Ausbildungsgang (BWL, Controllingschwerpunkt) und Abschlußnoten am wenigsten Probleme gehabt. Hab sogar eher das schlechteste Abi unter uns, was gerne mal nen Joke gibt, da NRW-Gesamtschulabi noch dazu. Aber das ist sicherlich nur ein Ausschnitt. In jedem Fall, man kann auf Vollidioten treffen die Migrationshintergrund ablehnen. Aber es gibt genug "andere schöne Wiesen" wo die Deppen fehlen. Nicht aufregen, weitergehen.

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WiWi Gast

Re: Migrationshintergrund und Jobeinstieg

Naja, wenn du bei den Praktika schon keine Probleme hattest, dann würde ich mir bei dem Jobeinstieg auch nicht viel Sorgen machen.

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ratata

Re: Migrationshintergrund und Jobeinstieg

Also bei DAX30 in Westdeutschland sogar gut weil die heute Multikulti aufgestellt sein müssen. Zumal die Hautfarbe doch egal, kommt doch auf Quali an. Du solltest allerdings Sachsen, Brandenburg und sowas meiden, die mögen's nicht so...

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WiWi Gast

Re: Migrationshintergrund und Jobeinstieg

Es gibt auch Vollidioten, die Schwaben, praktizierende Christen, Polospieler, Adelige oder generell weisse Männer ablehnen.

Ich weiss auch nicht, wie meine Bewerbung in einem islamisch geprägten Land aufgenommen werden würde, ob man da so offen, bunt und tolerant wäre.

Daher: keine Verschwörungstheorien pflegen, sondern einfach bewerben.

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WiWi Gast

Re: Migrationshintergrund und Jobeinstieg

Auch wenn Du vermutlich unterwegs auf den ein oder anderen Idioten treffen wirst, kann dieser Aspekt bei stark international aufgestellten Unternehmen am Ende eher ein Vorteil für Dich darstellen!

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WiWi Gast

Re: Migrationshintergrund und Jobeinstieg

wie ist das bei den big4? besonders an kleineren standorten?

ist es für frauen noch mal etwas anderes?

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WiWi Gast

Re: Migrationshintergrund und Jobeinstieg

Also wenn jemand einen fähigen Mann nur wegen seines Akzents oder seines Aussehens nicht einstellt, taugt als Arbeitsgeber höchstwahrscheinlich eher nichts. Bisher konnte ich aber keine Nachteile feststellen, obwohl ich einen relativ starken osteuropäischen Akzent habe. Also weiter probieren und deine Persönlichkeit und Aussehen als Vorteil sehen, welche dich von der Masse abheben. Mit deiner Qualifikation wirst du sicher was finden.

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WiWi Gast

Re: Migrationshintergrund und Jobeinstieg

Da du perfekt die Sprache beherrscht und auch sonst alle Qualifikationen für einen höheren Posten besitzt, brauchst du dir keine Sorgen machen.

"Selektionen" gibt es immer, aber in der Regel sind sie, in den für dich relevanten Punkten, nicht so sehr ausschlaggebend.
Klar, gibt es da manche, die nach einem Migrationshintergrund mitgewichten, andere sehen auf das soziale Umweld bzw. die Familie (z.B. kann ein "Arbeiterkindhintergrund" sowohl positiv als "zäher, ehrgeiziger Aufsteiger" oder negativ als "Proletenkind" gedeutet werden. Das gleiche Spiel bei einer Person mit einem "Akademikerhintergrund, bei Frau/Mann, Dialekt und Verwurzelung, usw.. das alles sind aber nur so ergänzende Gedanken und keine ausschlaggebenden. Wenn man so will, findet man bei jedem Hintergrund etws Gutes oder Schlechtes, wenn man ihn entsprechend gewichtet. Umso größer die Firma, umso unwichtiger diese Ergänzungen.

Der Punkt ist, dass diese Kritierien normalerweise weit hinter der Qualifikation und der Eingliederungsmöglichkeit zurückstehen.

Bei deinem beschriebenen Fall, ist der Migrationshintergrund kein Nachteil. Hie und da wird das zwar behauptet oder suggeriert, in Wirklichkeit sieht es aber auf dem Markt in vielen Studiengängen mit Einstiegsstellen sehr schlecht aus und auch die Bezahlung ist, von der Spitze abgesehen, eher rückläufig....und daher fragt sich auch manch blonder, dialektfreier, blauäugiger, männlicher Student mit dem 1er-Schnitt, warum die Frau aus dem gleichen Studiengang mit der 2,0 und der Gefahr jederzeit schwanger zu werden, eine gewisse Stelle bekommen hat und er nicht...klar, dass man dann nach "Verschwörungstheorien" sucht. ;)

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WiWi Gast

Re: Migrationshintergrund und Jobeinstieg

Vielen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen!
Nur zur Erklärung: Ich stricke weder Verschwörungstheorien noch habe ich eine Absagewelle hinter mir. Mir ist nur zu Beginn meiner nun anstehenden Bewerbungsphase der Gedanke gekommen, dass mein Bewerbungsfoto inkl. fremd klingenden Namen vielleicht bei einem Haufen sehr gut qualifizierter Leute rausfallen könnte und eine "Anna Schmidt" vorgezogen werden könnte, ohne dass ich den Personaler gleich als Nazi abstempeln will. Einfach nur, weil man da mehr oder weniger weiss was man bekommt und im Umgang mit "Anna Schmidt" geübter ist/ keine Berührungsängste hat.

Also nicht in den falschen Hals bekommen. Ich bin überhaupt nicht so eine "ichwerdediskriminiertweilichschwarzbin"-Bewerberin ;)

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WiWi Gast

Re: Migrationshintergrund und Jobeinstieg

Nein, in deinem Fall, in dem es um eine hochqualifierte Stelle geht, hast du keine Nachteile zu befürchten.

Oft ist es auch so, dass - ab Mittelstand - Bewerbungsgespräche mit mehreren Personen (seitens des Unternehmens) geführt und dann persönliche Kriterien (schon damit man den Kollegen keine Angriffsfläche bietet) zurückgestellt werden.

Wie viele aber auch bereits richtig geschrieben haben ist ein Mirgrationshintergrund oder eine Hautfarbe nur eines von vielen dieser persönlichen Kriterien (die wie oben beschreiben ab Mittelstand minimiert werden) und hat nicht mehr Bedeutung als z.B.

  • Frau -> Schwangerschaft
  • Mann war (früher) nicht bei der Bundeswehr -> Taugt nichts
  • Sachse -> Dialektvermutung, wird gar nicht eingeladen
  • Einzelkind -> verwöhnt, hat keinen Biss
    usw..
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